DE873515C - Verfahren zur Herstellung frostbestaendiger Formkoerper - Google Patents
Verfahren zur Herstellung frostbestaendiger FormkoerperInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung frostbeständiger Formkörper Es ist bekannt, Formkörper herzustellen, die im wesentlichen Diatomeenerde oder Kieselgur enthalten, das gegebenenfalls zur Erzielung bestimmter Eigenschaften mit anderen Materialien gemischt werden kann; so kann man z. B. durch Zusatz von Wasser die Plastizität oder durch Zusatz von Ton die Festigkeit der Formkörper erhöhen oder durch Zusatz von Braunkohle, Kork oder Sägemehl, die beim Brennen im fertigen Produkt Poren bilden, dessen Gewicht und Isolationsfähigkeit beeinflussen. Solche Formkörper werden durch Gießen oder durch andere in der Ziegeleiindustrie bekannte Verfahren hergestellt. Nach Trocknen und Brennen der Formkörper können die erzeugten Steine für Isolier- und Bauzwecke überall dort Verwendung finden, wo sie der Einwirkung von Feuchtigkeit oder gar der kombinierten Einwirkung von Feuchtigkeit und Frost nicht ausgesetzt sind, da sie unter dieser Einwirkung wegen ihrer sehr hohen Wasseraufnahmefähigkeit, die mehr als gol/o betragen kann, völlig zerbrechen würden.
- Die-Erfindung bezweckt, ein Verfahren anzugeben, init dem solchen Formkörpern die Eigenschaft der Frostbeständigkeit gegeben werden kann.
- Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die Isolationsfähigkeit eines Isoliermaterials haupt sächlich auf einem großen luftgefüllten Porenvolumen beruht und die Frostbeständigkeit zum Teil davon- abhängt, daß die Wasseraufnahmefähigkeit ein gewisses Maß, und zwar etwa go % des gesamten Porenvolumens, nicht übersteigt.
- Das wesentliche Merkmal des Verfahrens nach der Erfindung besteht in der Maßnahme, das Ausgangsinaterial für die in Rede stehenden Form- Izöi,p#r vor. od#-r - während der -Formgebung einer Schüttel- und Vibrationsbehandlung zu unterwerfen. Dadurch ist es möglich, die Wasseraufnahmefähigkeit der Formkörper erheblich herabzusetzen, ohne jedoch gleichzeitig das Pörenvolumen entsprechend zu t,#e#, veriingeril" pr Man erzielt somit die Wirkung, das fer . odu t ofine wesentliche Einbuße an Isolas tionbvermögen frostbeständig zu machen. Dadurch wird es u- ' a. ermöglicht, die Fornikörper als Steine in Außenwänden und an anderen Stellen, wo Frost und Feuchtigkeit. auf sie einwirken, oder für spezielle Zwecke, z. B. für im Winter zu erricht end6 Bauten, zu verwenden. Eine solche Wirkung ist beii dein sonst üblichen Verfahren mit Pressen und K neten nicht erreichbar, weil diese 'Methoden die Zahl der sich im Wasser nicht sättigenden Poren des fertigen Produktes vermindern.
- In der allgemeinen Gußtechti* ist die Anwendung der Vibrationsbehandlung zur Erhöhung der Festigkeit und Dichtigkeit und auch bei der Betonherstellung zur Einsparung von Zement bekannt; did Er-' findung zielt demgegenüber auf die Verbesserung der Frostbeständigkeit der in Rede-stehelide'nFornikörper unter Beibehaltung ihrer Isolierfähigkeit und Festigkeit ab.
- Im allgemeinen sind in der Diatomeenerde bzw. in der tonhaltigen Diatomeenerde die einzelnen Partikelchen sehr fest untereinander -,verbunden; durch Frost- und Feuchtigi#eitseinwirkunig wird diese Verbindung jedoch zerstört. - Zerlegt - man Diatomeentonerde aus denienigen Sihichten, die üblicherweise für die Steinfabrikation Verwendung finden, völlig in ihre einzelnen Bestandteile, so erhält man etwa 18 1/o äls Partikelchen von der Größenordnung zwischen o,5 mm,und io ju und etwa 5o %' als Partikelchen, und zwar im, wesentlichen Tonpartikelchen, die kleiner- als i- ju 5ind, Bestände, das Material aus gewöhnlichen, d. h- massiven M#ineralkörnern, so würde. es sich, nach -der gegebenen Siebkurve zu einer festen und dichten Masse zusammeii7 schütteln lassen. ...
- Bei Diatomeentonerde mit einem zu geringen Tongehalt und ganz allgemein bei Kieselgur, die oft fast oder gar keinen Ton enthält, kann es sich aus Festigkeitsgründen als notwendig erweisen, der Mischung reinen Ton, z. B. plastischen Ton, zuzu--seiien. Man kann'der* Dia:tomeentonerde-bzw. der -1<-ies'eljur, den-Tön und die weiter.#ii. Zuschlagm-ittel entweder in trockenem Zustande oder aufgeschlemmt oder in Lösung in der zuzusetzenden Wassermenge beimengen;- ein Kneten würde sic#bc indessen nachteilig - auswirken.
- .Die Tatsache, daß die Mischung infolge der Vib:Cation nicht zusammenfällt, sondern ein Teil der -Pore n- abgedichtet wird, so daß sie sich im fertigen rodukt ni#lit mit-Wässer anfüllen-, läßt sich teils durch da-s niedfige- Raumgewicht der -Diatomeen-'. tonÜde und der Kieselgur, teils durich den großen Gehalt an Körperchen mit klebenden Eigenschaften erklären. Es ist anzunehmen, daß diese Körperchen äurch die Vibrationen teils in die- Öffnungerf der Kieselschalen, teils - in' die Poren zWischtn ihnen gelangen und sie abdichten, so daß sie das Wasser ilicht aufsaugen und die Wasseraufnahmefähigkeit der Formkörper vermindert wird.
- Durch die Vibrationsbehandlung wird noch der all sich bekannte Vorteil erreicht, daß keine schädlicheil Kanäle und Hohlräume in der Formmasse entstehen.
- Da der Quellungszustand der Tonpartikelchen in den erwähnten Mischlingen während des Schüttel-bzw. Vibrationsvorganges den Verlauf und das Ergebnis des Herstellungsverfahrens beeinflußt und da dieser Quellungszustand außer von anderen Verhültnissen, wie von der nach dem Mischen vergangenen Zeit und von den die Mischung bildenden Materialien, auch von der Temperatur des Materials abhängig ist, so ist das Verfahren der jeweiligen Zusammensetzung der Mischung anzupassen.
- Dlie Schüttel- oder Vibrationsbehandlung kann auch bei ärhöhter Temperatur durchgeführt werden. Die Verformung kann während der Vibrationsbefiairdlung erfolgen, und zwar z. B. in Formen und nach Verfahren, die bei der Herstellung von Ton-und Ziegelwaren, fertig gegossenen Betonwaren, Ziegelsteinen und Kunststeinen an sich bekannt sind; sie kann auch nach der Vibrationsbehandlung in allgemein bekannten Ziegelforinmaschinen oder in Formen und nach Verfahren vorgenommen werden, die in der Tonwaren-, und keramischen Industrie an-,sich, bekannt sind. » - . Die Herstellung von Formkörpern aus Diatomeentonerde kann beispielsweise wie folgt gehandhabt werden: Das Ausgangsmaterial wird, gegebenenfalls nach vorheriger Trocknung, ohne Kneten fein zerteilt, und- es wird- ihni- eine' passende Menge Wasser, gegebenenfalls mit Ca(011)2 halb gesättigt, zugesetzt. Das Mischen des Materials mit Wasser kann, während es von einem Förderband in die Schüttelform fällt dadurch erfolgen, das man zer-,stäubtes Wasser auf das Material spritzt. Die Ni-brationsbehandlung kann mittels einer Betonschüttelvorridlitung bei z. B. 7500 Schlägen/Minute vorgenommen werden. Für die Erhöhung der Produktionskapazität ist es zweckmäßig, während des Vibrationsprozesses eine Druckplatte über der Masse anzuordnen, die die Masse leicht zusammen--pfeßt. Der. Druck braucht 0,i bis 1 kg/tn12 nicht zu -übersteigen.
- Nach der.Verformung werden die Formkörper -getrocknet -diidgebrannt, Die gewonnenen Steine sind nagelfest und können gesägt werden. Auch können sie imprägniert oder glasiert oder in anderer Weise für besondere Zwecke -behandelt werden. Bauteile aus den erfindungsgemäß hergestellten Formkörpern können in an sich bekamiter Weise armiert werden.
Claims (2)
- PATENTANSPPüCHP-. i.V - erfahrenz.ur Herstellung von frostbestglidigen F#ornikörpern --durch -Brenneii - eines im wesentlichen aus Diatomeenerde oder Kieselgur bestehenden Materials, gegebenenfalls mit einem oder mehreren Zusätzen, welche die Plastizität, die Festigkeit, das Gewicht und die Isolationsfähigkeit beeinflussen, dadurch gekennzeichnet, daß das Material vor oder während des Verformens einer Schüttcl- oder Vibrationsbehandlung unterworfen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schüttel- oder Vibrationsbehandlung bei erhöhter Temperatur durchgeführt wird.
Priority Applications (1)
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| DEB17194A DE873515C (de) | 1951-10-17 | 1951-10-17 | Verfahren zur Herstellung frostbestaendiger Formkoerper |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE873515C true DE873515C (de) | 1953-04-16 |
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1951
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