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DE877213C - Magnetisches Aufzeichnungsband - Google Patents

Magnetisches Aufzeichnungsband

Info

Publication number
DE877213C
DE877213C DEM8305A DEM0008305A DE877213C DE 877213 C DE877213 C DE 877213C DE M8305 A DEM8305 A DE M8305A DE M0008305 A DEM0008305 A DE M0008305A DE 877213 C DE877213 C DE 877213C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
magnetic
tape
silicon
magnetic recording
polymer
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM8305A
Other languages
English (en)
Inventor
Laurence B Lueck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
3M Co
Original Assignee
Minnesota Mining and Manufacturing Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Minnesota Mining and Manufacturing Co filed Critical Minnesota Mining and Manufacturing Co
Application granted granted Critical
Publication of DE877213C publication Critical patent/DE877213C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B5/00Recording by magnetisation or demagnetisation of a record carrier; Reproducing by magnetic means; Record carriers therefor
    • G11B5/62Record carriers characterised by the selection of the material
    • G11B5/68Record carriers characterised by the selection of the material comprising one or more layers of magnetisable material homogeneously mixed with a bonding agent
    • G11B5/70Record carriers characterised by the selection of the material comprising one or more layers of magnetisable material homogeneously mixed with a bonding agent on a base layer
    • G11B5/71Record carriers characterised by the selection of the material comprising one or more layers of magnetisable material homogeneously mixed with a bonding agent on a base layer characterised by the lubricant

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  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Magnetisches Aufzeichnungsband Die Erfindung bezieht sich auf hahnenförmiges magnetisches Aufzeichnungsmaterial, insbesondere in Form eines schmalen Bandes,. zum Aufspeichern von Zeichen, z. B. magnetischen Stromstößen.
  • Bahnenförmiges magnetisches Aufzeichnungsmaterial besteht für gewöhnlich aus einem fein unterteilten magnetischen Pulver, das in einem plastischen Bindemittel verteilt und auf eine dünne, biegsame Trägerbahn aufgestrichen wird. Früher wurden Eisenoxydteilchen verwendet, die in Nitrocelluloselackbindemittel dispersiert und auf dünnes Papier aufgestrichen wurden. Neue Abwandlungen verwenden verschiedene verbesserte Bindemittel auf Polymerbasis, vorzugsweise mit Celluloseacetatträgern oder anderen nicht faserigen Filmträgern. Die gestrichene Bahn wird in schmale endlose Streifen geschnitten und auf Haspeln aufgewickelt. Die Erfindung schafft ein magnetisches Aufzeichnungsband, das aus einem dünnen, biegsamen Träger und einem magnetisch beeinflußbaren Auftrag besteht und einen (hier später begrifflich bestimmten) Reibungszug von nicht mehr als etwa 30 g besitzt, wobei der Auftrag in der Hauptsache aus einem in einem Polymerbindemittel dispersierten magnetischen Pulver besteht, das einen beständigen reibungsvermindernden Bestandteil einer kleinen Menge von polymerischem Dimethylsilicium hohen Molekulargewichts enthält.
  • Zum Aufzeichnen und zur Wiedergabe von Zeichen, Lauten usw. wird das Band an festen Magnetköpfen mittels einer mit gleichbleibender Geschwindigkeit umlaufenden Zugvorrichtung od. dgl. vorbeigeführt. Es ist wesentlich, daß die magnetischen Teilchen des Bandauftrages in dichter Nähe zu den magnetischen Köpfen kommen, da die verfügbaren magnetischen Kräfte sehr klein sind. Deshalb steht das Band unter ziemlicher Spannung, wenn es durch den magnetischen Spalt hindurchläuft und sich gegen den Magnetkopf preßt. Bei den bisher üblichen Bandausführungen ergaben diese Bedingungen hohe Reibungskräfte zwischen dem Band und dem Kopf und gaben Anlaß zu Störgeräuschen oder Modulationsgeräuschenindem wiedergegebenen Ton.
  • Das Abdecken der Magnetköpfe mit einem die Reibung vermindernden Material ist unpraktisch, und zwar wegen des an diesen Stellen auftretenden dauernden Verschleißes und der geförderten geringen Toleranzen. Die Schmierung der Bandoberfläche mit Schmierölen, Wachsen usw. gibt nur eine geringe und zeitweilige Erleichterung; diese Stoffe erweichen außerdem die gebräuchlichen Bindemittelmassen, so daß diese Massen bald abgeschabt sind. Es muß aber selbst der geringste Verschleiß vermieden werden, da das von dem Band abgehobene Material eine Neigung hat, sich an dem Magnetkopf zu sammeln und das einwandfreie Arbeiten des Kraftlinienflusses zu stören.
  • Die zwischen dem Band und dem Magnetkopf entwickelte Reibungskraft kann mittels einer einfachen Versuchsvorrichtung genau bestimmt werden, in der das Band unter bestimmter Spannung au einem festen Kopf bestimmter Form und aus bestimmtem Material vorbeigezogen und der Zug durch eine Federwaage gemessen wird.
  • Eine derartige Vorrichtung ist in der nachstehend beschriebenen Weise aufgebaut und arbeitet wie folgt: Ein gereinigter, polierter, flacher Metallstreifen aus Mu-Metall von 6,35 mm Breite und 25,4 mm Länge wird in die Bodenfläche -einer 6,35-mm-Rinne eingekittet, die in einen 25,4 mm breiten Block aus Metall oder Kunststoff eingeschnitten ist. Der Block dient lediglich als Träger für den Metallstreifen und als Führung für das Tonband. Der Block wird auf der Tischoberfläche oder auf einer anderen Fläche verankert. Das Probeband, dessen Länge 304 mm oder mehr und dessen Breite 6,35 mm beträgt, wird mit einer Federwaage verbunden und in die Rinne oder die Nut so eingelegt; -daß die mit magnetischem Stoff überzogene Fläche den Metallstreifen berührt. Auf die Fläche des Metallstreifens wird nun ein Druck zur Einwirkung gebracht, und zwar mittels einer Filzplatte, die mit einer in die Rinne passenden und etwa 50 g wiegenden flachen Messingschiene hinterlegt ist. Die Schiene wird in der Rinne durch ein; Scharnier oder ein Band gehalten. Das Aufzeichnungsband wird dann zwischen dem aus poliertem Metall bestehenden Reibungsstreifen und dem mit Filz bedeckten Gewicht durch die Rinne unter Zug an der Federwaage hindurchgezogen und der erforderliche Zug aufgezeichnet. Die Bewegungsgeschwindigkeit wird so gewählt, daß eine glatte, stoßlose Bewegung des Aufzeichnungsbanden über den Metallstreifen weg aufrechterhalten wird. Von zehn oder mehr Versuchen, die alle bei normaler Raumtemperatur durchgeführt werden, wird der Durchschnitt genommen.
  • Mu-Metall ist eine Legierung von etwa 75 °/o Nickel, 20 °/a Eisen und kleinen Mengen von Kupfer, Chrom, Molybdän usw. Die Legierung besitzt eine hohe magnetische Permeabilität. Diese Art von Metall wird in großem Umfange für Schichtbleche von Magnetköpfen in magnetischen Aufzeichnungsvorrichtungen verwendet, so da.ß die bei diesen Versuchen erhaltenen Ergebnisse direkt vergleichbar sind mit den Ergebnissen, die erhalten werden, wenn das Band beim magnetischen Aufzeichnen verwendet wird.
  • Es wurde die Beobachtung gemacht, daß magnetische Aufzeichnungsbänder, die einen größeren Reibungszug als etwa 30 g bei dem obigen Versuch zeigen, und besonders diejenigen Bänder, die einen höheren Reibungszug, wie etwa 5o bis 7o g, haben, Störgeräusche und Modulationsgeräusche erzeugen, während die Bänder der Erfindung, die einen Reibungszug von weniger .als etwa 30 g und in vielen Fällen weniger als 25 g besitzen, vollständig frei von diesen Geräuschen sind, sobald. sie bei irgendeinem der jetzt erhältlichen magnetischen Aufzeichnungsgeräte verwendet werden.
  • Es ist deshalb ein Ziel der Erfindung, ein magnetisches Aufzeichnungsband. mit niedrigem Reibungszug zu schaffen. Ein anderes Ziel ist die Schaffung eines magnetischen Aufzeichnungsbandes mit niederer Reibung und hohem Verschleißwiderstand, das diese Eigenschaften über lange Aufbewahrungszeiten und während vieler Verwendungszyklen beibehält. Ein bestimmteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines magnetischen Aufzeichnungsbandes, in dem der in der dargelegten Art und Weise gemessene Reibungszug weniger als etwa 30 g und vorzugsweise weniger als 25 g, aber nicht weniger als etwa io bis 15 g beträgt.
  • Es wurde nun gefunden, daß der Zusatz bestimmter Siliciumarten hohen Molekulargewichts in kleinen Mengen zu dem Gemisch aus Bindemitteln und magnetischen Teilchen wirksam ist und für dauernd den Reibungszug des entsprechend überzogenen magnetischen Aufzeichnungsbandes vermindert und die aufgezählten verschiedenen Ziele zu erreichen ermöglicht: Die Wirkung wurde unabhängig von der jeweiligen Bindemittelmasse oder der Trägerbahn erzielt, wie dies aus den folgenden bestimmten Beispielen hervorgeht. Beispiel i -Ein dünner Acetatcellulosefilm einer Dicke von 0,03556 bis 0,0q.05¢ mm und einer in Längsrichtung vorhandenen Zugfestigkeit von 6,81 bis 9,o8 kg je 25,q. mm Breite mit einer Streckung von weniger als 12 0/, bis zum Zerreißen wurde als Träger gewählt. Der Film wurde mit einer gleichförmigen Dispersion von nadelförmigem magnetischem Roteisenoxydpulver in einem Teil einer Bindemasse überzogen, die im wesentlichen bestand aus dem Copolymer von 45 Teilen Äthylacrylat und 55 Teilen Methylmetacrylat, aufgelöst in einem Gemisch aus Toluol und Aceton, wobei die Dispersion auf ioo Teile des magnetischen Oxyds auch 1,3 Teile eines halbfesten hochmolekularen, durchscheinenden, plastischen Dimethylsiliciümpolymers enthielt. Das Silicium war nur teilweise in dem Lösungsmittelgemisch löslich, wurde jedoch durch längeres Mischen gleichmäßig dispersiert.
  • Ohne den Siliciumzusatz hatte ein derartiges Band einen weit höheren Reibungszug als 30 g, der im Durchschnitt gewöhnlich zwischen 70 und 8o g lag. Dagegen hatte das nach dem Beispiel ausgeführte Band einen Reibungszug von weniger als 25 g, wobei der Durchschnitt bei 22 g lag. Die Verdopplung der Siliciummenge ergab eine noch weitere Verminderung dieses Wertes auf io bis 2o g. Die Wirkung war eine dauernde. Die Werte blieben selbst nach einer längeren Lagerung und nach zahlreichen Auf- und Abwicklungen durch eine übliche magnetische Tonaufzeichnungsvorrichtung hindurch die gleichen. Beispiel 2 Als Träger wurde ein Film verwendet, wie er in Beispiel i benutzt wird. Das Bindemittel bestand aus einem Copolymer von gleichen Teilen N-butylacrylat und Methylmetacrylat. Ein schwarzes, nadelförmiges, magnetisches Eisenoxydpulver wurde in einer Lösung des Bindemittels in einem eine kleine Menge Aceton enthaltenden Toluol gleichförmig dispersiert. Gleichzeitig wurde das Siliciumpolymer des Beispiels i in die Masse eingemischt, wobei die Siliciummenge 1,3 °,'o des Gewichts an magnetischem Oxyd betrug. Der glatte getrocknete Auftrag dieser Dispersion auf den Acetatfilm hatte ein Gewicht von 0,39 bis 0,455 g je i54,8 cm2.
  • Die Reibungskraft des nach diesem Beispiel hergestellten Bandes lag zwischen 15 und 3o g. Mit der doppelten Siliciummenge war der Zug gleichförmiger und blieb bei 15 g. Reibungskräfte von 5o bis 65 g traten auf, sobald das Silicium weggelassen wurde. Bei diesen Werten traten in dem Band Erschütterungen während der Aufzeichnung auf, die beim Abspielen als Stör- und Modulationsgeräusche sich zeigten.
  • Wurden die Überzüge oder Aufträge anstatt auf den Celluloseacetatfilm auf behandelte Papierunterlagen aufgebracht, so wurde besser die höhere Siliciumpolymermenge, d. h. etwa 2,6 Gewichtsprozent des Magnetoxyds, verwendet. Beispiel 3-Um das Bindemittel für dieses Beispiel herzustellen, wurden 4 Teile eines stabilisierten Copolymers aus Vinylchlorid (9o Teile) und Vinylacetat (io Teile) mit i Teil von frisch geknetetem kautschukartigem Butadiencopolymer (65 Teile) und Acrylnitril (35 Teile) in Lösung in Methylisobutylketon gemischt. Magneteisenoxydpulver, und zwar in diesem Falle ein Material, das aus klumpigen, nicht nadelförmigen Teilchen bestand, wurde zusammen mit einer kleinen Menge des Siliciumpolymerisats zugesetzt, und das Gemisch wurde auf einen Celluloseacetatfilm wie im Beispiel i aufgetragen, um ein hochwertiges magnetisches Aufzeichnungsband mit vermindertem Reibungszug zu ergeben. Ohne das Siliciumpolymer betrug der Zug wenigstens etwa 45 g und war oft höher als 65 g. Bei o,6o °/o Silicium (bezogen auf das Oxydgewicht) war der Zug nur 16 g groß. Bei 1,3 °/o und bei 2,6 °/o wurden Werte von ii bzw. von 6 bis io g erhalten.
  • Da das Siliciumpolymer teuer ist, ist seine Verwendung in kleineren Mengen erwünscht. Bei sehr kleinen Mengen ist jedoch die gleichförmige Verteilung des Siliciums in dem Auftrag manchmal etwas schwierig durchzuführen, so daß fehlerhafte Erzeugnisse erhalten werden. Etwa o,5 bis 1,5 °/o des Siliciumpolymerisats sind allgemein gut wirkungsvoll, während von 2,o bis 2,5 o/, oder selbst etwas höher gute Erfolge erzielt worden sind. Geringe Änderungen dieser Prozentsätze können erwünscht sein, wenn z. B. andere gleichwertige Siliciumpolymere gesetzt werden; im allgemeinen jedoch sollte die Siliciummenge annähernd o,5 bis 2,5 °/o des Gewichts des Magneteisenoxyds betragen.
  • Dünnes Papier, wie z. B. dünnes Handfaserseidenpapier, das vorzugsweise mit einem plastizierten Vinylchlorid-Vinylacetat-Copolymer vorher getränkt worden ist, hat sich als gut geeignete Trägerbahn für das magnetische Aufzeichnungsband der Erfindung an Stelle des Celluloseacetatfilms erwiesen. Die Imprägniermasse und die behandelte Bahn können gefärbt werden oder können auf andere Weise ein Identifizierungskennzeichen erhalten. Dieses imprägnierte Papierband hat einen etwas höheren Reibungszug für einen bestimmten Prozentsatz an Silicium als das Filmband, so daß zur Erzielung der gleichen Ergebnisse etwas mehr Silicium erforderlich ist.
  • Die faserige oder nichtfaserige Trägerbahn kann mit einer ersten Klebstoffgrundierschicht überzogen werden, so daß eine bessere Klebverankerung zwischen dem Träger und der magnetischen Schicht entsteht.
  • Die Magnetschicht enthält für gewöhnlich etwa 2 Teile magnetisches Eisenoxyd oder eine gleichwertige Menge eines anderen magnetischen Pulvermaterials auf etwa i Teil Bindemittel. Größere Oxydmengen vermindern die Wirkungskraft des Bindemittels. Kleinere Oxydmengen geben eine ungenügende magnetische Kraft zum Speichern und zur Wiedergabe der zur Einwirkung gebrachten Zeichen. Kleine Änderungen dieser Mengenverhältnisse haben keine bemerkenswerte Wirkung auf den Reibungszug des verbesserten Aufzeichnungsbandes.
  • Der Auftrag des magnetischen Gemisches kann mittels Schaberklingen, Auftragwalzen oder Auftragmesser, Tiefdruckverfahren oder in irgendeiner zweckentsprechenden Weise erfolgen. Der fertige Auftrag muß dick genug sein, damit eine angemessene magnetische Kraft erzeugt wird, und muß außerdem glatt und gleichförmig sein. Glättvorgänge, wie z. B. das Kalandern der gestrichenen und getrockneten Bahn, helfen manchmal beim Erzielen eines Aufzeichnungsbandes besserer Güte.
  • Bei einigen Arten von Aufstrichen ist das Aufbringen von mehreren Schichten vorteilhaft. In diesen Fällen braucht nur die Außenschicht das Siliciumpolymer zu enthalten. Es wurde jedoch gefunden, daß bessere Ergebnisse durch Einlagerung des Siliciums in die Überzugsmasse hinein als durch Auftragen des Siliciums auf die Außenfläche der gestrichenen und getrockneten magnetischen Schicht erhalten werden. Dies trifft besonders hinsichtlich der Beständigkeit der erzeugten Wirkung zu. Werden Aufträge in mehreren Schichten vorgenommen, so kann die Gesamtmenge an Silicium etwas verkleinert werden, jedoch sollte die Menge in der Außenschicht etwas größer sein als erforderlich wäre, wenn die Gemische in einem einzigen Auftrag aufgestrichen würden.
  • Die überraschende Wirkung des Siliciumpolymers hinsichtlich der dauernden Verminderung des Reibungszuges von magnetischen Aufzeichnungsbändern ist aus den in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Daten erkenntlich. Band A ist ähnlich dem Band des Beispiels z und besteht aus einem Polyacrylatbindemittel und Eisenoxydpulver als Auftrag auf einen Acetätfilm, wobei ein Zusatz von 1,3 °/o Silicium erfolgte. Band B gleicht dem Band A, enthält jedoch kein Silicium. Band C ist aus Band B hergestellt, indem auf den magnetischen Überzug aus einer wäßrigen Lösung in Heptan heraus eine dünne Oberflächenschicht aus Paraffinöl aufgebracht wurde. Band D ist ähnlich, jedoch wurde an Stelle des Paraffinöls Karnaubawachs verwendet. Die Bänder wurden erprobt im frischen Zustand, nach einer Aufbewahrung bei 65,5° C (Alterungsversuch) und nach 5oo Zyklen über einen warmen Kern, was einer Abspielprobe entsprechen sollte. Die Temperatur von 65,5° C entspricht nahezu der Temperatur, die im Löschkopf während des Arbeitens der üblichen magnetischen Tonaufzeichnungsmaschinen entsteht. Die Bänder A und B wurden während 24 Stunden gealtert, die Bänder C und D dagegen nur während 7 Stunden.
  • Reibungszug der magnetischen Bänder in Gramm
    Band A
    B C D
    Behandlung Siliciumbehandelt öl Wachs
    Ausgangszustand 25 65 38 45
    65,5° C Alterung 25 65 70 65
    500 Zyklen Abspiel 30 üb erioo - über ioo
    Sobald kleine Mengen von Öl und Wachs mit der Überzugsmasse vor dem Auftrag gemischt wurden, wurde keine meßbare Verminderung des Reibungszuges erzielt. Größere Mengen dieser Stoffe erweichten den Überzug und verminderten in sehr nachteiligem Maße die Wirkung des Bindemittels.
  • Die Bänder wurden auch zum Aufzeichnen und zum Wiedergeben von Musik und Stimmen verwendet. Das Band A wickelte sich glatt von der Haspel ab, erzeugte keinen sichtbaren Verschleiß der Magnetköpfe selbst bei langdauerndem Betrieb und ergab eine ausgezeichnete Vorführung als magnetisches Aufzeichnungsmittel. Band B zeigte die Neigung, an der Haspel zu kleben, besonders nach Aufbewahrung bei leicht erhöhten Temperaturen. Es verursachte nach längerem 73etrieb einen sichtbaren Verschleiß und gab kleine Mengen des Bindemittels und des magnetischen Pulvers an die Magnetköpfe ab. Der hohe Reibungszug über die Köpfe äußerte sich in Stör- und Modulationsgeräuschen. Die Bänder C und D hatten bei der ersten Probe einen etwas geringeren Reibungszug als das unbehandelte Band, bei weiter fortgeführtem Versuch erhöhte sich jedoch der Reibungszug, bis schließlich merkbare Störgeräusche auftraten. Der Auftrag von Band C wurde nach dem Altern weicher als der von Band B befunden. Bei Verwendung des Bandes D ergaben sich Wachsansammlungen an den Magnetköpfen.
  • Die Siliciumarten sind definiert worden als polymere Organosiloxane, in denen die Polymerketten aus wechselnden Siliciumatomen- und Sauerstoffatomen bestehen und die an das Silicium anschließenden Seitenketten Kohlenwasserstoffradikale sind. Langkettige oder hochmolekulare flüssige oder plastische Siliciumpolymere, wie z. B. Dimethylsiliciumpolymer der vorstehenden bestimmten Beispiele, die aus wenigstens etwa io Monomereinheiten bestehen und in denen die Seitenketten vorherrschend Methylgruppen sind; fallen in diese Klasse und sind allgemein als geeignet für den Zweck der Erfindung befunden worden. Gute Ergebnisse sind mit einer ganzen Anzahl dieser Siliciumpolymere erzielt worden. Diese Siliciumarten können von verschiedenartigen Molekulargewichten sein. Sie können zahlreiche Querbindungen enthalten, und eine kleinere Menge der Methylgruppen kann durch längere Kohlenwasserstoffradikale, z. B. Äthyl, Butyl, Oktyl usw., ersetzt werden.
  • Das hier verwendete bestimmte Dimethylsiliciumpolymer und ebenso die anderen gleichwertigen hochpolymeren Siliciumarten sind unlöslich oder wenigstens nur teilweise in den Lösungsmitteln löslich, die üblicherweise für das Auftragen der magnetischen Aufstriche von magnetischen Aufzeichnungsbändern verwendet werden, und scheinen außerdem mit den Polymerbindemitteln unverträglich zu sein. Diese Unverträglichkeit kann die Ursache sein für das Nichterweichen des Bindemittels bei Zusatz von wesentlichen Mengen des Siliciums und auch für die Eigenschaft des Bandes, daß im aufgerollten Zustand die Windungen des Bandwickels nicht oder nur schwach aneinanderhaften. Es sollte erwartet werden, daß ein derartiges weiches und unverträgliches Material während der Verwendung des Bandes schnell von der magnetischen Schicht abgestoßen und abgerissen würde. Es könnte auch erwartet werden, daß derartige unverträgliche Zusätze enthaltende Aufstriche keine wirksame Verbindung mit der Oberfläche der Trägerbahn haben würden, auf die sie aufgestrichen sind. Überraschenderweise haftet jedoch der Aufstrich sehr gut, und das Band behält seinen anfänglichen geringen Reibungszugwert sowie seine anderen erwünschten Eigenschaften selbst nach langer Aufbewahrung in Rollenform und nach praktisch zahllosen Verwendungszyklen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Magnetisches Aufzeichnungsband, bestehend aus einem dünnen, biegsamen Träger mit einem Belag aus in einem vorzugsweise polymerartigen Bindemittel dispersierten magnetisierbaren Pulver, vorzugsweise Eisenoxydpulver, gekennzeichnet durch einen Zusatz von polymerartigem Dimethylsilicium hohen Molekulargewichts in solcher Menge, daß der bei der über die Magnetköpfe stattfindenden gleitenden Bewegung des Bandes auftretende Reibungszug vermindert ist.
  2. 2. Magnetisches Aufzeichnungsband nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge an polymerartigem Dimethylsilicium etwa 1/2 bis 21/2 Teile, vorzugsweise i1/2 Teile, auf je ioo Teile Eisenoxydpulver ist.
  3. 3. Magnetisches Aufzeichnungsband nach Anspruch i oder Z, dadurch gekennzeichnet, daß der Reibungszug nicht mehr als 30 g, vorzugsweise io bis 25 g, beträgt.
DEM8305A 1950-01-27 1951-01-23 Magnetisches Aufzeichnungsband Expired DE877213C (de)

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