DE906354C - Schaltungsanordnung zur Steuerung von Magnet-Kupplungen und -Bremsen unter Verwendung von gesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Steuerung von Magnet-Kupplungen und -Bremsen unter Verwendung von gesteuerten Dampf- oder GasentladungsstreckenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
- Schaltungsanordnung zur Steuerung von Magnet-Kupplungen und -Bremsen unter Verwendung von gesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken Zur Steuerung magnetischer Kupplungen oder Bremsen mit großer Schaltbäufigkeit, insbesondere bei fühlergesteuerten Maschinen, ist es bekannt, gittergesteuerte dampf-oder gasgefüllte Entladungsgefäße zu verwenden. Hierbei werden die Kupplungen über die Entladungsgefäße mit Wechselstrom gespeist. Mit einphasigem Wechselstrom und je einem Entladungsgefäß für jede Kupplung kann diese jedoch nicht betrieben werden, auch bei Vollweggleichrichtung und einphasiger Speisung -ist dies nicht möglich. Die Kupplungen würden hierbei brummen und kein konstantes Moment übertragen. Bei drei- oder mehrphasiger Speisung sind aber drei oder mehr Entladungsgefäße je Kupplung erforderlich.
- Durch die Erfindung werden diese Nachteile dadurch behoben, daß die Kupplungen oder Bremsen über je eine Dampf- oder Gasentladungsstrecke mit Gleichstrom gespeist werden, der durch einen Zerhacker rhythmisch und synchron mit der Frequenz der auf das Gitter gegebenen Wech'selstromsteuerimpulse unterbrochen wird. Die Zerhackung des Gleichstromes ist erforderlich, um eine Löschung des Entladungsgefäßes, die bekanntlich bei Gleichstromspeisung durch Verlagerung ,des Gitterpotentials allein nicht erreichbar ist, zu ermöglichen. Die Zeit der Unterbrechung des Gleichstromes durch den Zerhacker kann aber .s0 kurz gehalten werden, daß die magnetische Kupplung in ihrer Funktion nicht beeinträchtigt wird.
- In der Zeichnung sind in Fig. i und 2 zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt: Fig.3 ist eine Erläuterungsskizze zu Fig. i. Einander ntsprechend-e Teile sind in den verschiedenen Figuren reit den gleichen Bezugszeichen versehen.
- In Fig. i ist .eia. einfaches Anwendungsbeispiel der Erfindung ,auf eine Kupplung dargestellt. Der aus einer Wechselstromquelle gespeiste Synchronmotor i treibt die Schleifringe 3 und 5 eines Zerhackers an. Die Kohlebürste 2 liegt am Pluspol der Gleichstromquelle. Von der Bürste 6 wird die zerhackte Gleichspannung der Kupplung 7 zugeführt. 8 ist ein Schutzwiderstand und 9,ein Vorwiderstand der für Schnellerregung :ausgelegten EupElunZ7. Das Gitter i i der Röhre io ist über die Sekundärwicklung :eines Transformators 12 mit einem Potentiometer 13 zur Einstellung der Gittervorspannung verbunden. Die Primärwicklung des Transformators i 2 liegt über den Steuerkontakt 1 4. an derselben Wechselstromquelle wie der Synchronmotor i des Zerh.ackers. Wie aus Fig. 3 hervorgeht, ist die Impulsspannung in Phase mit den Unterbrechungen des Zerhackers derart, daß jeweils eine .positive Halbwelle der Impulsspannung mit einer Unterbrechung des Zerbackers zusammenfällt. Der Steuerkontakt 14 kann beispielsweise der Kontakt eines ein Modell oder eine Schablone 16 abtastenden Fühlers 15 sein. Solange der Kontakt 14 offen ist, bleibt die Röhre io gelöscht, da ihr Gitter negativ vorgespannt ist. Sobald durch Schließen des Kontaktes 14 über den Transformator 12 ein Impuls auf das Gitter i i gelangt, wird die negative Spannung herabgesetzt bzw. ganz aufgehoben (s. Fig. 3). Da die Impulsspannung in Phase mit dem Unterbrechungszeitpunkt des Zerhackers ist, wird also, solange der Impuls bestehenbleibt, die Röhre i o nach jeder U nterbrechung wieder gezündet. Wenn der Impuls durch Öffnen des Steuerkontaktes 14 verschwindet, erlischt die Röhre bei der nächsten Unterbrechung.
- In Fig. 2 ist die Anwendung der Erfindung auf eine Steuerung dargestellt, bei der gleichzeitig mit der Einschaltung einer Kupplung eine Bremse gelüftet wird, und umgekehrt. Die Schaltung für die Kupplun.@- ist die gleiche wie nach Fig. i. Parallel mit der Malgnetwicklung 7 der Kupplung ist an die Bürste 6 des Zerhackers die parallel mit einem Schutzuiderstand 18 liegende Magnetwicklung 17 einer Magnetbremse@geschaltet, die über einen Vorschaltwiderstand i9 an der Anode einer zweiten Röhre 2o liegt. Das Gitter 2 i dieser Röhre ist über die Sekundärwicklung eines Transformators 22 mit dem P:otentiometer 25 zur Einstellung der Gittervorspannung verbunden. Die Primärwicklung des Transformators 22 besteht aus zwei gegeneinander-,geschalteten Spulen 23 und 2q:, von denen die .erstere dauernd mit der Wechselstromquelle verbunden ist. Die zweite Spule :q. ist über den Steuerkontakt 14 in Reihe mit der Primärwicklung des Transformators 12 ebenfalls mit derselben Wechselstromquelle verbunden.
- Solange der Kontakt 14 geöffnet ist, ist die Röhre io gelöscht, da ihr Gitter negativ vorgespannt ist. Die Kupplung 7 ist ,also gelöst; da auch die Primärwicklung 2¢ des Transformators 22 aberregt ist, kommt die ,allein reit der Impulsfrequenz erregte Primärwicklung 23 zur Wirkung, und die Röhre 2o ist gezündet. Die Magnetwicklung 17 ist also erregt und die Bremse angezogen. Wenn nun der Kontakt 1 ¢ geschlossen wird, werden die beiden in Reihe geschalteten Primärwicklungen 12 und --q. mit der Impulsfrequenz erregt. Die Wirkungen der gegeneinandergeschalteten Primärwicklungen 23 und 24 heben sich auf, so daß der Impuls für die Röhre 2o verschwindet und die Röhre 20 erlischt, wodurch die Magnetwicklung 17 aberregt und die Bremsre i gelüftet wird. Die Röhre i o wird dagegen gezündet und die Kupplung 7 eingeschaltet.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Schaltungsanordnung zur Steuerung von Magnet-Kupplungen und -Bremsen unter Verwendum,g von gesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken, insbesondere bei fühlergesteuerten Maschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungen und Bremsen über je eine Dampf- oder Gasentladungsstrecke mit Gleichstrom gespeist werden, der durch einen Zerhacker rhythmisch und synchron mit der Frequenz der auf das Gitter gegebenen Wechselstromsteuerimpulse unterbrochen wird.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch ,gekennzeichnet, daß der Zerhacker durch einen Synchronmotor angetrieben wird, der an der gleichen Wechselspannung liegt, ,aus der auch die Speisung des Impulsgebers erfolgt.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i und 2, bei der gleichzeitig mit dem Einschalten einer Kupplung eine Bremse zu lüften ist, und umgekehrt, dadurch gekennzeichnet, d;aß die Magnetwicklung von Kupplung und Bremse über je eine mit ihren. Anoden parallel an den Zerhacker angeschlossene Dampf- oder Gasentladungsstrecke gespeist wird und im Gitterkreis des einen Gefäßes die Sekundärwicklung -eines Transformators liegt, deren Primärwicklung aus zwei gegeneinandergeschalteten Spulen besteht, von denen die eine dauernd mit der Impulsfrequenz erregt ist und die andere gleichzeitig mit der Einschaltung der Primärwicklung des Gittertransformators des anderen Gefäßes durch den Impulskontakt eingeschaltet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA9817D DE906354C (de) | 1943-07-03 | 1943-07-03 | Schaltungsanordnung zur Steuerung von Magnet-Kupplungen und -Bremsen unter Verwendung von gesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA9817D DE906354C (de) | 1943-07-03 | 1943-07-03 | Schaltungsanordnung zur Steuerung von Magnet-Kupplungen und -Bremsen unter Verwendung von gesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE906354C true DE906354C (de) | 1954-03-11 |
Family
ID=6921873
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA9817D Expired DE906354C (de) | 1943-07-03 | 1943-07-03 | Schaltungsanordnung zur Steuerung von Magnet-Kupplungen und -Bremsen unter Verwendung von gesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE906354C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1040670B (de) * | 1955-02-11 | 1958-10-09 | Siemens Ag | Antrieb mit elektromagnetischer Antriebs- und Bremskupplung |
| DE1146952B (de) * | 1960-09-23 | 1963-04-11 | Aeg | Verfahren und Vorrichtung zur Einstellung der toten Zone bei Fuehlern fuer analog arbeitende unstetige Nachformeinrichtungen an Werkzeugmaschinen |
| DE1196285B (de) * | 1960-02-15 | 1965-07-08 | Warner Electric Brake & Clutch | Steuereinrichtung zum wechselseitigen Schnell-erregen je einer elektromagnetisch betaetigbaren Reibungskupplung und -bremse |
| DE1232650B (de) * | 1960-01-08 | 1967-01-19 | Sperry Rand Corp | Schaltungsanordnung zur wechselseitigen Schnellerregung einer elektromagnetischen Kupplung und einer elektromagnetischen Bremse |
-
1943
- 1943-07-03 DE DEA9817D patent/DE906354C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1040670B (de) * | 1955-02-11 | 1958-10-09 | Siemens Ag | Antrieb mit elektromagnetischer Antriebs- und Bremskupplung |
| DE1232650B (de) * | 1960-01-08 | 1967-01-19 | Sperry Rand Corp | Schaltungsanordnung zur wechselseitigen Schnellerregung einer elektromagnetischen Kupplung und einer elektromagnetischen Bremse |
| DE1196285B (de) * | 1960-02-15 | 1965-07-08 | Warner Electric Brake & Clutch | Steuereinrichtung zum wechselseitigen Schnell-erregen je einer elektromagnetisch betaetigbaren Reibungskupplung und -bremse |
| DE1146952B (de) * | 1960-09-23 | 1963-04-11 | Aeg | Verfahren und Vorrichtung zur Einstellung der toten Zone bei Fuehlern fuer analog arbeitende unstetige Nachformeinrichtungen an Werkzeugmaschinen |
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