DE888033C - Schaedlingsbekaempfungsmittel - Google Patents
SchaedlingsbekaempfungsmittelInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01N—PRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
- A01N25/00—Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests
- A01N25/12—Powders or granules
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Description
Üblicherweise werden Schädlingsbekämpfungsmittel, wie z. B. 'Saatguttrockenbeizmittel, sowie
fungicide und insekticide Stäubemittel mit inerten Pulvern wie Talkum, Kaolin, Kreide, Schiefermehl
u. a. zubereitet. Die für diese Zwecke verwendeten inerten Trägerstoffe enthalten neben gröberen
Anteilen einen beträchtlichen Anteil von feinsten Teilchen mit einem Durchmesser unter 5 μ;
dieser feinste Anteil ist entweder naturgegeben oder entsteht ibei der mechanischen Zerkleinerung
der Materialien. Aber gerade dieser Feinstanteil beeinträchtigt, wie wir festgestellt haben, das
Fließvermögen der ,Schädlingsbekämpfungsmittel
ganz erheblich, ohne dabei ihre Haftfähigkeit wesentlich zu verbessern, Die Pulver müssen daher,
um trotzdem ein ausreichendes Fließvermögen zu erreichen, zu ihrer Auflockerung auch grobe
Teilchen enthalten, Teilchen, die keine nennenswerte Haftfestigkeit mehr besitzen. Der genannte
iFeinstantei.il ist, wie wir feststellen konnten, in ao
tSaatguttrockenbeizmitteln die Hauptursacihe für die unerwünschte starke Staubentwicklung beim
Beizen, die das Bedienungspersonal der Beizapparate belästigt, wobei gerade der Feinstanteil
bekanntlich bis in die Lungenaveolen gelangen und
sich dort ablagern kann. Weiter hat sich gezeigt, daß in Stäubemitteln der Feinstanteil die Verstäulbbarkeit
beeinträchtigi und aus einer Staubwolke
sich nicht 'hinreichend schnell absetzt, so daß er mit den immer vorhandenen Luftströmen fortgeführt
wird und mit dem ihm anhaftenden Wirkstoff verlorengeht, ohne auf die zu bestäubenden Pflanzen
zu gelangen.
ίο Es wurde nun gefunden, daß man Schädlingsbekämpfungsmittel
der genannten Art, denen die erwähnten Nachteile nicht mehr anhaften, erhalten kann, wenn man für ihre Herstellung an Stelle der
bisher üblichen inerten Pulver solche inerte Pulver verwendet, die aus einer Kornfraktion mit e'wei
scharfen Grenzen der Korngröße bestehen. Welche Kornfraktionen die besten Ergebnisse liefern, hängt
im Einzelfall von den physikalischen Eigenschaften sowohl des verwendeten Inertmaterials als auch des
in Frage kommenden Wirkstoffs ab. Im allgemeinen kann aber gesagt werden, daß für die Zwecke der
vorliegenden Erfindung in der Regel die günstigsten Ergebnisse mit solchen Kornfraktionen, die im.Bereich
zwischen etwa 5 und etwa 100 μ Teilchendurchmesser
liegen, erzielt werden. Erforderlichenfalls können in diesem Bereich auch Fraktionsgemische zur Anwendung kommen. Pulver der genannten
Art sind z. B. durch Sichtung, Siebung oder ,Sedimentation von unmittelbar in der Natur
vorkommenden oder durch Zerkleinerung gewonnenen, pulverförmigen Ausgangsmaterialien erhältlich.
Hierfür geeignete Vorrichtungen sind z. B. Wir.belsiehter oder Hydrozyclone.
Schädlinigs'bekämpfungsmitte.l, die Wirkstoff und
inerten Trägerstoff in üblicher prozentualer Zusammensetzung enthalten, weis.en nun, wenn sie
den inerten Trägerstoff erfindungsgemäß in Forlm einer Kornfraktion mit zwei scharfen Grenzen der
Korngrößen, enthalten, neben einer hervorragenden Haftfähigkeit ein gutes Fließvermögen auf und ergeben
keinen sich längere Zeit in der Luft haltenden
Stauib, der im Falle von Saatguttrockenbeizmitteln
das Bedienungspersonal der Beizapparate belästigt oder bei Stäuibemitteln zu Verlusten führt. Die
erfindungsgemäßen SchädlingsbekämpfungsmitteL können außer den Wirkstoffen und pulvrigen Inertmaterialien
auch noch andere sonst bei der Herstellung von pulverförmigen Schädlingsbekämpfungsmitteln
übliche Stoffe enthalten.
Physikalische Eigenschaften von bestimmten
Talkumfraktionen mit zwei scharfen Korngrenzen (laufende Nr. 3 bis 5.) im Vergleich zu gewötinr
lichem Talkum (laufende Nr. 1), dessen Korngröße nur nach oben scharf begrenzt ist.
| Haft | Fließvermögeii, | Dichte der Staub | |
| fähig | gemessen an der | wolke 1 Sekunde | |
| keit in | Menge Pulver, die | nach ihrer Erzeu | |
| Prozent | in 3 Minuten | gung, gemessen | |
| Art des. . | • durch einen | durch ihre pro | |
| Talkums | Trichter mit | zentuale Licht | |
| bestimmter | adsorption | ||
| Öffntmgsweite | |||
| fließt | |||
| I. Gew. Talkum | |||
| mit Teilchen | 68 | ||
| größen von | 70,0 | ||
| 0 bis 150 μ 0 | 99 | 120 | |
| ζ. Sichtfraktion | 74.8 | ||
| o'bis 10 μ ... | ■96 :■ | 67 | |
| 3. Sichtfraktion | 45.0 | ||
| 10 bis 20 μ ..: | 93 | 146 | |
| 4. .Sichtfraktion | 29,6' | ||
| 20 bis 60 μ .. | 92 | 166 | |
| 5. Sichtfraktion | 20,4 | ||
| 20 b s 100 μ . | 201 | ||
Physikalische Eigenschaften eines Saatguttrockenbeizmittels, das aus 5,25 °/o Methoxyäthylquecksilbersilicat,
2% Päraffinöl, 6,5%'Eisenoxydrot und Rest Talkum hergestellt wunde.
| TJn ΓΙ | Fließverrnögen, | Dichte der Staub | |
| xiält- | gemessen an der | wolke ι Sekunde | |
| Art des | lanig- | Menge Pulver, die | nach ihrer Erzeu |
| verwendeten | keifc. in | in 3 Minuten | gung, gemessen |
| Talkums in dem | Prozent | durch einen | durch ihre pro |
| Saatguttrocken- | -Trichter mit | zentuale Licht | |
| beizmittel | Bestimmter | absorption | |
| Öffnungsweite fließt |
|||
| i. Gew. Talkum | |||
| mit Teilchen | 73 | ||
| größe^ von | 54-9 | ||
| -0 bis 150 μ 0 | 99 | 112 | |
| 2. Sichtfraktion | — | ||
| 0 bis 10 μ .... | 92 | 75 | |
| 3..Sichtfraktion | 19,8 | ||
| 20 bis 100 μ .. | 116 . | ||
Claims (1)
- Patentanspruch:Schädlingsbekämpfungsmittel, die im wesentliehen aus Wirkstoffen und inerten Pulvern in üblicher prozentualer Zusammensetzung ber stehen, dadurch gekennzeichnet, daß das in dem Gemisch enthaltene inerte Pulver aus einer Koxnfralktion mit zwei scharfen Grenzen der Korngrößen, die vorzugsweise im Bereich zwischen etwa 5 und etwa 100 μ liegen, besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF7221A DE888033C (de) | 1951-09-28 | 1951-09-28 | Schaedlingsbekaempfungsmittel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF7221A DE888033C (de) | 1951-09-28 | 1951-09-28 | Schaedlingsbekaempfungsmittel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE888033C true DE888033C (de) | 1953-08-27 |
Family
ID=7085344
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF7221A Expired DE888033C (de) | 1951-09-28 | 1951-09-28 | Schaedlingsbekaempfungsmittel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE888033C (de) |
-
1951
- 1951-09-28 DE DEF7221A patent/DE888033C/de not_active Expired
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