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DE88502C - - Google Patents

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Publication number
DE88502C
DE88502C DENDAT88502D DE88502DA DE88502C DE 88502 C DE88502 C DE 88502C DE NDAT88502 D DENDAT88502 D DE NDAT88502D DE 88502D A DE88502D A DE 88502DA DE 88502 C DE88502 C DE 88502C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ether
amidophenol
diaz
amidoethyl
bases
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT88502D
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English (en)
Publication of DE88502C publication Critical patent/DE88502C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMTS^
Die glatte Bildung der Azofarbstoffe einerseits, ihre meist grofse Echtheit gegen Licht, Alkalien und Säuren andererseits, haben in letzter Zeit das Bestreben wachgerufen, auch basische Azofarbstoffe zu erzeugen, die mit der Eigenschaft, gleich den sonstigen basischen Farbstoffen der Triphenylmethanreihe, Azinreihe etc. echte Tanninlacke zu bilden, auch die oben erwähnte Echtheit gegen Wäsche und Licht vereinigen.
Aufser den zwei seit langem bekannten Vertretern dieser Gruppe, dem Chrysoidin und Bismarckbraun, sind erst in neuer Zeit derartige Repräsentanten, nämlich das Indoinblau (Patent Nr. 61692) und die nach dem Verfahren des Patentes Nr. 70678 aus Amidobenzyldimethylamin erhältlichen Azofarbstoffe, wie Neuphosphin und Tanninorange, bekannt geworden. Nach dem obigen Patente Nr. 70678 lassen sich im Besonderen brauchbare klare Orangetöne herstellen; allein das so lange gesuchte basische Scharlach, speciell in Gestalt eines Azofarbstoffes, kann auch nach diesem Verfahren nicht erhalten werden.
Es ist nun ein Verfahren zur Darstellung von neuen basischen Azofarbstoffen gefunden worden, welche nicht nur die verschieden artigsten Farbtöne liefern, sondern ganz speciell die oben erwähnte Lücke auszufüllen berufen sind, infofern als die neuen Farbstoffe zum Theil auch klare Scharlachtöne erzeugen.
Als Ausgangsmaterial dient hierbei eine bislang zur Herstellung von Farbstoffen nicht benutzte Klasse von Basen, die dem folgenden Typus:
NH2 — C6H4- OCH2-CH2
N <
entsprechen, wobei unter R' und R" Alkylgruppen der Fettreihe bezw. Wasserstoff verstanden sind. Diese Basen sind im allgemeinen dadurch charakterisirt, dafs sie Derivate des Amidophenoiäthyiäthers darstellen und neben der an den aromatischen Kern gebundenen Amidogruppe eine Alkylamido- bezw. Amidogruppe in der Aethylgruppe enthalten.
Vertreter dieser neuen Basen sind z. B.:
ρ - Amidophenol -ω-dimethylamidoäthyläther
= NH2 -C6H1-O- CH2 ■ CH2 ■ N(CHJ2 , welcher durch Condensiren von p-Nitrophenolß - bromäthyläther mit Dimethylamin und nachheriges Reduciren gewonnen werden kann;
p-Amidophenol-uj-amidoäthyläther
= JVH, — CR H
O CH2 CH2 NH2,
welcher sich durch Einwirkung von p-Nitrophenolkalium auf Bromäthylamin und darauf-
folgendes Reduciren der so gebildeten Nitroverbindung darstellen läfst;
o-Amidophenol - w - pentamethylen-
= NH2 ■ C6 HA
CH2 ■ CH2 amidoäthy lather
CH2-CH2
CH0-CH
'CH2,
der durch Condensiren von o-Nitrophenolß - bromäthyläther mit Piperidin und darauffolgendes Reduciren der zunächst entstandenen Nitroverbindung erhalten werden kann.
Das Verfahren zur Darstellung der neuen Farbstoffe besteht im allgemeinen darin, dais man die im Obigen gekennzeichneten Basen diazotirt und die so erhaltenen Diazoproducte mit primären Aminen der Benzol- bezw. Naphtalinreihe, mit Naphtolen oder Dioxynaphtalinen combinirt.
Beispiele:
I. Darstellung eines basischen . braungelben Azofarbstoffes.
ι ,8 kg ρ - Amidophenol - w - dimethylamidoäthyläther werden mit 0,7 kg Nitrit in salzsaurer wässeriger Lösung in bekannter Weise diazotirt. Zu der so erhaltenen Diazolösung setzt, man eine wässerige Lösung von 1,57 kg salzsaurem p-Xylidin und dann überschüssiges essigsaures Natrium hinzu. Die Farbstoffbildung beginnt alsbald und wird durch schwaches Erwärmen unterstützt. Der erhaltene Farbstoff kann direct ausgesalzen werden, oder es kann zunächst die freie Farbbase mit Alkalien gefällt, dann abfiltrirt und in das salzsaure Salz, den Farbstoff, übergeführt werden. Auf tannirter Baumwolle erzeugt derselbe bräunlich gelbe Nuancen.
Aehnliche Farbstoffe werden erhalten, indem man einerseits an Stelle des ρ-Amidophenol - ω - dimethylamidoäthyläthers analoge Basen des obigen Typus, wie z. B. p-Amidophenol - ω-pentamethylenamidoäthyläther ^H2N-C6H,-O-
-CHn-CH-N-C5H10,
verwendet, oder wenn man andererseits das ρ -Xylidin durch andere primäre Basen der Benzolreihe ersetzt.
II. Darstellung eines basischen gelbbraunen Azofarbstoffes.
2,08 kg m -Amidophenol -w-diäthylamidoäthyläther werden mit 0,7 kg Nitrit in salzsaurer Lösung auf bekannte Weise diazotirt.
Farbstoff aus:
Die Diazolösung läfst man in eine wässerige Lösung von 1,79 kg salzsaurem ß-Naphtylamin einfliefsen und befördert durch Zusatz von essigsaurem Natrium die Farbstoff bildung. Der Farbstoff wird schliefslich ausgesalzen. Derselbe färbt tannirte Baumwolle in gelbbraunen Tönen.
Zu ähnlichen Farbstoffen gelangt man, wenn einerseits an Stelle von m- Amidophenol -w -diäthylamidoäthyläther analoge Basen von obigem Typus verwendet werden, oder wenn man das dort benutzte ß-Naphtylamin durch a - Naphtylamin oder auch durch a- bezw. ß-Naphtol ersetzt. ' Bei Anwendung von Naphtol an zweiter Stelle erhält man rothorange färbende Azofarbstoffe.
III. Darstellung eines basischen rothen Azofarbstoffe s.
1,52 kg ρ-Amidophenol-αϊ-amidoäthyläther werden in saurer Lösung mittelst 0,7 kg Nitrit diazotirt. Die erhaltene Diazolösung läfst man in eine mit Soda versetzte Lösung von 1,8 kg ß-Naphtolnatrium einfliefsen. Die rothe Farbbase, welche in rothen Flocken ausfällt, wird nach beendigter Kuppelung abfiltrirt, ausgewaschen und in verdünnter heifser Salzsäure gelöst. Aus der salzsauren Lösung wird der Farbstoff schliefslich durch Kochsalz oder überschüssige Säure als salzsaures Salz ausgefällt. Derselbe färbt tannirte Baumwolle in scharlachrothen klaren und echten Tönen an.
Aehnliche Farbstoffe werden erhalten, wenn man den im letzten Beispiele benutzten p-Amidophenol-exo-amidoäthyläther durch seine Homologen, z. B. den aus p-Nitro-m-kresol (NO2 : CH3 : OH-- 1:2:4) erhältlichen Amidokresoläther bezw. analoge Verbindungen ersetzt.
Als weitere Vertreter der nach dem obigen Verfahren erhältlichen Farbstoffe werden noch die folgenden Combinationen unter Angabe der von denselben auf tannirter Baumwolle erzeugten Nuancen genannt:
diazot. p-Amidophenol-uj-pentamethylen- . „, , ,. . ,
-j ..υ I...L + m-Phenylendiamin braunroth
amidoathylather ' J .
diazot. ο - Amidophenol - a> - dimethylamidoäthyläther
β-Naphtol scharlachroth
diazot. ο - Amidophenol - u> - pentamethylenamidoäthyläther
-)- ßj ß3 - Dioxynaphtalin bordeaux.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche :
    ι. Verfahren zur Darstellung basischer, zum Färben von tannirter Baumwolle geeigneter Azofarbstoffe aus Basen, welche entsprechend dem allgemeinen Typus:
    xrpr r ττ DC H -CH N /
    als Derivate des Amidophenoläthyläthers neben der an den aromatischen Kern gebundenen Amidogruppe eine Alkylamidobezw. Amidogruppe in der Aethylgruppe enthalten,
    darin bestehend, dafs man die gekennzeichneten Basen diazotirt und mit primären Aminen der Benzol- oder Naphtalinreihe bezw. mit Naphtolen oder Dioxynaphtalinen combinirt.
    Als besondere Ausführungsformen des durch Anspruch ι geschützten Verfahrens die Herstellung der Combinationen aus:
    a) diaz. p-Amidophenol - w - dimethylamidoäthyläther + p-Xylidin;
    b) diaz. m-Amidophenol-u)-diäthylamidoäthyläther + β - Naphtylamin;
    c) diaz. p-Amidophenol-cu-pentamethylenamidoäthyläther + m- Phenylendiamin;
    d) diaz. p-Amidophenol - w - amidoäthyläther + β -Napthol;
    e) diaz. ο - Amidophenol - w - dimethylamidoäthyläther -J- ß-Naphtol;
    f) diaz. ο - Amidophenol - ω - pentamethylenamidoäthyläther + ßj ß3-Dioxynaphtalin.
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