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DE871819C - Verfahren zur Herstellung eines adsorptiv und desinfizierend wirkenden, wirksame Metallionen freisetzenden Therapeutikums - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines adsorptiv und desinfizierend wirkenden, wirksame Metallionen freisetzenden Therapeutikums

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Publication number
DE871819C
DE871819C DEP8516A DEP0008516A DE871819C DE 871819 C DE871819 C DE 871819C DE P8516 A DEP8516 A DE P8516A DE P0008516 A DEP0008516 A DE P0008516A DE 871819 C DE871819 C DE 871819C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carrier
adsorptive
aluminum hydroxide
metal ions
silver chloride
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP8516A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ludwig Brunner K G
Original Assignee
Ludwig Brunner K G
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ludwig Brunner K G filed Critical Ludwig Brunner K G
Application granted granted Critical
Publication of DE871819C publication Critical patent/DE871819C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor
    • A61L2/16Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor using chemical substances
    • A61L2/23Solid substances, e.g. granules, powders, blocks, tablets
    • A61L2/238Metals or alloys, e.g. oligodynamic metals

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines adsorptiv und desinfizierend wirkenden, wirksame MetallIonen freisetzenden Therapeutikums Die Erfindung bletrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Chemotherapeutikums, welches insbesondere als iadsorptives und desinfizierendes Mittel bei katarrhalischen Zuständen des ;Magen-und Darmkanals, vornehmlich solchen von infel-,-tiöser Natur, Anwendung findet und durch die Freisetzung wirksamer Metallionen besondere Eigenschaften entwickelt.
  • Metalle, wie Gold oder Silber, oder Metallsalze, die in feinverteilter Form oder in kolloidalem Zustand, vor allem wegen ihrer antiseptischen Wirkung, vielfach Verwendung finden, werden häufig in Verbindung mit adsorbierenden Stoffen, wie Kohle, und zwar z. B. Tier- oder Knochenkohle-, oder mit Kieselsäuregel zur Anwendung gebracht. Dabei hat sich aber gezeigt,daß die Bindekraft der Kohle in vielen Fällen einer ausreichenden Wirksamkeit der Metallionen entgegensteht, und häufig läßt der Grad der gleichmäßigen Verteilung wie auch die Möglichkeit der Aufrechterhaltung einer gleichmäßigen Verteilung bei,derartigen Adsorbaten, vor allem der obenerwähnten Metallverbindungen, vorzugsweise Metallsalzen, an aktive Kohle, zu wünschen übrig,.
  • Es wurde nun gefunden,daß man durch die Verwendung eineszweiten adsorbierenden Stoffes neben dem Hauptadsorfbens mit gegenüber dem Hauptadsorbens, z. B. Kohle, geringerer Bindekraft nicht nur eine sehr feine Verteilung -des wirksame-Metaflionen freisetzenden Stoffes sicherstellen und erhalten kann, sondern auch ein Optimum an Oberfläche erzielt, und vor allem eine Beeinträchtigung der in Lösung gehende - n Metallionen verhindert, die an sich bereits in geringster Konzentration Mikroben abtöten.
  • Gemäß der Erfindung bringt man zu diesem Zweck den wirksame Metallionen freisetzenden Bestandteil, vorzugsweise aufspaltbare Metallsalze, wie vor allem Silberchl#orid, vorteilhaft in einer- des Hauptadsorbeus, wie Kohle u. dgl., umschichtenden Oberfläche eines geringer adsorbierenden Stoffes hohen Verteilungsgrades zur Adsorption. Eine solche, z. B. Kohle, umschichtende Oberfläche kann z. B. gebildet werden mittels Aluminiumhydroxyd. Auch Laktate des Aluminiums eignen sich für diesen Zweck oder als Zusatz. Besonders vorteilhaft ist es' das wirksame Metallsalz oder Metall od. dgl. in die Oberfläche des adsorbierenden Stoffes geringerer Adsorptivkraft einzufällen; man kann z. B. Silb-erchlorid unmittelbar in Aluminiumhydroxyd einf ällen.
  • Es ist zwar -bereits bekannt, z. B. Aluminiumverbindungen wegen ihrer therapeutischen Wirkung an Stelle von Kohle und in Verbindung mit Aluminiumsilicat als Adsorbens zu verwenden,# doch hat man die besonderen physikalischen Eigenschaften ödes Aluminiumhydroxydes beziehungsweise- den geringeren Grad der Adsorptionskraft bekannter Adsorhentien gegenüber ider Kohle noch nicht zur Beladung der Kohle mit anderen Wirkstoffen wie den erwähnten kolloidalen Metallen, Meiallsalzen und insbesondere Silberchlorid ausgenutzt.
  • Nadh der Erfindung verfährt man beispielsweise zur Herstellung von feinverteilten Siffierchloridnied-erschlägen anadsorbierend-en Stoffen, insbesondere Kohle, tderart, daß man in eine siedende wäßrige Lösung eines salz-sauren Salzes unter intensivem Rühren zunächst Kohle und ein Adsorbens von geringerer Adsorptionskraft als Kohle, nämlich Aluminiumhydroxyd, langsam einträgt, wodurch sich eineUmhüllung Ader einzelnenKohlepartikelchen einstellt und -durch Abkühlen eine Oberflächenbildung erzielt wird. Diese hat zur Folge, #daß nach Zutropfen ein er stark verdünnten Silbernitratlösung bei Zimmertemperatur eine gleichmäßige Adsorption und Verteilung des entstehenden Silberchlorides erreicht wird und erhalten bleibt, auch nach Überführung zur Trockne, beispielsweise nach de m' Trocknen 'unter Vakuum. - Wie sich gezeigt hat, besitzt,die Verwendung von Aluminiumhydroxyd den besonderen Vorzug der Ausbildung einer größtmöglichen Oberfläche.
  • Du'rell die erfindungsgemäß hergestellten Mittel werden u. a. Mikroben schnell und sicher abgetötet oder im Wachstum gehemmt und z. B. gegenüber den weniger zugänglichen Wismutsalzen merkliche Vorteile erreicht. . Beispie4 6 g Kochsalz werden in 25 1,destilliertem Wasser von 8o0 gelöst und in der Hitze mit :2,5 kg medizinischer Kohle und 6 kg Aluminiunihydroxyd versetzt und 1/2 Stunde im Rührwerk gerührt. Nach Zufügen von weiteren 25 1 #destilliertem Wasser läßt man das Gemisch abkühlen und hierauf eine Lösung von 17 g Silbernitrat in :21 Wasser bei Zimmertemp-eratur unter ständigem Rühren langsam zufließen; danadh fügt man 1,5 kg Calciumcarbonat zu und rührt nochmals kräftig durch. Nach dem Absaugen wird der feuchte Rückstand mit io 1 iol/oig-er Methylcelluloselösung versetzt und hierauf bei 6o' getrocknet. Die getrocknete M4sse wird grob gemahlen (2, mra), das so entstandene Granulat vom Staub abgesiebt und, vor Feuchtigkeit geschützt, verpackt.
  • Im Rahmen des Erfindungsgedankens, die Bindung des Silberchlorides an Kohle als Adsorbens zu begünstigen und eine große Oberfläche zu gewährleisten mittels Zugabe ebenfalls adsorbierender Stoffe geringerer Bindekraft, sind Abänderungen und Ergänzungefi möglich. So kann gegebenenfalls Aluminiumhydroxyd mehr oder weniger weitgehend ersetzt werden durch geeignete pflanzliche oder tierische Eiweißkörper u. ä.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines adsorptiv und desinfizierend wirkenden, wirksame Metallionen freisetzenden Therapeutikums, dadurch gekennzeichnet, daß wirksame Metallionen freisetzend-- Stoffe, wie Metalle oder Metallsalze, unter Vermittlung ein-es gegenüber einem adsorbierenden Träger (Hauptadsorbens), wie insbesondere Kohle,. in,der Adsorptivikraft geringeren Zäsatzstoffes auf den stärker absorbierenden Träger aufgelagert, beispielsweise in einer Umhüllung des stärker adsorbierenden Trägers durch den geringer absorbierenden Zusatzstoff niedergeschlagen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch ge- kennzeichnet, daß ein adsorbierender Stoff geringerer Bindekraft als z. B.
  3. Kohle, vorzugsweise Aluminiumhydroxyd, vor oder während der Aufbringung von Silberchlorld, als dem Metallionen freisetzenden Auflagerungsstoff, zum Aufziehen auf den Träger stärkerer absorbierender Kraft gebracht wird. 3. Verfahren nach deli Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Silberchlorid in .der das Hauptadsorbens umgebenden Aluminiumhydroxydsdhicht zurAusf ällung gebracht wird.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, #daß zwecks Niederschlag,ung von Silberchlorid, Kohle und Aluminiumhydroxyd mit der wäßrigen Lösung eines sal:zsauren Salzes in der Siedehitze imprägniert und dann bei Zimmertemperatur verdünnte Silbernitratlösung tropfenweise zugeführt wird.
DEP8516A 1948-05-26 1948-10-02 Verfahren zur Herstellung eines adsorptiv und desinfizierend wirkenden, wirksame Metallionen freisetzenden Therapeutikums Expired DE871819C (de)

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DEP8516A Expired DE871819C (de) 1948-05-26 1948-10-02 Verfahren zur Herstellung eines adsorptiv und desinfizierend wirkenden, wirksame Metallionen freisetzenden Therapeutikums

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