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DE883884C - Verfahren zum Veredeln von Textilgut und sonstigem Fasermaterial - Google Patents

Verfahren zum Veredeln von Textilgut und sonstigem Fasermaterial

Info

Publication number
DE883884C
DE883884C DEF2962D DEF0002962D DE883884C DE 883884 C DE883884 C DE 883884C DE F2962 D DEF2962 D DE F2962D DE F0002962 D DEF0002962 D DE F0002962D DE 883884 C DE883884 C DE 883884C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fiber material
paraffin
textile goods
fabric
finishing textile
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF2962D
Other languages
English (en)
Inventor
Arnold Dr Doser
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF2962D priority Critical patent/DE883884C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE883884C publication Critical patent/DE883884C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/322Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing nitrogen
    • D06M13/395Isocyanates

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Verfahren zum Veredeln von Textilgut und sonstigem Fasermaterial Es ist bereits vorgeschlagen worden, Textilien, Papier, Cellulosehydratfolien u. dgl. dadurch zu veredeln, daß man das Gut mit Lösungen von höheren Al1Lyl- oder Naphthenisocyanaten. mit mindestens io Kohlenstoffatomen im Molekül unter Nacherhitzen behandelt. Hierdurch sollen insbesondere gute Hydrophobiereffekte erreicht werden. Eine ähnliche, ebenfalls bekannte Arbeitsweise besteht darin, daß man das Gut mit niedrigmol-elularen aliphatischen polyfunkt,ionell-en Isocyanaten sowie mit höhermolekularen Alkoholen bzw. Phenolen, Carbonsäuren oder Aminen behandelt und dann ebenfalls einer Wärmebehandlung unterwirft. Auch in diesem Fall sollen gute Hydropho ,iereffekte beobachtet werden. Im ersteren Fall hat man eine Reaktion zwischen. Hydroxylgruppen der Cellulose und den Isocyanatgruppen angenommen, während man im zweiten Fall angenommen hat, d.aß die polyfunktionellen Isocyanate mit einem Teil der Isocyanatgruppen ebenfalls mit der Cellulose reagieren, während der andere Teil sich an die gleichzeitig angewandten Alkohole, Phenole, Säuren oder Amine addiert.
  • Es wurde nun die überraschende Feststellung gemacht, daß man besonders waschechte Hydrophobiereffekte auf Textilien und sonstigen Fasermaterialien, wie Papier, Leder u. dgl., erzielen kann, wenn man das Gut mit Lösungen von Paraffin, Wachsen oder wachsähnlichen Stoffen und mono-oder polyfunktionellen Isocyanaten behandelt und es dann auf Temperaturen, erwärmt, die über dem Schmelzpunkt des Paraffins bzw. der Wachse liegen. Diese Effekte sind deshalb besonders überraschend, weil die Wachse und wachsähnlichen Stoffe ebenso wie Paraffin keine mit Isocyanaten reaktionsfähigen Gruppen enthalten. Es ist infolgedessen nicht die Möglichkeit einer chemischen Fixierung im Sinn .der vorbekannten: Verfahren gegeben. Als monofunktionelle Isocyanate seien solche mit höheren Alkylresten, wie Octadecylisocyanat, erwähnt. Als polyfunktionelle Isocyanäte kommen in erster Linie aliphatische und aromatische Diisocyan.ate, wie Hexamethylen- oder Toluylendiisocyanat; in Frage. Ferner seien lösliche Umsetzungsprodukte von polyfunktilone@llen Hydroxylverbindungen tmit einem Überschuß an Diisocyanaten erwähnt, welche also freie Isocyanafgruppen enthalten. Diese Isocyanate werden vorzugsweise in indifferenten Lösungsmitteln, wie Estern oder Chlorkohlenwasserstoffen, zur Anwendung gebracht. Als Wachse bzw. Wachsmischungen kommen sowohl solche auf Basis von ?Taturstoffen als auch solche auf synthetischer Basis in Frage. Beispielsweise seien Montanwachs und .die durch Ketonisierung von Tranfettsäuren erhältlichen Produkte, erwähnt. Selbstverständlich können nebenher auch noch Verbindungen, welche ein oder mehrere reaktionsfähige Wasserstoffatome enthalten, mitverwendet werden. , Beispiel i Man imprägniert ein läichtes Zellwollgewebe mit einer Lösung von io, g Oktadecylisocyanat und Iog Paraffin, Schmelzpunkt 52 bis 54° pro- Liter Tetrachlorkohlenstoff, und erwärmt 15 Minuten auf i io°. Das Gewebe ist besser wasserabstoßend als ohne Verwendung von Paraffin. Die wasserabstoßende Wirkung ändert sich auch durch zehn Wäschen bei 45° mit 3 g Seife und i g Soda pro Liter Wasser, Flotte i :2-5, nicht, vorausgesetzt, -daß nach jeder Wäsche die Seife gut ausgespült wird. Beisp.i.el2 Man. iimp@rägniert ein leichtes Zellwollgewebe oder ein Taffebgewebe aus Viskose mit einer Lösung von zog Hexamethylends:isocyanat und io g einer Wachsmischung, enthaltend 5g °/o- Paraffin, I I °/o Ceresin, I9 °/o Montansäureester sowie i i °/o hochmolekulare neutralisierte Fettsäuren aus der Paraffinoxydation, und erwärmt das Gewebe io Minuten lang auf go°, dann io Minuten auf i io°. Das Gewebe ist nach wiederholtem Waschen mit zog Seifenpulver bei 45° noch gut wasserabstoßend. Dia wasserabstoßende Wirkung .ist auch nach zehn Wäschen bei $5° mit io g Seife noch gut.
  • Auf gleiche Weise kann man Regenmantelstoff aus Baumwolle oder aus Kunstseide hervorragend waschecht hydrophojiieren. Acetatseide erhält nach dieser Arbeitsweise einen waschbeständigen Abspüleffekt. Auch Wolle wird dadurch -waschecht hydrophobiert. Statt Hexamethylendiisocyanat kann man auch Toluylerrdiisocyanat, Oktadecylphenylerl@di.isocyanat, i, i2-Dodecandii-socyanat mit etwa gleicher Wirkung verwenden. Beispiel 3 Mit zog des Dii:socyanats, das man durch Umsetzung von i Mol Stearyldiäthanolamid; aus Stearylchlorid und Äthanolamin nach Schotten.-Baumann hergestellt; mit 2 iMol Hexamethylendiisocyanat erhält, und io g der im Beispiel i verwendeten Wachsmischung pro Liter Tetrachlorkohlenstoff imprägniert man wie in den obigen Beispielen Zellwollgewebe.
  • Auch hierbei erhält man eine vorzügliche waschbeständige Hydrophobienwirkung auf dem Gewebe, das gleichzeitig einen weichen, vollen Griff erhält. Beispiel 4 Man imprägniert ein Zellwollgewebe mit io g Hexamethylendiisocvanat und ro g eines durch Ketonisnerung von Tranfettsäure entstehenden Kondensationsproduktes, wie im BeispieUi beschrieben. Man erhält einen sehr gut waschbeständigen Hydrophobiereffekt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII: Verfahren .zum Veredeln von Textilgut oder sonstigem Fasermaterial, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gut mit Lösungen von mono, oder polyfunktionellenIsocyanaten und Paraffin, Wachsen oder wachsähnlichen Stoffen behandelt und dann auf Temperaturen erwärmt, die über dem Schmelzpunkt des Paraffins bzw. ,der Wachse liegen.
DEF2962D 1944-07-30 1944-07-30 Verfahren zum Veredeln von Textilgut und sonstigem Fasermaterial Expired DE883884C (de)

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