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Druckluftflüssigkeitsheber Die Erfindung betrifft einen Druckluftflüssigkeitsheber,
bei dem die Flüssigkeit unter der Wirkung aufeinanderfolgender Preßluftimpulse emporsteigt.
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Erfindungsgemäß besitzt der in die zu hebende Flüssigkeit getauchte
Heberkessel an der Unterseite einen ventilgesteuerten Flüssigkeitseinlaß, dessen
Ventil nach Erzeugung eines ausreichenden Druckes im Heberkessel auf seinen Sitz
gepreßt wird und den Flüssigkeitseinlaß absperrt, ein durch die Oberseite des Heberkessels
hindurchführendes Steigrohr mit einem Einlaßventil, das sich von seinem Sitz abhebt,
wenn der Druck im Heberkessel einen entsprechenden Wert erreicht, einen Steuerkopf
mit einem mit einer Druckluftquelle, dem Heberkessel und der Außenluft in Verbindung
stehenden Zylinder, einen Kolbenschieber, der durch seine wechselseitigen Bewegungen
in diesem Zylinder den Heberkessel abwechselnd mit der Druckluftquelle und der Außenluft
verbindet, und eine Antriebsvorrichtung, die dem Kolbenschieber die ruckweise Hinundherbewegung
erteilt.
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Gemäß einer Ausführungsart erfolgt der Antrieb des Kolbenschiebers
durch einen Elektromagneten, dessen Stromkreis von einem Schalter abwechselnd ein-
und ausgeschaltet wird.
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In einer anderen Abwandlung besitzt der in die Flüssigkeit getauchte
Heberkessel zwei Förderkammern. Diese sind durch zwei Druckluftleitungen an einen
mit einer Preßluftquelle in Verbindung stehenden Steuerkopf mit wechselseitig beweglichem
Kolbenschieber angeschlossen, so daß in den beiden Förderkammern über die beiden
Leitungen abwechselnd Preßluftstöße erzeugt
werden.- Der Zylinder
des Steuerkopfes ist an seinen .beiden Enden an- Leitungen angeschlossen, die eine
unverdichtbare Flüssigkeitssäule enthalten und mit einem Preßluftverteiler in Verbindung
stehen, der abwechselnd die eine und die andere Flüssigkeitssäule verdrängt, um
auf diese Weise den Steuerschieber wechselseitig im Zylinder des Steuerkopfes zu
verschieben. Der auf diese Weise wechselseitig verschiebbare Steuerschieber weist
zwei Einschnürungen auf, die abwechselnd die Verbindung des Preßlufteinlasses mit
der einen Leitung des Heberkessels und die Verbindung der anderen Leitung des Heberkessels
mit der Außenluft herstellen.
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Im weiteren Ausbau des Erfindungsgegenstandes lassen sich mehrere
Heberkessel übereinander in Reihe schalten, wobei der erste Heberkessel in die Flüssigkeit
getaucht und an den zweiten, höher gelegenen Heberkessel angeschlossen ist, während
dieser letztere an einen dritten Heberkessel angeschlossen ist usw.
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Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt.
Es zeigt Fig. i schematisch im senkrechten Schnitt eine erste Ausführungsform, Fig.2
schematisch im senkrechten Schnitt eine zweite Ausführungsform am Ende der einen
der beiden Arbeitsphasen, Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Ansicht am Ende der
anderen Arbeitsphase, Fig. 4 eine teilweise im Schnitt dargestellte Ansicht des
ganzen Flüssigkeitshebers gemäß einer Abwandlung, Fig. 5 eine Vorrichtung am Flüssigkeitsheber
im Aufriß, Fig. 6 einen Schnitt, der annähernd entsprechend der Linie VI-VI in Fig.
5 verläuft, Fig. 7 einen teilweise im Schnitt gehaltenen Aufriß einer Abwandlung
der Vorrichtung gemäß Fig. 5, Fig. 8 einen teilweise im Schnitt gehaltenen Aufriß
eines Teiles des Flüssigkeitshebers.
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In der Fig. i sind i und 2 zwei in das Wasser eines Brunnens oder
eines Flusses 3 getauchte Glocken oder Heberkessel, die an ihrem Boden je ein Ventil
4 und an der Oberseite je eine Öffnung 5 mit anschließendem Rohr 6 aufweisen.
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Ein zweites Rohr 7, das durch eine öffnung 8 in jeden Heberkessel
hineinreicht, ist an seinem unteren Ende nur teilweise offen und ist normalerweise
durch eine Kugel 9 von wesentlich kleinerem Durchmesser als das Rohr 7 selbst abgeschlossen.
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Die beiden Rohre 6 sind mit ihrem oberen Ende an einen Zylinder io
angeschlossen. Die beiden Enden dieses Zylinders laufen in Büchsen 11, 12 aus, in
welchen Elektromagneten 13, 14 untergebracht sind. Der Zylinder io steht über zwei
Stutzen 15, 16 mit der Außenluft und über den Stutzen 17 mit einer Preßluftquelle
in Verbindung.
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Im Zylinder io ist ein Kolbenschieber 18, 18a, 18b unter dem Einfluß
der Magnetkerne i9, 2o verstellbar, an denen Stößel 21, 2a sitzen und die Kolben
18a, 18b verschieben. Ein Quecksilberschalter 23 ist um einen Zapfen 24 kippbar
gelagert. Dieser Schalter besitzt drei Kontakte 25, 26, 27. Der Kontakt 25 ist an
das Netz 28 angeschlossen, während die beiden Kontakte 26, 27 an die Elektromagneten
13, 14 angeschlossen sind. Im allgemeinen sind die Kippbewegungen des Schalters
23 durch einen nicht dargestellten Exzenter gesteuert, . der von einem Preßluftmotor,
vom Verdichter od. dgl. angetrieben wird. Zwischen Motor und Exzenter kann eine
geeignete Untersetzung vorgesehen sein.
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Der Flüssigkeitsheber arbeitet folgendermaßen: Nachdem der Schalter
23 betätigt worden ist und die Preßluft durch den Stutzen 17 ununterbrochen in den
Zylinder#io des Steuerkopfes strömt, nimmt der Schieber 18 bei vollgelaufenem Heberkessel,
z. B. dem rechten der beiden Kessel, die aus Fig. i ersichtliche Stellung ein. Die
durch die Leitung 17 zugeführte Preßluft strömt in den Zylinder io zwischen den
Kolben 18 und 18b ein und gelangt alsdann über die Leitung 6 in den Kessel i. Der
im Kessel wachsende Druck schließt das Ventil 4, hebt das Kugelventil 9 ab und verdrängt
die Flüssigkeit aus dem Kessel in das Steigrohr 7.
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Nach einer halben Umdrehung des Exzenters nimmt der Schalter 23 die
strichpunktiert angedeutete Stellung ein. Das Quecksilber dieses Kippschalters schließt
den Stromkreis zwischen den Kontakten 25 und 26, so. daß die Spule 13 erregt wird
und den Kern i9 anzieht. Der an diesem Kern sitzende Stößel 21 rückt an den Schieber
i8 heran und schiebt diesen nach rechts zurück.
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Der Schieber 18 unterbricht alsdann die Verbindung zwischen der Preßluftquelle
und dem Kessel i, der über die Leitung 6; den Zylinder io und den Stutzen 16 mit
der Außenluft in Verbindung tritt.
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Der zweite Heberkessel2 dagegen wird dabei über die Leitung 6 und
den Zylinder io an die Preßluft angeschlossen, die über die Leitung 17 dauernd in
den Zylinder io strömt. Die Preßluft verdrängt nun auch die Flüssigkeit aus dem
Kessel 2 in das Steigrohr 7.
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Der Exzenter, der sich inzwischen weiterdreht, bringt den Kippschalter
23 wieder in seine Ausgangsstellung. Während der Kessel 2 unter der Wirkung der
Preßluft stand, ist der Kessel i, der mit der Preßluft in Verbindung gestanden hat,
wieder vollgelaufen. Der beschriebene Arbeitskreislauf kann nun wieder von neuem
beginnen.
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Um eine Flüssigkeit aus großer Tiefe zu heben, können ' mehrere Sätze
von Heberkesseln abwechselnd benutzt werden. So können beispielsweise in gewisser
Höhe über den Kesseln i und 2 zwei weitere Kessel an die Steigrohre 7 angeschlossen
sein und in der beschriebenen Weise gesteuert werden, um die Flüssigkeit in zwei
weitere Steigrohre 7 zu fördern usw.
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Gemäß Fig. 2 besitzt der in einen Brunnen oder einen Fluß 31 getauchte
He'berkessel 3o an der Unterseite einen Einlaß 32, der durch ein Ventil 33 absperrbar
ist. An der Oberseite besitzt der
Heberkessel eine Öffnung 34, an
die ein Rohr 35 angeschlossen ist. Ein Steigrohr 36 reicht in den Kessel 3o hinein.
Das am unteren Ende nicht ganz abgeschlossene Steigrohr ist normalerweise durch
ein Kugelventil 37 abgesperrt.
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Das Rohr 35 ist mit seinem oberen Ende an einen Zylinder 38 angeschlossen,
der an einem seiner Enden in einer Büchse 39 ausläuft, an dem anderen Ende aber
offen ist.
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Ein Stutzen 4o führt dem Zylinder 38 ununterbrochen Preßluft zu. Der
im Zylinder sitzende Schieber 44 41a ist mit einer Stange 42 fest verbünden' die
am Ende einen Tauchkern 43 trägt. Der Kolben 41 hat einen kleineren Durchmesser
als der Kolben 41a, um den noch zu beschreibenden Steuervorgang zu begünstigen.
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Ein Quecksilberschalter 44 ist kippbar auf einem Zapfen 45
gelagert, der an einem im Kessel 30 befestigten Bolzen 46 sitzt.
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Der Schalter besitzt zwei Kontakte 47, 48. Der Kontakt 47 ist an das
Netz angeschlossen, während der Kontakt 48 mit der Spule 49 eines in der Büchse
39 untergebrachten Elektromagneten verbunden ist.
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An dem einen Ende des Schalters 44 ist eine starre Stange 5o
befestigt, die zwei Schwimmer 51, 52 trägt, während das andere Schalterende durch
ein Gewicht 53 belastet ist. Die Masse dieses letzteren ist il/2mal schwerer als
die Hälfte des Gesamtgewichtes der beiden Schwimmer 51, 52. Das Gewicht des im Schalter
44 vorhandenen Quecksilbers ist gleich der Hälfte der Differenz zwischen dem Gewicht
der Massel 53 und dem Gewicht des einen der beiden Schwimmer.
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Die Arbeitsweise des Flüssigkeitshebers ist folgende: Wenn bei leerem
Heberkessel das (Quecksilber die in Fig.2 dargestellte Lage einnimmt, erhöht sich
die Last des Quecksilbers um das Gewicht der 'Schwimmer 51 und 52.
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Der Heberkessel steht mit der Außenluft in Verbindung, weil der Stromkreis
des Elektromagneten geschlossen ist (Stellung des Schiebers 41 nach Fig. 3).
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Das Wasser dringt in den Heberkessel ein, überschwemmt den Schwimmer
52 und steigt bis zum Schwimmer 51 an.
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Der Auftrieb des Wassers hebt das Gewicht der Schwimmer und des Quecksilbers
auf und stellt das Gleichgewicht zwischen der Massel 53 und der noch verbleibenden
Last der Schwimmer und des Quecksilbers her. Das Quecksilber verlagert sich dabei
im Schalter 44 zur Massel 53 hin und bewirkt das Auskippen des Schalters in der
Pfeilrichtung F (Fig. 2). Der Schalter nimmt alsdann die aus Fig. 3 ersichtliche
Stellung ein. In diesem Augenblick ist der Heberkessel aufgefüllt. Der Stromkreis
des Elektromagneten ist unterbrochen, denn das Quecksilber befindet sich an jenem
Ende des Schalters, das keine Kontakte aufweist (Fig. 3).
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Die durch die Leitung 4o in den Steuerkopf einströmende Preßluft verschiebt
den Kolben 41" nach der rechten Seite der Zeichnung, und dieser gibt dabei das Rohr
35 frei, während er gleichzeitig das offene Ende des Zylinders 38 absperrt. Das
Wasser wird aus dem Heberkessel verdrängt und steigt im Steigrohr 36 empor.
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Wenn der Heberkessel leer ist, bewirkt die Last der Schwimmer 51,
52 das Auskippen des Quecksilberschalters 44, der in die aus Fig. 2 ersichtliche
Stellung übergeht. Der Stromkreis des Elektromagneten ist durch das im Schalter
enthaltene Quecksilber geschlossen, denn dieses kommt mit den Kontakten 47, 48 in
Berührung. Die Spule 49 zieht den Kern 43 ein, der dabei den Schieber 41, 4I11 nach
der linken Seite der Zeichnung (Fig. 2) verstellt. Die Verbindung zwischen der Leitung
4o und dem Rohr 35 ist durch den Kolben gia unterbrochen. Der Heberkessel steht
über das Rohr 35 und das offene Ende des Zylinders 38 mit der Außenluft in Verbindung.
Das Wasser füllt den Heberkessel3o von neuem auf. Sobald dies geschehen ist, setzt
ein neuer Arbeitskreislauf ein.
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Um das Wasser aus großer Tiefe zu heben, werden mehrere Heberkessel
3o benutzt. Diese sind, wie noch näher beschrieben werden soll, in gewissen Abständen
übereinander angeordnet und arbeiten wechselweise.
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Die Leitungsdrähte der Speisestromkreise für die einzelnen Elektromagneten
der Anlage sind im allgemeinen in den Preßluftleitungen verlegt und auf diese Weise
vollkommen abgeschirmt, da die Preßluft trocken und staubfrei ist und die Leitungsdrähte
dauernd kühlt.
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In der Fig. 4 bezeichnet 61 einen in das Wasser 61a eines Flusses
oder Brunnens getauchten Heberkessel, in den das Wasser durch den Einlaß 63 einer
unteren Kammer 62 eindringen kann. Zwei weitere Kammern 64, 65 sind von der unteren
Kammer 62 durch Ventile 66, 67 getrennt. Ein zweiter Satz von Ventilen 68,
69 stellt die Verbindung der Kammern 64, 65 mit einer mittleren Kammer 7o
her. Der Kessel 61 ist durch einen Deckel 71 abgeschlossen, der mittels Schrauben
72 befestigt ist. In der Mitte besitzt der Deckel 71 ein Gewindeloch 73, in das
das Endgewinde einer Leitung 74 eingeschraubt ist.
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Zwei weitere Löcher 75, 76 im Deckel 71 gestatten die Verbindung des
Kessels 61 mit Leitungen 77, 78.
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Eine Leitung 79 dient zur Druckluftspeisung. Eine Leitung 8o
verbindet die Druckluftleitung 79
mit einem Hahn 81, der eine umlaufende Sperrklappe
8r6 aufweist. Ein Stutzen 8111 gestattet die Verbindung eines Teiles des Hahnes
81 mit der Außenluft.
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Zwei Leitungen 83, 84 sind an Steuerköpfe 85, 86 angeschlossen. Diese
Steuerköpfe bestehen aus Zylindern 87, 87', in welchen Schieber 88, 88a, 886 und
88', 88'a, 88'6 beweglich sind.
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Die Steuerköpfe 85, 86 sind über zwei Stutzen 89, go und 89', go'
mit der Außenluft verbunden. Ein Stutzen gi verbindet den Steuerkopf 85 mit der
Leitung 79, während ein Stutzen 92 den Steuerkopf 86 mit einem selbsttätigen Verschluß
93 verbindet, der mit der Leitung 79 durch einen
Stutzen
94 in Verbindung steht. Der Verschluß 93 besteht aus einem Gehäuse 93a und einem
Ventil 93b, das in der Mitte ein hohlkegelförmiges Loch 93c aufweist.
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Ein Heberkessel 9,5, der ähnlich wie der Kessel 61 ausgebildet ist
und dessen Bezugszeichen sich nur durch einen Beistrich unterscheiden, steht über
eine Öffnung 63' mit der Leitung 74 in Verbindung. Stutzen 77' und 78' verbinden
den Steuerkopf 86 mit den Kammern 64' und 65' des Kessels 95.
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Die Betätigung der umlaufenden Sperrklappe 8,b erfolgt entweder durch
einen Pießluftmotor, der die Preßluft über die Leitung 79 erhält, wenn eine Preßluftanlage
vorhanden ist, oder durch eine der Vorrichtungen gemäß den Fig. 5, 6 und 7, falls
die Druckluftheberanlage einen. Verdichter aufweist.
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In den Fig. 5 und 6 trägt der Laufzapfen ioo der umlaufenden Sperrklappe
81b des Hahnes 81 ein Sperrad ioi, das auf den Laufzapfen bei ioia aufgekeilt ist.
Eine am Zapfen ioo lose gelagerte Schubstange 1o2 ist bei 103 an einem Arm 104 angelenkt,
dessen Ansatz io5 einen Exzenter io6 umgreift. Der Exzenter selbst ist durch eine
Schraube 107 am Ende der Verdichterwelle io8 befestigt. Eine Sperrklinke iog sitzt
lose auf einem Zapfen iio, den die Schubstange io2 trägt.
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Die Fig. 7 zeigt einen anderen Antrieb für die Sperrklappe 8,b .des
Hahnes 81. Auf dem Laufzapfen ioo _des Hahnverschlusses 8,b sitzt ein Sperrad 11
T. Eine- Kapsel 112, die- eine Membran 113 enthält, wird durch ein Rohr 114 mit
dem Zylinderkopf des Verdichters in Verbindung gesetzt. Die Membran 113 steuert
einen Stößel 115, der in einem Lager 116 verschiebbar ist. Eine Sperrklinke 117
ist an einem am Ende des Stößels 115 sitzenden Zapfen 118 angelenkt.
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Gemäß der Fig. 8 kann an Stelle des Drehverschlusses ein Pendelverteiler
treten. Ein Pendel i2o ist an einem Zapfen i21 angelenkt und mit einem einstellbaren
Gegengewicht 122 versehen. Seine Steuerung erfolgt durch einen Doppelkolben 123,
der in zwei Zylindern 124, 125 spielt. Ein am Kolben 123 sitzender Zapfen 126, der
in eine Schlitzführung 127 am Ende des Pendels i2o eingreift bildet- die Verbindung
zwischen dem Kolben 123 und dem Pendel i2o. Ein in Zylindern 129, 130 spielender
doppelköpfiger Schieber 128, 128' wird vom Pendel i2o mittels einer Warze 131, die
am (Schieber 128, i28' sitzt und @in einen Führungsschlitz 132 des Pendels i2o eingreift,
verstellt.
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Der Stutzen 133 verbindet die Vorrichtung mit der Druckluftleitung
79 (Fig. 4). Die Zylinder 124 und 125 stehen mit den Leitungen 83, 84 in Verbindung,
während die Stutzen 134, 135 beziehungsweise den rechten und den linken Teil des
Pendelverteilers mit der Außenluft verbinden.
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Die Vorrichtung arbeitet folgendermaßen: Eine möglichst unverdichtbare
Flüssigkeit füllt die Stutzen 83, 84 sowie einen Teil der iSteuerköpfe 8.5, 86.-(Fig.4)
aus. Irgendeine Preßluftquelle speist die Leitung 79. Ein Preßluftmotor treibt die
Sperrklappe 8,b des Hahnes 81 an. Auf diese Weise wird die Preßluft abwechselnd
den die Steuerköpfe 85; 86 antreibenden Flüssigkeitssäulen 83 und 84 zugeleitet.
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Im Falle der Fig.4 dringt das Brunnenwasser Eia durch den Einlaß 63
in die Kammer 62 ein und gelangt über das Ventil 67 in die Kammer 65 nach dem Gesetz
der kommunizierenden Gefäße. Das gleiche gilt für die Kammer 64.
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Da der Hahn 81 die Preßluftleitung 79 mit der im Stutzen 83' enthaltenen
Flüssigkeitssäule über den Stutzen 8o in Verbindung setzt, wirkt eine gewisse Menge
von Preßluft auf die Flüssigkeitssäule ein,. die ihrerseits den Kolben 88 des Steuerkopfes
85 verschiebt. Preßluft, die von der Leitung 79 durch den Stutzen 9i strömt, gelangt
in die Leitung 78 und verdrängt das in der Kammer 65 vorhandene Wasser in die mittlere
Kammer 70 des Kessels 61. In der Zwischenzeit vollführte die vom erwähnten Preßluftmotor
angetriebene Sperrklappe 81b des Hahnes 81 eine
Der Stutzen 83 wird alsdann durch den Stutzen 8ja mit der Außenluft verbunden, die
durch das Rohr 8o einströmende Preßluft wird in das Rohr 84 geleitet, die in diesem
Rohr enthaltene Flüssigkeitssäule schiebt alsdann den Kolben 88 in den Steuerkopf
85 ein, die über den Stutzen 9i . einströmende Preßluft gelangt in das Rohr 77 und
wirkt auf das in der Kammer 64 vorhandene Wasser ein, das in die Kammer 7o des Kessels
61 überströmt. Während dieser Zeit wird das Rohr 78 durch -den am Steuerkopf 85
sitzenden Stutzen 89 mit der Außenluft verbunden. Alsdann tritt wieder die entgegengesetzte
Bewegung ein, da die Sperrklappe 8ib des Hahnes 81 inzwischen eine weitere
vollführt hat. Das Wasser, steigt nun im Rohr 74 empor und gelangt in die untere
Kammer 63' und alsdann in die Kammern 64' und 65' des Heberkessels 95.
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Während des Zeitabschnittes, in dem das Wasser noch nicht in die Kammern
64 und 65' des Heberkessels g5 gelangt ist, hat der von den Flüssigkeitssäulen 83,
84 im Gleichlauf mit dem Steuerkopf 85 betätigte Steuerkopf 86 nur eine geringe
Preßluftmenge abgegeben, da der selbsttätige Hahn 93 geschlossen war.
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Die durch das Rohr 94 einströmende Preßluft hat nämlich die Klappe
93b an die Oberseite des Gehäuses 93a kräftig angepreßt, so daß nur eine geringe
Preßluftmenge durch das hohlkegelförmige Loch 93c der Klappe 93b in die Leitung
92 strömen konnte.
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Wenn das Wasser die Kammern 64', 65' des Heberkessels 95' anfüllt,
bildet die durch das kegelförmige Loch 93c' der Klappe 93b hindurchtretende geringe
Preßltiftmenge ein Luftkissen, das der Klappe 93b die punktiert angedeutete Stellung
aufzwingt.
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Der Heberkesse195 arbeitet alsdann wie der Heberkessel 61, und das
Wasser kann im Steigrohr
74' bis zur nächsthöheren Station emporsteigen,
wo sich entweder ein weiterer Heberkessel oder ein Wassersammelbehälter befindet.
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Die Vorrichtung gemäß den Fig. 5 und 6 macht den Preßluftmotor für
den Antrieb der Sperrklappe 8ib des im ersten Arbeitsbeispiel vorgesehenen Hahnes
81 entbehrlich. Diese Vorrichtung wird benutzt, wenn der Flüssigkeitsheber mit einem
selbständigen Luftverdichteraggregat versehen ist.
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Der Exzenter roh ist am Ende io8 der Verdichterwelle eingebaut und
treibt die beiden Arme 102, 1.04 an. Die Sperrklinke iog rückt bei jeder Umdrehung
des Exzenters in die nächste Zahnlücke des Sperrades ioi ein, das seinerseits wieder
die Klappe 81b des Hahnes 81 antreibt.
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Die Fig.7 zeigt eine Abwandlung der vorbeschriebenen Vorrichtung.
Das Rohr 114 und die Kapsel 112 sind mit einer möglichst unverdichtbaren Flüssigkeit
gefüllt. Das obere Ende des Rohres 114 ist an den Kopf eines der Verdichterzylinder
angeschlossen. Am Ende jedes Verdichtungshubes des Verdichterkolbens wird der Membran
113 durch die Flüssigkeit ein Impuls erteilt. Der Stößel 115 führt eine Bewegung
nach der rechten Seite der Zeichnung aus, .die Sperrklinke 117 rückt in eine Zahnlücke
des Sperrades i i i ein und erteilt dem letzteren eine Drehbewegung. Gleichzeitig
wird auch die mit dem Sperrrad über den Drehzapfen ioo drehfeste Klappe 81b des
Hahnes 81 angetrieben.
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Die in der Fig.8 dargestellte Vorrichtung gestattet in der Anlage
gemäß Fig. 4, den Hahn 81 und den Motor oder sonstigen Antrieb für die Klappe 8ib
entbehrlich zu machen.
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Die in der Leitung 133 zuströmende Preßluft strömt durch den Stutzen
84' und schiebt den Kolben 123 nach der linken Seite der Zeichnung, wodurch das
Pendel i2o in Bewegung gesetzt wird. Ferner setzt die Preßluft die im Rohr 84 enthaltene
Flüssigkeitssäule unter Druck, die die Steuerköpfe 85, 86 betätigt. Wenn der Pendel
i2o in die Stellung i2ö gelangt, ist der Schieber 128' in der Schließstellung und
der Schieber 128 in der Offnungssteliung. Die Preßluft dringt in das Rohr 83" ein
und verrichtet dieselbe Arbeit wie zuvor. Während dieser Zeit sind der Zylinder
125 und das Rohr 8..1 durch den Stutzen 134 mit der Außenluft verbunden, da der
Schieber 128' sich alsdann in der entsprechenden Stellung befindet. Diese Steuerart
des Druckluftflüssigkeitshebers eignet sich bei Verwendung einer Preßlufthauptleitung
oder eines Verdichters, der für die ganze Anlage bestimmt ist und von einem thermischen
elektrischen Wasserdruck- oder Windkraftmotor angetrieben wird.