DE897038C - Schaltvorrichtung fuer den Revolverkopf einer Drehbank - Google Patents
Schaltvorrichtung fuer den Revolverkopf einer DrehbankInfo
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 16. NOVEMBER 1953
W 4022 Ib/4pa
Die Erfindung betrifft eine ,Schaltvorrichtung für Revolverköpfe von Werkzeugmaschinen, insbesondere
Drehbänken, mit einer im Revolverschlitten gelagerten, zum Schalten periodisch angetriebenen
Schaltscheibe, die gleichzeitig mit Kurven zum Steuern der Verriegelungs- und Klemmvorrichtungen
versehen ist. Es sind bereits Revolverdrehbänke bekanntgeworden, die mit einem Antrieb zum
Schalten und Sperren des Revolverkopfes versehen sind, der unabhängig von der Stellung des den
Revolverkopf tragenden Schlittens und der Steuertrommel zueinander auf den Revolverkopf einwirkt.
Eine am Revolverschlitten gelagerte ,Steuerscheibe, die von der Hauptsteuerwelle der !Maschine durch
ein Zahnradgetriebe gleichmäßig angetrieben wird, dient dabei zum Schalten, Verriegeln und Festklemmen
des Revolverkopfes.
Erfindungsgemäß wird bei Werkzeugmaschinen dieser Art, z. B. einer Revolverdrehbank, in den
Schaltantrieb eine elektromagnetische Kupplung eingefügt, die von Hand einschaltbar und durch
einen von der Schaltscheibe gesteuerten Schalter lösbar ist. Ein dauernd umlaufendes Getriebe steht
dabei über eine Welle, Stirn- und Kegelräder mit der Schaltscheibe in Verbindung und kann
periodisch so mit der Magnetkupplung gekuppelt werden, daß die Schalteinrichtung mit der Schaltscheibe
stillgelegt und verriegelt oder in Drehung versetzt werden kann.
Zum ,Stillsetzen und zum Schaken der Schalteinrichtung
dienen zwei Spulen, die abwechselnd erregt werden und deren eine aus der Kraftleitung
über normalerweise geschlossene Kontakte eines spulenbetätigten Relais gespeist wird, das bei Be-
tätigung durch einen Druckknopfschalter diese Kontakte öffnet und andere, üblicherweise offene
Kontakte schließt, .die dann der zweiten Spule den Erregerstrom zuleiten.
Ein von der Schaltscheibe so gesteuerter Schalter, daß er bei Stillstand der Schaltscheibe geöffnet,
bei ihrer Drehung geschlossen ist, erregt oder entregt jeweils die ,Spule zum Stillsetzen oder
die zum Schalten der Schalteinrichtung. J-o In den Zeichnungen zeigt
Fig. ι eine Draufsicht auf einen Revolverkopfschlitten
einer Revolverbank gemäß der Erfindung, Fig. 2 einen senkrechten Teilschnitt, Fig.
2 a einen Teilschnitt aus Fig. 2. Obwohl die Erfindung auf verschiedene Gattungen
von Werkzeugmaschinen u. dgl. anwendbar ist, welche schaltbare Teile haben,;sei sie im-folgenden
beispielsweise für eine Revolverbank beschrieben. Drehbänke dieser Gattung sind allgemein bekannt,
so daß nur diejenigen Teile dargestellt und beschrieben sind, welche zum Verständnis der Erfindung
notwendig sind.
Gemäß Fig. 1 und 2 bezeichnet A allgemein das
Bett einer Revolverbank, welches die üblichen horizontalen Führungen 10 und in hat, auf welchen der
Revolverkopf schlitten B sich gegen einen Spindelstock am einen Ende des Maschineribettes und-von
ihm fort bewegt, welcher eine drehbare !Werkstückspindel
trägt. Bei der dargestellten Ausführungsform hat der Revolverkopf schlitten B einen fünfseitigen
Revolverkopf C mit einem abwärts gerichteten rohrartigen Fortsatz 12 (Fig. 2). Dieser Fortsatz
12 hat einen radialen Ringflansch 13. Der
Revolverkopf ist um einen senkrechten Mittelzapfen 14 schaltbar, welcher am Revolverkopfschlitten
befestigt ist und in der «Mitte einer Bohrung 15 im Revolverkopf schlitten liegt, in welche
der Fortsatz 12 hineinragt. Der Durchmesset des Fortsatzes 12 ist.kleiner als der Durchmesser des
eigentlichen Revolverkopfes. Die durch den verringerten Durchmesser gebildete Schulter αό des
Revolverkopfes liegt auf der Oberfläche eines Zylinderflansches 18 auf, welcher die Bohrung 15 umgibt.
Die Werkzeuge zur Durchführung der verschiedenen Arbeitsvorgänge werden an den verschiedenen
Flächen des Revolverkopfes in bekannter Weise befestigt.. Der Revolverkopf; wird 'intermittierend
durch den Schaltmechanismus geschaltet, welcher später im einzelnen beschrieben wird, um
nacheinander die. verschiedenen Flächen in eine Stellung gegenüber der Spindel" des Spindelstocks
zu bringen. Die ,Schaltung erfolgt, wenn der Revolverkopf schlitten zurückgezogen ist und die Werkzeuge
vom Werkstück frei sind.
Bei der dargestellten Ausführungsform wird der Revolverkopf C periodisch durch, die Rollen 26 geschaltet.
Die Rollen 26 sitzen .drehbar auf Stiften
27, welche aus der Oberseite einer Scheibe 28- her-... ausragen. Die Schaltrollen 26 greifen "in radiale
Schlitze 30 in der Unterseite des Fortsatzes I2 ein,
wenn die Scheibe 28 sich dreht. Bei der-diar-gestell·
ten Ausführungsform. sind fünf Schlitze 30 vor;- ;
gesehen, .welche den; .fünf Flächen; des'Revolverkopfes
C entsprechen. Der Revolverkopf C wird bei jeder halben Umdrehung der Scheibe 28 um ein
Fünftel seiner eigenen vollständigen Umdrehung weiter geschaltet, was die Verwendung von zwei
Rollen 26 erfordert. Durch die Verwendung von zwei Rollen 26 ist es möglich, die Bewegung der
J Schaltrollen so auf den Mechanismus zum Ausrichten,
Verriegeln und Festklemmen des Revolverkopfes abzustimmen, daß der Revolverkopf ständig
unter, der Kontrolle der einen oder anderen Rolle steht.
■-. JDie ,Scheibe 28 ist um eine senkrechte Welle 31
drehbar, welche im Revolverkopfschlitten B befestigt ist. An ihrer Unterseite ist die Scheibe 28 als
■Kegelrad 32 ausgebildet, durch welches die Scheibe 28 gedreht wird (Fig. 2 und 2 a). Das Kegelrad 32
steht dauernd im Eingriff mit einem Kegelritzel 33, . welches auf dem einen Ende einer Welle 34 befestigt
ist, welche drehbar in einer Büchse 35 gelagert ist. Die Büchse 35 bildet einen Teil einer
Innenrippe 36 im Revolverkopfschlitten B. Ein Stirnrad 37 ist am anderen Ende der Welle 34 befestigt
und kämmt dauernd mit einem Ritzel 38, welches eine verlängerte Nabe besitzt, mittels
welcher es in der Rippe 36 drehbar gelagert, jedoch gegen axiale Verschiebung gesichert ist. Das Zahnrad
38 ist auf einer genuteten Welle 40 längs ver- go schiebbar, aber undrehbar befestigt, welche im
Bett A drehbar gelagert ist. Die Welle 40 wird periodisch durch eine allgemein mit F bezeichnete
Magnetkupplung mit einem dauernd umlaufenden Getriebe gekuppelt, welches aus den Zahnrädern 41
und 42 besteht. Das Zahnrad 41 steht dauernd im Eingriff mit einem nicht dargestellten Zahnrad,
welches durch eine beliebige Antriebsvorrichtung angetrieben wird. Das Zahnrad 42 steht dauernd im
Eingriff mit mehreren Planetenzahnrädern 43, welche drehbar auf Wellenstümpfen 44 eines
Sternes 45 - sitzen, welcher auf die Welle 40 an ihrem rechten Ende aufgekeilt ist. Die genutete
Welle 40 ist mit einer Scheibe 46 ausgerüstet, welche an· einem Distanzstück 47 befestigt ist. Dieses
Distanzstück 47 ist auf die Welle 40 aufgekeilt und liegt zwischen der Scheibe 46 und der Nabe
des Sternes 45. Die magnetische Kupplung F liegt zwischen den benachbarten Seiten der ,Scheibe 46
und der linken oder Rückseite eines Zahnrades 48 mit Innenverzahnung, welches drehbar "auf der
Nabe des Sternes 45 sitzt und zwei Spulen 50 und 51 trägt, von welchen die eine neben· der Scheibe 46
und die andere neben dem -Zahnrad 48 mit Innen- „
verzahnung Hegt.
Die Zähne des Zahnrades 48 mit Innenverzahnung kämmen dauernd mit den Planetenzahnrädern
43, so daß das' Zentralrad 42, die Umlaufräder 43 und der als Sonnenrad wirkende Zahnkranz 48 ein
Planetengetriebe bilden; Die Bauart ist derart, daß, werin die Spule 50 erregt und die Spule 51 entregt
wird/ die Scheibe 46 an den ortsfesten Rahmen 52
der Magnetkupplung F gezogen wird mit dem Ergebnis, daß der ,Schaltmechanismus, zu welchem .,.
die Nutenweite 40 gehört, festgehalten wird, während der Zahnkranz 48 auf-dem Sternglied 45 leer
umläuft. Wenn die Spule 50 entregt und die Spule 51 erregt wird, wird der Zahnkranz 48 an den ortsfesten
Rahmen 52 der Magnetkupplung gezogen und gegen Drehung gesichert mit dem Ergebnis,
daß das Sternglied 45 und der Schaltmechanismus, zu welchem die Scheibe 28 usw. gehört, umlaufen,
die Umlaufräder 43 sich drehen und im Zahnkranz 48 abrollen.
Die elektrische Spule 50 der Magnetkupplung F wird normalerweise aus der Kraftleitung 53, 54
erregt, wenn die Kontakte 55, 56 eines spulenbetätigten Relais 57 normalerweise geschlossen
sind, um den Schaltmechanismus unwirksam zu machen. Zum Auslösen des ,Schaltmechanismus und
um ihn wirksam werden zu lassen, wird die Spule 50 entregt. Gleichzeitig wird die Spule 511 erregt.
Bei Betätigung des Relais 57 werden hierzu die normalerweise geschlossenen Kontakte 55, 56 geöffnet
und die normalerweise offenen Kontakte 60, 61 geschlossen. Die Steuerspule 62 des Relais 57
wind durch vorübergehendes Schließen eineis normalerweise offenen Druckknopfschalter» 63 erregt,
welcher an einer geeigneten Stelle der Maschine liegt. Dieser Schalter wird durch die Bedienungsperson
von Hand betätigt, wenn sie den Revolverkopf schalten will.
Wenn der Revolverkopf sich zu drehen beginnt, entsteht ein Haltestromkreis für die Steuerspule 62,
indem ein normalerweise offener Grenzschalter 64 geschlossen wird, welcher neben der Scheibe 28
liegt. Der Kolben 65 des Grenzschalters 64 greift in einen ,Schlitz 66 am Umfang der Scheibe 28 ein,
wenn der Revolverkopf in der Schaltstellung verriegelt und festgeklemmt ist. Wird der Revolverkopf
geschaltet, so gleitet jedoch der Kolben 65 auf dem Umfang der Scheibe 28 entlang. Der Schalter
64 ist in Serie mit den normalerweise offenen Kontakten 67, 68 des Relais 57 geschaltet. Diese Kontakte
verhindern eine Betätigung des Schaltmechanismus, falls der Kolben 65 des Schalters 64 zufällig
oder bei Drehung des Revolverkopfes von Hand niedergedrückt wird. Gewünschtenfalls kann
Vorsorge getroffen werden, um den Sehalter 63 automatisch zu betätigen, damit die Steuerspule 62
des Relais 57 in zeitlicher Abhängigkeit zur Hinundherbewegung des Revolverkopf Schlittens B gegen
die ,Spindel des Spindelstocks und von ihr fort erregt wird.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Schaltvorrichtung für den Revolverkopf einer Drehbank mit einer im Revolverschlitten gelagerten, zum Schalten periodisch angetriebenen Schaltscheibe, die gleichzeitig mit Kurven zum Steuern der Verriegelungs- und Klemmvorrichtungen versehen ist, gekennzeichnet durch eine in den Schaltantrieb eingefügte elektromagnetische Kupplung (F), die von Hand einschaltbar und durch einen von der Schaltscheibe (28) gesteuerten Schalter (65) lösbar ist.
- 2. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein dauernd umlaufendes Getriebe (41, 42) periodisch über die Magnetkupplung (F) mit der Antriebswelle (40) der ,Schaltscheibe (28) gekuppelt werden kann.
- 3. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetkupplung (F) zwischen einer auf der Antriebswelle (40) für die Schaltscheibe (28) befestigten Scheibe (46) und dem Sonnenrad (48) eines Planetengetriebes (42, 43, 45, 48) liegt, dessen Planetenstern (45) ebenfalls auf der Antriebswelle (40) befestigt ist, und zwei die Scheibe (46) oder das Sonnenrad (48) des Planetengetriebes festhaltende ,Spulen (50, 51) hat, die nur einzeln erregt werden.
- 4. Schaltvorrichtung nach Anspruch. 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Schalteinrichtung stillsetzende Spule .(50) aus der Kraftleitung über normalerweise geschlossene Kontakte (55, 56) eines spulenbetätigten Relais (57) gespeist wird, das bei Betätigung, z. B. durch den Druckknopfschalter (63), die Kontakte (55, 56) öffnet und normalerweise offene Kontakte (60, 61) schließt, die dann der Spule (51) den Erregerstrom zuleiten.
- 5. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein in der Arbeitsstellung des Revolverkopfes in eine Ausnehmung (66) der Schaltscheibe (28) greifender Kolben (65) eines Schalters (64) beim ,Schalten vom Umfang der Schaltscheibe (28) so weit zurückbewegt wird, daß der in Serie mit normalerweise offenen Kontakten (67, 68) liegende Schalter (64) geschlossen wird und einen Haltestromkreis für die Steuerspule (62) des Relais (57) schließt.
- 6. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der beim Erreichen der Arbeitsstellung des Revolverkopfes in die Ausnehmung (66) der Schaltscheibe (28) tretende Kolben (65) den Schalter (64) öffnet und damit die ,Spule (62) des Relais (57) stromlos macht, so daß die Kontakte (60,61) geöffnet, die Kontakte (55,56) geschlossen, die Spule (51) stromlos gemacht und die Spule (50) erregt werden.Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 571 783; USA.-Patentschrift Nr. 1 953 876.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen1 5543 11.53
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ID=24163151
Family Applications (1)
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Country Status (3)
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