[go: up one dir, main page]

DE2064353A1 - Hydraulische Metallpulverpresse für das Trocken- und Naßpreßverfahren - Google Patents

Hydraulische Metallpulverpresse für das Trocken- und Naßpreßverfahren

Info

Publication number
DE2064353A1
DE2064353A1 DE19702064353 DE2064353A DE2064353A1 DE 2064353 A1 DE2064353 A1 DE 2064353A1 DE 19702064353 DE19702064353 DE 19702064353 DE 2064353 A DE2064353 A DE 2064353A DE 2064353 A1 DE2064353 A1 DE 2064353A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
metal powder
powder press
pressure
valve
press according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19702064353
Other languages
English (en)
Other versions
DE2064353B2 (de
DE2064353C3 (de
Inventor
Severin Dipl.-Ing.; Waldherr Edmund; 8000 München; P Ginzel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wilhelm Bussmann KG
Original Assignee
Wilhelm Bussmann KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wilhelm Bussmann KG filed Critical Wilhelm Bussmann KG
Priority to DE19702064353 priority Critical patent/DE2064353C3/de
Priority to NL7117647A priority patent/NL7117647A/xx
Publication of DE2064353A1 publication Critical patent/DE2064353A1/de
Publication of DE2064353B2 publication Critical patent/DE2064353B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2064353C3 publication Critical patent/DE2064353C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • B30B15/16Control arrangements for fluid-driven presses
    • B30B15/18Control arrangements for fluid-driven presses controlling the reciprocating motion of the ram
    • B30B15/186Controlling the return movement of the ram, e.g. decompression valves
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • B30B15/16Control arrangements for fluid-driven presses

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Control Of Presses (AREA)

Description

  • Hydraulische Metallpulverpresse für das Trocken-und Naßpreßverfahren Die Erfindung betrifft eine hydraulische Metallpulverpresse mit einer einen Formhohlraum enthaltenden Matrize, einem den Formhohlraum von unten begrenzenden Unterstempel und einem von einem durch Druckmedium beaufschlagten Oberkolben getragenen, in die Matrize einfahrbaren Oberstempel, bei der der Oberkolben in einem Zylinder verschiebbar ist, welcher über eine Zuleitung für das Druckmedium und ein darin geschaltetes, steuerbares 4/3-Wege-Ventil mit eine Förderpumpe in Verbindung steht.
  • Metallpulverpressen der vorstehend geschilderten Art werden zur Herstellung von Sinterpreßteilen eingesetzt. Bei dem sogenanntei Trockenpreßverfahren wird in den durch Zurückfahren des Oberstempels oben offenen Formhohlraum der Matrize eine durch das Volumen des Formhohlraumes definierte Menge trockenen Metallpulvers mittels eines Füllschiebers eingefüllt. Daraufhin wird der Formhohlraum durch Einfahren des Oberstempels geschlossen und anschließend das darin enthaltene trockene treckeDn. Mittllpulver mnahen schlagartig verdicha Die schlagartige Verdichtung wird dadurch erzielt, daß in den den Oberkolben enthaltenden Zylinder Druckmedium mit einer relativ großen Fördermenge je Zeiteinheit zugeführt wird. Anschließend wirdin dem sogenannten Abziehverfahren - nach dem Anheben des Oberstempels-die Matrize relativ zum Unterstempel nach unten abgezogen und dadurch der Preßling freigelegt.
  • Im Trockenpreßverfahren werden Zahnräder, Kurvenscheiben, Gelenkaugen aus Eisen und Legierungspiilver hergestellt d.h. Metallteile, für die eine zerspanende Herstellung teuer wäre. Die Herstellung verschiédenartiger Dauermagnete aus Peritten oder Mischferitten erfolgt im sogenannten Naßpreßverfahren, bei dem das Ferittpulver mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit vor dem Einfüllen in die Preßform aufgeschlemmt wird. Das Naßpreßverfahren unterscheidet sich jedoch in seinem Verfahrensablauf grundlegend von dem vorstehend geschilderten Trockenpreßverfahren. Denn beim Maßpreßverfahren wird die Metallpulveraufschlämmung in den durch den Oberstempel bereits geschlossenen Formhohlraum mit einem Druck eingespeist, der mehrere Atmosphären betragen kann. Weiterhin ist es wesentlich, den eigentlichen Preßvorgang durch Niederfahren des Oberstempels möglichst langsam einzuleiten und durchzuführen, um die in der Aufschlämmung enthaltene Flüssigkeitsmenge auszupressen und aus dem Formhohlraum absaugen zu können. Wird zu rasch verpreßt, so besteht die Möglichkeit, daß in dem fertigen Preßteil Feuchtigkeitsschlieren enthalten sind, die dessen Brauchbarkeit in Frage stellen. Schließlich ist es für den Erfolg des Naflpreßverfahrens von ausschlaggebender Bedeutung, das Teil nach vollzogenem Preßhub und Drchaltunl""S8W UCk zu entlasten, um zu verhindern, daß das Teil bei der Druckentlastung gesprengt wird.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zu Grunde, eine hydraulische Metallpulverpresse der eingangs geschilderten Art so auszubilden, daß sie zur Durchführung der beiden, in ihren Verfahrensabläufen so entgegengesetzten, vorstehend geschilderten Preßverfahren geeignet ist, Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß in die Zuleitung ein den Durchfluß in Richtung zur Förderpumpe unterbreohendes Element und mindestens ein die wirksame Fördermenge an Druckmedium herabsetzendes Element sowie eine den Zuleitungsraum des Zylinders mit dem Raum niedrigen Druckes verbindende Drossel einschaltbar sind.
  • Durch die Einschaltung eines den Durchfluß in Richtung zur Förderpumpe unterbrechenden Elementes ist es möglich, den Oberkolben in einer Lage zu halten, in der der Oberstempel den Formhohlraum schließt, während eine Schlammpumpe od. dgl. die Metallpulveraufschlämmung in den Formhohlraum einspeist. Durch die Anordnung eines die wirksame Fördermenge an Druckmedium herabsetzenden Elementes hingegen wird die für das Trockenpreßverfahren erforderliche hohe Fördermenge so stark herabgesetzt, daß der Oberkolben sich im Zylinder nur sehr langsam verschieben kann. Schließlich dient die den Zuleitungsraum mit einem Raum niedrigeren Druckes, z.B. dem Tank, verbindende Drossel dazu, das im Zuleitungsraum enthaltene vorgespannte Druckmedium bei der Entlastung nur sehr langsam in den Tank rückfließen zu lassen, so daß eine weiche Entlastung erfolgt.
  • Zweckmäßigerweise ist das den Durchfluß in Richtung zur Förderpumpe unterbrechende Element ein Sperrschieber oder ein gesteuertes Rückschlagventil. Das Rückschlagventil muß deshalb gesteuert sein, da die Rückführung des im Zuleitungsraum des Zylinders enthaltenen Druckmediums bei der Durchführung des Trockenpreßverfahrens nicht über die vorstehend erwähnte Drossel erfolgt, sondern durch das übrige 4/3-Wege-Ventil, welches in der Zuleitung angeordnet ist.
  • Um zu verhindern, daß in dem zwischen dem Sperrschieber oder dem gesteuerten Rückschlagventil und dem Zuleitungsraum befindlichen Leitungsabschnitt oder in der Matrize selbst unzulässig hohe Kräfte auftreten die z.B. durch einen zu hohen Förderdruck der Schlammpumpe erzeugt sein können, ist in einer vorteilhaften Weiterbildung des Erfindungsgedankens in dem erwähnten Leitungsabsehnitt ein Sicherheitsventil eingeschaltet.
  • Durch die anordnung eines Sperrschiebers oder eines gesteuerten Rückschlagventils wird eine Rüekströxung von Druckmedium aus dem Zuleitungsraum des Zylinders in Richtung zur Förderpumpe unterbunden und dadurch der Oberkolben in der Sehiießlage stabilisiert. In einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Presse kann jedoch der Oberkolben mit einer vorwählbaren Kraft in der SchlieX-lage gehalten werden, wenn in die Zuleitung ein Druckbegrenzungsventil eingeschaltet ist, das bei Übersteigen des Haltedruckes, sei es durch einen zu hohen Förderdruck der Schlammpumpe, die Zuleitung zu dem Tankraum öffnet. Bei dieser Ausführungsform ergibt sich allerdings eine Rückströmung von Druckmedium aus dem Zuleitungsraum, wenn der Förderdruck der Schlammpumpe zu groß ist. Zweckmäßigerweise ist deshalb das Druckbegrenzungsventil einstellbar.
  • Erfindungsgemäß wird als das die wirksame Fördermenge herabsetzende Element ein 3-Wege-Stromregler eingesetzt. In einer zweckmäßigen Weiterbildung ist vorgesehen, daß parallel zu diesem 3-Wege-Stromregler ein weiterer 3-Wege-Stromregler geschaltet ist, um unterschiedliche Hubgeschwindigkeiten des Oberstempels einstellen zu können. Dies ist beispielsweise dann wünschenswert, wenn nach einer sehr langsamen anfänglichen Preßgeschwindigkeit des Oberstempels die in der Aufschlämmung enthaltene Flüssigkeitsmenge weitgehend entfernt worden ist und nunmehr eine höhere Preßgeschwindigkeit den Preßzyklus verkürzen soll. Die Zyklusverkürzung kommt insbesonders bei einem großen Preßhub des Oberkolbens d.h. bei hohen Preßteile zur Geltung.
  • Zweckmäßigerweise ist die Drossel, die den Zuleitungsraum des Zylinders mit dem Raum niedrigen Druckes verbindet, in dem Zuleitungsabschuitt zwischen dem 4/3-Wege-Ventil und dem Zylinder eingeschaltet und ebenfalls regelbar.
  • Weitere Vortcile und Merkmale der erfindungsgemäßen Presse ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der beiliegenden Zeichnungen sowie aus weiteren Unteransprüchen.
  • Es zeigen: Figur 1 ein Schaltschema der erfindungsgemäßen Metallpulverpresse; Figur 2 eine Modifikation eines Schaltungsdetails in der Zuleitung; Figur 3 eine weitere Modifikation des gleichen Schaltungsdetails in der Zuleitung und Figur 4 ein Ifubdiagramm für einen Naßpreßvorgang, bei dem der Hub des Oberstempels über der Zeit aufgetragen ist.
  • In dem Schaltschema gemäß Figur 1 ist der mechanische Teil der Presse mit einer Matrize 1, einem von unten den Formhohlraum 2 nbschließenden Unterstempel 3 und einem von oben her in den Formhohlraum 2 einfahrbaren Oberstempel 4 dargestellt. Der Oberstempel 4 ist mechanisch mit einem Oberkolben 5 verbunden, der in einem Zylinder 6 verschiebbar ist.
  • Die Bewegung des Oberkolbens 5 erfolgt durch Zuführung von Druckmedium in den Zuleitungsraum 7 des Zylinders 6 durch eine Zuleitung 8, die über ein 4/3-Wege-Ventil9zu einer Förderpumpe P führt. Das 4/3-Wege-Ventil 9 ist durch Elektromagnete in bekannter Weise so schaltbar, daß däs Absenken und Anheben des Oberkolbens 5 in den jeweiligen Verfahrensstufen des Preßvorganges bei laufender Förderpumpe P erfolgt. Die Leitung 10 stellt die Verbindung vom Zylinderraum 6 zum 4/3-Wege-Ventil 9 und schließlich zur Förderpumpe P dar.
  • Die vorstehend geschilderten Steuerungselemente sind grundsätzlich zur Durchführung eines Trockenpreßverfahrens ausreichend. Mierzu wird durch die Förderpumpe P bei der am weitesten links gezeichneten Schaltstellung des 4/3-Wege-Ventils 9 eine relativ große Fördermenge des Druckmediums über die Zuleitung 8 in den Zuleitungsraum 7 des Zylinders 6 eingespeist und dadurch der Oberkolben 5 zusammen-mit dem Oberstempel 4 sehr schnell in den Formhohlraum 2 geschoben.
  • Durch Umsteuern des 4/3-Wege-Ventils 9 in die mittlere Schaltstellung wird die Zuleitung 8 unmittelbar zum Tank T kurzgeschlossen und gleichzeitig der Zuleitungsraum 7 des Zylinders 6 schlagartig druckentlastet. Zugleich wird das Ö1 der Förderpumpe P nahezu drucklos zum Tank umgeleitet. Anschließend erfolgt eine Umsteuerung in die am weitesten rechts gezeichnete Schaltstellung, in der die Förderpumpe P mit der Leitung 10 und der Zuleitungsraum 7 mit dem Tank T verbunden werden. Hierdurch wird der Oberkolben nach oben in seine Ausgangsstellung gebracht.
  • Gemäß der Darstellung in Figur 1 ist in der Zuleitung 8 weiterhin ein Steuerschieber 11 vorgesehen, durch dessen Umschalten in die in der Zeichnung rechts dargestellt Schaltstellung das von der Förderpumpe P geförderte Druckmedium in eine Zuleitung 8'und über einen 3-Wege-Stromregler 12 fließt. Durch den 3-Wege-Stromregler 12 wird ein einstellbarer Teil der von der Förderpumpe P gelieferten Fördermenge abgeleitet und die wirksame, dem Zylinder 6 zugeführte Fördermenge dadurch herabgesetzt. Durch Einschalten eines weiteren 3-Wege-Stromreglers 13, der mit der Zuleitung 8 durch einen weiteren Steuerschieber 14 in Verbindung gebracht werden kann, läßt sich die wirksame, dem Zylinder 6 zugeführte Fördermenge auf einen größeren Wert einstellen, woraus eine höhere Geschwindigkeitsstufe des Oberkolbens 5 resultiert.
  • In der Zuleitung 8 ist weiterhin ein Sperrschieber 15 vorgesehen, der normalerweise auf Durchlaß geschaltet ist. Wie nachfolgend noch im Einzelnen erläutert wird, unterbindet der Sperrschieber 15 in seiner Sperrstellung eine Pückströmung von Druckmedium aus dem Zuleituugsraum 7 über die Zuleitung 8 in Gegenrichtung zur Förderpumpe P. Um das Ansteigen des Druckes in dem Leitungsabschnitt zwischen dem Sperrschieber 15 und dem Zuleitungsraum 7 auf unzulässig hohe und die Bauteile der Presse gefährdende Werte zu verhindern, ist in diesem Abschnitt ein Sicherheitsventil 16 eingeschaltet.
  • Vom Zuleitungsraum 7 führt eine Leitung 17 über eine regelbare Drossel 18 und einen normalerweise in Sperrstellung befindlichen Steuerschieber 19 zum Tank T. Die Förderpumpe P ist eine mehrstufige Hochdruckpumpe, bei der über einen Regelteil 20 ein stufenweises Abschalten von Förderkolben möglich ist. Zweckmäßigerweise kommt für die Förderpumpe P eine Hochdruck-Asialkolbenpumpe mit einem Regelteil gemäß der deutschen Patentschrift 1 140 084 zum Einsatz.
  • Die Schieber 11, 14, 15 und 19 sowie der Regelteil 20 der Hochdruckpumpe werden hydraulisch betätigt und stehen zu diesem Zweck über zugeordnete Magnetventile 11', 14', 15', 19',und 20' mit einer Steuerdruckleitung 21 in Verbindung, die von einer Steuerdruckpumpe SP beaufschlagt ist. Der Übersichtlichkeit halber ist in dem Schaltschema gemäß Figur 1 das von der Förderpumpe P beaufschlagte Leitungsnetz stark ausgezbgen, während die Steuerdruckleitungen zur Betätigung der Schieber sowie nlle Tankleitungen schwach gezeichnet sind.
  • Anstelle des in Figur 1 strichEUaktiert eingekreisten Sperrschiebers 15 kann gemäß Figur 2 ein steuerbares ückschlagventil so eingeschaltet werden, daß die Zuleitung 8 in Richtung zur Förderpumpe P gesperrt ist.
  • In einer weiteren Ausführungsform können der Sperrschieber 15 bzw. das gesteuerte Rückschlagventil 22 und das Sicherheitsventil 16 durch die in Figur 3 dargestellte Schaltung ersetzt werden. In dieser Schaltung ist zwischen der Förderpumpe P und dem Zuleitungsraum 7 der Zuleitung 8 über einen normalerweise in Durchgangsstellung befindlicher, magnetbetätigter Steuerschieber 23 ein Druckbegrenzungsventil 24 zugeordnet. Durch dieses Druckbegrenzungsventil wird, wie nachfolgend noch näher erläutert, in einem bestimmten Zeitintervall des Arbeitsablaufes der Druck in der Zuleitung 8 auf einem Haltedruck gehalten, der nur um einen geringen Betrag über dem Wert liegt, der der durch den Innendruck im Formhohlraum 2 auf den Oberstempel 4 ausgeübten Kraft entspricht.
  • Die Arbeitsweise der erfindungsgembßen Presse ist folgende: Soll im Trockenpreßverfahren gearbeitet werden, so bleiben die Magnetventile 11', 14', 15', 9' und 20' stromlos und die zugehörigen Schieber sowie der Regelteil 20 der Förderpumpe P befinden sich in der in Figur 1 gezeigten Schaltstellung. Soll nunmehr die Presse für die Durchführung eines Naßpreßvorganges eingerichtet werden, so werden die erwähnten Magnetventile durch Umlegen eines nicht dargestellten Schalters in einer den Bewegungsablauf des Oberkolbens bestimmenden Reihenfolge an Spannung gelegt und dadurch die zugehörigen Schieber von dem Steuerdruck in der Steuerdruckleitung 21 betätigt. Gemäß dem Diagramm in Figur 4 vollzieht sich dann folgender Verfahrensablauf: Zuerst fährt, ausgehend vom Hub 0, der Oberkolben 5 im Eilgang bis zum Punkt E und von dort, gesteuert durch einen nicht dargestellte Endschalter, mit einer langsameren Geschwindigkeit bis in die Position , in der der Oberstempel 4 1 bis 3 mm in die Matrize 1 eintaucht und dort verweilt. Während dieser Haltestellung befindet sich das 4/3-Wege-Ventil 9 in der mittleren Schaltstellung.
  • Nunmehr wird der Sperrschieber 15 umgesteuert und der Formhohlraum 2 durch eine nicht dargestellte Schlaimtipumpe mit der Metallpulveraufschlämmung gefÜllt. Auf Grund der Unterbrechung der Zuleitung 8 wirsl ein Rückfluß von Druckmedium unter der Einwirkung des im Formhohlraum 2 aufrecht erhaltenen Druckes verhindert und auf diese Weise der Oberkolben 5 in seiner Füllage stabilisiert. Sobald die Matrize 2 gefüllt ist, wird über ein, z.B. von einem nicht dargestellten Druckschalter, gegebenes Kommando die Schlammpumi>e abgeschaltet, eine ebenfalls nicht dargestellte Absaugpumpe zur absaugung der im folgenden Preßvorgang ausgepreßten Flüssigkeit aus dem Formhohlr2um 2 angeschaltet und der Sperrsciiieber 15 erneut in die Durchlaßstellung verbracht. Gleichzeitig wird der Steuerschieber 11 in die rechte Schaltstellung geschaltet, so daß nunmehr die von der Förderpumpe P gelieferte Fördermenge über die Zuleitung 8' fließt und durch den ersten 3-Wege-Stromregler 12 auf einen sehr niedrigen Wert begrenzt wird. Dadurch bewegt sich der Oberkolben 5 mit einer ersten, 'sehr langsamen Geschwindigkeit aus der Position Ej zur Position E2 (Figur 4). ZweckmäBigerweise ist gleichzeitig durch Anlegen von Spannung an das Magnetventil 20' der Regel teil 20 der Förderpumpe mit einem Raum niedrigen Druckes in Verbindung gebracht worden, so daß dadurch die Förderpumpe P mit ihrer minimalen Fördermenge arbeitet. Gewissermaßen stellt dieser Schaltschritt eine Grobeietellmig der Förderm nge für die erste Hubgeschwindigkeit im Preßhub dar, während durch den 3-Wege-Stromregler 12 die Feineinstellung erfolgt.
  • Im Punkt E2 ist die in der Metallaufschlämmung enthaltene Flüssigkeitsmenge völlig ausgepreßt, so daß nunmehr mit einer etwas höheren, durch den ,-Wege-Stromregler 13 bestimmten Hubgeschwindigkeit gefahren we den kann. Dieser 3:geStromregler ist durch entsprechendes Schalten des Steuerschiebers 14 zugeschaltet worden. Während der flruckhaltezeit T fördert nun die Förderpumpe P mit ihrer minimalen Fördermenge, so daß während dieser Zeit der Oberstempel 4 mit einer konstanten Druckkraft auf den Preßling einwirkt.
  • zum Ende der Druckhaltezeit T kommt das Magnetventil 19' unter Spannung, wodurch der Steuerschieber 19 auf DurchlaX geschaltet wird, so daß sich der Druck im Zuleitungsraum 7 des Zylinders 6 über die Drossel 18 innerhalb eines Zeitintervalls von 1/10 bis 1 Sekunde je nach Drosseleinstellung auf den im Tank T herrschenden Druckwert abbaut. Dadurch erfolgt ein weicher Entlastungsvorgang, der einen im Preßling auftretenden Entspannungsschlag, der zur Zerstörung des Preßlings führen könnte, verhindert. Die Druckhaltezeit T wird zweckmäßigerweise durch ein nicht dargestelltes Zeitrelais vorgewählt. Einweiteres, ebenfalls nicht dargestelltes Zeitrelais bestimmt die Entlastungszeit. In dieser Zeit arbeitet nach wie vor die Förderpumpe mit ihrer minimalen Fördermenge über die Drossel zum Tank.
  • Nach dem Entlasten werden das 4/3-Wege-Ventil 9 in die rechte Schaltstellung verbracht und das Magnetventil 20' stromlos geschaltet, so daß der Oberkolben 5 zusammen mit dem Oberstempel 4 wieder schnell mittels der viRen Liefermenge der Förderpumpe P fahren kann.
  • Wird die in Figur 3 dargestellte Schaltung verwentlet, so wird der dort gezeigte Steuerschieber 23 zu dem Zeitpunkt betätigt, zu auch der Sperrschieber 111 die Sperrstellung verbracht wírd Dadurch tritt das Druckbegrenzungsventil 24 in Funktion und begrenzt den in dem entsprechenden Leitungsabschnitt der Zuleitung 8 auftretenden Druck auf den eingestellten Wert.
  • Mittels der erfindungsgemäßen Metallpulverpresse ist es möglich, sowohl im Trocken- als auch im Naßpreßverfahren zu arbeiten, wobei die Umstellung von dem üblicherweise durchgeführten Trockenpreßverfahren auf das Naßpreßverfahren lediglich durch Einschalten einiger weniger Steuerungselemente erfolgt, die die Anpassung an den völlig andersartigen Verfahrensablauf bewirken.

Claims (10)

  1. Fatentansprüche
    Metallpulverpresse mit einer einen Formhohlraum Hydraulische enthaltenden Matrize, einem den Formhohlraum von unten begrenzenden Unterstempel und einem von einem durch Druc'unedium beaufschlagten Oberkolben getragen, in die Matrize einfahrbaren Oberstempel, bei der der Oberkolben in einem Zylinder verschiebbar ist, welcher über eine Zuleitung für das Druckmedium und ein darin geschaltetes, steuerbares 4/3-Wege-Ventil mit einer Förderpump v adurch gekennzeichnetX daß in die Zuleitung (8, 8') ein den Durchfluß in Richtung zur Förderpumpe (P) unterbrechendes Element (15, 22) und mindestens ein dic wirksame Fördermenge an Druckmedium herabsetzendes Element (12, 13) sowie eine den Zuleitungsraum (7) des Zylinders (6) mit dem Raum niedrigen Druckes (T) verbindende Drossel (18) einschaltbar sind.
  2. 2. Metallpulverpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das den Durchfluß in Richtung zu Förderpumpe (P) unterbrechende Element ein Sperrschieber (18) oder ein gesteuertes Rückschlagventil (22) ist.
  3. 3. Metallpulverpresse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Sperrschieber (15) oder dem gesteuerten Rückschlagventil (22) und dem Zylinder (6) ein Sicherheitsventil (i6) eingeschaltet ist.
  4. 4. Hydraulische Metallpulverpresse mit einer einen Formhohlraum eni haltenden Matrize, einem den Formhohlraum von unten begrenzenden Unterstempel und einen von einem durch Druckmedium beaufschlagten Oberkolben getragenen, in die Matrize einfahrbaren Oberstempel, bei der der Oberkolben in einem Zylinder verschiebbar iat, welcher über eine Zuleitung für das Druckmedium und ein darin geschaltetes, steuerbares 4/3-Wege-Ventil mit einer Förderpumpe, dadurch gekennzeichnet, daß in die Zuleitung (8) ein regelbares Druckbegrenzungsventil (24) und mindestens ein die wirksame Fördermenge an Druckmedium herabsetzendes Element (12, 13) sowie eine den Zuleitungsraum (7) des Zylinders (6) mit dem Raum niedrigen Druckes (T) verbindende Drossel (18) einschalbar sind.
  5. 5. Metallpulverpresse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das die wirksame Fördermenge herabsetzende Element ein 3-Wege-Stromregler (12, 13) ist.
  6. 6. Metallpulverpresse nrch Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu dem 3-Wege-Stromregler (12) ein weiterer 3-Wege-Stromregler (13) geschaltet ist.
  7. 7. Metallpulverpresse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Drossel (18) regelbar ist.
  8. 8. Metallpulverpresse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Drossel (18) die Zuleitung (8) mit dem Raum niedrigen Druckes (T) in dem Zuleitungsabschnitt (8) zwischen dem 4/)-aSege-Ventil (9) und den Zylinder (6) verbindet.
  9. 9. Metallpulverpresse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuschaltung der Elemente (12, 13, 15, 18, 22) durch hydraulisch gesteuerte, über Magnetventile betätigte Steuerschieber erfolgt.
  10. 10. Metalipulverpresse nach einen oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderpumpe (p) mengenregelbar ist.
    Leerseite
DE19702064353 1970-12-30 1970-12-30 Steuerung für hydraulische Metallpulverpresse für das Trocken- und NaBpreBverfahren Expired DE2064353C3 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19702064353 DE2064353C3 (de) 1970-12-30 1970-12-30 Steuerung für hydraulische Metallpulverpresse für das Trocken- und NaBpreBverfahren
NL7117647A NL7117647A (de) 1970-12-30 1971-12-22

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19702064353 DE2064353C3 (de) 1970-12-30 1970-12-30 Steuerung für hydraulische Metallpulverpresse für das Trocken- und NaBpreBverfahren

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2064353A1 true DE2064353A1 (de) 1972-07-13
DE2064353B2 DE2064353B2 (de) 1974-09-05
DE2064353C3 DE2064353C3 (de) 1975-04-24

Family

ID=5792508

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19702064353 Expired DE2064353C3 (de) 1970-12-30 1970-12-30 Steuerung für hydraulische Metallpulverpresse für das Trocken- und NaBpreBverfahren

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE2064353C3 (de)
NL (1) NL7117647A (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2606261A1 (de) * 1975-02-28 1976-09-09 Motala Verkstad Ab Hubbegrenzungsvorrichtung bei hydraulischen pressen mit mehreren presszylindern
RU2279980C1 (ru) * 2004-11-25 2006-07-20 Федеральное Государственное Унитарное Предприятие "Красноармейский Научно-Исследовательский Институт Механизации" Гидравлический пресс
RU2307738C1 (ru) * 2005-12-01 2007-10-10 Федеральное Государственное Унитарное Предприятие "Красноармейский Научно-Исследовательский Институт Механизации" Гидравлический пресс
CN105673603A (zh) * 2016-03-09 2016-06-15 合肥工业大学 一种液压机组节能驱动系统及其协调控制方法

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4129367A1 (de) * 1991-09-04 1993-03-11 Schuler Gmbh L Schaltungsanordnung zum regeln der geschwindigkeit eines druckzylinders
RU2183161C1 (ru) * 2001-01-31 2002-06-10 Абаев Александр Шамилевич Гидропривод пресса
RU2217315C2 (ru) * 2001-10-11 2003-11-27 Лукьянов Владимир Ильич Гидравлический пресс (варианты)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2606261A1 (de) * 1975-02-28 1976-09-09 Motala Verkstad Ab Hubbegrenzungsvorrichtung bei hydraulischen pressen mit mehreren presszylindern
RU2279980C1 (ru) * 2004-11-25 2006-07-20 Федеральное Государственное Унитарное Предприятие "Красноармейский Научно-Исследовательский Институт Механизации" Гидравлический пресс
RU2307738C1 (ru) * 2005-12-01 2007-10-10 Федеральное Государственное Унитарное Предприятие "Красноармейский Научно-Исследовательский Институт Механизации" Гидравлический пресс
CN105673603A (zh) * 2016-03-09 2016-06-15 合肥工业大学 一种液压机组节能驱动系统及其协调控制方法

Also Published As

Publication number Publication date
DE2064353B2 (de) 1974-09-05
DE2064353C3 (de) 1975-04-24
NL7117647A (de) 1972-07-04

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2603891C3 (de) Antrieb zum Bewegen eines Einspritzkolbens einer Druckgießmaschine
DE102020201216B4 (de) Hydraulische Gießeinheit
DE2032070A1 (de) Druckmittelbetatigte Umsteuervorrichtung
DE2512480B2 (de) Ventilvorrichtung für einen hydraulisch betätigbaren elektrischen Leistungsschalter
EP0335939B1 (de) Hydraulische antriebsvorrichtung
DE2064353A1 (de) Hydraulische Metallpulverpresse für das Trocken- und Naßpreßverfahren
DE1484641B2 (de) Hydraulisches Steuersystem für ein Schürfkübelfahrzeug
DE1601732A1 (de) Hydraulische Anlage
DE102019220133B4 (de) Hydraulische Gießeinheit
DE1758615C2 (de) Druckgießmaschine mit Multiplikator
DE1106571B (de) UEberdruckeinrichtung fuer Druckmittelmotore
DE3233046A1 (de) Elektrohydraulische steuervorrichtung
DE2432774A1 (de) Verfahren zur steuerung des vor- und ruecklaufes eines werkzeuges an einer bearbeitungsmaschine und vorrichtung zur ausfuehrung des verfahrens
DE3014868A1 (de) Druckgiessmaschine
DE2051855A1 (de) Automatisches Dampfungsventil
DE4226893C2 (de) Hydraulische Drucksteuerung für einen Verbraucher sowie Verfahren zur Ansteuerung eines hydraulischen Verbrauchers unter Verwendung einer solchen Drucksteuerung
DE2647151A1 (de) Gesteuertes verbundventil
DE2122797A1 (en) Pressure di e casting hydraulic power system - with accumulators and intensifyer for casting piston
WO2004101263A1 (de) Antrieb für eine stanz- oder umformmaschine
DE1082964B (de) Druckabhaengige Einrichtung zur Ausloesung von elektrischen oder mechanischen Schaltimpulsen
AT207200B (de) Steuerung für hydraulische Schmiedepressen
DE2652111C2 (de)
DE2127398A1 (de) Hydrostatisches Reversiergetriebe
DE9218312U1 (de) Hydraulische Drucksteuerung eines Verbrauchers
DE1130154B (de) Formschliesseinrichtung an hydraulisch betriebenen Spritzgussmaschinen od. dgl.

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
EHJ Ceased/non-payment of the annual fee