[go: up one dir, main page]

DE876145C - Verfahren zur Herstellung von essigsaeurehaltigen Gallerten aus Pflanzenschleim - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von essigsaeurehaltigen Gallerten aus Pflanzenschleim

Info

Publication number
DE876145C
DE876145C DEM4796D DEM0004796D DE876145C DE 876145 C DE876145 C DE 876145C DE M4796 D DEM4796 D DE M4796D DE M0004796 D DEM0004796 D DE M0004796D DE 876145 C DE876145 C DE 876145C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acetic acid
fermentation
alcohol
production
plant
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM4796D
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Merz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Merz and Co GmbH and Co KG
Original Assignee
Merz and Co GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Merz and Co GmbH and Co KG filed Critical Merz and Co GmbH and Co KG
Priority to DEM4796D priority Critical patent/DE876145C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE876145C publication Critical patent/DE876145C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12JVINEGAR; PREPARATION OR PURIFICATION THEREOF
    • C12J1/00Vinegar; Preparation or purification thereof
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K36/00Medicinal preparations of undetermined constitution containing material from algae, lichens, fungi or plants, or derivatives thereof, e.g. traditional herbal medicines

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Mycology (AREA)
  • Natural Medicines & Medicinal Plants (AREA)
  • Botany (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Medical Informatics (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Alternative & Traditional Medicine (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von essigsäurehaltigen Gallerten aus Pflanzenschleim Es ist bekamit, essigsäurehaltige Gallerten aus Pflanzenschleimen dadurch herzustellen, daß man trockene Sehleimstoffe mit Alkohol durchfeuchtet, den Alkohol in dem durchfeuchteten Gemisch durch einen EssigsäurebiXl!dner teilweise oder ganz in Essigsäure überführt und dlie Schleimstoffe mit Wasser quillt, wobei gegebenenfalls der Restalkohol entfernt wird. .NIan erhält hierbei eine essigsäurehaltige Gallerte, die frei von Knoten ist und die wegen ihrer sauren Beschaffenheit zn bestimmten mittelbaren oder unmittelbaren Zwecken besonders geeignet i.st.
  • Das vorstehend beschriebene Verfahren erfordert aber, weil man die Unterbrechung der Essigsäurebildung durch Temperaturerhöhung oder Temperaturerniedrigung vornimmt, besondere Vorrichtungen bzw. besondere Maßnahmen. Man hat weiterhin gefunden, daß. der Essigsäuregehalt nicht den Berechnungen entsprach. Beobachtungen haben ergeben, daß die Essigsäure schon während der Gärung in Kohlendioxyd und Wasser zerlegt wird.
  • Weiterhin wurde beobachtet, daß geringe Essigsäurekonzentrationen unter Bildung von Essigälchen eine Haut ziehen. Die Bildung des kleinen Nematoden Anguillula aceti, des Essigälchens, hat sich gerade in Gegenwart von Pflanzenschleim, insbesondere von Tragant, besonders stark gezeigt.
  • Die Erfindung bezieht sich nun auf eine Verbesserung bei der Herstellung von essigsäurehaltigen Gallerten aus Pflanzenschleimen, deren Erzeugnisse auch den gewünschten Essigsäuregehalt aufweisen und beibehalten. Während man bisher sich thermischer Unterbrechungsmethoden bediente, die nicht geeignet waren, einen endgültigen Zustand zu schaffen, wird gemäß der Erfindung der Essigsäuregehalt durch Zusatz von die Gärung unterbrechenden und eine Weitergärung verhindernden Zusatzstoffen bestimmt. In Ausübung der Erfindung werden. zu einem in Essigsäuregärung befindlichen Gemisch aus Schleimstoffen, Alkohol und Essigsäurebildnern antiseptische Zusatzstoffe zugefügt.
  • Die antiseptischen Zusatzstoffe können dlem Gemisch vor oder nach der durch Wasserznsatz erfolgten Quellung zugefügt werden. Es hat sich gezeigt, daß als Zusatzstoffe folgende Zusätze besonders geeilgnet sind: Borsäure, essig-weinsaure Tonerde oder ein Gemisch aus Kaliumoxychinolinsulfat, Formaldehyd und Chllormethylisopropylphenol. Der Zusatz wird in einfacher Weise in das in Gärung befindliche Gemisch eingerührt, wobei die Weitergärung sofort unterbunden wird und der Essigsäuregehalt stabilisiert wind. Eine Zersetzung der erfolgten Essigsäure erfolgt, wie Versuche gezeigt haben, ebensowenig, wie sich der Alkohol weiter in Essigsäure umsetzt. Ferner unterbleibt auch eine Bildung von Anguillnla aceti.
  • An Stelle der genannten Zusätze können auch andere desinfizierende Zusatzstoffe verwendet werden. Es können auch an Stelle einzelner der genannten Zusatzstoffe Gemische mehrerer oder aller genannten Zusatzstoffe verwendet werden.
  • Die nach der Erfindung hergestellte essigsäurehaltige Masse aus Pflanzenschleim kann, wenn die Unterbrechung der Gärung vor dem Quellungsvorgang erfolgt, als Konzentrat aufbewahrt werden und Idann später mit W.asser gequollen werden.
  • Der Essigsäuregehalt bleibt in jedem Fall sowohl in dem Konzentrat als auch in der fertigen Gallerte unverändert erhalten. Die Bildung von Essigälchen findet nicht statt.
  • Die Menge des oderfder Zusatzstoffe hängt von der gewünschten Essigsäurekonzentration und der Art des Zusatzstoffes ab. In der Regel ist es zweckmäßig, Zusatzstoffe in Mengen von 5 bis 6°/Q, bezagen auf das Quellungsprodlukt, zu verwenden.
  • Im allgemeinen wir.d man mehr Alkohol anwenden, als zur Herstellung des gewünschten Essigsäuregehaltes erforderlich ist und den Alkohol nur teilweise in Essigsäure überführen. Die Erfindung hat auch ihre Hauptbedeutung für diesen Fall; aber auch idann, wenn der Alkohol völlig oder größtenteils durch die Essigsäuregärung in Essigsäure übergeführt wird, ist das Verfahren noch insoweit von Bedeutung, als der Essigsäuregehalt nach oben und nach unten statbilisiert wird.
  • Beispiele I. IOOOg Traganth werden mit IOOg Alkohol, dem gegebenenfalls so viel Wasser zuzufügen ist, daß sein Athanolgeh,alt etwa I0% beträgt, und dem 20 g Gärungsessig zugesetzt sind, gut durchmischt.
  • Als Gärungsessig kann z. B. solcher verwendet werden, der vorher über Essigmutter tragende Holzspäne gelaufen ist Das-Gemenge wird unter öfterem Durchmischen bei gleichmäßilger Wärme, die über -30 bis 400 erhöht werden kann, stehengelassen. Der Gärungsvorgang kann je nach der Temperatur mehrere Wochen dauern. Zur Förderung der Gärung kann man außer Ider notwendigen Luftzuführung die bei der Essiggärung üblichen Nährsalze zusetzen. Sobald die Essigsäurekonzentration den Grad erreicht hat, der für Idas Fertigerzeugnis erwünscht ist, wird die Gärungsunterbrechung durch Zugabe des oder der die Unterbrechung herbeiführenden Zusatzstoffe vorgenommen. Zur Unterbrechung geeignet ist ein Gemisch von 1000 g, bestehend aus gleichen Teilen von Borsäure, essigweinsaurer Tonerde, Kaliumoxychinolinsulfat, Chlormethylisopropylphenol und Formal,dehyd.
  • Das Verhältnis der Zusatzstoffe zueinander kann auch anders gewählt wenden. Die mit den Zusatzstoffen versetzte Masse kann als solche als Konzentrat aufbewahrt werden oder später weiterbearbeitet werden oder unmittelbar durch Zusatz von 20 l kaltem oder heißem Wasser oder Erhitzen mit 20 1 Wasser und nachfolgendem Aufkochenlassen in eine essigsäurehalbige Gallerte aus Traganth übergeführt werden.
  • 2. IOOO g Traganth werden mit 1000 g Alkohol, dem gegebenenfalls so viel Wasser zuzufügen ist, daß sein Äthanolgehalt etwa IOO/o beträgt, und dem 20 g Gärungsessig zugesetzt sind, gut durchmischt.
  • Als Gärungsessig kann z. B. solcher verwendet werden, wider vorher ülber Essigmutter tragende Holzspäne gelaufen ist. Das Gemenge wird unter öfterem Durchmischen bei gleichmäßiger Wärme, die iiber 30 bis 400 erhöht werden kann, stehengelassen. Der Gärungsvorgang kann je nach der Temperatur mehrere Wochen dauern. Zur Förderung der Gärung kann man außer der notwendigen Luftzuführung die bei ,der Essiggärung üblichen Nährsalze zusetzen. Während des Gärungsvorganges kann das Gemenge durch Zusatz von 201 Wasser in eine essigsäurehaltige Gallerte aus Traganth übergeführt werden. Sobald in wider Gallerte sdie Essigsäurekonzentration den Grad erreicht hat, der für das Fertigerzeugnis erwünscht ist, wird die Gärungsunterbrechung durch Zugabe des oder der die Unterbrechung herbeifiührenden antiseptischen Zusatzstoffe gemäß Beispiel I vorgenommen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRUCHE: I. Verfahren zur Herstellung von essigsäurehaltigen Gallerten aus Pflanzenschleimen unter Durchfeuchten trockener Schleimstoffe mit Alkohol, Uberführung,des Alkohols in Essigsäure mittels Essigsäurebildnern und Quellen des Vergärungsproduktes in Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß der Vergärungsvorgang durch Zusatz von antiseptischen Stoffen bei Erreichen des gewünschten Essigsäuregehaltes unterbrochen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß als antiseptischer Stoff Borsäure oder essig-weinsaure Tonerde oder ein Gemisch aus Kaliumoxychinolinsulfat, Formaldehyd und Chlormethylisopropylphenol oder mehrere oder alle zder vorgenannten Stoffe verwendet wenden.
DEM4796D 1944-03-08 1944-03-08 Verfahren zur Herstellung von essigsaeurehaltigen Gallerten aus Pflanzenschleim Expired DE876145C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM4796D DE876145C (de) 1944-03-08 1944-03-08 Verfahren zur Herstellung von essigsaeurehaltigen Gallerten aus Pflanzenschleim

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM4796D DE876145C (de) 1944-03-08 1944-03-08 Verfahren zur Herstellung von essigsaeurehaltigen Gallerten aus Pflanzenschleim

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE876145C true DE876145C (de) 1953-05-11

Family

ID=7292854

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM4796D Expired DE876145C (de) 1944-03-08 1944-03-08 Verfahren zur Herstellung von essigsaeurehaltigen Gallerten aus Pflanzenschleim

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE876145C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE876145C (de) Verfahren zur Herstellung von essigsaeurehaltigen Gallerten aus Pflanzenschleim
DE2201752A1 (de) Stabiles gel auf der basis von aluminiumphosphat und verfahren zur herstellung desselben
DE654713C (de) Verfahren zur Herstellung von Glykolsaeurenitril
CH236491A (de) Verfahren zur Herstellung von essigsäurehaltigen Gallerten aus Pflanzenschleimen.
DE932817C (de) Verfahren zur Herstellung von aufgelockerten Salben
DE472870C (de) Verfahren zur Herstellung von Glyzerin durch Gaerung
DE449736C (de) Gewinnung von Brom aus Bromeisen
DE920724C (de) Verfahren zum Vergaeren von bei der Verzuckerung von Holz oder holzigen Pflanzenteilen entstehenden, pentosehaltigen Zuckerloesungen
DE884044C (de) Verfahren zur Umwandlung von Di-sek.-Butylaether in sek.-Butylalkohol
DE764806C (de) Verfahren zur Herstellung von Ameisensaeure aus Kohlenoxyd und Wasser
DE623149C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus Holz und anderen zellstoffhaltigen Faserstoffen
DE659193C (de) Verfahren zur Herstellung von Aminonitrilen
DE379949C (de) Verfahren zur Herstellung von Stuecktorf
DE411449C (de) Verfahren zur Herstellung von Brennstoffbriketten aus Kohlenklein mittels Sulfitzelluloseablauge
AT214328B (de) Verfahren zur Verzögerung der Gelatinierungsgeschwindigkeit bei der Herstellung gelatinöser oder halbgelatinöser Sprengstoffe
AT102274B (de) Verfahren zur Herstellung von Hefe, insbesondere Lufthefe.
DE668590C (de) Verfahren zum Konservieren von Haeuten, Fellen und Bloessen
DE250262C (de)
AT112643B (de) Verfahren zur Verzuckerung von Holz.
DE683620C (de) Verfahren zur Umwandlung von Cellulose oder celluloseaehnlichen Stoffen sowie Staerke und staerkehaltigen Stoffen in niedriger molekulare Produkte, insbesondere Zucker
DE193112C (de)
DE722554C (de) Verfahren zur Herstellung von Methylpentaerythrittrinitrat
DE2005585A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Dehydrolinalool
AT117457B (de) Verfahren zur Herstellung künstlicher Fäden, Häute, Bänder u. dgl. aus Lösungen von Zelluloseestern oder Zelluloseäthern.
DE851040C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkohol aus raffinosehaltigen oder melibiosehaltigen Loesungen durch Gaerung