DE8872C - Gasbrenner mit Sicherheitsstab - Google Patents
Gasbrenner mit SicherheitsstabInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04B—TRANSMISSION
- H04B3/00—Line transmission systems
- H04B3/02—Details
- H04B3/04—Control of transmission; Equalising
Landscapes
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- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Control Of Combustion (AREA)
- Feeding And Controlling Fuel (AREA)
Description
PATENTSCHRIFT
Klasse 26.
AMBROSIUS PETER LIEBERZ in BONN. Gasbrenner mit Sicherheitsstab.
Patentirt im Deutschen Reiche vom g. August 1879 ab.
A. Brenner mit Sicherheitsstab.
Die Erfindung verfolgt den Zweck, einen Gasbrenner so herzustellen, dafs derselbe sich
selbstthätig schliefst, wenn die Flamme erlischt. Bei gewöhnlichen Brennern strömt bekanntlich
das Gas weiter aus, wenn ein Luftzug die Flamme zum Erlöschen bringt. Dies ist namentlich
gefährlich in Schlafzimmern bei kleiner Flamme, daher dürfte der Brenner mit Sicherheitsstab
besonders als Nachtlicht geeignet erscheinen. Ferner soll die neue Einrichtung
benutzt werden, um die Strafsenlaternen plötzlich zu entzünden, wenn Abends der Gasdruck
verstärkt wird, und ebenso Morgens bei vermindertem Gasdruck selbstthätig auszulöschen.
Fig. ι und 2 der beiliegenden Zeichnungen stellen den Gasbrenner in Vorder- und Seitenansicht
mit theilweise durchschnittenen Theilen dar, wie er einzurichten ist, um das Ausströmen
des Gases zu verhüten, sobald die Flamme erlischt. A ist die brennend gedachte Gasflamme,
deren unterer Theil den Metallstab B C bespült; dieser liegt mit dem Ende C in einer runden
Umfassung gegen eine Regulirschraube D, während das andere Ende B konisch zugespitzt in
einer entsprechenden Vertiefung des zweiarmigen Hebels Platz findet, dessen Drehpunkt bei
E liegt. Der längere Arm dieses Hebels drückt bei F gegen das dicht eingeschliffene Ende
eines in der Gaszuleitung eingeschalteten Ventils G, das durch die in Fig. 1 sichtbare Spiralfeder
stets nach seinem Sitze hingedrängt wird.
Brennt also die Flamme, so ertheilt sie dem Stabe B C eine hohe Temperatur. Dadurch
dehnt sich derselbe aus. Weil nun sein Ende C an der Regulirschraube liegt, drückt der Stab
bei B gegen den Hebel. Dieser weicht aus, drückt bei F gegen das Ventil und hält dieses
offen, so dafs das bei H in die Leitung eintretende Gas ungehindert dem Brenner zuströmt.
Erlischt aber die Flamme zufällig, so kühlt sich der Stab in 8 bis 15 Secunden so weit ab,
dafs der Hebel durch die über dem Ventil G liegende Spiralfeder so weit zurückgedrängt wird
und das Ventil G das weitere Ausströmen des Gases hindert. AViIl man die Flamme wieder
entzünden, so braucht man das brennende Zündhölzchen nur zunächst an den Stab B C
zu halten, bis dessen Erwärmung das Ventil G öffnet, oder man giebt bei F einen losen Druck,
der dasselbe bewirkt. Bei Flammen, die als Nachtlicht in Kranken- und Schlafzimmern dienen,
liegt unmittelbar unter H ein Regulirhahn in der Leitung, durch den man die Flamme
ganz klein stellt; man braucht dann den Hahn nur zu öffnen, um eine grofse Flamme zu erlangen,
braucht aber nie zu befürchten, dafs nach dem Erlöschen der Flamme Gas in wesentlicher
Menge ausströmt.
B. Brenner mit Sicherheitsstab als
Selbstzünder.
Selbstzünder.
Der Zweck der durch Fig. 3, 4 und 5 dargestellten Lage des Sicherheitsstabes ist: Flammen,
z.B. in Strafsenlaternen, gleichzeitig zu entzünden durch Vermehrung des Gasdruckes
und ebenso wieder auszulöschen durch Verminderung desselben. '
Die Einrichtung des Sicherheitsstabes ist dieselbe, wie unter A beschrieben, nur ist seine
Lage gegen die Flamme eine andere. Aufserdem brennt bei F, Fig. 4, in der Nähe des
Sicherheitsstabes ein durch Mantel M geschütztes kleines Flämmchen, dessen Gas der Leitung
vor dem Ventil G entnommen wird.
Aufser der. Zuführung durch einen vor dem Ventil abzweigenden Kanal findet eine weitere
zu der kleinen Flamme durch zwei von der Sitzfläche des Ventils abzweigende, anfangs getrennte,
später vereinigte Kanäle statt. (In der Zeichnung ist nur einer angegeben.)
Diese Construction soll bezwecken, dafs bei erhöhtem Gasdruck der Sicherheitsstab das
Ventil und damit auch den zweiten Zunufskanal der kleinen Flamme öffnet. Mithin erhält diese
Flamme erneute Gaszufuhr. Demzufolge reicht ihre Gröfse aus, den Brenner in Thätigkeit zu
erhalten, auch wenn nachträglich der Gasdruck wieder auf das ursprüngliche Mafs herabsinkt.
Will man nun die Hauptflamme löschen, so braucht man nur für kurze Zeit den Gasdruck
unter das normale Mafs zu bringen, kann denselben aber später wieder auf dieses erhöhen,
ohne dafs die Hauptflamme sich entzündet.
Ferner läfst sich der Sicherheitsstab, an einer Flamme angebracht, auch benutzen, um die
Gröfse dieser Flamme zu reguliren, wie dies bei Brennern in Laboratorien u. s. w. von
Wichtigkeit ist. Man braucht nämlich nur die Sitzfläche des Ventils so anzuordnen, dafs der
sich verlängernde Stab die Durchgangsöffnung des Gases verkleinert, während der sich durch
Abkühlung verkürzende Stab dieselbe vergröfsert. Brennt dann infolge abnehmenden Gasdruckes
die Flamme kleiner, so läfst der Sicherheitsstab durch Vergröfserung der Ventilöffnung mehr
Gas durchströmen, d. h. die Flamme wird gröfser u. s. w.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Die Anbringung eines Metallstabes in oder an einer Gasflamme, durch dessen Temperaturschwankungen selbstthätig mit Hülfe bekannter Mechanismen bewirkt wird erstens ein Absperren des Gasstromes, wenn die Flamme erlischt, zweitens ein Anzünden ermöglicht wird, ohne einen Hahn zu drehen, drittens ein Selbstanzünden bei zunehmendem Gasdruck erreicht werden kann und ein Erlöschen bei abnehmendem.
Der Sicherheitsstab als Selbstzünder ist auch anzuwenden, wenn die kleine Flamme ihr Gas durch zwei anfangs getrennte, später zu vereinigende Kanäle bezieht, deren Querschnitte durch Regulirschrauben an je einer Stelle veränderlich sind, und von denen ein Kanal vor dem Ventil in der Gasleitung, der andere hinter der Sitzfläche des Ventils seinen Anfang nimmt.Der Sicherheitsstab an der Hauptflamme läfst sich als Regulator für die Gröfse derselben benutzen, indem die Einrichtung so getroffen wird, dafs das Ventil, das in diesem Falle konisch genommen wird, die Durchgangsöffnung für das Gas erweitert, wenn der Stab sich durch Abkühlung verkürzt, und umgekehrt sich verengt, wenn der Stab sich durch Erwärmung verlängert.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8872C true DE8872C (de) |
Family
ID=286293
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT8872D Active DE8872C (de) | Gasbrenner mit Sicherheitsstab |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8872C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1016092B (de) * | 1956-10-06 | 1957-09-19 | Fritz Werner Ag | Hebe- und Senkeinrichtung fuer Konsolfraesmaschinen |
| DE1016091B (de) * | 1956-06-18 | 1957-09-19 | Fritz Werner Ag | Hebe- und Senkeinrichtung fuer Konsolfraesmaschinen |
| DE1063439B (de) * | 1957-02-06 | 1959-08-13 | Fritz Werner Ag | Vorrichtung an Fraesmaschinen zur voruebergehenden Trennung des Werkzeuges vom Werkstueck waehrend des Tischruecklaufes |
| DE1063438B (de) * | 1956-07-18 | 1959-08-13 | Fritz Werner Ag | Heb- und Senkeinrichtung fuer Konsolfraesmaschinen |
-
0
- DE DENDAT8872D patent/DE8872C/de active Active
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1016091B (de) * | 1956-06-18 | 1957-09-19 | Fritz Werner Ag | Hebe- und Senkeinrichtung fuer Konsolfraesmaschinen |
| DE1063438B (de) * | 1956-07-18 | 1959-08-13 | Fritz Werner Ag | Heb- und Senkeinrichtung fuer Konsolfraesmaschinen |
| DE1016092B (de) * | 1956-10-06 | 1957-09-19 | Fritz Werner Ag | Hebe- und Senkeinrichtung fuer Konsolfraesmaschinen |
| DE1063439B (de) * | 1957-02-06 | 1959-08-13 | Fritz Werner Ag | Vorrichtung an Fraesmaschinen zur voruebergehenden Trennung des Werkzeuges vom Werkstueck waehrend des Tischruecklaufes |
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