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DE893246C - Verfahren zur Nassreinigung von Destillationsgasen - Google Patents

Verfahren zur Nassreinigung von Destillationsgasen

Info

Publication number
DE893246C
DE893246C DEO1636A DEO0001636A DE893246C DE 893246 C DE893246 C DE 893246C DE O1636 A DEO1636 A DE O1636A DE O0001636 A DEO0001636 A DE O0001636A DE 893246 C DE893246 C DE 893246C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chromic acid
washing liquid
gases
concentration
wet cleaning
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEO1636A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Dr Muenz
Karl-Heinz Struck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dr C Otto and Co GmbH
Original Assignee
Dr C Otto and Co GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dr C Otto and Co GmbH filed Critical Dr C Otto and Co GmbH
Priority to DEO1636A priority Critical patent/DE893246C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE893246C publication Critical patent/DE893246C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/08Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors
    • C10K1/10Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids
    • C10K1/102Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids containing free acid

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zur Naßreinigung von Destillationsgasen Gegenstand des Patentes 832- 65o ist ein Verfahren zur Entfernung des Naphthalins aus Destillationsgasen, bei dem die Gase mit einer Chromsäurelösung gewaschen werden. Und zwar handelt es sich um eine Feinreinigung von Gasen, die vorher in der üblichen Weise von Ammoniak, Benzol und Schwefel befreit worden sind. Schon für eine hinreichende Naphthalinreinigung ist in der Waschflüssigkeit ein ziemlich hoher Chromsäuregehalt von mehr als ro°/a, vorzugsweise etwa 14%, erforderlich. Für eine quantitative Naphthalinentfernung muß der Chromsäuregehalt etwa 2o°/o betragen, entsprechend einem Gehalt an freiem Sauerstoff von 48g je Liter Waschflüssigkeit. Es hat sich nun herausgestellt, daß bei höherer Konzentration der Chromsäurelösung neben dem Naphthalin auch das im Gas enthaltene Cyan (H C N) und der Schwefelwasserstoff (H2 S) weitgehend mit ausgewaschen werden. Wenn man eine etwa zur quantitativen Naphthalinreinigung ausreichende Chromsäuremenge verwendet, erreicht man eine Auswaschung von Cyan und Schwefelwasserstoff von etwa 9o °/a. Die in der üblichen Weise vorbehandelten Destillationsgase enthalten im Durchschnitt o,6 bis i g/m3 Cyan und 6 bis 2o g/roo m3 Sch-,vefelwasserstoff.
  • Ferner wurde gefunden, daß ein gewisser Zusatz freier Schwefelsäure zur Waschflüssigkeit das Gefüge der Chromsäure auflockert, so daß man mit geringerer Chromsäurekonzentration fahren und die Waschflüssigkeit in höherem Maße ausbrauchen kann. Ihre Regenerierung bzw. die Erhöhung ihrer Konzentration erfolgt dann durch Zusatz von freier Chromsäure, geeigneten Chromoxyden oder -hydroxydern und anschließender Regenerierung mittels elektrolytischer Oxydation.
  • Die Gaswäsche selbst und die Regenerierung der Waschflüssigkeit können unter beliebigem Druck vorgenommen werden. Eine Wäsche unter Druck empfiehlt sich besonders dann, wenn die Destillationsgase für Fernleitungszwedke sowieso schon auf Ferngasdruck verdichtet sind. Ausführungsbeispiel Ein Kokereigas wurde bei etwa 2o' C mit Naphthalin gesättigt und durch einen mit Füllkörpern ausgesetzten Waschher im Gegenstrom zu der Waschflüssigkeit geleitet. Die Verweilzeit des Gases im Wascher betrug io bis ii Sehkunden, die Menge der Waschflüssigkeit ii2 bis 15 1/m3 Gas. Der Gehalt des Kolcereigases an H C N betrug zwischen o,6 und li g/m3 und der Restgehalt an H2 S zwischen 6 und i i g/ioo m3.
  • Die Waschflüssigkeit enthielt eine zur quantitativen Naphthalinreinigung ausreichende Menge von etwa über 200 g/1 Chromsäure, entsprechend rund 5o g/1 freien Sauerstoffes. Der H C N- und H2 S-Gehalt der Gase wunde um rund 9o °/o- verin in * dert.
    HCN im Ausgangsgas in g'm3 .... 0,65o 0,9i3
    HCN im Endgas in g,'m3......... 0,024 o,128
    Wirkungsgrad der Wäsche in °,!o... 96,3 86,o
    H2 S im Ausgangsgas in g/ioo m3 6,24 10,87
    H2 S im Endgas in g"""ioom3 ..... . 0,32 1,22
    Wirkungsgrad der Wäsche in °'o... 94,9 88,8
    Die zur weitgehenden oder quantitativen Reinigung der Destillationsgase von Naphthalin, Cyan und Schwefelwasserstoff erforderliche Konzentration der Chromsäurelösung hängt von-der Beschaffenheit und Verweilzeit des Gases im Wascher sowie von der Menge der im Kreislauf verwandten Waschflüssigkeit ab. Sie läßt sich durch Versuche in Art der vorbeschriebenen leicht ermitteln. Im allgemeinen findet man, daß unterhalb einer bestimmten und sich jeweils in engen Grenzen haltenden Konzentration die Reinigungswirkung der C'hromsäurelösung stark abfällt, oberhalb dieser Grenze aber nur verhältnismäßig langsam zunimmt:-, Die so ermittelte Mindestkonzentration der Chromsäurelösung wird in den meisten Fällen zur Feinreinigung der Destillationsgase ausreichen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Naßreinigung von Destillationsgasen nach Patent 832 65o, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration der als Waschflüssigkeit dienenden Chromsäurelösung auf einer zur weitgehenden zusätzlichen Entfernung von Cyan und Schwefelwasserstoff aus dem Gase notwendigen Höhe gehalten wird.
  2. 2. Verfahren nach Ansprudh i, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration der Chromsäurelösung zur völlig oder angenähert quäntitativen Naphthalinreinigung ausreicht.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Waschflüssigkeit ein Teil der Chromsäure durch Schwefelsäure ersetzt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekenrnzeichnet, daß der Waschflüssigkeit zwecks Regenerierung geeignete Chromoxyde oder -hydroxyde zugesetzt werden.
DEO1636A 1951-05-30 1951-05-30 Verfahren zur Nassreinigung von Destillationsgasen Expired DE893246C (de)

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