DE10017242A1 - Vorrichtung zur Förderung von fließfähigen Stoffen - Google Patents
Vorrichtung zur Förderung von fließfähigen StoffenInfo
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Abstract
Um eine Vorrichtung (1, 1', 1'') zur Förderung von fließfähigen Stoffen zu schaffen, die gegenüber den bisher üblichen Pumpen zu ihrem Betrieb keine besonderen Zulaufvoraussetzungen benötigt und die einen einfachen konstruktiven Aufbau aufweist, ist erfindungsgemäß eine Anordnung (10, 10', 10'') vorgesehen, in der die Stoffe durch ein gasförmiges Fördermedium mit einem Druck beaufschlagt werden, der zwischen zwei Druckniveaus abwechselnd so verändert wird, daß bei einem niedrigen Druckniveau die Stoffe in die Anordnung (10, 10', 10'') eintreten und durch Anlegen des höheren Druckniveaus in die gewünschte Förderrichtung gefördert werden.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Förderung von fließfähigen Stoffen und/oder
Stoffgemischen.
Üblicherweise werden fließfähige Stoffe, wie z. B. Flüssigkeiten, feinkörnige Schüttgüter
oder Gemische aus Feststoffpartikeln mit Flüssigkeiten oder Gasen, mittels Pumpen ver
schiedenster Bauarten transportiert, unter anderem durch Kreiselpumpen, Kolbenpumpen
oder Membranpumpen etc..
Beim Einsatz von Kreiselpumpen tritt durch die Zentrifugalwirkung eine Entmischung von
Gasen bzw. Feststoffpartikeln auf, wodurch die Fördermenge und der Wirkungsgrad der
Pumpe beeinträchtigt werden.
Bei üblichen Pumpverfahren, z. B. mit gewöhnlichen Pumpen, muß z. B. eine Flüssigkeit
unter einem hydrostatischen Druck aus einem Vorlagebehälter in die Pumpe einfließen.
Der aktive, bewegte Teil der Pumpe, sei es das Laufrad, ein Kolben oder eine Membrane
erzeugt einen Unterdruck und saugt die Flüssigkeit in die Pumpe ein. Dieser Unterdruck
wird durch den Zulauf der Flüssigkeit begrenzt. Wenn der hydrostatische Druck auf der
Saugseite nicht ausreicht, eine ausreichende Menge an Flüssigkeit in die Pumpe einzu
drücken und den oben genannten Unterdruck zu begrenzen, kann der sich am Saugstut
zen einstellende Absolutdruck unter den Dampfdruck der Flüssigkeit sinken, was zur Fol
ge hat, daß die Flüssigkeit verdampft und nunmehr Dampf, anstelle oder neben der Flüs
sigkeit, in die Pumpe gelangt. Dies hat zur Folge, daß die Förderleistung auf einen
Bruchteil der vorgesehenen Fördermenge absinkt. Ferner stellt sich bei diesem - Kavitati
on genannten - Vorgang eine übermäßige Geräuschentwicklung und eine Schädigung
der Pumpe ein, die von der Kondensation der Dampfblasen hervorgerufen wird.
Da sich der Dampfdruck bei höheren Temperaturen und beim Vorhandensein von Fest
stoffpartikeln, sogenannten Keimen, erhöht, d. h. in die Nähe des Atmosphärendrucks
verschoben wird, treten solche Erscheinungen beim Pumpen von warmen und ver
schmutzten Flüssigkeiten, wie dies z. B. in Geschirrspülmaschinen der Fall ist, besonders
stark und häufig auf, was zu den oben beschriebenen schweren Störungen des Betrie
bes führen kann.
Zur Vermeidung dieser Nachteile, wird versucht, wie oben schon beschrieben, die Flüs
sigkeit unter einem eigenen, ausreichenden hydrostatischen Druck, z. B. aus einem Vor
lagebehälter, in die Pumpe einfließen zu lassen. Hierzu ist auf der Saugseite der Pumpe,
z. B. in einem Vorlagebehälter, eine Mindesthöhe der Flüssigkeit, die sogenannte NPSH
(Net Positive Suction Head), einzuhalten, wodurch der notwendige hydrostatische Druck
entstehen kann. Diese - üblicherweise Zulaufhöhe genannte - Mindesthöhe der Flüssig
keit kann allerdings nicht immer gewährleistet werden, weil dies z. B. räumlich nicht mög
lich ist oder weil eine dafür benötigte Vorlage einer zusätzlichen Masse an Flüssigkeit un
erwünscht ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Förderung von
fließfähigen Stoffen zu schaffen, die keine besonderen Zulaufvoraussetzungen benötigt
und die einen einfachen konstruktiven Aufbau aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Anordnung vorgesehen
ist, in der die Stoffe durch ein gasförmiges Fördermedium mit einem Druck beaufschlagt
werden, der zwischen zwei Druckniveaus abwechselnd so verändert wird, daß bei einem
niedrigen Druckniveau die Stoffe in die Anordnung eintreten und durch Anlegen des hö
heren Druckniveaus in die gewünschte Förderrichtung gefördert werden.
Durch das Anlegen des niedrigen Druckes können Stoffe trotz niedriger Zulaufhöhe in
ausreichender Menge angesaugt werden. Durch die folgende Beaufschlagung mit höhe
rem Druck erfolgt die Förderung der Stoffe zwangsweise durch Verdrängung. Die erfin
dungsgemäße Vorrichtung kann konstruktiv äußerst einfach aufgebaut werden, da im
Grunde, wie unten näher erläutert, nur ein Hohlkörper mit einem Einlaß und einem Auslaß
geschaffen werden muß, in der ein zu fördernder Stoff mittels eines gasförmigen Förder
mediums unter Druck gesetzt werden kann. Mit der Erfindung ist eine Vorrichtung zur
Förderung von fließfähigen Stoffen geschaffen, die keine besonderen Zulaufvorausset
zungen benötigt und die einen einfachen konstruktiven Aufbau aufweist.
Zweckmäßigerweise wird das gasförmige Fördermedium mittels wenigstens eines Ver
dichters unter Druck gestellt, was eine einfache Möglichkeit zur Druckerzeugung in einem
gasförmigen Fördermedium ist.
Nach einem bevorzugten Merkmal der Erfindung weist die Anordnung wenigstens einen
mit einem Behälter mittels einer Leitung leitend verbundenen Druckraum, in den das
gasförmige Fördermedium, durch ein Ventil gesteuert, eingeleitet wird, auf, wobei der
Druck in dem Druckraum zwischen zwei Druckniveaus abwechselnd so verändert wird,
daß beim niedrigen Druckniveau im Druckbehälter die Stoffe aus dem Behälter in den
Druckraum eintreten, wobei zwischen dem Behälter und dem Druckraum ein Ventil zum
Öffnen oder Schließen der Verbindung zwischen dem Behälter und dem Druckraum an
geordnet ist. Nach dem bevorzugten Merkmal der Erfindung werden die Stoffe ferner
durch Anlegen des höheren Druckniveaus an den Druckraum in eine mit dem Druckraum
leitend verbundene Ableitung gefördert, wobei zwischen dem Druckraum und der Ablei
tung ein Ventil zum Öffnen oder Schließen der Verbindung zwischen dem Druckraum und
der Ableitung angeordnet ist und weist der Druckraum einen weiteren mit einem Ventil
gesteuerten Eingang auf. Mit diesem sehr einfachen Aufbau der erfindungsgemäßen Vor
richtung, die außer den genannten vier Ventilen und dem Verdichter für das gasförmige
Fördermedium keine bewegten mechanischen Aggregate aufweist, ist eine einfache
Möglichkeit zur Beaufschlagung der zu fördernden Stoffe geschaffen, wobei der Einsatz
von direkt auf die zu fördernden Stoffe wirkender mechanischer Mittel vollständig vermie
den wird, wodurch die erfindungsgemäße Vorrichtung wenig reparaturanfällig ist und ei
nen einfachen konstruktiven Aufbau aufweist.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung erstreckt sich die Leitung von
dem Behälter bis zur Ableitung und weist eine Abzweigung zu dem Druckraum auf, wobei
der Eintritt des gasförmigen Fördermediums in den Druckraum in Gebrauchslage der Vor
richtung oben und der Eintritt der Stoffe von der Leitung her in Gebrauchslage der Vor
richtung unten angeordnet ist, womit eine weitere Vereinfachung im Aufbau der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung gelungen ist.
In besonders vorteilhafter Weise ist das Ventil zum Öffnen oder Schließen der Verbin
dung zwischen dem Behälter und dem Druckraum ein Rückschlagventil, das eine Aus
trittsöffnung des Behälters bei Auftreten einer in der Anordnung gegen den Behälter ge
richteten Strömung verschließt. Durch den Einsatz eines Rückschlagventils an dieser
Stelle der Anordnung wird die Steuerung der erfindungsgemäßen Vorrichtung gegenüber
der Verwendung eines z. B. Elektromagnetventils wesentlich vereinfacht.
Ebenso ist in besonders vorteilhafter Weise das Ventil zum Öffnen oder Schließen der
Verbindung zwischen dem Druckraum und der Ableitung ein Rückschlagventil, das die
Ableitung bei Auftreten einer in der Anordnung gegen den Behälter oder gegen den
Druckraum gerichteten Strömung verschließt. Durch den Einsatz eines Rückschlagventils
auch an dieser Stelle der Anordnung wird die Steuerung der erfindungsgemäßen Vor
richtung gegenüber der Verwendung eines z. B. Elektromagnetventilen wesentlich ver
einfacht.
Bevorzugt weist das Rückschlagventil einen kugel- oder kegelförmigen Schließkörper auf,
womit die einfachste und zugleich wirksamste Möglichkeit eines Rückschlagventil gewählt
ist.
Vorteilhafterweise leitet der Verdichter das gasförmige Fördermedium in einen in Strö
mungsrichtung des gasförmigen Fördermediums nach dem Verdichter an diesen ange
schlossenen Druckbehälter ein. Mit dieser Vorratshaltung an unter Druck stehendem
gasförmigem Fördermedium wird der dauernde ununterbrochene Betrieb der erfindungs
gemäßen Vorrichtung gewährleistet.
Bestimmungsgemäß ist das Ventil zur Steuerung der Einleitung des gasförmigen För
dermediums in den Druckraum zwischen dem Druckbehälter und dem Druckraum ange
ordnet.
Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist die Anordnung eine Ver
bindung zwischen der Ableitung und dem Verdichter für das gasförmige Fördermedium
auf, in der ein weiteres Ventil zur Steuerung der Einleitung des gasförmigen Fördermedi
ums in die Ableitung angeordnet ist. Mit dieser einfachen Verbindung mit einem weiteren
Ventil ist es möglich, die erfindungsgemäße Vorrichtung noch effektiver zu betreiben, da
damit ein zusätzliches Nachdrücken der schon in die Ableitung geförderten Stoffe durch
geführt werden kann.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die Stoffe in der Anord
nung durch das gasförmige Fördermedium mit einem Druck beaufschlagt, der zwischen
zwei Druckniveaus abwechselnd so verändert wird, daß bei einem niedrigen Druckniveau,
bei dem ein Unterdruck herrscht, die Stoffe eingesaugt und durch Anlegen des höheren
Druckniveaus, bei dem ein Überdruck herrscht, in die gewünschte Förderrichtung geför
dert werden. Da das gasförmige Fördermedium zum Verdichten auch angesaugt werden
muß, wird mit dieser Maßnahme, dieser ohnehin vorhandene Unterdruck auch zur Förde
rung der Stoffe verwendet, insbesondere zur Beschleunigung des Befüllens des Druck
raumes mit einer neuen, zu fördernden Stoffmenge.
Hierzu wird die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung bevorzugt so gestaltet, daß
der Druck in dem Druckraum zwischen zwei Druckniveaus abwechselnd so verändert
wird, daß bei dem niedrigen Druckniveau im Druckbehälter, bei dem ein Unterdruck
herrscht, die Stoffe aus dem mit diesem Druckraum leitend verbundenen Behälter in den
Druckraum eingesaugt und durch Anlegen des höheren Druckniveaus, bei dem ein Über
druck herrscht, in die mit dem Druckraum verbundene Ableitung gefördert wird. Die erfin
dungsgemäße Vorrichtung arbeitet in zwei Takten. Im ersten Takt werden, durch Anlegen
des Unterdrucks, Stoffe in den Druckraum eingesaugt und im zweiten Takt werden diese
Stoffe durch Anlegen eines Überdrucks aus dem Druckraum in die gewünschte Richtung
gefördert.
Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist die Anordnung eine Ver
bindung zwischen dem Druckraum und einer Saugleitung des Verdichters auf, wobei die
Saugleitung des Verdichters in Strömungsrichtung des gasförmigen Fördermediums nach
der Abzweigung für die Verbindung mit dem Ventil des weiteren mit einem Ventil gesteu
erten Eingangs des Druckraumes ein weiteres Ventil zum Öffnen oder Schließen der
Saugleitung gegenüber der Umgebung aufweist. Mit dieser einfachen Verbindung und ei
nem weiteren Ventil ist es auf einfache Art und Weise möglich, den ohnehin vorhandenen
Unterdruck auch zur Förderung der Stoffe zu verwenden.
Vorzugsweise ist das gasförmige Fördermedium Luft, womit das am Häufigsten vorkom
mende Gas zur Förderung der Stoffe verwendet wird.
Vorteilhafterweise bestehen die zu fördernden Stoffe aus Gasen, Flüssigkeiten oder
Feststoffen und/oder Gemischen derselben, was die große Anwendungsvielfalt der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung aufzeigt.
In besonders vorteilhafter Weise sind die Stoffe eine gegebenenfalls mit Feststoffen und/
oder mit Gasen befrachtete, gegebenenfalls heiße und/oder schäumende, Flüssigkeit,
was aufzeigt, daß sogar eine Förderung einer wegen besonderer Zusätze eventuell Kor
rosion verursachenden Flüssigkeit mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung möglich wird.
Ebenso wird aufgezeigt, daß mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung sogar bei höheren
Temperaturen und beim Vorhandensein von Feststoffpartikeln die Gefahr des Auftretens
der Kavitation vollständig vermieden wird.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die erfindungsgemäße Vor
richtung in einer Geschirrspülmaschine angeordnet. In einer Geschirrspülmaschine ist der
geförderte Stoff bekannterweise eine Reinigungsflüssigkeit, die ggf. mit Reinigungs- oder
Klarspülmitteln vermischt und ggf. auch mit abgetragenen Speiseresten verschmutzt ist,
mit der in der Geschirrspülmaschine zu reinigendes Gut beaufschlagt wird. In der Praxis
hat sich gezeigt, daß durch die Förderung der Reinigungsflüssigkeit mit der erfindungs
gemäßen Vorrichtung in einer Geschirrspülmaschine besonders gute Reinigungsergeb
nisse erzielt werden.
Die beschriebene Erfindung betrifft weiterhin eine Geschirrspülmaschine in der eine Vor
richtung zur Förderung von Flüssigkeit nach wenigstens einem der vorher besprochenen
Ansprüche angeordnet ist.
Die Erfindung wird nachstehend anhand den in der Zeichnung dargestellten Ausfüh
rungsbeispielen erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrich
tung nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 2 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrich
tung nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfin
dung,
Fig. 3 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrich
tung nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 4 eine schematische Darstellung einer Haushalt-Geschirrspül
maschine mit der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
und
Fig. 5 den zeitlichen Verlauf eines Sprühimpules nach einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung.
In der nachfolgenden Figurenbeschreibung werden gleiche Teile mit gleichen Bezugs
zeichen benannt.
In den im folgenden Ausführungsbeispielen wird die erfindungsgemäße Vorrichtung zur
Förderung von Stoffen an einer Vorrichtung zur Förderung von Flüssigkeiten gezeigt
und beschrieben.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1, 1', 1" zur Förderung von Stoffen in den drei ge
zeigten und beschriebenen Ausführungsbeispielen weist eine Anordnung 10, 10', 10" auf,
in der die Flüssigkeit durch ein unter Druck stehendes gasförmiges Fördermedium beauf
schlagt wird, wobei in den drei gezeigten und beschriebenen Ausführungsbeispielen er
findungsgemäß die Flüssigkeit in der Anordnung 10, 10', 10" durch das gasförmige För
dermedium mit einem Druck beaufschlagt wird, der zwischen zwei Druckniveaus abwech
selnd so verändert wird, daß bei einem niedrigen Druckniveau die Flüssigkeit nachfließt
und durch Anlegen des höheren Druckniveaus in die gewünschte Förderrichtung geför
dert wird. Durch die Beaufschlagung mit einem unter Druck stehenden gasförmigen För
dermedium ist es möglich eine Flüssigkeit weitgehend ohne bewegte mechanische Ag
gregate zu fördern. Die Vorrichtung benötigt keine technisch aufwendigen Zulaufbedin
gungen. In der Praxis hat sich gezeigt, daß eine derartige erfindungsgemäße Vorrichtung
keine Schwierigkeiten aufweist. Das gasförmige Fördermedium wird in den gezeigten
Ausführungsbeispielen mittels eines Verdichters 2 unter Druck gestellt. In Strömungs
richtung des gasförmigen Fördermediums nach dem Verdichter 2, das heißt an einem
Druckausgang 3 des Verdichters 2, ist ein Druckbehälter 4 angeschlossen, in den das
gasförmige Fördermedium eingeleitet und bevorratet wird.
Weiterhin weist die Anordnung 10, 10', 10" in den drei gezeigten und beschriebenen
Ausführungsbeispielen einen mit einem Behälter 9 leitend verbundenen Druckraum 11
auf. In den Druckraum 11 wird das gasförmige Fördermedium, gesteuert durch ein Ventil
5, eingeleitet. Dieses Ventil 5 zur Steuerung der Einleitung des gasförmigen Fördermedi
ums in den Druckraum 11 ist in den drei gezeigten und beschriebenen Ausführungsbei
spielen in einer Verbindungsleitung 21 zwischen dem Druckbehälter 4 und einem Eintritt
20 des gasförmigen Fördermediums in den Druckraum 11 angeordnet. Mit dem Druck
raum 11 und dem Behälter 9 ist eine Ableitung 12 leitend verbunden. Wie aus den Fig. 1
bis 3 gut erkennbar ist, ist bei den drei gezeigten und beschriebenen Ausführungsbei
spielen eine Leitung 13 von dem Behälter 9 bis zur Ableitung 12 fortgesetzt, die eine Ab
zweigung 14 zu dem Druckraum 11 aufweist. Zwischen dem Behälter 9 und dem Druck
raum 11 ist bei den drei gezeigten und beschriebenen Ausführungsbeispielen ein Ventil
15 zum Öffnen und Schließen der Verbindung zwischen dem Behälter 9 und dem Druck
raum 11 angeordnet, das, in den drei gezeigten und beschriebenen Ausführungsbeispie
len ein Rückschlagventil mit einem kugel- oder kegelförmigen Schließkörper ist, das ei
nen Flüssigkeitsauslaß aus dem Behälter 9 bei Auftreten einer gegen den Behälter 9 ge
richteten Strömung verschließt. Zwischen dem Druckraum 11 und der Ableitung 12 ist bei
den drei gezeigten und beschriebenen Ausführungsbeispielen ein Ventil 16 zum Öffnen
und Schließen der Ableitung 12 angeordnet, das, in den drei gezeigten und beschriebe
nen Ausführungsbeispielen, ein Rückschlagventil mit einem kugel- oder kegelförmigen
Schließkörper ist, das die Ableitung 12 bei Auftreten einer gegen den Behälter 9 oder ge
gen den Druckraum 11 gerichteten Strömung verschließt. Der Druckraum 11 weist einen
weiteren mit einem Ventil 17 gesteuerten Eingang 18 auf, an den eine Entlüftungsleitung
19 angeschlossen ist. Den drei gezeigten und beschriebenen Ausführungsbeispielen ist
weiterhin gemeinsam, daß der Eintritt 20 des gasförmigen Fördermediums in den Druck
raum 11 in Gebrauchslage, d. h. aus frontaler Sicht auf die Fig. 1 bis 4, oben und der
Eintritt der Leitung 13, d. h. die Abzweigung 14, unten angeordnet ist.
Die Förderung von Stoffen nach einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsge
mäßen Vorrichtung wird in dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel wie folgt ausge
führt:
Erfindungsgemäß wird in der in Fig. 1 gezeigten Anordnung 10 der Stoff - im gezeigten
Ausführungsbeispiel die Flüssigkeit - in dem Druckraum 11 durch das gasförmige För
dermedium mit einem Druck beaufschlagt, der zwischen zwei Druckniveaus abwechselnd
so verändert wird, daß bei einem niedrigen Druckniveau der Stoff - im gezeigten Ausfüh
rungsbeispiel die Flüssigkeit - nachfließt und durch Anlegen des höheren Druckniveaus in
die gewünschte Förderrichtung gefördert wird.
Die Ventile 5, 16 und 17 sind anfänglich geschlossen. Die Flüssigkeit erstreckt sich auf
grund der leitenden Verbindung zwischen dem Behälter 9 und dem Druckraum 11, wobei
in diesem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel die Verbindung mit dem Behälter 9
unter dessen Flüssigkeitsniveau N1 angeordnet ist, in beiden Behältern 9 und 11 bis zu
dem Flüssigkeitsniveau N1. Durch Öffnen des Ventils 5 wird das unter einem Überdruck
stehende gasförmige Fördermedium in den Druckraum 11 eingeleitet, wodurch die Flüs
sigkeit bis zu einem unteren Niveau N2 verdrängt wird. Dabei wird das Ventil 15 ge
schlossen und das Ventil 16 geöffnet, so daß die Flüssigkeit weiter in die Ableitung 12
eindringt, wobei eine gleiche Menge Flüssigkeit aus der Ableitung 12 in entsprechende
Verbraucher bewegt wird. Nun wird das Ventil 5 geschlossen und das Ventil 17 geöffnet,
wodurch das in dem Druckraum 11 befindliche gasförmige Fördermedium über die Ent
lüftungsleitung 19 entweicht. Nun öffnet das Ventil 15, so daß Flüssigkeit aus dem Be
hälter 9 in den Druckraum 11 nachströmen kann. Das Ventil 16 wird, in der gezeigten und
beschriebenen Ausführungsform, aufgrund des Gewichts der Kugel des Ventils und der
oberhalb der Kugel des Ventils 16 in der Ableitung 12 befindlichen Stoffmenge geschlos
sen. Dieser Vorgang wird nun solange Förderung benötigt wird wiederholt.
In dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel weist die Anordnung 10' zusätzlich zu der
in Fig. 1 gezeigten und beschriebenen Anordnung 10 eine Verbindung 22 zwischen der
Ableitung 12 und dem Verdichter 2 für das gasförmige Fördermedium, im gezeigten
Ausführungsbeispiel zwischen der Ableitung 12 und dem Druckbehälter 4 auf. In der Ver
bindung 22 ist ein weiteres Ventil 6 zur Steuerung der Einleitung des gasförmigen För
dermediums in die Ableitung 12 angeordnet, wobei die Verbindungsleitung 21 zwischen
dem Druckbehälter 4 und dem Eintritt 20 des gasförmigen Fördermediums in den Druck
raum 11, wie in dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel, ein Ventil 5 zur Steuerung
der Einleitung des gasförmige Fördermediums in den Druckraum 11 aufweist.
Auch in der in Fig. 2 gezeigten Anordnung 10' wird erfindungsgemäß der Stoff - im ge
zeigten Ausführungsbeispiel die Flüssigkeit - in der Anordnung 10' durch das gasförmige
Fördermedium mit einem Druck beaufschlagt, der zwischen zwei Druckniveaus abwech
selnd so verändert wird, daß bei einem niedrigen Druckniveau der Stoff - im gezeigten
Ausführungsbeispiel die Flüssigkeit - nachfließt und durch Anlegen des höheren Druckni
veaus in die gewünschte Förderrichtung gefördert wird, wobei das Anlegen des höheren
Druckniveaus zur Beaufschlagung des Stoffs - im gezeigten Ausführungsbeispiel der
Flüssigkeit - mit einem Überdruck mehr als einmal, im beschriebenen Ausführungsbei
spiel zweimal, in kurzen Abständen erfolgt.
Die Förderung von Stoffen nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung wird in dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel wie folgt
ausgeführt:
Die Ventile 5, 6, 16 und 17 sind anfänglich geschlossen, das Ventil 8 ist geöffnet. Die
Flüssigkeit erstreckt sich aufgrund der leitenden Verbindung zwischen dem Behälter 9
und dem Druckraum 11, wobei auch in diesem Ausführungsbeispiel die Verbindung mit
dem Behälter 9 unter dessen Flüssigkeitsniveau N1 angeordnet ist, in beiden Behältern
bis zu dem Flüssigkeitsniveau N1. Durch Öffnen des Ventils 5 wird das unter einem
Überdruck stehende gasförmige Fördermedium in den Druckraum 11 eingeleitet, wodurch
die Flüssigkeit bis zu dem unteren Flüssigkeitsniveau N2 verdrängt wird. Dabei wird das
Ventil 15 geschlossen und das Ventil 16 geöffnet, so daß die Flüssigkeit weiter in die Ab
leitung 12 eindringt, wobei eine gleiche Menge Flüssigkeit aus der Ableitung 12 zu ent
sprechenden Verbrauchern bewegt wird. Nun wird das Ventil 5 geschlossen und das
weitere Ventil 6 zur Steuerung der Einleitung des gasförmigen Fördermediums in die Ab
leitung 12 geöffnet - oder es wird, in umgekehrter Reihenfolge, zuerst das weitere Ventil 6
zur Steuerung der Einleitung des gasförmigen Fördermediums in die Ableitung 12 geöff
net und dann das Ventil 5 geschlossen -, wodurch in beiden Fällen das gasförmige För
dermedium in die Ableitung 12 geleitet wird und das zweite Anlegen des höheren Druck
niveaus zur Beaufschlagung des Stoffs - im gezeigten Ausführungsbeispiel der Flüssig
keit - mit einem Überdruck erfolgt, wodurch ein Nachdrücken der in der Ableitung 12 be
findlichen Flüssigkeit bewirkt wird, so daß nochmals Flüssigkeit zu entsprechenden Ver
brauchern bewegt wird. Das Ventil 16 wird geschlossen. Nun wird auch das Ventil 6 ge
schlossen und das Ventil 17 geöffnet, wodurch das in dem Druckraum 11 befindliche
gasförmige Fördermedium über die Entlüftungsleitung 19 entweicht. Nun öffnet das Ventil
15, so daß Flüssigkeit aus dem Behälter 9 in den Druckraum 11 nachströmen kann. Das
Ventil 16 wird in Schließlage gehalten. Dieser Vorgang wird nun solange Förderung be
nötigt wird wiederholt.
In dem in Fig. 3 gezeigten, bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist die An
ordnung 10" zusätzlich zu der in Fig. 2 gezeigten und beschriebenen Anordnung eine
Verbindung 23 zwischen dem Druckraum 11 und einer Saugleitung 7 des Verdichters 2
auf, wobei die Saugleitung 7 des Verdichters 2 in Strömungsrichtung des gasförmigen
Fördermediums nach der Abzweigung für die Verbindung 23 mit dem Ventil 17 des weite
ren mit einem Ventil 17 gesteuerten Eingangs 20 des Druckraumes 11 ein weiteres Ventil
8 zum Öffnen oder Schließen der Saugleitung 7 gegenüber der Umgebung aufweist.
Auch in der in Fig. 3 gezeigten Anordnung 10" wird erfindungsgemäß der Stoff - im ge
zeigten Ausführungsbeispiel die Flüssigkeit - durch das gasförmige Fördermedium mit ei
nem Druck beaufschlagt, der zwischen zwei Druckniveaus abwechselnd so verändert
wird, daß bei einem niedrigen Druckniveau der Stoff - im gezeigten Ausführungsbeispiel
die Flüssigkeit - nachfließt und durch Anlegen des höheren Druckniveaus in die ge
wünschte Förderrichtung gefördert wird, wobei aber in der in Fig. 3 gezeigten Anordnung
10" bei dem niedrigen Druckniveau, ein Unterdruck herrscht, so daß der Stoff - im ge
zeigten Ausführungsbeispiel die Flüssigkeit - angesaugt wird und wobei in der in Fig. 3
gezeigten Anordnung 10" beim Anlegen des höheren Druckniveaus ein Überdruck
herrscht.
Alternativ zu der oben angeführten Verbindung mit einer Saugleitung 7 des Verdichters 2
ist es natürlich auch möglich den benötigten Unterdruck mit einem zusätzlichen Verdich
ter zu erzeugen und diesen an die Verbindung 23 anzuschließen.
Die Förderung von Stoffen nach der bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemä
ßen Vorrichtung wird in dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel wie folgt ausgeführt.
Die Ventile 5, 6, 8 und 16 sind anfänglich geschlossen, die Ventile 15 und 17 sind geöff
net. In diesem Ausführungsbeispiel erstreckt sich die Flüssigkeit in dem Flüssigkeitsbe
hälter 9 auf das Flüssigkeitsniveau N1 und in dem Druckraum 11 aufgrund der weiter
unten beschriebenen Saugfunktion des Unterdruckes auf das wesentlich höhere Flüssig
keitsniveau N1". Durch Schließen des Ventils 17 und gleichzeitiges Öffnen des Ventils 5
wird das unter einem Überdruck stehende gasförmige Fördermedium in den Druckraum
11 eingeleitet, wodurch die Flüssigkeit bis zu einem unteren Flüssigkeitsniveau N2 ver
drängt wird. Dabei wird das Ventil 15 geschlossen und das Ventil 16 geöffnet, sodaß die
Flüssigkeit weiter in die Flüssigkeitsableitung 12 eindringt, wobei eine gleiche Menge
Flüssigkeit aus der Flüssigkeitsableitung 12 zu entsprechenden Flüssigkeitsverbraucher
bewegt wird. In etwa gleichzeitig mit dem Ventil 5 wird auch das Ventil 8 geöffnet, damit
der Verdichter 2 Gas einsaugen kann und ein Druck- und Mengenausgleich des Gases
erfolgt.
Wie zu der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform der Erfindung gezeigt und beschrieben,
kann, wenn gewünscht, auch bei dieser bevorzugten Ausführungsform der Erfindung nun
das Ventil 5 geschlossen und das weitere Ventil 6 zur Steuerung der Einleitung des gas
förmigen Fördermediums in die Ableitung 12 geöffnet werden - oder es kann, in umge
kehrter Reihenfolge, zuerst das weitere Ventil 6 zur Steuerung der Einleitung des gasför
migen Fördermediums in die Ableitung 12 geöffnet und dann das Ventil 5 geschlossen
werden -, wodurch in beiden alternativen Programmschritten das gasförmige Förderme
dium in die Ableitung 12 geleitet wird und das zweite Anlegen des höheren Druckniveaus
zur Beaufschlagung des Stoffs - im gezeigten Ausführungsbeispiel der Flüssigkeit - mit
einem Überdruck erfolgt, wodurch ein Nachdrücken der in der Ableitung 12 befindlichen
Flüssigkeit bewirkt wird, so daß nochmals Flüssigkeit zu entsprechenden Verbrauchern
bewegt wird.
Das Ventil 16 wird geschlossen. Nun werden auch das Ventil 6 und das Ventil 8 ge
schlossen und das Ventil 17 geöffnet, wodurch das in dem Druckraum 11 befindliche
gasförmige Fördermedium über die Entlüftungsleitung 19 und die Saugleitung 7 zum Ver
dichter 2 geleitet wird und ein Unterdruck in der Druckkammer 11 entsteht. Durch den
Unterdruck oder, für den Fall, daß das Ventil 15 kein Rückschlagventil ist, durch Fremd
steuerung öffnet sich nun das Ventil 15, so daß Flüssigkeit durch den in der Druckkam
mer 11 herrschenden Unterdruck aus dem Behälter 9 in den Druckraum 11 eingesaugt
wird. Das Ventil 16 wird in Schließlage gehalten. Nun wird das Ventil 17 geschlossen und
gleichzeitig wird das Ventil 8 wieder geöffnet. Dieser Vorgang wird nun solange Förde
rung benötigt wird wiederholt.
Bei geeignet gewählten Querschnitten und Leitungslängen, kann anstelle des Ventils 8
auch eine Rohrverengung, wie z. B. eine Blende, vorgesehen oder aber ein solches Ventil
verwendet werden, das anstelle des gänzlichen Schließens und des Öffnens lediglich ge
drosselt oder weiter geöffnet wird.
In Fig. 4 wird eine Geschirrspülmaschine 25, im gezeigten Ausführungsbeispiel eine
Haushalt-Geschirrspülmaschine gezeigt, in der die erfindungsgemäße Vorrichtung 1" zur
Förderung von Stoffen in der in der Fig. 3 gezeigten und beschriebenen, bevorzugten
Ausführungsform angeordnet ist. Bei dieser Anwendung der erfindungsgemäßen Vor
richtung 1" ist das gasförmige Fördermedium Luft und der zu fördernde Stoff eine Reini
gungsflüssigkeit, mit der in der Geschirrspülmaschine 25 zu reinigendes Gut beaufschlagt
wird, nämlich Wasser, das ggf. mit Reinigungs- oder Klarspülmitteln vermischt und ggf.
auch mit abgetragenen Speiseresten verschmutzt ist.
Der Behälter 9 der Vorrichtung 1" wird bei der Geschirrspülmaschine 25 von dem unter
sten Abschnitt eines Spülbehälters 26 gebildet, der üblicherweise Pumpentopf oder Ab
laufwanne genannt wird und in dem sich die von dem in Geschirrkörben 27, 28 eingefüll
ten, nicht gezeigten zu reinigendem Gut, z. B. Besteck, Teller, Tassen, Gläser usw., zu
rücklaufenden Reinigungsflüssigkeit sammelt. Das zu reinigende Gut wird mit der Reini
gungsflüssigkeit durch Sprüheinrichtungen, z. B. sogenannten Sprüharmen 29, 30, beauf
schlagt. Die Reinigungsflüssigkeit wird in der in Fig. 4 gezeigten und beschriebenen An
ordnung mittels der Vorrichtung 1", wie zu Fig. 4 beschrieben, in die mit den Zuleitungen
zu den Sprüharmen 29, 30 verbundene Ableitung 12 gefördert.
Der zeitlichen Verlauf eines mit der zu den Fig. 3 und 4 gezeigten bevorzugten Ausfüh
rungsbeispielen der Erfindung geschilderten Vorrichtung 1" erzeugten Sprühimpulses ist
in Fig. 5 gezeigt, wobei die Figur den zeitlichen Ablauf und den erzeugten Wasserdruck
ab dem Zeitpunkt des Öffnen des Ventils 17 zum Ansaugen der Reinigungsflüssigkeit in
den Druckraum 11 zeigt. Der Zeitraum zum Ansaugen ist in Fig. 5 mit Ts bezeichnet und
beträgt etwa eine Sekunde. In dem in Fig. 3 und 4 beschriebenen bevorzugten Ausfüh
rungsbeispiel der Erfindung wird nun über eine Zeitdauer Tp von etwa einer halben Se
kunde eine Pause eingelegt. Nun folgt die impulsartige Förderung der Reinigungsflüssig
keit durch Öffnen des Ventils 5 mit einer Impulshöhe If von im Ausführungsbeispiel ca.
310 Millibar und das Nachdrücken durch Öffnen des Ventils 6 mit einer Impulshöhe In von
im Ausführungsbeispiel zusätzlich ca. 90 Millibar zusammen über eine Zeitdauer Ti von
im Ausführungsbeispiel einer halben Sekunde. In dem beschriebenen Ausführungsbei
spiel ist also das Verhältnis der Dauer des zeitlichen Abstandes (Ts + Tp) der Förderun
gen der Reinigungsflüssigkeit zu der Dauer der Förderung der Reinigungsflüssigkeit Ti in
etwa 3 : 1. Mit dieser sehr kurzen Impulsdauer Ti wird die Reinigungswirkung der unter
Druck auf das zu reinigende Gut aufgebrachten Reinigungsflüssigkeit optimiert.
Bei einer Beaufschlagung des zu reinigenden Gutes im zeitlichen Abstand wie in den zu
Fig. 1 und 2 beschriebenen Ausführungsbeispielen der Erfindung erfolgt bei jedem Be
ginn der Beaufschlagung ein Druckanstieg in der beaufschlagenden Reinigungsflüssigkeit
sowie bei jedem Ende der Beaufschlagung ein Abfall des Druckes in der beaufschlagen
den Reinigungsflüssigkeit. In der Praxis hat sich gezeigt, daß durch das abwechselnde
Ansteigen und Abfallen des Druckes der Reinigungsflüssigkeit und der damit verursach
ten abwechselnde Ansteigen und Abfallen der auf die Verschmutzungen auf dem zu rei
nigenden Gut wirkenden mechanischen Kräfte, ein ausreichendes Reinigungsergebnis
bei einer kurzen Dauer der Beaufschlagung erreicht wird, insbesondere wenn die Förde
rung der Reinigungsflüssigkeit impulsartig, wie bei den zu den Fig. 3 und 4 beschrie
benen Ausführungsformen der Erfindung, erfolgt, wobei das abwechselnde Ansteigen
und Abfallen des Druckes der Reinigungsflüssigkeit und der damit verursachten abwech
selnde Ansteigen und Abfallen der auf die Verschmutzungen auf dem zu reinigenden Gut
wirkenden mechanischen Kräfte in sehr kurzer Zeitdauer und damit sehr intensiv stattfin
det.
Mit der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Förderung von fließfähigen Stoffen geschaffen,
die keine besonderen Zulaufvoraussetzungen benötigt und die einen einfachen konstruk
tiven Aufbau aufweist.
1
,
1
',
1
" Vorrichtung
2
Verdichter
3
Druckausgang
4
Druckbehälter
5
Ventil
6
Ventil
7
Saugleitung
8
Ventil
9
Behälter
10
,
10
',
10
" Anordnung
11
Druckraum
12
Ableitung
13
Leitung
14
Abzweigung
15
Ventil
16
Ventil
17
Ventil
18
Eingang
19
Entlüftungsleitung
20
Eintritt
21
Verbindungsleitung
22
Verbindung
23
Verbindung
25
Geschirrspülmaschine
26
Spülbehälter
27
Geschirrkorb
28
Geschirrkorb
29
Sprüharm
30
Sprüharm
N1, N1" Flüssigkeitsniveau
N2 Flüssigkeitsniveau
N1, N1" Flüssigkeitsniveau
N2 Flüssigkeitsniveau
Claims (18)
1. Vorrichtung zur Förderung von fließfähigen Stoffen,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Anordnung (10, 10', 10") vorgesehen ist, in der die Stoffe durch ein gas
förmiges Fördermedium mit einem Druck beaufschlagt werden, der zwischen zwei
Druckniveaus abwechselnd so verändert wird, daß bei einem niedrigen Druckniveau
die Stoffe in die Anordnung (10, 10', 10") eintreten und durch Anlegen des höheren
Druckniveaus in die gewünschte Förderrichtung gefördert werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das gasförmige För
dermedium mittels wenigstens eines Verdichters (2) unter Druck gestellt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung
(10, 10', 10") wenigstens einen mit einem Behälter (9) mittels einer Leitung (13) lei
tend verbundenen Druckraum (11), in den das gasförmige Fördermedium, durch ein
Ventil (5) gesteuert, eingeleitet wird, aufweist, wobei der Druck in dem Druckraum
(11), zwischen zwei Druckniveaus, abwechselnd so verändert wird, daß beim nied
rigen Druckniveau im Druckbehälter (11) die Stoffe aus dem Behälter (9) in den
Druckraum (11) eintreten, wobei zwischen dem Behälter (9) und dem Druckraum
(11) ein Ventil (15) zum Öffnen oder Schließen der Verbindung zwischen dem Be
hälter (9) und dem Druckraum (11) angeordnet ist, und daß durch Anlegen des hö
heren Druckniveaus an den Druckraum (11) die Stoffe in eine mit dem Druckraum
(11) leitend verbundene Ableitung (12) gefördert werden, wobei zwischen dem
Druckraum (11) und der Ableitung (12) ein Ventil (16) zum Öffnen oder Schließen
der Verbindung zwischen dem Druckraum (11) und der Ableitung (12) angeordnet
ist und daß der Druckraum (11) einen weiteren mit einem Ventil (17) gesteuerten
Eingang (18) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung (13) sich
von dem Behälter (9) bis zur Ableitung (12) erstreckt und eine Abzweigung (14) zu
dem Druckraum (11) aufweist, wobei der Eintritt (20) des gasförmigen Fördermedi
ums in den Druckraum (11) in Gebrauchslage der Vorrichtung (1, 1', 1") oben und
der Eintritt der Stoffe von der Leitung (13) her in Gebrauchslage der Vorrichtung (1,
1', 1") unten angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (15)
zum Öffnen oder Schließen der Verbindung zwischen dem Behälter (9) und dem
Druckraum (11) ein Rückschlagventil ist, das eine Austrittsöffnung des Behälters (9)
bei Auftreten einer in der Anordnung (10, 10', 10") gegen den Behälter (9) gerich
teten Strömung verschließt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (16)
zum Öffnen oder Schließen der Verbindung zwischen dem Druckraum (11) und der
Ableitung (12) ein Rückschlagventil ist, das die Ableitung (12) bei Auftreten einer in
der Anordnung (10, 10', 10") gegen den Behälter (9) oder gegen den Druckraum
(11) gerichteten Strömung verschließt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Rück
schlagventil einen kugel- oder kegelförmigen Schließkörper aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
Verdichter (2) das gasförmige Fördermedium in einen in Strömungsrichtung des
gasförmigen Fördermediums nach dem Verdichter (2) an diesen angeschlossenen
Druckbehälter (4) einleitet.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Ventil (5) zur Steuerung der Einleitung des gasförmigen Fördermediums in den
Druckraum (11) zwischen dem Druckbehälter (4) und dem Druckraum (11) ange
ordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anordnung (10', 10") eine Verbindung (22) zwischen der Ableitung (12) und dem
Verdichter (2) für das gasförmige Fördermedium aufweist, in der ein weiteres Ventil
(6) zur Steuerung der Einleitung des gasförmigen Fördermediums in die Ableitung
(12) angeordnet ist.
11. Vorrichtung einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffe
in der Anordnung (10") durch das gasförmige Fördermedium mit einem Druck be
aufschlagt werden, der zwischen zwei Druckniveaus abwechselnd so verändert
wird, daß bei einem niedrigen Druckniveau, bei dem ein Unterdruck herrscht, die
Stoffe eingesaugt und durch Anlegen des höheren Druckniveaus, bei dem ein
Überdruck herrscht, in die gewünschte Förderrichtung gefördert werden.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der
Druck in dem Druckraum (11), zwischen zwei Druckniveaus, abwechselnd so ver
ändert wird, daß bei dem niedrigen Druckniveau im Druckbehälter (11), bei dem ein
Unterdruck herrscht, die Stoffe aus dem mit diesem Druckraum (11) leitend verbun
denen Behälter (9) in den Druckraum (11) eingesaugt und durch Anlegen des höhe
ren Druckniveaus, bei dem ein Überdruck herrscht, in die mit dem Druckraum (11)
leitend verbundene Ableitung (12) gefördert wird.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung (10")
eine Verbindung (23) zwischen dem Druckraum (11) und einer Saugleitung (7) des
Verdichters (2) aufweist, wobei die Saugleitung (7) des Verdichters (2) in Strö
mungsrichtung des gasförmigen Fördermediums nach der Abzweigung für die Ver
bindung mit dem Ventil (17) des weiteren mit einem Ventil (17) gesteuerten Ein
gangs (18) des Druckraumes (11) ein weiteres Ventil (8) zum Öffnen oder Schlie
ßen der Saugleitung (7) gegenüber der Umgebung aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das
gasförmige Fördermedium Luft ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
zu fördernden Stoffe aus Gasen, Flüssigkeiten oder Feststoffen und/oder Gemi
schen derselben bestehen.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stoffe gegebenenfalls mit Feststoffen und/ oder mit Gasen befrachtete, gegebe
nenfalls heiße und/oder schäumende, Flüssigkeiten sind.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß sie
in einer Geschirrspülmaschine (25) angeordnet ist.
18. Geschirrspülmaschine dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung (1, 1', 1") zur
Förderung von Stoffen nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, in
der Geschirrspülmaschine (25) angeordnet ist.
Priority Applications (7)
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