-
Scheibenwischeranlage, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit verschiebbarem
Antriebsmotor Beim Arbeiten der Scheibenwischer liegen die Grenzen des Wischfeldes,
an denen die Wischerarme ihre Bewegungsrichtung wechseln, noch im Gesichtsfelde
des Fahrers. Es ist erwünscht, daß die Wischerarme bei @ußerbetriebsetzung über
ihren Arbeitsbereich hinausschwingen und außerhalb des Gesichtsfeldes in eine Parkstellung
kommen. Diese Aufgabe ist bereits in verschiedenen Ausführungsformen gelöst, unter
anderem dadurch, daß entweder Teile des Übersetzungsgetriebes oder der ganze Antriebsmotor
mitsamt seinem Gehäuse bei Stillsetzung seitlich verschoben werden. Dabei verschiebt
sich das Gelenk, das die Antriebskurbel des Motors mit der ztt den Wischern führenden
Kurbelstange verbindet. Diese wird über ihren üblichen Arbeitsbereich hinausgezogen
und schwenkt die Kurbeln od. dgl. der Wischerarme über den üblichen Arbeitswinkel
hinaus.
-
Scheibenwischer anlagen, bei denen nur Teile des Übersetzungsgetriebes
verschiebbar sind, sind tnnständlich und daher teuer. Einfacher sind die, bei denen
sich der ganze Motor verschiebt. Zu diesen gehört auch die Erfindung, wobei es bekannt
ist, daß die seitliche Verschiebung des Gehäuses selbsttätig erfolgt, sobald der
Schalter für den Antriebsstromkreis in die Öffnungslage gedreht wird.
-
Die Erfindung besteht darin, daß zur Verschiebung des Motors der Rückstoß
des auf der Windschutzscheibe reibenden Wischblattes herangezogen wird. Dabei besteht
die (las Motorgeltättse für die
Verschiebung freigebendeVerriegelungsvorrichtung
aus Rasten am Motorgehäuse und einem mit Raststift versehenen Riegel, der an der
Welle des im Motorträger gelagerten Schalters befestigt ist. Damit der Motor nicht
vorzeitig zum Stehen kommt, wird er nach Unterbrechung seines Hauptantriebsstromkreises
noch weiterhin über einen Hilfsstromkreis gespeist, der erst dann selbsttätig unterbrochen
wird, wenn der Wischerarm die Parkstellung erreicht hat.
-
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt.
Es zeigen Abb. i und 2 den Scheibenwischer in Arbeits-bzw. Ruhestellung, Abb. 3
einen Schnitt nach der Linie III-III in Abb. i (das Motorgehäuse selbst ist nicht
geschnitten), Abb. q. bis 6 in vergrößertem Maßstabe Einzelheiten der Schalterteile
und Abb. 7 bis io Stromkreise der Anlage im Betrieb, nach Abschaltung, nach Erreichen
der Parkstellung und nach Wiedereinschaltung.
-
Das Motorgehäuse 2 ist mittels Zapfen. 3 in Führungen q. eines oben
mit einer Abschlußdecke versehenen Rahmens i verschiebbar gelagert, der mittels
Schrauben 3 i an der Fahrzeugkarosserie 32 befestigt ist. In der Arbeitslage liegen
die rechts gezeichneten Zapfenträger an ihren Führungen an. Für die Parkstellung
bildet die Führungsstirnfiäche 4a den die Gleitbewegung des Gehäuses begrenzenden
Anschlag. An dem Motorgehäuse befinden sich zwei. Rasten 6 und 7, die die Verriegelung
in der Arbeits- und Parkstellung gestatten. Zum Verriegeln dient ein Riegel 9, der
einen Sperrzapfen 8 tiägt. Er ist auf der Welle io befestigt, die in der Rahmendecke
des Rahmens i gelagert ist und den Schaltgriff i i trägt. Eine an der Rahmendecke
bei 14 und an dem Riegel 9 bei 13 befestigte Feder 12 bewirkt, daß der Sperrzapfen
8 jeweils fest in seine Rasten 6 oder 7 hineingedrückt wird. Der Motor überträgt
seine Antriebskraft durch die Kurbel 15 auf die Schubstange 16, die ein Zahnsegment
betätigt, das in ein Ritzel am Wischhebel 17 eingreift. Abb. i zeigt den Motor in
seiner üblichen Arbeitslage. Wird bei dieser Stellung der Schaltgriff i i um etwa
i 8o° entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht, dann wird der Sperrzapfen 8 aus seiner
Rast 6 herausgehoben, so daß der Motor entriegelt ist, und liegt zunächst am Gehäuse
des Motors an. Bei der Weiterdrehung der Antriebskurbel 15 drückt der Motor im Sinn
des eingezeichneten Pfeiles auf die Schubstange 16; und da die Reibung des Wischblattes
auf der Windschutzscheibe größer ist als die Reibung der Lagerzapfen 3 des Motors
in ihren Lagern, wird der Motor in entgegengesetzter Richtung verschoben, so daß
er in die in Alb. a dargestellte Lage kommt. Sobald er diese erreicht hat, schnappt
der Sperrzapfen 8 in die Rast 7 ein, und der Motor, ist in seiner Parkstellung verriegelt.
Durch seine Verschiebung hat sich der Drehpunkt der Kurbelachse ebenfalls nach links
verschoben, und sobald die Kurbel 15 in die in Abb. 2 gezeichnete Lage gekommen
ist, hat sie mittels der Schubstange den Wischerarm nach links unten über seine
gewöhnliche Arbeitsgrenze und aus dem Gesichtsfeld des Fahrers herausgeschwenkt.
-
Durch die Schaltmittel muß erreicht werden, daß der Motor genau dann
außer Betrieb gesetzt wird, wenn er die in Abb. 2 dargestellte Lage erreicht hat.
lFerner muß die Möglichkeit bestehen, den Motor in dieser Stellung wieder in Betrieb
zu setzen. Er trägt außer der isolierten Plusklemme eine ebenfalls isolierte Minusklemme
2o.
-
Der Hauptantriebsstromkreis verläuft während der 'Wischarbeit, wie
in Abb. 7 gezeigt.. Die Plusltlemme der Stromquelle ist unmittelbar mit der Plusklemme
des Motors verbunden, ihre Minusklemme mit der Karosseriemasse 32 und auch mit dem
Rahmen i, der mittels der Schrauben 31 an der Karosseriemasse befestigt ist.
Der Rahmen trägt einen mit ihm verbundenen Kontakt 28, an dem bei Arbeitslage des
Motors die Kontaktfeder 26 anliegt, die eine unmittelbare Verbindung mit dem Minuspol
des Motors hat. Die Feder 26 endet als Gabel 27, die einen am Rahmen isoliert befestigten
Stift 30 umfaßt. Der Strom läuft somit von der Karosseriemasse 32 über den
Rahmen i durch den mit diesem verbundenen Kontakt 28 zur Kontaktfeder 26 und von
dieser zum Minuspol 2o des Motors. Ein Hilfsstromweg läuft von der Karosseriemasse
32 über das den Wischer antreibende Zahnsegment, die Schubstange 16 und die Kurbel
15 zu einer auf der Motorkurbelachse 2i befestigten Kontaktwalze 22, in deren Umfang
ein Isolierstück 23 eingeschaltet ist. An der Kontaktwalze 22 schleift ein gefederter
Kontakt 18, dessen Anschlußklemme i9 mit einer Leitung verbunden ist, die den Strom
ebenfalls zum Minuspol =o des Motors führt. Der Stromweg von der Karosseriemasse
32 über den Rahmen i zur Kontaktfeder 24 der Schaltgriffwelle io und von dieser
zu dem auf dem Rahmen isoliert angebrachten Kontakt 29 bleibt zunächst unbenutzt,
da er im Kontakt 29 endet.
-
Abb. 8 zeigt die Stromwege nach Drehung des Schaltgriffes ri, jedoch
bevor der Motor sich seitlich verschoben hat. Sie sind unverändert, nur daß jetzt,
nachdem die Kontaktfeder ihn verlassen hat, der isolierte Kontakt 29 ohne Spannung
ist.
-
Abb.9 zeigt die Stromwege nach Seitwärtsverschiebung des Motors. Die
Kontaktfeder 26 wird durch die Wirkung des Stiftes 30 vom Kontakt 28 auf
den Kontakt 29 hinübergeschoben, kann hier jedoch keinen Stromkreis schließen, da
der Kontakt 29 ohne Spannung ist. Der Hilfsstromweg über die Kurbelstange 16 zur
Kontaktwalze 22 und Kontaktfeder 18 hatte den Motor so lange gespeist, bis das Isolierstück
23 vor die Kontaktfeder 18 gelangt war. In diesem Augenblick ist auch der Hilfsstromkreis
unterbrochen und der Motor bei richtiger Kurbelstellung stillgelegt.
-
Abb. io zeigt den Stromweg, nachdem der Schaltgriff i1 wieder in die
beschriebene Lage gemäß Abb. i zurückgedreht worden ist. Bei dieser Drehung des
Schaltgriffes wird die Kontaktfeder .4. wieder mit dem auf dem Rahmen isoliert befestigten
Kontakt
29 verbunden. Der Stromweg verläuft jetzt von der Karosseriemasse über den Rahmen
i, die Kontaktfeder 24., den Kontakt 29, die Kontaktfeder 26 und die an ihr angeschlossene
Leitung Zum Minuspol 2o des Motors. Der Motor beginnt wieder zu arbeiten und zieht
sich nach dem nächsten Richtungswechsel des Wischerarmes in seine Arbeitslage gemäß
Abb. i, worauf der Sperrzapfen 8 wieder in die Rast 6 einfällt.