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DE896939C - Praeparat zum Bedrucken oder Faerben von Textilien - Google Patents

Praeparat zum Bedrucken oder Faerben von Textilien

Info

Publication number
DE896939C
DE896939C DEP21080D DEP0021080D DE896939C DE 896939 C DE896939 C DE 896939C DE P21080 D DEP21080 D DE P21080D DE P0021080 D DEP0021080 D DE P0021080D DE 896939 C DE896939 C DE 896939C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polyethylene
dispersion
solid
preparation according
gel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP21080D
Other languages
English (en)
Inventor
Arthur Booth
Samuel Lee
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Interchemical Corp
Original Assignee
Interchemical Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Interchemical Corp filed Critical Interchemical Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE896939C publication Critical patent/DE896939C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/44General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Präparat zum Bedrucken oder Färben von Textilien Die Erfindung bezieht sich auf farbige Zusammensetzungen für die Kolorierung von Stoffen. Insbesondere hat sie gefärbte Emulsionen zum Färben und Bedrucken von Geweben und Textilien zum Gegenstand. Farbige Zusammensetzungen, entweder in Form eines farbigen Lackes mit einem Farbstoffbindemittel, gewöhnlich einem in einem organischen Lösungsmittel löslichen wärmehärtbaren Harz, oder in Form einer Emulsion eines wäßrigen Mediums in einem solchen Lack haben in der Druckerei und Färberei von Textilien, Geweben u. dgl. verbreitet Eingang gefunden. Der auf solche Weise gefärbte oder bedruckte Textilstoff besitzt jedoch den Nachteil, die Farbe mehr oder weniger stark abzugeben, beispielsweise an ein anderes Gewebe, mit dem darüber gerieben wird. Gewebe, die in dunklen (tiefen) Tönen bedruckt oder gefärbt sind, zeigen diese Neigung, einen Teil ihrer Farbe wieder abzugeben, am stärksten, und die uneingeschränkte Ausnutzung von Farbstoffen findet hierdurch auf diesem Gebiet ihre Grenzen.
  • Die Erfindung beseitigt diese Nachteile dadurch, daß als Druck- oder Färbepräparat eine vorzugsweise gelförmige Dispersion eines festen oder im wesentlichen festen Polyäthylens in einer flüchtigen organischen Flüssigkeit benutzt wird. Die Mischung kann aus einer gefärbten gelförmigen Dispersion eines unlöslichen Polyäthylenpolymers von hohem Molekulargewicht in einer Lösung eines eine dünne Überzugsschicht (Film) bildenden Bindemittels in einem flüchtigen organischen Lösungsmittel bestehen. Als filmbindendes Bindemittel kann ein wärmehärtbares Harz Verwendung finden, z. B. ein Melamin-Formaldehyd-Harz, ein Harnstoff-Formaldehyd-Harz oder ein durch ein trocknendes Öl abgewandeltes Alkyd harz. Die Farbzusammensetzung nach der Erfindung kann auch die Form einer Emulsion mit einer inneren wäßrigen Phase und einer äußeren, mit Wasser nicht mischbaren Phase einer gefärbten gelförmigen Dispersion von Polyäthylen in einer flüchtigen organischen Flüssigkeit besitzen. Die äußere, mit Wasser nicht mischbare Phase kann aus einer gelförmigen Farbstoffdispersion von Polyäthylen in einem Lack bestehen, der durch die Lösung eines filmbildenden Bindemittels in einem flüchtigen organischen Lösungsmittel hergestellt ist.
  • Es hat sich gezeigt, daß sowohl die Farbbeständigkeit als auch die Farbqualität eines mit einem Farbstoff bedruckten oder gefärbten Stoffes in unerwartetem und erheblichem Maß durch Benutzung einer Farbzusammensetzung nach der Erfindung als Druckpaste oder Stoffarbe gesteigert werden kann, ohne daß der Griff oder die Steifheit des fertigen Zeuges zu irgendwelchen Beanstandungen Anlaß geben.
  • In ihrer einfachsten Form besteht eine Farbzusammensetzung nach der Erfindung im wesentlichen aus einer gefärbten Dispersion eines für gewöhnlich festen Polymers von Äthylen in einer flüchtigen organischen Flüssigkeit. In ihrer bevorzugten Anwendungsform besteht die Zusammensetzung aus einer gefärbten Dispersion eines für gewöhnlich festen Polyäthylens in einer Lösung eines Farbstoffbindemittels, vorzugsweise eines wärmehärtbaren Harzes, in einem flüchtigen organischen Lösungsmittel. Als Emulsion enthält die neue Zusammensetzung Wasser oder ein im wesentlichen wäßriges Medium, das als innere Phase in einer derartigen Polyäthylendispersion emulgiert ist. Um die größtmögliche Steigerung des Farbwertes zu erzielen, sollen die Teilchen des dispergierten Polyäthylens von kolloidaler Größe sein, d. h. die Dispersion soll den Tyndall-Effekt zeigen.
  • Unter den Begriff des polymerisierten Äthylens fallen alle Äthylenpolymere, die unter normalen atmosphärischen Bedingungen fest oder im wesentlichen fest sind. Eine entscheidende Steigerung der Farbfestigkeit wird nur mit solchen für gewöhnlich festen Äthylenpolymeren ohne Rücksicht auf das Molekulargewicht des im Einzelfall benutzten Polymere erreicht. Polymere Verbindungen mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von der unteren Grenze von iooo, bei der solche Verbindungen im wesentlichen noch fest sind, bis aufwärts zu 50 000 und darüber lassen sich mit befriedigenden Ergebnissen benutzen. Beispiele für solche Verbindungen sind solche, deren Molekulargewicht bei ungefähr 3ooo oder zwischen 18 ooo und 2i ooo liegt.
  • Die Dispergierung der für gewöhnlich festen polymeren Verbindung des Äthylens, die bei gewöhnlicher Raumtemperatur in sämtlichen organischen Lösungsmitteln unlöslich ist, kann auf verschiedene Weise herbeigeführt werden, beispielsweise durch Vermah-Lung in einer Kugelmühle oder anderweitige Feinzerkleinerung in Gegenwart einer organischen Flüssigkeit, die ein Dispergierungsmittel enthalten kann. Es ist wohl darauf zu achten, den Mahlvorgang oder die Feinzerkleinerung so lange fortzusetzen, bis das Polymer in feinster Verteilung vorliegt, damit die fertige Farbzusammensetzung die erforderliche Klumpenfreiheit, Geschmeidigkeit und Homogenität aufweist.
  • Vorzugsweise wird, um die Dispersion herzustellen, das feste Äthylenpolymer zunächst in einem Lösungsmittel gelöst, das auf eine für die Lösung ausreichende Temperatur, z. B. 7o bis iio°, erhitzt wurde. Die entstandene Lösung wird dann auf Raumtemperatur abgekühlt, wobei man jedoch ausreichend umrühren muß, um eine Kristallisation des gelösten Polymers zu verhindern. Je nach der Natur der benutzten polymeren Verbindung und auch nach den besonderen Arbeitsbedingungen scheidet sich die polymere Verbindung entweder in Form eines Gels oder eines feinverteilten Niederschlages ab.
  • Beide Formen, sowohl die des Gels als auch die des Niederschlages, sind für die Zwecke der Erfindung geeignet. Für den Fall der Benutzung eines Niederschlages muß sorgfältig darauf geachtet werden, z. B. durch ausreichendes Umrühren der Lösung während der Abkühlung, daß ein Niederschlag von gleichförmiger Beschaffenheit entsteht.
  • Zweckmäßiger ist es jedoch, die Polyäthylendispersion in Form ihrer gelartigen Ausscheidung zu benutzen, da auf solche Weise ein besserer Farbwert erzielt wird; es wurde schon erwähnt, daß die Dispersion eine Verbesserung des Farbwertes ergibt, wenn die Teilchen von kolloidaler Größe sind. Da im allgemeinen eine erhebliche Rührarbeit geleistet werden muß, um die Gelform zu erzielen, ist es empfehlenswert, besonders bei polymeren Verbindungen von größerem Molekulargewicht, die Löslichkeitseigenschaften des Polyäthylens so zu ändern, daß man bei Raumtemperatur unmittelbar eine Gelstruktur erhält. Es wurde gefunden, daß dieses Ziel dadurch leicht erreicht werden kann, daß man dem Lösungsmittel noch einen anderen polymeren Stoff von hohem Molekulargewicht zusetzt, wie beispielsweise Polyisobutylen, Polystyrol, gemeinsame Polymerisate von Butadien mit Styrol oder Acryloriitril od. a. Diese polymeren Verbindungen bewirken eine Stabilisierung des Gels des Polyäthylens bei Raumtemperatur, gleichzeitig dienen sie auch als Weichmacher für das Polyäthylen und verbessern die Fließfähigkeit, Viskosität und andere derartige Eigenschaften der Dispersion.
  • Besonders gute Ergebnisse wurden mit Polyisobutylenen erzielt. Verbindungen dieser Art, die für die Erfindung geeignet sind, haben Molekulargewichte von wenigstens etwa iooo aufwärts, d: h. sie umfassen den Bereich von ziemlich viskosen schweren Flüssigkeiten über plastische bis zu festen Stoffen. Die polymeren Verbindungen von höherem Molekul.argewcht sind im allgemeinen vorzuziehen, da die Viskosität der entstehenden Dispersion dem Molekulargewicht des benutzten Polyisobutylens direkt proportional ist. Typische Beispiele geeigneter polymerer Verbindungen des Isobutylens sind Polymere mit einem Molekulargewicht von etwa 6ooo bzw. etwa 40 00o, obwohl sich auch Polymere mit bedeutend höherem Molekulargewicht verwenden lassen. luf die Echtheit der Färbung jedoch wird durch das ,ugesetzte Polyisobutylen offenbar kein steigernder linfluß ausgeübt; diese Eigenschaft bleibt im wesentichen unverändert, gleichgültig ob ein solches Polyner zugesetzt wird oder nicht.
  • Obwohl die neue Zusammensetzung nur aus einer einfachen Dispersion von Polyäthylen bestehen kann, nenn die Waschechtheit des behandelten Gewebes ;eine Rolle spielt, wird im allgemeinen doch zwecknäßig noch ein in einem organischen Lösungsmittel ösliches Bindemittel zugesetzt, um das fertige Textil-@rzeugnis auch waschecht und reibfest zu machen. :in derartiges Bindemittel kann- aus irgendeinem ;eeigneten, wasserbeständigen Stoff bestehen, der einen plastischen oder festen Überzug zu bilden 7ermag, beispielsweise einem Zellulosederivat, wie @thylzellulose, oder einem Harz, das in der orgalischen Flüssigkeit, in der das Polyäthylen dispergiert st, löslich und, falls die neue Zusammensetzung in ?mulsionsform gebraucht werden soll, in Wasser urlöslich ist. Vorteilhaft ist die Benutzung eines film->ildenden, wärmehärtbaren Harzes als Bindemittel. lerschiedene Arten solcher wasserunlöslichen, in einem organischen Lösungsmittel löslichen, wärmeiärtbaren Harze können herangezogen werden, z. B. larnstoff-Aldehyd-Harze einschließlich Harnstoff-?ormaldehyd-Härze, Melamin-Aldehyd-Harze einchließlich Melamin-Formaldehyd-Harze, Phenol-Ildehyd-Harze einschließlich Phenol-Formaldehydiarze u. a., wie die bereits obengenannten mit trockienden Ölen abgewandelten Alkydharze. Um brauch->ar zu sein, muß das wärmehärtbare Harz oder sontige Bindemittel nach Auftragung der Farbzusamnensetzung auf den Stoff und Erhitzung des Stoffes, im ihn zu trocknen und gegebenenfalls das Harz )der das sonstige Bindemittel unlöslich zu machen, ,enügend waschfest sein; es muß weiterhin im wesentichen unlöslich in den üblichen Reinigungsmitteln ein und darf endlich dem fertigen Stoff keine nacheilige Steifheit verleihen.
  • Die organische Flüssigkeit, in der das Äthylen-)olymer dispergiert ist, muß leicht flüchtig sein, so laß sie beim Durchgang des feuchten Stoffes durch lie übliche Trocknungsapparatur verdampft. Wird ler Dispersion ein wärmehärtbares Harz und bzw. )der ein Stabilisator für das Gel, wie Polyisobutylen, ugesetzt, so soll die benutzte organische Flüssigkeit leichzeitig ein Lösungsmittel hierfür sein, und wo lie Dispersion in emulgiertem Zustand benutzt werden soll, darf die organische Flüssigkeit mit Wasser licht mischbar sein. Geeignete Lösungsmittel solcher ,rt sind z. B. Mineralöle (Kp z5o bis aoo°), Terpentin-1, aromatische Kohlenwasserstofflösungsmittel, z. B. ine Fraktion mit einem Siedebereich von 154 bis ,o4° u. a. Lösungsmittel mit einem Siedepunkt über twa z75° sind zu bevorzugen.
  • Jeder beliebige Farbstoff kann in Verbindung mit ler Erfindung Anwendung finden. Natürlich wird ler Farbstoff zweckmäßig für jeden besonderen @nwendungsfall mit Rücksicht auf die Art und den wahrscheinlichen Verwendungszweck des fertigen Erzeugnisses ausgewählt. Er soll ausreichend lichtcht sein, er soll erforderlichenfalls bei der Behandlung mit Reinigungsmitteln, wie Solventnaphtha oder Tetrachlorkohlenstoff, nicht wesentlich auslaufen, er soll in dem erforderlichen Umfang von Seife nicht angegriffen werden usw. Typische Beispiele für brauchbare Farbstoffe sind Phthalocyanine, verschiedene Metalloxyde, Ruß; wasserunlösliche Küpen-und Azofarbstoffe u. dgl.
  • Bei der Herstellung der neuen Zusammensetzung wird zunächst eine Polyäthylendispersion dadurch hergestellt, daß man ein für gewöhnlich festes Äthylenpolymer in einem geeigneten organischen Lösungsmittel auflöst, das auf eine Temperatur von 7o bis rro° erhitzt wurde. Falls ein Gelstabilisator benutzt werden soll, beispielsweise in Form eines Isobutylenpolymers, wird er dem Lösungsmittel vorher zugesetzt. Die erhaltene Lösung wird unter ausreichendem Umrühren gekühlt, um eine Kristallisation des gelösten Polyäthylens zu verhindern und eine kolloidale Verteilung des Polyäthylens zu erzielen, wenn eine größtmögliche Erhöhung des Farbwertes angestrebt wird. Gesondert für sich wird ein farbiger Lack durch geeignete Zerkleinerung, Aufschwemmung, Auflösung oder sonstige Einbringung oder Verteilung eines Farbstoffes in einem organischen Lösungsmittel hergestellt, das zweckmäßig von gleicher Natur ist wie das für die Polyäthylendispersion benutzte und in dem ein Farbstoffbindemittel, gewöhnlich ein in einem organischen Lösungsmittel lösliches wärmehärtbares Harz, im allgemeinen bereits gelöst ist. Diesem Lack kann ein Dispergierungsmittel zugesetzt werden. Die Polyäthylendispersion und der gefärbte Lack werden dann durch einfaches mechanisches Umrühren miteinander gemischt; das erhaltene Farbkonzentrat,, das außergewöhnlich stabil ist, kann entweder als solches benutzt oder mit einem weiteren Lösungs- oder anderem Verdünnungsmittel auf die gewünschte Färbe- oder Druckkonsistenz und Tönung verdünnt werden.
  • Soll die neue Zusammensetzung in Form einer Emulsion Anwendung finden, so wird gleichzeitig durch Emulgierung von Wasser, das einen Emulsionsstabilisator, z. B. gewöhnliches Salz, enthalten kann, in einem geeigneten organischen Lösungsmittel, das ein Emulsionsbindemittel, z. B. ein Alkydharz, das darin gelöst ist, enthalten kann, ein Trägerkonzentrat hergestellt. Diese konzentrierte Emulsion von Wasser in Lack wird dann mit weiterem organischem Lösungsmittel verdünnt, und es wird weiteres Wasser in ihr emulgiert, um auf diese Weise eine Zubereitung von der gewünschten Druck- oder Färbekonsistenz zu bekommen. Mit dieser Zubereitung wird nun das Farbkonzentrat in einem Verhältnis verdünnt, wie es für die gewünschte Farbtönung notwendig ist.
  • Natürlich sind Abänderungen der beschriebenen Herstellungsverfahren möglich. Zum Beispiel kann das Farbkonzentrat durch einen weiteren Zusatz der Polyäthylendispersion statt mit reinem Lösungsmittel verdünnt werden, wenn gewünscht wird, das Verhältnis von Polyäthylen zu Farbstoff zu erhöhen. Andererseits kann das Farbkonzentrat auch gleich in Form einer Emulsion hergestellt werden, indem man weiteres Lösungsmittel hinzugibt und darin Wasser emulgiert. Ein Trägerkonzentrat kann auch durch Dispergierung von Polyäthylen in der Lackphase hergestellt und an Stelle des üblichen klaren Konzentrates benutzt werden. Wo eine Verbesserung des Farbwertes im Vordergrund steht, ist es zweckmäßig, die Erfindung in Form des klaren Emulsionsträgers zu benutzen.
  • Die Mengenverhältnisse der verschiedenen Bestandteile der neuen Zusammensetzung lassen sich in weiten Grenzen verändern und hängen weitgehend von den Erfordernissen ab, die an das fertiggestellte Textilerzeugnis gestellt werden und sich aus der besonderen Art seines Anwendungszweckes ergeben. Im allgemeinen bildet beim Drucken mit der neuen Zusammensetzung in Form einer Emulsion die wäßrige Phase einen höheren Prozentsatz der Gesamtzusammensetzung als beim Färben mit ihr, da bekanntlich die Emulgierung einer steigenden Wassermenge in einer solchen Emulsion diese zu verdicken neigt. Die Tiefe des gewünschten Farbtons bestimmt die Menge des zu benutzenden Farbstoffes. Der benutzte Anteil von Polyäthylen muß ausreichen, das fertige Textilerzeugnis genügend farbfest zu machen. Die Menge des Farbstoffbindemittels endlich muß ausreichen, dem fertigen Textilerzeugnis den erforderlichen Grad von Waschechtheit zu verleihen.
  • Vorteilhaft liegt das Gewichtsverhältnis des Polyäthylens zum Farbstoff in den ungefähren Grenzen von o,= : i bis ioo : i.
  • Wird der Dispersion auch ein Polymer von Isobutylen zugesetzt, so erfolgt dies vorteilhaft in einem Gewichtsverhältnis von etwa 0,05: i bis =o : i zum Polyäthylen.
  • Soll die neue Druckfarbe zum Bedrucken von Geweben benutzt werden, so kann sie in irgendeiner geeigneten Form, beispielsweise mit Hilfe von Tiefdruckwalzen, aufgebracht werden. Soll sie zum Färben von Stoffen benutzt werden, so kann sie nach irgendeinem geeigneten Verfahren, z. B. durch Klotzen, Pflatschen oder auch in Form eines dünnen Überzuges von einer Walzenauftragsmaschine aus auf das Gewebe aufgebracht werden. Der bedruckte oder gefärbte Textilstoff wird dann durch irgendeine geeignete Trockenanlage geschickt, die beispielsweise aus einer Anzahl dampfbeheizter Trockentrommeln besteht. Die Trokkentrommeln haben eine Temperatur von etwa ioo bis =2o°. MTenn man will, kann man das getrocknete Gewebe noch bei einer Temperatur von etwa 15o bis I75° durch eine Nachbehandlungskammer laufen lassen, um das wärmehärtbare Harz zu härten, so daß es als Farbstoffbindemittel dient.
  • Natürlich können alle möglichen Arten von Geweben mit der neuen Farbzusammensetzung behandelt werden, deren Anwendung nicht auf irgendwelche besonderen Gewebe beschränkt ist. Farbbeständigkeit und Farbwert ohne Auftreten einer Steifheit im fertigen Erzeugnis besitzen den gleichen Grad von Vollkommenheit, gleichgültig ob das behandelte Gewebe aus Naturfasern, wie Baumwolle, Flachs, Wolle, Haaren, aus Kunstfasern, wie regenerierter Zellulose, Zelluloseacetat, Polyamiden, Eiweißpolymerisationsprodukten, Vinylpolymeren u. dgl., aus anorganischen Fasern, wie Glas, Mineralien oder Metallen, oder endlich aus Mischungen solcher Fasern besteht. Zusammensetzungen nach der Erfindung sollen im folgenden durch einige typische Beispiele . erläutert werden. Die angegebenen Mengenverhältnisse beziehen sich auf das Gewicht, wo nichts anderes angegeben ist. Beispiel i Gele von Polyäthylenen A. 6 Teile eines Polyisobutylens vom Molekulargewicht 6ooo werden in 32 Teilen eines aromatischen Kohlenwasserstofflösungsmittels mit einem Siedebereich von etwa 155 bis z75° gelöst. Die Lösung wird auf 7o bis ==o° erhitzt. Dann werden 6 Teile eines festen Polyäthylens (Molekulargewicht 18 ooo bis 21 ooo) darin gelöst. Diese Lösung wird unter Umrühren auf Raumtemperatur abgekühlt, um eine gleichmäßige halbfeste gelartige Masse zu bilden.
  • B. Ein kolloidal verteiltes Gel wird dadurch hergestellt, daß man 12,5 Teile eines festen Polyäthylens vom Molekulargewicht i2ooo in 87,5 Teilen einer i5°/jgen Lösung von Polyisobutylen (Molekulargewicht 6ooo) in einem aromatischen Lösungsmittel (Siedebereich etwa igo bis 2o5°) durch Erhitzung auf 7o bis zio° löst. Diese Lösung wird dann unter ausreichendem Umrühren auf Raumtemperatur abgekühlt, um das Polyäthylen bei seinem Austritt aus dem echten Lösungszustand kolloidal zu verteilen. Ein ausreichender Rührvorgang zur Sicherstellung der gewünschten Wirkung kann beispielsweise mit Hilfe einer Mischvorrichtung nach Eppenbach bewirkt werden, deren Mischflügel mit wenigstens i8ooo Umdrehungen in der Minute rotieren. Beispiel 2 Eine typische, gemäß der Erfindung zubereitete Paste für das Bedrucken von Textilien ist die folgende: Zunächst wird ein Farbkonzentrat durch zweckmäßiges Mischen eines Polyäthylengels mit einem Lösungsmittel, Farbstoff, Harzbinder usw. nach folgenden Maßgaben bereitet: Polyäthylengel nach Beispiel i A.......... 44 Aromatisches Kohlenwasserstofflösungsmittel (Siedebereich zwischen 155 und z75°) .... 32 5o°/oige Lösung von wasserabweisendem Melamin-Formaldehyd-Harz in einer Mischung aus gleichen Teilen Butanol und Xylol .. 12 Permanza-Grün (komplexe Eisenverbindung von Nitrose-ß-Naphthol)................ =2 Hierauf wird i Teil eines solchen Farbkonzentrates mit 2 Teilen eines Emulsionsträgers gemischt, bestehend aus 77 Teilen Wasser (darin 0,3 Teile NaCI gelöst sind), die in 23 Teilen einer Ölphase emulgiert sind (die aus 9,1,5 Teilen Mineralöl [Kp 15o bis 2oo°] und 1,5 Teilen eines mit 7o °/a trocknendem Öl abgewandelten Phthalsäure-Glycerid-Alkyd-Harzes besteht).
  • Wird gewünscht, daß der ldare Emulsionsträger auch das Polyäthylengel enthält, dann kann eines der Gele des Beispiels i dem Emulsionsträger für Druckzwecke hinzugefügt werden.
  • Beispiel 3 Eine typische Emulsion für Klotzfärbereizwecke kann erfindungsgemäß in der folgenden Weise hergestellt werden: Zunächst wird ein Farbkonzentrat durch zweckmäßiges Mischen eines Polyäthylengels mit einem Lösungsmittel, Farbstoff, Harzbinder usw. nachfolgenden Maßgaben bereitet: Polyäthylengel (nach Beispiel i, bereitet aus 18 Teilen Xylol, 3 Teilen Polyisobutylen mit einem Molekulargewicht von 40 000, 7 Teilen Polyäthylen mit einem Molekulargewicht von i8ooo bis 2iooo) ........................ 28 Xylol................................... io Wasserabweisendes Melaminharz (wie in Beispiel 2) ............................... 20 Lecithin................................. 2 Ultramarineblau .... .... .... . .... . ... .... 40 Eine gefärbte Flüssigkeit für Klotzfärbereizwecke zum Blaufärben eines Mediums wird bereitet durch das Mischen von i Teil des oben angeführten Farbkonzentrates mit io Teilen eines Emulsionsträgers für Klotzfärbereizwecke, bestehend aus 57 Teilen Wasser (0,3 Teile NaCl enthaltend), emulgiert in 43 Teilen einer Ölphase (bestehend aus 41,5 Teilen Mineralöl [Kp i5o bis 2oo°] und 1,5 Teilen eines mit 70 % trocknendem Öl abgewandelten Phthalsäure-Glycerid-Alkyd-Harzes).

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Präparat zum Bedrucken oder Färben von Textilien, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einer gelförmigen, gegebenenfalls gefärbten Dispersion eines festen oder im wesentlichen festen Polyäthylens in einer flüchtigen organischen Flüssigkeit besteht.
  2. 2. Präparat nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einer Emulsion mit einer inneren wäßrigen Phase und einer äußeren, mit Wasser nicht mischbaren Phase besteht, die durch eine gefärbte gelförmige Dispersion eines festen oder im wesentlichen festen Polyäthylens in einer flüchtigen organischen Flüssigkeit gebildet ist.
  3. 3. Präparat nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Emulsion mit einer inneren wäßrigen Phase und einer äußeren, mit Wasser nicht mischbaren Phase, die eine gefärbte gelförmige Dispersion eines festen oder im wesentlichen festen Polyäthylens in einem Lack enthält, der im wesentlichen aus der Lösung eines filmbildenden Bindemittels in einer flüchtigen organischen Flüssigkeit besteht. q..
  4. Präparat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das filmbildende Bindemittel ein wärmehärtbares Harz, vorzugsweise ein mit trocknendem Öl abgewandeltes Alkydharz ist.
  5. 5. Präparat nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der flüchtigen organischen Flüssigkeit noch eine weitere polymerisierte Verbindung von hohem Molekulargewicht zugesetzt ist.
  6. 6. Präparat nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als weitere polymerisierte Verbindung ein Polyisobutylen mit einem Molekulargewicht von vorzugsweise wenigstens iooo Verwendung findet.
  7. 7. Präparat nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das benutzte Polyäthylen ein Molekulargewicht von wenigstens iooo besitzt.
DEP21080D 1947-10-30 1948-11-09 Praeparat zum Bedrucken oder Faerben von Textilien Expired DE896939C (de)

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