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Flache Kulierwirkmaschine Die Erfindung betrifft flache Kulierwirkmaschinn
und ist im besonderen, wenn auch nicht aussc'hließlich,anwendbar auf flacheKulierwirkmaschinen
für die Herstellung von formgerecht gewirkten Strümpfen.
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Wirkmaschinen dieser Art umfassen eine Reihe von Nadeln und anderen
maschenbildenden Elementen für die Herstellung einer gewirkten Ware und-eine Anzahl
von verschieden geformten Exzentern für die Steuerung dIer Bewegungen dieser verschiedenen
Elemente.
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Während der Herstellung eines Warenstückes auf der flachen Kulierwirkmaschine
ist es erforderlich, daß einzelne dieser Exzenter, z. B. der Kalier-@xzenter, zeitweise
stillgesetzt und daraufhin wiecler in Bewegung gesetzt werden. Dies geschieht l;eispielsweis:
während der sogenannten Minderreili,en, während denen das Kulierzeug stillgesetzt
wird, während die Hauptexzenterwelle der '-Nlaschine weiterläuft. Diese Arbeitsweise
erfordert die Anwendung von Kupplungen zum Antrieb dieser Exzenter von einer Antriebswelle
aus, welche gewöhnlich die Exzenterwelle der Maschine ist. Die hierfür verwendetem
Kupplungen sind normalerweise von der Art der Klauenkupplungen, d. h. von einer
Art, hei der der Exzenter oder das sonstwie angetriebene Teil fast augenblicklich
auf die Geschwindigkeit des treibenden Teiles gebracht wird, wenn die Kupplung zum
Eingriff kommt. Kupplungen dieser Art, zum Unterschied von Reibungskupplungen oder
anderen allmählich angreifenden Kupplungen, sind versendet worden wegen der Notwendigkeit,
eine genaue Phasenbeziehung zwischen allen Exzentern und ihren Antriebsmitteln aufrechtzuerhalten,
um das genaue Zusammenarbeiten der verschiedenen Teile dei Maschine zu
gewährleisten.
Dabei hat man, in, Kauf genommen, daß beim Kuppeln dieser Exzenter reit ihren Antriebsmitteln,
jeweils beachtliche Stöße auftreten.
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Die Erfindung betrifft eine nicht auf dem Reibungsprinzip arbeitende
Kupplungseinrichtung für derartig zeitweise arbeitende Exzenter oder andere nur
zeitweise rotierende Teile einer flachen, Kulierwirkmaschine, durch die eine allmähliche
Beschleunigung des Exzenters oder anderen Teiles erreicht wird, während! die Phasenbeziehung
zwischen diesen Teilen und ihren Antriebsmitteln aufrechterhalten bleibt. Genauer
ausgedrückt sieht die vorliegende Erfindung für eine flache Kulierw irk, maschine,
bei der wenigstens ein zeitweise arbeitendes Teil, wie z. B. ein zeitweise arbeitender
Exzenter, in einer gegebenen Richtung angetrieben wird, Kupplungsmittel vor, die
eine allmähliche, aber positive Beschleunigung derartig zeitweise arbeitender Elemente
in der gegebenen Richtung gestatten, um diese zeitweilig arbeitenden Elemente in
eine. bestimmte P#h.asenbeziehung zu den äntreiben,den Teilen zu bringen. Die Kupplung
besteht dabei aus einem treibenden Teil und einem angetriebenen Teil, welch letzteres
auch zeitweise arbeitendes Element genannt werden könnte. Das eine dieser Teile
trägt als -Kupplungselement eine Nut oder Rippe von allmählich sich ändernder Form,
deren eines Teil praktisch rechtwinklig, zur Bewegungsrichtung liegt. Das andere
Kupplungsteil trägt ein r'ückziehbares Glied, das in -jenes Kupplungselement eingreifen
kann. Außerdem sind Mittel vorgesehen, um durch eine relative Bewegung der beiden
Kupplungsteile das rückziehbare Element in Eingriff mit der kurvenförmigen Nut oder
Rippe zu bringen.
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In gleicher Weise können. Mittel vorgesehen werden, um ein allmähliches
Lösen der Kupplung zwischen treibendem und getriebenem Glied zu erreichen. Dies
kann einmal dadurch herbeigeführt werden, daß die Nut oder Rippe an dem einen Teil
der Kupplung im allgemeinen V-förmig ausgebildet wird, während das Kupplungsteil,
das mit jenem in Eingriff kommen soll, einen rückzi-ehbaren Bolzen trägt, der von
der einen Seite der Nut auf die andere Seite übergeführt wird, nachdem die Kupplung
eingerückt ist, wobei ,ein Riegel oder eine andere Blockiereinrichtung vorgesehen
ist, um zu verhindern, daß der Bolzen sich beim Auskuppeln in den ersten: Teil der
V-för:m.ig,en Kurve zurückbewegt. Bei eurer weiteren Ausführung der vorliegenden
Erfindung kann das eine Kupplungsglied zwei getrennte, entgegengesetzte kurvenförmige
Nuten oder Rippen aufweisen, in die zwei rückziehbare Glieder der anderen- Kupplungshälfte
- eingreifen können, von, welchen zwei rückziehbaren Gliedern das eine mit der einen
Nut beim Einkuppeln in Eingriff kommt, worauf das andere rückziehbare Glied mit
der anderen Nut oderRippe in Eingriff gebracht wird und das erste rückziehbareGlied
außer Eingriff mit seiner Nut oder Rippe gebracht wird.
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Bei einer besonderen Form. einer Konstruktion nach der vorliegenden
Erfindung kann, ein rotierender Exzenter oder anderes angetriebenes Glied eine zylindrische
Oberfläche haben, in die von dem einen Ende dieser Oberfläche ausgehend, zwei entgegengesetzte
kurvenförmige Nuten eingearbeitet sind. Diese beiden Nuten: sind dabei an ihrem
offenen Ende weiter voneinander entfernt als an ihrem geschlossenen Ende. Das treibende
Teil, z. B. eine Welle, kann mit einem radialen, Arm versehen sein, der zwei ebenfalls
radial angeordnete Kupplungsbolzen derart trägt, d'aß sie in radialer Richtung bewegt
-werden können, um mit den Nuten des anderen Kupplungsteiles in Eingriff oder außer
Eingriff gebracht zu werden.
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Für das Ein- und Auskuppeln der Bolzen mit den kurvenförmigen Nuten
können Mittel vorgesehen werden, um die Bolzen gemeinsam in der Achsrichtung des
Exzenters zu bewegen, und weitere Mittel, um die Bolzen einzeln in radialer Richtung
zu verschieben. Dabei kann ihre axiale Bewegung erreicht werden durch eine Bewegung
.des Armes, an dem diese Bolzen geführt sind, in entsprechender Richtung.
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Eine Bewegung der Bolzen in radialer Richtung kann erreicht werden
durch kurvenförmige Elemente, ivelehe so in der Bahn edier Bolzen angeordnet sind,
d.aß sie in Eingriff gebracht werden können mit in derAchsrichtung desExzenters
liegenden Vorsprüngen an den Bolzen. Ein solches kurvenförmiges Element kann dabei
in der Bahn der Bolzen so angeordnet sein, daß es. einen der Bolzen nach innen bewegt
und ihn somit mit der ehren Nut am Exzenter in Eingriff bringt, -während. ein zweites
kurvenförmiges Element daraufhin den anderen Bolzen nach außen zieht, nachdem dieser
den Exzenter auf die gleiche Geschwindigkeit mit dem antreibenden Glied gebracht
`hat. Ein zweites Paar derartiger kurvenförmiger Elemente kann: vorgesehen sein
für das Herausziehen des ersterwähnten Bolzens und das Hineindrücken des, zweiten
Bolzens in eine Stellung, in der er mit einer der Nuten am Exzenter in Eingriff
gebracht werden kann, nachdem der erste Bolzen den Exzenter oder das andere angetriebene
Teil verzögert hat und aus der Nut herausgezogen worden ist.
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Die vorliegende. Erfindung ist besonders wertvoll für das Stillsetzer
und Wiederantreibern des umlaufenden Exzenters, welcher die Rößchen antreibt.
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Die vorliegende Erfindung wird weiter beschrieben mit Bezug auf die
Zeichnungen, die als ein Beispiel die Anwendung dieser Erfindung auf eine flache
Kulierwirkmaschine der Cotton-Maschinenbauart zeigen. In den Zeichnungen, ist Fig.
r ein schematischer Grundriß einer Ausführungsart der vorliegenden Erfindung, Fig.
2 eine Rückansicht von, Fig. z, Fig.3 eine schematische Darstellung in vergrößertem
Maßstab, welche die Bewegung des treibenden Teiles in der Wirklichkeit relativ zu
dem getriebenen Teil vor, während und nach dem Ein-und Auskuppeln zeigt, Fig. 4
eine schematische Darstellung in vergrößertem Maßstab, welche eine besondere Stellung
während des Einkuppelns der Kupplung zeigt,
Fig. ; eine Einzelzeichnung
in vergrößertem Maßstab, gezeichnet als Schnitt längs derLinieV-V in Fig. d., Fig.
6 ein Grundriß, der eine z@veit-e AusführunJ der vorliegenden Erfindung zeigt, Fig.
7 eine im Schnitt dargestellte Seitenansicht eines Teiles der Fig. 6 in vergrößertem
Maßstab, b-.i der gewisse Teile fortgelassen wurden, Fig. 8 ein Grundriß in vergrößertem
'Maßstab, welcher die gleichen Teile wi-e Fig. 7 zeigt, Fig. 9 eine schematische
Darstellung, welche den Weg des treibenden Teiles in der Wirklichkeit und relativ
zu dem getriebenen Teil vor, während und nach dem Ein und Auskuppeln verdeutlicht,
und Fig. io ein. schematischer Grundriß einer dritten Ausführung der vorliegenden
Erfindung.
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In diesen Zeichnungen sind nur die Teile gezeigt, die für das Verständnis
der vorliegenden Erfindung unbedingt erforderlich sind, während andere Teile, die
in der Konstruktion der flachen hu@ier@.virkinaschinen als üblich und bekannt gelten
können, im Interesse der Klarheit der Zeichnungen fortgelassen wurden. Gleiche Teile
sind in allen Zeichnungen mit gleichen Bezugsnummern versehen worden.
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Ein; Antriebswelle i i, in Lagern des Gestelles 12, 12 leicht
drehbar gelagert, trägt zwischen Stellringen 14 und 15 frei beweglich ein angetriebenes
Glied 13. Ein treibendes Glied 16 ist auf einem Keil 17 der Antriebswelle i i so
geführt, daß es in der Achsrichtung dieser Welle beweglich ist, an einer Drehung
der Welle jedoch teilnimmt. Das treibende Glied 16 hat einen oder mehrere Fortsätze
i8, deren jeder einen Bolzen i9 oder ein Bolzenpaar 2o, 21 trägt, welche Bolzen
derart angeordnet sind, daß sie mit Nuten 36, 37 in dein angetriebenen Glied 13
in Eingrifft gebracht werden können, wie weiter unten. beschrieben werden wird.
Eine axial.-. Bewegung des treibenden Gliedes 16, um es in Eingriff mit dem angetriebenen
Glied zu bringen, wird bewirkt durch einen axialen Exzenter 22 und eine radial verschiebbare
Exzenterrolle 23, wenn sich diese in ihrer inneren Stellung 23' befindet. Eine entgegengesetzte
Bewegung des treibenden Gliedes 16, um es außer Eingriff mit dem angCtriebenen Glied
zu bringen, wird erreicht durch einen dem Exzenter 22 entgegengesetzt gerichteten
axialen Exzenter 24 und Exzenterrolle 23, wenn sich diese in ihrer äußeren Stellung
befindet. Exzenterrolle 23 läuft auf dem einen Ende eines Bolzens -26, deren anderes
Ende mit einer Platte 27 verbunden ist, welche eine Exzenterrolle 28 trägt, die
mit -,einem Plattenexzenter 29 auf der Antriebswelle i i zusammenarbeitet. Platte
27 trägt weiterhin einen Führungsbolzen 3o. Bolzen -26 und. 30 sind in einem am
Gestell der Maschine befestigten Lagerbock 33 geführt, wobei Platte 27 durch eine
Feder 32 gegen den Laserbock gezogen wird. Eine Beilage 3.1. kann vermittels einer
Stange 35 in bekannter Weise in den Raum zwiscll-en Platte 27 und Lagerbock 33 hineingebracht
oder aus diesem Raum herausgezogen werden, um somit eine Bewegung der Platte 27
gegen den Lagerbock 33 zu verhindern oder zu gestatt.en. NVenn Beilage 34 auf den
Platz zwischen Platte 27 und Lagerbock herausgezogen ist, kann Exzenterwell-e 23
unter der Wirkung der Feder 3a und gesteuert durch Exzenter 29 sich in Richtung
auf die Antriebswelle i i bewegen und damit aus dem Bereich des einen Exzenters
24. in den Bereich des anderen Exzenters 22 gebracht werden, wodurch eine axiale
Verschiebung des treibenden Gliedes 16 erreicht wird.
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Zwei Nuten 36,37 sind an dem angetriebenen Glied 13 vorgesehen,
in welche Nuten der Bolzen i9 oder die Bolzen 20, 21, die radial nach innen von
dem For tsatz i S des tr.eiben:d°n Gliedes 16 vorstehen, eingreifen können. Die
kurvenförmigen Nuten erstrecken sich im allgemeinen in der Richtung der Achse dies
angetriebenen Teiles 13, wobei ihre äußeren Teile 36', 37' gegenüber der Achse des
angetriebenen Teiles geneigt sind, während d-is inneren Teile der Kurven parallel
zur Achse des angetriebenen Teiles liegen und damit senkrecht zur Bewegungsrichtung
des angetriebenen Teiles verlaufen. Die äußeren Teile dieser Nuten liegen vorzugsweise
in solchem Winkel zur Achse des angetriebenen Teiles, d@aß dieser Winkel mit der
Bewegungsrichtung des radial nach innen vorstellenden Bolzens oder der Rolle an
dein treibenden Teil in dem Augenblick übereinstimmt, wo diese mit det Kurve in
Berührung kommen oder sie verlassen. Auf diese Weise kann ein Bolzen stoßfrei mit
dei Nut an dem angetriebenen Teil in Eingriff gebracht werden. Eine weitere axial;
Bewegung des Bolzens nach dem ersten Kontakt mit der Kurve läßt diesen dies Nut
entlang sich bewegen, bis das innere Ende der Nut erreicht ist, welches in der Achsrichtung
des angetriebenen Gliedes verläuft, welches hierdurch beschleunigt wird, bis beide
Kupplungsglieder mit derselben Geschwindigkeit rotieren.
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Die zwei Nuten 3'6, 37 ergänzen einander, d. lt. sie sind entgegengesetzt
kurvenförmig ausgebildet, wobei der Bolzen sich in der einen Richtung längs der
Nut 36 beim Einkuppeln bewegt und in der anderen Richtung beim Auskuppeln mit der
anderen tut 37 im Eingriff ist.
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Die zwei Nuten 36 und 37 können: an ihrem inneren Ende, wie es im
besonderen in der in Fig. i bis 5 dargestellten Ausführung gezeigt ist, ineinanderlaufen
und dadurch ermöglichen., daß ein einzelner Bolzen i9 verwendet wird. Andererseits
könlren sie voneinander getrennt sein, wie es in der in den Fig..I bis 9 dargestellten
Ausführung gezeigt ist, wobei die Verwendung von zwei Bolzen 2o und 21 nacheinander
erforderlich ist.
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Die in den Fig. i bis 5 dargestellte Ausführung wird nunmehr im einzelnen
beschrieben «-erden. Die zwei Nuten 36 und 37 laufen an ihrem inneren Ende, z. B.
in dem axial.gerichteten Teil, zusaminen,wie dies in Fig. 2 und deutlicher in den
Fis. 3 und .I dargestellt ist. Die zwei Nuten sind dabei jedoch im Anschluß an ihren
axial verlaufenden Teil durch einen kleinen drehbaren Einsatz in der Form einer
in einer Bohrung des angetriebenen Teiles gelagerten runden. Scheibe getrennt, welche
somit um eine radiale Achse drehbar ist und ein-.
mehr oder weniger
dreieckig geformte Zunge 39 aufweist, deren eine Ecke mit dem Zusammenstoß der inneren.
Wände der beiden Nuten 36 und 37 zusammenfällt und: die bei einer Drehung,der Scheibe
abwechselnd die eine oder die andere Nut freigibt. Die Scheibe wird durch eine Feder
40 in die in Fig. 3 gezeigte Stellung gezogen, bei der die Nut 37 geöffnet ist.
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Die Bewegung des Bolzens ig räumlich und- relativ zu dem angetriebenen-
Glieds 13 vor, während und nach dem Einkuppeln ist schematisch im Fig. 3 dargestellt,
die eine Abwicklung dies angetriebenen Gliedes zeigt. Vor dem Einkuppeln, bewegt
sich Bolzen ig längs einer Bahn, die .durch die. strichpunktierte Linie 41 bezeichnet
ist. Beim Einkuppeln wird- das treibende Glied: durch Exzenter 22 und: Rolle 23
axial verschoben, so daß Bolzen- ig entlang einer Bahn geführt wird, die durch die
voll ausgezeichnetem Pfeile 42 in Fig. 3 kenntlich gemacht. ist. Nach dem Einkuppeln
folgt Bolzen ig der strichpunktierten. Linie 43. Beim Einkuppeln tritt Bolzen ig
in d en äußeren Teil 36' der Nut 36 ein, bewegt sich längs der Nut 36 und berührt
eine Seite der dreieckigen Zunge 39, wodurch dies,-. entgegen .dem Uhrzeigersinn
gedreht wird und dabei Nut 36 freigibt und den Bolzen ig in den inneren, axialen
Teil der Nut 36 gelangen läßt. Der Weg des Bolzens ig relativ zum getriebenen Teil
13 während des Einkuppelns, ist in Fig. 3 durch gestrichelte Pfeile 44 kenntlich
gemacht. Die Stellung der Scheibe 38 mit der Zunge 39, beim Durchlaufen des Bolzens
ist schematisch in Fig. 4 dargestellt, welche ebenfalls eine schematische Abwicklung
des angetriebenen Gliedes ist. Fig. 5 zeigt die Teile in einer anderen Ansieht.
Nach dem Durchlaufen des Bolzens ig wird; die Scheibe 38: in ihre normale
Stellung durch die Wirkung der Feder 4o zurückgedreht und- schließt de.bei -die
Nut 36, während. die Nut 37 geöffnet wird in Vorbereitung für die Bewegung
des Bolzens längs dieser Nut beim Auskuppeln.
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Die Bewegung des Bolzens, ig irr Wirklichkeit und relativ zum amgetri@ebernen
Glied- 13 vor, während und nach dem Auskuppeln ist schematisch in Fig. 3 dargestellt.
Vor dem Auskuppeln bewegt sich Bolzen ig längs einer Bahn, die durch die- strichpunktierte
Linie 43 bezeichnet ist. Während des Auskuppelns wird das treibende Glied axial
in einer Richtung bewegt entgegengesetzt der Richtung beim Einkuppeln, welche Bewegung
durch Kontakt der Rolle 23 mit dem Exzenter 24 hervorgerufen wird, wodurch Bolzen
ig längs einer Bahn bewegt wird, die durch Pfeile mit offenem Kopf 45 in Fig. 3
gezeichnet ist. Nach dem Auskuppeln folgt Bolzen ig wieder einer durch die strichpunktierte
Linie 41 dargestellten Bahn. Die Bewegung des Bolzens ig aus seiner eingekuppelten
Stellung ig' längs der Nut 37 relativ zum angetriebenen. Glied 13 während des Auskuppelns.
ist in Fig. 3 durch strichpunktierte Pfeile 46 bezeichnet.
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Es wird hiernach verstanden werden, daß der Zweck der Seheibe 38 und
der dreieckigen Zunge 39
der ist, sicherzustellen, daß Bolzen ig beim Auskuppeln
längs der Nut 37 und nicht längs der Nut 36 bewegt wird.
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Bei einer anderem Ausführung der vorliegenden Erfindung, die in den
Fig. 6, 7, 8 und g gezeigt ist, ist das angetriebene Glied 13 mit zwei getrennten
Nuten 36 und 37 versehen, während an dem treibenden Glied 16 zwei getrennte Bolzen
2o und 21 vorgesehen. sind, deren jeder mit einer der Nuten in Eingriff gebracht
werden kann. Es ist jedoch nötig, daß hierfür der eine der Bolzen radial nach. innen
in eine Stellung gebracht wird, in der er in Nut 36 eingreifen kann, während der
andereBolzen2i nach außen, irreine Stellung gezogen: wird, in der er von der Außenfläche
des getriebenen Gliedes 13 frei ist.
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Zu diesem Zweck sind an. den äußeren Enden der Bolzen 2o und 21 Ansätze
47 und 48 in axialer Richtung, aber an entgegengesetzten Seiten angeordnet, während
Haltemittel, wie z. B. Kugeln49 und 5o, die unter der Wirkung einer Druckfeder 51
in Nuten 5z an, den Bolzen 2o und 21 eingreifen, vorgesehen sind, um diese Bolzen
in ihrer inneren Stellung zum Eingriff mit der Nut an dem angetriebenen Glied oder
in ihrer äußeren Stellung, ü1 der sie im diese Nut nicht eingreifen, zu halten.
Weiterhin sind zwei Paare von Kurven 53, 54 und 55, 56 an Haltern 57 bzw. 58 am
Gestell der Maschine so befestigt, daß, sie die Ansätze an den Bolzen 2o und 21
berühren können. Dabei ist der eine dieser Kurvensätze wirksam, wenn sich das Antriebsglied
in .der aasgekuppelten Stellung befindet, während der andere Satz die Ansätze an
den. Bolzen während der eingekuppelten Stellung des treibenden: Gliedes berühren
kann-. Die Bahnen der Kurven sind, im festem Abstand in der Umlaufrichtung der Stifte
angeordnet, und sie sind dabei in der Achsrichtung so weit auseinander gesetzt,
daß eine Kurve in jedem Satz den Ansatz an einem Bolzen und die andere Kurve jedes
Satzes zum Teil gleichzeitig und. zum Teil: nach Beendigung des ersten Kontaktes
den Ansatz des anderen Bolzens berührt. Auf diese Weise arbeiten, Kurven 53 und
56 mit Ansatz 47 am Bolzen 2o in der entkuppelten bzw. eingekuppelten Stellung des
treibendem Gliedes zusammen, während die Kurven 54 und 55 in gleicher Weise mit
dem Ansatz 48 am Bolzen 21 in Berührung kommen.
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Der Verlauf .der einzelnen Bewegungen während des Ein- und Auskuppelns
wird nunmehr genauer beschrieben -werden. Die Bewegungen der Bolzen 2o und 21 in
Wirklichkeit und relativ zum angetriebenen Glied vor, während und nach dem Einkuppeln
sind schematisch in, Fig. g, dargestellt, welche eine Abwicklung des angetriebenen
Gliedes ist. Vor dem Einkuppeln ist Bolzen 2o in. seiner inneren Stellung und Bolzen
21 in seiner äußerem Stellung, wobei beide sich längs einer Bahn bewegen, die durch
die strichpunktierte Linie 41 bezeichnet ist. Während des Einkuppelns wird das treibende
Glied 16 durch Exzenter 22 und, Rolle 23 axial so bewegt, daß sich Bolzen 2o längs
einer Bahn bewegt, die in Fig. g durch voll ausgezogene Pfeile 42 bezeichnet ist.
Nach dem Einkuppeln folgen beide Bolzen einer Bahn, dargestellt durch
strichpunktierte
Linie 4.3. Beim Einkuppeln tritt Bolzen 2o in den äußeren Teil 36' der Nut 36 ein
und bewegt sich längs der Nut 36 in deren inneren, axialen Teil 36". Die Bahn, des
Bolzens 2o relativ zum angetriebenen Glied während des Einkuppelns ist in Fig. 9
durch gestrichelte Pfeile .1:f gezeichnet.
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.Nachdem Bolzen 2o in die entsprechende Nut 36 eingelaufen ist und
deren geschlossenes Ende 36" erreicht hat, wobei er das angetriebene Glied beschleunigt
hat, trifft Ansatz 4.8 am äußeren End,2 des Bolzens 21 an Kurve 55, wodurch Bolzen
21 in seine innere Stellung in Eingriff mit dem inneren Ende 37" der entsprechenden
Nut 37 gebracht wird. Kurz. darauf kommt Ansatz .I7 am äußerem Ende des Bolzens
2o in Berührung mit Kurve 56, wodurch Bolzen 2o in seine äußere Stellung und damit
außer Eingriff mit -der entsprechenden Tut 36 gebracht wird. Die Kupplung ist jetzt
bereit für das Auskuppeln und. die Verzögerung des angetriebenen Teiles.
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Die Bewegungen der Bolzen 2o, 2@i in Wirklichkeit und relativ zu dem
angetriebenen Glied 13 vor, während und nach .dem Auskuppeln. sind schetnatisc'h
ebenfalls in Fig. 9 dargestellt. Vor dem Auskuppeln bewegen sich .die Bolzen längs
der durch strichpunktierte Linie 43 bezeichneten Bahn, wobei Bolzen 21 in seiner
inneren Stellung in Eingriff mit Nut 37 und Bolzen. 2o in seiner äußeren Stellung
außer Eingriff mit Nut 36 sich befindet. Während des Auskuppelns wird treibendes
Glied 16 axial in einer Richtung entgegengesetzt der beim Einkuppeln bewegt durch
Kontakt der Rolle 23 mit Exzenter 2d.. Dadurch läuft Bolzen 21 längs der durch Pfeile
mit offenem Kopf dargestellten Kurve und folgt nach dem :#,uslcuppeln der durch
strichpunktierte Linie 41 bezeichneten Bahn. Während des Auskuppelns folgt Bolzen
21 der Kurve 3.7 und verläßt diese an ihrem äußeren Ende 37'. Die Relativbewegung
des Bolzens :21 zum angetriebenen Glied während des Auskuppelns ist in Fig.9 durch
strichpunktierte Pfeile 46 bezeichnet. Die Stellung der Teile, kurz nachdem Bolzen
21 Nut 37 verlassen hat, ist schematisch in den Fig. 7 und S dargestellt.
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Es ist ersichtlich, daß die axiale Bewegung des treibenden Gliedes
während des Einkuppelns und Auskuppelns in einer festen Beziehung zu seiner Bewegung
in der Antriebsrichtung steht und daß die phasenmäßige Beziehung des angetriebenen
Gliedes zu dem treibenden Glied während des Einkuppelns und, während des Auskuppelns
aufrechterhalten bleibt.
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Nach der Verzögerung und dem Auskuppeln bringt Kurve 53 zunächst Bolzen
2o in seine innere Stellung, während Kurve 54 den Bolzen 21 in seine äußere radiale
Stellung bringt, damit er beim nächsten Einkuppeln sieh frei über die äußere Oberfläche
des angetriebenen Teiles bewegen kann. Demnach werden also die Kurven 55 und 56
nur gebraucht, wenn das treibende Glied in der eingekuppelten Stellung sich befindet,
wogegen die Kurven 53 und 54 nur in der ausgekuppelten Stellung die Bolzen 2o und
21 bewegen. Die Erfindung ist besonders geeignet als Kupplung zum Antrieb .des Kulierexzenters
einer flachen Kulierwirkmaschine für die Herstellung formgerecht gewirkter Strümpfe.
Die axiale Bewegung des treibenden Gliedes für das Ein- und Auskuppeln des angetriebenem
Gliedes kann von den zwei axialen Exzentern über einen oder mehrere Hebel übertragen
werden, wodurch der Weg des Teiles gegenüber dem Hub, des Exzenters vergrößert werden
kann. Darüber hinaus können dio axialen Exzenter entweder auf der gleichen Welle
angeordnet sein, die die beiden Kupplungsglieder trägt, sie können aber auch auf
einer zweiten Welle befestigt sein. In einer flachen Kulierwirkmaschine für dieHerstellung
formgerecht gewirkterStrümpfe kann die vorliegende Erfindung, wie in Fig. io dargestellt,
angewendet werden für den Antrieb des Kulierexzenters 59 auf einer Welle i i', die
parallel verläuft zu der Hauptexzenterwelle i i der Maschine. Die axialen Exzenter
22 und; 2:1 sind dabei auf der Hauptexzenterwelle, das treiben=de Glied 16 und das
angetriebene Glied 13 aber auf der zu dieser parallel laufenden Felle i i angeordnet.
Ein Hebel 6o, der näher seinem einen Ende am Gestell der 'Maschine schwingend gelagert
ist, verbindet die axialen Exzenter mit dem treibenden Glied 16. Durch die einseitige
Lagerung an einem Punkt näher dem einen Ende wird dabei die Bewegung des treibenden
Gliedes 16 gegenüber dem Hub der Exzenter 22 und 24 vergrößert.