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DE886893C - Verfahren zur Herstellung von Halogenwasserstoffloesungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Halogenwasserstoffloesungen

Info

Publication number
DE886893C
DE886893C DEB6686D DEB0006686D DE886893C DE 886893 C DE886893 C DE 886893C DE B6686 D DEB6686 D DE B6686D DE B0006686 D DEB0006686 D DE B0006686D DE 886893 C DE886893 C DE 886893C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydrogen halide
production
hydrogen
absorption
halide solutions
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB6686D
Other languages
English (en)
Inventor
Adolf Dr Cantzler
Hans Dr Krekeler
Rudolf Dr Leutner
Martin Dr Mueller-Cunradi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB6686D priority Critical patent/DE886893C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE886893C publication Critical patent/DE886893C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B7/00Halogens; Halogen acids
    • C01B7/01Chlorine; Hydrogen chloride

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Halogenwasserstofflösungen Im Patent 873 994 ist gezeigt, daß man Halogenwasserstofflösungen in vorteilhafter Weise herstellen kann, wenn man als Lösungsmittel bei den Arbeitsbedingungen flüssige N-substituierte Carbonamide von Fettsäuren verwendet. Das Verfahren kann beispielsweise dazu dienen, um aus trockenen Gasgemischen, die Halogenwasserstoff enthalten, diesen zu absorbieren und anschließend durch Erhitzen und bzw, oder Anwendung verminderten Druckes wieder auszutreiben und dadurch in konzentrierter Form zu gewinnen.
  • Bei der weiteren Durcharbeitung dieses Verfahrens hat sich gezeigt, daß die letzten Reste Halogenwasserstoff sich aus den Absorptionsflüssigkeiten häufig nur schwierig entfernen lassen. Man benötigt zur Austreibung dieser letzten Reste starke Erwärmung und gegebenenfalls ein hohes Vakuum. Hierbei besteht die Gefahr, daß die Carbonamide, insbesondere Abkömmlinge des Formamids, unter Abgabe von Kohlenoxyd zu den halogenwasserstoffsauren Salzen der entsprechenden Amine zersetzt werden. Diese kristallisieren dann in der Absorptionsflüssigkeit aus und machen sie für die weitere Verwendung unbrauchbar.
  • Es wurde nun gefunden, daß diese Schwierigkeiten vermieden werden, wenn man als Absorptionsflüssigkeit nicht die freien Carbonamide der. genannten Art verwendet, sondern deren Anlagerungsverbindungen mit Halogenwasserstoff, die auf i Mol Amid etwa x Mol Halogenwasserstoff enthalten. Diese Anlagerungsverbindungen sind sehr beständig. Sie vermögen noch erhebliche Mengen Halogenwasserstoff aufzunehmen und diese beim Erhitzen leicht wieder abzugeben.
  • Zum Beispiel nimmt Diäthylformamid bei 2o° und 76o mm Hg Druck je Mol etwa 8o g Chlorwasserstoff auf. Die Lösung gibt beim Erhitzen im Wasserbad unter einem absoluten Druck von 300 mm Hg qq. g Chlorwasserstoff wieder ab. Dagegen werden die restlichen 36 g Chlorwasserstoff unter diesen Bedingungen auch bei längerem Erhitzen nicht wieder abgegeben. Belädt man diese Flüssigkeit wiederum mit Chlorwasserstoff, so werden wieder 44 g aufgenommen, die durch Erhitzen unter den genannten Bedingungen leicht wieder ausgetrieben werden können. Diese Absorption und Austreibung kann beliebig oft wiederholt werden, ohne daß eine Zersetzung der Absorptionsflüssigkeit eintritt.
  • Für die technische Durchführung des Verfahrens kann man von vornherein ein Carbonamid der genannten Art verwenden, dem vorher je Mol etwa i Mol Halogenwasserstoff zugeführt wurde. Man kann aber im allgemeinen auch die Absorptionsvorrichtung zunächst mit den freien Carbonamiden beschicken und die Anlagerungsverbindungen mit Halogenwasserstoff erst während der ersten Absorptionsstufe bilden.
  • Das Verfahren eignet sich besonders gut für die Trennung von Gemischen aus Halogenwasserstoff und aliphatischen Kohlenwasserstoffen, insbesondere auch solchen, die daneben noch aliphatische Halogenkohlenwasserstoffe enthalten. Derartige Gemische werden beispielsweise bei der Halogenierung gesättigter aliphatischer Kohlenwasserstoffe und nachfolgender Abspaltung von Halogenwasserstoff gewonnen. Die Anwendung der Anlagerungsverbindungen bietet hierbei besondere Vorteile. Die Kohlenwasserstoffe und Halogenkohlenwasserstöffe sind nämlich in den Anlagerungsverbindungen praktisch unlöslich und werden daher von diesen nicht aufgenommen, während bei Anwendung der freien Carbonamide außer dem Halogenwasserstoff auch erheblicheMengen der Kohlenwasserstoffe und Halogenkohlenwasserstoffe gelöst werden, so daß die Trennung unvollständig bleibt. ' Beispiel Man läßt eine Mischung von 56 Gewichtsteilen Butylen und 36 Gewichtsteilen Chlorwasserstoff bei 2o° unter gewöhnlichem Druck in einer Absorptionsvorrichtung langsam durch ioo Gewichtsteile Diäthylformamid hindurchperlen, dem vorher je Mol i Mol Chlorwasserstoff zugesetzt wurde. Die Absorptionsflüssigkeit nimmt praktisch den ganzen Chlorwasserstoff auf, während das Butylen unverändert bleibt und gasförmig aus der Absorptionsflüssigkeit entweicht. Die mit Halogenwasserstoff beladene Flüssigkeit wird im siedenden Wasserbad unter einem absoluten Druck von 300 mm Hg erhitzt. Dabei werden 35,5 Gewichtsteile Chlorwasserstoff wieder ausgetrieben. Die Flüssigkeit kann beliebig oft für die Absorption und Wiederbelebung verwendet werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Weiterbildung des Verfahrens nach Patent 873 994, dadurch gekennzeichnet, daBAnlagerungsverbindungen dein Carbonamide mit Halogenwasserstoffen als Lösungsmittel verwendet werden, die je Mol des Carbonamides etwa i Mol Halogenwasserstoff enthalten.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Anwendung der genannten Lösungsmittel zur Behandlung von Gemischen aus Halogenwasserstoff, Kohlenwasserstoffen und gegebenenfalls Halogenkohlenwasserstoffen.
DEB6686D 1942-03-28 1942-03-28 Verfahren zur Herstellung von Halogenwasserstoffloesungen Expired DE886893C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0008330A1 (de) * 1978-08-21 1980-03-05 Chemische Werke Hüls Ag Verfahren zur Trennung von Chlorwasserstoff und Bromwasserstoff
EP0019699A1 (de) * 1979-05-30 1980-12-10 Chemische Werke Hüls Ag Verfahren zur Gewinnung von gasförmigem Chlorwasserstoff aus verdünnter wässriger Salzsäure
WO2006029788A1 (de) * 2004-09-13 2006-03-23 Basf Aktiengesellschaft Verfahren zur trennung von chlorwasserstoff und phosgen

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WO2006029788A1 (de) * 2004-09-13 2006-03-23 Basf Aktiengesellschaft Verfahren zur trennung von chlorwasserstoff und phosgen
US7659430B2 (en) 2004-09-13 2010-02-09 Basf Aktiengesellschaft Method for separating hydrogen chloride and phosgene

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