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Nach dem Magnettonverfahren arbeitende Diktiermaschine Die Aufzeichnungsgeräte,
die den Ton auf einen draht- oder bandförmigen oder sonstwie gestalteten Tonträger
aufzeichnen, benutzen im allgemeinen eine in der Frequenz entweder sehr weit unterhalb
oder oberhalb des aufzuzeichnenden Tonfrequenzbandes liegende Vormagnetisierung
des Tonträgers, einmal, um dessen Empfindlichkeit zu erhöhen, und dann, um gewisse
aus der Struktur der Magnetisierungslinie von ferromagnetischen Materialien folgende
Verzerrungen möglichst klein zu halten. Als Vormägnetisierungsfrequenz unterhalb
des Tonfrequenzbandes wird dabei einfach die Frequenz Null benutzt, d. h. es wird
mit Gleichstrom vormagnetisiert. Diesem Gleichstromverfahren steht das sogenannte
Hochfrequenzverfahren gegenüber, bei dem die Vormagneti.sierung mit etwa 6o bis
roo kHz vorgenommen und das insbesondere dort angewendet wird, wo hohe Anforderungen
an die Oualität der Tonaufzeichnung gestellt werden. Diese hohen Anforderungen werden
nun beispielsweise nicht gestellt, wenn es sich darum handelt, nur reine Sprache,
insbesondere normale Umgangssprache, aufzunehmen. Bekanntlich variiert hierbei der
mittlere Pegel sehr wenig, und das aufzuzeichnende Frequenzband kann bedenkenlos
unterhalb etwa 25o Hz und oberhalb etwa a5oo Hz abgeschnitten werden, ohne daß die
Verständlichkeit darunter merklich leidet. Magnetische Sprachaufnahmegeräte, insbesondere
für Diktierzwecke, können daher ohne weiteres unter Verwendung eines Verstärkers
nach dem Gleichstromverfahren arbeiten und sind auch bereits gelegentlich damit
ausgestattet worden, obwohl man heute allgemein und fast ausschließlich auch hierfür
zum Hochfrequenzverfahren übergegangen ist.
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Trotzdem sind alle bisher bekanntgewordenen und nicht nur mit magnetischer,
sondern auch mit mechanischer Tonaufzeichnung arbeitenden Diktiergerate
große
und teuere Maschinen. Insbesondere haben die kleinsten bisher bekanntgewordenen
und mit magnetisierbarem Tonträger arbeitenden Diktiermaschinen immer noch mindestens
die Größe einer Reiseschreibmaschine und enthalten außerdem einen Röhrenaufsprechverstärker,
der sie vom Anschluß an ein elektrisches Leitungsnetz oder an ein starkes Batterieaggregat
abhängig macht. Außerdem sind alle bisher bekanntgewordenen Diktiermaschinen, gleichgültig
welcher Konstruktion und unabhängig von der spezifischen Art der Tonaufzeichnung,
immer für Aufnahme und Wiedergabe gleichzeitig eingerichtet, weil dies bisher den
für die Aufnahme zu treibenden Aufwand nur unwesentlich vergrößerte.
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Die vorliegende Erfindung geht von folgender Überlegung aus: Erstens
hat sich durch Versuche ergeben, daß man bei einem hinreichend leistungsfähigen
Mikrophon einen magnetisierbaren Tonträger, beispielsweise ein Magnetband nach dem
Gleichstromverfahren ohne jeden Verstärker aussteuern kann; besonders vorteilhafterweise
benutzt man hierbei ein Mikrophon, das zu seinem Betrieb bereits Gleichstrom benötigt,
vorzugsweise ein Kohlemikrophon, dessen Betriebsgleichspannung dann gleichzeitig
die Vormagnetisierung für den Sprechkopf liefert.
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Die zweite Überlegung besteht darin, daß bei Diktiermaschinen die
Aufnahme und Wiedergabe immer unter ungleichen Umständen, zu verschiedenen Zeiten
und an verschiedenen Orten, bei Reportagen, Reiseberichten, Reisediktaten usw. sogar
an wesentlich verschiedenen Orten erfolgt. Es ist also unnötig, die Aufnahmeapparatur
mit einer Wiedergabemöglichkeit auszurüsten, und folglich unpraktisch, dies zu tun,
sofern es den Aufwand vermehrt.
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Man wird daher ein Gerät herstellen, das nur der Aufnahme, und ein
Gerät herstellen, das nur der Wiedergabe dient, zumal man das Aufnahmegerät nicht
mit einem für das Wiedergabegerät erforderlichen mehrstufigen Röhrenverstärker auszurüsten
braucht.
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Gegenstand der Erfindung ist die Ausbildung eins solchen Aufnahmegerätes,
das so klein gehalten werden kann, daß es in einer Anzugtasche od, dgl. leicht unterbringbar
ist.
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Bekannt ist es, ein Mikrophon, wie Kohlemikrophon, im Stromkreis einer
Batterie über einen Transformator an einen Sprechkopf anzuschließen. Diese bekannte
Schaltung hat den Nachteil, daß der Transformator stark gleichstromvormagnetisiert
wird; weshalb vorgeschlagen wurde, eine Drossel anzuordnen, um ein magnetisches
Gegenfeld zu erzeugen.
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Erfindungsgemäß wird diese bekannte Schaltung dahingehend geändert,
daß der Transformator als Autotransformator geschaltet wird, und zwar mit gegensinnig
gekoppelten Wicklungen. Durch diese Anweisung wird die Drossel, die in der bekannten
Schaltung notwendig ist, erspart, und gleichzeitig wird dadurch die Möglichkeit
der Einfügung frequenzabhängiger Glieder, beispielsweise eines Kondensators, in
den Sekundärkreis geschaffen, wodurch eine Frequenzbeeinfiussung in jedem gewünschten
Sinn erstmalig bei dieser Schaltung erzielbar ist.
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Der Erfindungsgedanke wird an Hand eines Ausführungsbeispiels schematisch
erläutert.
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Das Mikrophon i liegt im Stromkreis einer Batterie z, in dem sich
auch der Transformator 3 befindet. Im Stromkreis des Magnetkopfes 4 liegen ein Kondensator
5 und ein Widerstand 6. Selbstverständlich kann man den Transformator 3 so dimensionieren,
daß man den Kondensator 5 und den Widerstand 6 spart. Um eine größere Mikrophonempfindlichkeit
zu erzielen bzw. die Reizschwelle der Apparatur zu erniedrigen, kann man dem Kohlemikrophon
ein bekanntes handelsübliches Schwerhörigengerät vorschalten. Da man das Schwerhörigengerät
in normaler Fassung verwenden möchte, ist es zweckmäßig, auf das im Aufnahmegerät
vorgesehene Mikrophon die Hörkapsel des Schwerhörigengerätes mittels einer Druckkammer
aufzusetzen, wenn man das Schwerhörigengerät akustisch, z. B. mit einem Kohlemikrophon
des Aufnahmegerätes, koppeln will.