DE887632C - Klemm- und Feststellvorrichtung fuer Schienenfahrzeuge, insbesondere fuer Ladeschaufelgeraete in Bergwerksbetrieben - Google Patents
Klemm- und Feststellvorrichtung fuer Schienenfahrzeuge, insbesondere fuer Ladeschaufelgeraete in BergwerksbetriebenInfo
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- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D9/00—Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
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Description
- Klemm- und Feststellvorrichtung für Schienenfahrzeuge, insbesondere für Ladeschaufelgeräte in B ergwerksbetrieben Bei schienengebundenen Fahrzeugen, insbesondere bei Schaufelladegeräten, Bohnvagen od. dgl. im Untertagebetrieb ist wechselweise eine Beweglichkeit in beiden Richtungen der Schienenlängsachse oder ein Festklemmen erforderlich, je nicht dem das Gerät zum Arbeitsgang hin oder von der Arbeitsstelle zurück bewegt wird, oder ob es beim Arbeitsgang (z. B. Schaufeln oder Bohren) den auftretenden Kräften widerstehen soll.
- Häufig können, wie z. B. bei Ladeschaufelgeräten, die dynamischen Kräfte der hin und her gehenden Massen zum Bewegen des Gerätes in der einen oder anderen Richtung ausgenntzt werden. Dieses macht Vorrichtungen erfordeflich, die in der gewünschten Fahrtrichtung nachgiebig (nicht klemmend), in der entgegengesetzten Richtung haftend (klemmend) wirkten. Da diese Forderungen für beide Bewegungsrichtungenbestehen, ist meist die paarweise, mit entgegengesetztem Wirkungssinn ausgestattete Anordnung von Vorrichtungen erforderlich. Beim vollständigen Zurückziehen der Fahrzeuge müssen öfter Weichen durchfahren werden. Dann sind die sonst den Schienenkopf von oben umfassenden Klemmvorrichtungen hinderlich; deshalb werden sie zweckmäßig so ausgeführt, daß sie aufklappbar und nach oben abhebbar sind. Ferner soll möglichst dem Umstand Rechnung getragen werden, daß sich die Vorrichtungen den verschiedensten Spurweiten und Schienenkopfabmessungen anpassen.
- Bisher sind Klemmvorrichtungen bekannt, die sich schraubstockb ackenartig durch Luftzylinder oder Schraubspindel beiderseits an den Schienenkopf anlehnen. Diese haben aber den Nachteil, daß sie nicht nach einer Richtung nachgiebig und nach der anderen klemmend wirken. Sie können nur für die Arbeitsstellung, nicht aber für das Fahren nach der einen oder anderen Richtung ausgenutzt werden.
- Ferner sind sogenannte Kippklemmungen bekannt.
- Diese geben wohl die Möglichkeit, für eine Seite nachgiebig nach der anderen klemmend zu wirken, sie können aber nicht beim Durchfahren von Weichen hochgeklappt werden. Ferner sind die verhältnismäßig scharfen Klemmkanten, wenn sie zu viel abgerundet sind, neigen sie zum rutschen, sehr hohen Flächenpressungen ausgesetzt und haben dadurch kurze Lebensdauer. Auch muß, da es sich um starre Körper handelt, für jede Schienenspur und jede Schienenkopfabmessung je ein Backenpaar vorgesehen werden, was sehr lästig in den Grubenbetrieben wirkt. Auch macht der permanent erforderliche Anpressungsdruck eine besondere Zugfeder notwendig.
- Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Klemm- und Feststellvorrichtung, die nach der einen Bewegungsrichtung nachgiebig und nach der anderen klemmend wirkt. Die Klemmkräfte können je nach deren Größe auf beliebig viele Schneidkanten verteilt werden. Beim Durchfahren von Weichen können dieselben hochgeklappt werden.
- Die Vorrichtung paßt sich in weitem Maß den Schienenkopfabmessungen und den jeweiligen Spurweiten an. Für den Anpressungsdruck entfällt die Anordnung einer besonderen Feder.
- Ein Ausführungsbeispiel ist-in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Abb. I die Klemm- und Feststellvorrichtung im Aufriß, zum Teil im Schnitt, Abb. 2 die Klemm- und Feststellvorrichtung im Grundriß, zum Teil im Schnitt, Abb. 3 die Klemm- und Feststellvorrichtung in Arbeitsstellung im Aufriß, zum Teil im Schnitt, Abb. 4 die Klemm- und Feststellvorrichtung im Fahrgestell im Grundriß in Ansicht, Abb. 5 die Klemm- und Feststellvorrichtung in schematischer Darstellung.
- In den nach unten offenen Gehäuseteilen I und 2 sind die zweckmäßig federnden Übertragungselemente 3 und deren Widerlager 4 so untergebracht, daß sie in der einen Richtung federnd nachgiebig und in der anderen Richtung widerhakenartig hemmend wirken. Zweckmäßig wird das ganze Paket durch einen Schraubenbolzen. 5 zusammengepreßt und zusammengehalten.
- Nach der Richtung, in welcher die größte Kraft auftritt, ist, um den Schraubenbolzen 5 zu entlasten, die nach unten offene Ausnehmung 6 im Gehäuseteil I, 2 winklig abgeschlossen. Ein vorstehender Zapfen 7 leitet die Kräfte vom Fahrgestell 8 in die Klemmvorrichtung über. Der Anpressungsdruck wird durch ein Kniehebelsystemg hewirkt, das zweckmäßig durch einen Preßluftzylinder 10 betätigt wird. Durch je eine der beiden Preßluftleitungen II, I2 wird einmal die Preßluft zum Andrücken über den Kolben I3, das andere Alal zum Heben unter diesen eingelassen. Durch einen Dreiwegehahn wird die Gegenseite stets entlüftet.
- Eine andere Ausführungsform der Betätigung der Klemmvorrichtung ist schematisch in Abb. 5 dargestellt. Sie kann von Hand über ein System von Hebeln (teils Kniehebel) und Zuggestänge in Wirkung gebracht werden.
- In Arbeits- und Klemmstellung sind beide Klemmenpaare (I4, I5) (Abb. 3) im Andruck, so daß das Fahrgestell s sich weder in der einen noch in der anderen Richtung bewegen kann. Soll das Fahrzeug in Arbeitsstellung vorrücken, z. B. bei einem Ladeschaufelgerät in Richtung Haufwerk, wird das Klemmenpaar I4 durch entsprechende Preßluft- oder Handsteuerung gelöst, d. h. vom An druck befreit. Durch die dynamischen Wirkungen der -durch den laufenden Antrieb 16 ausgelösten Massenkräfte wird das Fahrgestell 8 in Richtung Ladeschaufel bewegt. Zum Bewegen des Gerätes in der entgegengesetzten Richtung wird umgekehrt verfahren.
- Die zum Andrücken, Lösen und Heben der Klemmvorrichtung erforderlichen zweiseitig wirkenden Preßluftzylinder 10 werden zweckmäßig pendelnd am Fahrgestell 8 befestigt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Klemm- und Feststellvorrichtung für Schienenfahrzeuge, insbesondere für Ladeschaufelgeräte in Bergwerksbetrieben. dadurch gekennzeichnet, daß selbige nach der einen Bewegungsrichtung nachgiebig und nach der anderen klemmend wirkt, indem Klemmenpaare (14, 15) an den Seitenfiächen des Schienen; kopfes angeordnet sind, die aus einem nach unten offenen Gelhäuse (I, 2) bestehen, in welchem federnde übertragungselemente (3) und deren nach einer richtung abgebogene Widerlager (4), die mittels eines Schraubenbolzens (5) paketartig zusammengepreßt sind, angeordnet und die Klemmenpaare (14, 15) durch die Kniehebelsysteme (9) betätigt werden, wobei die Klemmenpaare (14 I5) abkippbar angeordnet sind.
- 2. Klemm- und Feststellvorrichtung für Schienenfahrzeuge nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zur Betätigung der Klemmenpaare (I4, I5) ein am Fahrgestell (8) pendelnd angeordneter zweiseitig wirkender Preßluftzylinder (10) angeordnet ist und die Zuführung der Preßluft mittels Dreiwegehahn erfolgt.
- 3. Klemm- und Feststeilvorrichtung für Schienenfahrzeuge, dadurch gekenazeichnet, daß zur mechanischen Betätigung der Klemmenpaare (14, 15) ein System von Hebeln (teils Kniehebel) und Zuggestänge angeordnet sind (Abb. 5).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE4859A DE887632C (de) | 1952-01-01 | 1952-01-01 | Klemm- und Feststellvorrichtung fuer Schienenfahrzeuge, insbesondere fuer Ladeschaufelgeraete in Bergwerksbetrieben |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE887632C true DE887632C (de) | 1953-08-24 |
Family
ID=7066456
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEE4859A Expired DE887632C (de) | 1952-01-01 | 1952-01-01 | Klemm- und Feststellvorrichtung fuer Schienenfahrzeuge, insbesondere fuer Ladeschaufelgeraete in Bergwerksbetrieben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE887632C (de) |
-
1952
- 1952-01-01 DE DEE4859A patent/DE887632C/de not_active Expired
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