DE904819C - Verfahren und Einrichtung zur Fuellung aufrecht stehender hoher und enger Hohlkoerper, insbesondere Stahlrohre, mit Beton - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Fuellung aufrecht stehender hoher und enger Hohlkoerper, insbesondere Stahlrohre, mit BetonInfo
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Description
- Verfahren und Einrichtung zur Füllung aufrecht stehender hoher und enger Hohlkörper, insbesondere Stahlrohre, mit Beton Um hohe und enge Höhlkörper, insbesondere Hohlsäulen, -pfosten und -maste, in aufrechter Lage am Ort ihrer endgültigen Aufstellung mit Beton zu füllen, hat man meist in ihre obere öffnung einen Blechtricht-er eingeführt und das fertige Betongemisch hineingeschüttet.
- Infolge von Unzulänglichkeit der hiermit beschäftigten Arbeitskräfte konnte es vorkommen, daß das Betongemisch sich im Rohr ungleichmäßig verteilte oder daß eine teilweise Entmischung des Betons erfolgte oder gar eine Verstopfung des engen Rohres auftrat. Um aber solche Ungleichmäßigkeiten grundsätzlich zu vermeiden, stellte man sich die Aufgabe, die Einfüllarbeit soweit als möglich mechanisch auszuführen, und zwar nach einer Methode, durch die eine praktisch gleichmäßige Zusammensetzung des Betons, auch beim Füllen von sehr langen Hohlkörpern, gewährleistet wird.
- Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß Mörtel und Kies getrennt zur Einfüllstelle an der oberen Öffnung des Hohlkörpers herangeführt und gleichzeitig, jedoch getrennt, in das auszubetonierende Rohr geschüttet werden. Zu diesem Zweck werden über der oberen Rohröffnung zwei in eine gerneinsame Einfüllöffnung einmündende Zuführgefäße angebracht.
- In der Zeichnung ist einAusführungsbeispiel für die Erfindung im Längsschnitt (Fig. i) und Grundriß (Fig. 2) dargestellt, während Fig. 3 einen Teilschnitt durch das Kiesgefäß von der Seite zeigt. In Fig. 4 ist die Übergangsstelle vom gefüllten zum ungefüllten Teil eines Rohres veranschaulicht.
- Auf die obere Öffnung des mit Beton zu füllenden Rohres a ist ein mit -konischer unterer Stützfläche versehener Einfülltrichter b aufgesetzt. In seine obere öffnung tagt das gemeinsame, mit dem Trichter b verschraubte Auslaufrohr c der beiden Zuführgefäße d und k hinein. Diese Gefäße sind inhaltsgleich. Das Mörtelgefäß d verjüngt sich an seinem unteren Teil und ist über ein kurzes Verbindungsrohr direkt all das Auslaufrohr c angeschlossen. Seine untere Mündung wird von einem mittels Handhebel f bedienbaren Ventil gesteuert. Das Kiesgefäß k ist zylindrisch und weist unten über einem trichterförmig erweiterten Ansatz des Auslaufrohres c eine mit einem Leitblech 1 versehene seitliche Öffnung It auf. Sein Boden wird von einer Drehscheibe it gebildet, die von dem Elektroinotor in über ein Schneckengetriebe g angetrieben wird. Beide Gefäße können innen mit einer Skala i bzw. jversehen sein. Auch kann die öffnungh mittels eines nicht dargestellten kreissegmentförmigen Schiebers geschlossen und auch einstellbar gemacht werden, so daß die konstante Auslaufgeschwindigkeit des Kieses dem Durchmesser des zu füllenden Rohres a angepaßt werden kann. Die beiden Gefäße d und k sind durch ein Stahlband q zusammengehalten, und die ganze Apparatur kann über die Tragstange p an der Öse o aufgehängt und auf die Höhe der oberen Rohröffnung hochgezogen werden.
- Mit der beschriebenen Vorrichtung wird wie folgt gearbeitet: -Sie wird zunächst leer mittels Seilwinde über das auszubetonierende Rohr a gehoben. Der Einfülltrichter b wird mit seiner konischen Stützfläche auf die Rohröffnung gestellt. Dann wird das Stromkabel in den mit Schalter und Stecker versehenen Elektromotor in eingesteckt. Nuntnehr werden mit der Seilwinde zwei inhaltsgleiche Kübel hochgezogen, voll denen der eine den Mörtel, bestehend aus am Boden mit der Mischmaschine gemischtem Zement, Sand und Wasser in der vorgeschriebenen Zusammensetzung, der andere Kies von der verlangten Korngröße enthält. Der Mörtel wird in das Gefäß d, der Kies in das Gefäß 7? geleert. Darauf wird der Motor m angelassen, so daß nun mittels des Drehbodens it gleichmäßig Kies durch die Öffnung h in das Auslaufrohr c gefördert wird. Gleichzeitig bedient ein Mann das Ventil e von Hand derart, daß das Niveau des Mörtels im Gefäß d mit dem des Kieses k auf den gleichen Teilstrichen der Skalen i und j bleibt. Auf diese Weise wird der Mörtel und der Kies in vorausbestimmtem Mischungsverhältnis bis zur gleichzeitigen Entleerung der beiden Gefäße d und g durch den Trichter b hindurch in das auszubetonierende Rohr a eingebracht.
- Wie in Fig. 4 veranschaulicht, fließt beim Einbringen in ein etwas schräg gestelltes Rohr a der Mörtel r in der Fallinie der Rohrwand entlang, während die Steine s gleichzeitig im freien Fall in das Rohr a eindringen. Durch diese Art des Einbringens bleibt stets ein Teil des Rohrquerschnittes offen, durch welchen die durch Mörtel und Steine verdrängte Luft t nach oben entweichen kann. Die Mischung erfolgt erst an der endgültigen Lagerungsstelle des Betons it, indem die das Rohr frei durchfallenden Steine erst dort in das Mörtelbett eintauchen. Durch Rütteln des Rohres verkeilen sich die allseitig vom Mörtel umgebenen Steine derart, daß schließlich ein maximal dichter Beton entsteht. Die beschriebene Einrichtung erlaubt das Ausbetonieren von beliebig langen Rohren.
- Das Verfahren nach der Erfindung läßt sich noch auf viele andere Arten und mittels anderer Vorrichtungen, als im Beispiel der Zeichnung dargestellt, verwirklichen.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Füllung aufrecht stehender, hoher und enger Höhlkörper, insbesondere .Stahlrähre, mit iBeton, dadurch gekennzeichnet, daß Mörtel und Kies getrennt zu der Einfüllstelle an der oberen öffnung des Hohlkörpers (a) herangeführt und getrennt, jedoch gleichzeitig eingefüllt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Einführstelle jeweils zwei Meßkübel, nämlich -ein mit Mörtel und ein mit Kies gefüllter Kübel, zugeführt werden, die dort in oben angebrachte Zuführgefäße (d.,.k) geleert werden. 3. Einrichtung zur Ausübung des Verfaihrens nach Anspruch2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Zuführgefäße (d, k) über der oberen Rohröffnung angebracht sind und in eine gemeinsame Einfüllöffnung einmünden. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Gefäße (d, k) ein Z, Cremeinsames Auslaufrohr (c) aufweisen. 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein besonderer Einfülltrichter (b) vorgesehen ist. 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das gemeinsame Auslaufrohr (c) mit dem Trichter (b) lösbar verbunden ist. 7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Zuführgefäß (k) für den !ICies mit einer Fördervorrichtung, dasjenige (d) für den Mörtel mit einem von Hand regelbaren Bodenventil (e) versehen ist. 8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das « Kiesgefäß einen drehbareil Boden (n) und oberhalb desselben die Austrittsöffnung (h) und ein Leitblech (Ij für den Kies aufweist. g. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsöffnung (h) für den Kies einstellbar ist. io. Einrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der drehbare Boden (n) des Kiesgefäßes (k) durch einen Motor (m) angetrieben wird, der mit dem Gefäß (k) zusammengebaut ist. ii. Einrichtung.nach einem der Ansprüche2 bis i o, dadurch gekennzeichnet, daß der Trichter (b), die beiden Gefäße (d, k) und gegebenenfalls der Motor (m) zu einer einzigen Vorrichtung vereinigt und mit einem Aufhängeorgan (o) versehen sind.
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