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DE906336C - Dispergiermittel - Google Patents

Dispergiermittel

Info

Publication number
DE906336C
DE906336C DEF6784A DEF0006784A DE906336C DE 906336 C DE906336 C DE 906336C DE F6784 A DEF6784 A DE F6784A DE F0006784 A DEF0006784 A DE F0006784A DE 906336 C DE906336 C DE 906336C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
parts
dispersants
heteroatoms
interrupted
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF6784A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Fritz Schmidt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF6784A priority Critical patent/DE906336C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE906336C publication Critical patent/DE906336C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B2103/00Function or property of ingredients for mortars, concrete or artificial stone
    • C04B2103/40Surface-active agents, dispersants
    • C04B2103/408Dispersants

Landscapes

  • Emulsifying, Dispersing, Foam-Producing Or Wetting Agents (AREA)
  • Lubricants (AREA)

Description

  • Dispergiermittel Es wurde gefunden, daß man als Dispergiermittel mit Vorteil Verbindungen der allgemeinen Formel Me XY verwenden kann, in der Me, X und Y folgende Bedeutung haben: Me bedeutet ein mindestens 4wertiges Metall; X bedeutet eine der Gruppen - 0 R oder - 0 0 C - R, in denen R einen Kohlenwasserstoffrest von mindestens q. Kohlenstoffatomen darstellt, dessen Kohlenstoffgerüst gegebenenfalls durch Heteroatome, wie z. B. Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff, unterbrochen sein kann und der gegebenenfalls substituiert sein kann, während Y in einer dem verbliebenen Bindungsveimögen des Metalls entsprechenden Vielzahl für X und/oder für eine oder mehrere der Gruppen - OH, - 0 Rl und - 0 0 C - R2 steht, in denen R1 und R2 beliebig gleiche oder verschiedene Kohlenwasserstoffreste bedeuten, deren Kohlenstoffgerüst durch Heteroatome unterbrochen sein kann und die auch substituiert sein können. Die erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen können in beliebiger Weise erhalten worden sein, z. B. durch Umsetzung der mehrwertigen Metalle in Form ihrer Salze, etwa in Form von Silicium-, Titan-, Zirkon- oder Zinntetrahalogeniden, mit den in Betracht kommenden höheren Alkoholen in Gegenwart säurebindender Mittel bzw. durch doppelte Umsetzung wasserlöslicher Metallsalze mit Alkalisalzen höherer Carbonsäuren. Von besonderem Interesse sind solche Metallverbindungen, die durch Einwirkung höherer Carbonsäuren auf die Metallalkoholate gemäß demVerfahren des Patents 88o 292 erhalten worden sind.
  • Die vorgeschlagenen Dispergiermittel sind in organischen Medien, wie z. B. in aliphatischen, aromatischen, halogenhaltigen oder anderweitig substituierten Kohlenwasserstoffen, Estern, Alkoholen, Schmierölen, fetten Ölen, Lacken, Kautschük oder Kunststoffen, löslich und können deshalb mit besonderem Vorteil dazu verwendet werden, um Staub, Schmutz, Ruß, Kohle, anorganische oder organische Füllstoffe, anorganische oder organische Farbstoffpigmente, Treibmittel, Alterungsschutzmittel für Kautschuk und Kunststoffe, Schädlingsbekämpfungsmittel, Heilmittel und andere schwer- oder unlösliche Substanzen in organischen Flüssigkeiten oder halbfesten bzw. festen, schmelzbaren Medien zu dispergieren. Die erforderliche Menge an Dispergiermitteln läßt sich durch Vorversuche leicht ermitteln. Gegebenenfalls können die vorgeschlagenen Dispergiermittel auch gleichzeitig als Dispersionsträger verwendet werden, z. B. als Schmierstoffe mit Graphitzusatz oder als Fixier- und Dispergiermittel für Ruß in Schreibmaschinenbändern. Soweit die Verbindungen auch in Wasser löslich sind, sind sie auch in wäßrigem Medium als Dispergiermittel brauchbar. Die mit den vorgeschlagenen Dispergiermitteln erhältlichen Effekte lassen sich in gleichem Umfang mit den bisher bekannten Dispergiermitteln nicht erzielen. Beispiel i Angeschmutzte Textilien werden in ioo Gewichtsteilen Waschbenzin, die mit :2 Gewichtsteilen Zirkontetrastearat versetzt sind, io Minuten lang bewegt und dann abgeschleudert und getrocknet. Nach dieser Behandlung sind die Textilien wieder sauber. Beispiel 2 In ioo Gewichtsteilen Schmieröl wird i Gewichtsteil Titantetrastearat aufgelöst. In einem Dieselmotor, der 5o Stunden mit diesem Schmieröl gelaufen ist, zeigen sich zwischen den Kolbenringen und an den Ventilen keine Ablagerungen von Ölkohle, vielmehr ist die Ölkohle in feinster Verteilung in dem Schmieröl so dispergiert, daß sie sich selbst bei ruhigem Stehen über mehrere ioo Stunden nicht absetzt. Beispiel 3 15 Gewichtsteile Eisenoxyd werden in ioo Gewichtsteilen Leinöl mit Hilfe von 5 Gewichtsteilen Ortho-Titansäure-tetrakis-octadecylester dispergiert; die erhaltene Suspension ist sehr beständig. Zentrifugiert man die Suspension, so wird eine vollständige Abscheidung des Farbpigmentes erst nach 45 Minuten erzielt, während bei einer Suspension ohne Zusatz der Titanverbindung bereits nach io Minuten eine vollständige Abscheidung des Farbpigmentes eintritt. Beispiel 4 In ioo Gewichtsteilen Schmieröl wird i Gewichtsteil Zinntetrastearat gelöst, und anschließend werden hierin 5 Gewichtsteile Gasruß dispergiert. Die Beständigkeit der erhaltenen Dispersion ist daraus ersichtlich, daß die Dispersion selbst nach 3stündigem Zentrifugieren noch kein Absetzen zeigt, während der Ruß in einer Dispersion ohne Zusatz der Zinnverbindung bereits nach 30 Minuten vollkommen ausgeschleudert ist. Beispiel 5 ioo Gewichtsteile Ruß werden mit 21 Gewichtsteilen eines flüssigen Salzes des 4wertigen Titans mit einem aus der Paraffinoxydation stammenden sog. Vorlauf-Fettsäure-Gemisch vom Durchschnittsmolekulargewicht 130 zu einer Paste angerieben, die z. B. als Farbträger in Schreibmaschinenbändern od. dgl. Verwendung finden kann. Bei Anwendung üblicher Fixier- bzw. Dispergiermittel von der Art des Klauen-oder Erdnußöles wird mehr als die doppelte Menge an Dispergiermitteln benötigt. Beispiel 6 ioo Gewichtsteile Vulkanisationsbeschleuniger, z. B. Benzothiazyldisulfid oder Tetramethylthiuramdisulfid, werden mit 7 Gewichtsteilen des im Beispiel 5 angeführten Titansalzes in einer geeigneten Vorrichtung gründlich vermischt und granuliert. Das so gewonnene Granulat läßt sich in kurzer Zeit und unter Vermeidung des sonst eintretenden lästigen Staubens in eine Kautschukmilch einarbeiten. Beispiel 7 5 Gewichtsteile Titan-tristearat-monostearylat werden in ioo Gewichtsteilen Paraffinöl gelöst, und in dieser Lösung werden 5 Gewichtsteile eines Wirkstoffes, z. B. in Form des Methoxyäthylquecksilbersilikates, dispeigiert. Die Titanverbindung verhindert das Absetzen des Wirkstoffes und ermöglicht dadurch dessen gleichmäßige Verteilung beim Beizen von Saatgetreide zwecks Bekämpfung von Saatgutkrankheiten. Beispiel 8 Man dispergiert 5 Gewichtsteile Ruß in ioo Gewichtsteilen Benzol unter Zusatz von 3 Gewichtsteilen des Umsetzungsproduktes von i Mol Titansäure-tetraäthylester mit 4 Mol Diäthylaminoäthanol, das aus den Komponenten unter Erwärmen und Abdestillieren des frei werdenden Äthylalkohols gewonnen war. Man erhält eine sehr beständige Dispersion. Beispiel g 5 Gewichtsteile Ruß werden in ioo Gewichtsteilen Wasser unter Zusatz von 3 Gewichtsteilen der im Beispiel 8 angeführten Titanverbindung dispergiert. Die erhaltene Dispersion zeichnet sich durch eine hohe Beständigkeit aus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung von Verbindungen der allgemeinen Formel MeXY als Dispergiermittel, in der Me ein mindestens 4wertiges Metall und X eine der Gruppen - 0 R oder - 0 O C - R bedeuten, in denen R einen Kohlenwasserstoffrest von mindestens 4 Kohlenstoffatomen darstellt, dessen Kohlenstoffgerüst gegebenenfalls durch Heteroatome, wie z. B. Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff, unterbrochen sein kann und der gegebenenfalls substituiert sein kann, während Y in. einer dem verbliebenen Bindungsvermögen des Metalls entsprechenden Vielzahl für X und/oder für eine oder mehrere der Gruppen - 0 H, - 0 R1 und - 0 0 C - R2 steht, in denen R, und R2 beliebig gleiche oder verschiedene Kohlenwasserstoffreste bedeuten, deren Kohlenstoffgerüst durch Heteroatome unterbrochen sein kann und die auch substituiert sein können.
DEF6784A 1951-07-20 1951-07-20 Dispergiermittel Expired DE906336C (de)

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DEF6784A DE906336C (de) 1951-07-20 1951-07-20 Dispergiermittel

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DEF6784A DE906336C (de) 1951-07-20 1951-07-20 Dispergiermittel

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DE906336C true DE906336C (de) 1954-03-11

Family

ID=7085141

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF6784A Expired DE906336C (de) 1951-07-20 1951-07-20 Dispergiermittel

Country Status (1)

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DE (1) DE906336C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1088285B (de) * 1957-06-07 1960-09-01 Bayer Ag Fungizide Kupferspritzmittel mit gesteigerter Wirksamkeit und hoher Regenbestaendigkeit

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1088285B (de) * 1957-06-07 1960-09-01 Bayer Ag Fungizide Kupferspritzmittel mit gesteigerter Wirksamkeit und hoher Regenbestaendigkeit

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