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Dezimal-binär-dezimales Lochkartenverfahren In der Technik des automatischen
Rechnens, insbesondere soweit es sich auf die Zuhilfenahme der Lochsteuerung :bezieht,
gewinnt das binäre Zahlensystem immer größere Bedeutung.
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Da die Rechenoperationen im binären System durchgeführt werden, uns
aus Übereinkommen und Gewohnheit jedoch Zahlengrößen nur im dezimalen Zahlensystem
vorstellbar sind, ist es erforderlich, erst von den im Dezimalsystem gegebenen Steueranlässen
zum binären System zu gelangen, in diesem System die Rechnungen durchzuführen und
dann von den in binärer Darstellungsweise erhaltenen Resultaten wieder zum dezimalen
System zurückzugelangen. Bei den bekannten Lochkartenverfahren dieser Art werden
Übersetzereinrichtungen in den einzelnen Maschinen verwendet, um einerseits die
dezimal gegebenen Werte in binäre Größen zu übersetzen und um andererseits die 1n
binärer Darstellung gewonnenen Resultate in die dezimale Darstellungsweise zurückzuübersetzen.
Insbesondere der Vorgang der Rückübersetzung der binären Resultate in dezimale Darstellungsweise
stellt besondere Anforderungen an die entsprechenden Einrichtungen.
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Das Wesentliche der vorliegenden Erfindung, könnte kurz nun dahingehend
gekennzeichnet werden, daß sie ein übersetzerlosesLochkartenverfahrenvorsieht und
dadurch die mit der dezimalbinären Übersetzung und der binärdezimalen Rückübersetzung
verbundenen Schwierigkeiten umgeht. Das Hauptgewicht liegt dabei auf dem zweiten
Teil des Verfahrens, nämlich auf übersetzerlosem Wege von dem binären Resultat zu
.dezimalen Resultaten zu gelangen, wobei es zunächst gleichgültig ist, ob die zur
Gewinnung der binären Resultate verwendeten Karten als Dezimalkarten ausgebildet
sind, die
einen dezimalbinären Übersetzer steuern, oder ob in einer
Lochmaschine mit Dezimaltastatur gleich binär gelochte Karten hergestellt werden,
oder ob schließlich von den -dezimal gelochten Karten erst binär gelochte Duplikate
hergestellt werden, die zur Durchführung der binären Rechenoperationen: dienen..
Wenn man jedoch in der zuletzt angedeuteten *Weise von dezimal gelochten Karten
auf übersetzerlosem Wege zunächst binär gelochte Karten herstellt, so kann man den
erwähnten Kerngedanken der Erfindungen derart erweitert durchführen, daß eingeschlossenes
dezima!l-binär-dezimales übersetzerloses Lochkartenverfahren entsteht.
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Im vorstehenden und in der folgenden. Beschreibung ist der leichteren
konkreten Vorstellbarkeit wegen von einem Lochkartenverfahren gesprochen, da es
allgemein üblich ist, die Zählmarkierungen durch Löcher darzustellen. Es ist aber
selbstverständlich, daß der Erfindungsgedanke ebensogut bei Verwendung beliebiger
anderer Markierungsarten durchzuführen ist.
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Das Kennzeichnende des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht nun darin,
daß in der binären Verrechnungsmaschine das Resultat auch binär markiert wird, daß
die das binäre Resultat enthaltenden Angabenträger in einer Sortiermaschine nach
Resultaten numerisch geordnet werden und daß die Resultatmarkierungen nacheinander
mit dem binären Teil körperlicher Zahlenmuster verglichen werden, die jeweils die
gleiche Zahl in binärer und dezimaler Darstellung aufweisen, und däß bei Übereinstimmung
der binären Resultate mit einem binären Muster das entsprechende dezimale Muster
als dezimales Resultat registriert wird.
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Dieses Verfahren kann aber nun auch, wie bereits angedeutet, in der
Richtung erweitert werden, daß auch der erste Teil, der den Übergang vom Dezimalen
zum Binären betrifft, in die Übersetzerlosigkeit einbezogen wird, wodurch das erwähnte
geschlossene dezimal-binär-dezimale Verfahren entsteht.
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Das Kennzeichnende eines derart geschlossenen Verfahrens bestecht
dann darin, daß die dezimalen Wertmarkierungen (im Gegensatz zu den Gruppenmarkierungen)
in einer Sortiermaschine numerisch geordnet werden, daß sie in dieser 'Reihenfolge
nacheinander mit dem dezimalen Teil körperlicher Zahlenmuster verglichen werden,
die jeweils die gleiche Zahl in dezimaler und binärer Darstellung aufweisen, und
daß bei Übereinstimmung von dezimaler Markierung und dezimalem Zahlenmuster .das
entsprechende binäre Muster auf eine Karte registriert wird, daß die binären Markierungen
in einer binären Verrechnungsmaschine verrechnet werdet, die auch das Resultat binär
registriert, daß die Angabenträger mit den binären Resultaten in einer Sortiermäschine
nachResultaten numerisch geordnet werden und daß dann die binären Resultatmarkierungen
nacheinander mit dem binären Teil körperlicher Zahlenmuster verglichen werden, die
jeweils die gleiche Zahl in binärer und dezimaler Darstellung aufweisen, und daß
bei Übereinstimmung des binären Resultats mit einem binären Neuster das entsprechende
dezimale !Muster als dezimales Resultat registriert wird.
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Bei dem praktischen auf die Resultatgewinnung zielenden Teil des Verfahrens
ist davon auszugehen, daß in der Verrechnungsmaschine binär gelochte Resultatkarten
gewonnen werden, die sieh in be-"kannter Weise auf jeweilige Gruppenmerkmale beziehen.
Während nun tlie Karten im allgemeinen nur nach Gruppenmerkmalen geordnet werden,
werden sie bei dem erfindungsgemäßen Verfahren in einer Binärsortiermaschine nach
Resultatwerten geordnet. In der Ordnung nach Resultaten werden dann die binären
Resultate nacheinander mit der Einstellung des binären Teils eines Zählers verglichen,
der jeweils synchron miteinander einen binären und dezimalen Teil einheitenweise
weiterschaltet, so daß zu jeder binären Zahl die entsprechende dezimale Zahl, und
umgekehrt, gewonnen werden kann. Bei Übereinstimmung eines binären Resultats mit
der binären Zählereinstellung kann also aus dem dezimalenZählerdas Resultat dezimal
registriert werden. Die dezirrialen Resultatkarten können dann nach Gruppennummern
sortiert werden, und die Angaben können in einer lochgesteuerten Druckvorrichtung
abgeschrieben werden. Es ist aber auch möglich, die dezimalen Resultatkarten zwischen
die ursprünglichen dezimalen Postenkarten gruppenweise einzusortieren und dann Postenkarten
und Resultatkarten maschinell abzuschreiben, wodurch man die bekannten Posten- und
Summenaufstellungen erhält.
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Soll das angedeutete übersetzerlose Verfahren nach dem dezimalbinären
ersten Teil hin erweitert werden, so ist wie folgt vorzugehen: Die dezimale Postenkarte
enthält in ihrer einfachsten Form eine Gruppenlochung und eine Wert-(Zählwert-)Lochung,
die beide dezimal dargestellt sind. Die Karten werden nun zuerst nach Zählwerten
sortiert und in dieser Reihenfolge dem dezimalbinären Vergleichszähler zugeführt.
In ähnlicher Weise, wie bereits angedeutet, kann also zu jedem dezimalen Posten
der entsprechende binäre Wert gefunden werden. Entweder wird er auf die ursprüngliche
Postenkarte nachgelocht oder auf eine besondere binäre Postenkarte, auf die dann
natürlich auch das Gruppenzeichen von der ursprünglichen Postenkarte übernommen
werden muß. Sind somit Karten mit binären Postenlochungen gewonnen worden, so werden
die Karten jetzt wieder nach Gruppenmerkmalen sortiert, so daß man fortlaufende
Kartengruppen erhält, die jedoch eine binäre Postenlochung tragen. Diese Kartengruppen
werden der binären Verrechnungsmaschine zugeführt, die für jedeGruppe eine binäre
Resultatkarte locht. Anschließend vollzieht sich dann der bereits beschriebene binärdezimale
Teil des Verfahrens, der zur Gewinnung der Resultate in dezimaler Darstellungsweise
führt.
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Das angedeutete Verfahren ist mannigfacher Abänderungen fähig, sowohl
hinsichtlich der einzelnen Verfahrensschritte als auch hinsichtlich der 'RTethode
der Registrierung und der Angabenträger. So können beispielsweise dezimale und binäre
Lochungen
auf der gleichen Karte vorgesehen werden, oder es können dezimale und binäre Angaben
jeweils auf getrennten Karten verarbeitet werden. Die Resultatkarten können für
sich abgeschrieben werden, wenn nur Summenaufstellungen gewünscht werden, oder sie
können zwischen die Kartengruppen einsortiert werden, um Posten- und Summenaufstellungen
zu gewinnen. Die Resultatkarte ist dann als letzte Karte der jeweiligen Gruppe zugeordnet.
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Nunmehr sollen das erfindungsgemäße Verfahren in seiner Ausführung
als geschlossenes dezimalbinär-dezimales Verfahren sowie die dazu verwendeten Maschinen
beschrieben werden. Soweit nur der auf den binärdezimalen Teil bezügliche Grundgedanke
verwendet werden soll, ergibt sich dies ohne weiteres aus der Beschreibung des gesamten
Verfahrens.
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Fig. )i zeigt schematisch den Arbeitsablauf des geschlossenen dezimal-binär-dezimalen
Verfahrens, wobei das Registrieren der aufgerechneten Karten nicht gezeigt wird;
Fig. z zeigt eine Lochkarte, in der die Gruppennummer und der Zählwert dezimal eingetragen
werden; Fig. 3 veranschaulicht eine Lochkarte, in der die Gruppennummern dezimal
und der Zählwert binär eingetragen werden, so wie sie in den Rechenmaschinen nach
dem binären System verwendet wird; Fig. ,4 zeigt eine Tabelle, in der die dezimalen
Einer-, Zehner-, Hunderter-, Tausender-, Zehntausender- und Millionen-Grundzahlen
in die ihnen entsprechenden binären Werte aufgelöst sind; Fig. 5 a, 5 b, 5 c, die
untereinanderzusetzen sind, so daß Fig. -i b die Fortsetzung von Fig. i a und Fig.
i c die Fortsetzung von Fig. ib ist, veranschaulichen schematisch das Schaltbild
für einen Vergleicher zum Aufsuchen der binären Zahlen zu gegebenen dezimalen Zahlen
bei Verwendung eines Schrittschaltzählers für die Weiterschaltung; Fig.6a, 6b und
6c, die untereinanderzusetzen sind, veranschaulichen schematisch das Schaltbild
eines Ausführungsbeispiels, bei dem das Aufsuchen der binären .Zahlen unter Mitwirkung
eines Röhrenzählers stattfindet; Fig.7 zeigt das Grundschema eines Röhrenzählers;
-Fig. 8 zeigt die Spannungskurven an den verschiedenen Punkten der Fig. 5 a, 5 b
und Fig. 6 in bestimmten Zeitabständen; Fig. 9 zeigt schematisch die Art eines Impulsgeberkreises
; Fig. io zeigt in der Ansicht den schematischen Aufbau des binären Summenkartenlochers;
Fig. 1.1 zeigt in der Draufsicht die Lochereinheit des Summenkartenlochers mit einem
dezimalenTeil für die Aufnahme der Gruppenmerkmale und einen binären Teil, der für
die Markierung der binären Zählwerte vorgesehen ist; Fig. v2 zeigt in der Ansicht
und im Schnitt den Kartentransport sowie die binäre und dezimale Lochereinheit des
Summenkartenlochers; Fig. (13 a, i3 b, 13c und,i 3 d, die untereinanderzusetzen
sind, veranschaulichen das schematische Schaltbild des im Ausführungsbeispiel verwendeten
Summenkartenlochers ; Fig. 14 zeigt den Aufbau einer binären Sortiermaschine; Fig.1.5
veranschaulicht in vergrößerter Darstellung einen Schnitt durch die Abfühleinrichtung
und Sortierweichenanordnung der binären Sortiermaschine; Fig. 16 zeigt das Schaltbild
der Sortiermaschine; Fig.17 ist eine schematische Darstellung der Sortierweicheneinstellung
bei Sortierung in das Fertig-Fach; Fig. 18 zeigt eine schematische Darstellung der
Weicheneinstellung beim Sortieren in das Eins-Fach; Fig. 19a, igb und igc, die untereinanderzusetzen
sind, zeigen schematisch das Schaltbild eines Ausführungsbeispiels für das Aufsuchen
der dezimalen Zahl bei gegebenen binären Zahlen bei der Verwendung eines Schrittschaltzählers;
Fig. 2.o zeigt schematisch ein im Ausführungsbeispiel verwendetes Druckwerk; Fig:21
zeigt eine von dem Druckwerk registrierte Liste der Gruppen-, Posten- und Summenmerkmale.
Zu dem dezimal-binär-dezimalen übersetzerlosen Lochkartenverfahren werden folgende
Maschinen benötigt und nacheinander beschrieben, soweit sie nicht auf dem Gebiet
des Lochkartenverfahrens allgemein bekannt sind: dezimaler Locher, dezimale Sortiermaschine
(beide Maschinen sind allgemein bekannt und benötigen keine weitere Erklärung),
dezimaler-binärer Vergleiaher, binärer Summenkartenlocher, binäre Sortiermaschine,
binärdezimaler Vergleicher, Schreibwerk.
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Bei dem Verfahren nach vorliegender Erfindung wird neben dem dezimalen
das binäre Zahlensvstem angewendet, das bekanntlich nur die beiden Grundziffern
Null und Eins kennt. Nach diesem System können in den Lochkarten die Ziffern Eins
und Null durch Lochung oder Nichtlochung dargestellt werden. In der in Fig. q. dargestellfen
Tabelle sind verschiedene Zahlen in ihrer dezimalen und binären Darstellungsweise
aufgeführt.
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In der senkrechten Aufteilung auf der linken Seite der Tabelle sind
die dezimalen Grundwerte i bis 9, und zwar ihrem jeweiligen Dezimalwert entsprechend
in Gruppen gefaßt bis zur siebenstelligen Zahl. Auf der rechten Seite sind die entsprechenden
Zahlen in binärer Schreibweise dargestellt. :Im mittleren Feld ,der Tabelle sind
die entsprechenden Zahlen in einer anderen binären Schreibweise dargestellt, wobei
das schraffierte Quadrat, verglichen mit der rechten binären Schreibweise, eine
Eins und das unschraffierte Feld eine Null bedeuten. In der waagerechten Aufteilung
am Kopf der Tabelle sind die binären Grundzahlen nach ihrem entsprechenden Stellenwert
nebeneinanderliegend dargestellt, wodurch leicht zu übersehen ist, welcher Grundzahl
der entsprechende binäre Stellenwert entspricht. Es ist daraus ersichtlich, daß
eine siebenstellige dezimale Zahl vierundzwanzig Stellen in binärer
Darstellungsweise
benötigt, daß aber :durch vierundzwanzig binäre Zählstellen maximal die dezimale
Zahl i6777 a ,i5 dargestellt werden kann.
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Um das L ochkartenverfahren nach vorliegender Erfindung, wie es in
Fig. i schematisch .dargestellt ist, besser erklären zu können, wird angenommen,
daß die in einem dezimalen Locher in bekannter Weise gelochten Posterkarten, wie
sie in Fig. z dargestellt sind, ein siebenstelliges dezimales Gruppenmerkmal und
einen fünfstelligen dezimalen Zählwert enthalten. Es wird weiter angenommen, daß
die Zählwerte einer Gruppe aus nichtmehr als einhundert fünfstelligen Zahlen bestehen,
wodurch durch Addition maximal eine siebenstellige Summe entstehen 'kann, die, wie
schon beschrieben, vierundzwanzig Stellen in binärer Darstellungsweise benötigt.
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Die in bekannter Weise gelochten :dezimalen Posterkarten werden zunächst
in einer dezimalen Sortiermaschine so sortiert, daß die Zählwerte in aufsteigender
Reihenfolge zu liegen kommen. Diese aufsteigende Reihenfolge der Zählwerte ist notwendig,
um, wie bereits beschrieben, im »Vergleicher dezimalbinär« mit- möglichst- geringem
Zeitverlust :durch Vergleich von Zahlen in dezimaler,' mit .: Zahlen in -binärer
Darstellungsweise binäre Posterkarten zu gewinnen.
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Dieser Zeitverlust, der entstehen -kann, wenn zwischen den aufeina;nderfolgenden
Zahlen der Zählwerte große Lücken sind, um die das Zählwerk jeweils bis zur nächsten.
vorkommenden Vergleichsmarkierung weitergeschaltet werden muß, fällt oft sehr ins
Gewicht. Dieser Nachteil kann bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel dadurch
vermindert werden, .daß eines der beiden oder beide Zählwerke des Vergleichens als
Röhrenzähler ausgebildet sind. Man kann aber den Vorteil der hohen Arbeitsgeschwindigkeit
auf der Binärseite des Vergleichens schon erreichen, wenn man den Binärzähler als
elektrischen Relaiszähler ausbildet, dessen Ankerstellung jeweils eine der beiden
Zahlen Null und Eins bestimmt. Die hohen Geschwindigkeiten der Röhrenzähler und
der binären Relaiszähler bringen es mit sich, daß das überspringen der Lücken fast
nicht bemerkbar ist und deshalb praktisch ein ununterbrochenes Aussuchen und Registrieren
der zu den Zahlen des einen Zahlensystems gesuchten Zahlen des anderen Zahlensvstems
:stattfindet.
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In der durch den »Vergleichen dezimalbinär« gewonnenen Posterkarte
ist das Gruppenmerkmal in dezimaler Darstellungsweise direkt aus der dezimalen Posterkarte
übernommen worden, während @ der Zählwert in binärer. Darstellungsweise eingelocht
ist. Diese Karte kann man kurz als binäre Posterkarte bezeichnen. Es ist bei der
vorliegenden Erfindung aber gleichgültig, ob der Zählwert in binärer Darstellungsweise
in die :dezimale Posterkarte zusätzlich eingelocht wird, wie Fig. 2 zeigt, oder
ob,- wie im Ausführungsbeispiel beschrieben und in Fig. 3 dargestellt, eine nette
binäre Posterkarte ' abgelocht wird, in der die Gruppenmerkmale dezimal vorhanden
sind. Es ist sogar zu empfehlen, den durch den »Vergleicher dezimalbinär« gewonnenen
Zählwert in binärer Darstellungsweise in dieselbe Posterkarte einzulochen, in der
bereits der Zählwert in dezimaler Darstellungsweise eingelocht ist, da bei nochmaligerAüswertung
derselben Posterkarten dieser Arbeitsgang erspart werden kann. Der besseren Übersicht
halber ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel von jeder dezimalen Pöstenkarte eine
binäre Posterkarte hergestellt worden (s. Fig.ti).
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Die dadurch gewonnenen binären Posterkarten werden wiederum . in einer
dezimalen Sortiermaschine nach ihren Gruppenbegriffen sortiert, so daß die binären
Posterkarten einer Gruppe hintereinander zu liegen kommen.
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Die auf diese Weise sortierten Karten werden in den bereits beschriebenen
»binären Summenkartenlocher« gebracht. Durch Addition oder Subtraktion der binären
Posterkarten einer Gruppe wird für jede Gruppe eine neue Summenkarte gewonnen, in
der das Gruppenmerkmal in dezimaler, die Summen aber in binärer Darstellungsweise
eingelocht sind.
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Diese binären Summenkarten, die auf Grund der sortierten Posterkarten
nachdem Gruppenmerkmal sortiert aus dem »binären Summenkartenlocher« kommen, müssen
in einer »binären Sortiermaschine« so sortiert werden, daß die Zählwerte (Summen)
in aufsteigender Reihenfolge zu liegen kommen.
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Die so sortierten Karten werden in dem »Vergleichen binärdezimal«
gebracht, wo, wie schon beschrieben, durch Vergleich von Zahlen in binärer mitZahlen
in dezimalerD.arstellungsweiseSummen-'karten gewonnen werden, in denen sowohl das
Gruppenmerkmal als auch der Zählwert (Summe) in dezimaler Darstellungsweise eingelocht
sind und die kurz als .dezimale Summenkarten bezeichnet werden. Selbstverständlich
können auch hier die durch den »Vergleichen binärdezimal« vermittelten Zahlen in
dezimaler Darstellungsweise in dieselbe Karte eingelocht werden, in der bereits
dieSummett in binärer Darstellungsweise stehen. Der besseren Übersicht halber ist
aber in vorliegendem Ausführungsbeispiel von jeder binären Summenkarte eine dezimale
Summenkarte gelocht worden.
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Will man eine Liste herstellen, in der die einzelnen Posten in einer
Gruppe und darunter die Summen dieser Posten abgedruckt werden, so muß man die durch
den »Vergleichen binärdezimal« gewonnenen dezimalen Summenkarten mit den dezimalen
Posterkarten in einer Sortiermaschine nach ihren Gruppenmerkmalen sortieren, so
daß alle dezimalen Posterkarten einer Gruppe hintereinander und als letzte Karte
innerhalb-der Gruppe die dezimale Summenkarte zu liegen kommt.
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Mittels dieser Karten kann dann im. Schreibwerk, wie später erwähnt
wird, die gewünschte Liste geschrieben werden.
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Wie schon erwähnt, werden in die einzelnen Posterkarten die dezimalen
Gruppen und Zählwertmerkmale mit Hilfe eines an sich bekannten Lochers eingelocht.
Die. Posterkarte 15 (Fig. :2) ist, wie sie in dem Ausführungsbeispiel verwendet
wird, derart
aufgeteilt, daß links der Positionsabschnitt &io
für die Aufnahme der dezimalen Gruppenmerkmale dient, während in dem nebenliegendenAbschnittä2o
der Zählwert eingelocht wird.
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Die angefallenen einzelnen Postenkarten 15 werden nun nach den Gruppenmerkmalen
in aufsteigender Reihenfolge nacheinanderliegend mit einer an sich bekannten Sortiermaschine
sortiert und sind für den nächsten Arbeitsgang, für den dezimalbinären Vergleich
vorbereitet.
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In dein Ausführungsbeispiel wird durch den Vergleicher eine neue binäre
Postenkarte 4o (Fig. 3) geloht, die in dein linken Positionsabschnitt gio die dezimalen
Gruppenmerkmale enthält, während rechts vierundzwanzigstellige Positionsfelder 92o
zur Aufnahme der übersetzten binären Zählwertangaben dienen. Das auf der Karte 40
ganz rechts vorgesehene Lochfeld für das Steuerloch 93o dient zur Kennzeichnung,
ob der Zählwert zu addieren oder subtrahieren ist.
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In dem nachstehend beschriebenen Vergleicher wird durch einen einfachen
Vergleichsvorgang zu jeder dezimalen Zahl die entsprechende binäre Zahl gefunden.
Das wird dadurch erreicht, daß ein dezimales und ein binäres Zählwerk schrittweise
in I'bereinstimmung miteinander selbsttätig weitergeschaltet werden und daß nach
Maßgabe der Markierungsbedeutung in geordneter Folge zugeführte Zählmarkierungen
durch den Vergleicher nacheinander mit der Zählwerkeinstellung des dezimalen Zählwerks
verglichen werden, und daß bei Übereinstimmung zwischen der Zählwertmarkierung der
Postenkarte und der Zählwerkeinstellung des Dezimalzählers eine Registriervorrichtung
der Einstellung des binären Zählwerks entsprechend gesteuert wird.
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Es können also nach dem Dezimalsystem dargestellte Zählwertmarkierungen
mit der Einstellung eines Dezimalzählers verglichen werden, und bei Übereinstimmung
wird ein binäres Registrierw .erk nach der Einstellung des dem dezimalen Zählwerk
zugeordneten Binärzählers gesteuert.
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Die Registrierung des durch den Vergleicher festgestellten binären
Postenzählwertes erfolgt auf eine Karte.lo, so daß von dem dezimalen Original eine
binäre Kopie mit dezimalen Gruppenmerkmalen gewonnen wird.
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Der Vergleicher, der das Aufsuchen der binären Zahlen zu den gegebenen
dezimalen Zahlen ermöglicht. ist in den Fig. 5 a, 5 b, 5 c, 6a, :6b, 5 c, 7, S und
g veranschaulicht und wird nachstehend beschrieben.
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Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel wird eine nach dem Dezimalsystem
aufgeteilte Lochkarte mit der Einstellung eines Dezimalzählers verglichen, und bei
Übereinstimmung wird die Einstellung eines binären Zählwerks, das in übereinstimmung
mit dem dezimalen Zählwerk geschaltet wird, durch eine Registriervorrichtung in
eine binär aufgeteilte Lochkarte übertragen.
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Das dezimale Zählwerk hat in dem Ausführungsbeispiel eine Kapazität
von sieben Dezimalstellen. Wie angenommen, bestehen die Zählwerte einer Gruppe aus
nicht mehr als einhundert fünfstelligen Zahlen. wodurch eine siebenstellige Zahl
entstehen kann. Für diese siebenstellige Zahl wird ein vierundzwanzigstelliger Binärzähler
benötigt, wobei nach dem entsprechenden Schlüssel die einzelnen Stellen als Null
und Eins gekennzeichnet sind.
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@x,'ie schon erwähnt, wird eine nach dem dezimalen System in eine
Lochkarte eingetragene Zahl einem Einstellwerk zugeführt. Ein dezimales und binäres
Zählwerk wird schrittweise miteinander selbsttätig weitergeschaltet, bis die Zählwerkeinstellung
des dezimalen Zählers mit der Markierung des Einstellwerks übereinstimmt. Entsprechend
den stattgefundenen Zählimpulsen bis zur Übereinstimmung mit der Markierungsbedeutung
des Einstellwerks wird gleichzeitig mit dem dezimalen Zählwerk das binäre Zählwerk
weitergeschaltet, so daß in diesem die in binärer Darstellung ausgedrückte Zahl
für die Registrierung vorbereitet steht, die dezimal dem Einstellwerk zugeführt
wurde.
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In der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele sind die
Bezugszeichen der ausführlich beschriebenen Stromkreise mit Indizes versehen, während
bei der Erklärung der allgemeinen Rechenvorgänge die Bezugszeichen nur in Buchstaben
ausgedrückt sind.
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Die dezimale Lochkarte 15 (Fig. 5 a) wird aus einem nicht dargestellten
Kartenbehälter zwischen den Abfühlbürsten DB i bis DB 7 usw. und der
Kontaktwalze 13 durchgeführt, wobei die ausgelochten Stellen die entsprechenden
Zählspulen ZS i bis ZS 7 des Einstellwerks ihrem Positionswert entsprechend derart
steuern, daß nach der Abfühlung einer Lochkarte die dezimale Zahl in das nicht dargestellte
an sich bekannte Einstellwerk eingeführt ist. Die umlaufenden Verbindungsbürsten
OB der Oberteile 0T des Einstellwerks sind über Zahnräder mit den Einstellrädern
der jeweiligen Stellen des Einstellwerks gekuppelt, so daß, wenn z. B. .das Einstellwerk
der ersten Stelle über die Abfühlung in dem Einstellwerk auf die Zahl -2 eingestellt
wird, die Bürste OBii im Oberteil 0T i mit dem Kontaktsegment KSiz in Berührung
ist und über die gegenüberliegende Bürste mit dem allgemeinen Segment AS-i eine
Verbindung herstellt.
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Der an sich bekannte Schrittschaltzäahler bekommt über eine später
beschriebene Steuereinrichtung in seine erste Rechenstelle über das schematisch
dargestellte Schrittschaltwerk Zählimpulse, die sich durch die bekannte Zehnerübertragseinrichtung
auf die nächsthöheren Stellen fortpflanzen. Die umlaufenden Verbindungsbürsten
UB der Dezimaloberteile ZO sind ebenfalls mit den Zählrädern der jeweiligen
Stellen durch Zahnräder gekuppelt, so daß die Stellung der Verbindungsbürsten
UB in Verbindung mit dem Kontaktsegment ZKS die jeweilige Stellung des entsprechenden
Zählwerks wiedergibt.
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Die Kontaktsegmente KSo bis KSg der Oberteile im Einstellwerk sind
über die Leitungen V.L mit den Kontaktsegmenten ZKSo bis ZKSg der
Oberteile
im Zählwerk der gleichen Stelle verbunden, und zwar derart, daß eine Verbindung
besteht zwischen Segment KS o und ZKS o, KS,i und ZKS r usw. bis KS 9 und ZKS g.
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Wenn die Stellung der Verbindungsbürste OB im Oberteil 0T des
Einstellwerks und somit die abgefühlte Zähl in der entsprechenden Stelle mit der
Stellung der durch Zählimpulse weitergeschalteten Verbindungsbürste UB im
Oberteil ZO- des Dezimalzählers übereinstimmt, so besteht über die Leitung VZ eine
elektrische Verbindung zu dem jeweiligen -Kontrollrelais KR.
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Stimmen nun bei dem Ausführungsbeispiel die Verbindungsbürsten
OB und UB aller sieben Steilen miteinander überein, so werden alle
sieben Kontrollrelais KR i bis KR 7 angeschaltet und schließen ihre zugeordneten
Kontakte KRK i bis KRK 7. Dadurch wird das Trennrelais TR an die Stromquelle
angeschaltet und unterbricht über zugeordnete Kontakteden Zählimpulsstromkreis.
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Gleichzeitig mit den Zählimpulsen für .den Dezimalzähler werden dem
Binärzähler dieselben Zählimpulse zugeführt, so daß bei Unterbrechung der Impulse
durch Übereinstimmung des Einstellwerks mit dem Dezimalzähler der Binärzähler dieselbe
Anzahl von Rechenimpulsen bekommen hat.
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Der Binärzähler arbeitet derart, daß der ersten Rechenstelle ein Rechenimpuls
zugeleitet wird, die dadurch abwechselnd von der Null-Stellung in die Eins-Stellung
und umgekehrt geschaltet wird, und bei dem zwischen jeder nächsthöheren Rechenstelle
eine Verbindung besteht, die einenRechenimpuls an .die nächsthöhere Rechenstelle
weitergibt, wenn in der Rechenstelle des niedrigeren Stellen-wertes jeweils zwei
Rechenimpulse aufgenommen worden sind, d. h. wenn der Anker der niedrigeren Rechenstelle
von -seiner Eins-Stellung in die Null-Stellung gebracht wird.
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Um .die eingeführten binären Werte, die nach Übereinstimmung und Impulstrennung
im Binärzähler stehen, auch durch Lochung wiedergeben zu können, kann der Binärzähler
an eine Lochvorrichtung geschaltet werden. Zu diesem Zweck wird die P@elaiseinstellung
der einzelnen Zählwerkstellen des Binärzählers -derart abgefühlt, daß die Null-Einstellung
-der Rechenstelle keine Lochung, die Eins-Einstellung dagegen eine Lochung in .der
zugeordneten Lochspalte erzeugt.
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Die einzelnen Stellen des Einstellwerks werden auf folgendem Weg gesteuert:
Die Kupplungswelle des an sich bekannten, nicht dargestellten Einstellwerks dreht
sich synchron mit derKartenbewegung, so daß, wenn z. B. in der zugeordneten Abfühlstelle
die Position Neun ausgelocht- ist, über die sich erregende Zählerspule ZS die Kupplung
einrückt, wodurch das entsprechende Einstellrad bis zur- Null-Position weitergedreht
wird, in der dann die Kupplung wieder ausrückt.
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Gleichzeitig mit dem Einstellrad wird über Zahnräder die Verbindungsbürste
OB des Oberteils 0T ebenfalls um neun Positionen weitergedreht, so daß die
Bürste OB in Verbindung mit den! Kontaktsegment KS 9 steht. Angenommen, zur
dezimalen Zahl 12 soll die entsprechende binäre Darstellung gesucht werden, so spielen
sich folgende Vorgänge in der Maschine ab: Die Lochkarte 15 enthält in der niedrigsten
Stelle in der Zwei-Position ein Loch und in der zweitniedrigsten Stelle in der Eins-Position
ein Loch, alle höheren Stellen sind in der Null-Position ausgelocht. Wird nun die
ausgelochte Zwei-Position unter der Abfühlbürste DB i vorbeigeführt, so schließt
sich folgender Stromkreis: Stromquelle @fo, Leitung 3o, Leitung ,i i, Zuführungsbürste
l1 2, Kontaktwalze 13, Loch in der Karte, Abfühlbürste DB i, Leitung i B,
Zählspule ZS i, allgemeine Leitung 1q., Leitung 16, Nockenkontakt Ni, der so lange
geschlossen ist, solange sieh die Karte unter den .,#,bfühlbürsten befindet, Hauptleitung
L-.,o, andere Seite der Stromquelle.
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.Die synchron mit der Kartenbewegung umlaufende Kupplungswelle nimmt
beim Erregen der Zählspule ZS.i das Zählwerk der ersten Stelle bis zur Null-Position
mit, in der die Kupplung mechanisch ausgerückt wird, so daß das Zählwerk um zwei
Positionen gedreht wurde und somit auf die Zahl 2 eingestellt ist. Wird die Karte
um eine Position weiterbewegt, so daß das ausgestanzte Loch i der zweitniedrigsten
Stelle unter die Abfühlbürste DB :2 zu liegen kommt, so steuert,die Zählspule 7_S2
derart das Zählrad, daß in der Zehner-Stelle eine Eins steht. Nachdem die Lochkarte
15 an den Abfühlbürsten vorbeigeführt ist, steht nach dem angenommenen Beispiel
die Zahl 12 in dem Einstellwerk. Die fünf höchsten Stellen stehen auf Null.
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Es sollen zunächst der Aufbau und die Wirkungsweise des Impulsgeberrelais
IR (Fig. 5 b) beschrieben werden.
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Zu jeder Seite des hin und her beweglichen Ankers JA sind zwei
.Spulen vorgesehen. Die an entgegengesetzten Seiten des Ankers liegenden Spulen
Ho und H i sind .die Haltespulen für die Null- bzw. Eins-Stellung. Beide Spulen
sind hintereinandergeschaltet, sie liegen im Stromkreis der Leitung JH. Im Betriebszustand
sind die beiden Haltespulen dauernd unter Strom.
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Die beiden anderen, an den entgegengesetzten Seiten des Relaisankers
liegenden inneren Spulen J o und J i sind die Impulsspulen, die jedoch nur so lange
über die ImpulsleitungIL einen Schaltimpuls bekommen, solange der dem Trennrelais
TR zugeordnete Kontakt TRK 2 geschlossen ist. Jede Impulsspule hat einen
Kontakt K o bzw. K,1, an dem der Anker JA in der zugeordneten Stellung anliegt,
der damit eine Verbindung zwischen der Leitung IL, der zugeordneten Impulsspule
und der Rückleitung ID herstellt.
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Wesentlich für die Wirkungsweise ist noch, daß die beiden Spulen Hsi
und I.i bzw. Ho und Jo sich derart entgegenwirken, daß sich ihre magnetischen Kraftfelder
bei gleichzeitiger Erregung beider Spulen aufheben. ,In der linken Anfangsstellung,die
der Anker I_4 im stromlosen Zustand unter dem Einfluß einer in Betrieb unwirksamen,
schwachen
Rückstellfeder einnimmt, stellt er mit seinem unteren
Ende eine Verbindung von der Impulsleitung JL, Anker JA, Kontakt Ko, Impulswicklung
J o zur Ableitung JD her.
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Die in die Impulsleitung eingeschaltetenKontrcllkontakte TRK
2 und LOKu steuern die Ein- und Abschaltung des Impulsgeberrelais. Stimmen
die Stellungen des Dezimalzählers mit denen des Einstellwerks in allen Stellen überein,
so wird über das angeschaltete Trennrelais der zugeordnete Kontakt 7'RK 2 geöffnet
und unterbricht die Zuführung für das Impulsgeberrelais.
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Wird eine Lochkarte an den Abfühlbürsten vorbeigeführt und die Markierungen
in das Einstellwerk übertragen, so wird ein nicht dargestelltes Relais erregt und
öffnet seine zugeordneten Kontakte L OK i und LOK 2, wodurch ebenfalls
der Stromkreis für das Impulsgeberrelais IR so lange unterbrochen bleibt,
bis die abgefühlte Zahl in dem Einstellwerk steht.
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Ist nun die angenommene Zahl 112 in das Einstellwerk eingeführt, so
schließt sich der Kontakt LOK 2,
und da zwischen dein auf Null stehenden Dezimalzähler
und dem auf Zwölf stehenden Einstellwerk keine Übereinstimmung besteht, so bekommt
auch das Trennrelais TR keinen Impuls, wodurch der Kontakt TRK2 geschlossen ist.
-
Über folgendem Weg wird nun dem Impulsgeberrelais JR ein Schaltimpuls
zugeleitet: Stromquelle io, Leitung 2o, Leitung JL, geschlossener Kontakt
LOK 2, geschlossener Kontakt TRK 2,
Leitung TL, Anker JA, Kontakt
K o, Impulswicklung Io, Leitung JD, Hauptleitung 30, andere Seite
der Stromquelle. In diesem Augenblick hebt aber die magnetische Wirkung der Spule
To die magnetische Wirkung der Spule Ho auf den Anker JA auf. In diesem kurzen Augenblick
wird daher die Haltespule H i wirksam und legt den Anker nach rechts um. Durch die
Umschaltung wird auch die Impulszuleitung durch den sich öffnenden Kontakt Ko unterbrochen,
und der Anker wird jetzt von der Spule H i in der rechten Stellung gehalten. Wird
nun durch den in der rechten Stellung gehaltenen Anker eine Verbindung über den
nun geschlossenen Kontakt K i mit der Impulsspule J i hergestellt, so wiederholt
sich derselbe Vorgang auf der rechten Seite des Relais wie vorher, indem die Spule
J i auf folgendem Weg einen Schaltimpuls bekommt: Stromquelle ro, Leitung izo, Leitung
TL, geschlossene Kontakte LOKI2, TRK2, Anker JA,
den jetzt geschlossenen Kontakt
K i, -Impulsspule I i, L eitung JD, Leitung 30, andere Seite der Stromquelle.
Die magnetische Wirkung der Spule I i hebt die magnetische Wirkung der Spule H .i
auf den Anker JA auf. jetzt kommt die Haltespule Ho zur Wirkung und legt
den Anker in seine linke Stellung um.
-
Es ist also ersichtlich, daß der Anker JA so lange hin
und her pendelt, bis durch öffnen des Kontaktes TRK 2 die Zuleitung für das
Impulsgeberrelais JR unterbrochen wird. Jedesmal, wenn der Anker JA in seine
rechte Stellung geschaltet wird, schließt der an seinem unteren Ende angebrachte
Isolierpimpel den Impulskontakt IK. Der ImpulskontaktIK, der unter der Steuerwirkung
des hin und her pendelnden Ankers JA steht und bei jedem zweiten Umschalten
des Impulsgeberrelais IR geschlossen wird, steuert den gemeinsamen Zählimpuls in
die beiden Zähler, einmal in den Dezimalzähler und gleichzeitig in den Binärzähler.
-
Nachstehend soll die Steuerwirkung der Zählimpulse auf den Dezimalzähler
erläutert werden: Schließt sich über den in seine rechte Stellung pendelnden Anker
JA der Impulskontakt JK, so wird folgender Stromkreis hergestellt: Stromquelle
io, Leitung 2o, Leitung 25 (Fig.5b), geschlossener Kontakt TRK 3, den nun geschlossenen
Kontakt TK, Leitung 21, geschlossener Kartenzuführungskontakt LOK i, Spule
JR des Schrittschaltrelais, Leitung ig, Leitung 30, andere Seite der Stromquelle.
Der Anker RA wird von der Spule IR angezogen, und, sobald sich der Kontakt IK durch
den sich in die linke Stellung umgelegten Anker JA öffnet, unter Wirkung
der Zugfeder in seine Grundstellung zurückgebracht. Beim Zurückgehen des Ankers
wird das Schaltrad ZR i durch die Schaltklinke SK um einen Schritt weitergeschaltet,
so daß durch die Zwischenschaltung der Zahnräder ZR2 und ZR 3 die Verbindungsbürste
UB i ebenfalls von dem Kontaktsegment ZKSo auf das Kontaktsegment ZKS i weitergedreht
wird. Die gesendeten Zählimpulse werden immer nur der niedrigsten Stelle des Dezimalzählers
zugeführt, die Weiterschaltung auf die nächsthöhere Stelle erfolgt in an sich bekannter
Weise über eine Zehnerübertragseinrichtung.
-
Sind nun nach dem angenommenen Beispiel zwölf Einzelimpulse auf die
niedrigste Stelle des Dezimalzählers gesendet worden, so befindet sich die Verbindungsbürste
UB i der niedrigsten Stelle auf dem Kontaktsegment ZKS2 und die Bürste UB
:2 der nächsthöheren Stelle in Berührung mit dem Segment ZK S i, während die übrigen
fünf Stellen auf Null stehen.
-
Wird über die abgefühlte Karte,i 5 die Zahl @r2 in das Einstellwerk
eingeführt, so werden nur die beiden niedrigsten, also die Einer- und Zehnerstelle
von ihrer Null-Stellung in die- Position Zwei bzw. Eins gebracht. Alle :höheren
Stellen bleiben auf Null stehen. Alle Stellen des Dezimalzählers stehen ebenfalls
auf Null. Die Hunderter-, Tausender-, Zehntausender-, Hunderttausender- und Millionen-Stelle
des Einstellwerkoberteils 0T 3, 0T 4,
0T 5, 0T 6 und
0T 7 und ebenso die- Oberteile ZO 3, ZO 4, ZO 5, ZO 6 und ZO 7 des Dezimalzählers
stehen also auf Null und stimmen miteinander überein, so daß sich folgende Stromkreise
schließen: Stromquelle io, Leitung 30, Leitung 17, Anschlußleitung ZL 3, allgemeines
Segment AS 3, Verbindungsbürsten OB 3, die in der Position Null stehen, Kontaktsegment
KS o des Einstelloberteils 0T 3, Ve.-bindungsleitung TAL o, Kontaktsegment
ZKS o dcs Dezimalzähleroberteils ZO 3, Verbindungsbürsten UB 3, die ebenfalls
in Null-Position stehen, allgemeines
SegmentZS3, Leitung KL3, Kontrollrelais
KR3, Leitung AL 3, Leitung 1$, Hauptleitung 2o, andere Seite der Stromquelle.
Gleichzeitig schließt sich der Stromkreis für die Kontrollrelais KR4, KR5, KR 6
und KR 7 über die zugeordneten Einstellwerkoberteile 0T 4 bzw. 0T
5, 0T 6 bzw. 0T 7 und ihre zugeordneten Dezimalzähleroberteile
ZO 4, ZO 5, ZO 6 bzw. ZO 7, da alle Verbindungsbürsten mit den Kontaktsegmenten
der Null-Position in Berührung sind. Die Kontrollrelais KR3, KR4, KR5, KR,6 und
KR7 werden :erregt uh,d schließen ihre zugeordneten Kontakte KRK3, KRK4, KRK 5,
KRK 6 und KRK 7.
-
Hat nun der hin und her pendelnde Anker IA des Impulsgeberrelais den,Impulskontakt
TK zehnmal geschlossen, so wurden der Einerstelle des Dezimalzählers über das Schrittschaltwe_rk
zehn Impulse zugeleitet, so daß am Ende des zehnten Impulses durch die Zehnerübertragseinrichtung
die Einerstelle in .der Null-Position und die Zehnerstelle in der Eins-Position
steht.
-
Kommt die Verbindungsbürste UB 2, der Zehnerstelle des Dezimalzählers
mit dem Kontaktsegment ZKS i in Berührung, so schließt sich der betreffende Stromkreis,
wie oben beschrieben, für das Kontrollrelais KR2, so daß sich der zugeordnete Kontakt
KRK2 ebenfalls schließt.' Werden nun über den sich schließenden Kontakt JK noch
zwei Zählimpulse gesendet, so steht die Einerstelle des Dezimalzählers in der Zwei-Position,
so daß der Stromkreis für das Kontrollrelais KR i wie folgt geschlossen wird: Stromquelle
i o, Leitung 3o, Leitung 17, Leitung ZZ i, Segment AS i, Bürsten OB i, Kontaktsegment
KS2, Leitung VL2, Kontaktsegment ZKS2, Bürsten UB i, Segment ZS i, Leitung
KL i, Kontrollrelais KR i, Leitung AL i, Leitung 18, Hauptleiturig 2o, andere
Seite der Stromquelle. Der dem Relais KRi zugeordnete Kontakt KRK i schließt
sich, und in diesem Augenblick, da nun alle Kontakte KRK i bis KRK7 geschlossen
sind, bekommt das Trennrelais TR eine Erregung und legt seine ihm zugeordneten Kontakte
TRK um. Gleichzeitig wird der Kartentransportmagnet TM angeschaltet.
-
" vVenn sich nun auf Grund der Übereinstimmung der beiden Oberteile
des Einstellwerks und des Dezimalzählers das Trennrelais TR erregt und den Kontakt
TRK3 öffnet, so wird die Leitung für den Zählimpuls unterbrochen, so daß das Dezimalzählwerk
und auch das dazu parallel geschaltete Binärzählwerk nicht mehr weitergeschaltet
werden kann.
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Durch den sich öffnenden Kontakt TRK2 wird die Impulsgabe für das
hin und her pendelnde Impulsrelais IR unterbrochen, so daß der Anker JA
zum
Stillstand kommt.
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Gleichzeitig mit dem Senden von Zählimpulsen an den Dezimalzähler
über die Leitung 21 werden dieselben Impulse dem Binärzähler über die Leitung 26
zugeführt.
-
Nachstehend wird an Hand des schematischen Schaltbildes Fig. 5 b die
Schaltung und Wirkungsweise des Binärzählers erläutert.
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Für jede Stelle des in dem Ausführungsbeispiel angenommenen #\;ierundzwanzigstelligen
Binärzählers ist ein Pendelrelais ähnlich dem Impulsgeberrelais vorgesehen.
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An jeder Seite des hin und her beweglichen Ankers A sind zwei Spulen
vorgesehen. Die an entgegengesetzten Seiten des Ankers liegenden Spulen Ho und Jo
sind die Haltespulen für die Null-bzw. Eins-Stellung. Beide Spulen sind hintereinandergeschaltet,
sie liegen im Stromkreis der Leitung H. Im Betriebszustand stehen die beiden Haltespulen
dauernd unter .Strom. Die Ausgangsstellung, nämlich die linke Null-Stellung nach
Fig. 5 b und 5 c, wird von den Ankern A der Rechenrelais im stromlosen Zustand aller
Wicklungen unter der Wirkung von schwachen, nach links ziehenden, im Betriebszustand
jedoch unwirksamen Ankerrückstellfedern eingenommen.
-
Die beiden anderen, an den entgegengesetzten Seiten des Relaisankers
liegenden inneren Spulen Io und 11 sind die Impulsspulen, die jedoch nur
in dem Augenblick eines über die Impulsleitung 26 infolge Schließens des Kontaktes
IK ankommenden Rechenimpulses Strom erhalten. Jede Impulsspule hat einen Kontakt
K o bzw. K i, an dem der Anker A in der zugeordneten Stellung anliegt, der damit
eine Verbindung zwischen der Leitung 26, der zugeordneten Impulsspule und der Rückleitung
D herstellt.
-
Wesentlich ist noch für die Wirkungsweise, wie bei dein Impulsrelais
IR, daß die beiden Spulen Ho und J o sowie andererseits die beiden Spulen H i und
J i einander derart entgegenwirken, daß sich ihre magnetischen Wirkungen bei gleichzeitiger
Erregung beider Spulen, d. h. bei einem entsprechenden Rechenimpuls, aufheben.
-
Dem Binärzählwerk wird, ebenso wie dem Dezimalzähler, immer in der
ersten Rechenwerkstelle ein Rechenimpuls zugeführt.
-
Wird nun in die erste Rechenstelle des Binärzählwerks ein Zählimpuls
gesendet, so schließt sich folgender Stromkreis: Stromquelle io, Leitung 2o, Leitung
25, geschlossener Kontakt TRK3, durch den in seiner rechten Stellung befindlichen
Anker JA geschlossener Kontakt IK, Leitung 26, Anker i A, Kontakt K o, Impulswicklung
J o, Leitung i D, Leitung 3o, andere .Seite der Stromquelle. In diesem Augenblick
hebt aber die magnetische Wirkung der Spule Jo die magnetische Wirkung der Spule
Ho auf den Anker i A auf. In diesem kurzen Augenblick wird daher die Haltespule
H i wirksam und legt den Anker nach rechts um. Durch die Umschaltung wird auch die
Impulszuleitung durch den sich öffnenden Kontakt K o zu der Spule J o unterbrochen,
und der Anker wird jetzt von der .Spule H i in der rechten Stellung gehalten, trotzdem
die Spule HI schwächer ist als die Spule Ho. Aber der größere Luftspalt zwischen
H o und i A läßt die Überlegenheit der Spule Ho nicht zur Geltung kommen. Kommt
nun ein zweiter 'Impuls über den sich schließenden Kontakt JK über die Leitung 26,
so wird infolge des nach rechts umgelegten Ankers i A die Impulsspule J i Strom
erhalten und den Einfluß der ,Spule H i auf den Relaisanker aufheben. In diesem
Augenblick kann aber die
Spule Ho wirksam werden, weil zur rechten
Seite des Relaisankers überhaupt keine magnetischen Kräfte angreifen. Der Relaisanker
wird durch den zweiten Rechenimpuls wieder nach links in seine Ausgangsstellung
oder Null-Stellung zurückgelegt.
-
Es ist also ersichtlich, daß nach jedem zweiten Impuls der Anker wieder
seine Null-Stellung einnimmt. Da aber nun in der Zwischenzeit zwei Einheiten in
die erste Zählerstelle eingeführt worden sind, so muß beim Zurückgang des Ankers
in die Null-Stellung ein Übertrag in die nächsthöhere Rechenstelle erfolgen. Dieser
Übertragimpuls wird gleichzeitig mit dem Umschalten des Ankers i A der ersten Rechenwerkstelle
von der Eins-Stellung in die Null-Stellung über die Leitung i L der zweiten Rechenwerkstelle
zugeführt. Ist aber auch die zweite Rechenstelle durch einen vorherigen Impuls schon
auf Eins eingestellt, so daß eigentlich auch diese zurück auf Null geschaltet werden
muß, so erfolgt in der nächsthöheren, also der dritten Stelle, beim Senden des Übertragimpulses
für die zweite Stelle auch ein Umschalten des Ankers 3 A in die Eins-Stellung.
-
Dieses Senden eines Übertragimpulses in die zweite Rechenwerkstelle
setzt sich über alle nebeneinanderliegenden Rechenwerkstellen, die auf Eins stehen,
fort, bis zu der anschließenden höchsten Stelle, die noch auf Null steht und die
dann auch auf Eins geschaltet wird.
-
Angenommen, über den sich schließenden Kontakt JK wurden der ersten
Rechenwerkstelle sieben Zählimpulse zugeleitet, was binär ausgedrückt die Zahl o
o o o i i i bedeutet. In den drei niedrigsten Rechenstellen stehen also die Relaisanker
A in ihrer rechten, d. h. Eins-Stellung. Wird nun nochmals ein Zählimpuls der ersten
Rechenwerkstelle zugeführt, so daß also insgesamt acht Impulse gesendet wurden,
so spielen sich folgende Vorgänge in dein Binärrechner ab und bilden nachstehenden
Stromkreis: 'Stromquelle io, Leitung 2o, Leitung 25, geschlossener Kontakt TRK3,
sich nun schließender Kontakt JK, Leitung 26, Anker i A, Kontakt K i, Impulsspule
J i, Leitung i D, gleichzeitig über Leitung i L, Anker :2 A, der sich in seiner
rechten Stellung befindet, Kontakt K i, Impulsspule J i der zweiten Rechenstelle,
Leitung 2 D, gleichzeitig Leitung 2 L, Anker 3 A, der sich ebenfalls in der . Eins-Stellung
befindet, Kontakt K i, Impulsspule J i der dritten Rechenstelle, Leitung 3 D und
gleichzeitig über Leitung 3 L, Anker 4A -, der in seiner linken, d. h. Null-Stellung
steht, Kontakt Ko, Impulsspule Jo der vierten Stelle, Leitung .ID, Leitung 3o, andere
Seite der Stromquelle.
-
Es ist also ersichtlich, daß, wenn der achte Rechenimpuls gesendet
wird, die drei niedrigsten Rechenstellen ihre Anker von Eins auf Null umlegen. während
der Anker der vierten Rechenstelle von Null auf Eins umgeschaltet wird. Nach acht
Zählimpulsen steht im Binärzähler in binärer Schreibweise ausgedrückt die Zahl o
o o i o o o.
-
Wenn sich nun nach dem Senden von zwölf Zählimpulsen dieÜbereinstimmung
zwischen den beiden Oberteilen des Einstellwerks und Dezimalzählers ergibt, so wird,
wie schon erwähnt, der Impulsstromkreis durch den sich öffnenden KontaktTRK3 unterbrochen
und die Zählung auch im Binärzähler gestoppt. Da in den Binärzähler genau soviel
Zählimpulse gesendet wurden wie in den Dezimalzähler, steht in dem Binärzähler dieselbe
Zahl, die dem Einstellwerk dezimal zugeführt wurde, in binärer Schreibweise.
-
Um die Einstellung des Binärzählers durch Lochung wiedergeben zu können,
ist eine besondere Locheinrichtung (Fig. 5 c) vorgesehen.
-
Steht der Anker A einer Rechenstelle in der rechten, also Eins-Stellung,
so ist über den am unteren Ende des Ankers angebrachten Isolierpimpel der zugeordnete
Lochkontakt ZK geschlossen, so daß sich über die Leitung S und den Lochmagneten
M für die betreffende Lochstelle ein Stromkreis schließen kann. Unter Steuerwirkung
des von dem Trennrelais TR kontrollierten Kontaktes TRK i wird die Ableitung sämtlicher
Lochmagneten an die Stromquelle angeschaltet und bei geschlossenem Lochkontakt
ZK der zugeordnete Magnet 1b1 erregt, so daß in der betreffenden Stelle über
den nach unten bewegten Stempel in dem vorbestimmten Lochfeld ein Loch, d. h. eine
Eins eingestanzt wird. Steht dagegen der Anker A einer Rechenstelle auf Null und
ist somit der Lochkontakt LK geöffnet, so findet in der betreffenden Stelle keine
Lochung statt, was binär ausgedrückt eine Null bedeutet.
-
Nach dem angenommenen Beispiel wurde die dezimale Zahl i2 dem Einstellwerk
zugeführt, die nach Übereinstimmung ebenfalls im Binärzähler durch die Stellung
der Anker der einzelnen Rechenwerkstellen ausgedrückt ist.
-
Die Anker des Binärzählers stehen also auf o o o i i o o, wobei die
linke Ankerstellung Null und die rechte Ankerstellung Eins bedeutet.
-
Wird infolge Übereinstimmung der beiden Oberteile das Trennrelais
TR erregt und schließt seinen zugeordneten Kontakt TRK i (Fig. 5 c), so-findet die
Lochung in ein vorher bestimmtes binäresLochpositionsfeld 92o der Karte 4.o des
im Binärzähler aufgerechneten Wertes auf folgendem Weg statt: Der Anker 3 A und
4A- der dritten und vierten Rechenstelle steht auf Eins und hält die zugeordneten
Kontakte ZK 3 und ZK 4. geschlossen: Stromquelle ro, Leitung 2o, Leitung
311T, geschlossener Kontakt ZK 3, Leitung 3S, Solenoidmagnet 313,
Leitung
RL, geschlossener Kontakt TRK i, Hauptleitung 3o, andere. Seite der Stromduelle.
In gleicher Weise verläuft der Stromkreis für den Lochmagneten iyl q.
-
Die Lochung sämtlicher Stellen des im Binärzähler stehenden Wertes
findet nach dem übereinstimmen des Dezimalzählers mit dem vorbereitend eingestellten
Einstellwerk sofort gleichzeitig statt.
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Gleichzeitig mit der Erregung des Trennrelais TR für die Ablochung
des im Binärzähler stehenden Wertes werden auch der in demselben Stromkreis liegende
Löschmagnet LI1 und der Kartentransportmagnet TM eingeschaltet. Durch den Löschmagneten
wird gleichzeitig mit der Lochung des
Binärwertes das Einstellwerk
in bekannter Weise wieder auf Null gestellt, während die aufgerechneten Werte im
Dezimalzähler stehenbleiben. Der ebenfalls erregte Kartentransportmagnet TjW leitet
kurz nach dem Löschen des Einstellwerks in bekannter Weise die Zuführung einer neuen
Dezimalkarte aus dem Vorratsbehälter, ihre Abfühlung durch die Abfühlbürsten
DB und die Übertragung des neuen Kartenwertes in das Einstellwerk ein.
-
Die in dem Vorratsbehälter befindlichen Dezimalkarten sind in aufsteigender
Reihenfolge hintereinanderliegend geordnet, so daß die nächste in das Einstellwerk
eingeführteDezimalzahl immer größer ist als die zuletzt eingestellte Zahl, mit der
einen Ausnahme, daß die neu eingeführte Zahl gleich groß ist wie die zuletzt aufgerechnete.
-
Angenommen, in die neu zugeführte Lochkarte ist dieselbe Dezimalzahl
eingelocht wie in der vorher aufgerechneten Karte, also in dem angenommenen Beispiel
die Dezimalzahl 12. In das vorher auf Null gestellte Einstellwerk wird dann die
Zahl 12 eingebracht. Der Dezimalzähler steht von dem vorher stattgefundenen Rechenvorgang
ebenfalls noch auf i2, da dieser nicht auf Null gestellt wurde. Schließt sich nun,
nachdem die Lochkarte 15 an der Abfühlstation vorbeigeführt ist, der Kartenkontakt
L 0K3, so wird, da sämtliche Oberteile des Einstellwerks und Dezimalzählers
in ihrer Stellung miteinander übereinstimmen, sofort das Trennrelais TR eingeschaltet,
so daß keine Weiterschaltung beider Zähler stattfindet, sondern der noch in dem
Binärzähler stehende Wert sofort wieder abgelocht wird.
-
Wird nun eine weitere Karte zugeführt, in die beispielsweise die Dezimalzahl
15 eingelocht ist, so sind nur drei Zählimpulse an den Dezimalzähler und gleichzeitig
an den Binärzähler zu senden, bis die Übereinstimmung stattgefunden hat. Die Lochung
der binären Zahl 15 kann also schon nach drei weiteren Impulsen vorgenommen werden.
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Wie schon erwähnt, wird das dezimale Gruppenmerkmal der Postenkarte
15 in bekannter Weise gleichfalls dezimal in die Binärpostenkarte 40 in das Positionsfeld
gio übertragen.
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Um zu kennzeichnen, ob die Postenkarte in dem nachfolgenden Rechenvorgang
positiv öder negativ weiterverarbeitet werden soll, ist in der Postenkarte 15 ein
Steuerlochfeld 830 vorgesehen. Ist die Postenkarte 15 positiv zu verrechnen,
so ist das Positionsfeld 83o nicht ausgelocht, ist dagegen der Posten negativ, so
wird dies durch ein Loch im Steuerlochfeld gekennzeichnet. Um das Steuerloch eines
negativen Postens der Dezimalkarte 15 auf die binär gelochte Postenkarte 40 übertragen
zu können, ist in derselben ebenfalls ein Steuerlochfeld 93o jedem Lochfeld 920
zugeordnet.
-
DieÜbertragung eines Steuerloches von der Dezimalkarte 15 in die Binärkarte
4o erfolgt wie nachstehend beschrieben.
-
Wird die ]<arte 15 mit dem ausgelochten Steuerloch 83o an der Steuerlochabfühlbürste
STB vorbeigeführt, so befindet sich die binäre Postenkarte 40 in ihrer zugeordneten
Lochstellung, so daß sich folgender Stromkreis bildet: Stromquelle io, Leitung 30,
Leitung ii, Zuführungsbürste i2, Kontaktwalze 13, Steuerloch in Lochfeld 830, Steuerlochbürste
STB, Relais STR, Leitung 14, geschlossener Nockenkontakt N i, Leitung 16, Leitung
2o, andere Seite der Stromquelle.
-
Der dem Relais STR zugeordnete Kontakt ST K (Fig. 5 c) schließt sich
und schaltet den Steuerlochmagneten STM wie folgt an die Stromquelle an: Stromquelle
io, Leitung 2o, Leitung 29, Lochmagnet STM, Leitung 28, geschlossener Kontakt
ST K, geschlossener Kontakt TRK i, Leitung 3o, andere Seite der Stromquelle.
-
Durch den erregten Lochmagneten STM wird der binäre Posten in der
Karte 4o als negativ gekennzeichnet. Die Karte 4o bleibt so lange unter der binären
Locheinheit stehen, bis die übereinstimmung der beiden Zähler erreicht ist und nun
die Lochung des festgestellten binären Postens erfolgen kann.
-
Um den Zeitverlust, der entsteht, wenn zwischen den aufeinanderfolgenden
Zahlen der Vergleichsmarkierungen große Lücken sind, um die das Dezimalzählwerk
jeweils bis zur nächsten vorkommenden Vergleichsmarkierung weitergeschaltet werden
muß, so gering wie möglich zu gestalten, wird. bei dem nachstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiel an ,Stelle des Dezimalschrittschaltzählers ein bekannter Röhrenzähler
verwendet. Der Binärzähler, der als elektrischer Relaiszähler ausgebildet ist, dessen
Ankerstellung nur jeweils eine der Zahlen Null und Eins bestimmt, gestattet ebenfalls
eine sehr hohe Arbeitsgeschwindigkeit. Die hohen Geschwindigkeiten des dezimalen
Röhrenzählers und des binären Relaiszählers gestatten nun, daß das Weiterschalten
der Zähler bis zur Übereinstimmung mit dem von der Dezimalkarte eingestellten Wert
sehr rasch vor sich geht.
-
Nachstehend wird die Wirkungsweise des im Ausführungsbeispiel verwendeten
Röhrenzählers bekannter Art erläutert.
-
In dem Röhrenzähler werden Glimmentladungsdioden in Verbindung mit
Germaniumkristalldiodien und(eine kapazitive Kopplung zwischen den Stufen verwendet.
Er unterscheidet sich dadurch vorteilhaftvonälterenAusfühxungenmitGlimmentladungsröhren
und Transformatorenkopplungen zwischen den Stufen. In der vorliegenden Ausführungsform
sind sieben Dezimalstellen in Kaskadienschaltung untereinander verbunden angenommen,
so,daß der Zähler eine Summe bis zu 9999999 aufnehmen kann. In Fig. 6 a sind ,die
dritte, vierte, fünfte und sechsteDezimalstelle derPlatzersparnis wegen fortgelassen.
Der Zähler kann augenblicklich auf Null gestellt werden. Voreingestellte Zahlen
können eingeführt werden, um den Zähler auf irgendein-, erforderliche Zahl einzustellen,
bevor das tatsächliche Zäihlen beginnt.
-
Die grundsätzliche Arbeitsweise des Additionszählers ist in Fig. 7
angegeben. Jede Stufe besteht aus einer Glimmentladungsdiode T,-einer Kristalldiode
X und einem Widerstand R, die in Reihe geschaltet sind.
Es ist
angenommen, da1i jede der Glifnmröhren bei einer Spannung V i zündet und bei einer
niedrigeren Spannung V o arbeitet. Ferner sei angenommen, daß die Röhre
T o (Fig. 7) zur Zeit t o
(Fig. 8) leitend ist. Der Strom fließt von
der Spannungsquelle,durchWiderstandRb, KristalldiodeXo in Durchlaßrichtung, Glimmentladungs.diode
To, Widerstand Ro@ zur Erde. Die Werte der Widerstände Rb und R o sowie die Versorgungsspannung
werden so gewählt, daß die Spannung des Punktes b i niedriger gehalten wird als
die Ansprechspannung .der Glimmröhren, so daß keine Neigung für das Ansprechen irgendeiner
anderen Röhre besteht.
-
Der Kondensator C i wird. auf die an adem Widerstand Ro vorhandene
Spannung aufgeladen. Da der Schalter St normalerweise geöffnet ist, wird der Kondensator
Ct mit der Differenz zwischen dem Potential der positiven Sammelleitung und dem
Potential des Punktes p in dem Spannungsteiler Rx und Ry aufgeladen.
-
Wenn der Schalter St geschlossen ist, wird -das Potential des Punktes
p augenblicklich Null, und das Potential der Sammelleitung b i wird um den Betrag
herabgedrückt, der dem ursprünglichen Potential des Punktes p gleich ist. Dieser
Abfall in der Sammelleitungsspannung wird in Fig.8 zur Zeit t i durch die
Kurve b i veranschaulicht. Die Sammelleitungsspannung sinkt daher unter die
Arbeitsspannung von To, wodurch T o gelöscht wird. Solange nun der Schalter
St geschlossen bleibt, wird der Kondensator Ct mittels Rb aufgeladen, und das Potential
von b i erhöht sich wieder auf den Wert der Versorgungsspannung.
-
Die Zeitkonstante RbCt wird genügend. groß gehalten, so daß die Spannung
an To so lange unterhalb der Betriebsspannung dieser Röhre bleibt, daß ihre vollkommene
Löschung gewährleistet ist. In der Zwischenzeit ist keine -der Glimmröhren leitend,
so daß der Entla.destrom des Kondensators C i durch Ro und X r. in umgekehrter Richtung
fließt.
-
Da der Wert von Ro viel kleiner gehalten werden kann als der Sperrwiderstand
von X i, erscheint ein großer Teil der Spannung von C i an X i. Der zeitliche Verlauf
:der Spannung an .den Punkten a und b
ist in Fig. 8 durch die entsprechenden
Linien angedeutet. Es ist also ersichtlich, daß, während, sich Ct auflädt und das
Potential der oberen Elektrode jeder Glimmröhre gegenüber der Erde immer höher wird,
das Potential der unteren Elektrode von Tci gegenüber der Erde negativ ist, wodurch
an T i auch eine. größere Spannung als an irgendeiner anderen Röhre erscheint.
-
Sobald T i anspricht, fließt durch Rb, R i, T i und
durch X i in Durchlaßrichtung ein Strom. Dies verhindert eine weitere Spannungserhöhung
der Sammelleitung b i und verursacht tatsächlich einen vorübergehenden Abfall dieser
Spannung. Der Kondensator C2 ladet Pluspolarität bei d in Fig.7 auf, und, C i entladet
sich verhältnismäßig schnell,durch einen Widerstand, der im wesentlichen Ro. gleicht.
Der Zähler hat somit einen Impuls aufgenommen, da jetzt T,i an Stelle von T,o leitend
ist. Fig. 8 zeigt den zeitlichen Verlauf des Potentials in wichtigen Punkten der
Schaltung. Wird danach der Schalter-St geöffnet, so kehrt das Potential .des Punktes
p auf seinen Normalwert zurück.
-
Wird nun der Schalter St wieder geschlossen, so wind ,die Sammelschienenspannung
wieder heruntergedrückt, wie aus Fig. 8 im Zeitpunkt t 3 zu ersehen ist, wodurch
die Löschung von T i veranlaßt wird. Der Kondensator C2 entladet sich nun in der
umgekehrten Richtung über X2 und R i. Da sich aber der Kondensator Ct wieder auflädt,
Übersteigt das positive Potential des Punktes d gegenüber der Erde .dasjenige der
Sammelleitung b i, und die Spannung an T2 übersteigt demnach die aller anderen Röhren.
Dadurch zündet T 2, wie es indem Zeitpunkt tq. in Fig. 8 veranschaulicht ist, so
.daß der Zähler zwei Einheiten aufgenommen hat.
-
Jede weitere Betätigung des Schalters St rückt den Zähler um
eine Stufe weiter, bis die letzte Röhre T leitend wird.
-
Durch eine Zehnerübertragsschaltun@g, die später beschrieben wird,
sind die einzelnen Dekaden miteinander verbunden.
-
Der Arbeitsablauf .des Zählers hängt im -#Nresentlichen von zwei bestimmten
Eigenschaften der Schaltung ab.
-
Das erste Merkmal ist der Unterschied zwischen Zünd- und Betriebsspannung
,der Glimmröhren. Dadurch wird gewährleistet, .daß, wenn jemals eine der Röhren
leitend ist, an allen anderen Röhren das Potential niedriger als die Zündspannung
gehalten wird. Dadurch ist es also nicht möglich, daß mehr als eine Röhre zu einer
gegebenen Zeit leitend ist. Die Zählung ist daher völlig eindeutig.
-
Das zweite wichtige Merkmal ist der erhebliche Unterschied zwischen
dem Durchlaß- und Sperrwiderstand der Kristalldioden, der es jedem Kopplungskondensator
ermöglicht, sich über den niedrigen Durchlaßwi.derstand der Kristalldiode schnell
aufzuladen, sobald seine zugeordnete Röhre leitend wird, der jedoch andererseits
bewirkt, d:aß dieser Kondensator sich über den hohen Sperrwiderstand derselben Kristalldiode
nur langsam entladen kann, nachdem seine Röhre gelöscht wurde.
-
Da in -dem vorliegenden Ausführungsbeispiel eine sehr hohe Zä hlbeschwinddgkeit
.durch die Impulsgabe des von :dem hin und her pendelnden Relais JR betätigten Kontaktes
JK erreicht wird, ist der beispielsweise von einer rotierenden Welle betätigte ZündschalterSt,
wie er in Fig. 7 gezeigt wird, .durch eine Glimmröhre Tt, wie sie in Fig. g veranschaulicht
wird, ersetzt. Die Spannung an dieser Glimmröhre wird über einen Widerstand R~,
der mit dem Abgriff p des Spannungsteilers Rx-Ry verbunden ist, zugeführt und normalerweise
einige Volt niedriger behalten als ihre Zündspannung. Erst ein positiver Spannungsimpuls,
der bei Punkt a zugeführt wird oder ein bei b zugeleiteter negativer Zündimpuls
bringt die Röhre Tt zum Ansprechen.
-
Das Potential am Punkt b .i wird dadurch um einen Betrag herabgedrückt,
der annähernd der Differenz zwischen der ursprünglichen Spannung am Punkt p und
der Betriebsspannung von T t
entspricht. Dadurch erlischt
die gerade brennende Zählröhre T und zündet nach erneutem Spannungsanstieg die folgende
Röhre, wie es vorstehend an Hand von Fig. 7 und 8 beschrieben wurde.
-
Das Absinken des Potentials am Punkt b i bringt außer der betreffenden
Zählröhre auch die Steuerröhre Tt sofort wlieder zum Erlöschen, so daß sie, sobald
das normale Potential bei Punkt p wiederhergestellt ist, beire Senden des nächsten
Zündimpulses von neuem ansprechen kann. Die dazu erforderliche Spannung wird vom
positiven oder negativen Zündimpuls über die Kopplungskondensatoren bei a bzw.
b als Spannungsabfall am Sperrwiderstand der Kristalldioden Xta.bzw. Xtb
erzeugt.
-
Der siebenstellige Röhrenzähler, wie er in Fig. 6 a und .6-b gezeigt
wird, kann auf irgendeine erforderliche Zahl voreingestellt werden, bevor die Zählimpulse
gesendet werden. Er kann ferner eine Steuerwirkung auslösen, sobald. die voreingestellte
Zahl erreicht ist.
-
Nachstehend wird die Zehnerübertragseinrichtung, die die einzelnen
Dekaden miteinander verbindet, beschrieben.. Der in der Fi!g.9 gezeigte Glimmröhrenauslösekreis
wird zwischen die einzelnen Dekaden geschaltet und verbindet die niedrigere mit
der nächsthöheren Stelle für,die Zehnerübertragung. Wird z. B. beim Addieren die
Röhre T9 der Einer-Dekade gelöscht und kurz danach (Fig. 8, t 2) die Röhre T o (Fig.
6 a). gezündet, so wird der an der Kathode der zündenden NullröhreTo .derEiner-Deka:deentstehende
positive Impuls (Fig. 8, b, t:2) über .die Leitung ZE i an die Anode der Auslöseröhre
Tt 2- ;(Fig. 6 b) Belegt, die dadurch zündet und die Zehner-Dekade in der beschriebenen
Weise um eine Einheit weiterschaltet. Der kurz vorher bei der Löschung der Röhre
T 9 an ihrer Kathode entstehende und ebenfalls an die Kathode der Röhre T o sowie
an die Anode der AuslöserÖhre Tt:z übertragene negative Impuls übte auf die beiden
letzten Röhren noch keine Wirkung aus. Dieselben Ze'hnerübertragseinrichtungen sind
für die Verbindung der Zehner- mit der Hunderter-Dekade sowie zwischen den weiteren
aufeinanderfolgenden Dekaden vorgesehen bis zur Millioner-Dekade, @ deren Auslöseröhre
Tt7 über die Leitung ZE 6 beim Zünden der Röhre T oder Hunderttausender-Dekade erregt
wird.
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Um in jeder Dekade manuell eine Voreinstellumg vornehmen zu können,
ist ein Schalterauslösekreis mit den Schaltern St z, St 2 bis
St 7 vorgesehen, durch die jede gewünschte Zahl eingestellt- werden kann,
bevor die Zählimpulse gesendet werden. Dieser Fall liegt vor, wenn der zu vergleichende
Posten der ersten eingeführten Karte verhältnismäßig hoch ist, so daß nicht erst
Zählimpulse von i bis zudem voreingestellten Posten gesendet werden müssen, wodurch
eine wesentliche Zeitersparnis erreicht wird.
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Das mit den Schaltern St i, St 2 bis- St7 verbundene WiderstandskaVazitätsnetzwerk
führt negative Spannungen an -:die Kathoden der Auslöseröhren, wenn die Schalter
geschlossen werden. Jeder Kondensator Ko,oor wird auf 45 Volt geladen, solange der
zugeordnete Schalter St offen bleibt. Wird nun der Schalter geschlossen, so wird
der Kondensator über den Sperrwiderstand der Kristalldiode Xtb der betreffenden
Auslöseröhre Tt entladen und -dadurch anderen. Kathode die volle Koadensatorspannung
gegenüber Erde negativ wirksam, so daß diese Röhre zündet. Die Zeitkonstante für
die Entladung dieser Kondensatoren ist genügend klein, damit ihre vollständige Entladung
erreicht ist, bevor die zugeordnete Auslöseröhre infolge der absinkenden Anodenspannung
wieder erlischt, um eine zweite Zündung der Röhre zu verhindern.
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Wie bei dem zuerst beschriebenen Ausführungsbeispiel wird die Lochung
einer nach dem Dezimalsystem aufgeteilten Lochkarte mit der Einstellung eines selbsttätig
schrittweise weitergeschalteten Dezimalzählers, in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
mit der des beschriebenen Röhrenzählers, verglichen, und, bei Übereinstimmung der
fortschreitenden Einstellung dieses Röhrenzählers mit der Einstellung des von der
Lochkarte voreingestellten Einstellwerks wird die Einstellung eines binären Zählwerks,
-das gleichzeitig mit der Einstellung des dezimalen Zählwerks fortgeschaltet wird,
durch eine Registriervorrichtung in eine binär aufgeteilte Lochkarte übertragen.
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Zu diesem Zweck werden die dezimalen Markierungen der Lochkarte i5
in bekannter Weise abgefühlt und die Stellenwerte in das Einstellwerk ZS (Fig. 6
a) übertragen, @d. h. die Verbindungsbürsten VB der Kommutatoren R0 (Fig. 6b) seiner
einzelnen Stellen in die betreffende Wertstellung ge--dreht. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist ein Einstell-,verk mit sieben solcher Kommutatoren angenommen, von denen drei
in Fig.6b dargestellt sind. Wenn die in jeden Kommutator jeweils eingestellte Ziffer
der gespeicherten Zahl bei der automatischen Weiterschaltung des dezimalen Röhrenzählers
auch in dessen entsprechender Stelle (Dekade) erscheint, wird' eine dieser Stelle
zugeordnete Steuervorrichtung eingeschaltet. Erst beim Ansprechen sämtlicher sieben
Steuervorrichtungen stimmen alle Ziffern der vom Röhrenzähler erreichten. Zahl mit
der im Einstellwerk gespeicherten überein, so daß dann die Impulsgabe zur Weiterschaltung
des dezimalen und des binären Zählers unterbrochen wenden kann zwecks Registrierung
des im letzteren stehenden Binärwertes. Die genannten Steuervorrichtungen bestehen
aus sieben Neonglimmröhren T p i bis T p 7, die in Reihe mit
den Erregerspulen empfindlicher Relais KR geschaltet sind. Die Anoden dieser Röhren
sind über Kondensatoren K mit denZuführungssegmentenAS der Kommutatoren R0 und über
deren Bürstenpaare VB je mit der Kathode derjenigen Röhre T
der zugehörigen
Zählerdekade verbunden, die dem jeweiligen Stellenwert der gespeicherten Zahl entspricht.
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Angenommen, die Zahl -i2 sei in das Vore nstellwerk eingeführt worden,
dann koppeln die Bürsten VB die Anoden der sieben Röhren Tp i bis Tp7 kapazitiv
mit den Kathoden der Röhre T2
in der Einer-Dekade und der Röhre T i in der
Zehner-Dekade,
während die Anoden der Röhren T P 3
bis Tp7 über die Nullkontakte der
zugehörigen Kommutatoren R0 3 bis R07 mit einem dieGlimmröhre Ti- enthaltenden
Kippgenerator für die Nullimpulse verbunden werden. Die Anoden der Röhren Tp sind
ferner über Kristalldioden Xp und Leitungen AL an eine Anodenspannung gelegt, die
um einige Volt unter der Zündspannung dieser Röhren liegt, so daß letztere erst
durch den zusätzlichen Spannungsabfall der über die Kommutatoren zugeführten positiven
Zündimpulse an den Kristalldioden Xp gezündet werden können. Jedoch ist nur das
in Reihe mit der letzten Steuerröhre Tp7 liegende Relais KR7 dauernd mit der Erdleitung
verbunden, während die Stromkreise der übrigen Röhren Tp i bis Tp 6 erst durch die
Kontakte KRK 2 bis KRK7 der zu den jeweils nächsthöheren Stellen gehörenden Relais
KR2 bis KR7 geschlossen -%verden. Infolgedessen werden die Kommutator- und Zählerstellen
nacheinander, von der höchsten Stelle 7 angefangen, auf Übereinstimmung geprüft.
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Im angenommenen Beispiel der in den Kommutatoren R0 des Einstellwerks
gespeicherten Zahl 12 erhalten die Röhren Tp3 bis Tp7 über die auf Null stehenden
Kommutatorbürsten VB und über die Leitungen EL3 bis EL7 sofort bei Beginn -der Zählerfortschaltung
schnelle Zündimpulse von dem Nullimpulsgenerator Tr, so daß zuerst die RöhreTp 7
geziindet und gleichzeitig das Relais KR7 erregt wird, dann nach dem Schließen des
Kontaktes KRK 7
durch den nächsten Nullimpuls die Erregung von Tp6 und KR6erfolgt
und ebenso in schneller Aufeinanderfolge die sich gegenseitig einschaltenden Relais
KR5 bis KR3 ansprechen und durch die fortbestehende Glimmentladung gehalten werden.
Das Relais KR schließt mit seinem Kontakt KRK 3 vorbereitend den Stromkreis des
Relais KR2 und, der RöhreTp2. Erst in dem Augenblick, in dem nach zehn Zählimpulsen
die Röhre T i der Zehner-Dekade zündet, gelangt der dabei an der Kathode dieser
Röhre entstehende positive Impuls über das Kontaktsegment i des Kommutators R0
2 der Zehner-Dekade, -die Bürste VB 2, das KontaktsegmentAS2 und den
zugehörigen Kopplungskondensator K2 zur Anode der Steuerröhre Tp 2 und zündet
dieselbe. Das daraufhin ansprechende Relais KR 2
bereitet mit seinem Kontakt
KRK2 schließlich den Kreis des letzten Relais KR1 vor. Nach zwei weiteren- Zählimpulsen
zündet nun in -der Einer-Dekade :des Zählers die Röhre T 2, und der @dabei an ihrer
Kathode entstehende positive Impuls zündet über das Kontaktsegment 2,des Kommutators
R0 i, die Bürste VB i, das allgemeine Segment AS i und den Koppelkondensator
K i ,die Steuerröhre Tp i. Das gleichzeitig erregte Relais KR i veranlaßt nunmehr,
da sämtliche Stellen (Dekaden) .des Dezimalzählers mit denen .des Voreinstellwerks
übereinstimmen, mit seinem Kontakt KRK i die sofortige Unterbrechung der
Fortschaltung des Dezimal- und des Binärzählers, die Ablochung des Binärwertes,
die Löschung des Einst°llwerks und die anschließende Zuführung einer neuen dezimalen
Lochkarte. Die Ruheseite des Kontaktes KRK-i schaltet nämlich die Zählerimpulse
ab, während die Arbeitsseite folgenden. Stromkreis für das Trennrelais TR, den Löschmagneten
L IZ und -den Kartentran.sportmagneten T117 schließt: Stromduelle io, Leitung 2,o,
Kontakt KRK i, Arbeitsseite, Relais TR, Transportmagnet T117, Löschmagnet L111,
Leitung 22, Kontakt LOK 3, Leitung 30, Stromduelle.
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Da wie im -ersten Ausführungsbeispiel dem Binärzähler genau soviel
Zählimpulse zugeleitet wurden wi.e dem Röhrenzähler, steht in. dem Binärzähler dieselbe
Zahl, die von der abgefühlten Karte dein Voreinstellwerk zugeführt wurde, in binärer
Schreibweise. Ihre A blochun:g wird wie heimersten Ausführungsbeispiel .durch den
Trennrelaiskontakt TRK i eingeleitet und mittels der gleichen Registriervorrichtungdurchgeführt.
In derselben Weise erfolgt ferner .die gleichzeitige Löschung des Einstellwerks
und Vorbereitung der nächsten Kartenzufuhr.
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Die auf Grund des beschriebenen Vergleichsvorganges hergestellten
binären Postenkarten .4o sind noch infolge der vorausgegangenen Sortierung nach
steigenden Zählwerten geordnet und müssen nun, bevor Resultatkarten für einzelne
Kennnumm-erngruppen der Binärpostenkarten 40 von einem Summenkartenlocher hergestellt
werden können, von einer an sich bekannten Dezimalsortierrnaschine nach den Gruppenmerkmalen
in aufsteigender Reihenfolge sortiert werden.
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Diese nun nach den dezimalen Gruppenmnerkmalen sortierten binären
Einzvlpostenkarten .4o (Fig.3) werden dann in dein biirären Summenkartenlocher Fig,
i o, 11, 12, 13 a, 131), 13 c und 13 d weiterverarbeitet, und zwar wird gruppenweise
das positive oder negativeResultatder einzelnenbinären Postenkarten do durch Addition
der Subtraktion aufgerechnet und eine binäre Resultatkarte Zoo der einzelnen Gruppen
rnit dezimaler Lochung der Gruppenmerkmale hergestellt.
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Die zu verarbeitenden Postenkarten 40 (Fig. 3) werden an den oberen
und unteren Bürsten OB bzw.
IIB (Fig. 13c) der Recheneinheit vorbeigeführt,
wobei die dezimalen Gruppenmerkmale mittels der Bürsten 0b' und UBG paarweise
miteinander verglichen werden.
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Von den unteren Bürsten UBG werden von jeder ersten Postenkarte einer
Gruppe die Gruppenmerkmale direkt in das Gruppendatenlochwerk DL z bis DL7
(Fig. i i, 13a) eingeleitet, von dem sie in die neue Summenkarte eingelocht werden.
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Di.e binären Zählstellen werden ebenfalls von unteren Bürsten UBR
(Fig. 13c) abgefühlt und steuern über Hilfsrelais BR i bis BR24 die entsprechenden
Binärzählerstellen,wobei die durch ein Steuerloch 930 gekennzeichneten negativen
Zählwerte komplementär eingeführt werden. Nach der Gruppentrennung wird das in dem
Binärzähler aufgerechnete Resultat auf die Lochmagnete BL i bis
BL 24 (Fig. i 1, 13 a) der Summenlochereinheit übertragen und in die zugeordneten
Stellen der Summenkarte Zoo eingelocht. Dabei werden die negativen Resultate durch
ein Steuerloch gekennzeichnet.
Nach der- erfolgten Summenlochung
wird die Summenkarte selbsttätig abgelegt, während gleichzeitig eine neue leere
Summenkartein die Lochereinheit zugeführt wird.
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Bevor die allgemeine Wirkungsweise des Binärsummenkartenlochers beschrieben
wird, werden zum besseren Verständnis zunächst die einzelnen Teile der Maschine,
Lochereinheit, Abfühleinheit und die Recheneinrichtung nacheinander beschrieben.
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Die Summenkarte, in' Fig. 3 dargestellt, ist in einem dezimalen Teil
zur Aufnahme der Gruppenmerkmale 91o und einem binären Teil 92,o zur Aufnahme der
vierundzwanzigstelligen binären Zahlen eingerichtet. Auf der rechten Seite befindet
sich noch eine Spalte 930 zur Aufnahme des Steuerloches, das,den Betrag als
positiven' oder negativen Wert kennzeichnet. Die Summenkarten werden so in das Kartenbett
toi (Fig. io) gelegt, daß der .dezimaleTeil 9ro,demGruppendatenlochwerk22i gegenüber
zu liegen kommt und die abgeschnittene Kartenecke dem Lochmagneten zugekehrt ist.
Das, justierbare Kartenmesser 2o2 (Fig. n1), das auf dem Kartenwagen befestigt ist,
führt die Karte aus dem Kartenbett toi ider Lochereinheit zu, wobei die Kartenanschläge
203 die Karte in einer genau fixierten Lage festhalten. Der Kartenwagen ist verschiebbar
über die Rollen 205, die in den Führungsschienen 2o6 an den Seiten des Kartenbettes
gelagert sind, und steht unter der Steuerwirkung. eines an sich bekannten Schrittschaltwerkes
2,04, das die Karte an den zu lochenden Lochfeldern unter der Locheinrichtung festhält
und nach der Lochung weitertransportiert. Während die Karte unter dem Gruppendatenlochwerk
22i vorbeigeführt wird, werden die Gruppenmerkmale in die Karten gelocht, die durch
die unteren Bürsten von der ersten Postenka@tte,der Gruppe abgefühlt und sofort
anzf die Lochmagnete des Gruppendatenlochwerks übertragen werden. Die Lochmagnete
ziehen ihre Kerne 223 an und drücken über die beweglich gelagerten Hebe122q. die
Stempel 225 herunter, wodurch die Löcher in die Karten gestanzt werden. Nachdem
die Karte.das Gruppendatenlochwerk durchlaufen hat, bleibt sie vor dem Suxmmenlochw@erk
226 stehen, bis .durch Gruppentrennung bewirkt die Karte bis zu der vorher auf der
Kontaktleiste 154 (Fig. 13d) geschalteten Spalte transportiert-wird. Die binäre
Summe wird, wie noch später beschrieben wird, gleichzeitig von dem binären Zähler
auf die Lochmagnete übertragen und in die Karte gestanzt.
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Anschließend wird die Karte von dem Kartenwagen aus dem Summenlochwerk
heraustransportiert. Hat der Kartenwagen seinen linken Anschlag erreicht, so wird
derLochermotorLIZeinbeschaltet, der über das Kupplungsrad 2io und die Zahnstange
2o9 den Kartenwagen wieder aufzieht. Die Karte aber, die bis zwischen die Ablagerollen
213 transportiert wurde, wird von .den Rollen, die von der Zahnstange 2o9, angetrieben
werden, erfaßt und in die Ablage 214 transportiert. Schlägt der Kartenwagen an seinen
rechten Anschlag, so wird das Kupplungsrad mechanisch angekuppelt, und der Lochmotor
wird abgeschaltet. Durch den Wagenaufzog wurde dieWagenrückzugfeder 2ö8 gespannt,
die mittels der Zahnstange 2o@7 den Kartenwagen wieder nach links befördert, nachdem
das Kartenmesser eine neue Summenkarte erfaßt hat.
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Durch :den Motor AM (Fig. ro) über das Getriebe 23o wird die Schneckenzvelle231
angetrieben. Durch den Kartenkopfkupplungsmagneten KKM kann die Schneckenwelle bei
einem bestimmten Index ein-bzw. ausgekuppelt werden. Durch diese Welle wird ein
Kartenmesser angetrieben, welches in bestimmten Abständen die Karte aufs dem Kartenkopf
232 den Transportrollen 233 zuführt, die ebenfalls von der Schneckenwelle angetrieben
werden. Durch die Transportrollen werden die Postenkarten an den oberen Bürsten
OB und unteren Bürsten UB vorbeigeführt, wodurch, wie noch beschrieben,
die Gruppenmerkmale verglichen und die Posten abgefühlt und der Recheneinrichtung
zugeführt werden. Nach erfolgter Abfühlung werden die Postenkarten in der Ablage
23q. abgelegt. Zur Steuerung der Maschine werden von der Schneckenwelle noch die
dauernd .laufenden Nocken DN und die mit dem Kartenkopf auskuppelbaren Nocken
KN angetrieben.
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Die Recheneinrichtung arbeitet nachdem binären Zahlensystem, bei der
jede Zahlenstelle von einem elektrischen Rechenimpuls abwechselnd von der Null-Stellung
in :die Eins-Stellung und umgekehrt geschaltet wird, und bei der zwischen jeder
Recheneinheit und derjenigen nächsthöheren Stellenwertes ein Übertrag erfolgt, wenn
iri ider Rechenstelle des niedrigeren Stellenwertes jeweils zwei Rechenimpulse aufgenommen
worden sind. Dieser Zweier-Übertrag von einer Rechenwerkstelle auf die nächsthöhere
wird gespeichert, bis die jeweilige Posteneintragung vollendet, ist. Nach erfolgter
Postenübertragung wird oder Zweier-Übertrag-Impuls gesendet, der in allen nacheinander
folgenden Rechenwerkstellen, die auf Eins stehen, wirksam wird und diese Stellen
auf Null schaltet, während die nächsthöhere Stelle, die auf Null steht, unter dem
Einfloß der Zweier-Übertragung auf Eins gestellt wird.
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Die Karten werden in bekannter Weise zwischen Abfühlbürsten UBR und
einer Kontaktwalze WU durchgeführt. Die Bürsten sind in einer einzigen Reihe nebeneinander
angeordnet, so daß also die einzelnen Lochspalten einer Zahlenreihe der Karte 40
gleichzeitig abgefühlt werden können, was durch die Anordnung eines vorbereitenden
Zweier-Übertrags ermöglicht wird.
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Beim Durchgang der Karte :4o unter den Bürsten wird in bekannter Weise,der
Kartenhebelkontakt 16 geschlossen, und dadurch wird die Kontaktwalze über den Impulsverteiler
4i an die Stromquelle io angeschlossen. Die Stromquelle ist einerseits an die Hauptleitung
2o und andererseits an die Hauptleitung 30 angeschlossen. Zwischen beiden Hauptleitungen
liegen die noch zu beschreibenden Relais und Kontakte.
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Aufbau und Wirkungsweise der binären Rechenrelais nach Fig. 13.b sind
grundsätzlich dieselben wie bei den eingangs beschriebenen binären Zählerrelais
nach Fig. 5 b, 5 c und 6 b, 6c.
Wird nun in der ersten Rechenwerkstelle
die Grundziffer Eins eingeführt, so erfolgt ein Impuls von der Stromquelle io über
Leitung 2o, Leitung 107, Leitung roh, Nockenkontakt KNq., Kontakt UKS in Ruhelage,
BürstenumschaltkontaktBUK i, der durch das zugeordnete Bürstenrelais BR i umgeschaltet
ist, Leitung i B, Abreißrelais i C, Leitung i L, .Anker i A, Kontakt K o, Kontakt
PUlo, Impulswicklung J o, Leitung i R und über Rückleitung 3o zur anderen Seite
der Stromquelle. In diesem Augenblick hebt aber die magnetische Wirkung der Spule
Jo die magnetische Wirkung der Spule Ho auf den Anker i A auf. In diesem kurzen
Augenblick wird daher die Haltespule H i wirksam und legt den Anker nach rechts
um. Durch die Umschaltung wird auch die Impulszuleitung durch den sich öffnenden
Kontakt K o zu der Spule J o unterbrochen, und der Anker wird jetzt von der Spule
H i in der rechten Stellung gehalten. Um zu verhindern, daß derselbe Impuls durch
Erregung der Spule J i sofort wieder ein Zurückschalten des Ankers i A veranlaßt,
ist in der bereits beschriebenen Weise, das Abreißrelais i C in die Impulsleitung
eingeschaltet, so daß ein Rechenimpuls, gleichgültig wie lange er dauert, nur jeweils
eine einmalige Umlegung des Relaisankers bewirken kann und die nächste Umlegung
immer einen neuen Impuls erfordert. Kommt nun ein zweiter Impuls, so wird infolge
des nach rechts umgelegten Ankers i A die Impulsspule J i Strom erhalten und den
Einfluß der Spule H i auf den Relaisanker aufheben. In, diesem Augenblick kann aber
die Spule Ho wirksam werden, weil zur rechten Seite des Relaisankers überhaupt keine
magnetischen Kräfte angreifen. Der Relaisanker wird durch den zweiten Rechenimpuls
wieder nach links in seine Ausgangsstellung zurückgelegt.
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Es ist also ersichtlich, daß nach jedem zweiten Impuls der Anker wieder
seine Null-Stellung einnimmt. Da aber nun in der Zwischenzeit zwei Einheiten in
die betreffende Zählerstelle eingeführt worden sind, so muß beim Zurückgang des
Ankers in die Null-Stellun:g ein Zweier-Übertrag in die nächsthöhere Rechenstelle
erfolgen. Dieser Übertrag erfolgt nicht gleichzeitig, sondern er wird vorbereitet
und gespeichert. Ist aber auch die nächsthöhere Stelle durch einen Rechenimpuls
schon auf Eins eingestellt, so daß eigentlich auch diese zurück auf Null geschaltet
werden müßte, so erfolgt auch in dieser nächsthöheren Stelle beim Senden des Übertragimpulses
für die erste Übertragstelle eine vorbereitende Speicherung und gleichzeitig ein
Übertragimpuls.
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Dieses N acheinanderschalten der Übertragrelais und Senden eines Übertragimpulses
in die zugeordnete Stelle setzt sich über alle nebeneinanderliegenden Rechenwerkstellen,
die auf Eins stehen, fort bis zu der anschließenden höchsten Stelle, die noch auf
Null steht und die dann auch auf Eins geschaltet wird. Alle diese Vorgänge vollziehen
sich so, daß, wie erwähnt, die Postenübertragung unter Lochkartensteuerung zunächst
ohne jede Rücksicht auf den Zweier-Übertrag erfolgen kann und derselbe erst hinterher
in allen Stellen nacheinander ablaufend vorgenommen wird.
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Wie dies im einzelnen erreicht wird, soll nun des näheren beschrieben
werden.
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Das Übertragrelais U i (Fig. 13b) wird über den Anker i A der ersten
Rechenwerkstelle von dem Über die Leitung i L ankommenden zweiten Rechenimpuls erregt
und hält sich so lange, bis am Ende eines Maschinenspiels das Halterelais HR durch
den sich schließenden Nockenkontakt KN 12 erregt wird und somit den. zugeordneten
Kontakt HK i öffnet. In der Zwischenzeit wird über den Nockenkontakt KN i
das Übertragrelais UR wirksam und sendet über den geschlossenen Kontakt URK i den
Übertragimpuls an die nächsthöhere Stelle.
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Das Abreißrelais 2C für den Anker 2A des Rechenrelais in der zweiten
Rechenwerkstelle ist einerseits über die Leitung 2 B mit der Abfühlbürste verbunden,
von der es seinen Rechenimpuls bekommt. Andererseits verbindet eine Leitung i Z
das Abreißrelais z C mit dem Übertragkontakt UK i der ersten Rechenwerkstelle.
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Die Wirkungsweise beim Zweier-Übertrag ergibt sich nun aus folgendem:
Wenn ein Rechenimpuls über die Leitung i L ankommt, so wird er, wie oben beschrieben,
den Anker i A nach rechts umlegen, wo er von der Haltespule H i gehalten wird. Dieser
Impuls kann aber nach dem Umlegen des Ankers auf die rechte Seite nicht mehr das
Übertragrelais erregen, da nach erfolgtem Umschalten des Ankers das Abreißrelais
i C den: Rechenimpuls bereits abgeschaltet hat.
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Durch den ersten Impuls ist nur der Anker i A des ersten Rechenrelais
auf die rechte Seite umgelegt worden. Beim zweiten Rechenimpuls wird der Anker in
der bereits beschriebenen Weise wieder nach links umgelegt. Wenn dieser zweite Impuls
ankommt, erregt er aber nicht nur die Spule J i des Rechenrelais, sondern er wird
auch über den Kontakt FU i, Leitung UL i, Kontakt AC i, Übertragrelais
U i, Leitung RU i, Kontakt HK i, Leitung 30 zurück zur Stromquelle
wirksam. Durch diesen zweiten Rechenimpuls wird also nicht nur der Anker i A wieder
nach links umgelegt, sondern es wird auch gleichzeitig die Übertragspule U i erregt.
Das durch den zweiten Rechenimpuls erregte über'tragrelais U i bildet sich über
seinen nun angezogenen Anker einen Haltestromkreis, und zwar von der Stromquelle,
Leitung 2o, Leitung HU i, den nun geschlossenen Kontakt UHK i, Anker des
übertragrelais U i, Relais U i, Leitung RU i, Kontakt HK i, Leitung
3o, andere Seite der Stromquelle. Der Kontakt HK i wird nach vollzogenem Zweier-Übertrag
durch das Erregen des Relais HR über den Nockenkontakt KN 12 kurz vor Beendigung
eines Maschinenspiels geöffnet, so daß der Haltestromkreis für das Übertragrelais
unterbrochen ist.
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Nach zwei Impulsen hat der Anker i A seine Ausgangsstellung Null wieder
erreicht, aber der Anker 2 A der nächsthöheren Rechenstelle wird beim Schließen
des Kontaktes URK i in die Eins-Stellung geschaltet. Dies geschieht auf folgendem
Weg:
Vor dem Unterbrechen des Haltestromkreises für das Übertragrelais U i durch das
Erregen des Relais HR über den Nockenkontakt KN i2 schließt der Nocken
KN i seinen zugeordneten Kontakt und erregt das Relais UR bis kurz vor Beendigung
eines Maschinenspiels.
-
Über die Leitung IL i, den nun infolge der Erregung des Relais UR
geschlossenen Kontakt URK i, den geschlossenen Übertragkontakt UK i der ersten
Rechenstelle, Leitung i Z, Abreißrelais 2 C, Kontakt PU2, Leitung 2 L, Anker
2A der zweiten Rechenstelle, Kontakt K o, Impulsspule J o, Leitung 2 R, Leitung
3o, andere Seite der Stromquelle wird. nun ein Impuls gesendet. Dieser Übertragimpuls
hebt die magnetische Wirkung der linken Haltespule der zweiten Rechenwerkstelle
auf, so daß am Ende des zweiten Arbeitsspiels der Anker 2 A in der rechten, also
in der Eins-Stellung steht. Das erregte Abreißrelais 2 C hält sich über die Leitung
2 D, Leitung 3o, andere Seite der Stromquelle.
-
Kommt jetzt der dritte Rechenimpuls in die erste Rechenstelle, so
wird der Anker i A in der beschriebenien Weise vorn seiner Null-Stellung in die
Eins-Stellung gebracht. Das übertragrelais Ui, wird durch diesen dritten Impuls
nicht erregt.
-
Wenn ein vierter Rechenimpuls ankommt, wird der Anker i A in seine
Null-Stellung zurückgeschaltet. Aber durch -diesen vierten Impuls wird, und zwar
solange sich der Anker i A noch rechts befindet, über den geschlossenen Kontakt
FU i und Leitung UL i, Kontakt ÄC i das übertragrelais U i erregt,
so daß, wenn nun der übertragimpuls über den sich schließenden Kontakt URK i infolge
Erregung des Relais UR erfolgt, der Anker :2 A der nächsthöheren Rechenstelle von
seiner Eins-Stellung in die Null-Stellung gebracht wird. Da beim Senden des vierten
Rechenimpulses der Anker 2A der zweiten Rechenstelle auf Eins stand und der ihm
zugeordnete Kontakt FU2 geschlossen ist, so wird gleichzeitig beim Senden des übertragimpulses
in die zweite Rechenstelle über den geschlossenen KontaktFU2 das übertragrelais
U2 der zweiten Rechenstelle erregt, so daß nun kurz nach dem Umschalten des !Ankers
2 A der zweiten Rechenstelle in die Null-Stellung auch der Anker 3 Ä der dritten
Rechenstelle von der NulPStellung in die Eins-Stellung gebracht wird. Am 'Ende des
vierten Maschinenspiels befinden sich nun die beiden ersten Rechenstellen, wenn
über die erste Rechenstelle vier Rechenimpulse gesendet wurden, in der Null-Stellung,
während die dritte Rechenstelle in der Eins-Stellung gehalten wird.
-
Das Übertragrelais U2 wird, wenn der Übertragimpuls 'Über das vorbereitete
Übertragrelais U i in die zweite Rechenstelle gesendet wird und der Anker2A in derEins-Stellung
steht, über folgenden Stromkreis erregt: Stromquelle io, Leitung 2o, Leitung JL
i, den geschlossenen Kontakt URK i, da Relais UR über Nocken KN i erregt wurde,
geschlossener Kontakt UK i, Leitung i Z, Abreißrelais 2 C, Kontakt P U 2,
Leitung 2 L, in Eins-Stellung befindlicherAnker 2A, geschlossener Kontakt FU2, Leitung
UL2, Kontakt AC2, Spule U2,
Leitung RU2, Kontakt HK2, Leitung 3o, andere Seite
der 'Stromquelle und hält sich über seinen eigenen nun geschlossenen Kontakt UHK2.
Sobald von dem nun angezogenen Anker des Übertrag" relais U2 der Kontakt UK2 geschlossen
ist, wird dem Anker 3 A der dritten Rechenstelle auf folgendem Weg ein übertragimpuls
zugeleitet: Stromquelle io, Leitung2o, geschlossener Kontakt URK 2,
der nun
geschlossene Kontakt UK2, Leitung 2Z, Abreißrelais 3 C, Kontakt PU3, Leitung 3 L,
Anker 3 A, Spule J o, Leitung 3 R, Leitung 3o, andere Seite der Stromquelle.
-
Sofort nach dem Schließen dieses Stromkreises wird über das erregte
Abreißrelais 3 C der Übertragimpuls unterbrochen, so daß der Anker 3 A nur einmal
umgelegt wird und,wie schon beschrieben, in die Eins-,Stellung gebracht wird.
-
Die gleiche Arbeitsweise, die im vorstehenden zwischen der ersten
und zweiten Rechenwerkstelle beschrieben worden ist, findet zwischen der zweiten
und dritten .und jeder folgenden nächsthöheren Stelle statt. Das gleiche gilt auch
für eine beliebige Gruppe nebeneinanderliegender Rechenwerkstellen innerhalb des
gesamten Binärrechners.
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Es ist daher ersichtlich, daß sich in jeder Stelle die Darstellung
von Null und Eins lediglich durch die Lage des Relaisankers darstellen läßt, und
daß auch ein sich selbst erregender kurz nacheinander folgender Zweier-Übertrag
nach der Methode des vorbereiteten Zweier-Übertrags von der niedrigsten bis zur
höchsten Stelle möglich ist.
-
Der Zweier-Übertrag wirkt sich über alle in Eins-Stellung befindlichen
Rechenrelais und über die ihnen zugeordneten Übertragrelais aus, bis er auf ein
Rechenrelais stößt, dessen Anker A in Null-Stellung steht. In dem Augenblick, in
dem der Übertragimpuls über die sich schließenden Kontakte UHK gesendet wird, legen
sich alle Rechenrelaisanker A kurz nacheinanderfolgend von der Zählwerkstelle an,
in der der Rechenimpuls erfolgt, bis zu dem ersten sich in Null-Stellung befindlichen
Relais um, so daß diejenigen Stellen, die vorher auf Eins standen, jetzt auf Null
stehen, während die nächsthöhere Null-Stelle auf Eins umgelegt wird.
-
Nunmehr soll zur Erläuterung der Subtraktion durch Komplementbildurng
übergegangen werden. Bei dem binären Zahlensystem kommen nur die beiden Zahlen Null
und Eins vor; so daß bei Komplementbildung jeweils die eine Zahl das Komplement
des anderen ist. Der binäre Relaisrechner wird in dem Ausführungsbeispiel durch
eine Lochkarte gesteuert, in die die einzelnen Zahlen binär derart eingelocht sind,
daß die gelochte Stelle eine Eins und die nicht ausgelochte Stelle eine Null bedeuten.
Die Addition der einzelnen Werte geschieht in der schon erwähntenWeise, indem die
ausgelochten Stellen, also 'die Einser, in den ihnen zugeordneten Rechenstellen
zusammengezählt «erden, so daß mit Hilfe der Zweier-Übertrag-Einrichtung nach dem
Einführen der einzelnen Posten die gesamte Summe in dem Rechenwerk steht. Die sogenannte
indirekte Subtraktion, die in Wirklichkeit eine Addition des Komplements des negativenPostens
zu
dem positiven Posten unter Berücksichtigung der zusätzlichen Eins ist, verwendet
die urigelochten Lochpositionen zur Steuerung der Rechenstellen. Wird ein positiver
Posten zugeführt; so werden über die zugeordneten Leitungen durch die Löcher in
der Karte Zählimpulse zu den Rechenstellen ausgelöst, während die nicht aasgelochten
Stellen impulslos bleiben. Bei einem negativen Posten findet eine elektrische Umkehrung
der Abfühlung in der Weise statt, daß nur die unausgelochten Stellen einen Zählimpuls
senden, während die gelochten Stellen impulslos bleiben, es ist dies also das Komplement
des positiven Postens.
-
Es soll nun die Wirkungsweise der Abfühlumkehrung beschrieben werden:
Jeder der Abfühlbürsten, die nebeneinander in Reihe liegen, ist ein Bürstenrelais
BR zugeordnet, das einerseits direkt mit der Abfühlbürste verbunden ist und das
auf der anderen Seite über den Kommutator 99, Leitung io4, .Leitung 2o an die Stromquelle
angeschlossen ist. Jedem Bürstenrelais ist ein BürstenumschaltkontaktBUK zugeordnet.
Diese BürstenumschaltkontakteBUK stellen eine Verbindung über die Leitungen B zu
den einzelnen Rechenstellen her. Die Arbeitsseiten der Kontakte sind über eine allen
Kontakten gemeinsame Leitung 156 an die Ruheseite des Kontaktes UKS, der unter der
Kontrolle des Steuerrelais S steht, angeschlossen, während die anderen Seiten der
Umschaltkontakte BUK mit der Arbeitsseite des Steuerkontaktes UKS über Leitung
157 verbunden sind. Wird nun ein positiver Posten abgefühlt, so ist das Steuerloch
nicht aasgelocht, es kann deshalb kein Impuls über die Steuerbürste 114, Leitung
116 auf das Steuerrelais S erfolgen. Der Steuerkontakt UKS bleibt in seiner gezeichneten
positiven Lage. Durch die aasgelochten Stellen in der Karte werden die entsprechenden
Abfühlbürsten über die Kontaktwalze mit der Stromquelle verbunden, die zugeordneten
Bürstenrelais BR werden so lange erregt gehalten, als der synchron mit der Abfühlung
umlaufende Impulsverteiler 99 Kontakt gibt. Gleichzeitig mit der Erregung werden
die den Bürstenrelais zugeordneten Bürstenumschaltkontakte BUK umgelegt,
so daß die Umschaltkontakte mit der Arbeitsseite des Kontaktes an die Ruheseite
des Steuerkontaktes LTKS angeschaltet werden.
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Ist nun. in der niedrigsten Stelle des angeschalteten Positionsfeldes
der binären Karte eine Eins aasgelocht und der Posten positiv, also das Steuerloch
nicht aasgelocht, so werden, wie nachstehend erläutert, folgende Stromkreise geschlossen,
um den Rechenimpuls der zugeordneten Rechenstelle zuzuführen.
-
Befindet sich die aasgelochte niedrigste Stelle unter der Bürste,
so wird das Bürstenrelais BR i erregt. Gleichzeitig mit der Erregung des Bürstenrelais
legt sich der zugeordnete Bürstenumschaltkontakt BUK i um und leitet den
nun ankommenden Rechenimpuls auf folgende Weise der erstenRechenstelle zu: Stromquelleio,
Leitung2o, NockenkontaktKN4, der gleich nach der Erregung des Bürstenrelais kurzschließt,
Steuerkontakt UKS, der in seiner gezeichneten positiven Lage steht, Leitung 156,
umgelegter Kontakt BUK i, Leitung i B, Relais i C, Kontakt PU i, Leitung
rL, Anker i A der ersten Rechenwerkstelle, Kontakt Ko, Kontakt PUlo, Impulsspule
1o, Leitung i R, Hauptleitung 30, andere Seite der Stromquelle io. Schließt der
Nocken KN4 seinen Kontakt, so wird auf die schon beschriebene Weise der Anker i
A der ersten Rechenwerkstelle in die Eins-Stellung gebracht. In gleicher Weise lösen
die anderen aasgelochten Stellen einen Rechenimpuls für ihre zugeordneten Rechenwerkstellen
aus, Wird nun als zweite Karte ein negativer Posten, der durch ein aasgelochtes
Steuerloch gekennzeichnet ist, unter den Abfühlbürsten vorbeigeführt, so ergibt
sich folgende Wirkungsweise: Über die Bürste 114, Leitung 116 wird das Steuerrelais
S erregt und hält sich über seinen nun geschlossenen eigenen Kontakt SK' so lange,
bis sich am Ende eines Maschinenspiels der Nockenkontakt KAT 3 öffnet. Das
nun erregte Steuerrelais S legt seinen zugeordneten Umschaltkontakt UKS auf die
negative Seite um und schaltet dadurch die Ruheseite der Bürstenumschaltkontakte
BUK an die Stromquelle an.
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Angenommen, es ist in der niedrigsten Stelle des binären negativen
Postens kein Loch, also eine Null und in der zweitniedrigsten Stelle eine Lochung,
also eine Eins, so wird, um das Komplement für die Subtraktion zu erhalten, die
Abfühlung umgedreht, d. h. daß die ungelochten Stellen einen Rechenimpuls senden,
während die gelochten Stellen impulslos bleiben. Dies geschieht auf folgende Weise:
Durch die nicht gelochte erste Stelle kann das Bürstenrelais BR i nicht erregt werden.
Der zugeordnete BürstenumschaltkontaktBUK i bleibt in seiner gezeichneten Lage.
Wird nun der Nockenkontakt KNT 4 geschlossen, so erfolgt ein Rechenimpuls
auf die erste Rechenstelle von der Stromquelle io, über Leitung 2o, Nockenkontakt
KN4, den auf die negative Seite umgelegten Steuerkontakt UKS, Leitung 157, den nicht
umgelegten Kontakt BUK i, Leitung i B, Abreißrelais i C, Kontakt
PU i, Leitung i L, Anker i A, Kontakt Ko, Kontakt PU/o, Impulsspule Jo, Rückleitung
i R, Leitung 30, Stromquelle. Die Umstellung in die Eins-Stellung erfolgt in der
schon beschriebenen Weise.
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Über die zweite aasgelochte Stelle des Postens wird das Bürstenrelais
BR2 erregt und legt seinen ihm zugeordneten Kontakt BUK2 um. Der über die Leitung
157 ankommende Rechenimpuls für die zweite Stelle wird also durch den umgelegten
KontaktBUK2unterbrochen, so daß die zweiteRechenwerkstelle keinen Impuls bekommt
und in ihrer Null-Stellung verbleibt. Alle anderen Stellen werden auf dieselbe Art
an die Bürstenleitungen B angeschaltet, so daß also die aasgelochten Stellen ihre
Bürstenrelais erregen und somit den Kontakt BUK
umlegen und damit die Weiterleitung
der Rechenimpulse unterbrechen, während die nicht erregten
-BürsteiZreläis
über die nicht umgelegten Kontakte BUK die Impulse von der Leitung 157 den
Leitungen B i, B 2. usw. zuführen.
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Bei der indirekten Subtraktion, die in Wirklichkeit eine Addition
des Komplements des negativen Postens zu dem positiven Posten ist, muß die zusätzliche
Eins berücksichtigt werden.
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Bevor diese Einrichtung beschrieben wird, muß zunächst die Wirkungsweise
des Vorzeichenrelais erläutert werden.
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Das Vorzeichenrelais VR (Figg. 13a) ist ähnlich ausgebildet wie die
einzelnen Rechenwerkstellen. Es sind zu jeder Seite des hin und her beweglichen
Ankers SA zwei Spulen vorgesehen. Die entgegengesetzten Spulen HP und HN
sind die Haltespulen. Beide Spulen sind hintereinandergeschaltet und sind im Betriebszustand
über die Leitung SH und RS dauernd unter Strom. Der Anker SA des Vorzeichenrelais
nimmt die aus Fig. 13a ersichtliche linke Ausgangsstellung, d. h. also die P1us@Stellung,
im stromlosen Zustand des Relais unter der Wirkung einer- schwachen Rückstellfeder
ein.
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. Die- beiden, anderen entgegengesetzt liegenden Impulsspulen I
P und I N stehen einerseits unter der Kontrolle des durch das Steuerloch
der Karte beherrschten Kontaktes SK und andererseits unter der Kontrolle des Kontaktes
ERK i, der unter dem Einfluß `des noch zu beschreibenden Einer-Relais ER steht.
Ist der zugeführte Posten positiv, so' bleibt das Vorzeichenrelais in seiner positiven
(linken) Ausgangsstellung. stehen. Ist der zugeführte Posten dagegen negativ, so
wird -über den nun durch das Steuerloch geschlossenen Kontakt SK der Spule IP ein
Impuls zugeleitet, der die Wirkung der Haltespule HP aufhebt, so daß der
nun umgelegte Anker SA den Kontakt SRK schließt. Das Einer-Relais ER am Ende
des Relaisrechners (Fig. 13b) wird nur dann beim Schließen des Nockens
KN i erregt, wenn das Umschaltrelais U24 der letzten Rechen-Werkstelle
durch das Umlegen des zugehörigen Ankers von der rechten in die linke Lage erregt
wurde. Wird das Einer-Relais ER erregt, so wird durch das Schließen seines - Kontaktes
ERK2 (Fig. i.3b) über-.das Abreißrelais i C in die erste Rechenwerkstelle eine Eins
eingeführt. Gleichzeitig schließt der Kontakt ERK i, wodurch beim Schließen des
Nockens KN 5 dem Vorzeichenrelais VR ein Impuls erteilt wird.
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Wird beispielsweise in denRelaisrechner eine-i eingeführt, so erhält
durch die Umkehrung, wie bereits beschrieben, die erste Rechenwerkstelle keinen
Impuls, dagegen erhalten alle anderen Rechenwerkstellen einen Impuls und legen ihre
Anker von der linken in: die rechte Lage um. Durch das Minusvorzeichen wird das
Steuerrelais S erregt, welches über den zugehörigen. Kontakt SK und Nocken
KN 6 dem Vorzeichenrelais VR einen Impuls erteilt. Beim Erregen des Relais
UR durch Schließen des Nockens KN i und damit Schließen -aller URK-Kontakte kann
kein Zweier-Übertrag von einer Rechenwerkstelle auf die andere stattfinden, da kein
U-Relais erregt wurde. Das Relais ER erhält also keinen Impuls. Im Zählwerk steht
demnach i r T ..... ... i i i i o, was - eine (Eins komplementär ausgedrückt
bedeutet. Das Vorzeichenrelais VR hat seinen Anker SA in die rechte Lage gelegt,
zeigt also an, daß die Zahl ein Minusbetrag ist.
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Wird als zweite Zahl wiederum eine -i zugeführt, so erhält die erste
Rechenwerkstelle wiederum keinen Impuls, während alle anderen Rechenwerkstellen
einen Impuls erhalten und ihre Anker von rechts nach links umlegen. Gleichzeitig
werden die U-Relais U2 bis U24 erregt. Durch die Erregung von Relais S durch das
Steuerloch erhält das Vorzeichenrelais VR wiederum einen Impuls und legt seinen
Anker von der rechten in die linke Lage. Schließt der Nocken KN i, so pflanzt sich
der Zweier-Übertrag von der zweiten Rechenwerkstelle aus über alle anschließenden
Rechenwerkstellen fort und legt also die Anker 3 A bis 24A von der linken in die
rechte Lage zurück. Über URK24, den nun geschlossenen Kontakt UK24, 244 erhält auch
das Relais ER Strom. Über den zugehörigen Kontakt ERK i erhält das Vorzeichenrelais
VR wieder einen Impuls und legt seinen Anker SA in die rechte- Stellung zuriick,
wodurch wieder angezeigt wird, daß die im Rechenwerk stehende Zahl ein Minusbetrag
ist. Gleichzeitig wird über den Kontakt ERK2, Abreißrelais i -C der ersten Rechenwerkstelle
ein zusätzlicher Rechenimpuls erteilt, so daß der Anker von der linken. in die rechte
Lage gestellt wird. Im Zähler steht also i i i ......
i i i o i, was eine
Zwei komplementär bedeutet.
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Wird.nun zu diesem negativen Resultat eine -I- 3 addiert, so erhält
die erste und zweite Rechenwerkstelle einen Impuls. Der Anker der ersten Rechenwerk,
stelle stand rechts, wird also nach links gestellt, gleichzeitig -,yird.auch das
Relais U i erregt. Der Anker der zweiten Rechenwerkstelle stand links, wird also,
nach rechts umgelegt. Alle anderen Anker verbleiben in (ihrer rechten Lage. Da jetzt
die Anker der zweiten bis vierundzwanzigsten Stelle in der rechten Lage stehen und
das Relais U i erregt ist, so pflanzt sich beim Schließen des Nockens
KN i der Zweier-Übertrag von der ersten bis zur letzten Stelle fort, legt
also die Anker 2 A bis. 24A von der rechten in die linke Lage. Gleichzeitig wird
auch, wie bereits beschrieben, das Relais ER erregt und erteilt der ersten Rechenwerkstelle
einen Impuls, so daß sich der Anker dieser Stelle wiederum von der linken in die
rechte Lage legt. Gleichzeitig .erhält über den Kontakt ERK i das Vorzeichenrelais
VR einen Impuls und legt seinem Anker SA in die linke Lage, wodurch angezeigt
wird, daß der Betrag im Zählwerk positiv ist. Im Zählwerk steht jetzt ooo
.... ooooi, also eine Eins positiv. Es ist also ersichtlich, daß sowohl im
Unternull-bereich als auch beim Überschreiten der Null durch die Kombination der
Relais ER und VR das richtige Resultat durch Hinzufügen einer Eins als auch
die richtige Vorzeichenanzeige entsteht.
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Um die Einstellung des Relaisrechners auch durch Lochung wiedergeben
zu können, ist eine besondere Umschaltanordnung vorgesehen. Mittels
dieser
kann man die Relaiseinstellung abfühlen und eine die Relaiseinstellung wiedergebende
Lochung vornehmen, indem die '?ull-Einstellung keine Lochung, die Eins-Einstellung
dagegen eine Lochung in der zugeordneten Lochspalte erzeugt.
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Da eine im Zählwerk aufgezeichnete negative Differenz komplementär
im Zählwerk steht, ist es notwendig, daß eine Umkehreinrichtung zur Wirkung kommt,
die es ermöglicht, die komplementäre Summe regulär zu registrieren und die gleichzeitig
die Differenz als positiv oder negativ kennzeichnet. Diese Umschalteinrichtung wird
von der Ankerstellung des Vorzeichenrelais VR derart beeinflußt, daß, wenn die Differenz
komplementär in den Zählwerkstellen steht, der Kontakt SRK geschlossen wird und
somit die Registrierumkehreinrichtung und gleichzeitig das Minus-Summent3 angeschaltet
wird.
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Zum Zweck der erwähnten Lochung wird über einen Nockenkontakt DN i
(Fig. 13 b) die Leitung P an die Hauptleitung 2o angeschlossen, und gleichzeitig
werden die Kontakte PU, PUlo und PUli nach unten umgelegt. Dadurch werden
über die Umschaltkontakte UKlo bzw. UKli und die Leitungen E die Lochrelais ZR in
den Stromkreis eingeschaltet, und der Registrierimpuls kann dann je nach Stellung
des Ankers der Rechenwerkstelle über die Kontakte PUlo oder PUli zu den Lochrelais
über die von dem Vorzeichenrelais kontrollierten Kontakte UKlo oder UKli gelangen.
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Steht die Differenz positiv, also regulär in den Zählwerkstellen,
so steht der Anker des Vorzeichenrelais VR in der linken Stellung, so daß das Umkehrrelais.
UKR nicht erregt wird, die Kontakte UKlo und UK/ i bleiben in ihrer gezeichneten
Lage. Bei der Registrierung wird. also, wenn der Anker i A der Rechenwerkstelle
in der Eins-Stellung steht, über den Kontakten Ki, PUli und UK/ i, die Leitung E
i, Kontakt LKa i, das Lochrelais ZR i angeschaltet.
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Bei Null-Stellung des Ankers i A ist -dagegen die Leitung E i abgeschaltet.
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Steht dagegen eine negative Zahl, also komplementär, in den Rechenwerkstellen,
so steht der Anker -des Vorzeichenrelais VR in der rechten Stellung, so daß durch
den nun geschlossenen KontaktSRK das Umkehrrelais UKR angeschaltet wird und seine
ihm zugeordneten Kontakte UKlo- und UK%i umlegt. Durch dieses Umlegen der beiden
Kontakte UKlo und UKli, die jeder Rechenwerkstelle zugeordnet sind,, werden die
Ankerstellungen o und i derart vertauscht, daß bei Null-Stellung des Ankers i :4
der ersten Rechenwerkstelle die Leitung E i angeschaltet wird und bei Eins-Stellung
des Ankers .die Leitung E i abgeschaltet ist.
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Durch .diese Vertauschung wird also erreicht, daß eine komplementär
im Zählwerk stehende Zahl, die also negativ ist, regulär mit dem entsprechenden
Steuerloch gelocht wird, wodurch die Zahl als negativ gekennzeichnet ist, während
eine positive Zählwerkeinstellung kein Steuerloch erhält. Ist die Ablochung der
Relaiiseinstellung, auf die noch später eingegangen wird, erfolgt, so werden die
Kontakte wieder in die gezeichnete Lage zurückgestellt. Die gleiche Umstellung erfolgt
natürlich für alle Rechenrelais gleichzeitig.
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Nachstehend wird die allgemeine Wirkungsweise des Summenkartenlochers
erläutert.
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Während die letzte Karte der Gruppe an .den unteren Bürsten UBG vorbeigeführt
wird, gleitet die erste Karte der neuen Gruppe an den oberen Bürsten OB vorbei.
Durch die Verschiedenheit der Gruppenmerkmale in den von den unteren und oberen
Bürsten abgefühlten Karten sprechen nicht alle Gruppenrelais GR i bis
GR 7 an, die sich über eine zweite Wicklung und ihre eigenen Kontakte GKai
bis GKa7 einen Haltestromkreis bilden, die Kontaktreihe der GKb (Fig. 13 d) ist
unterbrochen, wodurch beim Schließen des Nockenkontakts KNg das Gruppenkontrollrelais
R57 und das Vielfachrelais PU anziehen. Diese Relais halten sich über den
Kontakt K 57b und den geschlossenen Nocken KN ic,. Durch das Anziehen des Gruppenkontrollrelais
öffnet sich der Kontakt K 57c und bringt den Kartenkopfkuppl.ungsmagnet KKiVI zum
Abfall, wodurch an einem bestimmten Punkt des Kartendurchlaufes, für den auch das
Schaltbild gezeichnet ist, die Kartenkopfnocken KN stehenbleiben.
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Durch das Anziehen des Vielfachrelais PU (Fig. Ud) schließen
seine zugeordneten Kontaktreihen PUlo, PUli und PUi, PU2, PU3 usw. Dadurch werden
beim Schließen des dauernd laufenden Nockens DN i (Fig. i 3,b) die Lochrelais LR
(Fig. 13a) erregt. Steht in der ersten Rechenstelle eine Eins mit positivem Vorzeichen,
so bildet sich folgender Stromkreis: Von der Stromquelle io, über Leitung 2o, Leitung
i58, Kontakt K 55c, Nocken DN i, Leitung P, umgelegten Kontakt PU i, Leitung
i L, Anker i A in der rechten Lage, dadurch geschlossenen Kontakt K i, umgelegten
Kontakt P Uli, Kontakt UK/ i, Leitung Ei, Kontakt LKa i, Lochrelais
LR i, Leitung i2o, Hauptleitung 30 zur Stromquelle zurück. Das Lochrelais
LR i zieht an, schließt.seinen Kontakt LKb i und bildet sich über den eigenen, nun
umgelegten Kontakt LKa i, Nocken KN 8, Leitung 113, Leitung i o6, Leitung
107 einen Haltestrom.
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Beim Schließen des N ockenkontaktes DN 2 (Fig. 13 c) erhält
der Transportmagnet für den Transport des Locherwagens TJT auf folgendem Weg einen
Impuls: Stromquelle, Hauptleitung3o, Leitungio8, Leitung i o9, Kontakt K 55 b in
Ruhe, Kontakt K 57 d geschlossen, Nockenkontakt D. N,2, in Ruhe befindlicher
Kontakt des Transportmagneten TilIK, Leitung i i i, Transportmagnet TJU, Leitung
112, Hauptleitung 2o. Der Transportmagnet zieht an und unterbricht sofort durch
seinen eigenen I@ontakt TMK den Stromkreis, wodurch der Karten wagen einen Schritt
ausführt. Der Kontaktpimpel 155 (Fig. 13d) gelangt dadurch auf der Kontaktschiene
154 von dem isolierten Teil auf die erste Stelle der schaltbaren Kontaktleiste und
erregt das Wagentransportrelais R54 und das Nockenrelais R 55, das sich über eine
Haltewicklung, den eigenen
Kontakt K55a .und den geschlossenen
Kontakt K 57 a einen Haltestromkreis bildet.
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'Durch das öffnen des Kontaktes K55c (Fig. i3-b), der im Stromkreis
des Nockens Ni liegt, wird ein zweites Abfühlen der Binärzähler verhindert. Der
Kontakt K 55b verhindert ein An-
sprechen des Transportmagneten
über den Nockenkontakt DiV 2. Über den jetzt geschlossenen Kontakt des Wagentransportrelais
K54a erhält der Wagentransportmagnet TM Strom und führt durch den Unterbrecherkontakt
TIWK bedingt so viele Schritte aus, bis der Kartenwagen und damit die Lochkarte
unter der binären Lochereinheit an der Löclispalte angelangt ist, die auf der Kontaktleiste
durch eine Schaltverbindung i32 mit dem Binärrelais R56 verbunden ist. Dadurch fällt
das Relais R 54 wieder ab, und durch das öffnen des Kontaktes K54a wird der Strom
für den Transportmagneten TM unterbrochen.
-
Von der Stromquelle io, über Leitung 3o, Leitung 121, über den jetzt
geschlossenen Kontakt :K 56a des Bsinärrelais R 56 und den in Ruhe befindlichen
Kontakt K 59 a erhalten alle Lochmagneten BL i bis BL24 der binären
Lochereinheit Strom, deren Kontakte LKb durch das Anziehen des zugehörigen Löchrelais
LR geschlossen sind und ziehen an, wodurch die entsprechen=den Löcher in die vorher
bestimmte Lochspalte gestanzt werden. Gleichzeitig wird auch durch das Schließen
des Kontaktes UKx das Steuerloch gestanzt, wenn das im Zählwerk stehende Resultat
.durch :das Anzdehen des Relais UKR als Minusbetrag gekennzeichnet ist. Auf dem
tiefsten Punkt des Stempelweges wird der Lochmagrnetkontakt 59 (Fig. 13 a) geschlossen,
wodurch das Lochmagnetrelais R59 zum Ansprechen kommt und durch das Öffnen eines
Kontaktes K 59a _ den Stromkreis für :die Lochmagneten unterbricht und die unter
Federspannung nach unten gedrückten Lochstempel 225 in ihre Ausgangslage gelangen.
Gleiichzeitig schließt der Kontakt K 59)b, tvo-durch der Transportmagnet
anzieht. Durch den jetzt geschlossenen Kontakt K 59c wird ein Abfallen des
Transportmagneten T. .und, damit ein Weitertransport des Wagens so lange verhindert,
bis die Lochstempel das Loch verlassen haben und durch das Öffnen des Lochmagnetkontaktes
59 der Lochmagnet R59 abfällt. Durch diesen Schritt des Kartenwagens gelangt der
Kontaktpimpel 155 auf die nächste Stelle der Kontaktleiste, das Relais R56'fällt
wieder ab und öffnet seinen Kontakt K 56a, wodurch ein nochmaliges Lochen verhindert
wird, das Relais R 54 erhält wieder Strom, und über den Kontakt K 54 ca erhält der
Transportmagnet TM wieder so lange Strom, bis der Wagen an den linken Wagenanschlagkontakt
51 stößt. Über den geschlossenen Kontakt 51 erhalten das linke Wagenanschlagrelais
R 51 und der Motor zum Aufzug des Locherwagens LM
Strom, beide Einheiten halten
sich über den umgeschalteten Kontakt K 51a und den in Ruhe befindlichen Kontakt
K 5o b. Gleichzeitig bekommt das Löscherrelais R ioo einen Impuls, welches seine
Kontakte K ioo kurz öffnet und dadurch die Anker der Rechenrelais in die Null-Stellung
stellt. Gleichzeitig erhält der Kupplungsmagnet für den Wagenaufzug WA einen
Impuls, der den :Motor L11 mit dem Kupplungsrad 2io (Fig. io) kuppelt, welches auf
bekannte Weise mittels einer Zahnstange 2o9 den Kartenwagen entgegen der Federspannung
der Wagenrückzugsfeder 2o8 (Fig. 12) aufzieht. Durch die Zahnstange des Wagenaufzugs
wird auch die Rollenablage 213 betätigt, die die Karte ergreift und in die Ablage
214 transportiert. Der Kontakt K 51 b schaltet für die Zeit des Rücklaufs
die Kontaktschiene 154 (Fig. 13 d) ab. Wenn der Kartenwagen den oberen Wagenanschlagkontakt
5o schließt, wird gleichzeitig mechanisch das Kupplungsrad ausgekuppelt, das Kartenmesser
erfaßt eine neue Sammelkarte und führt sie der Lochereinheit für Dezimallochung
221 (Fig. i i) zu. Wenn das Schrittschaltwerk in den ersten Zahn der Zahnstange
fällt, steht die erste Spalte der Summenkarte unter der Lochmatrize der Lochereinheit
für Dezimallochung. Durch das Schließen des rechten Wagenansehlagkontaktes 5o- wird
.das zugehörige Relais R 5o erregt, der Kontakt K 5o b öffnet und bringt den Motor
LM und das Relais R 51 zum Abfall, wodurch die Kontaktleiste wieder unter
Strom ist und über den Kontaktpimpel 155 das Dezimalrelais R 53 erregt wird, über
dessen Kontakt K 53 a und den umgeschalteten Kontakt K5oa das- Relais R5o
gehalten wird.
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Durch das Schliefen des Kontaktes K 5o b erhält das Motorrelais. R
58 und der Kartenkopfkupplungsmagnet KKM Strom und kuppelt den Kartenkopf 232, die
Transportrollen 233 und den Kartenkopfnocken KN ein. Durch das Öffnen des Kontaktes
K 58 ca wird vor .den Antriebsmotor ANI ein verstellbarer Widerstand 49 geschaltet;
so daß die Postenkarten langsam an den Bürsten vorbeitransportiert werden.
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Bevor :die erste Lochposition die Bürste erreicht hat, wurde der Nockenkontakt
KN io geöffnet, so daß die Relais R 57 und PU abgefallen sind; durch das
Abfallen der Kontaktreihen PU/o, PU/i und PUi, PU2 usw. werden die Rechenrelais
wieder an die Abfühlbürsten UBR geschaltet.
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Durch das Anziehen des Dezimallochrelais R 53 schließen die Kontakte
K 53 r r bis K 53 r7; die die unteren Bürsten mit den Lochmagneten
der Dezimaleinheit DL i bis DL 7 über die Leitungen G i bis G 7 verbinden,
so daß die von den Bürsten U B G
abgefühlte Lochposition direkt auf die unter
dem Lochmagnet DL i bis DL 7 vorbeigeführte Summenkarte Zoo übertragen wird.
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Der Impulsgeber 41 verhindert ein Einbrennen der Bürsten und schaltet
die dezimalen Positionsfelder nacheinander an die unteren Abfühlbürsten UBG. über
den Kommentator42 und den geschlossenen Kontakt K 53b erhält der Transportmagnet
TM bei jeder Lochspalte einen Impuls, so daß sich die Postenkarte 40, die von den
unteren Bürsten UBG abgef'ü'hlt wird, synchron mit der Summenkarte Zoo an den Lochmagneten
DL i bis
DL7 der Dezimaleinheit vorbeibewegt und nach dem Durchlauf .der ersten
Karte der neuen Gruppe
der neue Gruppenbegriff in die neu; Summenkarte
eingelocht ist.
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Nach der Ablochung des Gruppenbegriffs ist der Kontaktpimpel 155 auf
das isolierte Stück in der Mitte der Kontaktleiste gelangt, dadurch ist auch das
Dezimalrelais R53 und über den Kontakt K 53 a das Relais R 5o abgefallen. über die
jetzt in Ruhe befindlichen Kontakte K 57,c und K 5o c wird das Relais
R 58 kurzgeschlossen, so daß sein Kontakt K58a den Vorschaltwiderstand .19 überbrückt.
Dadurch werden die zweite und alle folgenden Pöstenkarten mit normaler Geschwindigkeit
an den unteren Bürsten vorbeitransportiert. Der Kontaktpimpel 155 bleibt
so lange auf dem isolierten Teil auf der Kontaktleiste stehen, bis eine neue Gruppentrennung
erfolgt.
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Die Summenkarten 260, di° in d:in soeben heschriebenen Summenkartenlocher
vön den -iiizeln@n Gruppen der Postenkarten 40 hergestellt wurden, liegen in aufsteigender
Reihenfolge nach den dezimalen Gruppenmerkmalen sortiert hintereinander und müssen
nun im Gegensatz zu der üblichen Sortierung nicht nach den dezimalen. Gruppenmerkmalen,
sondern nach den soeben errechneten binären Resultatwerten in aufsteigender Reihenfolge
hintereinanderliegend geordnet werden.
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Da jedoch bei dem binären Zahlensystem die gleiche Zahl etwa .dreimal
soviel Stellen bzw. Lochspalten erfordert als beim Dezimalsystem, so wird das binäre
Sortieren sehr zeitraubend.
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Eine vorzugsweise für die Durchführung des Verfahrens geeignete Binärsortiermaschine
ermög= licht eine wesentliche Zeitersparnis für die Sortierarbeit, da sie gestattet,
die fertig sortierten Karten in ein zugeordnetes Fach auszusondern, bevor sie für
die Sortierung der nächsthöheren Stellenwerte nochmals nutzlos durch .die Maschine
laufen.
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Die in Fig. 14 veranschaulichte Sortiermaschine besitzt zwei Sortierfächer
,4io und .111, in welche die noch zu sortierenden Summenkarten 200 ÜbeF-P er führt
werden, wobei in das Fach q.1o die in einer Wertstelle nicht ausgelochten und in
das Fach 411 die in dieser Wertstelle ausgelochten Karten kommen. Das Fach .112
nimmt die fertig sortierten und auszuscheidenden Karten auf. Da bei dem binären
System immer nur die mit Eins gelochten Karten in das Fertigfach laufen können,
wie später gezeigt wird, erübrigt es sich, eiin zweites Fertigfach vorzusehen.
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Die Summenkarten Zoo (Fig. 16) werden in bekannter VG'eise von einem
Zuführungsmesser den 7.'ransportrollen zugeführt, wo sie an der Abfühleinrichtung
vorbei nach Maßgabe des Abfühlerg°bnisses durch die Sortierweichenanordnung in die
drei Fächer verteilt werden. Die Abfühleinrichtung besteht im wesentlichen aus der
Abfühlbürste :115 mit der Kontaktplatte 41d.. Die Sortiermaschine selbst wird von
den in bekannter Weise ausgebildeten Sortierweichen 416 und d.17 gebildet, die normalerweise
federnd auf dem Anker 418 aufliegen. Je nach Erregung des Sortiermagneten 419 und
der Lage, die die Karte in diesernAugenblick einnimmt, gelangt dieselbe in eines
der drei Sortierfächer. Mittels der Kurbel d25 wird die Sortierbürste 415 auf die
verschiedenen Lochpositionsfelder eingestellt, jedoch ist diese Einstellung nicht
mit der Einstellung auf Sortierspalten bei den bekannten nach dem dezimalen Zahlensystem
arbeitenden Hollerithmaschinen identisch. Die Einstellung auf die einzelnen Sortierspalten
erfolgt hAi dem be= schriebenen Ausführungsbeispiel vielmehr dadurch, daß die Bürste
je nach der gewünschten Spalte zu eii:.°m ;ganz bestimmten Zeitpunkt während des
@'crlreiganges der Karte an der Bürste Strom bekcmmt, nämlich dann, wenn sich eben
die Spalte, nach der sortiert werden soll, gerade unter der Bürste q.15 befindet.
Die Einrichtung, durch die das erreicht wird, besteht aus einer allgemein mit 426
bezeichneten Kommutatoreinrichtung, in der durch entsprechende Einstellung des mit
einer Skala versehenen Drehknopfes 430 die gewünschte Sortierspalte ausgewählt werden
kann, Es ist aber auch erforderlich, daß sämtliche Sortierspalten, die stellenmäßig
über der eingestellten Sortierspalte liegen, daraufhin untersucht werden, ob sich
in ihnen Lochungen befinden oder nicht. Für diese Untersuchung kann nun ebenfalls
die Bürste4i5 verwendet werden.
-
Je nach dem Untersuchungsergebnis werden die Karten dann verschieden
abgelegt. Um aber das Positionsfeld, Jas untersucht werden- soll, einstellen oder
begrenzen zu können, ist die allgemein mit .127 bezeichnete Wählereinrichtung vorgesehen.
Durch deren Drehknopf ad.o kann die höchste Spalte, die noch der Untersuchung unterworfen
werden soll, d. h. die- letzte Spalte des zu sortierenden Positionsfeldes, eingestellt
werden.
-
Durch die Einstellung des Drehknopfes :130 auf die gewünschte Sortierspalte
wird die Bürste 415 nur im Augenblick des Vorbeiganges der gewünschten Spalte für
die Sortierung wirksam gemacht. Um das zu erreichen, ist eine Kommutatoreinrichtung
vorgesehen. Sie besteht aus einem Zahnrad 433, das von einem Rad .135 synchron mit
dem Kartenvorbeigang an der Abfühlbürste angetrieben wird. Das isolierte Zahnrad
d.33 trägt eine Hülse, innerhalb der sich aus der Zeichnung -ersichtliche und unter
Federwirkung nach außen gedrückte Kontaktkugeln befinden. Die hintere Kontaktkugel
schleift auf einem Metallring- :13d.; der durch die Leitung 436 an die Bürste .a.15.
angeschlossen ist. Die Isolierscheibe .13ä hat ein Kontaktsegment, das je nach seiner
St-,llung über Leitung ,137 eine Stromv °rbindung in der 1laschine veranlaßt. Die
Scheibe 432 ist über -eine Achse mit dem Drehknopf .13o verbunden und, nimmt je
nach dessen Einstellung eine verschiedene Umfangstellung .ein. Auf diese Weise wird
also erreicht, daß das Rad 433 durch seine umlaufenden Kontaktkugeln zu verschiedenen
Zeitpunkten die Bürste ,115 .in den Stromkreis einschaltet, wodurch die Spaltenauswahl
bewirkt wird. Da aber nun bei der nacheinander erfolgenden Einsteilung der Sortierbiirste
d.i5 auf immer höhere Sortierspalten auch der Sortierbereichwählerd.27 immer-weitergeschaltet
«-erden muß, d. h. sein Sortierbereich
immer weiter eingegrenzt
werden muß, ist der Wähler 4.27 mit dem Wähler 426 über die Zahnräder 438, 443 gekoppelt.
Das Zahnrad.438 sitzt fest auf der Welle 43i, .die ihrerseits mit dem Drehknopf
430 fest verbunden ist. Mdt der Weiterschaltung des Drehknopfes 430 wird also auch
das Zahnrad 443 zwangsläufig in der der Stellung des Drehknopfes 4_3o entsprechenden
Position eingestellt. Das Rad, 443 besteht aus Isoliermaterial und trägt ein Kontaktsegment
446. Zwischen dem Rad 443 und der Einstellscheibe 441 liegt ein isolierendes Zahnrad
445, das wiederum in Synchronismus mit dem Kartendurchgang von dem Rad 444 angetrieben
wird. Das Rad. 445 hat ähnlich wie das Rad 433 eine Hülse, in der unter Federwirkung
Kontaktkugeln nach außen gedrückt werden, von denen die hintere Kontaktkugel an
dem Kontaktsegment 446; -die vordere Kugel an einem Kontaktsegment 442 des Rades
441 schleift, das über - die Leitung 439 an die Bürste angeschlossen ist. Der Drehknopf
44o ist mit dem Rad 441 verhun:den. Es ist ersichtlich, daß das Rad 443 mit dem
Kontaktsegment bei der Weiterschaltung .des Spaltenwählerknopfes 430 von einer niedrigen
zu einer höheren Spalte sich entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt. Das Rad 441 mit
.dem Kontaktsegment. 442 wird dagegen durch den Drehknopf 44o im voraus schon auf
die Grenzspalte eingestellt und bleibt in dieser Lage. Bei der Einstellung von aufeinanderfolgenden
Sortiergängen dreht sich daher das Rad 443 gegen das Rad q.¢1 im entgegengesetzten
Sinn, so daß von den durch das Rad 445 getragenen Kontaktkugeln immer ein kleinerer
Spaltenbereich entsprechend der verringerten Anzahl der noch zu sortierenden Spalten
überstrichen wird. Gelangt schließlich die letzte Spalte zur Sortierung, so hat
das Segment 446 den Bereich des Segments 442 verlassen, so daß über den Kommutator
kein Strom fließen kann.
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Zum besseren Verständnis der Wirkungsweise der Maschine werden nachstehend
einige Sortierfälle beschrieben.
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Befindet sich in der Lochkarte nur in der zu sortierenden Spalte ein
Loch, so wird über dieses Loch; Leitung 436, Kommutator 432, Leitung 437 das Relais
457 erregt, das sich über den eigenen Kontaki 455 einen Haltestrom @bil(det. Gleichzeitig
ist der zu diesem Relais" gehörige Kontakt 457h geschlossen worden. Befindet sich
die Karte in der in Fig. 17 dargestellten Lage,, so schließt der Nocken 451 den
Kontakt 453. Dadurch erhält der Sortiermagnet 419 Strom und zieht seinen Anker 418
an, so daß die Karte über die Sortierweichen 4.16 und 417 in das Fertigfach 12 gelangen
kann.
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Befindet sich außerdem noch in der zu 6ortierenden Spalte in einer
höheren Spalte ein. Loch, so wird zunächst durch Idas Loch in der zu sortierenden
Spalte, wie bereits beschrieben, das Relais 457 erregt. Gelangt jetzt das zweite
Loch, welches innerhalb der .durch den Einstellknbpf44o eingestellten Spalte liegt,
unter die Ab,fühlbürste 415, so erhält über Leitung 439, Kommutator 427, L eitung
449 das Relais 458 Strom und bildet sich ebenfalls über .den- eigenen Kontakt 4.56
einen Haltestrom. Dadurch ist auch der zugehörige Kontakt 458h umgeschaltet worden.
Schließt jetzt der Nocken 451, so -kann der Sortiermagnet keinen Strom erhalten.
Erst wenn sich die Karte in dier in Fig. 18 dargestellten Stellung befindet, schließt
der Nocken 452, wodurch der Sortiermagnet Strom bekommt und seinen Anker 418 anzieht.
Da sich die Karte schon unter der Schiene 416 befindet, wird sie zwischen den Schienen
zu der mit r bezeichneten Ablage 411 (Fig. 14) geleitet.
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Befindet sich in der zu sortierendem Spalte kein Loch, sondern nur
in einer höheren Spalte, so wird, wie aus den bereits beschriebenen Beispielen ersichtlich,
nur über dem Kommutator 427 das Relais 458 erregt. Da das Relais 457 nicht erregt
wurde, kann auch über den offenen Kontakt 4571a kein Strom fließen, und der Sortiermagnet
kann nicht erregt werden. Folglich gleitet die Karte unter den beiden Sortierschienen
hindurch und gelangt in das mit Null bezeichnete Fach 410, welches für die Karten
ohne Lochung vorgesehen ist. Wird nun angenommen, daß die zu sortierenden Karten
200 fortlaufend von der Zahl Eins bis zu einer bestimmten Zahl gelocht sind und
in numerischer Reihenfolge nacheinander aufsteigend sortiert werden sollen, so ergibt
sich folgendes: Wird für die Sortierung der Kommutator auf die niedrigste erste
Spalte eingestellt, so werden nur die Karten, die in der niedrigsten Stelle gelocht
sind, aussortiert, und wenn in diesem Positionsfeld in den höheren Spalten keine
Lochung vorhanden ist, so läuft diese Karte, die praktisch nur einmal vorkommt,
im das Fertig-Fach 412,; die anderen Karten, die in irgendeiner höheren Spalte eine
Lochung aufweisen, werden getrennt in die Fächer 410 und d1-'1 abgelegt, und zwar
je nachdem, ob in .der gerade auszusortierenden Spalte eine Lochung vorhanden ist
oder nicht, werden die mit Eins ausgeloehten in. das Fach .I11 und die unausgelochten
in das Fach 410 geführt. Diejenigen Karten, die in den, höheren als der gerade auszusortierenden
Spalte keine Lochung aufweisen, gelangen wieder im das Fertigfach 412, so daß sie
für die nachfolgenden Sortiergänge ausscheiden. In ähnlicher Weise erfolgt die Trernnung
bei der Einstellung auf die nächsthöheren Spalten.
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Es ist also ersichtlich, daß in das Fertigfach nur diejenigen Karten
laufen, die in der ausgewählten Spalte mit Eins gelocht sind. Dies bedeutet aber
keineswegs, daß im Fertig-Fach 412 nur Karten liegen, die in allen Spalten mit Eins
gelocht sind, denn zwischen den in den einzelnen Sortiergängen aussortierten Karten
liegen ja auch solche, die in den dazwischenliegenden Spalten nicht gelocht sind.
In dem letzten: Sortiergang können schließlich überhaupt nur noch Karten vorkommen,
die mit Eins gelocht sind, so daß also dieser Sortiergang eingespart werden kann.
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Sind die von: dem Summenkartenlocher hergestellten Summenkarten Zoo
nach ihren binären Zählwerten von der Binärsortiermaschine in aufsteigender
Reihenfolge
geordnet, so muß zu diesem binären Resultatwert das entsprechende dezimale Resultat
gefunden werden. Dies geschieht durch den binär=dezimalen Vergleicher, der im nachstehenden
beschrieben. wird.
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Bei dem nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel eines binärdezimalen
Vergleichers nach Fig. iga, igb und i9@c wird eine nach dem Binärsystem aufgeteilteLochkarte2oo
mitderEinstellung eines Binärzählers verglichen, und bei Übereinstimmung wird die
Einstellung eines dezimalen Schrittschaltwerks, :das nach Maßgabe des binären Zählwerks.
gesteuert wird, durch eine Registriervorrichtung in eine dezimal aufgeteilte Lochkarte
300 übertragen.
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Das binäre Reehenwerk hat in dem beschriebenen Ausführungsbeispiel
eine Kapazität vorn vierundzwanzig Binärstellen, was einer siebenstelligen Dezimalzahl
entspricht.
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Wie schon erwähnt, wird das nach dem binären System aufgerechnete
und in die Karte Zoo eingetragene Resultat einem binären Einstellwerk zugeführt.
Nun wird ein: binäres und dezimales Zählwerk schrittweise miteinander selbständig
weitergeschaltet, bis die Zählwerkeinstellung des binären Zählers mit der Markierung
des Einstellwerks übereinstimmt.
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Entsprechend den. stattgefundenen Zählimpulsen bis zur Übereinstimmung
mit der Markierungsbedeutung des Einstellwerks wird gleichzeitig mit dem binären
Zählwerk das dezimale Schrittschaltwerkweitergeschaltet, so daß in diesem die dezimal
ausgedrückte Zahl für die Registrierung vorbereitet steht, die binär dem Einstellwerk
zugeführt wurde.
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Die binär gelochte Karte Zoo wird aus einem nicht dargestellten Kartenbehälter
zwischen den Abfühlbürsten _AB und der Kontaktwalze 13 durchgeführt.
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Über den synchron mit der Karte umlaufenden Kommutator i-. wird das
abzufühlende Lochfeld an die Stromquelle io angeschlossen und die eingetragenen
Werte über die entsprechenden Leitungen dem binären Einstellwerk zugeführt.
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Die einzelnen Stellen des binären Einstellwerks sind als Pendelrelais
ähnlich wie bei dein bereits beschriebenen dezimalbinären Vergleicher ausgebildet.
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An. beiden Seiten des hin und her beweglichen. Ankers sind zwei Spulen
vorgesehen. Die an entgegengesetzten Seiten des Ankers liegenden Spulen
H o und H i sind die Haltespulen, die dauernd unter Strom sind. Die
beiden anderen inneren Spulen lo und la sind die Impulsspulen. Wie schon erwähnt,
wirken sich die Impuls- und Haltespule bei gleichzeitiger Erregung so entgegen,
daß sich ihre magnetischen Kraftfelder aufheben. Der Anker nimmt seine Ausgangsstellung,
d. h. die linke, also Null-Stellung, im stromlosen Zustand aller Wicklungen unter
der Wirkung einer schwachen Rückstellfeder ein. Wird nun die Impulsspule Ho über
ein abgefühltes Loch in -der Karte erregt, so hebt sich die magnetische Wirkung
der beiden Spulen Jo und Ho auf, und die dauernd unter Strom stehende Spule H i
kommt zur Wirkung und legt den Anker in die rechte, d. h. Eins-Stellung um.
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Nachstehend wird beschrieben, wie die Zahl 3, in binärer Schreibweise
o o o i i, von der Lochkarte in das binäre Einstellwerk übertragen wird.
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Angenommen, das vierte Kontaktsegment des Kommutators 1d. ist mit
dem allgemeinen. Segment verbunden, so wird, wenn das vierte Lochfeld der Karte
Zoo unter den Abfühlbürsten vorbeigleitet, folgende Verbindung hergestellt: Stromquelle
io, Leitung 2o, Kommutator i4., Leitung ii, Bürste 12, Kontaktwalze 13, Loch
in Karte Zoo, Abfühlbürste AB i, Leitung B i, Anker i AE, Kontakt
K o, Spule J o, Leitung i D, Leitung 3o, andere Seite der Stromquelle. Die
Anker ü AE und 2 AE werden in die Eins-Stellung umgelegt und von der Haltespule
H i in dieser Lage gehalten, während die übrigen Anker in ihrer Null-Stellung verbleiben.
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Am unteren. Ende des hin und her beweglichen Ankers ist ein Isolierpimpel
befestigt, der, wenn sich der Anker in seiner Null-Stellung befindet, den jeder
Stelle zugeordneten Einstellkontrollkontakt EKo schließt. Wenn sich der Anker in
seiner Eins-Stellung befindet, wird .der zugeordnete Kontakt EK i geschlossen.
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Gegenüber jeder Stelle des Einstellwerks befindet sich eine-Rechenwerkstelle
des schon weiter oben beschriebenen Binärzählwerks, deren Anker ebenfalls mit seinem
unteren Ende die jeder Stelle zugeordneten Kontakte BK o und BK i steuert.
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Wird nun über den hin. und her pendelnd-en Anker des Impuls:geberrelais
IR der Impulskontakt JK geschlossen, so wird der ersten Stelle ein Zählimpuls
in der schon bekannten Weise zugeführt. Da der ersten Stelle des Einstellwerks von.
der Karte eine Eins zugeführt wurde, so befinden sich die Anker der beiden ersten
Stellen des Einstellwerks und des Binärzählers in der Eins-Stellung und
-schließen ihre zugeordneten Kontakte EK i bzw. BK i. Dadurch wird das Kontrollrelais
KR i über folgendem Weg erregt: Stromquelle io, Leitung 2o, Leitung ZL i, den nun
geschlossenen Kontakt EK i, Leitung I% i, untere Spule des Kontrollrelais KR i,
Leitung V i, geschlossener Kontakt BK i, LeitungAL i, Leitung 3o, andere Seite der
Stromquelle.
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Stimmt die Ankerstellung der Binärzählerstelle mit der der Einstellwerkstelle
überein, sind z. B. beide Anker -in der Null-Stellung und haben damit ihre zugeordneten
Kontakte EK o bzw. BK o geschlossen, so besteht für die obere Wicklung des
Kontrollrelais KRw eine Verbindung zur Stromquelle, wodurch sich das Relais erregt
und seinen zugeordneten Kontakt KRK i schließt; ebenso-besteht Übereinstimmung,
wenn beide Anker in die Eins-Stellung geschaltet sind,. wodurch über die Kontakte
EK i und SK i das Relais KR i erregt wird.
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Erfolgt nun der zweite Zählimpuls in die erste Zählwerkstelie des
Binärzählers, so wird der Anker i A wieder nach links in seine Null-Stellung gebracht.
Gleichzeitig wird, da nun in der Zwischenzeit zwei Einheiten in die erste Zählerstelle
eingeführt
worden sind, beim Zurückschalten des Ankers in die
Null-Stellung ein Übertrag in die nächsthöhere' Rechenstelle erfolgen. Dieser Übertragimpuls
wird gleichzeitig mit dem Umschalten des Ankers i A .der ersten Rechenwerkstelle
von der Eins-Stellung in die Null-Stellung über die Leitung i L der zweiten Rechenwerkstelle
zugeführt, so°'däß- der Anker 2,A von. der Null-Stellung in, die Eins-Stellung gebracht
wird. Da schon von der Kartenabfühlung der zweiten Stelle des Einstellwerks eine
Eins.- zugeführt wurde, so stehen nach dem Einführen zweier Zählimpulse die beiden
Anker 2A .der zweiten Stelle des Binärzählers in der Eins-Stellung und schließen
über ihre zugeordneten nun .geschlossenen Kontakte EK i und BK
i das Kontrollrelais KR 2 an die Stromquelle, so daß sich der zugeordnete
Kontakt KRK 2- schließt.
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Der Anker i-A der ersten Rechenwerkstell.e des Binärzählers wurde
durch den zweiten Rechenimpuls wieder in die Null-Stellung gebracht, so daß die
Verbindung des Kontrollrelais KR i durch den jetzt offenen Kontakt BK
i unterbrochen ist und,' somit der zugeordnete Kontakt KRK i ebenfalls offen
ist.
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Wird nun über den Impulsgeberkontakt IK der dritte Zählimpuls der
ersten Rechenstelle des Binärzählers zugeleitet, so legt sich der Anker i A des
Binärzählers von seiner Null-Stellung in die Eins-Stellung. Nun, stimmen die beiden
geschlossenen Kontakte EKir und BK i der ersten Rechenwerkstelle überein
und stellen für das Kontrollrelais ER i eine Verbindung zur Stromquelle her. Nach
drei gesendeten Zählimpulsen stehen die Anker i A und z A des Binärzählers und des
Einstellwerks in Eins-Stellung, so daß über die zugeordneten Kontakte EK
i und BK i die beiden Kontrollrelais KR i und KR 2 erregt sind und
damit die Kontakte KRK i und KRK 2 geschlossen. Da alle Anker der höheren Stellen
auf Null stehen, sind alle Kontrollrelais KR i bis KR24 über die nun geschlossenen
Kontakte BKo bzw. EK o erregt und halten ihre zugeor dnetenKontakte KRK 3 bis KRK24
geschlossen.
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Es ist also ersichtlich, daß, wenn nach dem dritten Zählimpuls das
Kontrollrelais RK i der ersten Rechenstelle erregt wird, sämtliche Kontakte KRK
geschlossen sind.
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In: diesem Augenblick besteht über die geschlossenen Kontakte KRK
i bis KRK24 eine durchgehende Verbindung, so daß -das Trennrelais TR erregt wird"
und seine ihm zugeordneten Kontakte-TRK sich- umlegen können.
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Wenn sich nun: auf -Grund der Ankerstellung des Binärzählers
und Einstellwerks eine Übereinstimmungergibt, das Trennrelais erregt wird und somit
den'-Kontakt TRK 3 öffnet, so wird die Zuleitung für- de fi Zähl.impüls. unterbrochen,
so daß das Binär-Zählwerk und auch das dazu 'parallel arbeitende Dezifal-Zählwerk
nicht mehr weitergeschaltet werden können.
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--Durch- den sich öffnenden Kontakt TRK2 wird .die Impulsgabe für
das hin und her pendelnde ImpulsreIais :TR ebenfalls unterbrochen, so daß auch der
Anker i A zum Stillstand kommt.
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Gleichzeifig -mib. dem Senden von @ Zählimpulsen an dem Binärzähler
über die Leitung 26 werden dieselben Impulse dem Dezimalzähler über die LeitUng
21 zugeführt.
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Der an sich bekannte dezimale Schrittschaltzähler bekommt über die
obenerwähnte Leitung ai in seine erste Rechenstelle dieselbe Anzahl Zählimpulse
wie der Binärzähler, die sich über die bekannte Zehner-Übertrags-Einrichtung auf
die nächsthöheren Stellen fortpflanzen. Die umlaufenden Verbindungsbürsten TU
i bis hU7 der Zähleroberteile ZO sind mit den Zählrädern. der jeweiligen;
Stelle durch Zahnräder gekuppelt, so daß die Verbindungsbürsten 1l U in Verbindung
mit den Kontaktsegmenten ZKS die jeweilige Einstellung der entsprechenden Zählwerkstelle
wiedergeben.
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Die Kontaktsegmente ZKS i bis ZKS 9 der Oberteile des Dezimalzählers
sind über die Leitung ML mit den Spulen der Solenoidmagneten der Locheinric'htung
verbunden.
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Die Verbindungsbürste Vo des Kommutators Ko läuft synchron mit der
abzulochenden- Dezimalkarte 300 und schaltet nacheinander über seine einzelnen
Kontaktsegmente AS(ii bis AS 7 die Dezimalzähleroberteile Z o an die Lochmagnete
M o bis Mg,
so daß die in dem Dezimalzähler aufgerechneten Werte positionsweise
in die Karte 3oa übertragen werden.
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Wenn nun sämtliche Positionen des Dezimalzählers abgelocht sind, wird
ein nicht.därgestelltes Relais-ZO stromlos, und seine zugeordneten KO-n-' takt.e
LOK kommen in Ruhestellung. Schließt sich nun der Kontakt LOKa und
LOK 3, so beginnt der Vergleichsvorgang von neuem, da in der Zwischenzeit
eine neue binäre Karte Zoo in das Einstellwerk eingetragen wurde. Das Trennrelais
TR wurde stromlos, da durch das Einführen eines neuen Wertes die Einstellung des
Binärzählers nicht mehr mit dem Einstellwerk übereinstimmt, wodurch irgendein Kontrollrelais
KR stromlos wurde, so daß der zugeordnete, sich öffnende Kontakt KRK den Stromkreis
für das Trennrelais TR unterbricht.
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Nachstehend wird ein Stromkreis beschrieben, der sich beim Ablochen
des im Oberteil des Dezimalzählers stehenden; Wertes schließt. Angenommen, die Verbindungsbürste
TT U i des Oberteils der Einer-Dezimalstelle stehe mit dem Kontakt-Segment
ZKS2, in Berührung, so ergibt sich folgender Kreis: Stromquelle io; Leitung 3o,
Leitung 61, den nun geschlossenen Kontakt TRK 2, allgemeines Segment KS, Kontaktverbindung
V o, Kontaktsegment AS i, Leitung KL i, allgemeines Seg= ment ZS i des Einer-Oberteils,
Verbindungsbürsten V U i, Kontaktsegment Z K S 2, Leitung
M L 2,
Spule M.2, Rückleitung A R, allgemeine Leitung 2o, andere Seite der
Stromquelle.
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Die dezimalen - Gruppenmerkmale, die in der binären Resultatkarte
Zoo eingetragen sind; werden über eine nicht dargestellte Locheinrichtung in die
nun dezimal gelochte Resultatkarte 3oo ebenfalls dezimal übertragen..
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Um das eingestellte dezimale Resultat auf seinen negativen oder positiven.
Wert zu kennzeichnen,
,vird das bei negativem Resultat vorhandene
Steuerloch 930 in einer besonderen Einrichtung in die Dezimalresultatkarte
300 übernommen. Wird von der Steuerlochabfühlbürste STB in dem zugeordneten
Positionsfeld ein Steuerloch festgestellt, so erregt sich .das Relais STR, das sich
über seinen eigenen Kontakt hält und denKOntaktSTK schließt. Stellt nun das Verbindungsstück
ho des Kommutators K o, -%v,enn die Steuerlochspalte 93o unter dem Lochmagneten
STM liegt, über das Segment KSeine Z'erbindung zu dem Steuerrelais SR her, schließt
sich der zugeordnete Kontakt SK und erregt den Lochmagneten. ST3I, der eine Lochung
in dem Steuerlochfeld 930 veranlaßt.
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Nachdem nun: die dezimalen Resultatkai-tün 300 in dem letzten Arbeitsvorgang
aufgerechnet wurden, werden diese in einer bekannten Sortiermaschine nach den dezimalen
Gruppenmerkmalen in aufsteigender Reihenfolge geordnet, .entweder für sich als Resultatkarten
3oo allein, oder, wie es im Ausführungsbeispiel beschrieben worden ist, unter Einmischung
der ursprünglichen dezimalen Einzelpostenkarten 15.
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Die Posten- und Resultatkarten werden derart sortiert, daß die Postenkarten
gruppenweise vor die Resultatkarten zu liegen kommen. Die nun geordneten Karten
werden, ausschließlich durch ein lochgesteuertes Druckwerk abgeschrieben, so daß
eine Liste, wie sie in Fig. 21 dargestellt ist, entsteht.
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Das in Fig. 2o schematisch dargestellte Schreibwerk .dient zur Registrierung
der dezimalen Posten-und Resultatkarten.
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In der schematischen Darstellung des Schreibwerks ist nur eine Schreibstelle
veranschaulicht. Diehintereinanderliegenden anderenStellenarbeiten in derselben
Weise.
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Die Typen 654 sitzen verschiebbar an einer synchron mit der Kartenabfühlung
beweglichen Typenstange 61g und werden in ihrer jeweiligen Einstellung gemeinsam
gegen die Papierbahn und Transportwalze 653 geschlagen. Die Welle 655 dreht sich
synchron mit der Welle 621, die die Kartenzuführung steuert. Auf der Welle ist eine
Nocken-Scheibe 656 befestigt, die über die Rolle 657 einen Hebelarm 6.38
steuert, der drehbar gelagert an der Welle 659 sitzt. Wird über die Nockenscheibe
656 der Hebel 658 :gedreht, dann trifft ein am Hebel 658 sitzender Ansatz 66o auf
einen Hebel 661, der dann die Welle 659 im Drehsinn des Uhrzeigers dreht und den
darauf befestigten Arm 622, der über eine Gelenkverbindung mit einem Balken 665
verbunden ist, hin und her bewegt. Die an dem Balken 665 befestigten Hebel 663 liegen
federnd an dem unteren Ende der Typenstangen 61g an und übertragen die auf und ab
gehende Bewegung des Balkens auf dieselben, so daß trotz Hochgehens des, Balkens
die Typenstange in jeder beliebigen Höhe unter überwachung durch den ihr zugeordneten
Sperrmagneten 6..1,4 festgestellt werden kann. Wenn, der Magnet 614 über die zugeordnete
Abfühlbürste erregt wird, zieht er seinen Anker 616 an und bewirkt über einen Zugdraht
617 ein Drehen der Klinke 618 und damit ein Ausrücken der Sperrklinke 62o, so daß
dieselbe in die entsprechende Verzahnung 664 der Typenstange einfallen kann.
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Der Neun,-Zähn befindet sich am oberen Ende der Typenstange. Wird
nun über ein abgefühltes Neun-Loch der Magnet 614 -erregt, so wird die Typenstange
in ihrer tiefsten Stellung gesperrt, s o (laß die Neun-Type in Druckstellung gehalten
wird.
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Die Karten werden so in das Kartenbett 623 gelegt, daß die Lochposition
9 den Transportrollen zugekehrt ist. Die Karte wird von dem ersten T ransportrollenpaar
626 erfaßt, zwischen der Abfühlbürste 630 und Kontaktwalze 627 durchgeführt
und über das Transportrollenpaar 628 in die Ablage 629 gebracht.
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Befindet sich die ausgelochte Spalte Neun unter der Bürste
630, so hat die vordere Kartenkante den Kartenhebelkontakt 631 geschlossen,
so daß sich folgender Stromkreis bilden kann: Stromquelle 6oo, Leitung 6o2, Impulsverteiler
63.2, Kontaktwalze 627, Loch Neun in der Karte, Abfühlbürste 63o, den nun- geschlossenen
Kartenhebelkontakt 631, Leitung 633, Magnet 61q., Leitung Gor, andere Seite der
Stromquelle. In diesem Augenblick, in dem der Magnet 614 über das abgefühlte 1\Teun-Loch
erregt wird, befindet sich der erste Zahn der Typenstange der Klinke 62o gegenüber.
Beim Erregen des Magneten wird die unter Federwirkung stehende Klinke 62o entriegelt
und fällt in den obersten Zahn der Zahnstange 61g, wodurch, wie schon erwähnt, die
Zahnstange in der Neun-Position gesperrt wird, so daß die Neun-Type, die sich jetzt
gegenüber dein Hammer 635 befindet, von diesem gegen das Farbband und die an der
Walze 653 anliegende Papierbahn, gedrückt wird. In gleicher Weise werden, die nachfolgenden
Lochpositionen vorn den Bürsten abgefühlt und die zugeordneten Typenstangen entsprechend
eingestellt.