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DE904825C - Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Kalziumoxyd und - karbonat als Zuschlag zum Sintern von Erzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Kalziumoxyd und - karbonat als Zuschlag zum Sintern von Erzen

Info

Publication number
DE904825C
DE904825C DE1949P0036679 DEP0036679D DE904825C DE 904825 C DE904825 C DE 904825C DE 1949P0036679 DE1949P0036679 DE 1949P0036679 DE P0036679 D DEP0036679 D DE P0036679D DE 904825 C DE904825 C DE 904825C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ores
sintering
lime
limestone
mixture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1949P0036679
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Kurt Meyer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Metallgesellschaft AG filed Critical Metallgesellschaft AG
Priority to DE1949P0036679 priority Critical patent/DE904825C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE904825C publication Critical patent/DE904825C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/14Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
    • C22B1/16Sintering; Agglomerating

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Kalziumoxyd und -karbonat als Zuschlag zum Sintern von Erzen Die Leistung beim Verblasesintern, z. B. Saugzugsintern, von Erzen wird durch zu hohen Anteil an Feinkorn, d. h. an Korngrößen unter etwa 3 mm, oder ungünstige Verhältnisse der Mengen, in denen die einzelnen Bestandteile des Erzes vorliegen, z. B. durch zu hohen Kieselsäuregehalt nachteilig beeinflußt. Zu feinkörniges Erz setzt physikalisch die Gasdurchlässigkeit herab, während ein hoher Kieselsäuregehalt während des Sintervorganges durch Bildung zähflüssiger Schlacken mit großem Erweichungsintervall porositätsvermindernd wirken kann.
  • Es ist bekannt, daß der Zusatz verhältnismäßig geringer Mengen gebrannten bzw. gelöschten Kalkes oder eines Gemisches dieser Stoffe mit ungebranntem Kalkstein zunächst die Krümelung stark verbessert, aber auch durch die Anreicherung von Kalziumoxvd, besonders an der Oberfläche der Erzkörner, beim Sintern kurzzeitig hochkalkhattige Verbindungen entstehen läßt, welche das Erweichüngsintervall und damit auch den Zustand geringster Gasdurchlässigkeit sehr stark verkürzen. Die Mengen gebrannten Kalkes, die für dieses bekannte Verfahren benötigt werden, sind erheblich und verteuern die Sinterung. Durch die Erfindung gelingt es, einen für die Beschickung des Sinterrostes vorzüglich geeigneten Kalkzuschlag auf besonders wirtschaftlichem Wege herzustellen, und zwar dadurch, daß Kalziumkarbonat, z. B. in Form von Kalkstein oder kalziumkarbonathaltiger anderer Stoffe, wie Kreide, Dolomit, Kalkschlämme oder feinkörnige Kalkabfälle aus industriellen Anlagen, auf dem Verblaserost gebrannt werden. Bei diesem Brennen entsteht ein Gemisch von nicht oder zu schwach, normal und zu stark gebranntem Kalziumoxyd, und es hat sich gezeigt, daß -der Zusatz eines derartigen Gemisches besonders hohe Leistungen beim Sintern von Erzen aller Art gewährleistet. So können z. B. Eisen-, Blei-, Zink-oder Kupfererze mit bestem Erfolg nach dem neuen Verfahren gesintert werden. Der erfindungsgemäße Kalkzuschlag bewährt sich auch bei der Sinterung saurer Eisenerze. Doch ist diese Anwendung Gegenstand eines gesonderten Vorschlages, der nicht zum Stande der Technik gehört.
  • Es ist bereits versucht worden, durch Verblasesintern Baukalk aus Kalkstein zu brennen. Indessen war der auf diese Weise hergestellte Kalk minderwertig und für Bauzwecke od. dgl. schlecht geeignet. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens gemäß der Erfindung liegt darin, daß man es in der Hand hat, den Anteil an nicht oder zu schwach gebranntem, an normal gebranntem und zu stark gebranntem Kalk im gebrannten Gut durch entsprechende Bemessung oder Wahl des zum Brennen verwendeten Brennstoffes zu beeinflussen. Dadurch gelingt es, für jede Erzsorte die geeignete Mischung an gebranntem Kalk bereitzustellen und dadurch die Sinterleistung noch weiter zu erhöhen. Das neue Verfahren ist ferner auch deshalb für den Hüttenmann besonders günstig, da er hierdurch in die Lage versetzt wird, bisher nicht oder nur schwer verwendbare feinkörnige Abfallkalke zu einem sehr nutzbringenden Zweck verwenden zu können und billige Abfallbrennstoffe jeglicher Art zum Einsatz zu bringen. Zum Beispiel können Koksgrus, Brikettabrieb, Flugasche, Neben- und Abfallprodukte der Brennstoffaufbereitung, wie Waschberge, als Brennstoff beim Brennen verwendet werden.
  • In manchen Fällen empfiehlt es sich, schon beim Verblasebrennen des Kalkes, zweckmäßig wird Saugzugverblasen angewendet, Erze, insbesondere Feinerze zuzusetzen, da dadurch eine Erhöhung der Gasdurchlässigkeit des zu brennenden Kalkes erreicht werden kann. Insbesondere werden solche Erze zugesetzt, die ohnehin gesintert werden sollen. Zweckmäßig ist hierbei der feine Anteil des Erzes, der in Mengen von etwa i o bis: ao%, z. B. 15 %, auf den zu brennenden Kalk berechnet, angewendet werden kann. Die Ausgangsstoffe beim Brennen des Kalkes können in ziemlich beliebigen Korngrößen Anwendung finden; zweckmäßig sind Korngrößen bis zu 2o mm, vorzugsweise werden von 5 bis io mm angewendet. Auch der Brennstoff und die gegebenenfalls zugesetzten Erze können in diesen Korngrößen oder noch feineren, z. B. bis zu 3 oder q. mm, verwendet werden. Zweckmäßig nimmt man, wenn feine Erze zugesetzt werden, die feinsten Kornklassen dieser Erze.
  • Beim Verblasen des Kalksteins tritt nicht unbedingt ein Sintern ein, insbesondere bei reinen Kalksteinsorten. Der gebrannte Kalk fällt vielmehr in der Korngröße oder in dem noch feineren Korn an, als er auf das Band gegeben wurde. Entsteht oder verbleibt beim Brennen grobes Korn, so kann dieses abgesiebt und gegebenenfalls zum Kalkbrennen zurückgeführt oder unmittelbar bei der Verhüttung von Erzen zugesetzt werden.
  • Bei der Vorbereitung der zu sinternden Beschickung aus feinem- Erz und .dem erfindungsgemäßen Kalkzuschlag findet in der Regel ein Krümeln der Mischung unter Zusatz von Wasser statt. Hierbei wird ein Teil des gebrannten Kalkes zu Kalziumhydrat umgewandelt. Diese Hydratation des Kalkes wirkt in manchen Fällen in der Weise vorteilhaft, daß die Festigkeit der Krümel erhöht wird.
  • Die Umwandlung des gebrannten Kalkes in Ätzkalk läßt sich gegebenenfalls auch schon vor dem Krümeln durchführen. Ausführungsbeispiel i zeigt die Veränderlichkeit des ungebrannten Kalkes in Abhängigkeit von eingesetztem Brennstoff. Kalkstein mit 94% Gehalt an Ca C 03 in Körnungen von unter 5 mm ergibt nach dem Brennen unter Zusatz von 6% Koksgrus ein Brenngut, von dem 40 % des Kalksteines in Ca O übergeführt sind. Erhöhungen des Kokssatzes auf 8% steigert den Zersetzungsgrad auf 61%. Bei Verwendung von io% Koks steigt der Zersetzungsgrad auf 76°/a an.
  • Das Gut mit dem geringeren Zersetzungsgrad ist für alle Zwecke brauchbar. Mit höheren Zersetzungsgraden lassen sich in manchen Fällen noch besondere Wirkungen erzielen. So eignet sich z. B. das gebrannte Gut mit den hohen Zersetzungsgraden von 61 bis 76% besonders gut zum Sinterrösten von sulfidischen Erzen, z. B. sulfidischen Kupfer- und Bleierzen. Für diese sind aber in vielen Fällen auch die Sinter mit geringeren Kalkzersetzungsgraden geeignet. Ausführungsbeispiel 2 Kalkstein unter 5 mm wird mit io% Feinerz (Kiesabbrand) und io% Koksgrus vermischt gebrannt, wodurch der Zersetzungsgrad sich auf etwa 9o bis 921/o erhöht.
  • Dieses Brenngut ist besonders für sulfidische Erze brauchbar.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung kann unter Benutzung von Vorrichtungen durchgeführt werden, die für das Verblasesintern von Erzen an sich bekannt sind. Zum Beispiel fallen Bandapparate, wie runde oder gerade Lurgi-Sinter-Apparate, Pfannen od. dgl. hierunter.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines als Zuschlag beim Sintern von Erzen geeigneten Gemisches von Kalziumoxyd und -karbonat, in dem das Kalziumoxyd auch ganz oder teilweise durch Kalziumhydrat ersetzt sein kann, außer für die Sinterung saurer Eisenerze, dadurch gekennzeichnet, daß Kalziumkarbonat oder kalziumkarbonathaltige Stoffe, z. B. Kalkstein, Dolomit oder Kreide, mit Brennstoff gemischt auf dem Verblaserost gebrannt werden. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Herstellung des Gemisches die Menge des zuzumischenden Brennstoffes je nach dem Verwendungszweck bemessen wird. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und a, dadurch gekennzeichnet, daß dem fertigen Gemisch weitere Mengen körnigen Kalksteines, etwa in Korngrößen bis zu 5 bis 8 mm, vor oder beim Zusatz zu den zu sinternden Erzen beigemischt werden. q.. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als kalkhaltiges Ausgangsgut Abfälle aus Kalksteinbrüchen, kalkverarbeitenden Fabriken, Klassieranlagen usw. verwendet werden. 5. Verfahren nach den Ansprüchen i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß als Brennstoff billige Abfall- und Nebenprodukte, beispielsweise Koksgrus, Brikettabrieb, Flugasche, Waschberge usw., Verwendung finden. 6. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erhöhung der Gasdurchlässigkeit beim Brennen des Kalkes zu sinternde Erze in Mengen von etwa io bis 2o %, z. B. 15'10, zugesetzt werden.
DE1949P0036679 1949-03-15 1949-03-15 Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Kalziumoxyd und - karbonat als Zuschlag zum Sintern von Erzen Expired DE904825C (de)

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DE1949P0036679 Expired DE904825C (de) 1949-03-15 1949-03-15 Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Kalziumoxyd und - karbonat als Zuschlag zum Sintern von Erzen

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DE (1) DE904825C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1058914B (de) * 1951-05-26 1959-06-04 Ole Rolfsen Verfahren zur Herstellung eines Ausgangsmaterials fuer Gasbeton aus Kalkstein und Alaunschiefer
DE1112003B (de) * 1958-06-03 1961-07-27 Wacker Chemie Gmbh Verfahren zur Herstellung von reaktionstraegem Calciumoxyd

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1058914B (de) * 1951-05-26 1959-06-04 Ole Rolfsen Verfahren zur Herstellung eines Ausgangsmaterials fuer Gasbeton aus Kalkstein und Alaunschiefer
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