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Gliedstütze für das männliche Glied
Die Erfindung betrifft eine Gliedstütze
für das männliche Glied und besteht erstens aus einer aus weichem elastischem Material,
wie Schwammgummi od. dgl., gebildeten rechteckigen bzw. etwa rechteckigen Platte
in bzw. auf der in Längsrichtung ein oder mehrere, vorzugsweise zwei elastische
stabförmige Einlagen und auf der fernerhin ein quer zu den Stäben in der Nähe der
einen Schmalseite der Platte verlaufender, diese nur teilweise über deckender Wulst
angeordnet sind, und zweitens aus einer halbkugelförmigen oder ähnlich gestalteten,
aus weichem elastischem Material, wie Schwammgummi, gebildeten, vorzugsweise auf
seiner flachen Seite mit einer Vertiefung versehenen Kopf wobei drittens beide Teile
im am Glied angelegten Zustand durch ein übergeschobenes Präservativ gehaltern werden.
Für die neue Vorrichtung wird zweckmäßig eine Schwammgummiplatte von beispielsweise
5 mm Stärke verwendet. Als stabförmige Einlagen können vorzugsweise Stahlstäbchen
von etwa 0,5 mm Stärke und 3 mm Breite dienen. Gegebenenfalls können auch stäbchenförmige
Einlagen aus anderem Material verwendet werden. Wesentlich ist, daß diese Einlagen
dem gebildeten Glied eine genßgende Starrheit bzw. Steifheit verleihen bei hinreichender
Nachgiebigkeit. Die stabförmigen Einlagen werden unsichtbar und unfühlbar in. die
Platte eingearbeitet bzw. mit dieser verbunden. Sie liegen zweckmäßig in einem Abstand
von etwa 3 cm voneinander, und zwar unsymmetrisch zur Längsmittellinie der Platte,
so daß diese in einen schmäleren und einen breiteren Teil unterteilt wird.
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Die neue Vorrichtung wird in der Form angelegt, daß das männliche
Glied in gestreckter Lage derart auf die Platte zwischen den beiden stabförmigen
Einlagen gelegt wird, daß der Eichelhals auf dem quer verlaufenden, vorzugsweise
aus Gummi bestehenden Wulst zu liegen kommt. Darauf wird zunächst die schmale Längsseite
um das Glied gelegt un.d dann die breitere Längsseite. Die Stütz-
stäbchen
liegen dann auf der Unterseite des Gliedes, sie stören nicht und üben auch keinerlei
unangenehmen Druck aus. Die Stützstäbchen können auch an anderer Stelle liegen.
Ihr Abstand voneinander wird zweckmäßig so gewählt, daß sie sich nicht diametr,al
einander gegenüberliegen, sondern beispielsweise in einem rechten Winkel gegeneinander
versetzt, damit eine gleichmäßige Steifheit nach allein Seiten erzielt wird. Nachdem
die Platte um das Glied gelegt ist, wird als Abschluß der Kopf aufgesetzt und das
Ganze durch ein übergeschobenes Präservativ gehalten.
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In die Platte können mehrere Löcher vorzugsweise entlang den stabförmigen
Einlagen eingelassen sein. Dadurch wird eine Transpiration und bessere Wärmeübertr,agung
ermöglicht.
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Die eine Schmalseite der Platte kann länger als die andere, ausgebildet
sein, wobei die eine oder beide Längsseiten gebogen oder in einem Winkel zueinander
verlaufen können. Die breitere Schmalseite wird dann um das Glied gelegt, s'o daß
dieses übler eine größere Fläche umfaßt wird. Dadurch wird verhindert, daß bei einer
Schwellung des Gliedes die Vorrichtung sich löst bzw. verrutscht.
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Die Längskanten der Platte werden zweckmäßig abgeschrägt, um störende
Erhöhungen bzw. Unebenheiten zu vermeiden.
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Die Vertiefung in dem Kopf dient zur Aufnahme etwaiger Absonderungen.
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Die neue Vorrichtung hat den Vorteil, ein künstliches Glied vollkommener
natürlicher Weichheit und Elastizität zu bilden. Die Vorrichtung it, einfach im
Aufbau, ohne jede störende Halterung, einfach im Anlegen und ohen Hilfsmittel, wie
Bandagenhalterung od. dgl., zu tragen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
dargestellt, und zwar zeigt Abb. I eine Platte und Abb. 2 einen Kopf.
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In die Schwammgummiplatte 1 von etwa 5 mm Stärke nnd einer Fläche
von etwa I3 X 16 cm sind zwei feinste Stahlstäbchen 2 von etwa 0,2 Stärke und 3
mm Breite unsichtbar und praktisch unfühlbar in Längsrichtung eingearbeitet. In
der Nähe der einen Schmalseite 3 ist ein etwa über 2/8 der Breite der Platte I reichen
der Wulst 4 aufgearbeitet.
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In Längsrichtung sind vier Reihen kleiner Löcher zair besseren Transpiration
und Wärmeübertragung eingestanzt. Die beiden Längskanten 6 und 7 sind abgeschrägt.
Die eine Schmalseite 8 ist etwas länger als die andere Schmalseite 3, so daß die
Gestalt der Platte etwas von einem Rechteck abweicht.
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Dabei kann die Längskante, 7 etwas gebogen verlaufen.
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Der Kopf 9 ist etwa halbkugelförmig ausgebildet und mit einem mehr
oder minder langen Hals 10 versehen. In das flache Ende ist eine Vertiefung ii eingelassen,
die der Aufnahme von etwaigen Absonderungen dient. Der Kopf 9 besteht ebenfalls
aus einem Stück mehr oder minder porösem Schwammgummi.
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Die Prothese wird in der Art angelegt, daß das männliche Glied in
gestrecktem Zustand zwischen die beiden Stahlstäbchen 2 und die Platte 1 gelegt
wird, und zwar so, daß der Eichelhals auf dem Gummiwulst 4 zu liegen kommt. Dann
wird zunächst die schmale Seitenfläche 12 und darüber dann die breitere Seitenfläche
13 nm das Glied herumgelegt. Dann wird auf das freie Ende als Abschluß der Kopf
g aufgesetzt und über das Ganze ein Gummischutz gestreift, der die Prothese in ihrer
Lage hält. Die Prothese sitzt infolge der Rauheit der Platte und infolge der elastischen
Spannung des Gummischutzes genügend fest. Die Prothese läßt sich leicht anlegen
und kann ohne Verwendung besonderer Befestigungsmittel längere Zeit bequem getragen
werden. Bei Schwellungen gibt die Vorrichtung genügend und ohne Behinderung nach.
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Damit die Platte auch in diesem Fall genügend fiest sitzt, ist die
eine Schmalseite 8 breiter aus gebildet und kann entsprechend weiter um das Glied
herumgelegt werden, um den nötigen Halt zu sichern.
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Die Stahlstäbchen liegen dabei etwa in einem Abstand von 3 cm auf
der unteren Seite des Gliedes an einer Stelle, an der sie weder hinderlich noch
wahrnehmbar sind.
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Durch die Abschrägung der Längskanten 6 und 7 wird erreicht, daß
störende Erhöhungen vermieden werden.