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DE2402190A1 - Verfahren und vorrichtung zum biegen von stahlblechen bzw. -platten - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum biegen von stahlblechen bzw. -platten

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DE2402190A1
DE2402190A1 DE2402190A DE2402190A DE2402190A1 DE 2402190 A1 DE2402190 A1 DE 2402190A1 DE 2402190 A DE2402190 A DE 2402190A DE 2402190 A DE2402190 A DE 2402190A DE 2402190 A1 DE2402190 A1 DE 2402190A1
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Yasuhiro Iwasaki
Seido Seko
Hiroshi Shiota
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Mitsubishi Heavy Industries Ltd
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Mitsubishi Heavy Industries Ltd
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D5/00Bending sheet metal along straight lines, e.g. to form simple curves
    • B21D5/01Bending sheet metal along straight lines, e.g. to form simple curves between rams and anvils or abutments

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Biegen von Stahlblechen bzw. -platten Die erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum#Verformen von Stahlblechen oder -platten zu einer mehrfach gekrümmten Flächenkonfiguration und sogar zu einer verwundenen Konfiguration, Die Außenbeplankungen eines Schiffsrumpfes besitzen an Bug und Heck im allgemeinen komplexe Formen, so daß die Stahlbleche häufig nicht nur zu einer mehrfach gekrümmten Fläche, sondern auch zu einer verwundenen Konfiguration verformt werden müssen. Aus diesem Grund wurde bisher ein Stahlblech bzw. eine -platte nach dem Biegen in der einen Richtung mittels einer Presse oder einer Biegewalze anschließend mit Hilfe eines thermischen Verfahrens, nämlich des sogenannten linearen Erwärmens, in eine gewünschte Konfiguration gebracht0 Die Anwendung dieses Verfahrens ist jedoch nicht nur mit den Nachteilen verbunden, daß die Arbeitszeit lang ist, daß ein Stempel und ein Gesenk erforderlich sind, welche der gekrümmten Oberflächenform angepaßt sind, und daß hochqualifizierte Arbeitskräfte für die Durchführung dieses Verfahrens benötigt werden, vielmehr war auch die Automatisierung der Arbeitsvorrichtung äußerst schwierig.
  • Im Hinblick auf die vorgenannten Schwierigkeiten wurde bereits eine plattenförmige Gesenk- oder Biegeformanordnung zur Verbesserung des Arbeitswirkungsgrads beim Biegen einer großen Zahl von Stahlblechen in die gleiche Konfiguration, wie dies bei der Außenhaut eines kugelförmigen Behälters der Fall ist, vorgeschlagen. Bei dieser Anordnung werden plattenförmige Biegeformen mit einer der Gesamtbreite des Stahlblechs entsprechenden Länge benutzt, und zwar eine für die obere Form und drei für die unteren Formen, so daß im Vergleich zu den herkömmlichen Anlagen unter Verwendung eines kugeligen Kopfstempels und eines konkaven Gesenks ein außerordentlich hoher Arbeitswirkungsgrad erzielbar ist, Genauer gesagt, wird beim plattenartigen Biegeformsystem dem Stahlblech seine gewünschte Krümmung in Richtung seiner Breite durch die Biegeformen verliehen, während die gewünschte Krümmung in Richtung der Länge des Stahlblechs durch entsprechende Höhenunterschiede zwischen den drei an der unteren Anordnung vorgesehenen plattenförmigen Biegeformen festgelegt wird, wobei das Stahlblech durch die als oberer Formteil dienende Biegeform verpreßt wird, so daß die gewünschten Krümmungen in den jeweiligen Richtungen hervorgebracht werden, Da bei dieser plattenförmigen Biegeformanordnung die den Biegeformen erteilten Krümmungen, wie erwähnt, festgelegt sind, eignet sich diese Anordnung nicht für die Fertigung einer großen Vielfalt von verschiedenartigen, in kleinen Mengen herzustellenden Bauteilen, wie sie z03. für die Außenbeplankung eines Schiffsrumpfes benötigt werden, wo sich nicht nur die Krümmungsradien der Krümmungsflächen des Stahlblechs in Abhängigkeit von der Stelle, an welcher die betreffende Platte angebracht wird, ändern, sondern sich die Krümmung selbst bei einer einzigen Stahlplatte von Punkt zu Punkt ändert, Zur Ausschaltung dieser M.iingel und Nachteile liegt der Erfindung damit die Aufgabe zugrunde, eine neuartige Vorrichtung zum Biegen von Stahlblechen bzw. -platten zu schaffen, bei welcher je drei Reihen von Stempeln zur Festlegung einer gewünschten Krümmungsfläche sowohl in einer oberen als auch in einer unteren Stempelgruppe vorgesehen sind, anstatt jedesmal einen Stempel und ein Gesenk entsprechend den zahlreich möglichen, verschiedenartigen Krümmungsflächenkonfigurationen anzufertigen, Die Erfindung bezweckt auch ein neuartiges Verfahren zur Verformung einer Stahlplatte mittels dieser Vorrichtung.
  • Da eine Biegearbeit durchgeführt werden muß, um einer Stahlplatte eine beliebige, wahlfrei gewählte Krümmung in Richtung ihrer Breite und länge zu erteilen, sind zur Festlegung der Krümmungsfläche mittels Stempelreihen, zunächst in Längsrichtung, beispielsweise im unteren Abschnitt zwei Stempelreihen vorgesehen, zwischen denen die Stahlplatte mittels einer einzigen Reihe von oberen Stempeln verpreßbar ist, Zur Herstellung der Krümmung in Querrichtung der Stahlplatte werden die betreffenden Stempelreihen selbstverständlich in Querrichtung entsprechend dieser Krümmung eingestellt, Da hierbei jedoch eine gewisse Abweichung im Hub der oberen Stempelreihe die Biegepräzision des verformten Werkstücks beeinträchtigen kann, ist es vom industriellen Standpunkt aus erforderlich, eine der oberen Stempelreihe gegenüberliegende untere Stempelreihe zur Begrenzung des Arbeitshubs vorzusehen, Wenn der Krümmungsfläche gleichzeitig eine Verwindung erteilt werden soll, muß die Stahlplatte in der Mitte durch die oberen und unteren Stempelreihen verspannt werden, während an der linken und rechten Seite mit den oberen und unteren Stempelreihen eine Verwindungskraft auf die Stahlplatte ausgeübt wird. Zur Formung von komplex gekrümmten Flächen, beispielsweise im Fall der Außenbeplankung eines Schiffsrumpfes, sind daher im Ober- und Unterteil der Biegepresse jeweils mindestens drei Reihen von Stempeln erforderlich.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist demgemäß dadurch gekennzeichnet, daß sie eine obere Stempelgruppe aus mindestens drei Stempelreihen aufweist, die in Querrichtung der Stahlplatte über dieser angeordnet sind und eine zur Verformung der Stahlplatte in die gewünschte Konfiguration geeignete Krümmungsfläche festzulegen vermögen, daß eine untere Stempelgruppe aus mindestens drei Stempelreihen vorgesehen ist, die ebenfalls quer zur Stahlplatte unter dieser angeordnet sind und die Stahlplatte gegen die obere Stempelgruppe zu verpressen vermögen, daß die obere Stempelgruppe so angeordnet ist, daß ihre Stempel, die einzeln einstellbar sind, sowie die einzelnen Stempelreihen der mindestens drei Stempelreihen bezüglich der relativen Höhenlagen und des Abstands zwischen den Stempelreihen wahlfrei voreinstellbar sind, und daß die untere Stempelgruppe so angeordnet ist, daß die betreffenden Stempelreihen bezüglich ihres gegenseitigen Abstands wahlfrei voreinstellbar sind, wodurch die Krümmungen der Stahlplatte in Quer- und längsrichtung wahlfrei festlegbar sind.
  • Mit anderen Worten: Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist so ausgebildet, daß obere und untere Stempelgruppen, die jeweils aus drei Stempelreihen bestehen, in Querrichtung einer Stahlplatte über eine deren maximale Breite übersteigende Länge hinweg einander gegenüberliegend angeordnet sind, wobei die betreffenden Stempel der Stempelgruppen einzeln höhenverstellbar und die einzelnen Stempelreihen der Stempelgruppen so angeordnet sind, daß die relativen Höhen und die Abstände zwischen den Stempelreihen wahlfrei festlegbar sind, so daß sich die Krümmungen der Stahlplatte in Quer- und längsrich tung beliebig festlegen lassen.
  • Im folgenden ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.
  • Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Vorrichtung zum Biegen von Stahlblechen bzw. -platten mit Merkmalen nach der Erfindung, Sige 2 einen in vergrößertem Maßstab gehaltenen Längsschnitt, welcher in Einzelheiten das Kopfende eines Stempels zeigt, Fig. 3 eine perspektivische Darstellung einer typischen Biegekonfiguration einer in sich verwundenen Stahlplatte, Fig. 4 eine schematische perspektivische, auf integrale Blöcke übertragene Darstellung einer durch die Stempelreihen festzulegenden Krümmungsfläche, um einer Stahlplatte eine Verwindung zu erteilen, Fig. 5 eine Seitenansicht der aus je drei Stempelreihen bestehenden oberen und unteren Stempelgruppen beim Verpressen einer Stahlplatte, um ihr eine Verwindungsform zu erteilen, Sige 6 eine Seitenansicht zur Veranschaulichung eines mechanischen Verfahrens zur Einstellung der Abstände zwischen den benachbarten Stempelreihen der aus drei Reihen bestehenden Stempelgruppe und Fige 7 Eine Vorderansicht der Anordnung gemäß Fig. 6, in Richtung der Pfeile A-A gesehen.
  • In der Zeichnung sind eine zu verformende Stahlplatte 1, ein oberer Rahmen 2 einer Pressenanordnung, die Seitenrahmen 3 derselben und ein unterer Rahmen 4 dargestellt, wobei diese Rahmen zur Bildung des Pressenkörpers durch Keile 33 starr miteinander verbunden sind.
  • Bei 5 sind die die jeweiligen Stempelgruppen aufnehmenden Kästen dargestellt, die am Ober- und am Unterrahmen montiert sind und Hydraulikzylinder oder Spindelkästen 6 bzw. 8 sowie Stempelgruppen 7 bzw. 9 aufnehmen.
  • Die Vorrichtung weist außerdem einen Vorschub- oder Aufnahmetisch 10 mit auf diesem gelagerten. Rollen 11 auf.
  • Die Stempelreihen sind in drei Reihen quer zur Vorschubrichtung der Stahlplatte sowohl an der Ober- als auch an der Unterseite angeordnet, wobei in Querrichtung der Stahlplatte eine beliebige Anzahl von Stempeln in einer Stempelreihe vorgesehen sein kann. Wenn eine Stahlplatte mit Hilfe dieser Stempelgruppen in eine gewünschte Konfiguration gebogen werden soll, wird die Krümmungsfläche durch die Stempelgruppe festgelegt. Dabei ist es möglich, diese Krümmungsfläche mit Hilfe eines kleinen elektronischen Rechners 12 vorher zu programmieren und festzulegen. Eine Schalttafel 13 ist zur Bedienung der Presse vorgesehen.
  • Damit sich bei den einzelnen Stempeln der Stempelgruppen deren Kopfenden frei an die Krümmungsform der Stahlplatte bei deren Verformung anpassen können, steht gemäß Sigo 2 bei jedem Stempel dessen Kopfende 14 über eine Kalottenfläche mit einem Stempel-Schaft 16 in Berührung, Für den Zusammenbau dieser Konstruktion ist das Kopfende 14 derart konkav ausgebildet, daß es bis zur Tiefe des größten Durchmessers auf einen kugeligen bzw. kalottenförmigen Abschnitt des Schafts 16 aufgepaßt werden kann, worauf mit Hilfe von Schraubbolzen 17 eine Gegen- oder Halteplatte 15 mit dem Kopfende 14 verbunden wird.
  • Das Aus- und Einfahren der Stempel zur Ausbildung einer Krümmungsfläche mittels der oberen oder der unteren Stempelgruppe kann mit Hilfe eines Schraubspindelsystems sowohl für die obere als auch für die untere Stempelgruppe erfolgen. Es ist jedoch vorteilhafter, entweder die obere oder die untere Stempelgruppe mit einem Schraubspindelsystem zu verwenden und für die gegenüberliegende Stempelgruppe ein Hydrauliksystem vorzusehen, Wenn nämlich sowohl die obere als auch die untere Stempelgruppe durch Schraubspindeln verstellbar sind, müssen zur Festlegung einer Krümmungsfläche die Höhen der Stempel in beiden Stempelgruppen eingestellt werden. Wenn dagegen die Stempelgruppe an der einen Seite hydraulisch betätigbar ist und der Stempelhub nur an der anderen Seite eingestellt wird, an welcher ein Schraubspindelsystem Verwendung findet, brauchen die hydraulisch betätigbaren Stempel nicht eingestellt zu werden, solange sie mit einem ausreichenden Hydraulikdruck beaufschlagt werden, um die Stahlplatte sich gegen die spindelbetätigte Stempelgruppe an der gegenüberliegenden Seite biegen zu lassen.
  • In den Sigo 6 und 7 ist eine bevorzugte Ausführungsform zur Einstellung des Abstands zwischen den benachbarten Stempelreihen der drei Reihen dargestellt. In. diesen Figuren ist die an der Unterseite vorgesehene Stempelgruppe als hydraulisch betätigbare Anordnung dargestellt.
  • Am Unterrahmen 4 sind Führungsglieder 29 zur Verschiebung der Stempelreihen auf ihnen angeordnet, Die mittlere Stempelreihe istvorrichtungsfest angeordnet, während die zu ihren beiden Seiten vorgesehenen Stempelreihen mittels Schraubspindeln 30 verstellbar sind, um den gegenseitigen Abstand zwischen den drei einander benachbarten Stempelreihen einstellen zu können.
  • Bei 34 ist ein Getriebekasten angedeutet. Gemäß Fig. 7 sind im Unterteil der Stempelreihen mehrere Nuten 31 zur Führung der Verschiebebewegung sowie mehrere Gewindebohrungen 32 vorgesehen.
  • Zur Einstellung des Abstands zwischen den Stempelreihen kann anstelle der Schraubspindeln auch ein#Hydraulikzyllnder mit einem Druckkolben vorgesehen sein, Selbstverständlich kann der eben erläuterte Mechanismus auch bei den oberen Stempelreihen Anwendung finden, Infolge der vorstehend erläuterten Konstruktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung arbeitet diese auf die im folgenden beschriebene Weise.
  • Gemäß Fig. 1 wird eine zu verarbeitende bzw. zu verformende Stahlplatte 1 mittels der an der linken Seite befindlichen Vorschubrollen 11 in die Presse eingeführt.
  • Im Stempelabschnitt sind die Höhenlagen der einzelnen Stempel und die Abstände zwischen den benachbarten Stempelreihen so eingestellt, daß sie der Konfiguration, welche der Stahlplatte 1 verliehen werden soll, angepaßt sind. Wenn die Stahlplatte 1 beispielsweise gemäß Fig. 1 sowohl in Längs- als auch in Querrichtung in eine nach unten konvexe Form gebogen werden soll, werden bei der oberen Stempelgruppe die Höhen der einzelnen Stempel und die Abstände zwischen den Stempelreihen unter Berücksichtigung des Rückfedereffekts der Stahlplatte so eingestellt, daß die obere Stempelgruppe eine nach unten konvexe Fläche bildet.
  • Wenn die untere Stempelgruppe durch Schraubspindeln einstellbar ist, müssen die Höhenlagen der einzelnen Stempel und die Abstände zwischen den Stempelreihen so eingestellt werden, daß sie - unter Berücksichtigung der Dicke der Stahlplatte - eine an die Oberfläche der oberen Stempelgruppe angepaßte Oberfläche bilden. Wenn die untere Stempelgruppe jedoch hydraulisch betätigbar ist, brauchen nur die Abstände zwischen den Stempelreihen in Anpassung an die oberen Stempelreihen eingestellt zu werden.
  • Wenn der Stahlplatte 1 eine feste Krümmung in Längs- und in Querrichtung verliehen werden soll, bleiben die Relativpositionen der jeweiligen Stempelreihen festgelegt, und die Stahlplatte 1 wird durch Betätigung der Presse über die Schalttafel 13 schrittweise vom einen Ende zum anderen durch die Presse hindurchgeführt, um den Biegevorgang jeweils zu wiederholen, Auf diese Weise läßt sich die angestrebte Konfiguration erzielen, Wenn die Krümmungen, welche die gewünschte Konfiguration der Stahlplatte 1 ergeben, nicht fest bzw. gleichbleibend sind, kann die erforderliche Biegung der Stahlplatte durch Änderung der Höhenlagen der einzelnen Stempel und der Abstände zwischen den Stempelreihen bei jedem Vorschubschritt der Stahlplatte (wobei im Fall einer hydraulisch betätigbaren Stempelgruppe nur eine Einstellung des Abstands zwischen den Stempelreihen erforderlich ist) und durch Wiederholung des Biegepreßvorgangs erreicht werden.
  • Im folgenden ist der Fall erläutert, in welchem die Stahlplatte zu einer Konfiguration gebogen werden soll, die gemäß Fig. 3 eine Krümmung sowohl in Längs- als auch in Querrichtung und zudem eine Verwindung besitzt.
  • Hierbei müssen die Stempelreihen 18, 19 und 20 auf die in Fig. 4 dargestellte Weise eingestellt werden, wobei in Fig. 4 die Stempelreihen schematisch in integraler Blockform dargestellt sind. Obgleich einer Stahlplatte die gewünschte Verwindung, wenn lediglich eine Verwindung der Stahlplatte erforderlich ist, durch Verspannen derselben mit zwei Stempelreihen sowohl in der unteren als auch in der oberen Stempelgruppe erteilt werden kann, sind dann, wenn der Stahlplatte eine gewisse Krümmung sowohl in Längs- als auch in Querrichtung verliehen werden soll, mindestens drei Stempelreihen erforderlich, wobei die Umhüllungslinie jeder Stempelreihe eine Krümmung enthalten muß, Im folgenden ist das vorstehend beschriebene Verfahren anhand von Sigo 5 erläutert, welche die Stempelgruppen von der einen Seite her zeigt. Die obere, aus drei Reihen bestehende Stempelgruppe ist am Oberrahmen 2 montiert, wobei die Einzelstempel der betreffenden Stempelreihen bezüglich ihrer Höhenlage so eingestellt sind, daß sie in Richtung der Breite der Stahlplatte derart variieren, daß in der gemäß Sigo 5 linken Stempelreihe der vorderste Stempel am höchsten liegt und die Kopfenden der Stempel zum hinteren Ende der Reihe hin fortlaufend tiefer liegen und somit mit ihrer Umhüllungslinie eine Kurve festlegen, während in der gemäß Fig. 5 rechten Stempelreihe der vorderste Stempel entgegengesetzt zur linken Stempelreihe am tiefsten liegt und die Kopfenden der Stempel in Richtung auf das hintere Ende der Stempelreihe fortlaufend höher liegen, so daß die Stempel in der mittleren Reihe eine Zwischenform der Umhüllungslinie festlegen, Die einzelnen Stempel dieser Stempelreihen besitzen dabei eine solche Konstruktion, daß die Kopfenden 22 und die mit Gewinde versehenen Stempelschäfte 21 auf die in Verbindung mit Fig; 2 beschriebene Weise über einen Kugelsitz miteinander verbindbar sind. Die lotrechte Verschiebung jedes Stempels erfolgt mit Hilfe eines Motors 25, der unmittelbar mit dem anderen Ende des Stempelschafts 21 verbunden ist. Wenn der Motor frei gehaltert ist, wird nur das Motorgehäuse in freie Drehbewegung versetzt. Indem am Motorgehäuse ein Drehanschlag 26 vorgesehen und mit einer an der inneren Seitenwand des Aufnahmekastens 5 angeordneten, eine Drehung verhindernden Führung 27 in Eingriff gebracht wird, wird die Drehung des Motorgehäuses angehalten, so daß der Stempel in lotrechter Richtung verschiebbar ist, Hierbei ist im Oberteil des Aufnahmekastens 5 ein Innengewinde vorgesehen, das mit dem Außengewinde am Stempel in Eingriff bringbar ist.
  • Die aus den drei am Unterrahmen 4 angeordneten Stempelreihen bestehende untere Stempelgruppe weist dagegen Hydraulikzylinder 28 mit Kolben 23 auf, an deren Kopfende jeweils ein Stempel-Kopfteil 24 der gleichen Konstruktion wie der Stempel-Kopfteil 22 montiert ist. Diese Teile sind in einem Aufnahmekasten 5' angeordnet, Wenn nun eine Stahlplatte auf die unteren Stempelreihen aufgelegt und ein Hydraulikdruck an die Stempelreihen angelegt wird, wird die Stahlplatte gegen die oberen Stempelreihen angepreßt, Auf diese Weise kann die Stahlplatte zu der gewünschten, mehrfach gekrümmten Oberfläche geformt werden, wobei ihr bei ihrer Biegung längs der durch die oberen Stempelreihen festgelegten Krümmungsfläche eine Verwindung erteilt werden kann, Da außerdem die Stahlplatte intermittierend schrittweise durch die Presse vorschiebbar ist, kann selbst eine große Stahlplatte in die gewünschte Konfiguration gebracht werden.
  • Falls die Biegekonfiguration der Stahlplatte stellenweise unterschiedlich ist, kann der Stahlplatte ebenfalls die gewünschte Konfiguration erteilt werden, indem die Höhe der oberen Stempelgruppe sowie die Abstände zwischen benachbarten Reihen der drei Stempelreihen bei jedem Biegepreßvorgang eingestellt werden.
  • Obgleich die Stempelreihen in Fig. 5 sowohl in der oberen als auch in der unteren Stempelgruppe mit festen Abständen voneinander dargestellt sind, sind zur Einstellung der Abstände zwischen den benachbarten Stempelreihen tatsächlich beispielsweise am Unterrahmen Gleitführungen 29 angebracht, wobei die linke und die rechte Stempelreihe mit den Führungen 29 entsprechend angepaßten Gleitführungsnuten 31 versehen sind, so daß diese Stempelreihen unter der Führung durch die Gleitführungen 29 gemäß Fig. 6 verschiebbar sind, während die mittlere Stempelreihe ortsfest angeordnet sein kann, Zum Verschieben dieser Stempelreihen sind im Unterteil der Stempelreihen Gewindebohrungen 32 vorgesehen, wobei die Schraubspindeln 30 durch einen Motor über ein Getriebe 34, das zur Herabsetzung der Motordrehzahl dient, in Drehung versetzbar sind, Infolge des Eingriffs zwischen der Gewindebohrung 32 und der Schraubspindel 30 können die linke und die rechte Stempelreihe nach links bzw, nach rechts verschoben werden. Obgleich hierbei ein mechanischer Antrieb beschrieben ist, kann auch ein hydraulisches Verstellverfahren unter Verwendung eines Hydraulikzylinders mit Druckkolben angewandt werden.
  • Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Biegen einer Stahlplatte kann letztere folglich ohne weiteres in jede gewünschte Konfiguration der mehrfach gekrümmten Fläche gebogen werden, ohne daß ein speziell ausgebildetes Gesenk erforderlich wäre. Außerdem läßt sich auch eine Automatisierung der gesamten Vorrichtung ohne weiteres erreichens Die Erfindung stellt somit einen erheblichen industriellen Fortschritt dr,

Claims (4)

  1. Patentansprüche Vorrichtung zum Biegen von Stahlblechen bzw, -platten zwecks Verformung derselben in eine gewünschte Konfiguration mit einer mehrfach gekrümmten Oberfläche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß sie eine obere Stempelgruppe aus mindestens drei Stempelreihen (7) aufweist, die in Querrichtung der Stahlplatte (i) über dieser angeordnet sind, und eine zur Verformung der Stahlplatte in die gewünschte Konfiguration geeignete Krümmungsfläche festzulegen vermögen, daß eine untere Stempelgruppe (9) aus mindestens drei Stempelreihen vorgesehen ist, die ebenfalls quer zur Stahlplatte unter dieser angeordnet sind und die Stahlplatte gegen die obere Stempelgruppe zu verpressen vermögen, daß die obere Stempelgruppe so angeordnet ist, daß ihre Stempel, die einzeln einstellbar sind, sowie die einzelnen Stempelreihen der mindestens drei Stempelreihen bezüglich der relativen Höhenlagen und des Abstands zwischen den Stempelreihen wahlfrei voreinstellbar sind, und daß die untere Stempelgruppe so angeordnet ist, daß die betreffenden Stempelreihen bezüglich ihres gegenseitigen Abstands wahlfrei voreinstellbar sind, wodurch die Krümmungen der Stahlplatte in Quer- und Längsrichtung wahlfrei festlegbar sind.
  2. 20 Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die obere und die untere Stempelgruppe (9) so angeordnet sind, daß ihre Funktionen gegeneinander austauschbar sind.
  3. 3o Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die obere als auch die untere Stempelgruppe eine für die Verformung der Stahlplatte in die gewünschte Konfiguration geeignete Krümmungsfläche festzulegen vermag,
  4. 4. Verfahren zum Biegen einer Stahlplatte, insbesondere zum Betreiben der Vorrichtung nach anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens drei Reihen von Schablonen ausgerichtet werden, die jeweils aus einer Stempelgruppe bestehen und die an Ober- und Unterseite in einer Reihe angebracht werden, die oberen und unteren Stempelreihen lotrecht einander gegenüberliegend angeordnet werden, mittels der Oberflächen der Stempelreihen und Stempelgruppen eine vorbestimmte Krümmungsfläche festgelegt wird und die Stahlplatte bei intermittierender schrittweiser Förderung zwischen den oberen und unteren Stempelreihen hindurch verpreßt wird, um ihr eine vorbestimmte Konfiguration zu erteilen.
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