DE887497C - Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeuren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von CarbonsaeurenInfo
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- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C53/00—Saturated compounds having only one carboxyl group bound to an acyclic carbon atom or hydrogen
- C07C53/126—Acids containing more than four carbon atoms
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- C07C51/16—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation
- C07C51/27—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with oxides of nitrogen or nitrogen-containing mineral acids
-
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Description
(WiGBl. S. 175)
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
AUSGEGEBEN AM 24. AUGUST 1953
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12o GRUPPE 11
I 4663 IVd 112
Norvik Ackroyd, Norton-on-Tees, Durham (Großbritannien)
ist als Erfinder genannt worden
Imperial Chemical Industries Limited, London
Verfahren zur Herstellung von Carbonsäuren
Patentiert im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland vom 23. September 1951 an
Patentanmeldung bekanntgemacht am 11. Dezember 1952
Patenterteilung bekanntgemacht am 9. Juli 1953 Die Priorität der Anmeldung in Großbritannien vom 22. September 1950 ist in Anspruch genommen
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Carbonsäuren.
Es wurde bereits vorgeschlagen, Salpetersäure zur Oxydation gewisser primärer Alkohole zu Carbonsäuren
zu verwenden. Indessen bilden sich im allgemeinen bei diesem Verfahren unerwünschte Nebenprodukte.
Zum Beispiel können bei der Oxydation eines primären Alkohols mit gerader Kette gemäß
diesem Verfahren Säuregemische erhalten werden, deren Bestandteile eine geringere Anzahl Kohlenstoffatome
enthalten als der Ausgangsalkohol. Darüber hinaus können stickstoffhaltige Verbindungen, wie
Nitrate, in bemerkenswerten Mengen im Oxydationsprodukt enthalten sein. Die Gegenwart dieser Verbindungen
ist häufig unerwünscht; z. B. sind die Nitrate im allgemeinen unbeständig. Sie können eine
unerwünschte Färbung der Säuren bei der Destillation bewirken und sind schwierig durch Fraktionierung
zu entfernen.
Gemäß der Erfindung wird daher ein Verfahren zur 20 Herstellung von Carbonsäuren folgender allgemeiner
Formeln vorgeschlagen:
CH · COOH und CH
R,
COOH.
Dieses Verfahren besteht darin, daß primäre 30 Alkohole mit 7 bis 13 Kohlenstoffatomen und mit
folgender allgemeiner Formel
CH-CH0-CH2OH,
in welcher R1 und R2 Alkylgruppen bezeichnen, z. B.
3, 5, 5-Trimethylhexanol, der Oxydation mit Salpetersäure
in flüssiger Phase in Gegenwart von mindestens o,i Gewichtsprozent eines oder mehrerer Oxyde des
Stickstoffs, bezogen auf das Gewicht der verwendeten Salpetersäure, zu 3,5,5-Trimethylhexan- und 2,4,4-Trimethylpentancarbonsäure
unterworfen werden, wobei das genannte Oxyd oder die Oxyde in freier Form vorliegen
oder in situ hergestellt waren, wie nachfolgend beschrieben wird.
Die Menge der verwendeten Stickoxyde liegt vorzugsweise zwischen 5 bis 10 Gewichtsprozent der verwendeten
Salpetersäuremenge. Das am besten zur Verwendung bei dem vorliegenden Verfahren geeignete
Stickoxyd ist Stickstofftetroxyd. Das Stickoxyd oder die -oxyde können als solche zu der Salpetersäure
und bzw. oder dem verwendeten Alkohol zugegeben werden, oder sie können in situ, ζ. B. in
Gegenwart von Kupfer, welches fähig ist, die Stick-.20 stoffoxyde aus der Salpetersäure unter den Reaktionsbedingungen frei zu machen, hergestellt werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens
werden die Stickoxyde dadurch erhalten, daß zur Oxydation Salpetersäure verwendet wird, die vorher
zur Oxydation eines Alkohols gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung verwendet worden
war. So kann ein Teil der bei der Alkoholoxydation verwendeten Salpetersäure eigens abgezogen und bei
einer nachfolgenden Oxydation wiederverwendet werden. Auf diese Weise kann die Konzentration der
Stickoxyde in der verwendeten Salpetersäure innerhalb des gewünschten Bereiches gehalten werden.
Bei der direkten Oxydation von Alkoholen mit Salpetersäure entstehen Stickoxyde, und infolgedessen
findet, wenn nicht ein Mittel zur Entfernung dieser Oxyde vorgesehen ist, diese Oxydation immer in
Gegenwart von Stickoxyden statt. Die Menge und Art der durch die Umsetzung zwischen der Salpetersäure
und dem Alkohol entstehenden Stickoxyde ist 4.0 schwierig zu kontrollieren, und es sollen solche Umsetzungen,
bei denen die auftretenden Stickoxyde ausschließlich durch Einwirkung von Alkohol auf Salpetersäure,
welche beide im Reaktionsgefäß vorliegen, entstehen, von der Erfindung ausgeschlossen werden.
Im allgemeinen ist es erwünscht, das Verfahren so zu leiten, daß in guter Ausbeute Carbonsäuren erhalten
werden, die die gleiche Anzahl Kohlenstoffatome enthalten wie der verwendete Alkohol. Die
Mengenverhältnisse der so hergestellten Carbonsäuren werden durch die Temperatur beeinflußt, bei der die
Oxydation durchgeführt wird, wobei die Menge der weniger Kohlenstoffatome aufweisenden Säuren mit
steigender Temperatur ansteigt. Aus diesem Grunde ist es vorteilhaft, die Umsetzung bei verhältnismäßig
niedriger Temperatur durchzuführen, und im besonderen werden Temperaturen nicht über 500 vorgezogen.
Alkohole, die zur Verwendung beim Verfahren der vorliegenden Erfindung geeignet sind, sind Heptanole,
Oktanole und Nonanole mit verzweigten Ketten, die bei der sogenannten Carbonylierung von Kondensationsprodukten
der Mischpolymerisaten des Propylens und Isobutylens oder Dekanole mit verzweigten
Ketten, die bei der gleichen Behandlung aus Propylentrimeren, ferner Tridekanole mit verzweigten
Ketten, die bei der Carbonylierung von Propylentetrameren oder Butylentrimeren erhalten wurden.
Ein besonders geeignetes Ausgangsmaterial ist z. B. 3, 5, 5-Trimethylhexanol-i.
Es ist anzunehmen, daß bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zunächst eine Umsetzung zwischen dem
Alkohol und Stickstofftetroxyd stattfindet, wobei ein Nitrit gebildet wird,
CH-CH,-CH2OH+ N2O4
R2
CH ■ CH2 ■ CH2 · O · NO + HNO3,
und daß dieses Nitrit schnell durch Salpetersäure und Stickstofftetroxyd oxydiert wird zur Säure
CH-CH,-COOH
und eine verhältnismäßig geringe Menge der Säure
CH-COOH. /
R2
Andererseits besteht in Abwesenheit von Stickstofftetroxyd das Anfangsprodukt aus Nitrat, und dessen
weitere Oxydation benötigt stärkere Bedingungen, als sie zur weiteren Oxydation des Nitrits nötig sind.
Die Anwendung solcher stärkeren Bedingungen führt dabei jedoch zur Bildung überwiegender Mengen der
Säure mit weniger Kohlenstoffatomen. Es muß bemerkt werden, daß die vorliegende Erfindung in keiner
Weise auf der Richtigkeit der obigen Theorie aufgebaut ist, die lediglich dazu dient, die günstigen Wirkungen
bei der Einführung von Stickoxyden in die Reaktionsmischung zu erklären.
Sogar wenn die Umsetzung in Gegenwart von Stickoxyden durchgeführt wird, kann das Produkt
noch geringe Mengen stickstoffhaltiger Verbindungen, ng ζ. Β. Nitrate, enthalten. Diese können entfernt
werden, indem die Mischung nach der erfindungsgemäßen Behandlung kurze Zeit auf erhöhte Temperatur,
z. B. 90 bis ioo° erwärmt wird.
Beim Verfahren der Erfindung ist es wünschenswert, daß zwischen der Salpetersäure und dem Alkohol
während der Oxydation innige Berührung besteht. Zu diesem Zweck ist es vorteilhaft, die Reaktionsmischung
zu rühren und während der Umsetzung eine verhältnismäßig hohe Salpetersäurekonzentration aufrechtzuerhalten.
Vorzugsweise hält man die Salpetersäure-
konzentration im Bereich von 70 Gewichtsprozent HNO3, bis die Umsetzung beendet ist.
Die Mischbarkeit von Salpetersäure mit den hergestellten organischen Säuren hängt auch von der
Konzentration der ersteren ab. So sinkt bei 20° die Löslichkeit von Salpetersäure in 3,5,5-Trimethylhexansäure
mit fallender Salpetersäurekonzentration, wie aus der folgenden Tabelle hervorgeht:
Säurekonzentration
■ (Gewichtsprozent
HNO3)
■ (Gewichtsprozent
HNO3)
97
76
76
59
40
40
Löslichkeit von Salpetersäure
(Gramm wäßrige HNO3 je loog
3, 5, 5-Trimethylhexansäure)
vollständig mischbar
56
23
6,5
56
23
6,5
Es folgt aus dieser Tabelle, daß die Abtrennung der Salpetersäure von der 3,5,5-Trimethylhexansäure
durch Wasserzugabe erleichtert wird. Es ist daher vorteilhaft, die Umsetzung unter Verwendung z. B.
von Salpetersäure, die 70 Gewichtsprozent HNO3
enthält, durchzuführen und dann Wasser zur Trennung der Reaktionsprodukte zuzugeben.
Während der Oxydation von 3,5,5-Trimethylhexanol-i
zu 3, 5, 5-Trimethylhexansäure kann eine hohe Salpetersäurekonzentration aufrechterhalten
werden, indem z. B. die Umsetzung in der Weise durchgeführt wird, daß der Alkohol und die konzentrierte
Salpetersäure, die vorzugsweise eine Konzentration von mindestens 95 Gewichtsprozent HNO3
besitzt, unabhängig voneinander zu einer Salpetersäure zugegeben werden, die mindestens 0,1 und vorzugsweise
5 bis 10 Gewichtsprozent gelöstes Stickstoff tetroxyd enthält. Die Zugabegeschwindigkeit der
Reaktionsteilnehmer ist derart eingestellt, daß die Temperatur 50° nicht übersteigt und vorzugsweise
zwischen 25 und 30° liegt, so daß die Salpetersäurekonzentration nicht unter 50 % sinkt und vorzugsweise
zwischen 70 und 75 % beträgt. Wenn die Zugabe der Reaktionsteilnehmer beendet ist, wird ein
Teil der Salpetersäure zur Wiederverwendung bei der Oxydation einer weiteren Alkoholmenge abgezogen.
Danach können alle noch vorhandenen Spuren .von Nebenprodukten, wie Nitrate, durch kurzzeitige Erhöhung
der Temperatur auf z. B. 90 bis ioo° entfernt werden. Dann kann Wasser zugegeben werden, um
die Salpetersäurekonzentration auf 40 bis 45 Gewichtsprozent HNO3 zu senken. Die organische Schicht
wird abgetrennt und mit Wasser gewaschen.
Die durch das Verfahren der Erfindung z. B. hergestellte 3, 5, 5-Trimethylhexansäure kann zur Herstellung
ihrer Metallsalze, z. B. von Blei und Kobalt, verwendet werden. Diese Salze können als Trockenmittel
in Anstrichmitteln dienen. Die Säure kann auch zur Herstellung von Estern verwendet werden.
126 g 3, 5, 5-Trimethylhexanol-i wurden langsam
unter Rühren zu 1500 cm3 Salpetersäure zugegeben,
: die 70 Gewichtsprozent HNO3 enthielt. Die Zugabe
dauerte 21Z2 Stunden, wobei die Temperatur immer
bei 28 bis 320 gehalten wurde. Ein kleines Stück Kupferfolie wurde zugegeben, um für die Gegenwart
von Stickoxyden in der Reaktionsmischung zu sorgen. Das Rühren wurde 1 Stunde, nachdem die Zugabe
vollendet war, fortgesetzt. Die obere Schicht der Reaktionsmischung wurde abgetrennt, fünfmal mit
Wasser gewaschen, über Calciumchlorid getrocknet und dann die 2, 4, 4-Trimethylpentansäure und die
3, 5, 5-Trimethylhexancarbonsäure durch Destillation bei 14 mm Druck gewonnen. Bei 14 mm Druck siedet
2, 4,4-Trimethylpentansäure bei 114 bis ii6°, und
unter dem gleichen Druck siedet 3, 5, 5-Trimethylhexancarbonsäure bei 124 bis 1250.
Die Umsetzung wurde bei 58 bis 620 und bei 93 bis
970 wiederholt. Die Mengenverhältnisse der dabei erhaltenen 2,4, 4-Trimethylpentan- und der 3, 5, 5-Trimethylhexancarbonsäure
sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich.
Temperatur 0C
28 bis 32
58 bis 62
93 bis 97
58 bis 62
93 bis 97
Gewichtsverliältnis von 3,5,5-Trimethylhexancarbonsäure
zu 2, 4, 4-Trimethylpentancarbonsäure
2,65 : I
1,27 : I
0,22: ι
1,27 : I
0,22: ι
Diese Ergebnisse zeigen, daß die Menge der 3, 5, 5-Trimethylhexancarbonsäure
in dem Produkt mit steigender Temperatur abnimmt.
Beispiel 2 g».
a) Eine Glaskolonne mit einer Länge von 91 cm, einem Durchmesser von 3,8 cm und einer inneren
Kühlschlange wurde mit 11 Bimssteingranalien von 3,2 bis 4,8 mm Durchmesser gefüllt und 1580 g
3, 5, 5-Trimethylhexanol-i der Kolonne von oben mit einer Geschwindigkeit von 142 cm3 je Stunde zugeführt.
Gleichzeitig wurden 11950 g Salpetersäure, die 72 Gewichtsprozent HNO3 und Spuren von Stickoxyden
enthielt, mit einer Geschwindigkeit von 625 cm3 je Stunde der Kolonne von oben zugeführt.
Innerhalb der Kolonne ergab sich während der Umsetzung ein Temperaturgefälle von 40° am Kopf und
300 am Boden. Das vom Boden der Kolonne abfließende Produkt wurde durch eine kontinuierlich
arbeitende Scheidevorrichtung in eine organische und eine salpetersäurehaltige Phase getrennt. Die organische
Phase wurde gewaschen, getrocknet und unter verringertem Druck destilliert, wobei die folgenden
Verbindungen erhalten wurden:
Siedepunkt 11S
3. 5. 5-Trimethylhexylnitrat, 116 g .. 88 bis 91°
2, 4, 4-Trimethylpentansäure, 271 g . 102 bis 1050
3» 5» 5-Trimethylhexansäure, 960 g .. 112 bis 1140
b) Eine Mischung aus 2, 4, 4-Trimethylpentansäure und 3, 5, 5-Trimethylhexansäure, hergestellt wie im
Beispiel 2 a) beschrieben, enthielt, wie sich durch Analyse ergab, 1 Gewichtsprozent 3, 5, 5-Trimethylhexylnitrat.
Bei der Behandlung am Rückflußkühler bei Atmosphärendruck wurde die Mischung schwarz,
und bei der Destillation wurde ein strohfarben ge-
färbtes Destillat, das nach nitrosen Gasen roch, erhalten.
Eine Probe dieser Mischung wurde vor dem Erhitzen auf ihren Siedepunkt bei Atmosphärendruck
ι Stunde mit Salpetersäure auf 95° erhitzt, die 70 Gewichtsprozent HNO3 enthielt. Die Flüssigkeit
wurde dann bei Atmosphärendruck destilliert. Es wurde ein färb- und geruchloses flüssiges Destillat erhalten.
Dieser Versuch zeigt den hinsichtlich der Reinheit des Endproduktes erhaltenen Vorteil, der
durch Zersetzung jeglichen vor der Destillation vorhandenen Nitrats erzielt wird.
Zu 300 cm3 Salpetersäure, die 70 Gewichtsprozent HNO3 und 50 g Harnstoffnitrat zur Zerstörung
etwaiger nitroser Dämpfe enthielt, wurden 30 cm3 3, 5, 5-Trimethylhexanol-i langsam zugefügt. Die
Temperatur wurde bei 300 gehalten und die Reaktionsmischung
1 Stunde stehengelassen. Die organische Schicht wurde abgetrennt, mit destilliertem
Wasser gewaschen und getrocknet. Das Produkt bestand aus im wesentlichen reinem 3, 5, 5-Trimethylhexylnitrat,
die Ausbeute betrug 95 °/0.
Bei der Wiederholung dieses Versuchs in Abwesenheit von Harnstoff und in Gegenwart von 10 Gewichtsprozent
zugesetztem Stickstofftetroxyd, bezogen auf das Gewicht der verwendeten Salpetersäure, enthielt
das Produkt 92 Gewichtsprozent 3, 5, 5-Trimethylhexansäure, 3 Gewichtsprozent 2, 4,4-Trimethylpentansäure
und nur Spuren von 3, 5, 5-Trimethylhexylnitrat. Die Ausbeute an diesem Rohprodukt betrug
87%·
291 S 3. 5>
5-Trimethylhexanol-i 938 g Salpetersäure, die 97 Gewichtsprozent HNO3 enthielt, wurden
unter beständigem Rühren zu 690 g Salpetersäure, die 72 Gewichtsprozent HNO3 und 7,2 Gewichtsprozent
Stickstofftetroxyd enthielt, zugegeben. Die Zugabe dauerte 2 Stunden, und während dieser Zeit
durfte die Temperatur nicht über 30° steigen. Nach Zugabe der Reaktionsbestandteile wurde das Rühren
30 Minuten fortgesetzt und danach 500 cm3 Salpetersäure durch Abdekantieren entfernt. Die Temperatur
wurde langsam auf 900 gesteigert und 1 Stunde bei dieser Temperatur gehalten. Danach wurde Wasser
zugegeben, um die Salpetersäurekonzentration auf 40 bis 45 Gewichtsprozent HNO3 zu verringern, und
die gebildete organische Schicht wurde abgetrennt und mit Wasser gewaschen.
Eine zweite Probe von 3, 5, 5-Trimethylhexanol-i wurde unter Verwendung der aus dem vorhergehenden
Ansatz durch Abdekantieren entfernten 500 cm3 Salpetersäure oxydiert. Im ganzen wurden fünf Ansätze
3, 5, 5-Trimethylhexanol-i mit einem Gesamtgewicht von 1444 g auf diese Weise unter Verwendung
von 4700 g Salpetersäure und 50 g Stickstofftetroxyd oxydiert.
Das organische Produkt, das aus den fünf Ansätzen erhalten wurde, besaß ein Gesamtgewicht von 1512 g.
Bei der Destillation wurden bei 50 mm Druck 1300 g 3, 5, 5-Trimethylhexansäure mit einem Siedepunkt
von 154 bis 1560 bei 50 mm Druck und 110 g 2,4,4-Trimethylpentansäure
mit einem Siedepunkt von 142 bis bei 50 mm Druck erhalten.
Claims (8)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur Herstellung von Carbonsäuren der allgemeinen FormelR1 R1CH-COOH und CH-CH2-COOH",R2 ^2dadurch gekennzeichnet, daß primäre Alkohole mit 7 bis 13 Kohlenstoffatomen und der allgemeinen FormelCH-CH2-CH2OH,in der R1 und R2 Alkylgruppen bezeichnen, in flüssiger Phase mit Salpetersäure in Gegenwart von mindestens 0,1 Gewichtsprozent eines oder mehrerer Stickoxyde, berechnet auf das Gewicht der verwendeten Salpetersäure, oxydiert werden, wobei das genannte Oxyd oder die Oxyde wie vorher zugesetzt oder in situ hergestellt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung bei einer Temperatur unter 500 durchgeführt wird, wobei als Hauptprodukt eine Carbonsäure erhalten wird, die die-gleiche Anzahl Kohlenstoffatome aufweist wie der Ausgangsalkohol.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausgangsalkohole Heptanole, Oktanole ixnd Nonanole mit verzweigten Ketten, die durch sogenannte Carbonylierung von Kondensationsprodukten oder Mischpolymeren von Propylen und Isobutylen, Dekanole mit verzweigten Ketten, die durch Carbonylierung von Propylentrimeren, undTridekanole mit verzweigten Ketten, die durch Carbonylierung von Propylentetrameren oder Butylentrimeren erhalten wurden, und vorzugsweise 3, 5, 5-Trimethylhexanol-i verwendet werden.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxydation in Gegenwart von 5 bis 10 Gewichtsprozent an Stickoxyden, vorzugsweise Stickstofftetroxyd, berechnet auf das Gewicht der verwendeten Salpetersäure, durchgeführt wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Oxydation verwendete Salpetersäure mindestens 50 Gewichtsprozent und vorzugsweise 70 bis 75 Gewichtsprozent HNO3 enthält.
- 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktionsprodukt, nachdem die Oxydation im wesentlichen beendet ist, kurze Zeit in Gegenwart von Salpetersäure auf eineTemperatur von 90 bis iooc erwärmt wird, wobei unerwünschte stickstoffhaltige Verbindungen, wie Nitrate, zerstört werden.
- 7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß, nachdem die Oxydation im wesentlichen beendet ist oder nach der Zerstörung unerwünschter Stickstoffverbindungen durch Erwärmen in Gegenwart von Salpetersäure auf eine Temperatur von 90 bis ioo°, so viel Wasser zu dem Reaktionsgemisch zugegeben wird, daß die Konzentration der Salpetersäure auf 40 bis 45 Gewichtsprozent sinkt, wobei sich eine organische Schicht, die reich an Carbonsäure oder -säuren ist und eine verhältnismäßig geringe Menge Salpetersäure enthält, und eine Salpetersäureschicht, die eine verhältnismäßig geringe Menge Carbonsäure oder -säuren enthält, bildet.
- 8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxydation durch getrennte Zugabe des Alkohols und der Salpetersäure, die mindestens 95 Gewichtsprozent HNO3 enthält, zu Salpetersäure, die mindestens 0,1 Gewichtsprozent Stickstoffoxyde gelöst enthält, durchgeführt wird, wobei die Temperatur unter 500 gehalten wird und die Zuführungsgeschwindigkeit des Alkohols und der Salpetersäure so geregelt wird, daß die Salpetersäurekonzentration nicht unter 50 Gewichtsprozent HNO3 fällt.r 5334 8.53
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE887497C true DE887497C (de) | 1953-08-24 |
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-
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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