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In Kammern unterteilbarer Fischraum für Fischerboote Fischerboote
weisen im allgemeinen einen großen Raum zum Transport der auf der Fahrt gefangenen
Fische auf. Dieser Raum ist meistens durch Trennwände in einzelne Abteilungen unterteilt,
und es besteht die Möglichkeit, durch Einsetzen von Zwischenwänden und Zwischenböden
eine größere Anzahl von Kammern zu bilden, so daß die gefangenen Fische einerseits
nach ihrer Art sortiert in die Kammern versorgt werden können und daß andererseits
nicht zu viele Fische übereinanderliegen, da sonst die untersten Fische infolge
des über ihnen liegenden Gewichts verderben würden. Es ist üblich, die Füllhöhe
auf etwa 30 bis 6o cm zu beschränken, und man setzt deshalb in die einzelnen
Abteilungen des Fischraumes in Höhenabständen von 3o bis 6o cm immer wieder neue
Zwischenböden ein. Das Einsetzen geschieht während der Fahrt bei der allmählichen
Füllung des Fischraumes mit den Fängen. Der ganze Fischraum wurde bisher meist aus
Holz konstruiert und Trennwände, Zwischenböden und Zwischenwände wurden alle aus
Holzbrettern gebildet. Zur Stützung des Decks enthalten die Fischräume der gebräuchlichen
Fischerboote ferner eine Anzahl metallener Pfosten. Diese Pfosten bestehen meistens
aus Eisen. Um die Berührung der Fische mit ihnen zu vermeiden, mußten diese Pfosten
bisher im allgemeinen durch eine besondere Konstruktion#mit Holz umkleidet werden.
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Gewöhnlich enthalten diese Fischräume einen Mittelgang, von welchem
aus die durch die festen Trennwände gebildeten einzelnen Abteilungen zugänglich
sind. Der Mittelgang erstreckt sich allerdings oft nicht auf die ganze Länge des
Fischraumes,
da der Fischraum durch einzelne durchgehende Trennwände
in Kammern eingeteilt ist, um die Gefahr des Sinkens bei einer Havarie des Schiffes
zu vermindern und um die Wärmeisolation zu verbessern. Diese durchgehenden Trennwände
enthalten nur ein verschließbares Schlüpfloch.
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Diese gebräuchlichen Konstruktionen von Fischräumen bieten den großen
Nachteil, daß das Holz unter dem Einfluß der dauernden Berührung mit den feuchten
Fischen und dem Salzwasser, das mit diesen in den Fischraum hineinkommt, mit der
Zeit fault. Die zur Unterteilung dienenden Bretter und die die Außenwand bildenden
Bretter müssen daher in regelmäßigen Zeitabständen ausgewechselt werden. Dieser
Mangel hat schon vor einiger Zeit zur Verwendung von Leichtmetall geführt, wobei
hier unter Leichtmetall Aluminium und seine Legierungen zu verstehen sind. Leichtmetall
ist bei dieser Beanspruchung viel widerstandsfähiger als Holz und auch leichter
zu reinigen. Die Erfindung bezieht sich auf einen unterteilbaren Fischraum für Fischerboote
von besonders einfacher und billiger Konstruktion unter Verwendung von Leichtmetall.
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Der erfindungsgemäße, in Kammern unterteilbare Fischraum für Fischerboote,
welcher mindestens in einem Teil seiner Länge einen Mittelgang aufweist und bei
dem die hölzerne Außenwand innen mit Leichtmetallblechen verkleidet ist, ist dadurch
gekennzeichnet, daß die Leichtmetallbleche mit Hilfe von mindestens zwei Stege aufweisenden
Leichtmetallprofilstäben durch mindestens einen dieser Stege an der hölzernen Außenwand
festgeklemmt werden und daß ferner aus mit Profilstäben versteiften Blechen bestehende
feste Trennwände aus Leichtmetall, die zur Unterteilung des Fischraumes dienen,
an einem Steg der genannten, zum Festklemmen der Bleche dienenden Profilstäbe befestigt
sind, wobei die waagerechten, die Trennwände versteifenden Profilstäbe als Schienen
zum Einschieben von entfernbaren Zwischenbodenelementen und die senkrechten Profilstäbe
an den inneren Erden der Trennwände zum Einschieben von entfernbaren Zwischenwandelementen
dienen, welche man zum Abschluß der durch die festen Trennwände und entfernbaren
Zwischenböden gebildeten Kammern nach dem Mittelgang und zur Unterteilung des Mittelganges
braucht.
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Das Festklemmen der Auskleidungsbleche durch besonders zu diesem Zweck
ausgebildete Profilstäbe bietet den großen Vorteil, daß jede Verschraubung der Leichtmetallbleche
mit der hölzernen Außenwand vermieden werden kann, wobei man bei der Montage sehr
viel Arbeitszeit spart und auch der Gefahr entgeht, daß unter Umständen andere Metalle
mit dem Aluminium in Berührung kommen. Die Anpassungsarbeiten sind deshalb viel
geringer. Die Fugen und Hohlräume können bei dieser Klemmverbindung mit Schiffskitt
od. dgl. ausgefüllt werden.
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Wie erwähnt, werden an diesen Klemmprofilstäben an einem Steg, der
beispielsweise senkrecht von der Wand absteht, die Bleche der festen Trennwände
befestigt. Diese Befestigung kann beispielsweise durch Niete oder Schrauben vorgenommen
werden. Die Bleche der Trennwände selbst sind durch weitere Profilstäbe versteift,
wobei vorzugsweise mindestens ein Teil dieser Profilstäbe horizontal in regelmäßigen
Abständen übereinander angeordnet ist, se daß sie als Schienen zum Einschieben der
Zwischenbodenelemente dienen können. Diese Zwischenbodenelemente können mit besonderem
Vorteil aus trapezförmig gewellten Preßplatten aus Leichtmetall bestehen, deren
Dimensionen so gewählt sind, daß der Abstand der beiden Auflageflächen der Dicke
der bisher gebräuchlichen Holzbretter entspricht. Dieser Abstand beträgt z. B. 3
cm. Auch sonst werden alle Dimensionen zweckmäßigerweise den bisher in ganz Europa
üblichen angepaßt. So beträgt z. B. der Höhenabstand zwischen zwei zum Einschieben
der Zwischenbodenelemente dienenden horizontalen Profilstäbe, welche die festen
Trennwände versteifen, vorzugsweise 3o bis 6o cm.
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Bei den nicht durchgehenden Trennwänden, welche einen Mittelgang frei
lassen, ist das innere Ende z. B. durch zwei senkrechte Profilstäbe ahgeschlossen,
deren Ouerschnitte so ausgebildet sind, daß man zwischen zwei solchen Profilstäben
benachbarter Trennwände Zwischenwandelemente einschieben kann, mit deren Hilfe es
möglich ist, die durch die festen Trennwände und die entfernbaren Zwischenböden
gebildeten Kammern nach dem Mittelgang abzuschließen. Ferner kann man mit Hilfe
dieser Profilstäbe den Mittelgang durch entfernbare Zwischenwandelemente unterteilen,
wobei die so gebildeten Zwischenwände die Verbindung zwischen den festenTrennwänden
auf beiden Seiten des Mittelganges bilden. Um nun die auf diese Weise gebildeten
Abteilungen des Mittelganges ebenfalls in der Höhe unterteilen zu können, damit
der Fischraum möglichst vollständig zur Lagerung der gefangenen Fische ausgenutzt
werden kann, ist es zweckmäßig, - besondere Profilstäbe bereit zu halten, welche
in regelmäßigen Höhenabständen von beispielsweise 3o bis 6o cm in die den Mittelgang
unterteilenden entfernbaren Zwischenwände eingesetzt werden und dieAuflagefläche
für weitere Zwischenbodenelemente bilden.
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Es ist von besonderem Vorteil, wenn sämtliche Zwischenboden- und Zwischenwandelemente
gleich und untereinander auswechselbar sind, so daß beim raschen Einsetzen dieser
Zwischenböden und Zwischenwände während der Fahrt keine Zeit mit dem Aussuchen der
verschiedenen Elemente und .der richtigen Dimensionen verlorengeht.
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Wie bereits geschildert, ist es im allgemeinen notwendig, im Fischraum
eine Anzahl von metallenen Pfosten anzuordnen, welche das Oberdeck des Schiffes
bzw. die Träger, auf welchen dieses ruht, stützen. Nach der Erfindung kann die meist
notwendige Umkleidung dieser Pfosten so ausgeführt sein, daß die festen Trennwände,
welche durch diese Pfosten unterbrochen werden, gerundete, der Gestalt der Pfosten
angepaßte Leichtmetallpreßplatten oder -bleche enthalten. Es ist nämlich
üblich,
die gleiche Anzahl Stützpfosten und fester Trennwände vorzusehen und die Trennwände
so anzuordnen, daß sie durch die Stützpfosten unterbrochen werden. Vor dem Anbringen
der Umkleidung werden die einzelnen Stützpfosten zweckmäßigerweise mit einem Schutzanstrich,
z. B. auf der Basis von Bitumen, versehen. Diese Pfosten können aber auch aus Leichtmetallprofilen
oder -roliren bestehen. In diesem Fall sind sie z. B. direkt in die Trennwände eingebaut.
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In der Zeichnung ist als Beispiel die Konstruktion eines solchen Fischraumes
für Fischerboote gemäß der Erfindung gezeichnet. Abb. i zeigt den halben Querschnitt
durch ein Fischerboot, dabei bedeutet i die Außenhaut des Schiffes, 2 die hölzerne
Außenwand des Fischraumes. Die innere Leichtmetallverkleidung des Fischraumes ist
aus einzelnen Blechtafeln 3 bis 6 hergestellt. Mit 7 sind die verkleideten eisernen
Stützpfosten des Schiffsdecks bezeichnet. Die feste Trennwand 8 ist durch die 'horizontalen
Profilstäbe 9 versteift, welche als Schienen zum Einschieben von entfernbaren Zwischenbodenelementen
dienen. Das gegen den Mittelgang io liegende Ende der festen Trennwände 8 ist durch
den senkrechten Profilstab i i versteift, welcher gleichzeitig zum Einschieben von
entfernbaren Zwischenwandelementen und von besonderen Profilstäben, welche zum Einsetzen
von Zwischenbodenelementen im Mittelgang verwendet werden, dient.
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In Abb. 2 ist ein Grundriß des Fischraumes entsprechend der Linie
A-A in Abb. i dargestellt. Die bis zum Mittelgang reichenden festen Trennwände sind
wiederum mit 8 bezeichnet. Jede Trennwand enthält einen Stützpfosten 7. Die Trennwand
12 ist durchgehend ausgebildet und unterteilt den ganzen Fischraum in zwei Abteilungen.
Die nicht durchgehenden Trennwände 8 sind an ihren Enden durch die Profilstäbe ii
abgeschlossen. Die durchgehende Trennwand 12 enthält entsprechende Profilstäbe 13.
Durch die festen Trennwände wird der Fischraum in einzelne Kammern unterteilt.
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Abb. 3 zeigt den Querschnitt eines drei Stege aufweisenden Profilstabes
14, mit welchem die Leichtmetallbleche 15 und 16 an der hölzernen Außenwand 2 des
Fischraumes festgeklemmt werden, wie z. B. an der Stelle B in Abb. 2. Die beiden
Stege 17 und 18 drücken die Bleche an die Holzbretter. Der Profilstab 14 ist mit
den Schrauben i9 an der hölzernen Außenwand befestigt. Der dritte Steg 20 des Profilstabes
14 ist mit dem Leichtmetallblech 21 verbunden, welches die feste Trennwand bildet.
Bei den Stirnwänden des Fischraumes, z. B. an der Stelle C in Abb. 2, sind die Profile
zum Festklemmen der Leichtmetallbleche an der hölzernen Außenwand etwas anders ausgebildet.
Abb.4 zeigt den Querschnitt eines solchen Profilstabes. Er weist nur zwei Stege
auf, wobei der eine Steg 22 zum Festklemmen der Leichtmetallbleche 23 dient und
der andere Steg 24 mit dem die Stirnwand bildenden Leichtmetallblech 25 verbunden
ist. Diese Befestigung kann durch Niete oder Schrauben erfolgen. In Abb.5 sieht
man den Querschnitt durch einen Teil' einer festen Trennwand, welche aus dem Leichtmetallblech
26 gebildet ist, an welchem die beiden gleichen Profilstäbe 27 und 28 befestigt
sind. Diese beider. Profilstäbe werden vorzugsweise mit dem Blech vernietet. Ihre
Stege 29 bilden die Auflagefläche für die entfernbaren Zwischenbodenelemente, welche
gestrichelt angedeutet sind.
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Bei der dargestellten Ausführungsform eines Fischraumes geht jede
feste Trennwand durch einen eisernen Pfosten, welcher mit Leichtmetall verkleidet
ist. In Abb. 6 ist ein solcher Stützpfosten 7 mit seiner Verkleidung im Querschnitt
gezeichnet, entsprechend der Linie D-D in Abb. i. Die Verkleidung besteht aus halbkreisförmig
gebogenen oder in der dargestellten Form gepreßten Platten 30 und 31, welche
mit den Blechen 26 und 32, die zusammen. mit ihrer Versteifung die feste Trennwand
bilden, vernietet werden. Die horizontalen Versteifungsprofile 27 und 28, die hier
von oben sichtbar sind, werden entsprechend der Gestalt des umkleideten Stützpfostens
ausgeschnitten, so daß sie durchgehend über die ganze Länge der festen Trennwand
verlaufen.
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Den O_uerschnitt eines entfernbaren Zwischenbodens oder Zwischenwandelelementes
zeigt Abb. 7. Es handelt sich um eine Preßplatte von trapezartigem, welligen Querschnitt.
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In Abb.8 ist der Querschnitt durch den Abschluß einer festen Trennwand
gegen den Mittelgang gezeichnet entsprechend der Linie E-E in Abb. i. Er wird durch
die beiden senkrechten Profilstäbe i i, welche mit dem Leichtmetallblech 32 vernietet
sind, gebildet. Diese Profilstäbe i i weisen je zwei in der Richtung des Mittelganges
liegende Stege 33 auf, in weiche entfernbare Zwischenwandelemente zum Abschluß der
durch die festen Trennwände gebildeten Kammern gegen den Mittelgang eingeschoben
werden können. Sie weisen ferner je einen in der Richtung der festen Trennwand liegenden
Steg 34 auf. Die Zwischenwandelelemente, mit deren Hilfe der Mittelgang in einzelne
Kammern eingeteilt werden kann, können zwischen diese beiden Stege 34 eingeschoben
werden. Sie sind angedeutet, Besondere Profilstäbe, welche in regelmäßigen Höhenabständen
in die den Mittelgang unterteilenden, entfernbaren Zwischenwände eingesetzt werden
können und die Auflagefläche für weitere Zwischenbodenelemente bilden, haben im
dargestellten Ausführungsbeispiel den in Abb.9 gezeichneten Querschnitt. Sie liegen
zwischen zwei Zwischenwandelementen 35 und 3,6 in horizontaler Lage. Die beiden
Stege 37,dienen als Auflagefläche für die angedeuteten, entfernbaren Zwischenbodenelemente.
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Neben den bereits erwähnten Vorzügen der viel längeren Haltbarkeit
und der leichteren Reinigungsmöglichkeit bietet der neue Fischraum auch noch weitere
Vorteile: die Montage kann sehr rasch vorgenommen werden; das Gewicht kann geringer
gehalten werden als bei einer Holzkonstruktion, da die Zwischenwand- und Zwischenbodenelemente
und
die Trennwände eine bedeutend geringere Werkstoffdicke aufweisen können. Wenn die
Außenwand des Fischraumes vollständig aus Leichtmetall hergestellt würde, müßte
man allerdings mit einem verhältnismäßig hohen Preis rechnen. Die Erfindung beschränkt
sich deshalb auf die Auskleidung mit Leichtmetallblechen.
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Die festen Trennwände müssen nicht erst im Schiffsraum selbst mit
den versteifenden Profilstäben vernietet oder verschraubt werden, sondern es ist
möglich, mindestens einen Teil dieser Profilstäbe schon vorher an den Leichtmetallblechen
zu befestigen. Insbesondere geschieht dies vorteilhaft mit den Profilstäben, welche
die die Verkleidung der Fischraumaußenwand bildenden Leichtmetallbleche festklemmen
sollen. Nachdem Einsetzen ist es nur noch notwendig, diese Profilstäbe mit der hölzernen
Außenwand über den eingelegten Leichtmetallblechen zu verschrauben, nachdem zweckmäßigerweise
die Hohlräume mit Schiffskitt, Bitumen oder mit anderen plastischen Dichtungsmaterialien
gefüllt oder ausgestrichen worden sind. Die versteifenden horizontalen und vertikalen
Profilstäbe können außerhalb des Schiffsraumes bereits so weit mit den Blechen vereinigt
werden, daß das Einsetzen der Trennwände bei den Stützpfosten und, wenn nötig, das
Einsetzen der Verkleidung dieser Stützpfosten gerade noch möglich ist. Die im Schiffsraum
auszuführenden Arbeiten können auf diese Weise auf ein Minimum beschränkt werden.
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Es ist bereits eine Auskleidung für Fischräume bekannt, bei welcher
die einzelnen Aluminiumbleche dachziegelartig mit senkrecht laufenden Nähten angebracht
sind. Dabei ist jeweils eine Platte auf die wie üblich angebrachten Blindhölzer
geschraubt und die nächste Platte so darüber gelegt, daß die Holzschrauben verdeckt
werden. Die entstehenden Kanten sind nachträglich verschweißt.
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Der Erfindungsgegenstand unterscheidet sich grundsätzlich von der
hier beschriebenen Ausführungsform; denn praktisch kommen alle Schweißarbeiten in
Wegfall, wodurch sich wesentlich geringere Montierungskosten ergeben.