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DE89244C - - Google Patents

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Publication number
DE89244C
DE89244C DENDAT89244D DE89244DA DE89244C DE 89244 C DE89244 C DE 89244C DE NDAT89244 D DENDAT89244 D DE NDAT89244D DE 89244D A DE89244D A DE 89244DA DE 89244 C DE89244 C DE 89244C
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DE
Germany
Prior art keywords
aldehyde
nitration
amidobenzaldehyde
compounds
solution
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DENDAT89244D
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  • Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wir haben gefunden, dafs eine glatte Nitrirung des p-Amidobenzaldehyds zu erreichen ist, wenn dieser Aldehyd in Form von leicht spaltbaren Substitutionsproducten der allgemeinen Formel
NH2 C6H41 CH: NR,
in denen · der Aldehydsauerstoff durch einen zweiwerthigen Rest ersetzt ist, dem üblichen Nitrirungsprocefs unterworfen wird. Als derartige Verbindungen sind in erster Linie die Benzylidenverbindungen aus p-Amidobenzaldehyd und primären aromatischen Basen anzusehen.
In dem D. R. P. Nr. 72173, Kl. 22, sind die Benzylidenverbindungen aus Benzaldehyd und aromatischen Monaminen benutzt worden, um eine glatte Nitrirung der durch diese Combination gewissermafsen tertiär gemachten Amine zu erreichen. Vorliegendes Verfahren, welches von amidosubstituirtem Benzaldehyd ausgeht, bezweckt nicht, wie jenes, eine Nitrirung des mit dem Aldehyd verbundenen Amins, sondern ι des Aldehydkerns. Während das Princip des Verfahrens des D. R. P. Nr. 72173 darin besteht, dafs die der Nitrirung im Weg stehende primäre Amidogruppe des zu nitrirenden Bestandtheiles vorübergehend tertiär sein mufs, bleibt sie bei dem vorliegenden Verfahren primär.
Wir sind zur Festlegung der für unsere Zwecke störend wirkenden Aldehydgruppe in der Auswahl der zu benutzenden Amine lediglich durch die Anforderungen beschränkt, welche die gewerbliche Praxis in kalkulatorischer Hinsicht an ein technisches Verfahren stellt.
Beispiel:
19,6 kg p-Amidobenzylidenanilin werden in 200 kg Schwefelsäure von 66° B. gelöst. Die Temperatur kann dabei auf 30 bis 400 steigen, ohne dafs dadurch eine Spaltung der Verbindung erfolgt. In diese Lösung läfst man unter guter Kühlung 50,4 kg Mischsäure von 25 pCt. HNO3 einlaufen, wobei die Temperatur möglichst nicht über 5 bis 6° C. steigen soll. Die dunkelbraune Lösung wird nach vollendeter Nitrirung in Eiswasser eingerührt. Dabei scheidet sich der neue Aldehyd in gelben Flocken aus, welche abfiltrirt, ausgewaschen, geprefst und getrocknet werden. Die Ausbeute ist quantitativ.
Mit demselben Erfolg können die Benzylidenverbindungen aus p- Amidobenzaldehyd und anderen primären aromatischen Basen oder Nitraminen zur Nitrirung verwendet werden. Am Resultat wird ebenso wenig etwas geändert, wenn die Schwefelsäure von 66° B. durch Monohydrat und die Nitrirsäure durch Kalioder Natronsalpeter ersetzt werden.
Nach obigem Verfahren dargestellt, bildet der neue Nitroamidobenzaldehyd ein gelbes krystallinisches Pulver. Er kann leicht durch
!Crystallisation aus Aceton oder Alkohol rein erhalten werden und bildet lange gelbe Spiefse vom Schmelzpunkt 1700.
Die Analyse ergab Zahlen, welche für den Austritt von 1 Mol. Wasser aus 1 MoI. Nitroamidobenzaldehyd sprechen:
Berechnet für
Gefunden ...
NH9
CaH3CHO
N -H.2O=i 8,92 pCt.
...... = 18,51 pCt.
Der Nitro-p-amidobenzaldehyd (bezw. seine Anhydroverbindung, wie nach obiger Analyse anzunehmen) hat die basischen Eigenschaften des ρ-Amidobenzaldehyds eingebüfst. Er ist so gut wie unlöslich in verdünnten Mineralsä'uren und ebenso in Wasser. In verdünnter Natronlauge ist der Aldehyd schon in der Kälte, vollständig bei schwachem Erwärmen löslich; ebenso erfolgt vollständige Lösung des Nitro-p-amidobenzaldehyds beim Erwärmen mit Natriumbisulfitlösung. Verdünnte Mineralsäuren scheiden den Aldehyd aus letzterem Lösungsmittel nach dem Verjagen der schwefligen Säure in Krystallen wieder aus.
Technisch wichtig ist die Fähigkeit des neuen Aldehyds, mit primären, secundä'ren und tertiären aromatischen Basen Leukoverbindungen der Triphenylmethanreihe zu bilden. So entsteht z. B. bei der Condensation des Aldehyds mit Dimetbylanilin eine Leukobase, welche aus Benzol-Alkohol in rothbraunen Nadeln vom Schmelzpunkt 202 ° krystallisirt; sie liefert mit Bleisuperoxyd oxydirt einen grünen Farbstoff, ihr Reductionsproduct einen reinblauen Farbstoff von hohem technischen Werth.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren der Darstellung eines Nitrop-amidobenzaldehyds durch Nitrirung der aus Para-Amidobenzaldehyd und primären aromatischen Aminen erhältlichen Benzylidenverbindungen vom Typus NK2 C6 H4^ C H: N R.
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