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Hydraulische Blechziehpresse Die vorliegende Erfindung bezieht sieh
auf hydraulische Blechziehpressen derjenigen Art, welche folgende Hauptteile aufweisen:
einen inneren Ziehschlitten, einen äußeren, das zu ziehende Blech haltenden Schlitten,
durch ein hydraulisches, Druckmittel betätigte Einrichtungen, welche die Schlitten
in der Arbeitsrichtung antreiben, wobei der Blechhalteschlitten durch den Ziehschlitten
so abgestützt ist, d'aß er sich mit ihm und außerdem relativ zu ihm bewegen kann,
und Mittel, welche zwischen dem Eingriff des Halteschlittens mit dem Arbeitsstück
und dem wirksamen Eingriff des Ziehschlittens mit dem Arbeitsstück eine zeitliche
Verzögerung vorsehen, wobei der Blechhalteschlitten durch das Zurückgehen des Ziehschlittens
von d'em Arbeitsstück abgehoben wird.
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Gemäß der Erfindung ist eine Blechziehpresse der vorgenannten Art
dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen vorgesehen sind, durch die bei der Abwärtsbewegung
des Ziehschlittens während des Ziehvorganges des Arbeitskreislaufes Zylinder für
den Blechhalteschlitten zufolge einer den Zylindern aus Druckmittelspeichern zugeleiteten
konstanten Kraft auf einem vorbestimmten gleichbleibenden Druck gehalten werden
und jeder Druckmittelspeicher eine Luftkammer aufweist, welche durch eine Membran
von einem Niederdruckzylinder -getrennt ist, der einen federbelasteten Kolben aufnimmt,
an dem ein Kolben eines Hochdruckzylinders angreift und hydraulischer Druck jedem
der Hochdruckzylinder auf Grund der Reaktion zugeführt wird, die sich aus dem den
Blechhaltezylindern zugeführten hydraulischen Druck und der hydraulischen Verschiebung
aus den Schlittenrückführzylindern ergibt, wobei der letztgenannte Druck eine Verschiebung
des Hochdruckkolbens veranlaßt,
wodurch z. B. über- eine Bohrung
in v Hochdruckkolben einem Ventil Druck zugeführt wird, um den Hochdruckkolben und
Iden Niederdruckkolben in der Blechhaltestellung hydraulisch zu verriegeln.
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i Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung beispielsweise
näher erläutert.
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Fig. i ist eine schematische Darstellung; der Druckmittelleitungs-und
-regelsysteme einer Blechziehpresse gemäß der Erfindung; Fig.2 ist ein Schnitt durch
einen der Druckmittelspeicher; Fig. 3 ist eine schematische Schnittansicht eines
Halte-Rückschlagventils.
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In Fig. i ist mit i ein die Zieharbeit ausführender innerer Ziehschlitten
bezeichnet, der innerhalb eines das Werkstück während des Ziehvorganges festklemmenden
äußeren Halteschlittens 2 verschiebbar ist. Der Schlupf oder die Leerlau£bewegung,
welche gewährleistet, @daß der Arbeitsstückhalteschlitten vor dem Ziehschlitten
an dem Werkstück angreift, kann dadurch erhalten werden, daß an dem inneren Schlitten
Bolzen 3 befestigt sind, welche .durch Führungen 3' an dem äußeren Schlitten verschiebbar
hindurchgeführt sind, wobei die Köpfe dieser Bolzen und auf ihnen angeordnete Stellmuttern
3, sich gegen die Bolzenführungen legen.
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Der äußere Halteschlitten 2 trägt z. B. zwei Paar symmetrisch angeordnete,
nach oben stehende Kolben q., welche in festen senkrechten Zylindern 5 verschiebbar
sind. Längs der senkrechten Achse -der Presse sind ein oder mehrere Arbeitskolben
6 vorgesehen, die am Kopf des Ziehschlittens: i befestigt sind und in einem bzw.
mehreren festen mittleren Zylindern 7 arbeiten. Es ist angenommen, daß. nur ein
Zylinder 7 vorhanden ist, dessen Kopf einen Einlaß 8 aufweist, der durch eine Leitung
9 mit einer Haupt-Druckmittelpumpe io über ein Vierwegeventil ii verbunden-ist,
dessen Schieber durch ein Paar ferngesteuerte Solenoide iia, Mb, abwechselnd in
entgegengesetzten Richtungen angetrieben wird. Der Kopf des Zylinders 7 ist weiterhin
mit einem Vorfüllventil 12, welches mit dem Innern des Zylinders in Verbindung steht,
sowie mit einer Leitung zum Zuführen von Öl aus einem Öltank oder mit einem Ölvorratsbehälter
7' versehen, welcher den Zylinder 7 umgibt. Der Zylinder 7 ist ferner- mit einer
Leitung 13 zum Zuführen von Druckmittel versehen, um das Vorfüllventil i2 des Zylinders-?
zu öffnen. Die Leitung 13 führt von dem Vorfüllventil i2 zu einem anderen Teil des
Vierwegeventils i i, und diese Leitung hat eine Abzweigverbindung 13' .mit
einem Halte-Rückschlagventill 14, von welchem sich eine Leitung 15 erstreckt, die
durch Abzweigleitungen 16, 17 mit den unteren Enden zweier oder mehrerer Schlittenrückführzylinder
i8 verbunden ist, deren Kolben i9. nach oben .gedrückt werden, wenn der innere Ziehschlittep
in seineobere Stellung zurückgebracht werden soll. Die Kolben i9 sind an dem Ziehschlitten
i befestigt: Die Leitung 1'g, welche sich von -dem Vorfüllventil 12 des Hauptzylinders
.erstreckt, hat Abzweigungen i 3a zu Vorfüllventilen2o der Zylinder 5, und diese
Vorfüllventile 2o stehen mit einem Hauptvorratsbehälter 21 in Verbindung. Die Köpfe
der Zylinder 5 stehen über Leitungen 22 mit Ventilgehäusen 23 in Verbindung, welche
oberhalb, von Niederdruckzylindern 24 von Druckmittelspeichern 25 angeordnet sind.
Das Innere jedes Niederdruckzylinders aq. ist von dem zugeordneten Druckmittelspeicher
25 durch eine Membran 26 (Fig. 2) in einer Luftkammer 27 getrennt. Eine Feder 28
drückt einen Kolben 29 innerhalb dieses Zylinders 24 nach oben, um einer abwärts
gerichteten Kraft eines Hochdruckkolbens 30 nachgiebig entgegenzuwirken,
der in einer Bohrung 3o' in dem Ventilgehäuse 23 untergebracht ist. Dieser Hochdruckkolben
3o steuert die Zufuhr von Druckmittel zu den Arbeitsstückhaltezylindern 5. Die Antriebsverbindung
von der Speisepumpe io zu .den Zylindern 5 über die zugeordneten Teile der die Kolben
3o enthaltenden Ventilgehäuse 23 erfolgt durch Leitungen 34 die von der Leitung
9 über eine Abzweigung 32 abgenommen sind, die ein Rückschlagventil32' enthält,
.das eine Ablaßöffnung aufweist. Die Leitung 9 ist diejenige, welche das Vierwegeventil
ii mit dem Druckmitteleinlaß des Hauptzylinders 7 verbindet. Diese Abzweigungen
31, 32 gehen weiterhin durch Öffnungen des Vierwegeventils i i über eine Abzweigung
34 mit einem Verriegelungsrückschlagventil3q.' hindurch.
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jedes der Vorfüllrückschlagventile 12, 2o kann von beliebiger zweckentsprechender
Ausführung sein, umfaßt aber vorzugsweise ein Kolbenventil, das in geschlossener
Stellung durch eine Schrauibendruckfeder gehalten wird, .die auf der Stange eines
Schnarchventils arbeitet, und das entgegen Federwirkung durcheinen-druckrnittel@betätigten
Kolben an dem dem Ventil gegenüberliegenden Ende der Stange in eine Offenstellung
gedrängt wird; das Druckmittel wird' dabei aus der Leitung 13 erhalten, die von
dem Vierwegeventil, in und den von ihm ausgehenden Abzweigungen 31 kommt. Die Vorfüllrückschlagventile
2o werden geöffnet, wenn der Arbeitskolben 6, welcher den Ziehschlitten i betätigt,
nach oben gedrückt wird. Beim Abwärtshub wird zufolge derVerbindung d'erVorfüllrückschlagventi'le
20 mit dem Hauptvorratsbehälter 2.1 ein Vorfüllvorgang durch einen Sog erhalten,
welcher innerhalb der Zylinder während der Anfangs- oder Leerlaufdruckstufe erhalten-
wird, bis der Hauptdruck wirksam wird, um die Kolben q. der Halteschlittenzylinder
5 anzutreiben.
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Steuerdruck zum Betätigen des Vierwegeventils ii wird aus- einer Steuerpumpe
35, erhalten, welche von einem Motor 35 angetrieben werden kann, der die
Druckmittelpumpe io, antreibt. Eine zweckentsprechende Filtereinrichtung 36 und
eine geeignete Kühleinrichtung 37 sind in Verbindung mit diesen Pumpen vorgesehen,
und ein Drucklastungsventil 38 ist in der Druckmittelzuleitung-von der Pumpe io
zum Vierwegeventil i i angeordnet.
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Die Druckmittelspeicher 25 mit ihren zugeordneten Niederdruckzylindern
24 und Ventilgehäusen 23, welche die Hochdruckkolben 3o aufnehmen, bilden Einheiten,
deren jede. als Druckspeicher für dieHaltezylinder 5 arbeitet, und jeder Druckmittelspeicher
"
2'5 hat' eine Verbindung 39. von seinem unteren Ende zu einem Luftdruck- und Luftmengen-Messer
40, einem Ablaßventil. 41 und einem Druckregler 42, während das: obere Ende jedes
Druckmittelspeichers 25 mit der Membran- oder Luftkammer 27 des Niederdruckzylinders
24 in Verbindung steht. Die Luftkammer 27 ist an der Stelle, wo sie die untere Wandung
des Zylinders 24 bildet, mit Löchern 27' versehen und hält die Membran 26 an 'Ort
und Stelle; welche zu geeigneter Zeit nachgibt, um dem Druckmittel -zu gestatten,
aus dem Niederdruckzylinder 24 in die Kammer 27 einzutreten. Die Verbindung 22,
zu jeder Leitung22 wird an dem oberen erweiterten Ende der Bohrung 30' abgenommen.
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Aus der vorstehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß das Ventilgehäuse
23 einen Hochdruckzylinder aufweist, d. h. die Bohrung 30', welche den Kolben
30 enthält, der gleichachsig mit dem Niederdruckzylinder angeordnet ist.
Wenn - daher die Druckmittelreaktion aus den Zylindern 5 im wesentlichen vollständig
auf die Kolben 30 wirksam wird, sobald die Arbeitsstückhaltestufe erreicht
ist, werden die Hochdruckventile 30 entgegen dem Einfluß der Druckmittelspeicher
25 und der Federn 28 nach unten gedrückt, um eine Verbindung des Druckmittels mit
Absperrventilen 44 herzustellen, die in einem vorbestimmten Ausmaß durch Federn
44, belastet sind, wodurch die Ventile 44 jeweils quer zu einem zugeordneten Einlaß
31" welcher die entsprechende Leitung 31 aufnimmt, in die Schließstellung gedrückt
werden. Diese Verbindung wird zufolge einer mittleren Bohrung 3o, am oberen Ende
des Kolbens 3o erhalten, dessen unterem Ende (Öffnung durch den Umfang des Kolbens
3o hindurch) gegenüber eine Querbohrung 30b gebracht wird, die mit dem Ventil 44
und einem Rückschlagventil 50 (über die Zweigbohrung 30,) in Verbindung steht. Durch
jedes der Ventile 50 wird über Leitungen 49 eine Verbindung zu einem Druckminderventil
45 hergestellt, welches einen durch ein Ventil gesteuerten Auslaß 45, zu dem Vorratsbehälter
aufweist. Ein hydraulischer Druck auf den Rückschlagventilen 5o, welcher ihrem Anheben
entgegenwirkt, kann in feinen Grenzen durch ein Ventil 55 eingestellt werden, über
welches und über ein Einweg- oder Rückschlagventil56 Druck aus der Leitung 34 erhalten
werden kann.
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Jedes Ventilgehäuse 23 .hat einen durch das. Rückschlagventil
50 kontrollierten Auslaß Sod zu dem Vorratsbehälter.
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Das Halte-Rücksch'lagventil 14 (Fig. 3) ist durch die Leitung 15 mit
den Schlittenrückfühmzylindern i8 über eine Bohrung 15, und mit der Leitung 13'
verbunden, .die mit der Leitung 13 über eine Bohrung 13, verbunden ist, in welche
ein feder-@belastetes Ventil 140 eingesetzt ist, das eine Querbohrung 14o' aufweist,
welche über eine Bohrung 140, mit der Abzweigung 13' über ein Ventill 141 in Verbindung
steht. Das Ventil 141 weist eine Bohrung 141, auf, welche mit einem Entlastungsventil
14, in Verbindung, steht, das .dahin arbeitet, eine Auslaßboh rung 43J abzuschließen,
welche die Leitung 43 aufnimmt, die über das Vierwegeventil I I
j zu den Zylindern
5 führt, wie dies oben auseinandergesetzt ist. Die Bohrung 14r, des. Ventils 141
ist vollständig durch das Ventil hindurch fortgesetzt, so daß das Ventil 141 durch.
den hydraulischen Druck auf seinem Sitz gehalten wird, wenn ein Schieberventil 42,
welches durch ein Solenoid 14' betätigt wird, sich unter der Wirkung seiner Feder
142, schließt. Eine Leitung 13b kann, wenn das Solenoid mittels einer Nockenvorrichtung
erregt wird, den hydraulischen Druck oberhalb, des Ventils 141 zurück zur Leitung
13' entlasten.
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Die Arbeitsweise der Presse ist folgende: Beim Betätigen des Abwärtsdruckknopfes
ider Solenoide Ub und 1q.' des Vierwegeventils i i bzw. des Halte-Rückschlagventils
14 während der Näherungsphase des Arbeitskreises wird das Vierwegeventil i i so
eingestellt, daß die Pumpe io Druckmittel dem Hauptzylinder 7 und den Zylindern
5 zuführt, während das Halte-Rückschlagventi114 gestattet, daß Druckmittel aus den
Schlittenrückführungszylindern i8 durch die Öffnungen 40' in dem federbelasteten
Einwegventil 14o und das. Ventil 141 des Halte-Rückschlagventils 14 und von dort
durch die Abzweigung 13' und die Leitung 13 zu einem vorbestimmten Ausmaß in den
Vorratsbehälter entweicht, so daß die beiden Schlitten i und :2 gemeinsam nach abwärts
gehen, wobei der Arbeitsstückhalteschlitten 2 durch den Ziehschlitten i getragen
wird. Die Verschiebung des Arbeitskolbens 6 durch Schwerkraft und der Kolben 4 der
Zylinder 5 während der Anfangsphase des Arbeitskreishubes wird durch die Vorfüllventile
12 und 2o ermöglicht.
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Für die Kreislaufphase der langsamen Abwärtsbewegung und der anfänglichen
Speisung der Zylinder 5 wird bei einem vorbestimmten einstellbaren Abstand der Schlitten
von dem Arbeitsstück der verhältnismäßig freie Druckmittelstrom aus den Schlittenrückführzylindern
18 auf einer Strecke, die gleich der Länge eines Nockens für langsame Ab-
wärtsbewegung
ist, welcher die Enterregung des Solenoids i4' des Ventils 14 verursacht, abgeschnitten,
um das Schieberventil 142, welches durch das Solenoi.d betätigt wird, in der Absperrstellung
zu halten. Dadurch wird die Abwärtsbewegung der Schlitten angehalten, und das Druckmittel,
welches in den Rückführzylindern 18 verbleibt, ist nun durch das Entlastungsventil
14, eingeschlossen oder eingeriegelt. Da die Pumpe jedoch in die Zylinder 7 und
5 fördert, durch welche der Arbeitskolben 7 und die Arbeitsstückhaltekolben 4 herunterge@dTückt
werden, erhöht sich der Druck in den Rückführzylindern 18 bis zur Einstellung des
Entlastungsventils 1q., des Ventils 14, welches durch den Einfluß des Druckes des
durch die Bohrung 141, des Ventils 141 hindurchgehenden Druckmittels geöffnet wird.
Der Abfluß aus dem Entlastungsventil 14, erfolgt dann durch die Leitung 43 über
das Vierwegeventil i i, die Leitung 34, die Leitungen 31, die Kolben 30 in den Köpfen
der Druckmittelspeicher 25 in die Arbeitsstückhaltezylinder 5. In dem Augenblick,
in dem der Halteschlitten 2 das Arbeitsstück berührt, werden alle Zylinder 5 mit
Druckmittel unmittelbar
aus .der Pumpe io mit einem Druck gespeist,
der gleich dem im Hauptzylinder 7 erforderlichen Druck ist, um das Druckmittel in
den Rückführzylindern 18 durch das Entlastungsventil 14, hindurchzuführen.
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Bei der schließlichen Arbeitsstück-Halte- und -Belastungsphase des
Hubes des Arbeitskreislaufes ist die Stellung derart, daß bei der weiteren Abwärtsbewegung
des Arbeitskolbens 6 das Druckmittel, welches aus den Rückführzylindern 18 verschoben
und über,die Leitungen 16, 17, 15, 43, 34 31 in die Haltezylinder 5 geführt ist,
den Druck in den Haltezylindern 5 veranlaßt, sich zu erhöhen, bis die Hochdruckkolben
3o entgegen dem Einfluß der Federn 28 und- des Luftpolsters.- in den Luftspeichern
25 nach abwärts gedrückt werden, bis die Bohrung 30, in den Kolben 3o mit
der Bohrung. 30b in den Ventilgehäusen 23 in Verbindung gelangen', so daß die Ventile
44 entgegen dem Einfluß der vorher eingestellten Federn 44" nach aufwärts gedrückt
werden. Auf diese Weise wird die Zufuhr zu jedem einzelnen Arbeitsstückhaltezylinder
5 durch die Ventile 44 unterbrochen, wenn sie die vorbestimmte Einstellung ihres
zugehörigen Druckmittelspeichers 25 erreichen. Überschüssiges ,bewegtes Druckmittel
wird durch die Leitungen 49 und das Druckminderventil 45 verteilt; das weiterhin
als Entlastungsventil arbeitet. Das Rückschlagventil5o. in jedem Ventilgehäuse 23
wird durch den Rückdruck dieses überschüssigen Druckmittels, welches zum Ventil
45 geht, geschlossen gehalten.
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Während der Ziehphase des Hubes des Arbeitskreislaufes halten die
Zylinder 5, während der Ziehschlitten i sich abwärts bewegt, einen gleichbleibenden
vorbestimmten Druck zufolge der konstanten Kraft aufrecht, welche durch ihre zugehörige
Druckmittelspeicher 25 ausgeübt wird. Wenn der Ziehschlitten einen vorbestimmten
Hub erreicht hat oder wenn ein vorher bestimmter Druck des Druckmittels im Hauptzylinder
7 erreicht ist, wird das entsprechende durch Fernsteuerung betätigte Ventilantriebssolenoid
(ii, oder Lib) durch die Fernsteuereinrichtungen betätigt, und das Vierwegeventil
ii wird veranlaßt, sich umzukehren, um die Pumpenförderung über die Leitung 13,
Abzweigung 13' und- das federbelastete Ventil 140, das durch das Druckmittel in
der Leitung 13 angehoben wird, in die Rückführzylinder iß abzugeben und weiterhin
zu den verschiedenen Steuerkolben der Vorfüllventile 12 und 2o zu führen.
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Da durch das Arbeiten des Vierwegeventils ii eine Entlastung des Zylinders
7 erfolgt ist, kann sich das Vorfüllventil 12 öffnen, und danach wird der Zylinder
7 mit dem Vorratsbehälter in Verbindung gebracht, wodurch eine sofortige Zurückbewegung
des Ziehschlittens ermöglicht wird, während der Druck in den Arbeitsstückhaltezylindern
5 durch die Wirkung ihrer zugehörigen Druckmittelspeicher 25 aufrechterhalten bleibt.
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Sobald der sich aufwärts bewegende Ziehschlitten i einen vorbestimmten
Abstand von der Stelle erreicht hat, an der er den Arbeitsstückhalteschlitten 2
aufnimmt, wird das Druckminderventi.l 45 veranlaßt, sich zu öffnen, und auf .diese
Weise wird über die Abzweigung 46 eine regelbare Menge dee von der Pumpe geförderten
Druckmittels in die Leitung 13 zu dem Rückführzylinder geleitet. Dadurch wird der
Ziehschlitten veranlaßt, sich vor .dem Aufnehmen des Halteschlittens langsamer zu
bewegen. Das Öffnen des Druckminderventils 45 hat weiter die Wirkung, daß in dieser
Stufe der Druck in den Haltezylindern 5 vermindert wird, wodurch ihren zugehörigen
Vorfüllventilen 2o gestattet wird, sich zu öffnen und eine Verbindung zwischen diesen
Zylindern und dem Vorratsbehälter herzustellen, wodurch die Rückkehrbewegung des
Arbeitsstückhalteschlittens erleichtert wird.
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Wenn die Schlitten die vorbestimmte und einstellbare obere Grenzstellung
erreichen; wird das Vierwegeventil ii veranlaßt, sich in eine neutrale Stellung
zu verschieben, wodurch die Pumpenabgabe durch Nebenwegleitungen 47 zum Vorratgbehälter
geführt wird, während das Druckmittel in den Rückführzylindern i8 durch das selbsttätige
Arbeitendes Halte-Rückschlagventils 14 eingeschlossen wird, und dadurch wird verhindert,
daß die Schlitten sich wieder abwärts bewegen, bis die Presse absichtlich betätigt
wird.
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Das Ausmaß der Bewegung der Presse bei dem Riicklcehrhub kann durch
ein von Hand betätigtes Ventil 52- gzsteuert werden, -welches die Leitung 13 durch
eine Leitung 46 über ein Einwegrückschlagventil mit dem Auslas des Druckminderventils
45 in Verbindung bringt. Um weiterhin die Druckmittelzuführungsleitung zu öffnen,
so daß eine unzulässige Bewegung des Arbeitskolbens 6 nach abwärts verhindert wird,
kommt der Kolben i9@ eines der Rückführzylinder i8 mit einem Ab@laßventil 53 in
Eingriff, das- ,durch eine Leitung 54 mit einem Auslaßrohr 59 verbunden ist, um
das Druckmittel aus der Leitung g abzulassen. _ Ein ferngesteuertes Solenoidventil
6o wird betätigt, um die Leitung 9 über die Abzweigung 32 und eine Leitung 61( mit
dem Auslaßrohr 59 zu verbinden. Das Ventil 6o ist ein Vierwegeventil, damit eine
Verriegelungswirkung erhalten werden kann.
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Wie oben bereits erwähnt, dienen `die Druckmittelspeicher 25 dem Zweck,
eine Menge des Druckmittels bei einem vorbestimmten Druck aufzuspeichern, das zum
Aufrechterhalten des Druckes in den den Rohling haltenden Zylindern 5 verwendet
werden kann, wie sie bei hydraulischen Pressen .benutzt werden, und wie oben angedeutet
wurde, tritt das Druckmittel zum Beschicken der Zylinder 5 in jede Speichereinheit
über die zugeordnete Leitung 31 durch eine Bohrung 31Q des Ventilgehäuses 23 ein,
welches durch' das Absperrventil 44 durchquert wird, und das Druckmittel geht von
der Bohrung 31, durch die Bohrung 34 zu dem erweiterten oberen Ende der Bohrung
30', welche in einer Seite einen Auslaß zu dem zugeordneten Arbeitsstückhaltezylinder
5 aufweist.
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Jeder Druckmittelspeicher 25 wird derart mit Druckluft beschickt,
daß er gegenüber dem Hochdruckkolben 30 den gewünschten Widerstand ergibt, d. h.
den -Druck des Druckmittels, der in ,dem zugeordneten
Arbeitsstückhaltezylinder
5 gewünscht wird. Der Niederdruckzylinder 24 hat eine Verbin-. ,dung 24a zu dem
Vorratsbehälter, und, diese Verbindung 24, ist mit einem Rückschlagventil 24b versehen,
um einen freien Dürchfluß von dem Vorratsbehälter zu dem Zylinder zu erhalten. Eine
Bohrung 30, (die gewöhnlich durch einen Stopfen 30f verschlossen ist) in
dem Kolben 30 steht mit der den Hochdruckzylinder bildenden Bohrung 30' und
der Oberseite des Niederdruckzylinders 24 in Verbindung, damit der Niederdruckzylinder
gemäß nachfolgender Beschreibung von einer Hilfspumpe mit Druckmittel gespeist werden
kann.
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Da der Druck des Druckmittels in dem Arbe'itsstückhaltezylinder 5
ansteigt und schließlich .den Widerstand des Hochdruckkolbens 30 überwindet, verschiebt
dieser Kolben durch Einwirken auf den Niederdruckkolben 29 das Druckmittel im Niederdruckzylinder
24 in die Luftkammer 27, deren Membran 26 die Luft von dem Druckmittel in dem Niederdruckzylinder
isoliert.
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Wenn der Hochdruckkalben 30 genügend weit verschoben worden
ist, um eine Verbindung zwischen der Hauptzufuhrleitung 3i und- der Bohrung 30b,
in dem Ventilgehäuse herzustellen, welches mit den Absperr- und Rücksoh.lagventilen
44 bzw. 50 in Verbindung steht, wird das Absperrventil 44 in die Sperrstellung gedrängt,
und dadurch wird ein weiterer Strom des Druckmittels durch die zugeordnete Zufuhrleitung
22 hindurch abgesperrt.
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Wenn im zweckentsprechenden Zeitpunkt während: des Rückkehrhubes das
Druckmittel in den Zylindern 5 durch das Druckminderventil 45 abgelassen werden
soll, bewirkt eine Verminderung des Drukkes oberhalb des Rüokschlagventils 5o in
der das Ventil mit dem Vierwegeventil i i verbindenden Leitung 34, daß das Rückschlagventil
50 geöffnet wird, so daß der Druck, der vorher die Absperrventile 44 in der
angehobenen Stellung (d. h. in der geschlossenen Stellung) hielt, genügend verkleinert
wird und dadurch die Federn 44, auf die Absperrventile 44 einwirken können, um sie
zu öffnen, wodurch bei 45a ein freier Durchflluß. von den Zylindern 5 über die Leitungen
31 zu dem Druckminderventil 45 und von dort zum Vorratsbehälter hergestellt wird.
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Der Luftdruck in den Druckmittelspeichern 25 wird nun natürlich jedwedes
Druckmittel, das noch in der Luftkammer 27 enthalten ist, verschieben, wobei die
Feder 28 dazu dient, den Kolben 29 im Niederdruckventil zu verschieben, und infolgedessen
wird der Hochdruckkolben 30 in die voll angehobene Stellung gebracht, was
bewirkt, daß hydraulische Druckmittel, welches in .dem Niederdruckzylinder 24 durch
Heraussickern verloren gegangen sein kann, durch das Rückschlagvenfi124v wieder
ergänzt wird.
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Es kann eine Hochdruckpumpe ioa mit kleinem Volumen vorgesehen werden,
deren Abgabeseite mit der gemeinsamen Druokmittelleitung verbunden iSt, welche:
die verschiedenen Druckmittelspeicher speist. Diese Hilfspumpe ioa hat die Wirkung,
daß die Speicherkapazität aufrechterhalten bleibt, falls zufolge eines kleinen Leckes
oder einer Ausdehnung des Pressenrahrnens während des Ziehvorganges diese Kapazität
vorzeitig erschöpft worden ist. Ein nicht benutzter Teil der Fördermenge dieser
Hilfspumpe wird durch das Druckminderventi145 verteilt, das als Entlastungsventil
arbeitet.
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Abgesehen von der notwendigen Verbindung dieser Hilfspumpe ioa mit
dem Leitungssystem ist nur das Entfernen des Stopfens 30f von dem unteren Ende .des
Hochdruckkolbens 30 jedes Speichers zum Zwecke der Einstellung notwendig.
Dadurch wird zum Vorratsbehälter ein Aus,laß geöffnet, der :etwa auf halbem Weg
.der Länge -dieses Kolbens angeordnet ist.