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DE899801C - Verfahren zur kontinuierlichen Sulfonierung von Alkylaromaten - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Sulfonierung von Alkylaromaten

Info

Publication number
DE899801C
DE899801C DER6291A DER0006291A DE899801C DE 899801 C DE899801 C DE 899801C DE R6291 A DER6291 A DE R6291A DE R0006291 A DER0006291 A DE R0006291A DE 899801 C DE899801 C DE 899801C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfonation
sulfonated
tube
starting material
sulfonating agent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER6291A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Helmut Kolling
Aloys Schmitz
Ewald Stiebling
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ruhrchemie AG
Original Assignee
Ruhrchemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ruhrchemie AG filed Critical Ruhrchemie AG
Priority to DER6291A priority Critical patent/DE899801C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE899801C publication Critical patent/DE899801C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C303/00Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides
    • C07C303/02Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of sulfonic acids or halides thereof
    • C07C303/04Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of sulfonic acids or halides thereof by substitution of hydrogen atoms by sulfo or halosulfonyl groups
    • C07C303/06Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of sulfonic acids or halides thereof by substitution of hydrogen atoms by sulfo or halosulfonyl groups by reaction with sulfuric acid or sulfur trioxide

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur kontinuierlichen Sulfonierung von Alkylaromaten Zur kontinuierlichen Sulfonierung von Alkoholen, Olefinen, Aromaten oder Alkylaromaten mit Schwefelsäure, rauchender Schwefelsäure oder anderen, an sich bekannten Sulfonierungsmitteln kann man Rührwerksbehälter benutzen, in welche die Reaktionsteilnehmer fortlaufend einfließen und aus denen fortlaufend ein entsprechender Anteil der Reaktionsmischung entnommen wird. Trotz langer Aufenthaltszeit derzusulfonierenden Ausgangsstoffe enthält das den Rührwerksbehälter verlassende Gemisch stets mehr oder weniger große Anteile an nicht sulfonierten Produkten. Dieser Umstand vermindert nicht nur die Ausbeute, sondern auch die Qualität des sulfonierten Materials. Durch Verwendung von mehreren Rührwerksbehältern, die von der Reaktionsmischung nacheinander durchflossen werden müssen, kann man. diese Nachteile weitgehend vermeiden. Hierzu ist aber eine umständliche Fabrikationseinrichtung erforderlich, die verhältnismäßig hohe Anlagekosten verursacht. Man kann kontinuierliche Sulfonierungsprozesse auch in einem senkrechten, mit Füllkörpern, z. B. mit Raschigringen, versehenen Reaktionsrohr durchführen, in :das von oben her fortlaufend ein geeignetes Sulfonierungsmittel und von unten her das zu sulfonierende Ausgangsmaterial eingeführt wird. Das Ausgangsmaterial steigt in diesem Reaktionsrohr mit den sich bildenden Su'lfonierungsprodukten kontinuierlich nach oben, wo es fortlaufend abgezogen werden (kann. Das Überschüssige Sulfonierüngsmittel sammelt .sich am unteren Ende des Rea#ktionsrdhres und wird von dort in geeigneter Weise entfernt.
  • Zur besseren Durchmischung der Reaktionsteilnehmer kann man in derartige Sulfonierungseinrichtungen von unten 'her zusätzlich in solcher Menge einen Gasstrom eiinblasen, daß die hydrostatischeStrömungsrichtung des Ausgangsmaterials und der gebildeten Sulfonierungsprodukte erhalten bleibt. Der Vorteil eines iderartigen hydrostatischen. Sulfonierungsprozes.ses besteht darin, daß eine außerordentlich einfache Apparatur verwendet werden kann. Außerdem werden die bei der .Sulfonierung gebilideten Nebenprodukte, d-ie das Sulfonierungsprodukt in unerwünschter Weise zu färben pflegen, von dem überschüssigen, im Gegenstrom geführten Su:lfonierungsmittel, beispielsweise von der verwendeten konzentrierten Schwefelsäure, ausgewaschen und am unteren Ende des Reaktionsrohres mit dem abfließenden Sulfonier.ungsmittel entfernt. Die Sulfonierungsprodukte besitzen infolgedessen eine hellere Farbe al,s bei der Sulfonierung in absatzweise oder kontinuierlich arbeitenden Rührwerksbehältern. Für die Herstellung von hochwertigen. Waschmitteln ist die erzielte Aufhellung der Farbe von besonderem Vorteil.
  • Senkrecht stehende, hydrostatisch vom Ausgangsmaterial zu durchfließende Reaktionsbehälter haben jedoch den Nachteil, daß bei dickflüssigen Produkten, wie sie durch S@ulfonierung von Ausgangsproidukten mit höherer C-Zahl entstehen, nur schwierig eine quantitative Umsetzung erreicht wenden (kann. Eine ausreichend vollständige Sulfonierung .des Ausgangsmaterials kann unter diesen Umständen meist nur mit einem sehr hohen Ü.berschuß an Sulfonierungsmitteln erreicht werden, was zusätzliche Kosten verursacht.
  • Es wurde gefunden, -daß sieh diese Nachteile bei der kontinuierlichen Sul.fonierung von Alkylaromaten vermeiden .lassen, -wenn man die Sulfonierung zunächst möglichst weitgehend ohne Gegenstrom ausführt und anschließend, idaran in einem nachgeschalteten, senkrecht stehenden Reaktionsgefäß, :dem unten das bereits weitgehend sulfonierte Ausgangsmaterial und oben das Sulfonierungsmittel zufließen, im Gegenstrom beendet. Der ohne Gegenstrom auszuführende Abschnitt der kontinuierlichen Sulfonierung kann in einem Rührwerksbe'hälter oder in Reaktionsgefäßen, z. B. in zwei senkrecht stehenden zylindrischen Gefäßen, durchgeführt werden, durch die das Reaktionsgemisch fortlaufend zweckmäßig mit Hilfe einer Zentrifugalp.umpe umgewälzt wird. Das Reaktionsgefäß, in dem der Endabschnitt der kontinuierlichen Sulfonierung durchgeführt wird, wird zweckmäßig mit geeigneten Füllkörpern und an seinem unteren Ende mit einer Vorrichtung zum Einblasen von Gasen versehen.
  • In der Zeichnung sind zwei zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Vorrichtungen beispielsweise dargestellt.
  • Es ist i ein mit Heiz- bzw. Kühlmantel versehener Rührwerksbehälter (Fig. i), in den durch Leitung 2 das zu sulfonierende Ausgangsmaterial und durch Leitung 3; das Sulfonierungsmittel zuläuft. Beide Reaktionsteilnehmer werden durch .das Rührwerk intensiv miteinander vermischt.
  • Die Menge des pro Zeiteinheit zulaufenden Ausgangsmaterials richtet sich nach der erforderlichen Aufenthaltszeit im Behälter i. Diese beträgt im allgemeinen i bis 3 Stunden, kann aber gegebenenfalls auch beliebig verlängert oder verkürzt werden.
  • Durch' eine überLaufleitung 4 wird fortlaufend ein Gemisch von sulfonierten Produkten, nicht umgesetztem Ausgangsmaterial und überschüssigem Sulfonierungsmittel in ein Absetzronr 5 geleitet. Der Gehalt an nicht sulfonierten Bestandteilen des Ausgangsmaterials -beläuft sich hierbei im allgemeinen auf io bis 300/a.
  • In dem Absetzronr 5 trennt sich das überschüssige Sulfonierungsmittel, das in den meisten Fällen das bei der Sulfonierung entstehende Wasser enthält, von Iden weitgehend sulfonierten Produkten. Das Sulfonierungsmittel wird am Boden des Absetzronres 5 durch eine Leitung 6 abgezogen, während die obere Schicht durch Leitung 7 zum unteren Ende des mit Füllkörpern versehenen senkrechten Rohres 8 geleitet wird. Auch das Füllkörperrohr 8 ist mit -einem Mantel versehen, durch den Heiz- oder Kühlmedien geleitet werden können. Am oberen Ende der Füllkörpersäule 8 wird durch eine Leitung 9 das Sulfonierungsmittel aufgegeben. Durch Leitung io -wird vom unteren Ende her gleichzeitig eine ausreichende Menge von Luft oder anderen Gasen eingeblasen.
  • Das durch Leitung 7 zugeführte S.ulfonierungsgemisch steigt innerhalb ider mit Sulfonierungsmittel angefüllten Füllkörpersäule nach oben und verläßt nach etwa 3o bis i20 Minuten das Rohr 8 durch eine Leitung ia:. Das Rohr i i ist oberhalb der Füllkörperoberfläche an einem füllkörperfreien Beruhigungsraum angesetzt.
  • Das aus dem Rohr i i abfließende Sulfonierungsprodukt ist praktisch quantitativ sulfoniert, d. h. es enthält praktisch keine nicht sulfonierten Anteile mehr.
  • Auch am unteren Ende des Reaktionsrohres 8 ist ein füllkörperfreier Beruhigungsraum 12 vorhanden. Hier sammelt sich das überschüssige, durch Leitung g aufgegebene Sulfonierungsmittel. Da es nur die verhältnismäßig geringen Anteile an nicht sulfonierten Produkten des idurch Leitung 7 zugeführten Gemisches sulfoniert hat, ist es nur wenig verbraucht. Durch eine Pumpe 13 wird es deshalb mit Hilfe der Leitung 3 in den Rünrwerksbehälter i übergeführt, um zur Durchführung des Hauptanteiles der Sulfonierung verwendet zu werden.
  • Manchmal läßt sich am Boden des Reaktionsrohres 8 eine exakte Trennung zwischen überschüssigem Sulfonderungsmittel unid Su'lfonierungsgemischen nur schwer 'durchführen. Eine Rückführung von S.ulfonierungsgemischen in den Rührwerksbehälter i ist zuweilenvorteilhaft. Wenn man eine gleiche oder etwas größere Volumenmenge, wie sie als Sulfonierungsmittel durch Leitung 9 eintritt, am Boden des Rohres 8 abführt, dann führt .man damit eine genügend große Menge von überschüssigem Sulfonierungsmittel zum Rünrwerksbehälter i zurück.
  • Wesentlich für einen guten Umsatz und eine gute Ausnutzung des Sulfonierungsmittels ist die Verwendung eines schnell- umlaufenden Rührers, damit innerhalb des Behälters i eine gute Durchmischung der Reaktionsteilnehmer erreicht wird.
  • Statt mit Hilfe einer Rührwerksvorrichtung kann die Durchmischung der Reaktionsteilnehmer auch mit Hilfe einer Pumpvorrichtung erfolgen. Eine hierfür -geeignete Vorrichtung ist ,in schematischer Weise in Fig. 2 dargestellt.
  • Durch eine Leitung 14 saugt die Kreiselpumpe 15 das zu sulfonierende Ausgangsmaterial und gleichzeitig durch Leitung 16 das Sulfonierungsmittel an, wobei innerhalb der Pumpe bereits eine innige, weitgehend zur Emulsionsbildung führende Vermischung der Reaktionsteilnehmer eintritt. Innerhalb von zwei Reaktionsbehältern ig, die mit Hilfe von Rohrleitungen zu einem geschlossenen System verbunden sind, wird :die Reaktionsmischung mit Hilfe der Pumpe 15 fortlaufend umgewälzt. Die Reaktionsbehälter ig sind mit einem Mantelraum versehen, durch den Heiz- oder Kühlmedien geleitet werden, um eine konstante Reaktionstemperatur aufrechtzuerhalten. An Stelle der Reaktionsbehälter 1g können auch Rohrschlangen oder Rohrbündel beliebiger Bauart verwendet werden. In jedem Falle aber muß die Umlaufgeschwindigkeit der Reaktionsmischung so groß sein. daß eine turbulente Strömung auftritt und eine Trennung der Reaktionsmischung nicht eintreten kann. Im allgemeinen genügen hierfür Geschwindigkeiten, die etwas oberhalb von 4.o cm/sec liegen, jedoch wird man :die erforderliche Umlaufgeschwind@igikeit vorher für jeden Fall durch entsprechende Versuche ermitteln. Die Aufenthaltszeit des durch Leitung 14 in .das Umlaufsystem eintretenden Ausgangsmaterials liegt im allgemeinen zwischen i und 3 Stunden, sie kann jedoch nach Bedarf auch verlängert oder verkürzt werden.
  • Durch Leitung 17 wird aus dem Umlaufsystem fortlaufend ein ,dem durch Leitung 14 eingeführten Ausgangsmaterial und der durch Leitung 16 eingeführten Menge an Sulfonierungsmit'teln entsprechendes Volumen an Sulfoaierungsgemisch durch Überlauf abgezogen. Bei dieser Entnahme darf noch keine Entmischung der keaktionsteilnehmer eintreten, damit das entnommene Volumen in seiner Zusammensetzung genau dem fortlaufend umgepumpten Reaktionsgemisch entspricht.
  • Das durch Leitung 17 abgezogene Reaktionsgemisch wirdiin ein Absetzrdhr 18 übergeführt. Das überschüssige Sulfonierungsmittel scheidet sich am Boden dieses Gefäßes aab und wird durch Leitung 2o entfernt. Als obere Schicht scheiden sich die Sulfonierungsprodukte und die noch nicht sulfonierten Anteile des Ausgangsmaterials ab. Durch Leitung 21 wird diese obere Schicht dem unteren Ende eines senkrechten mit Füllkörpern versehenen Rohres, 22 .zugeführt, in das von oben her durch Leitung 23 das frische Sulfonierungsmittel eintritt, wobei am unteren Ende des Rohres 22 durch eine Leitung :24 Luft oder .andere Gase eingeblasen werden können.
  • Innerhalb des Rohres 22 steigen die noch zu sulfonierenden Anteile und die bereits sulfonierten Anteile des Ausgangsmaterials nach oben. Aus dem oberen füllkörperfreien Beruhigungsraum des Reaktionsrohres werden sie als Endprodukt aus Leitung 25 abgezogen. Das durch Leitung 23 zugeführte überschüssige Sulfonierungsmittel sammelt sich iim unteren Beruhigungsraum 26 und wird von dort gegebenenfalls gemeinsam mit Sulfonierungsgemisch durch die bereits erwähnte Leitung 16 von der Kreiselpumpe 15 in den durch die Gefäße ig umlaufenden Sulfonierungskreislauf zurückgeführt.
  • Durch die erfindungsgemäße Arbeitsweise wird das eingesetzte Sulfonierungsmittel, d. h. beispielsweise eine g8o/oige Schwefelsäure. in außerordentlich guter Weise ausgenutzt. Die frisch zulaufende Säure dient in den Füllkörperrohren 8 oder 22 zunächst zur Aufarbeitung der letzten noch nicht umgesetzten Anteile des Ausgangsmaterials. Infolge des verwendeten Gegenstromprinzipes kommen idie ablaufenden .Sulfonierungsprodukte abschließend mit der :ganz frischen, noch nicht verdünnten Säure in Berührung. Erst danach wird die Säure im Rührwerksbehälter i oder im Umlaufssystem ig zur Umsetzung der Hauptanteile des Ausgangsmaterials verwendet, um erst dann am unteren Ende der A.bsetzrohre 5 oder 18 als verbrauchte und meist mit Wasser verdünnte Säure abgestoßen zu werden. Auf diese Weise kann man die Sulfonierung mit einem verhältnismäßig nur geringen Überschuß an Sulfonierungsmittel, beispielsweise an Schwefelsäure, durchführen, was bei alleiniger Verwendung von Fü llkörpergefäßen 8 oder 22 nicht möglich ist. Ein besonderer Vorteil besteht hierbei darin, daß die, frische Säure aus dem kontinuierlich abfließenden Sulfonierungsprodukt die färbenden Nebenprodukte auswaschen kann, so daß man praktisch ungefärbte Endprodukte erhält. Beispiel i In einen mit Überlauf versehenen Glaskolben von 51 Inhalt werden stündlich 1,71 Monoalkylbenzol und -die aus dem Sumpf eines nachgeschalteten Füllkörperrohres abgezogene Mischung aus Schwefelsäure und Sulfonierungsgemdsch eingeführt und mit Hilfe eines korrionsfesten schnell umlaufenden Rührers innig miteinander vermischt. Das Monoalkyl'benzol war aus C12 Monochlorid und Benzol in der üblichen Weise hergestellt worden. .Durch ein Wasserbad wurde die Reajktionstemperatur auf 75° gehalten.
  • Das aus ,dem Überlauf abfließende Produkt gelangte in ein aus Glas bestehendes Absetzrohr von 30 mm lichter Weite und 5'o cm Höhe, das durch einen Wassermantel auf 75° gehalten wurde. Hier trennt sich die überschüssige, Schwefelsäure von dem -,weitgehend sulfonierten Ausgangsmaterial, wobei am unteren Ende des Absetzrohres stündlich o,5 1 überschüssige.Schwefelsäure mit 8go/o H2S 04 Gehalt abgezogen wurde. Die obere Schicht gelangte in ein mit Glasringen von 5 mm Durchmesser :auf eine Länge von Zoo cm gefülltes, senkrecht stehendes Glasrohr von 50 mm lichter Weite. Dieses Glasrohr besaß oben und unten je einen füllkörperfreien Beruhigungsraum und war mit einem Mantelraum umgeben, durch den heißes Wasser strömte, .das das Füllkörperrohr auf einer Temperatur von 75° hielt.
  • Das bereits weitgehend sulfonierte Ausgangsmaterial wurde an der unteren Begrenzungsfläche der Füllkörpersäule eingeleitet, ,während an der oberen Begrenzungsfläche der Füllkörper stündlich 11 98o/oiger Schwefelsäure aufgegeben wurde. Gleichzeitig wurden von unten her stündlich 751 Luft eingeblasen. Die nicht zur Sulfonierun.g verbrauchte Schwefelsäure sammelte sich am Boden des unteren Beruhigungsraumes. Von hier wurden stündlich 1,2:1 Produkte abgezogen, die aus o,61 92-1/aiger Schwefelsäure und o,61 einer Mischung aus Monoalkylbenzol und Sulfonsäure bestanden. Die Mischung wurde dem obenerwähnten Glaskolben zugeführt. Aus dem oberen Beruhigungsraum lief das fertige Sulfonierungsprodukt ab.
  • Nach dem Verlassen des mit Rührwerk versehenen Glaskolbens enthielt das Sulfonierungsgemisch noch 21% an nicht umgesetztem Ausgangsmaterial. Das aus dem Füllkörperrohr ablaufende Sulfonierungsprodukt enthielt nur noch o,5-1/o nicht umgesetzte Anteile und war von hellgelber Farbe. Durch Neutralisation, Eindampfung und Trocknung konnte hieraus in an sich bekannter Weise ein reinweißes :Mkylarylsulfonat gewonnen werden, das nur o,2-1/o uriverseifte Bestandteile enthielt. B.eispnel 2 In den Saugstutzen einer säurefesten Kreiselpumpe wurden stündlich 6,31 Monoalkylbenzol der in Beispiel i verwendeten Herstellungsart und die am Boden eines nachgeschalteten Fülllkörperrohres abgezogene Mischung aus Schwefelsäure und Sulfonierungsgemisch eingeführt. Die Kreiselpumpe .besaß eine Leistung von stündlich io ooo 1 und drückte die Mischung der beiden Reaktiönsteilnehmer durch zwei innen emaillierte Rohre von 8o mm lichter Weite und je 20o cm Höhe, die senkrecht angeordnet und oben,durch eine Rohrleitung miteinander verbunden waren. Außen waren die emaillierten Rohre mit einem Mantelraum umgeben, durch den sie mit Hilfe von heißem Wasser auf 75° gehalten wurden.
  • Die Kreiselpumpe förderte das Reaktionsgemisch durch ein Rohr von unten nach oben und anschließend durch das andere Rohr von oben nach unten, worauf ,die Mischung in .den Saugstutzen der Kreiselpumpe zurückkehrte. Am oberen Verbindungsrohr der beiden emaillierten Reaktionsrohre wurde fortlaufend so viel Flüssigkeit abgezogen, wie .der Kreiselpumpe an Monoalkylbenzylbenzol und Schwefelsäure zufloß. Das dem Kreislauf entnommene Gemisch gelangte in ein innen säurefest ausgekleidetes, auf 75° temperiertes Absetzrohr von 5;o mm lichter Weite und ioo cm Höhe. Aus .diesem Ab:setzrohr wurden stüddlich 1,2.1 Schwefelsäure mit einem Gehalt von 88-1/a H2 S 0, als untere Schicht abgezogen. Die obere Schicht des Absetzrohres gelangte in ein mit Porzellanraschngringen von 5 mm Durchinesser auf eine Strecke von 3100 cm gefülltes, sinnen emailliertes, senkrechtes Rohr von 8o mm lichter Weite, das einen auf 75° temperierten Wassermantel und unten wie oben je einen- füllkörperfreien Beruhigungsraum besaß. Das sulfonierte Produkt wurde an der unteren Begrenzungsfläche der Füllkörperschicht eingeleitet, während man an der oberen Füllkörperbegrenzungsfläche stündlich 3,71 Schwefelsäure mit einem Gehalt von 98°/o H2 S O4 aufgab. Gleichzeitig wurden von unten her stündlich Zoo 1 Luft eingeleitet.
  • In dem unteren Behälterraum der Füllkörperkolonne sammelte sich die nicht zur Sulfonierung verbrauchte Schwefelsäure und wurde in einer Menge von stündlich 1,91 1, .zusammen mit stündlich 21 einer Mischung aus Sulfosäure und Monoalkylbenzol in den,Saugstutzen der Kreiselpumpe 15 zurückgeführt, während aus dem oberen Behälterraum ,das entstandene Sulfonierungsprodukt ablief. Es war hellgelb gefärbt und besaß weniger als o,5-1/o nicht sulfonierte Anteile. Das aus dem Umlaufsystem der Kreiselpumpe entnommene Produkt enthielt demgegenüber noch 28-1/o nicht sulfonierte Anteile. Aus dem Sulfonierungsprodukt konnte durch INTeutralisation, Eindampfung und Trocknung ein, reinweißes Alkylarlylsuifonat hergestellt werden, das weniger als o,2-1/o uriverseifte Bestandteile enthielt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur kontinuierlichen Sulfonierung von Alkylaromaten mit Schwefelsäure oder anderen geeigneten Sulfonierungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man die Sulfonierung zunächst möglichst weitgehend nicht im Gegenstrom ausführt und anschließend daran in einem nachgeschalteten senkrecht stehenden Reaktionsgefäß, dem unten das bereits weitgehend sulfonierte Ausgangsmaterial und oben ,das .Sulfonierungsmittel zufließen, im Gegenstrom beendet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, @daß die Sulfonierung in einem Rührwerksbehälter (i) begonnen und in einem senkrechten, mit Füllkörpern versehenen Rohr (8) beendet wird, indem man das Sulfonierungsmittel am Kopf (9) der Füllkörpersäule (8) aufgibt, an ihrem unteren Ende (12) abzieht und von, dort in den, Rührwerksbehälter (i) überführt, in den das zu sulfonierende Ausgangsmaterial kontinuierlich (2) eintritt, wobei aus dem Rührwerksbehälter (i) fortlaufend ein Teil des Sulfonierungsgemisches abfließt und in ein Absetzgefäß (5) übergeht, an dessen .oberem Ende (7) das bereits weitgehend sulfonierte Ausgangsmaterial abgenommen und dem unteren Ende des Füllkörperrohres (8) zugeführt wird, während,das nicht verbrauchte Sulfonierungsmittel am unteren Ende (6) des Absetzrohres (5) und das sulfonierte Endprodukt am oberen Ende des Füllkörperrohres (ii) austritt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Sulfonierung in Reaktionsgefäßen (i9) begonnen wird, durch die man die Reaktionsmischung mit Hilfe einer Pumpe (i5) fortlaufend umwälzt und in einem senkrechten, mit Füllkörpern versehenen Rohr (22) beendet wird, indem das Sulfonierungsmittel am Kopf (23) der Fülllcörpersäule (22) in Aden Verfahrenskreislauf eintritt, am unteren Ende (26) derselben abgezogen und mit dem zu sulfonierenden Ausgangsmaterial (i4) in den Saugstutzen der Umlaufpumpe (i5) eintritt, wobei dem Kreislauf der Reaktionsmischung fortlaufend ein Teil (i7) entnommen und einem Absetzbehälter (i8) zugeführt wird, an dessen oberem Ende (2:i) idas bereits weitgehend sulfonierte Ausgangsmaterial abgezogen und dem unteren Ende &s Füllkörperrohres (22) zugeführt wird, während das nicht verbrauchte Sulfonierungsmittel am unteren Ende (2o) ,des Absetzrohres und das sulfonierte Endprodukt am oberen Ende (25) des Füllkörperrohres (22) abfließt. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 722 59o.
DER6291A 1951-07-10 1951-07-10 Verfahren zur kontinuierlichen Sulfonierung von Alkylaromaten Expired DE899801C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE722590C (de) * 1934-07-03 1942-07-14 Bataafsche Petroleum Verfahren zum Aufarbeiten von Absorptionsprodukten aus Olefinen mit mindestens 5 Kohlenstoffatomen und konzentrierter Schwefelsaeure

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE722590C (de) * 1934-07-03 1942-07-14 Bataafsche Petroleum Verfahren zum Aufarbeiten von Absorptionsprodukten aus Olefinen mit mindestens 5 Kohlenstoffatomen und konzentrierter Schwefelsaeure

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