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DE872946C - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten

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Publication number
DE872946C
DE872946C DEF2421A DEF0002421A DE872946C DE 872946 C DE872946 C DE 872946C DE F2421 A DEF2421 A DE F2421A DE F0002421 A DEF0002421 A DE F0002421A DE 872946 C DE872946 C DE 872946C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
condensation
solution
resorcinol
hour
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF2421A
Other languages
English (en)
Inventor
Gustav Dr Mauthe
Martin Dr Meister
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF2421A priority Critical patent/DE872946C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE872946C publication Critical patent/DE872946C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/18Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Phenolic Resins Or Amino Resins (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten Gerbstoffe pflanzlicher und synthetischer Herkunft sind amorphe Körper, die aus einigen miteinander verknüpften phenolischen Bausteinen zusammengesetzt sind. Dabei herrschen bei den Naturgerbstoffen die mehrwertigen, bei den synthetischen die einfachen Phenole vor; im ganzen sind sie alle von mehr oder weniger saurem Charakter.
  • Neben ihrer Bestimmung, tierische Haut in Leder überzuführen, zeigen Gerbstoffe die. Eigenschaft, tierisches Eiweiß (Gelatine, Leim) zu fällen und von Aminen oder anderen organischen Stoffen basischer Natur gefällt zu werden. Stoffe basischer Natur haben daher als Fixierungsmittel in der Gerbereitechnik Verwendung gefunden, wo sie im fertig gegerbten Leder die mehr oder weniger fest an Eiweiß gebundenen Gerbstoffe vollends unlöslich und dadurch unauswaschbar machen. Nebenbei wird hierdurch das Gewicht des Leders in erwünschter Weise noch erhöht.
  • Während die Löslichkeit der Naturgerbstoffe auf einer Anhäufung phenolischer und auch aliphatischer Hy droxylgruppen beruht, bedürfen die durch Aldehydkondensation einfacher Phenole hergestellten künstlichen Gerbstoffe als wasserlöslichmachend,3 Gruppe der Sulfonsäuregruppe; zu diesem Zweck «erden en(-weder Phenolsulfonsäuren oder die Sulfonsäuren aromatischer Kohlenwasserstoffe mit den Phenolen mittels Aldehyden zusammen kondensiert oder Phenol-Aldehyd-Harze sulfoniert. In vereinzelten Fällen, wie z. B. bei der milden Kondensation von Polyphenolen mit Aldehyden, genügt allerdings die große Zahl von phenolischen Hydroxylgruppen zur Erzielung ausreichender Wasserlöslichkeit. Es wurde nun gefunden; daß sich wertvolle Kondensationsprodukte auf einfache Weise herstellen lassen, wenn man mehrwertige Phenole oder Phenolgemische oder Gemische mehrwertiger Phenole mit einwertigen Phenolen mit Salzen aromatischer Basen und Aldehyden kondensiert. Es können jedoch auch die freien aromatischen Basen zur Kondensation mit den genannten Phenolen und Aldehyden verwendet werden; die unlöslichen Kondensationsprodukte werden in diesem Fall zum Schluß noch mit einer der basischen Gruppe äquivalenten Menge Säure gelöst; gegebenenfalls kann in saurem Medium mit Phenolen weiter kondensiert werden. Als geeignete Aldehyde kommen vor allem einfache gesättigte und ungesättigte Aldehyde in Frage. Man kann bei der Herstellung der neuen Kondensationsprodukte auch so vorgehen, daß man zunächst die Phenole oder Phenolgemische mit den Aldehyden vorkondensiert und anschließend mit den Salzen der aromatischen Basen weiter kondensiert.
  • Die neuen Kondensationsprodukte stellen wertvolle Gerbstoffe dar; sie sind sulfonsäuregruppenfrei. Ihre Löslichkeit in Wasser beruht auf der Anwesenheit einer salzbildenden Gruppe. Durch Neutralisieren mit Alkali läßt sich die freie Base als unlösliche Verbindung quantitativ ausfällen. Mit einem Überschuß an Alkali sind die Produkte in Form der Phenolate wieder wasserlöslich. In umgekehrter Reihenfolge werden aus den Phenolaten mit Mineralsäuren die freien Gerbstoffbasen wieder ausgefällt, um mit einem kleinen Überschuß an Säuren als Gerbstoffsalz wieder in Lösung zu gehen.
  • Die neuen Kondensationsprodukte zeigen hervorragende Berberische Eigenschaften schon im schwach sauren Gebiet. Sie lassen sich wie pflanzliche Gerbstoffe nach der Hautpulvermethode analysieren und ergeben dabei sehr hohe Anteilzahlen, d. h. die Kondensationsprodukte bestehen praktisch fast vollständig aus gerbenden Bestandteilen. Infolge des Fehlens von Sulfonsäuregruppen und da im Gegensatz zu synthetischen Gerbstoffen, die mittels Sulfonsäuren aufgebaut sind, keine sauren Gruppen abgestumpft zu werden brauchen, sind die neuen Produkte praktisch aschefrei und frei von Ammoniumsalzen. In den Fällen, in denen die Kondensation mit einer über das Basenäquivalent hinausgehenden Menge katalytisch wirkender Säure durchgeführt wird, lassen sich die Kondensationsprodukte durch Freisetzen der Base, die in Wasser vollkommen unlöslich ist, ohne Schwierigkeit elektrolytfrei gewinnen.
  • Die ausgesprochen gute Gerbwirkung der neuen Produkte ist überraschend, da einwertige Phenole, mit Aminen und Aldehyden kondensiert, lediglich eine gewisse gelatinefällende Wirkung, aber keine für praktische Zwecke ausreichende Gerbwirkung aufweisen. Beispiel i Die unter io° abgekühlte Lösung von 55 g Resorcin und i3o g Anilinchlorhydrat in ioo g Wasser wird unter Eiskühlung und Rühren mit zog ccm Formaldehydlösung 3oo/oig rasch versetzt. Die Temperatur steigt rasch gegen 7o°; dann wird anschließend 1/2 Stunde im siedenden Wasserbad erhitzt. Das so erhaltene Kondensationsprodukt ist in jedem Verhältnis in Wasser löslich. Ähnlich verlaufen die Kondensationen mit 55g Hydrochinon oder 63 g Brenzöl oder 63 g Pyrogallol an Stelle des Resorcins. Die Kondensation mit Brenzcatechin (55 g) wird (wegen dessen Kristallisation) bei q.0° und Eiskühlung begonnen. Man kann auch geeignete Mischungen der erwähnten mehrwertigen Phenole mit Anilinchlorhydrat und Formaldehyd kondensieren.
  • Brenzöle sind ein Teil der sogenannten Phenolöle, die aus den Schwelwässern bestimmter Braun- und Steinkohlen durch Extraktion mit organischen Lösungsmitteln gewonnen werden. Aus den Phenolölen werden die einwertigen Phenole durch Destillation entfernt. Was verbleibt, sind die sogenannten Brenzöle, die Brenzcatechin und homologe Substitutionsprodukte des Brenzcatechins, wie Homobrenzcatechin, Isohomobrenzcatechin, Äthylbrenzcatechin usw., ferner in geringerem Umfang auch Resorcin und dessen Homologe und daneben noch Reste von substituierten .einwertigen Phenolen enthalten. Beispiel 2 In die auf 7o° erwärmte Lösung von 128 g o-Chloranilin, Zoo g Wasser, go ccm konzentrierter Salzsäure, - 2o g Resorcin, 18 g Brenzcatechin und 22 g Pyrogallol werden zog ccm Formaldehyd 3oo/oig langsam unter Rühren und gleichzeitiger Temperatursenkung zutropfen lassen. Danach wird i Stunde im siedenden Wasserbad erhitzt, wobei sich etwa amorph abgeschiedene Anteile lösen. Gegebenenfalls müssen zur besseren Löslichkeit noch einige Kubikzentimeter konzentrierte Salzsäure zugefügt werden, oder man fügt zur Lösung von 128 g o-Chloranilin, 2o g Resorcin, 18 g Brenzcatechin und 22 g Pyrogallol in ioo ccm Methanol zwischen 5 und io° unter Eiskühlung und Rühren io? ccm Formaldehydlösung 3oo/oig rasch zu. Die Temperatur steigt gegen q.0° bei sich bildender Abscheidung an. Man erhitzt 1/a Stunde im Wasserbad zum Sieden, destilliert den Alkohol ab, ersetzt ihn durch Wasser und löst mit ungefähr iio ccm konzentrierter Salzsäure. Beispiel 3 In die auf 5 bis io° abgekühlte Lösung von iio g Resorcin (oder iio g Brenzcatechin oder 125 g Brenzöl oder 126 g Pyrogallol) und 130 g Anilinchlorhydrat in 16o g Wasser werden unter Eiskühlung ioo ccm 3oo/oige Formaldehydlösung bei gutem Rühren rasch eingegossen. Die Temperatur steigt auf qo bis 50°. Es wird danach 1/2 Stunde im siedenden Wasserbad erhitzt.
  • Genau so verläuft die Kondensation einer Mischung von je 37 g Resorcin und Brenzcatechin und 42 g Pyrogallol mit 130 g Anilinchlorhydrat und ioz ccm Formaldehyd 3oo/oig.
  • Die Kondensation von Hydrochinon muß wegen seiner geringeren Löslichkeit über 30° vorgenommen werden (s. Beispiel i4).
  • Beispiel q.
  • Die Lösung von 55 g Resorcin und 55 g Brenzcatechin sowie 144 9 o-Toluidinchlorhydrat in. 16o g Wasser wird zwischen 5 und io' rasch unter Rühren mit zog ccm Formaldehyd (3o('/oige Lösung) versetzt. Die Temperatur steigt unter Eiskühlung auf 4o bis 5o"; danach wird noch 1/2 Stunde im siedenden Wasserbad erhitzt.
  • Führt man die Kondensation nach Beispiel 3 und 4 mit den Sulfaten der aromatischen Basen aus, so werden Kondensationsprodukte erhalten, die nur schwer wasserlöslich sind; sie lösen sich in heißem Wasser jedoch auf Zusatz von Salzsäure oder mehr Schwefelsäure, um beim Erkalten auszufallen. Beispiel 5 Die Lösung von iio g Resorcin (oder 126 g Pyrogallol) und 65 g Anilinchlorhydrat in 13o g Wasser wird unter Eiskühlung und Rühren bei 5 bis 8° rasch mit 1o2 ccm 3o°/oiger Formaldehydlösung versetzt. Die Temperatur steigt auf 5o bis 6o°; danach wird 1/2 Stunde im siedenden Wasserbad erhitzt.
  • Bei der analogen Kondensation von Brenzcatechin wird der Aldehyd bei 30° (Kristallisation) und Eiskühlung eingegossen. Es tritt Abscheidung ein, die im siedenden Wasserbad wieder verschwindet. Es wird noch 1/2 Stunde erhitzt. Die Produkte sind gut wasserlöslich. Beispiel 6 Die Lösung von 55 g Resorcin, 55 g Brenzcatechin, 50 ccm Wasser und 51 ccm Formaldehyd 3o°/oig wird bei io' mit der Mischung von 5 ccm konzentrierter Salzsäure und 5 ccm Wasser versetzt. Die Temperatur steigt langsam auf 8o°; danach wird 1/2 Stunde rückfließend gekocht. Man stumpft mit 3 g Soda wasserfrei ab, löst 65 g Anilinchlorhydrat in dem Gemisch auf, fügt 65 ccm Wasser hinzu und gießt bei 5 bis 8° unter Eiskühlung und gutem Rühren rasch 51 ccm Aldehyd 3o°/oig ein. Es scheidet sich ein Harz ab, das beim Erwärmen im Wasserbad gegen 8o° aufgelöst ist. Man erwärmt noch 1/2 Stunde in siedendem Wasserbad. Das Kondensationsprodukt löst sich beliebig in Wasser auf. Beispiel 7 In die auf 5 bis 8° abgekühlte Lösung von 55 g Resorcin, 55 g- Brenzcatechin und 65 g Anilinchlorhydrat in 12o g Wasser werden 1o2 ccm Formaldehydlösung 30%ig unter Eiskühlung und gutem Rühren eingegossen. Die Temperatur steigt auf 40°; gleichzeitig scheidet sich ein dicker Brei ab, der sich im siedenden Wasserbad gegen 7o° wieder auflöst. Man erhitzt 1/2 Stunde im siedenden Wasserbad. Das Kondensationsprodukt löst sich in jedem Verhältnis in Wasser. Beispiel 8 125 g Brenzöl an Stelle von 55 g Resorcin und 55 g Brenzcatechin werden wie in Beispiel 6 mit Aldehyd vorkondensiert. Nach Abstumpfen wird genau so mit 65 g Anilinchlorhydrat und Aldehyd weiter kondensiert. Die gebildete unlösliche amorphe Abscheidung ist bei 7o° verschwunden. Es wird ebenfalls noch 1/2 Stunde im siedenden Wasserbad erhitzt. Das Kondensationsprodukt löst sich in jedem Verhältnis in Wasser. Es hat folgende Analyse: Konzentration 48,9 °/o, Gerbstoff 40,3 "/a, Nichtgerbstoff 8,6 %, Anteilzahl 82,5, Säurezahl 61/124, pH-Wert analysenstark 2,9, Einwaage 1o g - 4,04 g Reingerbstoff im Liter. Beispiel g In die auf ioo° erhitzte klare Lösung von iio g Resorcin, go g a-Naphthylaminchlorhydrat und 175 g Wasser wird aus einem Vorrat von 1o2 ccm der Formaldehyd langsam unter gutem Rühren zutropfen gelassen und durch geeignetes Kühlen mit Wasser die Temperatur so sinken gelassen, daß keine Auskristallisation des Amins eintritt. Nachdem die Hälfte des Aldehyds zugetropft ist, kann man auf io' abkühlen und den Rest des Aldehyds rasch einlaufen lassen. Man erhitzt noch 1/2 Stunde im siedenden Wasserbad. Das Kondensationsprodukt ist in jedem Verhältnis in Wasser löslich.
  • Konzentration 46,3 °/o, Gerbstoff 44,2 %, Anteilzahl 97,3, Säurezahl 60/13o, p11-Wert analysenstark 2,8, Einwaage ia g = 5,3 g Reingerbstoff im Liter. Beispiel io In die Lösung von 61g Dimethylanilin, 8o g Wasser, 40 ccm konzentrierter Salzsäure, iio g Brenzcatechin werden bei Raumtemperatur 1o2 ccm Formaldehyd 3o°/oig unter Rühren eingegossen und im siedenden Wasserbad 3 Stunden erhitzt. Das Kondensationsprodukt ist in jedem Verhältnis mit Wasser löslich.
  • Konzentration 46,7 °/o, Gerbstoff 34,3 °/" Anteilzahl 73,5, Säurezahl 73/157, pH-Wert analysenstark 3,4, Einwaage 12,o g = 4,1 g Reingerbstoff im Liter. Beispiel ii 73 g Resorcin, 36 g m-Kresol, 65 g Anilinchlorhydrat und 12o ccm Wasser werden mit 1o2 ccm Formaldehydlösung kondensiert. Die Temperatur steigt unter Eiskühlung von 5 bis io' auf gegen 65° bei gleichzeitiger Abscheidung eines Harzes. Nach Entfernung der Kühlung steigt die Temperatur weiter auf g5°; bereits bei 75° ist die Masse homogen. Nach i Stunde Erhitzen im siedenden Wasserbad erhält man ein in jedem Verhältnis in Wasser lösliches Kondensationsprodukt. Beispiel 12 Die Lösung von 36 g Monomethylanilin, ioo g Wasser, 26 ccm konzentrierter Salzsäure, 85 g Brenzcatechin und 25 g Resorcin wird zwischen 5 bis io' unter Eiskühlung mit 103 ccm Formaldehydlösung rasch versetzt; Temperaturanstieg bis 30° und dann ohne Eiskühlung bis go°. Danach wird 1/2 Stunde im siedenden Wasserbad erhitzt. Das Kondensationsprodukt löst sich in jedem Verhältnis im Wasser. Beispiel 13 Die Lösung von iio g Resorcin, 33 g Anilinchlorhydrat und 12o g Wasser wird. mit 1o2 ccm Formaldehydlösung kondensiert. Die Temperatur steigt bei Zugabe des Aldehyds unter Eiskühlung auf gegen 30°. Im siedenden Wasserbad zeigt sich nochmals eine geringe exotherme Reaktion, wobei die Masse in leichtes Sieden gerät. Es wird 1/2 Stunde erhitzt. Führt man die Kondensation statt mit Resorcin oder Brenzcatechin mit 196 g Pyrogallol aus, so wird der Aldehyd bei 20° zugesetzt; die Temperatur steigt dann unter Eiskühlung auf 45°, dann ohne Kühlung bis zum leichten Sieden. Das Kondensationsprodukt löst sich in jedem Verhältnis in Wasser. Beispiel 14 55 g Hydrochinon und 65 g Anilinchlorhydrat in 8o g Wasser gelöst werden bei 30° unter Rühren rasch mit 52 ccm Formaldehyd 3oo/oig versetzt. Die Temperatur steigt auf 75°. Nach 1/zstündigem Erhitzen im siedenden Wasserbad werden 55 g Resorcin darin gelöst und bei io° und Eiskühlung 52 ccm Formaldehydlösung rasch eingegossen. Temperaturanstieg auf 45°. Nach anschließendem 1/2stündigem Erhitzen im siedenden Wasserbad wird ein Kondensationsprodukt erhalten, das in allen Verhältnissen in Wasser löslich ist.
  • Die Nachkondensation mit 55 g Brenzcatechin an Stelle des Resorcins führt nach Zusatz des Aldehyds zu einer Abscheidung, die im siedenden Wasserbad langsam verschwindet. Nach 2stündigem Erhitzen wird ein in jedem Verhältnis in Wasser lösliches Kondensationsprodukt erhalten. Beispiel 15 Die Lösung von iio g Resorcin oder iio g Brenzca.techin mit 65 g Anilinchlorhydrat und iio ccm Wasser wird zwischen 5 und io° mit 52g Acetaldehyd, verdünnt mit 25 g Wasser, versetzt; -die Temperatur steigt auf 5o°. Anschließend wird 1/2 Stunde im siedenden Wasserbad erhitzt. Das erhaltene Kondensationsprodukt ist in. allen Verhältnissen in Wasser löslich. Beispiel 16 Die Lösung von iio g Resorcin, 65 g Anilinchlorhydrat und 37 g Crotonaldehyd in iio ccm Wasser wird bei 25° mit der Mischung von 3 ccm konzentrierter Salzsäure und 3 ccm Wasser versetzt. Die Temperatur steigt gegen 7o° an. Anschließend wird noch 1/2 Stunde im siedenden Wasserbad erhitzt. Das erhaltene Kondensationsprodukt ist in jedem Verhältnis in Wasser löslich. Beispiel 17 Die unter io° abgekühlte Schmelze von iio g Resorcin und 93 g Anilin wird unter Eiskühlung mit ioo ccm Formaldehyd 3oo/oig versetzt. Die gebildete Abscheidung wird 1/2 Stunde im siedenden Wasserbad erhitzt und dann mit 7o ccm konzentrierter Salzsäure klar gelöst.
  • Die Kondensation der gleichen Menge Brenzcatechin wird ab 5o°, die von 126 g Pyrogallol ab 7o° (Kristallisation) bei gleichzeitiger Kühlung vorgenommen. Nach 1/2stündigem Erhitzen der gebildeten Abscheidungen im siedenden Wasserbad wird mit 7o ccm konzentrierter Salzsäure klar gelöst.
  • Beispiel 18 Je 37 g Resorcin und Brenzcatechin sowie 42 g Pyrögallol werden mit 50 g Wasser und 128 g o-Chloranilin homogenisiert und bei 2o° io2 ccm Formaldehydlösung 3oo/oig unter Rühren eingegossen. Es tritt sofort Trübung und zunehmende Abscheidung ein; die Temperatur steigt bis 77°. Nach 1/2 stündigem Erhitzen im siedenden Wasserbad mit 85 bis 9o ccm konzentrierter Salzsäure und 5o ccm Wasser erhält man eine klare Lösung. Beispiel 19 Die Lösung von iio g Brenzcatechin, 47 g Anilin und 75 g Wasser wird bei 2o° unter Eiskühlung rasch mit io2 ccm Formaldehydlösung 3oo/oig versetzt; die Temperatur steigt auf 9o°, wobei ab 4o° Abscheidung auftritt. Nach 1/2stündigem Erhitzen mit 35 ccm konzentrierter Salzsäure im siedenden Wasserbad löst sich das Harz klar auf.
  • Mit 126 g Pyrogallol und ioo ccm Wasser verläuft die Kondensation ebenso.
  • Zur Herstellung eines höhenmolekularen Kondensationsproduktes werden iio g Brenzcatechin, 50 g Wasser und 3i g Anilin bei Raumtemperatur mit io3 ccm Formaldehyd versetzt, das abgeschiedene Harz 1/2 Stunde im siedenden Wasserbad gehalten und dann in einer Mischung von 25 g konzentrierter Salzsäure und 25 g Wasser gelöst. Beispiel 2o Die Lösung von iio g Brenzcatechin, 75 ccm Methanol und 43 g o-Toluidin wird bei i5° mit 104 ccm Formaldehyd 3oo/oig versetzt. Die Temperatur steigt auf über 8o°; ab 55° zeigt sich zunehmende Abscheidung. Nach 1/zstündigem Erhitzen im siedenden Wasserbad wird der Alkohol abdestilliert und durch Wasser ersetzt; mit 25 ccm konzentrierter Salzsäure erhält man eine klare Lösung. Beispiel 21 In die Lösung von 55 g Resorcin, 72 g a-Naphthylamin und 75 ccm Methanol werden ab 8° unter Eiskühlung bei gutem Rühren 52 ccm Formaldehydlösüng 3oo/oig rasch eingegossen. Bei i3° tritt Abscheidung ein. Die Temperatur steigt weiter bis 68°. Nach 1/4stündigem Erhitzen im siedenden Wasserbad wird Methanol abdestilliert, durch 50 g Wasser ersetzt und das Harz in 35 ccm konzentrierter Salzsäure gelöst. Man löst nun weitere 55 g Resorcin in der Mischung auf, setzt 50 g Wasser hinzu und gibt unter Eiskühlung bei 1o° 52 ccm Formaldehydlösung 3oo/oig zu. Man erhitzt 1/z Stunde im siedenden Wasserbad. Das so erhaltene Kondensationsprodukt löst sich in jedem Verhältnis in Wasser auf.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß mehrwertige Phenole oder deren Mischungen oder Mischungen von mehrwertigen Phenolen mit einwertigen Phenolen mit Salzen aromatischer Basen und einfachen gesättigten oder ungesättigten Aldehyden kondensiert werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Phenole oder Phenolgemische zunächst mit den Aldehyden vorkondensiert und dann mit Salzen aromatischer Basen weiter kondensiert werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Phenole oder Phenolgemische mit freien aromatischen Basen und Aldehyden kondensiert und die Kondensationsprodukte anschließend mit einer der angewendeten Base äquivalenten Menge Säure gelöst werden. Angezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 314 358.
DEF2421A 1950-08-15 1950-08-15 Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten Expired DE872946C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2483805A1 (fr) * 1980-06-05 1981-12-11 Kruglikova Nadezhda Resine echangeuse d'electrons, procede d'obtention et application de ladite resine
DE3813679A1 (de) * 1987-04-24 1988-11-03 Bridgestone Corp Anilin/resorcin/formaldehyd-copolykondensat

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB314358A (en) * 1927-12-23 1929-06-24 British Cyanides Company Ltd Improvements in or relating to the manufacture of artificial resins

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