DE886605C - Verfahren zur kontinuierlichen Waermebehandlung von verguetbaren Metallegierungen - Google Patents
Verfahren zur kontinuierlichen Waermebehandlung von verguetbaren MetallegierungenInfo
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- DE886605C DE886605C DER4757A DER0004757A DE886605C DE 886605 C DE886605 C DE 886605C DE R4757 A DER4757 A DE R4757A DE R0004757 A DER0004757 A DE R0004757A DE 886605 C DE886605 C DE 886605C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
- C21D9/00—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
- C21D9/52—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for wires; for strips ; for rods of unlimited length
- C21D9/54—Furnaces for treating strips or wire
- C21D9/56—Continuous furnaces for strip or wire
- C21D9/62—Continuous furnaces for strip or wire with direct resistance heating
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Description
- Es ist an sich bekannt, Drähte, Bänder, Rohre u. dgl. entweder durch von außen zugeführte Wärme, durch Widerstandserhitzung durch Stromleitung oder durch Mittel- oder Hochfrequenzerwärmung auf Behandlungstemperatur zu bringen, sie anschließend einer beschleunigten Abkühlung zu unterziehen und sie gegebenenfalls in einem weiteren Durchgang auf die -gewünschte Festigkeit anzulassen. Das billigste Verfahren ist zweifellos die Erwärmung vermittels Widerstandserhitzung durch niedriggespannte Ströme, und zwar einerseits hinsichtlich des Anschaffungspreises je installiertes Kilowatt und andererseits hinsichtlich des Gesamtwirkungsgrades. DieelektrischeErwärmung durch Widerstandserhitzung hat andererseits auch gegenüber der von außen zugeführten Wärme allgemein den Vorteil der größtmöglichen Arbeitsgeschwindigkeit.
- Durch folgende Neuerung wird nun eine weitere sehr wesentliche Verbesserung und Vereinfachung des Verfahrens erreicht. Es wird hierbei von der Erkenntnis ausgegangen, daß zur Bildung eines groben Überhitzungskornes nicht nur die absolute Erhitzungshöhe, sondern auch der Zeitfaktor mindest ebenso maßgebend ist. Das bedeutet, daß bei kurzen Erhitzungszeiten die Höhe der Erhitzungstemperatur, soweit sie nur oberhalb des oberen Umw andlungspunktes (Ac3) liegt, fast ohne Einfluß auf die Korngröße ist. Um eine bestimmte Vergütungsfestigkeit zu erzielen, ist dagegen die Höhe der Anlaßtemperatur, vor allem, wenn es sich um eine sogenannte Anlaßstoßglühung handelt, von viel größerer Wichtigkeit.
- Es wird dabei so verfahren, daß die kontinuierliche Erwärmung des zu behandelnden Guts zum Härten sowie zum Anlassen in einem einzigen Stromdurchgang hintereinander vorgenommen wird.
- Mit einer Einrichtung gemäß der Abbildung lassen sich z. B. vorstehend aufgeführte Bedingungen in vorbildlicher Weise erreichen. Darin bedeutet i die Ablaufhaspel, 2 die Richtwalzen, 3 die Stromzuführungsrollen, 4 die verstellbare Abschreckdüse, 5 die weiteren Stromzuführungsrodlen, 6 weitere Richtwalzen, 7 eine: weitere Kühlvorrichtung und 8 die Aufrol:lhaspel.
- Die Stromstärke und Spannung wird so eingestellt, daß beim Vorlaufen des Drahtes zwischen den Stromzuführungsrollen 3 und der verstellbaren Abschreckdü se 4 eine Temperatur von beispielsweise 9oo° C erreicht wird, während zwischen letzterer und den Stromzuführungsrollen 5 etwa eine solche von 65o° C erreicht wird. Da letztere von ausschlaggebender Bedeutung ist, so wird die Abschreckdüse 4 durch entsprechende Verschiebung auf diese Temperatur eingestellt. Als Stromzuführungen können gegebenenfalls die Richtwalzen :2 und die Stro-mzuführungsrollen 3 bzw. die Stromzuführungsrollen 5 und die Richtwalzen, 6 gemeinsam dienen. Um eine vollkommene Abkühlung vor dem Aufhaspeln nach eventuellem Durchgang durch die weitere Richteinrichtung zu erzielen, wird durch eine weitere Abkühleinrichtung 7 eine vollkoo-mmene Abkühlung auf Zimmertemperatur vorgenommen.
- Durch Verwendung von stromleitenden Flüssigkeiten bei den Stromzuführungen können die Brennnarben, die durch den Stromübergang entstehen können, ganz vermieden werden.
- Durch Ausführung des ganzen Vergütungspr ozesses in einer entsprechenden Schutzatmosphäre können auch blanke Materialien vollkommen blank vergütet werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur kontinuierlichen Wärmebehandlung von vergütbaren Metallegierungen, insbesondere zum Vergüten von Drähten, Bändern, Rohren u. dgl. aus Stählen unter Anwendung der elektrischen Widerstandserwärmung durch Stromdurchgang, dadurch gekennzeichnet, daß die Erwärmung zum Härten sowie zum Anlassen in einem einzigen Stromdurchgang hintereinander vo-rgenommen wird, wobei durch entsprechende Verschiebung einer Abschreckdüse insbesondere dieAnlaßtemperatur geregelt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung von Brennnarben die Stromzuführung durch gleichzeitige Verwendung von stromleitenden Flüssigkeiten vorgenommen wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, _daß insbesondere bei Behandlung von blanken Materialien diese unter einer Schutzgasatmosphäre vorgenommen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER4757A DE886605C (de) | 1950-11-07 | 1950-11-07 | Verfahren zur kontinuierlichen Waermebehandlung von verguetbaren Metallegierungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER4757A DE886605C (de) | 1950-11-07 | 1950-11-07 | Verfahren zur kontinuierlichen Waermebehandlung von verguetbaren Metallegierungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE886605C true DE886605C (de) | 1956-07-12 |
Family
ID=7396667
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER4757A Expired DE886605C (de) | 1950-11-07 | 1950-11-07 | Verfahren zur kontinuierlichen Waermebehandlung von verguetbaren Metallegierungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE886605C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1115680B (de) * | 1960-06-27 | 1961-10-26 | Hans Laske | Verfahren zum Herstellen von sehr duennen Metallformteilen |
| DE3639631A1 (de) * | 1986-11-20 | 1988-06-01 | Werner Henrich | Verfahren und vorrichtung zum gluehen von strangfoermigem gut |
-
1950
- 1950-11-07 DE DER4757A patent/DE886605C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1115680B (de) * | 1960-06-27 | 1961-10-26 | Hans Laske | Verfahren zum Herstellen von sehr duennen Metallformteilen |
| DE3639631A1 (de) * | 1986-11-20 | 1988-06-01 | Werner Henrich | Verfahren und vorrichtung zum gluehen von strangfoermigem gut |
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