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DE906840C - Verfahren und Geraet zum Schweissen eines Werkstueckes mittels Mehrphasen-Wechselstrom - Google Patents

Verfahren und Geraet zum Schweissen eines Werkstueckes mittels Mehrphasen-Wechselstrom

Info

Publication number
DE906840C
DE906840C DEU1114A DEU0001114A DE906840C DE 906840 C DE906840 C DE 906840C DE U1114 A DEU1114 A DE U1114A DE U0001114 A DEU0001114 A DE U0001114A DE 906840 C DE906840 C DE 906840C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
welding
workpiece
current
electrodes
electrode
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEU1114A
Other languages
English (en)
Inventor
Edwin Alexander Clapp
Norman George Schreiner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Union Carbide Corp
Original Assignee
Union Carbide and Carbon Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Union Carbide and Carbon Corp filed Critical Union Carbide and Carbon Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE906840C publication Critical patent/DE906840C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K9/00Arc welding or cutting
    • B23K9/18Submerged-arc welding
    • B23K9/186Submerged-arc welding making use of a consumable electrodes
    • B23K9/188Submerged-arc welding making use of a consumable electrodes making use of several electrodes
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K11/00Resistance welding; Severing by resistance heating
    • B23K11/24Electric supply or control circuits therefor
    • B23K11/26Storage discharge welding

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Arc Welding Control (AREA)

Description

  • Verfahren und Gerät zum Schweißen eines Werkstückes mittels Mehrphasen-Wechselstrom Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und Gerät zum Schweißen mittels Mehrphasen-Wechselstrom und zwei oder mehreren hintereinandergeführtenSchweißelektroden (Tandemanordnungder Schweißelektroden), wobei die letztgeführte oder nachlaufende Schweißelektrode, bezogen auf die Schweißrichtung, dazu verhalten wird, mit überwiegender Vorlaufkomponente in Richtung des Schweißschrittes zu vibrieren. Dies wird dadurch erreicht, daß eine unsymmetrische Phasenverteilung zwischen den Schweißströmen herbeigeführt wird, welch letztere in entsprechender Zuordnung den Elektroden und dem Werkstück zugeführt werden. Mehr im einzelnen gesehen betrifft die Erfindung ein Schweißverfahren nebst Gerät, bei dem mindestens zwei schmelzbare metallische Schweißelektroden verwendet werden, die gleichzeitig in ein gemeinsames Schmelzbad aus Schweißmetall vorgeschoben werden, während der Schweißstelle durch eine einzige dreiphasige elektrische Stromquelle phasenverschobene Wechselströme zugeführt werden. Die Erfindung eignet sich sehr gut für Eintauchschmelzschweißungen, d. h. Schweißvorgänge, die unter einer Deckschicht eines körnigen Flußmittels vor sich gehen; dieselbe ist jedoch keineswegs auf diese Schweißart allein beschränkt, sondern läßt sich auch für Schweißungen unter Schutzgas anwenden, bei denen ein chemisch inaktives Gas verwendet wird, wie andererseits auch für Schweißungen mit offenem oder blankem Lichtbogen.
  • Für Doppel- oder Mehrfachelektrodenschweißung (Tandemanordnung der Schweißelektroden), d. h. ein Schweißverfahren, bei dem eine Anzahl hintereinandergeführter metallischer Schweißelektroden in ein gemeinsames Schmelzbad aus Schweißmetall vorgeschoben wird und bei dem die Schweißelektroden längs der gleichen Schweißnaht oder Stoßfuge aufeinanderfolgen, wurde bereits vorgeschlagen, derartige Elektroden dadurch energiemäßig zu speisen, daß man entweder zwei Schweißelektroden Gleichstrom zuführt oder daß zwei bzw. drei Schweißelektroden mit Wechselstrom beschickt werden oder daß einer Elektrode Wechselstrom und einer anderen Elektrode Gleichstrom zugeführt wird. Alle diese bereits früher gemachten Vorschläge sind jedoch mit Schwierigkeiten und Nachteilen verbunden, die im folgenden näher auseinandergesetzt werden.
  • Wenn der für den Schweißvorgang notwendige Gleichstrom durch einen Schweißumformersatz (Motorgenerator) geliefert wird, dann ist die Auswahl der Schweißausrüstung sowie die Steuerung und Instandhaltung derselben schwierig infolge der dabei geforderten starken Schweißströme und des nahezu ununterbrochenen periodischen Nutzleistungsarbeitsganges der üblichen Tandemschweißanordnung. Der Hauptnachteil der Zuführung von Gleichstrom an zwei Schweißelektroden liegt jedoch in der Empfindlichkeit der Schweißzone gegenüber magnetischen Störungen. Dem kann dadurch etwas entgegengewirkt werden, daß man einer der Schweißelektroden, und zwar vorzugsweise der hinteren oder nachfolgenden Schweißelektrode, anstatt Gleichstrom Wechselstrom zuführt. Die obenerwähnten magnetischen Störungen können praktisch ganz ausgeschaltet werden, wenn sämtlichen Schweißelektroden ein Mehrphasen--Wechselstrom zugeführt wird.
  • Wenn die Schweißelektroden mit dreiphasigem Schweißstrom gespeist werden, der über die Sekundärseite eines Schweißtransformators zugeführt wird, «-elch letzterer in Stern geschaltet ist und eine Phasenverschiebung von 6o oder i2o" (e1. Grade) zwischen drei Schweißlichtbögen erzeugt, wie dies bislang bereits vorgeschlagen wurde, dann werden die magnetischen Störungen in der Schweißzone zwar auf ein Minimum herabgesetzt, jedoch vibrieren dann die Lichtbögen einander anziehend und abstoßend in Richtung des Schweißschrittes, und zwar mit einer überwiegend nachschleppenden Komponente. Um ein besseres und rascheres Schweißen zu erzielen, muß jedoch die überwiegende Komponente mindestens eines der Lichtbögen im Vorlauf begriffen sein, d. h. der Lichtbogen muß mit überwiegender Komponente nach vorn gezogen «erden oder der Schweißzone vorauseilen. Ein derartiges in Stern geschaltetes Mehrphasensystem spricht außerdem in unerwünscht empfindlicher Weise auf Spannungsschwankungen der Primärseite sowie auf höhere Harmonische an und leidet außerdem unter dem Mangel einer Einzelsteuerung, mittels deren der Grad der Durchdringung oder des Einbrandes reguliert werden kann. Weiterhin ist die Phasenverschiebung zwischen den drei Lichtbögen stets dieselbe, d. h. entweder 6o oder i2o°, wodurch die Zweckdienlichkeit dieser Svstemanordnung für einen weiter gezogenen Anwendungsbereich beschränkt wird. Darüber hinaus sind Sternschaltungen im allgemeinen unerwünscht infolge der sich dabei urgebenden Spannungserfordernisse im Primärkreis sowie der Ausgangsspannung im Sekundärkreis, wie sie jeweils durch die zur Verfügung stehende Schweißtransformatoreneinrichtung bedingt ist.
  • Ein anderes Problem beim Lichtbogenschweißen ist die Steuerung der von dem Lichtbogen cingenommenen Richtung, wenn der letztere durch umgebende magnetische Felder beeinflußt wird. Es ist bereits vorgeschlagen worden, einen Gleichstron-lichtbogen durch einen nachfolgenden Wechselstromhchtbogen zusteuern. In diesem Falle wurde jedoch die Schweißtone durch diel umgebenden magnetischen Verhältnisse I in einem derartigen Ausmaße beeinträchtigt, daß der Schweißvorgang nicht stabilisiert werden konnte.
  • Der Hauptzweck vorstehender Erfindung besteht demgemäß darin, ein verbessertes Mehrfachlichtbogenschweißverfahren mit Mehrphasen-Wechselstrom zu entwickeln, das die Schwierigkeiten und Nachteile der bislang bekannten Verfahrensarten beseitigt. Weiterhin soll durch die Erfindung eine einfache Schaltung vorgesehen werden, durch die der Schweißvorgang derart leicht und rasch reguliert sowie stabilisiert werden- kann, daß einerseits der sich dabei ergebende Schweißeinbrand hinsichtlich dessen Tiefe i und andererseits die Schweißform hinsichtlich deren äußerer Umrißgestaltung verbessert werden. Insbesondere ist das Verfahren gemäß vorstehender Erfindung dort anwendbar, wo ein Werkstück mittels eines Mehrphasen-Wechselstromes geschweißt wird, dessen einzelne Phasen mit dem Werkstück und mehreren Schweißelektroden elektrisch verbunden sind, welch letztere längs der Schweißrichtung angeordnet sind, sowie dort, wo während eines fortschreitenden Vorrückens des Werkstückes oder der Schweißelektroden in der Schweißrichtung die Lichtbögen der voneinander getrennten Schweißelektroden gegen eine gemeinsame Schmelzzone hin gerichtet werden. Der letztere Vorgang kann gewünschtenfalls durch eine automatische und voneinander unabhängige Vorschubbewegung der Schweißelektroden verwirklicht werden, so daß jeweils eine gewünschte Schweißspannung beibehalten wird.
  • Gemäß Erfindung wird die Phasenverschiebung der Schweißströme eines benachbarten Schweißelektrodenpaares derart geregelt, daß mindestens einer der Lichtbögen zu einer Vibrationsschwingung mit überwiegender Vorlaufkomponente in der Schweißrichtung verhalten wird. i Die ungleiche induktive Reaktanz kann beispielsweise durch Verwendung einer Regulierdrosselspule erhalten werden, die mindestens mit der zu dem Werkstück hinführenden Zuleitung in Serie geschaltet ist. Die Schaltverbindungen müssen dabei so gemacht sein, daß der Phasenumlauf an der Schweißzone normal ist, d. h. wenn der Strom, der der vorderen oder vorlaufenden Schweißelektrode zugeführt wird, der Phase A entspricht, dann muß der der hinteren oder nachfolgenden Schweißelektrode zugeführte Strom der Phase B und der dem Werkstück zugeführte Strom der Phase C entsprechen. Für jede Schweiß- oder Schweißstabelektrode ist zwecks deren Vorschubbewegung eine besondere Lichtbogenspannungsregelung vorgesehen, da man gern die Möglichkeit hat, sowohl die Schweißspannung als auch den Schweißstrom an jeder Elektrode getrennt einzuregulieren. Die in der Zuleitung zu dem Werkstück eingebaute Regulierdrosselspule macht eine genaue Einstellung des Stromes in diesem Stromkreis möglich.
  • Die in die Zuleitung in dem Werkstück eingebaute Regulierdrosselspule gibt sonach ein Mittel an die Hand, um einerseits den Phasenverschiebungswinkel zwischen den Strömen der vorlaufenden und der nachfolgenden Schweißelektrode einzustellen und um andererseits auch die Größe des nach dem Werkstück zufließenden Stromes derart einregulieren zu können, daß dadurch der an der nachfolgenden Schweißelektrode gezogene Lichtbogen mehr nach einer Vorlaufstellung in Richtung des Schweißschrittes hin vibriert, und zwar ohne Rücksicht auf äußere Umstände, die sonstwie den Lichtbogen beeinflussen würden. Das Ergebnis dabei ist, daß die Schweißgeschwindigkeit gegenüber früheren, mit Wechselstrom betriebenen Schweißanordnungen erheblich gesteigert wird.
  • Elektrisch gesehen zeigt die neuartige Systemanordnung zahlreiche Vorteile, wie beispielsweise eine relative Unempfindlichkeit gegenüber Spannungsschwankungen auf der Primärseite, ferner praktisch ausgeglichene Netzbelastungen bei einem hohen Leistungsfaktor (cos 99) sowie einen hohen Wirkungsgrad der Stromtransformation bei praktisch keinerlei Leerlaufverlusten. Vom Instandhaltungsstandpunkt aus gesehen erfordern die Transformatoren praktisch keinerlei Wartung im Gegensatz etwa zu einem Umformersatz (Motorgenerator), wenn derselbe unter den üblichen Werkstattbedingungen als Schweißumformer arbeitet. Vom schweißtechnischen Standpunkt aus gesehen läßt sich sagen, daß durch die neuartige Systemanordnung Schweißungen mit wesentlich höheren Schweißgeschwindigkeiten erzielt werden, wobei diese Schweißungen eine gute Schweißraupenform und keine Unterschneidungen zeigen, da eine konstante, leicht regelbare Schweißstromzuführung vorgesehen ist. Die magnetischen Störungen des Lichtbogens und die dadurch anfallenden Probleme zur Eindämmung dieser Störungen sind durch vorstehende Erfindung in weitem Ausmaße überwunden. Die durch die Regulierdrosselspule vorgesehene Stromsteuerung in dem zu dem Werkstück hinführenden Stromkreis gestattet ferner eine Kontrolle des Schweißeinbrandes und der Schweißform, was bislang nicht vorgesehen war. Weitere Vorteile bestehen in einer genaueren Regulierung des Schweißeinbrandes, einem höheren Wirkungsgrad, gemessen an der handwerklichen Geschicklichkeit für die Durchführung einer, vollständigen Schweißnaht, sowie in der Möglichkeit, zufriedenstellende Schweißungen bei höheren Schweißgeschwindigkeiten zu erhalten, als dies mit den bislang bekannten Verfahren möglich war.
  • Praktisch kann sowohl die geschlossene Dreieckschaltung als auch die offene Dreieck- oder V-Schaltung empfohlen werden, wobei der Vorteil der Dreieckschaltung einerseits in der unabhängigen Regulierung des dem Werkstück zugeführten Stromes besteht, durch den der Grad des Einbrandes geändert werden kann, und andererseits in der Unempfindlichkeit dieser Systemschaltung gegenüber primären Spannungsschwankungen sowie in der Unterdrückung von höheren Harmonischen. Bei der offenen Dreieck-oder V-Schaltung wird eine unabhängige Regulierung des dem Werkstück zugeführten Stromes dadurch erhalten, daß auch in die Zuleitung zu dem Werkstück eine verstellbare Drosselspule eingeschaltet wird. Die Dreieckschaltungen sind speziell für Rohrschweißungen zu empfehlen, wo eine genaue Steuerung des Schweißvorganges erwünscht ist.
  • In den Zeichnungen sind Fig. z und 3 Schaltbilder einer in geschlossener Dreieckschaltung gebildeten Systemanordnung, durch die die Erfindung veranschaulicht wird, Fig. 2 und 4 Schaltbilder einer Abänderungsform, bei der nur zwei Transformatoren in offener Dreieck-oder V-Schaltung benutzt werden, Fig. 5 ein bruchweise dargestellter Querschnitt der Schweißzone, Fig.6 ein Vektordiagramm der Schweißströme. Wie aus Fig. r zu ersehen, sind drei Schweißtransformatoren io, 12 und 14 mit ihren Primärwicklungen 16, 18 und 2o in Dreieck geschaltet und in dieser geschlossenen oder verketteten Dreieckschaltung über Eingangsstromkreise, in denen die Schalter 28, 30 und 32 liegen, an die Leitungen 22, 24 und 26 eines Drehstromnetzes angeschlossen. In den Eingangsstromkreisen sind die beiden Wattmeter 34, 36 mit angeschlossen, die die zugeführte elektrische Gesamtleistung messen. Die Sekundärwicklungen 38, 40 und 42 der Transformatoren io, 12 und 14 sind durch die Leiter 44, 46 und 48 gleichfalls in geschlossener Dreieckschaltung verkettet und außerdem durch geeignete Stromzuleitungen 56, 58 und 6o in entsprechender Zuordnung an die Schweißelektroden 5o und 52 sowie an das zu schweißende Werkstück 54 angeschlossen. In die Stromzuleitungen 56, 58 und 6o sind dabei veränderliche induktive Widerstände oder Regulierdrosselspulen 62, 64 und 66 eingeschaltet sowie die Amperemeter 68, 70 und 72. Die verketteten Spannungen zwischen den Stromzuleitungen 56, 58 und 6o werden jeweils durch Voltmeter 74, 76 und 78 gemessen.
  • Es wird darauf hingewiesen, daß die stromregulierenden Reaktanzen oder Drosselspulen in den Sekundärabgangsleitungen liegen, wodurch es möglich gemacht ist, Schweißtransformatoren zu verwenden, bei denen die Ausgangsleistung durch einen in Serie geschalteten induktiven Blindwiderstand gesteuert wird, der von der Transformatorenwicklung getrennt ist. Schweißtransformatoren mit getrennt eingebauten Drosselspulen sind insofern sehr geeignet, als dadurch die notwendigen Stromabzapfungen zwischen der Sekundärwicklung und den Reaktanzen bequem vorgenommen werden können. Es darf darauf hingewiesen werden, daß im vorstehenden Falle, obgleich normale Schweißtransformatoren benutzbar sind, die in den Abgangsleitungen theoretisch die 1,73- (1,'-3-) fache Leistung der Einphasenleistung bereitstellen, diese Leistung im allgemeinen nicht zur Verfügung steht, da der kleinste scheinbare Widerstand (Impedanz), der in den Regulierdrosselspulen eingebaut ist, etwa das Doppelte der erforderlichen Impedanz beträgt. Dieser Umstand läßt sich dadurch auf die richtigen Werte zurückführen, daß die Drosselspulenwicklung etwa in ihrer Mitte angezapft wird oder daß parallel geschaltete Drosselspulen benutzt werden, die roh einstellbar sind, während die feineren Regulierungen durch, die direkt eingebauten Drosselspulensätze bewirkt werden.
  • In Fig. 4 sind nur zwei Transformatoren 8o, 82 benutzt, die in offener Dreieck- oder V-Schaltung primär an das Drehstromnetz und sekundär an die Schweißelektroden und das zu schweißende Werkstück angeschlossen sind. Diese Stromkreisschaltung ist hinsichtlich ihrer Wirkungsweise der zuvor erwähnten geschlossenen Dreieckschaltung durch die Benutzung einer regulierbaren Drosselspule 84 ähnlich gemacht, welch letztere in die mit dem Werkstück verbundene oder geerdete Stromzuführungsleitung eingebaut ist. Getrennte Reaktanzen oder Drosselspulen für die Schweißstromregelung sind ohne Schwierigkeiten von den Werken, die größere Schweißausrüstungen herstellen, zu haben, und es ist in den Fällen, wo nicht jede Stromzuführungsleitung mit einer einstellbaren Reaktanz versorgt wird, empfehlenswert, Schweißtransformatoren zu benutzen, deren Sekundärausgangsleistung durch die magnetische Kopplung der Wicklungen gesteuert wird.
  • In Parallelschaltung zu den Primärwicklungen werden zweckmäßigerweise kapazitive Widerstände88 mit angeordnet, wodurch die Phasenbelastungen im wesentlichen ausgeglichen werden und der Gesamtleistungsfaktor (cos cp) verbessert wird. Die Abgleichung ist, wie leicht einzusehen, sehr einfach, da kapazitive Widerstände im allgemeinen in i5 -kVA-Einheiten oder kleiner geliefert werden.
  • Es muß allerdings darauf geachtet werden, daß beim Anschließen der Stromzuleitungen die bereits erwähnte Phasenfolge eingehalten wird. Bei falscher Phasenfolge werden entweder die Transformatoren beschädigt, oder es ergeben sich unstabile Schweiß-Bedingungen sowie unerwünschte Schweißnähte.
  • In Fig.3 ist ein vereinfachtes Schaltbild des Energiestromkreises gezeigt einschließlich der Stromzuleitungen 56, 58 und 6o, die in dieser Reihenfolge zu der vorderen oder vorlaufenden Schweißelektrode 5o, der hinteren oder nachfolgenden Schweißelektrode 52 und dem zu schweißenden Werkstück hingeführt sind; die Stromzuleitungen 56, 58 und 6o sind dabei durch die üblichen Düsen 9o und 92 an die Schweißelektroden 5o, 52 und durch die feste Verbindung 93 an das zu schweißende Werkstück 54 angeschlossen. Die Schweißelektroden 5o und 52 werden durch Servomotoren 94 und 96 gegen das Werkstück 54 hin in Vorschubbewegung gesetzt, wobei diese Servomotoren durch Spannungsregeleinrichtungen 98 und ioo in Abhängigkeit von der zwischen jeder Schweißelektrode und dem Werkstück herrschenden Lichtbogenspannung derart gesteuert werden, daß durch den Vorschub der Schweißelektroden selbsttätig in bekannter Weise jede der Lichtbogenspannungen im wesentlichen konstant gehalten wird. Der Schweißkopf, mit dem die Schweißelektroden mechanisch verbunden sind, wird dabei mit konstanter Geschwindigkeit in Richtung des eingezeichneten Pfeiles bewegt.
  • Wie in Fig.5 gezeigt, werden die Schweißelektroden 50 und 52 in ein gemeinsames Schmelzbad zog aus Schweißmetall und einem entsprechenden Flußmittel vorgerückt, wobei dieses Schmelzbad unter einer Decke 104 aus körnigem Material entsteht, die dem Werkstück 54 überlagert ist; das Werkstück 54 ist dabei seinerseits mit einer Schweißunterlage oder Schweißhinterfütterung 1o6 versehen, die unterhalb der Schweißnaht angeordnet ist. Die Schweißströme werden mittels der in die Stromzuleitungen eingeschalteten Drosselspulen derart einreguliert, daß sowohl der an der nachfolgenden Schweißelektrode gezogene Lichtbogen 1o8 als auch der an der vorlaufenden Schweißelektrode gezogene Lichtbogen iio mit einer überwiegenden Vorlaufkomponente in der Schweißrichtung vibriert. Dies ist durch die nach vorn gerichtete Schrägneigung des an der nachfolgenden Schweißelektrode gezogenen Lichtbogens i08 zur Darstellung gebracht.
  • Wird, wie aus Fig. 6 zu ersehen, durch Verstellung der Regulierdrosselspule 66 der dem Werkstück 54 durch die Leitung 6o zugeführte Strom von einem Wert IG, auf einen Wert I192 geändert, dann ändert sich der Phasenverschiebungswinkel zwischen dem Lichtbogenstrom IL der vorlaufenden Schweißelektrode und dem Lichtbogenstrom ITl bzw. IT2 der nachfolgenden Schweißelektrode von 14o auf 70° (e1. Grade). Speziell innerhalb dieses Regulierbereiches zeigen die Schweißlichtbögen eine überwiegende Vorlaufkomponente in der Schweißrichtung.
  • In der nachfolgenden Tabelle I sind typische Schweißbedingungen aufgezeigt, wie sie für Einfachdurchlaufstumpfschweißungen mit hintereinandergeführten Schweißelektroden (Tandemanordnung der Schweißelektroden) und Mehrphasenstrom benutzt werden, wenn diese Schweßungen gegen eine Schweißunterlage aus Kupfer erfolgen.
    Tabelle I
    Dicke des zu vorlaufende Nachfolgende. Schweiß-
    scUweißenden Schweißelektroden Schweißelektroden Werkstück geschwindigkeit Elektrodenabstand
    Werkstückes
    mm Ampere Ampere Ampere cm/min CM -
    2 400 420 450 483 1,3
    6 1030 675 1075 173 2,3
    13 zQOO 86o 1140 1o9 2,8
    25 160o 168o 1740 77,5 5,1
    Zum Vergleich sind in nachfolgender Tabelle II Schweißbedii:gungen aufgezeigt, wie sie normalerweise für Wechselstromstumpfschweißungen der gleichen Art wie zuvor, jedoch mit nur einer Schweißelektrode benutzt werden.
    Tabelle 1I
    Dicke des zu Schweiß-
    schweißenden
    Werkstückes Ampere Volt geschwindigkeit
    mm cm/min
    2 350 24 165
    6 65o 32 71
    13 850 28 41
    25 1550 41 28
    Bekanntlich wird der Schweißlichtbogen durch innere magnetische Kräfte hervorgerufen, wobei das überwiegende magnetische Feld das durch den Schweißstrom erzeugte Selbstinduktionsfeld ist. Dieses Feld wird beeinflußt: 1. durch die Richtungsänderung des Stromes, sobald der letztere in das Werkstück eintritt und nach der Werkstückanschlußverbindung weitergeleitet wird, 2. durch die unsymmetrische Anordnung magnetischen Materials rund um den Lichtbogen und 3. bei Schweißungen mit Wechselstrom durch die in dem in Schweißung begriffenen Material erzeugten Wirbelströme. Weiterhin wird der Lichtbogen durch die Arbeitsgangbewegung der Schweißstabelektroden gezogen. Bei Schweißung mit hintereinanderstehenden Lichtbögen (Tandemlichtbogenschweißung) wirken zusätzlich zu den obenerwähnten Umständen die jede Schweißelektrode umgebenden Selbstinduktionsfelder gegenseitig aufeinander ein.
  • Das jeweils eine Schweißelektrode umgebende magnetische Feld schwankt, sofern dasselbe durch Wechselstrom hervorgerufen ist, proportional mit den Pulsationen des Wechselstromes fortlaufend von einem positiven zu einem negativen Maximalwert, und umgekehrt. Wenn die den Schweißelektroden zugeführten Wechselströme phasenverschoben sind, dann ist der Stromverlauf in benachbarten Schweißelektroden bei einigen Intervallabschnitten der Wechselstromperiode einander entgegengesetzt gerichtet, wodurch das zwischen den Elektroden ausgebildete magnetische Feld verstärkt wird, während umgekehrt bei anderen Intervallabschnitten der Wechselstromperiode der Stromverlauf gleichgerichtet ist, wodurch das zwischen den Schweißelektroden oder Schweißstäben ausgebildete magnetische Feld geschwächt wird. In beiden Fällen verschieben sich die entsprechenden Lichtbogenentladungen jeweils in Richtung des schwächeren magnetischen Feldes. Es ist somit zu ersehen, daß durch Änderung der Phasenverschiebung zwischen den Schweißströmen dieLichtbogenentladungen derart reguliert werden können, daß dieselben sich überwiegend gegenseitig anziehen oder abstoßen oder daß dieselben von gleicher Größe sind; ferner ist zu ersehen, daß die Schwingungsfrequenz der Lichtbögen stets doppelt so groß ist, wie die Frequenz des benutzten Wechselstromes. Wenn der Schweißstrom von einem einzelnen Mehrphasensystem aus zugeführt wird, dann schwankt die Phasenverschiebung zwischen den an der Schweißzone auftretenden Schweißströmen in Abhängigkeit von der Größe des Schweißstromes in jeder Stromverzweigung. Die einzige Möglichkeit zur Aufrechterhaltung einer gleichmäßigen Phasenverschiebung von weniger als 18o° zwischen den Lichtbögen oder einer gleichmäßigen Phasenverschiebung von 6o oder 12o° besteht normalerweise darin, den Stromfluß in jedem Lichtbogen auf der gleichen Höhe zu halten. Durch diese Forderung werden, obgleich dieselbe eine ausgeglichene Belastung gewährleistet, die betriebsmäßigen Anwendungsmöglichkeiten eingeschränkt. Wenn nach der Erfindung zusätzlich zu der Stromänderung in den Schweißelektroden und unabhängig davon der Strom in der an das Werkstück angeschlossenen Stromphase mittels einer in Serie geschalteten Regulierdrosselspule verändert wird, dann läßt sich zwischen den Elektrodenströmen jede gewünschte Phasenverschiebung erreichen. Auf diese Weise kann dann nicht nur die Größe der magnetischen Kräfte, sondern auch das Zeitverhältnis zwischen Abstoßung und Anziehung der Lichtbögen gesteuert werden.
  • Der dem Werkstück zugeführte Strom, dessen Größe in vorstehender Weise verändert wird, richtet ein magnetisches Feld auf, das gegenüber den Selbstinduktionsfeldern der Schweißelektroden rückwirkt. Die Zeitfolge, in der sich diese Felder ausbilden, ist durch den Phasenumlauf der Schweißströme an der Schweißzone bestimmt. Hierzu ließ sich feststellen, daß bei normalem Phasenumlauf bei weitem zufriedenstellendere Schweißungen erzielt werden als bei verkehrtem Phasenumlauf.
  • Für die getauchte oder versenkte, d. h. von einer körnigen Materialschicht überdeckte Schmelzschweißung der Längsnaht eines Stahlrohres von 51 cm Durchmesser und 6 mm Wandstärke wurde in Durchführung eines praktischen Erprobungsversuches die Ausgangsleistung der Sekundärseiten von drei normalen und in geschlossener Dreieckschaltung verketteten Schweißtransformatoren, deren Primärwicklungen gleichfalls in Dreieckschaltung verkettet und an ein einzelnes Dreiphasensystem angeschlossen waren, in richtiger Phasenfolge den beiden in Tandemanordnung hintereinandergeführten metallischen Schweißelektroden sowie dem zu schweißenden Werkstück zugeführt, wobei in die Zuführungsleitungen regulierbare und in Serie geschaltete induktive Reaktanzen oder Drosselspulen mit eingebaut waren. Diese Systemanordnung diente als Ersatz für einen Schweißumformer (Motorgenerator) und einen Einphasenschweißtransformator, welches Aggregat sonst dazu benutzt worden war, der vorlaufenden Schweißelektrode Gleichstrom und der nachfolgenden Schweißelektrode Wechselstrom zuzuführen. Hierbei ergab sich eine Erhöhung der Schweißgeschwindigkeit um mindestens 40 % bei einer vollkommeneren Kontrolle der Schweißgüte sowie der Schweißbedingungen überhaupt.
  • Um für eine vorgeschriebene Stoßfugenverbindung ein bestimmtes Schweißresultat zu erzielen, ist es erforderlich, daß die Eingangsschweißleistung proportional der Schweißgeschwindigkeit ist. Tandemschweißungen lassen sich bei außerordentlich hoher Schweißgeschwindigkeit für jede beliebige Materialstärke durchführen, vorausgesetzt, daß die nötige Schweißleistung zur Verfügung steht und daß eine gleichförmige Fortschreitgeschwindigkeit beim Schweißen eingehalten wird. Für Einfachdurchlaufschweißungen, bei denen eine vollständige Durchdringung oder ein vollständiger Einbrand gewünscht wird, entspricht die Einbrandtiefe jeweils der Blech- oder Plattenstärke. Für Doppel-V- oder X-Stoßstumpf- :@ schweißungen entspricht die Einbrandtiefe jeweils der Dicke des Schweißschmelzgutes abzüglich der Schweißraupe. Je nach der geforderten Schweißart wird die zugeführte Schweißleistung auf die vorlaufende und nachfolgende Schweißelektrode in verschiedenartiger Weise verteilt. Jedoch ist die empirische Verteilung der Schweißleistung, welche anschließend beschrieben wird, nicht immer in der Weise gebunden, wie dies aus den Tabellen I und III hervorgeht, die an sich typische Schweißbedingungen für verschiedene Plattenstärken und Stoßverbindungsarten angeben.
    Tabelle III
    Vorlaufende 'Nachfolgende Werkstück Schweiß-
    Dicke des zu Schweißelektrode Schweißelektrode geschwindigkeit
    schweißenden Ampere Ampere Ampere cmlmin
    Werkstückes
    unterlegt I fertig unterlegt I fertig unterlegt 1 fertig unterlegt fertig
    6 940 Ego iooo 60o 1200 640 215 I 208
    25 920 iooo 86o 116o 980 1140 78 77
    40 1 0 20 136o 1420 1480 14.z0 1400 57 i 58
    51 1440 1740 1480 176o 1540 1920 44 44
    QLige Tabelle basiert auf folgender Vorbereitung der Schweißkanten:
    Bei kupferunterlegten Einfachdurchlaufstumpfschweißungenmit vollständigem Einbrand der Schweißnaht muß die Stromstärke in der vorlaufenden Schweißelektrode groß genug sein, damit eine vollständige Durchdringung (Einbrand) sowie die Bildung eines einwandfreien Bodens der Schweißnaht gewährleistet ist. Der Strom in der nachfolgenden Schweißelektrode muß nur insoweit ausreichend sein, damit die gewünschte Metallzusetzung für die Bildung der Schweißraupe erfolgt; diese Stromstärke beträgt im allgemeinen etwa 65 1) ' !', der Stromstärke der vorlaufenden Schweißelektrode. Die Größe des dem Werkstück zugeführten Stromes wird durch die Regulierdrosselspule derart eingestellt, daß zwischen der vorlaufenden und der nachfolgenden Schweißelektrode ein Phasenverschiebungswinkel von vorzugsweise 107 bis i20° (e1. Grade) auftritt, wenn die den beiden Schweißelektroden und dem Werkstück zugeführten Stromwerte derart eingestellt werden, daß dieselben bei vektorieller Aufzeichnung zusammen ein geschlossenes Vektordreieck bilden. Wenn der dem Werkstück zugeführte Strom zu klein ist, dann kommt kein vollständiger Einbrand zustande; ist umgekehrt dieser Strom zu groß, dann bildet sich ein schlackenhaltiger Boden an der Schweißnaht, der unterschnitten ist. Sofern jedoch der Schweißstrom am Werkstück ebenso groß oder etwas größer als der Strom an der vorlaufenden Schweißelektrode ist, dann wird im allgemeinen ein Schmelzgut am Boden der Schweißnaht erzeugt, das frei von Schlacke ist.
  • Bei doppelt geschweißten Stumpfstoßverbindungen ist die in dem vorlaufenden Lichtbogen auftretende Schweißleistung im allgemeinen etwa 45 °,l0 der insgesamt erforderlichen Schweißleistung. Das Stromstärkenverhältnis zwischen den in der vorlaufenden und nachfolgenden Schweißelektrode und dem Werkstück auftretenden Strömen liegt in der Reihenfolge eben dieser Aufzählung gewöhnlich bei i : i,io : i,20. Von diesen Werten ausgehend lassen sich die Schweißbedingungen für jede verlangte Schweißgeschwindigkeit und Einbrandtiefe errechnen.
  • Ein wichtiger Gesichtspunkt ist der Abstand zwischen den Elektrodenmitten, der üblicherweise an der Stirnfläche der Schweißnaht gemessen wird. Wenn es sich um die Schweißung leichter Bearbeitungsstücke bei hoher Schweißgeschwindigkeit handelt, dann ist stets der kürzeste Abstand der Schweißelektroden, der sich ohne Betriebsstörungen erreichen läßt, erwünscht. Derartige Störungen machen sich durch uristabile Strom- und Spannungsverhältnisse sowie durch eine rohe, unterschnittene Schweißraupe bemerkbar. Die flachste: und glatteste Schweißraupe wird jeweils dann erreicht, wenn der Schweißelektrodenabstand gerade eine Kleinigkeit größer als der zulässige Kleinstwert ist. Wird der Elektrodenabstand über dieses Maß hinaus erhöht, dann wird die Schweißraupe schmaler und leicht aufgeraulit. Zweckmäßige Schweißelektrodenabstände ergeben sich aus der Tabelle I, und dieselben sind für die dort eingetragenen Schweißgeschwindigkeiten als charakteristisch anzusehen.
  • Von gleicher Wichtigkeit ist die lineare Ausrichtung jeder Schweißelektrode gegenüber der Mittellinie der Schweißnaht. Bei nicht genauer Ausrichtung von einer der Schweißelektroden oder von beiden entsteht eine unsymmetrische und rauhe Schweißraupe, während sich speziell bei Nichtausrichtung der vorlaufenden Schweißelektrode ein unregelmäßiger Einbrand einstellt. Ausrichtungsverlagerungen der Schweißelektroden, die auf Abnutzung der Düsen sowie auf eine seitliche Verschiebung der Schweißelektrode zurückzuführen sind, lassen sich dadurch auf ein Mindestmaß zurückführen, daß die Düsen so nahe wie möglich, .1o bis 5o mm sind dabei noch annehmbar, an das zu schweißende Werkstück herangebracht werden, wobei jeweils der geringere Abstand für die schmäleren Schweißnähte in Frage kommt.
  • Die Schweißelektroden können gegenseitig parallel eingestellt sein, werden jedoch zwecks bequemerer Handhabung im allgemeinen unter einem schwachen Winkel betätigt. Bei in dieser Hinsicht angestellten Versuchen hat sich keineswegs gezeigt, daß der Abweichungswinkel der Schweißelektroden von der Vertikalen irgendwie kritisch ins Gewicht fällt; vielmehr wurden in jedem Falle zufriedenstellende Schweißungen erzielt, gleichgültig ob beide Schweißstäbe genau senkrecht oder unter einem Winkel zur Vertikalen eingestellt waren oder ob eine Elektrode senkrecht und die andere unter einem Winkel zur Vertikalen schräg geneigt war. Eine Parallelstellung der Schweißelektroden ist im allgemeinen dort erforderlich, wo eine nicht kompensierbare Schwankung in der Abstandsentfernung zwischen dem Werkstück und den Kontaktbacken vorhanden ist. In einigen Fällen wurden parallele Schweißelektroden nach rückwärts, d. h. entgegengesetzt zur Schweißrichtung schräg verstellt.
  • Die Elektrodendurchmesser sind jeweils durch die bei eingetauchtem Schmelzschweißen üblicherweise auftretenden Stromdichten bestimmt, welch letztere bei Vierkantschweißung schätzungsweise zwischen 3100 und 775o Amp.cm'2 liegen. Gewöhnlich haben die vorlaufende und die nachfolgende Schweißelektrode den gleichen Durchmesser, jedoch scheint es für die Einfachdurchlaufschweißung irgendwie von Vorteil zu sein, wenn die vorlaufende Schweißelektrode im Durchmesser um eine Maßeinheit größer als die nachfolgende Schweißelektrode ist, d. h. beispielsweise 6 mm, wenn die nachfolgende Schweißelektrode einen Durchmesser von 5 mm hat.
  • Die Ränder der Schweißnaht liegen für Blechstärken bis zu 12 mm im allgemeinen senkrecht zur Blechstirnfläche, während bei größeren Blechstärken eine Vorbereitung der Kanten für V- oder X-Stoß benutzt wird. Die hauptsächlich notwendige Abänderung bei der Vorbereitung der Schweißkanten ist eine Erhöhung der Nahtwurzelflächenabmessung um angenähert 25 o,Io.
  • Während es im allgemeinen erwünscht ist, den Schweißvorgang in Ablaufrichtung von der elektrischen Anschlußverbindung des Werkstückes aus durchzuführen, werden durch die unsymmetrische Phasenverteilung, wie sie durch die Erfindung vorgesehen ist, magnetische Störungen, die auf die örtliche Anordnung des Werkstückkopfes zurückzuführen sind, praktisch ausgeschaltet.
  • Es haben sich wenig oder überhaupt keine Anhaltspunkte dafür ergeben, daß andere wichtige Faktoren, die für die Durchführung automatischer Schweißvorgänge entscheidend sind, durch das Schweißverfahren nach vorstehender Erfindung nachteilig beeinflußt werden. Derartige Faktoren betreffen die Sauberkeit der Schweißnaht, die: Gleichförmigkeit der Werkstückaufpassung und die Gleichförmigkeit der Schweißgeschwindigkeit. Schwankungen der Primärspannung können in einem größeren Ausmaße vertragen werden als bei Einphasenschaltung, da Spannungsschwankungen in irgendeiner Phase der Primärseite sich nur teilweise in der sekundären Ausgangsleistung der in Dreieck geschalteten Transformatoren auswirken.

Claims (3)

  1. PATEN TANSPRÜCIlE: i. Verfahren zum elektrischen Schweißen eines -Werkstückes mittels Mehrphasenstrom; dessen Phasen in entsprechender Zuordnung an das zu schweißende Werkstück und mehrere längs der Schweißrichtung in Stellung gebrachte Schweißelektroden angeschlossen sind, wobei während des Vorrückens des Werkstückes oder der Schweißelektroden in der Schweißrichtung die Lichtbögen der voneinander getrennten Schweißelektroden gewünschtenfalls durch automatische Vorschubbewegung der letzteren derart unabhängig voneinander nach einer gemeinsamen Schmelzzone hin gerichtet werden, daß dadurch eine gewünschte Schweißspannung beibehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasenverschiebung der Schweißströme eines benachbarten Schweißelektrodenpaares derart einreguliert ist, daß wenigstens einer dieser Lichtbögen dazu verhalten wird, mit überwiegend vorlaufender Komponente in der Richtung der Schweißnaht zu vibrieren.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i zum Schweißen eines Werkstückes mittels Dreiphasen-Wechselstrom oder Drehstrom, dessen Phasen in entsprechender Zuordnung an das Werkstück und die beiden Schweißelektroden angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasenverschiebung der beiden den Schweißelektroden zugeführten Ströme derart einreguliert ist, daß der Lichtbogen der nachfolgenden Schweißelektrode zu einer Vibrationsschwingung in der vorerwähnten Weise verhalten wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem der vorlaufenden Schweißelektrode und dem der nachfolgenden Schweißelektrode zugeführten Strom eine Phasenverschiebung herbeigeführt wird, die außerhalb des Symmetriewinkels von z2o°, und zwar im Bereich von no bis 14o° oder r2o bis 7o°, vorzugsweise z2o bis zo7°, liegt. Angezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschrift Nr. 120 31o.
DEU1114A 1950-03-07 1951-03-07 Verfahren und Geraet zum Schweissen eines Werkstueckes mittels Mehrphasen-Wechselstrom Expired DE906840C (de)

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US3275788A (en) * 1963-11-21 1966-09-27 Gen Motors Corp Electrical discharge machining apparatus
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CH120310A (fr) * 1925-01-08 1927-06-01 Soudure Autogene Francaise Procédé de soudure et découpage par l'arc électrique, et appareil pour sa mise en oeuvre.

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