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Anordnung zur Aufzeichnung von schnell aufeinanderfolgenden Signalen,
insbesondere Schachtsignalen Die Registrierung schnell aufeinanderfolgender Signale,
z. B. von fünf Signalen und mehr pro Sekunde, macht bei der Aufzeichnung der Signale
in der Vorschubrichtung des Registrierstreifens insofern Schwierigkeiten, als man
bei der üblichen Vorschubgeschwindibkeitkeine einwandfreie Trennung der aufeinanderfolgenden
Signale erhält oder die Papiergeschwindigkeit stark, erhöhen und damit einen großen
Papierverbrauch in Kauf nehmen muß. Man hat daher die Aufzeichnung schnell aufeinanderfolgender
Signale in annähernd senkrechter Richtung zur Papiervorschubric'htung vorgenommen,
indem man den Schreibstift auf einem schwenkbar gelagerten Hebel angebracht hat,
der durch eine Leitkurve, .die von einem dauernd laufenden Synchronmotor angetrieben
wird, hin und her bewegt wird. Die Signale erscheinen hierbei als. rechteckige Ausbuchtungen
einer spitzwinkligen Zickzacklinie. Besonders in der Nähe der Umkehrpunkte sind
hierbei die Signale, da sie sich mit dem diarüberliegenden Teil der Zickzacklinie
überdecken, nicht deutlich erkennbar.
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Ferner ist es bekannt, die den schwenkbar gelagerten Hebel mit dem
Schreibstift steuernde Leitkurve durch einen Elektromagneten anzutreiben, so daß
also eine Bewegung des Schreibstiftes quer zur Vorschubrichtun:g des Papierstreifens
nur eintritt, wenn. ein Signal eintrifft. Während der Pausen zwischen den Signalen
steht also der Hebel mit :dem Schreibstift still, und er zeichnet dann eine Linie
in der Vorschu:bric'htung des Papierstreifens auf. Es hat sich jedoch herausgestellt,
daß infolge des toten Ganges in den Übertragungsteilen vom Magneten zum Schreibhebel
(keine genau durch Pausen-
Längsstriche begrenzte Signal-Querstriche
zu erzielen sind, sondern bei dem ruckartigen Antrieb des Schreibhebels tritt nach
Beendigung des Hubes des Magneten ein Überschleudern des, Schreibhebels über seine
richtige Endlage hinaus und danach ein Zurückfedern in. die Endlage und darüber
hinaus statt. Da bei diesen Bewegungen -der Papiervorschub weitergeht, liegenrdie
hierbei auftretenden Querbewegungen des; Schreibstiftes nicht in einer Linie, sondern
sie sind zackenförmig und unsauber in der Zeichnung. Außerdem kommt bei kurz aufeinanderfolgenden
Signalen infolge des, Überschleuderns das Ende der Aufzeichnung des einen Signals
mit dem Anfang der Aufzeichnung des nächsten Signals zur Deckung, so daß keine klare
Trennung,der Signale entsteht.
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Gemäß der Erfindung werden diese Schwierigkeiten dadurch behoben,
daß ein ortsfester Satz von nebeneinander angeordneten Schreibelektro:den, die dauernd!
auf dem Aufzeichnungsträger aufliegen und beim Anlegen ,an Spannung auf dem Aufzeichnungsträger
eine sichtbare Spur erzeugen, mit je einem Kontakt: der Kontaktbank eines von den
Signalen fortgeschalteten und mit seiner Bürste an Spannung liegenden Drehwählers
verbunden sind, so daß nur diejenige Schreibelektrode zeichnet, die über den zugehörigen
Kontakt und die Bürste des Drehwählers an Spannung liegt.
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Zweckmäßig sind die Kontakte des Drehwählers im Halbkreis angeordnet
und die Bürste des Drehwählers aus zwei um r8o° gegeneinander versetzten Kontaktarmen
zusammengesetzt, so daß die Schreibelektroden immer in der Reihenfolge von links
nach rechts an Spannung gelegt werden und die Aufzeichnung ebenfalls nur von links
nach rechts erfolgt. Hierdurch wird ein klarer Abstand zwischen den einzelnen Zeilen
der Aufzeichnung erzielt, und die Vorschubgeschwindigkeit des Aufzeichnungsträgers
kann infolgedessen bedeutend niedriger sein als bei den bekannten Anordnungen.
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Die Erzeugung einer sichtbaren Spur beim Anlegen,der Spannung an die
Schreibelektroden kann beispielsweise durch Verwendung eines metallisiertenAufzeichnungsträgers
erzielt werden, dessen Metallschicht an .der Berührungsstelle mit den Schreibelektroden
von dieser ausgebrannt wird. Statt dessen kann auch ein Aufzeichnungsträger verwendet
werden., der mit einer Schicht versehen ist, .die sich beim Anlegen der Spannung
an ;die Schreibelektroden durch chemische Reaktion verfärbt.
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In: der Zeichnung ist in Fig. z ein Aus:führungsheispiel der Erfindung
in Anwendung auf eine Registriereinrichtung zur Kontrolle von Schachtsignalen schematisch
dargestellt. Fig. 2 zeigt eine Abänderung.
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Mit T ist der Aufzeichnungsträger bezeichnet, der aus metallisiertem
Papier besteht, auf dessen Metalloberfläche einerseits die Elektrode E und andererseits.
die als Gegenelektrode dienenden Schreibstifte S1 bis: S" dauernd aufliegen. Diese
Schreibelektroden sind nebeneinander in gleichem Abstand voneinander angeordnet
und werden von einer Isolierplattep gehalten. Jede Schreibelektrode ist mit je einem
Kontakt K1 bis Kil eines Drehwählers verbunden, dessen drehbare Kontaktbürste B
aus zwei um i 8o° gegeneinander versetzten Kontaktarmen besteht und der in bekannter
Weise mittels eines Drehmagneten D über die Kontakte K1 bis Kli schrittweise bewegt
wird. Nachdem hierbei rder eine Kontaktarm,den letzten Kontakt Kli verlassen hat,
läuft der andere Kontaktarm auf den ersten Kontakt K1 auf. Der Drehmagnet D wird
über den Arbeitskontakt a3 eines Relais A gesteuert, das. über einen Kontakt g am
Signalgeber G in dessen Ruhelage erregt ist und bei der Signalgabe abwechselnd aberregt
und wiedererregt wird. Mit Z ist ein abfallverzögertes Zeitrelais bezeichnet, dessen
Kontakt mit z bezeichnet ist.
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Zur Erläuterung ,der Wirkungsweise sei zunächst angenommen, daß der
Signalgeber G in- Ruhe ist und die Bürste B des Drehwählers in der dargestellten
Stellung auf Kontakt K9 steht. Über den Ruhekontakt g des Gebers ist das Relais
A erregt, das seine Kontakte a1 und a4 geschlossen und seine Kontakte a. und a3
geöffnet 'hält. Über den Kontakt a4 ist das Zeitrelais Z erregt, das seinen Kontakt
z geschlossen hält. Über den Kontakt a1 wird der Minuspol der Stromquelle über,die
Bürste B des Drehwählers an die Schreibelektrode S9 angelegt, und diese zeichnet
auf dem mit konstanter Vorschubgeschwindigkeit in Richtung des Pfeiles V bewegten
Aufzeichnungsträger eine in .der Vorschubrichtung verlaufende Spur auf der mit dem
Pluspol der Stromquelle über die Elektrode E verbundenen Metallschicht des Aufzeichnungsträgers
auf.
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Zur Erläuterung der Wirkungsweise bei der Signalgabe sei angenommen,
daß !die Bürste des Drehwählers auf den Kontakt K2 eingestellt ist und hierbei im
Ruhezustand des Gebers die Spur F1 im oberen Teil des Aufzeichnungsträgers zeichnet.
Wenn nun der Geber betätigt wird, wird dessen Ruhekontakt g geöffnet und dadurch
das Relais A zum Abfallen gebracht. Die Kontakte des. Relais A werden umgelegt,
und über den Kontakt a3 wird der Drehmagnet D eingeschaltet, der die Bürste
B um einen; Schritt weiterschaltet. Durch (Offnen des Kontaktes d4 wird der
Stromkreis, für das Zeitrelais Z unterbrochen, das-@sidh jedoch infolge seiner Abfallverzögerung
noch eine kurze Zeit hält und seinen Kontakt z geschlossen hält. Durch Öffnen des
Kontaktes a1 wird die Strannquelle von der Bürste B zwar abgeschaltet, jedoch wird
diese über .den Kontakt a2 und den Kontakt z ,sofort wieder angelegt, bis sich der
Kontakt z am Ende der Verzögerungszeit für. das Relais Z öffnet.
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Versuche haben ergeben, daß für die Bewegung der Bürste des Drehwählers
von einem Kontakt zu einem anderen eine Zeit von ioo ms benötigt wird und daß bei
der Signalgabe bei schnellster Betätigung des Gebers G die Zeitdauer zwischen zwei
Impulsen mindestens Zoo msi beträgt, so daß also die Bürste B mindestens zoo ms
'auf jedem Kontakt in Ruhe bleibt. Die Abfallverzögerung des Zeitrelais
Z
ist nun auf 2,00 ms begrenzt, so daß unabhängig davon, wie lange der Geber G in
der Arbeitslage gehalten wird, nach der ioo ms dauernden Weiterschaltung der Bürste
auf den nächsten Kontakt die Aufzeichnung des Signals während einer Dauer von ioo
ms erfolgt. Man erhält also auch bei ungleichmäßigerBetätigung des Signalgebers,
scharf abgegrenzte punktförmigeAufzeichnungen für jedes Signal. Sobald der Signalgeber
G losgelassen wird, wird das Relais A wieder erregt und-über den Kontakt gei :die
Stromquelle wieder unmittelbar an die Bürste B angelegt. Auf diese Weise lassen,
sich selbst sehr kurze Pausen zwischen zwei Impulsgaben noch deutlich erkennen.
Im oberen Teil des Aufzeichnungsträgers schließt sich beispielsAveise an die während
der langen, durch die Spur F1 aufgezeichneten Pause eine Folge von vier Signalen
an, daraufhin eine kurze Pause, die durch den kurzen Strich F2 markiert ist, und
danach eine Folge von neun Signalen, von denen die ersten fünf entsprechend der
Weiterschaltung des Drehwählers vom Kontakt K7 bis zum Kontakt Kli .auf der rechten
Seite aufgezeichnet werden., während die letzten vier Signale entsprechend der Weiterschaltung
des Drehwählers. vom Kontakt Kil auf den Kontakt K1 usw. auf der linken Seite des
Aufzeichnungsträgers aufgezeichnet sind.
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Der Aufzeichnungsträger kann mit einer der Anzahl der Schreibelektroden
entsprechenden Anzahl von senkrechten Markierungslinien L versehen sein, die sich
mit den zur Aufzeichnung gelangenden Signalen genau decken. Dies war bei den bisher
bekannten Einrichtungen mit beweglicher Schreibelektrode wegen der sich mit,der
Zeit einstellenden Ungenauigkeiten im Betrieb auf,die Dauer nicht zu erreichen.
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Wenn gewünscht wird, daß die Signale in der bisher üblichen Weise
in Zickzacklinien von links nach rechts und dann von rechts nach links aufgezeichnet
werden sollen, so läßt sich dies: bei der Erfindung in einfacher Weise dadurch erreichen,
daß gemäß Fig. 2 die Kontakte des Wählers auf einem geschlossenen Kreis angeordnet
werden und der erste Kontakt K1 mit dem letzten Kontakt K22, der zweite Kontakt
mit dem vorletzten Kontakt, der dritte Kontakt mit dem drittletzten Kontakt usw.
parallel geschaltet werden, wobei die Bürste des Drehwählers nur aus einem Kontaktarm
besteht. Im dargestellten Fall werden also beim Weiterschalten der Bürste B vom
Kontakt K1 bis zum Kontakt Kil die Signale von links nach rechts und bei der Weiterschaltung
vom Kontakt Kil bis zum Kontakt K22 die Signale von rechts nach links aufgezeichnet.
Damit eine klare Trennung der Signale an den Umkehrpunkten der Zickzacklinie erreicht
wird, muß jedoch bei .dieser Anordnung die Vorschubgeschwindigkeit :des Aufzeichnungsträgers
bedeutend größer sein als nach dem Ausführungsbeispiel.nach Fig. i.