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Formmaschine Die Entwicklung der Gießereimasch:inen, speziell der
Sand'blasmaschinen, Kern- und. Formmaschinen, hat sich im Laufe der Zeit im wesentlichen
auf den Füll- und Verdichtungsvorgang und den Trennvorgang zwischen Modell und Form
bzrw. Kern- und Kernkasten gerichtet.
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Es sind, als Ergebnis dieser Entwicklung in bezug auf das Füllen und
Verdichten Sandblasmaschinen, Stampfmaschinen, Preßmaschnen, Rüttelmaschinen, Preßrüttelmaschinen
und in geringerem Umfange Wurfmaschinen, z. B. Slinger, gebaut worden.
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In bezug auf das Trennen hat man in der Hauptsache Abhebemaschinen,
Absenkmaschinen, Durchzugmaschinen, Wendemaschinen und Umrollmaschinen geschaffen.
Als weitere Maschinentypen sind ortsfeste und ortsveränderliche Maschinen anzusprechen
sowie Formmaschinen, die mit festem Kasten arbeiten, und die sogenannten kastenlosen
Maschinen.
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Die vorgenannten Maschinen sind im wesentlichen als Einzweckmaschinen
konstruiert, die für Serien gleichartiger Arbeit durchaus gut sind, aber den Nachteil
haben, daß sie nur für ihren jeweiligen Zweck vorteilhaft eingesetzt werden könnten.
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Die Maschine nach der Erfindung, ähnlich den kombinierten Holzbearbeitungsmaschinen
(Dickten-, Hobel-, Fräs-, Bohrmaschinen) ist für viele Zwecke geeignet und ermöglicht
dem die Maschine bedienenden Arbeiter ein Höchstmaß an Arbeitsleistung.
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Die Maschine gemäß der Erfindung enthält daher einen gewissen Grundaufbau,
der es ermöglicht, die vorstehend bezeichneten Aufgaben zu erfüllen.
Dieser
Grundaufbau wird später im einzelnen besonders erläutert.
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Durch geringe Veränderung an Einzelbauteilen bzw. schnelles Auswechseln
von Einzelbauteilen unter Beibehaltung des Grundaufbaus ist es möglich, die nachstehend
genannten Aufgaben und- geforderten, Eigenschaften zu erfüllen,.
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Die, Maschine gemäß der Erfindung soll in. bezug auf den Verdichtungsvorgang
als Stampfmaschine, als Rüttelmaschine, als Unter- oder Oberpresse, als Sandblasmaschine
oder aLs kombinierte Maschine arbeiten.
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Sie soll in bezug auf die verwendbaren Modelle bzw. Kernkasten mit
Einzel- oder Doppelmodellen, mit einer oder mehreren einseitigen Einzelplatten,
mit zweiseitigen Reliefplatten, mit ein- oder, niehrteil:igen Kernkasten arbeiten.
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Gleichzeitig solq die Maschine als kastenlose Maschine oder als Maschine
mit festem Kasten. arbeiten können.
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In bezug auf die Trennung von Modell bzw. Kernkasten soll sie als
Abhebemaschine, Absenkmaschine, Durchzugmaschine, Wendemaschine oder als kombinierte
Maschine arbeiten können.
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Durch den weiter oben erwähtl-ten bestimmten Grundaufbau, der es ermöglicht,
die Maschüne fundamentfrei auszuführen, soll sie sowoh(1 als ortsfeste als auch
als ortsbewegliche Maschine vorgesehen werden können.
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Die bisher dem Arbeiter an der Maschine überlassenen Arbeitsvorgänge,
z. B. Sieben von Modellsand, Füllen des S.andblasbehälters mit Blassend, Zulegen
der Formkasten sowie Abtransportieren der fertigen Formen oder Kerne- auf den Abstellplatz,
sollen ebenfalls von der Maschine getätigt werden. Gleichzeitig sollen Einrichtungen
ermöglichen, daß speziell die Teilflächen bzw. die entsprechenden Kernflächen. der
Formen sowie die Unterfläche der Unterkasten und die Oberfläche der Oberkasten für
daran vorzunehmende Arbeitsoperationen in Stellungen gebracht werden, die dies gestatten.
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In dieser Beziehung handelt es sich beim, Formen speziell um das Schwenken
des Oberkastens um eine horizontale Achse und beim Kernnachen um .die Möglichkeit,
geblasene oder sonstwie verdichtete Kerne mit. Hilfe der Wendeeinrichtung und erforderlichenfalls
von Kerntrockenplatten oder Kernfassonschalen von ,der Maschine zu bekommen, ohne
den Kernkasten von der Maschine nehmen zu müssen. Weiterhin soll ermöglicht werden,
daß Kernkasten, die am Oberteil der Blasmaschine befestigt sind, in eine Lage gebracht
werden können, daß sie unter Augensicht gereinigt und Losteile angesteckt werden
können, wozu die vorerwähnte Schwenkung um die horizontale Achse analog des. Oberkastens
von Formen erforderlich ist.
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Durch das erwähnte Schwenken des Oberkastens um eine horizontale Achse
wird einerseits das Einlegen von Kernen in den Unterkasten und auch in den Oberkasten
wegen der damit verbundenen günstigen, Sicht außerordentlich erleichtert und andererseits
das Einlegen der Kerne und Kontrollieren des Unterkastens in einer entsprechenden,
dem- Hu`ö .des Arbeitstisches gewünschten unieinstellbaren Höhe ermöglicht.
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Eine weitere Aufgabe der Maschine ist es, die Modellplatten bzw. Kernkasten
mit Hilfe einer Ausfahreinrichtung aus der getrennten Form herauszubekommen, ohne
körperliche Arbeit zu leisten, und diese dort über eine Anwärmvorrichtung zu bringen,
da einerseits bekannflich auf den Maschinentischplatten befestigte elektrische Anwärmvorricbtungen
bei Rüttelmaschinen keine lange Lebensdauer haben, während das Auflegen von Heizkörpern,
z. B. Briketts oder Holzkohlenkörben, auf Modell und Kernkasten außerordentlich
umständlich ist, und andererseits gasbeheizte Maschinentischplatten den daran befindlichen
Arbeiter duröh die Abgase sehr stören.
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Da schwere Modellplatten; leichte Modellplatten, schwere und leichte
Kernkasten beim Vibrieren einen verschieden starken und frequenzverschieldenen Vibratorschlag
benötigen, sind erfindungsgemäß verschiedene Vibratoren vorgesehen, die mit verschiedener
Frequenz arbeiten. und verschiedene Schlagstärke haben. Sie sind so geschaltet,
.daß sie entweder einzeln oder auch zusammen arbeiten können.-Für manche Zwecke
ist es günstig, die Zapfen .der weiter oben beschriebenen. Wendeplatt; als Vi'bratoren
auszubilden.
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Ein- wesentlicher Vorteil der Maschine. entsprechend der Erfindung
isst der, daß ein Mann 'an ihr sämtliche Arbeitsvorgänge au.sfüh;ren kann, die notwendig
sind, um eine vollständige Forrn bzw. einen vollständigen Kern auf den Abstellplatz
zu bringen.
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Es ist bekannt, daß gerade beim Aufteilen von Arbeitsgängen auf mehrere
Maschinen diese Arbeitsgänge zeitlich nicht gleich aufeinander abgestimmt werden
können, wodurch Verluste entstehen.. Dies ist .der Fall, wenn z. B. ein Forrnkastenteil
sehr einfach in der Herstellung ist, das andere Formkastenteil sehr kompliziert
und wenn dann noch Kerne eingelegt werden müssen, bei denen der Arbeitstakt zu keinem
der vorgenannten Arbeiten paßt.
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Weiterhin ergeben sich beträchtliche Ersparnisse an Mitteln, um einen
Maschinenpark zu schaffen, der allen Anforderungen gerecht wird, weil Vielzweckmaschinen
gemäß der Erfindung sich für alle vorkommenden Arbeiten eignen und dadurch im Gegensetz
zu Einzweckmasch.inen besser ausnutzen lassen.
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In den Abbildungen handelt es sich um. Darstellungen, die jeweils
nur das eigentliche Prinzip herausarbeiten sollen, also nicht mit der konstruktiven
Ausführung identisch sind. Prinzip insofern ve: -standen,als es sich -um das Erreichen
eines gewissen Bewegungs- oder Arbeitsvorganges handelt. Es sind also beispielsweise
Darstellungen.
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Entsprechend dem Vorgenannten kann beispielsweise das Bewegungssystem
der Positionen 22 bis 29 in den Abb. z2 und 13 durchaus konstruktiv anders gelöst
werden.
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Die *nachstehend beschriebenen Maschinenbewegungen können je nach
der Maschinengröße durch. mechanische, elektrische, pneumatische oder Flüssigkeitsantriebe
oder auch durch Handbewegungen
erzielt werden. Sie sind in den Abbildungen
und Darstellungen nicht gezeichnet, da sie mit dem eigentlichen Arbeitsprinzip der
Maschine nicht zusammenhängen.
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Das eigentliche Maschinengestell besteht aus dein Maschinengrundgestell
30 (Abb. 16), aus einer aus dem M:aschinengrundgestell 30 lotrecht herausragenden
Führungssäule 30a, auf der ein gabelförmiger Rahmen 16 höhenverstellbar und feststellbar
angeordnet ist. Das Maschinengestell ist an den jeweils angezogenen Stellen meist
nur durch Schraffur gekennzeichnet.
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In den Abb. i bis 6 ist im Längs- und Querschnitt eine zweiseitige
Modellplatte und eine fertige Form schematisch dargestellt.
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Hierbei ist Formkasten i der Unterkasten, 2 die Formstoffüllung, 3
die zweiseitige Modellplatte mit dem Oberkastenmode113a und dem Unterkastenmodell
3b, der Formkasten 4 der Oberkasten und 5 die Formstoffüllung dazu.
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Abb.7 stellt einen teilweisen Längsschnitt der Einrichtung dar, Abb.
8 einen Querschnitt und Abb. 9 eine Draufsicht.
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In Abb. 7 liegt die Modellplatte 3 in einem Wenderahmen 6, der auch
als Wendeplatte ausgebildet sein kann. Der Wenderahmen 6 trägt Wendezapfen 7, die
in Lagern. 8 liegen. Die Wendezapfen 7 können in bekannter Weise in den Lagern 8
arretiert werden. Die Lager 8 befinden sich auf einem Rahmenträger 9, welcher
Drehzapfen io trägt. Statt des Wenderahmens oder der Wendeplatte kann auch die Modellplatte
mit Zapfen ausgebildet sein.
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Abb. io zeigt eine Seitensicht auf den. Maschinentisch mit Formkasten,
Wendeplatte und Preßplatte. Es ist mit 12 der Maschinenkolben angedeutet, i i ist
der Maschinentisch und i ein .darauf befindlicher Formkasten. 6 ist der Wenderahmen,
der die nicht gezeichneten Modelle trägt, 4 ein Formkasten als Oberkasten. Die Abbildung
zeigt den Zustand, in dem mittels des Maschinentisches ii die Formkasten i und 4.
gegen die um eine horizontale Achse schwenkbare Preßplatte 13 gepre;ßt sind. Die
Preßplatte 13 ist durch nicht gezeichnete Arretierungen in dieser Lage festgestellt
und ist nach Lösen dieser Arretierung in den Lagern 14 mittels Lagerbolzen 15 schwenkbar.
Lager 14 ist auf dem. gabelförmigen Rahmen 16 angeordnet.
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In der gezeichneten Preßstellung ist der Wenderahmen mit seinen Zapfen
durch die gegen die Preßplatte 13 getätigte Preßbewegung aus, den Lagern 8 ausgehoben.
Die Preßplatte 13 trägt Spannorgane bekannter Bauart für den Oberkasten, nämlich
Zylinder 17, Kolben 18, Spannzangen i9, die mit Klauen 2o an Knaggen 21 des Formkastens
4 greifen. Es ist der Zustand des Spannens gezeichnet. Abb. ii stellt in einer Seitensicht
dar, wie mittels der Preßplatte 13 und der erwähnten Spannorgane derFormkasten 4.
geschwenkt werden kann, wenn der Wenderahmen 6 gemäß der AbU 12 abgesenkt ist. Durch
diesen Schwenkvorgang liegt die Teilfläche des Formkastens für Arbeitsoperationen:
und für Kontrollzwecke frei. Andererseits besteht die Möglichkeit, vor Absenken
des Wenderahmens 6 bei entspannten Spannorganen 17 bis 20 :die Preß.platte 13 nach
oben zu schwenken, um beispielsweise aus der Oberfläche des Formkastens 4 Federtrichter
zu ziehen, Luft zu stechen usw.
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Abb. 12 stellt eine Seitenansicht und Abb. 13 eine Draufsicht dar,
wobei in Abb.13 der Wenderahmen 6 nicht gezeichnet ist. In Abb. 12 ist der Maschinenkolben
12 und der damit verbundene Maschinentisch. i i so weit gesenkt worden, daß der
Wenderahmen 6 die Modelle aus dem Ober- und Unterkasten herausgezogen hat und die
Modelle 3a und 3b sichtbar geworden sind.. Der Formkasten 4 hängt hierbei an der
horizontal arretierten Preßplatte 13 mittels der Spannorgane 17 bis 2o und der an
ihm befindlichen Knaggen 21.
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Der Rahmenträger 9 ist über Drehzapfens io, Lager 22, Führungsstangen
23, Lager 24 im Maschinengrundgestell 3o bzw. an der Führungssäule 30a derart gelagert,
daß er mit Ansicht auf die Abb. 12 nach, links gefahren werden kann., so daß der
Raum zwischen den Trennflächen des Formkastens i und des Formkastens 2 frei wird.
Hierbei verschieben sich die Führungsstangen 23 in den Lagern 24. Die Lager 24 sind
in horizontaler Achse um .die Zapfen 25 schwenkbar. Diese sitzen in Lagergabeln
26 auf Lagerkörpern 27.
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Die Lagerkörper 27 tragen Drehzapfen 2@9 mit vertikaler Achse, die
sich in Lagern des Maschinen:-grundgestelles, 3o b:zw. der Führungs.sälule 3oa befinden.
Die Lager 24 tragen einstellbare Anschläge 28, die die Bewegung der Lager 24 um,
die Zapfen 25 begrenzen. Damit gestatten sie die Höheneinstellung des Rahmenträgers
9 in bezug auf seine Waagerechtstellung.
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Der Rahmenträger 9 kann mittels Zylinder 31 und Kolben 32 angehoben
werden, wobei er um die Zapfen 25 schwingt. Zylinder 31 ist auf oder in dem Maschinengrundgestell
3o angeordnet. Durch andere konstruktive Elemente kann der Rahmenträger 9 nicht
nur schwingbar um Zapfen 25, sondern auch genau vertikal auf und ab bewegt werden.
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In Ahb, 16 ist beispielsweise nur ein Kolben 32 vorgesehen, der auf
den Rahmenträger 9 wirkt, während nach Abb,. 13 zwei Kolben angeordnet sind, die
auf die Führungsstangen 23 wirken, um den Rahmenträger 9 anzuheben.
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Bei .der Bewegung nach links (Abb. 12) wird die Modellplatte mit den
Modellen 3a und 3b durch den Rahmenträger 9 und den Wenderahmen 6: über, eine Heizvorrichtung
33 gebracht. Diese Heizvorrichtung kann durch elektrische Widerstandsheizung, mit
Grudekoks, Gas usw. betrieben werden. Sie ist mittels Verbindungselementen 34 am
Maschinengrundgestell3o befestigt.
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Abb. 14 stellt eine Ausführungsform, der Maschine als Blasmaschine
mit angebauter Transporteinrichtung, und zwar eine Seitensicht dar. Die Preßplatte
13 trägt als Verstärkung einen Hohlkörper 35, in den durch, nicht gezeichnete Steuerorgane
Pr.eßluft eingelassen wird. Diese Pre@ßluft tritt durch nicht gezeichnete Bohrungen
in. der Preßplatte 13 in einen Behälter 36. Der Behälter 36 ist mit Blassand gefüllt.
Das
Füllen des Behälters 36 geschieht, nachdem die Preßplatte 13 nach oben geschwenkt
ist und der Kolben i2 und der Maschinentisch i i in Tiefstellung gebracht wurden,
die unterhalb der Hochstellung bzw. Anpreßstellung der Abb. 14 gezeichnet ist. Zum
Füllen selbst fährt der Behälter 36, der an den Führungsstangen 37 befestigt ist,
nach links in der Sicht auf die Abbildung: Die Führungsstangen 37 führen sich in
Lagern 38, die mit dem gabelförmigen Rahmen 16 des Maschinengestelles fest verbunden
sind. Selbstverständlich können auch andere Führungs- oder Transportorgane gewählt
werden.
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Nach Beendigung der Linksbewegung steht der Behälter 36 unter einem
Sandbunker 40, der mit dem Maschinengestell mittels Befestigungselementen 41 (Abb.
16) an: dem gabelförmigen Rahmen 16 befestigt ist. Durch bekannte Verschlüsse 42
und Zapfen 43 wird der Bunker geöffnet, so daß der Behälter 3,6 gefüllt wird.
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Der Behälter 36 hat einen in der Abbildung nicht gezeichneten Boden,
.der mit nicht gezeichneten Bohrungen versehen isst (der Boden kann auch als Sieb
ausgebildet sein), die über Blasdüsenöffnungen der Wendeplatte 44 stehen, wenn der
Behälter sich in Rechtsstellung befindet.
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Unter der Wendeplatte 44, die im Wenderahmen 6 liegt, ist ein Kernkasten(45
befestigt, durch den ebenfalls eine Düsenbohrung geht. Unter .dem Kernkasten 45
befindet sich eine Kerntroekenplatte 46, die auf dem Maschinentisch i i liegt.
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Die Abb. 14 zeigt, wie mittels des Kolbens z2 und des Maschinentisches
i i der Kernkasten 45 unter der Wendeplatte 44 und dem Behälter 36 gegen die horizontal
arretierte Preßplatte 13 angedrückt wird, so daß der San:dblasvorgang erfolgen kann,
wenn in den Hohlkörper 35 Preßluft gelassen wird. Zu erwähnen ist noch, daß von
dem Sandbehälter auch ohne Wendeplatte direkt unter den daruntergepreßten Kasten
geblasen werden kann.
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Nach Beendigung des Blasvorganges werden der Kolben 12 und der Maschinentisch
I i gesenkt, so daß der geblasene Kern 47 frei wird und auf" der Trockenplatte
46 ,der Maschine entnommen werden kann. Das Absinken der Wendeplatte 44 im Wenderahmen,
6 wird durch den Rahmenträger 9 verhindert, der über die Lager 8 und die Zapfen
7 gemäß Abb.9 nach oben drückt, was mit Hilfe des Zylinders 31 und des Kolbens 32
in Abb. 12 und 13 geschieht.
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Abb. 15 zeigt in Seitensicht einen Formkasten i auf dem Wenderahmen
6, welcher im Rahmenträger 9 ruht. Über dem Formkasten befindet sich ein: Rüttelsieb
48. Am Rüttelsieb befinden sich Preßluftzylinder 49. Das Rüttelsieb schwingt bei
Einlassen von Preßluft in Zylinder 49 durch Kolben 50., Feder 51 hin und her, da
diese Organe auf Nokken 52 von Führungsstangen 43 wirken. Das Rüttelsieb 48 hat
über die Nocken 52 mit den Führungsstangen 53 bewegliche Verbindung. Die FühTungsstanrgen
53 führen sich außerdem in Lagern 54 am Rüttelsieb 48. (Konstruktiv kann die Schwingbewegung
bzw. Siebbewegung jederzeit auch anders ausgeführt wenden.) Die Führungsstangen
53 führen sich in Lagern 55, die mit dem gabelförmigen Rahmen i.6 des Maschinengestelles
fest verbunden sind. Bei der Bewegung nach links fährt das Sieb unter den Bunker
40 und wird von da aus mit Sand gefüllt. Bei Verwendung eines anders gestalteten
Behälters, beispielsweise eines vorn offenen Kastens, kann die vorgenannte Einrichtung
auch nur zum Sandtransport verwendet werden, z. B. als Kernsandzubringer. Die Abb.
15 unterscheidet sich von der Abb. 14 dadurch, daß in dieser Abbildung der Behälter
36 der Abb. 14 durch das Rüttelsieb 48 ausgewechselt ist einschließlich der Führungselemente.
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Am Maschinengestell befindet sich gemäß Abb. 15 eine Platte 56. Diese
Platte verhindert, daß beim Einfüllen von S and aus dem Bunker 40 in das Rüttelsieb48
durch den Siebboden fallende Sandteilchen auf Maschinenteile gelangen, die sich
unterhalb der Platte 56 befinden, aber in der Abb. 15 nicht gezeichnet sind.
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Als beispielsweise Ausführung ist in Abb. 15 dargestellt, daß die
Preßplatte 13 mit einem Blaskopl 57 versehen. ist, der in bekannter Weise mit Blassand
gefüllt wird, so daß hier der Sand beim Sandblasen durch die Preßplatte 13 hindurchtreten
muß im Gegensatz zur Abb. 14, nachdem die Preßplatte 13 in- horizontale Stellung
gebracht wurde und wenn es beabsichtigt ist, Sand zu verblasen.
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In der Abb. 1q. ist im Bunker 4o mittels Lager 58 und Bolzen 59 ein
Fahrarm 6o gezeigt, der durch ein an ihm befindliches Lager Goa drehbar mit dem
Bunker 4o verbunden ist. Auf dem Fahrarm 6o rollt mittels Rolle 61, Bolzen 62, Gehänge
63 ein Hubzylinder 64, in dem ein Kolben 65 gleitet. Der Kolben 65 trägt Greiforgane
66 und 67. Der Hubzylinder 64 und der Kolben 65 sind so bemessen, daß sie fertige
Formen oder Kerne von dem Maschinentisch i.i aufnehmen können, wenn sich welche
auf diesem befinden und wenn die Preßplatte 13 hochgeschwenkt und der Rahmenträger
9 nach links gefahren ist. Nach kurzem Anlüften und Greifen der fertigen Formen
fährt diese Hebeeinrichtung 61 bis 67 auf dem Fahrarm 6o nah rechts so weit, daß
die gegriffene Last -auf dem gewollten Platz abgesenkt und abgestellt werden kann.
Abhängig von der Länge des Fahrarmes 6o und dem Drehwinkel um den, Bolzen 59 kann
also eine bestimmte Fläche mit Formen oder Kernen belegt werden. Naturgemäß: können
auch Hebezeuge anderer Bauart verwendet werden; ebenso können auch Formkasten und
Kernkasten auf die Maschine gebracht werden bzw. Kernkasten-oder Kernkastenteile
von. der Maschine aus abgelegt werden.
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Abb. 16 stellt in stark schematisierter Darstellung das Maschinenprinzip
dar. Auf dem Maschinengrundgestell 30 sitzt der Maschinentisch i i. Der vorerwähnte
Rahmenträger 9 mit dem Wenderahmen 6 ist mittels der Führungsstangen 23 nach links
verfahrbar und kommt über die Heizvorrichtung 33 zu stehen, so daß er den Raum über
dem Maschinentisch i i freigibt. In :der Rechtsstellung wird der Rahmenträger 9
durch Kolben 32 im Zylinder 3.i nach Bedarf angehoben, wie es beispielsweise für
den
Arbeitsvorgang der Abb. 14 erforderlich ist. Über dem Wenderahmen
6 befindet sich in der Rechtsstellung das Rüttelsieb 48, das mit Hilfe der Führungsstangen
53 unter den Bunker 4o gefahren werden kann.
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Der Bunker 40 sitzt auf dem gabelförmigen Rahmen 16 des Maschinengestelles
mittels Befestigungselementen 41. Der gabelförmige Rahmen 16, das Maschinengrundgestell
30 undidieFührungssäule Sod bilden zusammen das Maschinengestell, welches
derart zusammengebaut ist, daß die drei genannten Bauteile nach Bedarf gegenseitig
verstellbar und feststellbar sind. Am gabelförmigen Rahmen 16 be-
findet sich
schwenkbar die Preßplatte 13 mittels der Lager 14 und. Lagerbolzen 15. Bewegungs-
und Arretierungsvorrichtung en, Leitungen und Steurun,gsorgane usw. sind in dieser
Prinzipskizze nicht gezeichnet.
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Am, Bunker 4o ist mittels der Teile 58, 59, und Goa der Fahrarm 6o
in horizontaler Ebene schwenkbar gelagert, der die Greif-, Absetz- (gleichzeitig
Transport-) Vorrichtung 61 bis 67 trägt.
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Die Abb. 16 zeigt, daß, die Grundbauweise der Maschine darin besteht,
daß sämtliche Arbeitso@rigane der Maschine, also Wendeplatte, Wenderahmen, Rüttelsieb
usw., in einen Raum gebracht werden. können, der sich, vom Bedienungsstandort gesehen,,
hinter dem Maschinentisch befindet, und daß. die Preßplatte so ausgeführt ist, daß
sie, gleichgültig ob sie als Preßp atte oder als Sandblaskopf wirkt, um eine horizontale
Achse schwenkbar ist und hierbei den Raum über dem Maschinentisch freigibt.
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Nachstehend werden einige Arbeitsbeispiele beschrieben: In Abb. 17
ist die Maschine als Sandblasmaschine eingerichtet. Die Preßplatte 1ß ist mit einem
Sandblaskopf 57 versehen. Auf den Maschinentisch i i ist mittels des Kolbens 12,
der Kernkasten 45 an die horizontal arretierte Preßplatte 13 gepreßt. Darunter
ist der Maschinentisch i i in Absenkstellung gezeichnet, damit der Kernkasten 45
entnommen werden kann. Der Wenderahmen 6 ist nach links ausgefahren. Im Gegensatz
zu A'bb. 14 ist der Kernkasten nicht fest mit der Maschine verbunden.
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Die Abb. 18 zeigt, daß der Kernkasten 45 an der Preßplatte
13 befestigt ist, so @daß nach dem Blasvorgang und Absenken des Maschinentisches
i i der Kern 47 auf der Trockenplatte 46 steht und so aus der Maschine genommen
werden kann.
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In Abb. ig ist der Kernkästen45 mit der Preßplatte 13 nach oben geschwenkt,
damit der Kernkasten gereinigt und mit Anblasöl angeblasen werden kann. Dadurch
ist der Kern 47 auf dem, Maschinentisch i i besser zugängig.
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In Abb,. 2o ist im Gegensatz zu Abb. 17 bis ig ein zweiteiliger Kernkasten
45a und 45b zum Sandblasen gezeichnet. Die Einrichtung befindet sich in Anpreßstellung.
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Abb.2'i zeigt eine Einrichtung wie vorstehend, jedoch ist der Maschinentisch
i i abgesenkt und der Kern 47 über dem unteren Kernkastenteil 45b sichtbar. Die
Wendeplatte ist vor dem Schwenken noch arretiert. In Abb.2z ist das Kernkastenobertei145a
nach oben geschwenkt, um beispielsweise das Losteil6-8 wieder einsetzen zu können.
Auf den Kern 47 ist die Trockenschale 69 gelegt.
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Gemäß Abb. 23 ist die Wendeplatte 6 geschwenkt, und der Maschinentisch
i i ist gegen die Trocken,-schale 69 hochgefahren. Die Verriegelung der Trockenschale
mit dem Oberkasten während des Schwenkens ist nicht gezeichnet.
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In Abb. 24 ist der Kern 47 vollständig sichtbar auf der Trockenschale
69. Der Maschinentisch i i ist vollständig abgesenkt. Der Wenderahmen 6 ist nicht
gezeichnet, da er vollständig nach links ausgefahren ist. Der Kernkasten ist zum
Hantieren frei.
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In Abb. 25 ist die Maschine als Stampfmaschine eingerichtet. Die Preßplatte
13 ist hochgeschwenkt, und der Formkasten i sitzt auf der Modellplatte 7o11; diese
befindet sich fest auf der Wendeplatte 44. Die Wendeplatte 44 ist arretiert. Auf
den Maschinentisch i i sind auswechselbare Abhebestützen 72 gestellt. Beim Emporfahren
des Maschinentisches: i i erfolgt das Abheben des Formkastens i. Das; Unterkastenmodell7:ib
sitzt auf der Unterkastenmodellplatte lob, die ebenfalls an der Wendeplatte 44 angeschraubt
ist. Man kann also ohne Plattenwechsel nach einer Anzahl Unterkasten eine Anzahl
Oberkasten anfertigen.
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Die Abb.26 stellt die gleiche Einrichtung dar wie die Ab@h. 25, jedoch
ist der Formkasten i abgehoben und das Modell 7i11 sichtbar geworden.
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Die Abb. 27 zeigt, daß die Formmaschine als Maschine zum Einpressen
des Sandes von oben her eingerichtet ist. Der Formkasten i wird gegen die arretierte
Preßplatte 13 gepreßt, der Rahmenträger 9 ist nach links, ausgefahren, und
die auswechselbaren Abhebestützen 72 sitzen auf dem arretierten Wenderahmen 611,
der nach vorn offen: ist, um, unter den Maschinentisch fahren zu können.
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Die Abb. 28 zeigt, daß der Preßvorgang beendet ist. Die Preßplatte
13 ist nach oben geschwenkt und der Formkasten i mittels der Abhebestützen 72, ab,
gefangen, nachdem der Rahmenträger 9 nach rechts verfahren wurde, worauf der Maschinentisch
i i abgesenkt worden ist. Das Modell 7111 und die Modellplatte 70" sind auf
dem Maschinentisch i i sichtbar.
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Die Abb.29 zeigt die Maschine als Durchzugsformmaschine. Das Modell
7111 befindet sich. auf der Modellplatte 7o11 und diese auf dem Maschinentisch i
i. Es ist die Stellung nach dem Durchziehen gezeichnet. Der Wenderahmen 6 wird durch
den Rahmenträger 9 in oberer Stellung gehalten. Die Wendeplatte 44, die im Wenderahmen
6 liegt, hat Öffnungen zum Durchziehen des Modells 7i11. Der Formkasten i befindet
sich auf der Wendeplatte 44. Die Preßplatte 13 ist hochgeschwenkt. In:derAbb.29
ist der Einfachheit halber die Wendeplatte 44 nicht gezeichnet, sondern nur der
Wenderahmen 6.
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Abb.3o zeigt den Vorgang des Wendepressens. Der Preßvorgang ist beendet,
der Formkasten i befindet sich noch zwischen dem Maschinentisch i i und der Preßplatte
13, der Rahmenträger 9 ist eingefahren, um den Wenderahmen 6 mittels der Zapfen
7 und Lager 8 abzufangen, da dieser von dem
Maschinentisch -i i
beim Durchführen des Preßvorganges mit nach oben genommen wurde. 70a stellt die
Modellplatte für das Modell 71a dar:.
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In Abb. 31 ist die Preßplatte 13 hochgeschwenkt. Der Wenderahmen 6
wurde geschwenkt und ruht nunmehr imRahmenträger 9. Der Maschinentisch ii ist nach
beendetem Schwenkvorgang wieder hochgefahren bis zum Anstoßen an die Unterseite
des geschwenkten Formkastens i. Der Wenderahmen 6 ist gegen Drehen arretiert. .
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In Abb. 32 ist der Arbeitsvorgang der Abb. 31 in einem zeitlich späteren
Zeitpunkt dargestellt. Der Formkasten i ist jedoch auf dem Maschinentisch i i abgesenkt
und die Preßplatte 13 hochgeschwenkt. Der Rahmenträger 9 ist nach links ausgefahren,
jedoch nicht gezeichnet. Der Kern 73 ist eingelegt.
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Die Abb. 33 zeigt, daß der Formkasten i gerüttelt wurde und ,dann
..nach unten geschwenkt ist. Der Formkasten 5 ist, aufgesetzt. und, gegen die. Preß.-platte-
13 gepreßt oder auch mittels ,des Blaskopfes 57 vollgeblasen worden: Die
Spannzangen sind in Bereitstellung.
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Die Abb: 34 zeigt, .daß der Formkasten 5 mittels der Spannzangen i9
an die Preßplatte_r3 geklemmt ist. Der Formkasten z ist auf dem, 1yIaschinentisch
ii abgesenkt. Dadurch sind die Modelle-71a und 7ib frei geworden, nachdem auch der
Rahmenträger 9 gesenkt wunde gegenüber seiner Stellung in Abb. 33.
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In .der Ab-h- 35 ist der Formkasten 5 mit der Preßplatte 13 hochgeschwenkt
und der Kern 73 in den Formkasten i gelegt worden.
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In der Abb. 36 ist die- Preßplatte wieder in Horizontallage gebracht
und in dieser arretiert worden. Die Spannzangen i9 sind entspannt und der Formkasten
i mittels des Maschinentisches i i vor dem Entspannen an den Formkasten 5 herangefahren.
Damit ist die Form zugelegt, und gegebenenfalls sind Klapprahmen (beim kastenlosen
Formen) fertig zum Abschlagen..
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Abb. 37 zeigt eine Arbeitsstellung zeitlich nach dem Arbeitsvorgang
in Abb. 33. Die Preßplatte 13 ist hochgeklappt, um Gießtrichtermodelle aus dem Formkasten
5 zu ziehen.
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Die Abb. 38 zeigt die Maschine eingerichtet zum Einpressen von Modellen
von oben her in die Teilfläche des Formkastens.. Im Beispiel befindet sich das Mode117ia
auf der Modellplatte,7oa und diese sich- an der arretierten Preßplatte 13. Das Modell
7,a wird durch Emporfahren des Maschinentisches i i in den Formkasten i eingepreßt.
Es kann sich hierbei nicht nur um das Einpressen von Gußmodellen handeln, sondern
auch um das Einpressen von Gießtrichtermodellen.
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Die Ab-h- 39 zeigt die Arbeitsstellung zeitlich nach derjenigen in
A'bb. 36. Die Preßplatte 13 ist hochgeschwenkt, die zugelegte Form, bestehend
aus Formkasten i und Formkasten 5, steht auf dem Maschinentisch i i fertig zum Absetzen.
Die Modelle 71a und 7ib, die auf den Modellplatten 70a und lob sitzen, welche ihrerseits
auf der Wendeplatte 6 befestigt sind, sind mittels -des Rahmenträgers 9 nach links
gefahren.
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Die-,vorgenannten Beispiele lassen sich noch um viele vermehren; z.
B. durch Anbringen eines Drehtisches oder einer Verschiebeeinrichtung, beispielsweise
eines Supportes auf dem Maschinentisch, der Wendeplatte oder der Preßp,latte, kann
man Formen mit Oberkasten, Mittelkasten und Unterkasten herstellen, ebenso Formen
aus Oberkasten, Unterkasten. und einschwenkbarem grünem Kernstück.
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Kastenlos kann man nicht nur mit Abscblagkasten, sondern auch mit
festem-Rahmen arbeiten, indem man entweder nach dem Durchstoßverfähren, das an sich
bekannt ist, arbeitet oder nach dem Absenkverfahren, bei -dem die Rahmenteile oben
bleiben und die fertige Form nach unten abgesenkt wird. .
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Mit Hilfe der Preßplatte können Gießtrichtermodelle in den- Formkasten
eingepreßt, und entsprechend wieder herausgezogen werden, wenn.diese mit der Preßplatte
in eine -geeignete Verbindung gebracht werden, wodurch das Ausbohren von Gießtrichtern
bzw. das jedesmalige Aufstecken von Gießtrichtermodellen auf die Modellplatte entfällt.
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Mit Hilfe der Transporteinrichtung kann ein zusätzliches Kastenteil
oder ein Kernstück von einer benachbart stehenden Maschine geholt werden, um mit
ihm Formen, die auf- der Maschine gemäß der Erfindung ,hergestellt sind, zu vervollständigen.
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Bei der Verwendung der Preßplatte als Sandblaskopf bzw. Sanidblasbehälter
entsteht durch das Schwenken der Preßplatte ein Umstürzen des im Sandblaskopf bzw.
im Sandblasbehälter befindlichen Sandinhaltes, so daß nach einer Schwenkung dieses
.Glaskopfes das vor dem Blasen ursprüng-,liche gleichmäßige Sandniveau wiederhergestellt
wird, d. h. durch das Sandblasen entstandene Krater werden durch. das Umstürzen:
zum Verschwinden gebracht. Hierbei, gibt man zweckmäßigerweise dem Querschnitt des
Sandblaskopfes eine derartige Gestalt, daß er dem Schüttwinkel des Sandes entspricht.