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DE906292C - Mehrzylinderpresse zum Pressen oder Ziehen von Werkstuecken - Google Patents

Mehrzylinderpresse zum Pressen oder Ziehen von Werkstuecken

Info

Publication number
DE906292C
DE906292C DEM2457D DEM0002457D DE906292C DE 906292 C DE906292 C DE 906292C DE M2457 D DEM2457 D DE M2457D DE M0002457 D DEM0002457 D DE M0002457D DE 906292 C DE906292 C DE 906292C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
press according
cylinder press
cylinder
individual
pressure
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM2457D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Erhard Mueller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fritz Mueller Pressenfabrik
Original Assignee
Fritz Mueller Pressenfabrik
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fritz Mueller Pressenfabrik filed Critical Fritz Mueller Pressenfabrik
Priority to DEM2457D priority Critical patent/DE906292C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE906292C publication Critical patent/DE906292C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • B30B15/04Frames; Guides

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

  • Mehrzylinderpresse zum Pressen oder Ziehen von Werkstücken Die Erfindung betrifft eine Verbesserung an hydraulischen Preßeinrichtungen für solche Teile, deren Herstellung mehrere Arbeitsstufen benötigt. Für die Herstellung solcher Teile ist es bei Verwendung hydraulischer Pressen üblich, für jede Arbeitsstufe eine besondere Presse aufzustellen. Infolge der verhältnismäßig großen Baubreite der Pressen wird auch der Abstand zwischen den einzelnen Preßstellen so groß, daß es meist nicht möglich ist, besonders bei kurzer Preßdauer, zwei oder mehrere Pressen durch eine Arbeitskraft bedienen zu lassen, und eine automatische Beschickung ergibt ebenfalls große Schwierigkeiten.
  • Es ist schon vorgeschlagen worden, mehrere hydraulische Pressen in einem gemeinsamen Gestell zu vereinigen, um dadurch den Weg des Bedienungsmannes, welcher zwei oder mehrere Preßstellen bedient, gegenüber Aufstellung von Einzelpressen zu verkürzen. Diese Bauart wird jedoch für einfache Preßvorgänge benutzt und nicht für aufeinander folgende Arbeitsstufen eines und desselben Werkstückes. Eine selbsttätige fortlaufende Bewegung des Werkstückes von der einen zur nächsten Arbeitsstelle würde auch durch die vorhandenen Zwischenstützen praktisch unmöglich gemacht.
  • Bei Pressen mit mechanischem Antrieb hat man die oben geschilderten Nachteile vermieden, indem mehrere Preßstellen in einem Gestell vereinigt sind. Man erhält dadurch einen geringeren Abstand der einzelnen Preßstellen, wodurch eine selbsttätige Beschickung leicht möglich ist.
  • Bei den bekannten Ausführungen dieser Art erfolgt die Betätigung mehrerer Preßstellen gleichzeitig durch einen gemeinsamen Antrieb und durch einen gemeinsamen Druckstößel. Bei diesen Ausführungen ist es daher notwendig, mit dem gemeinsamen Druckstößel immer den Hub auszuführen, der für die Arbeitsstelle nötig ist, bei welcher das Preßteil den höchsten Hub hat, während für die anderen Arbeitsstellen unnötiger Weg zurückgelegt wird. Dasselbe trifft für den Druck und die Geschwindigkeiten an den verschiedenen Arbeitsstellen zu. Die geschilderten Nachteile bekannter Ausführung vermeidet die Presse gemäß der Erfindung dadurch, daß der früher übliche gemeinsame Stößel mit gemeinsamem Antrieb in einzelne Stößel mit einzelnem Antrieb unterteilt ist, wodurch für jede Arbeitsstufe die für dieselbe günstigsten Betriebsbedingungen eingestellt werden können, d. h. die wirtschaftlichste Preßgeschwindigkeit und der notwendige Hub.
  • Darüber hinaus können für jede Arbeitsstelle genormte Druckeinheiten eingebaut werden, welche die für die betreffende Arbeitsstelle notwendige, nicht zu kleine und nicht zu große Druckkraft besitzen.
  • Der Erfindungsgedanke ermöglicht es außerdem, die Konstruktion der Presse so auszuführen, daß bei Änderung des Werkstückes eine sofortige Umstellmöglichkeit der einzelnen Preßeinheiten durch Auswechseln- oder Austauschen derselben gegeben ist. Wenn z. B. für Werkstück i an der zweiten Arbeitsstelle eine kleine Druckkraft und an der fünften Arbeitsstelle eine große Druckkraft erforderlich war, während bei dem darauffolgenden Werkstück 2 an Arbeitsstelle 2 eine große Druckkraft und an Arbeitsstelle 5 eine- kleine Druckkraft erforderlich ist,- so können die entsprechenden Preßeinheiten ausgetauscht oder durch neue mit dem erforderlichen. Druck ersetzt werden.
  • Auch ist es möglich, in einem-und demselben Pressengestell die Zahl der Preßeinheiten zu verändern. Wennz. B. für das Werkstück _-1 fünf Arbeitsstellen und damit fünf Preßeinheiten erforderlich sind, so können dieselben zur Herstellung für ein kleineres Werkstück B, welches sechs Arbeitsstufen benötigt, durch sechs kleinere Preßeinheiten ausgetauscht werden.
  • Damit einerseits die Werkstücke auf genaue Höhe in den einzelnen Arbeitsstellen gepreßt werden können, ohne daß eine Hubbegrenzung im Werkzeug oder durch die Steuerung erforderlich ist, und andererseits beim Rücklauf unnötige Leerwege für die einzelnen Arbeitsstufen vermieden werden, ist erfindungsgemäß eine Hubbegrenzung für die einzelnen Druckstößel sowohl im Vorlauf als auch im Rücklauf vorgesehen. Der Anschlag der Hubbegrenzung kann durch den Einbau entsprechender Kissen gedämpft werden.
  • Die Ausführung läßt sich so gedrängt gestalten, daß eine Arbeitskraft mehrere Preßstellen bedienen kann, ohne daß zu große Wege zurückgelegt werden, und vor allem ist es durch die vorliegende Ausführung auch möglich, eine selbsttätige Beschickung von Arbeitsstufe zu Arbeitsstufe ohne Schwierigkeiten zu verwenden, da der Raum zwischen den einzelnen Preßstellen nicht durch Zwischenstützen irgendwelcher Art geteilt ist.
  • Der Antrieb kann durch eine für mehrere oder alle Preßstellen gemeinsame Druckanlage, z. B. Pumpe oder Pumpe mit Drucksammler, oder aber für jede Preßstelle gesondert erfolgen, wobei sowohl für die Regelung des Druckes als auch der Geschwindigkeit entsprechende Regelgeräte für die einzelnen Preßstellen eingebaut werden können.
  • Die Steuerung der Preßstellen kann durch an sich bekannte Einrichtungen, wie Ventile oder Schieber, gleichzeitig oder nacheinander erfolgen, und zwar entweder von Hand oder selbsttätig.
  • Sofern Leistungsspitzen vermieden werden und die Beschickung von Hand erfolgt, so kann die Steuerung der einzelnen Preßstellen nacheinander erfolgen, wobei Stillstandszeiten auf ein Mindestmaß herabgedrückt werden, da eine Preßstelle während der Laufzeit der anderen beschickt wird.
  • Die Mehrzylinderpresse gemäß der Erfindung ist nicht nur geeignet für stufenweise einfachwirkende Arbeiten, wie Prägen, Formstanzen, Schmieden, Abgraten usw., sondern auch für das Ziehen mit Faltenhalter, so daß es möglich ist, daß einer oder mehrere Preßstempel, je nachdem es der Verformungsvorgang erfordert, mit Faltenhalter ausgerüstet werden können.
  • Auch ist selbstverständlich der Anbau von unteren oder oberen Aushebern jederzeit möglich.
  • Die Zeichnung erläutert den Erfindungsgedanken an einem Ausführungsbeispiel. Es zeigt den Fertigungsverlauf eines kegelstumpfförmigen Bechers. Das Pressengestell mit dem Oberholm i, dem Unterholm 2 und den beiden Ständern 3 und q. ist aus Profileisen hergestellt. Im Oberholm sind die Preßzylinder 5a 5b 5c und 5,1 befestigt, in welchen die Preßkolben 6a, 6b, 6° und 611 laufen. Die Kolben sind als Scheibenkolben ausgeführt, wobei die untere Ringfläche für den Rückzug dient. An Preßstelle A ist ein Schnittwerkzeug zum Ausschneiden des zu ziehenden Bleches aus einem Blechstreifen eingebaut: Der Schnittstempel ? ist durch Zapfen und Stellschraube. am Kolben 6a befestigt, während, die Schnittplatte 8 mit Schnittring g und Führungs- und Abstreifring io auf der Preßplatte iia befestigt ist. Anden Preßstellen B und C sind die Werkzeuge für den Vor- und Nachzug angebracht. Die Ziehwerkzeuge bestehen aus den Ziehringen 121 und iv, den Ziehstempeln i3b und i3c sowie den Blechhalterringen iq.b und 1q.c. Die Blechhalterringe stützen sich mittels Bolzen IC und i5c auf die Ziehkissentische 161 und i6c, welche von den Ziehkissenkolben 17' und 17° getragen werden. Die Ziehkissenzylinder 18b und i8° sind durch Bolzen igb und igc mit den Preßplatten iib und ii° verbunden.. Preßstelle D dient zur Aufnahme des Prägewerkzeuges zur Herstellung der Fertigform. Das Prägewerkzeug besteht aus dem Prägestempel 2o und der Prägeform 21, welche auf der Preßplatte iid befestigt ist. Als Hubbegrenzung für die Kolben dienen die .Stangen 22 mit den verstellbaren Anschlägen 23. Der Antrieb erfolgt .durch ein, zwei oder mehrere in der Zeichnung nicht dargestellte Druckanlagen, bestehend aus Pumpe oder Pumpe mit Drucksammler. Die Betätigung erfolgt durch ein, zwei oder mehrere, ebenfalls in der Zeichnung nicht dargestellte, an sich bekannte Ventil- oder Schiebersteuerungen.
  • Der im Ausführungsbeispiel gewählte Fertigungsgang ist willkürlich gewählt. Der Patentanspruch erstreckt sich aber auch auf Pressen für jeden anderen Verwendungszweck, wie Preß-, Schmiede-, Abgrat-, Präge-, Biege-, Formstanz-, Fließpreß-, Spritzguß-und sonstige Verformungsarbeiten von Metallen oder anderen Werkstoffen. Der Patentanspruch erstreckt sich auch auf Pressen, die hinsichtlich ihrer Bauart von dem Ausführungsbeispiel abweichen, also auf Pressen in Rahmen- oder Säulenausführung. Ebenso können an Stelle der Scheibenkolben Tauchkolben und besondere Rückzugkolben vorgesehen werden.
  • Auch muß die außerhalb des Arbeitsbereiches liegende Führung nicht unter Verwendung von Rundstangen, die gleichzeitig als mechanische Hubbegrenzung ausgebildet sind, konstruiert werden, wie dies das Ausführungsbeispiel zeigt, sondern es sind selbstverständlich auch andere Ausbildungsarten der Führung oder ein `'Weglassen derselben möglich, wobei dann die Führung nur durch die im Zylinder geführten hydraulischen Kolben erfolgt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHF: i. Mehrzylinderpresse zum Pressen oder Ziehen von Werkstücken, zu deren Herstellung zwei oder mehr Preßgänge notwendig sind, dadurch gekennzeichnet, daß in einem gemeinsamen Gestell zwei oder mehr hydraulische Zylinder mit gleichen oder verschiedenen Druckkräften zum Antrieb von Druckstößeln so angeordnet sind, daß der Arbeitsraum zwischen den Druckstößeln frei und nicht durch Zwischenstützen irgendwelcher Art geteilt ist. z. Mehrzylinderpresse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen hydraulischen Zylinder auswechsel- oder vertauschbar sind. 3. Mehrzylinderpresse nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine eventuelle Führung der Druckstößel außerhalb des Arbeitsbereichs gelegt ist. 4. Mehrzylinderpresse nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für alle Zylinder oder einzelne Gruppen derselben ein gemeinsames Druckaggregat vorgesehen ist und in die Druckleitungen zu den einzelnen Zylindern Drosselgeräte zur Regelung der Geschwindigkeit im Vorlauf und bei Bedarf auch im Rücklauf eingebaut sind. 5. Mehrzylinderpresse nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß für jeden Zylinder ein gesondertes Druckaggregat vorgesehen ist. 6. Mehrzylinderpresse nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß für jeden einzelnen Zylinder oder aber für zwei oder mehr Zylinder gemeinsam eine an sich bekannte Steuerung vorgesehen ist. 7. Mehrzylinderpresse nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckstößel mit einer mechanischen einstellbaren Hubbegrenzung im Vorlauf und bei Bedarf auch im Rücklauf versehen sind. B. Mehrzylinderpresse nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag der Hubbegrenzung durch Kissen, z. B. Federn, Gummi, Leder, Luft oder Flüssigkeit, gedämpft wird. 9. Mehrzylinderpresse nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer oder mehreren Arbeitsstellen ein Faltenhalter, der vorzugsweise hydraulisch oder pneumatisch betätigt wird, angeordnet ist. io. Mehrzylinderpresse nach Anspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Werkstückausheber unten oder oben angeordnet ist.
DEM2457D 1944-12-28 1944-12-28 Mehrzylinderpresse zum Pressen oder Ziehen von Werkstuecken Expired DE906292C (de)

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