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DE889048C - Verfahren zur Entaschung von Steinkohlenschwelpech - Google Patents

Verfahren zur Entaschung von Steinkohlenschwelpech

Info

Publication number
DE889048C
DE889048C DER2304D DER0002304D DE889048C DE 889048 C DE889048 C DE 889048C DE R2304 D DER2304 D DE R2304D DE R0002304 D DER0002304 D DE R0002304D DE 889048 C DE889048 C DE 889048C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pitch
ash removal
solution
black coal
ash
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER2304D
Other languages
English (en)
Inventor
Erich Dr Frese
Guenther Dr Ibing
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ruhr Oel GmbH
Original Assignee
Ruhr Oel GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ruhr Oel GmbH filed Critical Ruhr Oel GmbH
Priority to DER2304D priority Critical patent/DE889048C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE889048C publication Critical patent/DE889048C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C1/00Working-up tar
    • C10C1/18Working-up tar by extraction with selective solvents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Working-Up Tar And Pitch (AREA)

Description

  • Verfahren zur Entaschung von Steinkohlenschwelpech Bei der Verarbeitung von Steinkohlenschwelpech, z. B. bei der Hydrierung oder bei der Herstellung von Elektrodenkoks, stört der geringe Gehalt des Pechs an anorganischen Stoffen. Durch einfache Filtration einer Lösung des Schwelpechs in einem geeigneten Lösungsmittel sind diese nicht zu entfernen, da der größte Teil der Verunreinigung in metallorganischer Bindung mit @Sauerstoffverbindungen des Pechs vorliegt. Diese Verbindungen sind öllöslich und können durch mechanische Hilfsmittel, wie Filter, Schleudern u.sw., nicht abgetrennt werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß es gelingt, diese metallorganischen Verbindungen zu zerstören und die anorganischen Verunreinigungen dadurch ö1-unlöslich zumachen, wenn man die Schwelteerlösung einige Zeit auf Temperaturen von über 3100°, vorzugsweise q.oo bis 5oo°, erhitzt. Eine so behandelte Lösung hat nach der Filtration nur noch einen. sehr geringen Aschengehalt.
  • Es wurde weiter gefunden, daß .man den Genalt an anorganischen Stoffen ebenfalls herabsetzen kann, indem man die Pechlösung bei erhöhter Temperatur, z. B. ioo bis 25o°, m-it geringen Mengen, z. B. o, i bis i °/o elementarem ,Schwefel behandelt. Die Pechlösung besitzt danach zwar eine etwas schlechtere 'Filtrierbarkeit, das Filtrat ist aber praktisch aschefrei.
  • Die günstigsten Ergebnisse werden erzielt, wenn rbeide Maßnahmen kombiniert, d. h. das Erhitzen auf über 300° in Gegenwart von o,1 bis r% Schwefel vornimmt. .Durch die thermische Behandlung wird, neben der Zerstörung der organischen Metallverbindung auch eine- Depolymerisation, der-Pechmoleküle erreicht. Diese bewirkt, .daß die Pechlösung sich nach der Behandlung wesentlich besser filtrieren läßt. Die Filtrierfähigkeit kann durch Zu- -gabe von Stoffen mit großer Oberfläche, z. B. Kieselgur, noch verbessert werden.
  • Durch die Behandlung mit Schwefel bei -hoher Temperatur wird das Pech gleichzeitig dehydriert. Etwa So % des eingesetzten Schwefels wird zu H2 S. Daneben werden Wasserstoff und gasförmige Paraffinkohlenwasserstoffe, vorwiegend Methan und Äthan, abgespalten. Die Vergasung beträgt etwa 10/a, bezogen auf Pech. Die Dehydrierung des Pechs wirkt sich für dessen späteren. Einsatz zur Hydrierung günstig aus, da die Reaktionsprodukte aromatenreicher werden.
  • Das Verfahren wird erfindungsgemäß so durchgeführt, daß.Schwelpech in einem geeigneten Lösungsmittel, zweckmäßig Teeröl oder Mittelöl, das bei der Hydrierung des Peths axifälit, =gel'',öst wird und nach Zugabe von o, i bis 1% ,Schwefel- -blume durch einen auf über 3oo° erhitzten Reaktionsraum, z. B. ein Röhrensystem, gepumpt wird. Man arbeitet zweckmäßig bei einem Druck, der mindestens dem Partialdruck. des Lösungsmittels bei der Reaktionstemperatur entspricht. Das Reaktionsprodukt kann sofort oder nach Entspannung und Abkühlung filtriert werden. Es haben sich Druckfilter aus keramischem Material bewährt. -Der Filterrückstand enthält die Asche und. geringe Mengen ölunlöslichen Feststoff. Das aschefreie Filtrat kann sofort zur Hydrierung eingesetzt werden. Ein Teil des dabei entstandenen Mittelöls wird dann wieder zum Lösen des Pechs zurückgegeben. Soll Elektrodenkoks hergestellt werden, so destilliert man vom, Filtrat zuerst das Lösungsmittel ab, das in den Kreislauf zurückgegeben wird, und treibt darauf die schweren Öle ab.
  • _ B.gispiel Von einem Schwelpech aus dem Saargebiet .mit einem Aschegehalt von #0,3'/0- werden 6oTeile in 4o Teilen Mittelöl gelöst, das bei der Hydrierung des Schwelpechs entstanden ist. Die Lösung wird nach Zugabe von o,5% Schwefelblume in einem Röhrenofen i Stunde lang auf q.1'0° erhitzt. Dabei stellt sich ein Druck von 55 atü ein. ,Das Reaktionsprodukt wird anschließend auf io atü entspannt, auf i5o° abgekühlt und. dann, nach Zugabe von i % Kiesel,gur, durch ein Steinfilter filtriert. Der Filterrückstand beträgt etwa i %, bezogen auf Pech. Der Aschegzhalt im Filtrat ist auf 0,003 %, bezogen auf Pech, gesunken.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Entaschung von Steinkoh1enschwelpech, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung des Pechs in einem geeigneten Lösungsmittel ibei einer Temperatur von über 30o°, vorzugsweise-4oo biss S;oo°, behandelt und anschließend, gegebenenfalls unter Zusatz von Filterhilfsmitteln, wie z. B. Kieselgur, filtriert wird.
  2. 2. Verfahren -zur Entaschung von Steinkohlerisehwelpech, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung-des Pechs -mit o,a- bis i % ,Schwefel bei erhöhten Temperaturen, vorzugsweise ioo bis a5o°, behandelt und anschließend filtriert wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, .dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsweisen der 'beiden. Ansprüche i und Z .kombiniert werden.
DER2304D 1944-11-26 1944-11-26 Verfahren zur Entaschung von Steinkohlenschwelpech Expired DE889048C (de)

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DER2304D DE889048C (de) 1944-11-26 1944-11-26 Verfahren zur Entaschung von Steinkohlenschwelpech

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Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE889048C true DE889048C (de) 1953-09-07

Family

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DE (1) DE889048C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0034305A3 (en) * 1980-02-13 1981-12-23 Bergwerksverband Gmbh Process for working-up and recycling filtration residues

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