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DE877118C - Hinterkappe fuer Schuhwerk - Google Patents

Hinterkappe fuer Schuhwerk

Info

Publication number
DE877118C
DE877118C DEP50009A DEP0050009A DE877118C DE 877118 C DE877118 C DE 877118C DE P50009 A DEP50009 A DE P50009A DE P0050009 A DEP0050009 A DE P0050009A DE 877118 C DE877118 C DE 877118C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cap
leather
heel
footwear
insole
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP50009A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Doerr
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KARL DOERR FA
Original Assignee
KARL DOERR FA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KARL DOERR FA filed Critical KARL DOERR FA
Priority to DEP50009A priority Critical patent/DE877118C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE877118C publication Critical patent/DE877118C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B23/00Uppers; Boot legs; Stiffeners; Other single parts of footwear
    • A43B23/08Heel stiffeners; Toe stiffeners

Landscapes

  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Hinterkappe für Schuhwerk Die Ausbildung der Hinterkappe ist bei der Herstellung von Schuhwerk von besonderer Wichtigkeit, da von ihr nicht nur die Versteifung im Fersenteil und der gute Sitz, sondern auch .die Haltbarkeit und Lebensdauer sowie die Herstellungskosten der Schuhe abhängen. Es fehlt daher auch nicht an Vorschlägen, Hinterkappen aus den verschiedensten Werkstoffen herzustellen und in ihrer Formgebung möglichst vorteilhaft auszubilden. Hinsichtlich der verwendeten Materialien bestehen die Hinterkappen bisher in der Regel aus Leder oder aus Ersatzstoffen für Leder, aber auch aus Textilmaterial und Kunststoffen verschiedener Art, z. B. dem sogenannten Kötitzer Stoff, aus elastisch kaschiertem Gummiplatten, einem mit einem Gewebe kaschierten Lederfaserwerkstoff und dem sogenannten Werkstoff. Hinsichtlich einer besonderen Ausbildung der Hinterkappe sind z. B. Vorschläge bekannt, bei welchen die Hinterkappe an ihrem unteren Ende zu dem sogenannten Zwickeinschlag nach innen. umgebogen wird, auf den die Brandsohle mit Ober-und Futterleder auf den Leisten aufgezwickt wird. Es sind auch schon Hinterkappen bekannt, bei denen der Zwickein.schlag von einem nach außen gerichteten Teil der Kappe gebildet wird.
  • Die bisher bekannten Hinterkappen genügen sowohl in bezug auf die zu ihrer Herstellung Verwendung findenden Werkstoffe wie auch hinsichtlich ihrer Ausbildung und der Art ihrer Verarbeitung nicht den Anforderungen, die insbesondere bei modernen Fertigungsmethoden für Schuhwerk, z. B. bei der Herstellung von Schuhwerk, das unter der Fachbezeichnung California bekannt ist, gerade an die Hinterkappe gestellt werden. Sofern die Hinterkappen in -diesem Zusammenhang statt aus Leder oder einem lederähnlichen Werkstoff nur aus nachgiebigem Material, z. B. Textilien, bestehen, ist die erforderliche Steifigkeit und Haltbarkeit nicht gewährleistet. Bestehen sie aber durchweg aus Leder mit einem abgebogenen Zwickeinschlag, so ist ihre Formgebung, die in der Regel nach einer entsprechenden Vorbehandlung des Kappenmaterials in geeigneten Pressen erfolgt, umständlich und außerdem ihre Verbindung mit dem Ober- und Futterleder sowie der Brandsohle nicht einfach.
  • Die Erfindung bezweckt, diesen Schwierigkeiten abzuhelfen. und besteht gegenüber dem bisher Bekannten vor allem darin, daß der aufstehende steife Kappenteil aus Leder oder einem anderen steifen Stoff nur-in seinem unteren Teil mit einem zu einem Streifen geformten Faserstoffteil, insbesondere aus Textilgewebe, Wachstuch, Futterleder oder einem ähnlichen Stoff, versehen ist, der einen beweglichen, frei nach außen abstehenden Überschlag bildet, der sich mit dem Oberleder, Futterleder sowie der Brandsohle vernähen läßt. Der Einschlag ist dabei vorzugsweise auf der Innenseite der Kappe angeordnet.
  • Durch diese erfindungsgemäße Ausbildung der Hinterkappe werden vor allem folgende Vorteile gegenüber den bisher verwendeten Kappen erzielt: Durch das Festnähen .des aufstehenden Kappenteils wird ein fester Sitz der Kappe erreicht, so daß diese im Fersenteil nicht wandern kann und in einen festen Zusammenhang mit demUnterteil des Schuhwerkes gebracht wird. Weiterhin wird dadurch, daß infolge der Naht die Hinterkappe mit ihrem Rand fest auf die Brandsohle heruntergezogen wird, ein guter Anschluß zwischen Brandsohle und Hinterkappe sichergestellt. Die durch den Näheinschlag möglich gewordene Verbindung von Oberleder, Futterleder und der aus Leder oder Ersatzstoff für Leder oder Textilien bestehenden Brandsohle gewährleistet eine einfache und billige Herstellung. Die Hinterkappe kann mit einer normalen Steppmaschine mit dem Ober- und Futterleder verbunden werden. Es entfallen daher die besonderen Arbeitsgänge, die bei der Verarbeitung der bisher bekannten, einleitend erwähnten Hinterkappe notwendigenArbeitsgänge mit Hilfe vonZwickanklopfmaschinen u. dgl. Gleichwohl besitzt die neue Kappe die gleiche Steifgkeit wie (die bekannten Hinterkappen mit einem aus dem Kappenmaterial umgebogenen Zwickeinschlag. Im übrigen bedarf es bei der Art der Kappenher.stellung gemäß der Erfin, Jung keiner besonderen Vorarbeiten vor der Verarlbbeitung des Kappenmaterial.s. Die neue Hinterkappe kann trocken verarbeitet werden, ohne daß sich schädliche Rückwirkungen auf die Struktur des Materials ergeben oder die exakte Formgebung beeinträchtigt würde.
  • Die neue Hinterkappe eignet sich besonders gut bei der Herstellung von Damen- und Herrenschuhwerk nach,der sogenann:ten California-Machart, bei welcher der ganze Schuh nagellos ausgeführt wird, also das Aufzwicken des Oberleders auf die Brandsohle entfällt, vielmehr der Schaft und das aus Leder oder Stoff bestehende Futter mit der Brandsohle vernäht werden. Dabei geht man so vor, daß die mit. dem Näheinschlag versehene Hinterkappe zwischen Futterleder und Oberleder eingefügt und diese Teile durch eine kurz hinter der Umbuggkante für den Näheinschlag gelegte Naht miteinander verbunden werden. Der Überhang wird dann abgeschnitten oder irgendwie eingearbeitet.
  • Weitere Merkmale der Erfindung und Einzelheiten der durch sie erzielten Vorteile ergeben sich aufs der nachstehenden Beschreibung eines in der schematischen Zeichnung dargestellten Ausführungbeispiels der neuen Hinterkappe.
  • Fig. i zeigt eine Hinterkappe gemäß der Erfindung in perspektivischer Darstellung; Fig. 2 ist ein Vertikalschnitt durch die Kappe. Mit i ist der aus Leder oder einem anderen geeigneten Stoff bestehende aufstehende Teil der Hinterkappe bezeichnet. Mit dem unteren Teil des Kappenteils i ist ein Streifen aus Fasersoff, z. B. Textilgewebe, Wachstuch oder Futterleder verbunden, der als Ganzes mit 2, bezeichnet ist. Beim Ausführungsbeispiel erfolgt die Verbindung des Textilstreifens 2 durch Aufkleben auf die Kappeninnenseite. Die Befestigung kann aber auch auf andereArt undWeise, z.B. durch eine oder mehrere Nähte, erfolgen. Gegebenenfalls könnte der Textilstreifen auch von außen auf den unteren Randteil der Hinterkappe i aufgesetzt und durch Kleben oder Nähen festgelegt werden. Mit 3 ist der dem Randteil der Kappe i anliegende und beim Ausführungsbeispiel durch Klehung festgelegte Teil des Einschbags bezeichnet, während der frei nach außen abstehende Überschlag :das Bezugszeichen 4 trägt.
  • sind Schlitze am äußeren Rand des Überschlags 4, die die Anpassung des Überschlagstreifens 4 an die Kappenrundung erforderlich macht.
  • Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Einzelheiten beschränkt, vielmehr sind in ihrem Rahmen Abweichungen verschiedener Art möglich.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE': i. Hinterkappe für Schuhwerk, die aus einem Kappenteil aus Leder od. dgl. und aus einem an diesen angeklebten Faserstoffteil besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der aufstehende steife Kappenteil nur in seinem unteren Teil mit dem zu einem Streifen geformten Faserstoff teil versehen ist, der einen beweglichen, frei nach außen abstehenden Überschlag bildet, der sich mit dem Oberleder, dem Futterleder sowie der Brandsohle vernähen läßt.
  2. 2. Hinterkappe nach Anspruch i, dadurch gekenn@zeichnet, :daß der streifenförmige Einschlag auf der Innenseite der Kappe angeordnet ist.
DEP50009A 1949-07-26 1949-07-26 Hinterkappe fuer Schuhwerk Expired DE877118C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP50009A DE877118C (de) 1949-07-26 1949-07-26 Hinterkappe fuer Schuhwerk

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP50009A DE877118C (de) 1949-07-26 1949-07-26 Hinterkappe fuer Schuhwerk

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE877118C true DE877118C (de) 1953-05-21

Family

ID=7384122

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP50009A Expired DE877118C (de) 1949-07-26 1949-07-26 Hinterkappe fuer Schuhwerk

Country Status (1)

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DE (1) DE877118C (de)

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