DE387059C - Anordnung zur verzerrungsfreien Verstaerkung von Lauten und Toenen fuer die Zwecke der akustischen Kinematographie - Google Patents
Anordnung zur verzerrungsfreien Verstaerkung von Lauten und Toenen fuer die Zwecke der akustischen KinematographieInfo
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- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
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Description
In der -akustischen Kinematographie wird zwecks Gewährleistung des Synchronismus der
optische mit dem akustischen Vorgang parallel auf einem Film photographisch aufgezeichnet.
Zur Wiedergabe werden diese Zeichen mittels lichtelektrischer Zellen in Mikroströme akustischer
Charakteristik umgewandelt.
Diese bekannten Anordnungen haben jedoch wesentliche Nachteile. Insbesondere reichen
die Mikroströme (Größen anordnung io~(i
bis 10—4 Amp.) nicht aus, um die von ihnen
erzeugten Laute mit genügender Stärke einem größeren Raum gleichmäßig zuzuführen. Die
Anwendung von Niederfrequenzverstärkern hat den Nachteil, daß Niederfrequenztransformatoren
benutzt werden müssen, die infolge magnetischer Hysteresis unerwünschter Resonanzlagen
und der Aufnahmefähigkeit für störende niederfrequente Wechselfelder eine
Fälschung der Sprache und ihrer Klangfarbe
bedingen und außerdem alle Störgeräusche verstärken. Denn in der Kinematographie
treten sehr starke elektromagnetische Störfelder auf, deren induktive Einwirkung auf
die Verstärkeranlage von besonderem Einfluß ist.
Infolgedessen haben diese Verstärkermethoden bisher praktisch keine Bedeutung erlangt.
Der subjektive Eindruck der Gleichzeitigkeit
ίο zwischen optischem und zugehörigem akustischen
Vorgang kann durch verzerrte Wiedergabe der Sprache in seiner Wirkung aufgehoben
werden, insbesondere wenn eine Verstärkung dieser Sprache und damit eine
Vergrößerung ihrer Verzerung notwendig ist. Die Erfindung hat eine Anordnung zum
Gegenstand, welche die Verstärkung verzerrungsfrei ermöglicht, ohne daß die vorstehend
beschriebenen Nachteile auftreten. Es werden hierbei alle diejenigen bisher üblichen
Hilfsmittel vermieden, die eine Störungsquelle für verzerrungsfreie Aufnahme und Wiedergabe
der akustischen Vorgänge darstellen.
Die Neuerung besteht darin, daß das Aufnähme- und Wiedergabemittel (Mikrophon, Photozelle, Telephon u. dgl.) mit mehreren trägheitslosen Verstärkern (Vakuumröhren) verbunden ist, deren Elemente ohne Benutzung von Niederfrequenztransformatoren galvanisch miteinander gekoppelt sind. Die Anordnung kann auch derart ausgeführt werden, daß zwecks Beeinflussung von Hochfrequenzströmen durch Sprechströme trägheitslose Hochfrequenzverstärker mit eisenfreien Hochfre-
Die Neuerung besteht darin, daß das Aufnähme- und Wiedergabemittel (Mikrophon, Photozelle, Telephon u. dgl.) mit mehreren trägheitslosen Verstärkern (Vakuumröhren) verbunden ist, deren Elemente ohne Benutzung von Niederfrequenztransformatoren galvanisch miteinander gekoppelt sind. Die Anordnung kann auch derart ausgeführt werden, daß zwecks Beeinflussung von Hochfrequenzströmen durch Sprechströme trägheitslose Hochfrequenzverstärker mit eisenfreien Hochfre-
quenztransformatoren Anwendung finden, die für Störungen durch niederfrequente Felder
verhältnismäßig unempfindlich sind. Bei dieser Anordnung wird dann von einer Verstärkerröhre
zur nächsten hochfrequenter Wechselstrom konstanter Frequenz übertragen, dessen Amplituden je nach der akustischen Beeinflussung
verschieden groß sind.
Die Störungen und Verzerrungen, die durch Niederfrequenztransformatoren bedingt sind,
werden infolgedessen bei der neuen Anordnung vermieden. Die Störungsfreiheit kann hierbei
noch durch Benutzung von Resonanzkreisen erhöht werden.
Auf der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die
Abb. ι und 2 stellen Verstärkerschaltungen dar, liei welchen die einzelnen Elemente über
Widerstände W1, w.z, %vz usf. gekoppelt sind.
Durch Stromänderungen in den zugehörigen Kreisen treten an den Widerständen Spannungsänderungen
auf, die über Kondensatoren C1, C2, C3 usf. auf die zugehörigen
Gitter gt, g2, g3 usf. übertragen werden und
wiederum Stromänderungen in -den zugehörigen Anodenkreisen bewirken. Die Schaltungen
können für Nieder- und für Hochfrequenzverstärkung benutzt werden. Für letzteren
Zweck ist es erforderlich, den Anodenstrom der ersten Röhre hochfrequent zu beeinflussen,
beispielsweise dadurch, daß entweder die Spannungen E1 oder Em bzw. E2
hochfrequente Spannungen sind, oder daß in der ersten Röhre (Abb. 5) ein zweites Gitter
gh vorgesehen ist, an welches über den Transformator tx eine hochfrequente Spannung
H gelegt wird.
Als Kopplungswiiderstände werden für Niederfrequenzverstärker vorteilhaft Ohmsche
Widerstände verwendet. Bei Hochfrequenzverstärkung können auch induktive Widerstände
verwendet werden, da sie sich ohne Eisen ausführen lassen.
Die Schaltung nach Abb. 5 ist eine Hochfrequenzschaltung. Zur Kopplung der einzelnen
Elemente sind hierbei Transformatoren i2, ts, i4 usf. verwendet, die ohne Eisen
ausgeführt sind und gegebenenfalls durch Kondensatoren abgestimmt werden können.
In den Abb. 1 bis 3 ist das Schallaufnahmeorgan, das beispielsweise (Abb. 1) ein Mikrophonjkf
mit ionisierter Gasstrecke oder (Abb.2) ein kapazitives Mikrophon oder (Abb. 3) ein
Körnermikrophon sein kann, mit dem Gitterkreis g1-k1 der ersten Rörire unmittelbar (ohne
Zwischenschaltung eines Transformators) verbunden.
In den Abb. 4 und 5 ist für die Wiedergabe eine lichtelektrische Zelle ζ verwendet.
Alle Schaltungen lassen sich sowohl für Aufnahme- als auch für Wiedergabezwecke benutzen.
Claims (2)
1. Anordnung zur verzerrungsfreien Verstärkung von Lauten und Tönen für too
die Zwecke der akustischen Kinematographie, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahme- und Wiedergabemittel (Mikrophon,
Photozelle, Telephon u. dgl.) mit mehreren trägheitslosen Verstärkern (Vakuumröhren)
verbunden ist, deren Elemente galvanisch miteinander gekoppelt sind.
2. Anordnung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Beeinflussung
von Hochfrequenzströmen durch Sprechströme trägheitslose Hochfrequenzverstärker mit eisenfreien Hochfrequenztransformatoren
vorgesehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV14853D DE387059C (de) | 1919-07-26 | 1919-07-26 | Anordnung zur verzerrungsfreien Verstaerkung von Lauten und Toenen fuer die Zwecke der akustischen Kinematographie |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV14853D DE387059C (de) | 1919-07-26 | 1919-07-26 | Anordnung zur verzerrungsfreien Verstaerkung von Lauten und Toenen fuer die Zwecke der akustischen Kinematographie |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE387059C true DE387059C (de) | 1923-12-20 |
Family
ID=7574757
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV14853D Expired DE387059C (de) | 1919-07-26 | 1919-07-26 | Anordnung zur verzerrungsfreien Verstaerkung von Lauten und Toenen fuer die Zwecke der akustischen Kinematographie |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE387059C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE877064C (de) * | 1951-06-07 | 1954-03-25 | Zeiss Ikon Ag | Licht- und/oder Magnettonanlage |
-
1919
- 1919-07-26 DE DEV14853D patent/DE387059C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE877064C (de) * | 1951-06-07 | 1954-03-25 | Zeiss Ikon Ag | Licht- und/oder Magnettonanlage |
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