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DE875278C - Abdichtung fuer Leichtmetallkolben - Google Patents

Abdichtung fuer Leichtmetallkolben

Info

Publication number
DE875278C
DE875278C DEG2500D DEG0002500D DE875278C DE 875278 C DE875278 C DE 875278C DE G2500 D DEG2500 D DE G2500D DE G0002500 D DEG0002500 D DE G0002500D DE 875278 C DE875278 C DE 875278C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
light metal
steel
rings
running
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEG2500D
Other languages
English (en)
Inventor
Max Adolf Dipl-Ing Mueller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Goetzewerke Friedrich Goetze AG
Original Assignee
Goetzewerke Friedrich Goetze AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Goetzewerke Friedrich Goetze AG filed Critical Goetzewerke Friedrich Goetze AG
Priority to DEG2500D priority Critical patent/DE875278C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE875278C publication Critical patent/DE875278C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16JPISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
    • F16J9/00Piston-rings, e.g. non-metallic piston-rings, seats therefor; Ring sealings of similar construction
    • F16J9/26Piston-rings, e.g. non-metallic piston-rings, seats therefor; Ring sealings of similar construction characterised by the use of particular materials

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Pistons, Piston Rings, And Cylinders (AREA)

Description

  • Abdichtung für Leichtmetallkolben Gegenstand der Erfindung ist eine Abdichtung für Kolben aus: Leichtmetall in Zylindern von Brennkraftmaschinen mit Stahllaufflächen, also für eine Werkstoffpaarung, die sich insbesondere in hochbeanspruchten, schnell laufenden Verbrennungskraftmaschinen sehr häufig findet. In solchen Motoren werden Zylinder oder Zylinderlaufbüchsen aus Stahl insbesondere mit nitrierten Laufflächen wegen der Härte und Verschleißfestigkeit dieser Werkstoffe verwendet, die eine lange Lebensdauer der Zylinder gewährleisten.
  • Neben der Verschleißfestigkeit sind aber die guten Laufeigenschaften. der Gleitflächen in solchen Motoren von größter Wichtigkeit. Man war bisher bei der Werkstoffwahl gezwungen, einen Mittelweg zwischen höchster Verschleißfestigkeit und besten Laufeigenschaften zu suchen, da beide Eigenschaften nicht von den gleichen Werkstoffen in höchstem Grad erfüllt «-erden können. Zwar hat Leichtmetall bei gleitender Reibung gegen Stahl vorzügliche Verschleißfestigkeit bei gleichzeitig sehr guten Laufeigenschaften; es war aber nicht zu verhindern, daß bei den zur Abdichtung verwendeten Kolbenringen, die den höchsten Beanspruchungen in den genannten beiden Richtungen ausgewetzt sind. `'Werkstoffe miteinander in Berührung kamen, .die diesen hohen Ansprüchen nicht so gut gewachsen «-aren wie das Werkstoffpaar Leichtmetall-Stahl. Soweit die Kolbenringe aus Leichtmetall bestanden, waren sie in den gleichfalls aus Leichtmetall bestehenden Kolben nicht zu verwenden, weil ;sie in den Nuten klebten, wozu noch kam, @daß die Ringe den bei der schnellen B.ewegungsumkehr auftretenden mechanischen Beanspruchungen durch @ Stöße urnd- Schläge nicht gewachsen waren und sich verformten, sowie keine genügende Spannungsbeständigkeit aufwiesen. Kolbenringe aus- Stahl ,dagegen waren wegen der schlechten Laufeigenschaften gegen Stahllaufflächen nicht zu verwenden. , Es ist nun bereits bekannt, durch die Zusammensetzeng von Kolbenringen aus zwei oder mehr Werkstoffen deren gute Eigenschaften zu verbinden. So hat man Kolbenringe aus Guß@eisen mit Einlagen aus Bronze, Zinn, Zink, Graphit oder Kupfer versehen, wobei diese Einlagen: gegebenenfalls aus der Lauffläche etwas hervorstanden. Der Einlagewerkstoff sollte verhältnismäßig schnell verschleißen und einen guten Laufspiegel schaffen. Für die Einlaufzeit hat man ferner Laufflächenschichten aus Kunstharz vorgeschlagen, gegebenenfalls unter Zufügung von feinsteru Poliermitteln, welche die Unebenheiten der Lauffläche abtragen sollten.
  • Ferner hat man Kolbenringe aus Kunstharz oder auch aus Gußeisen mit einem Rücken oder mit Stützfedern aus Stahl ausgestattet, um die Eigenfederung der Ringe zu erhöhen, und, falls der Kolbenring aus Kunstharz bestand, auch die mechanische Festigkeit deis Ringes zu steigern.
  • Bekannt sind schließlich auch Stahlkolbenringe mit einer aufplattierten Laufflächensschicht, die auseinerverhältnismäßigidicken, ölaufsaugenden Legierung aus Bronze oder eine Kupfer-Zinn-Graphit-Mischung o.d. dgl.. besteht, sowie Laufflächenschichten ,aus Leichtmetall auf Stahllagerschalen oder auf Stahlkolben von Brennkraftmaschinen.
  • Zu erwähnen sind ferner Vorschläge, Gußeisenringe mit Einlagen aus Leichtmetall zur Erhöhung ihrer Verschleißfestigkeit zu versehen, U-förmige Kolbenringe aus, Stahl mit Aluminium od. dgl. zu füllen oder auf die Schulterflächen von Kolbenringen aus Leichtmetall Schichten aus Chrom oder Stahl aufzuspritzen. Auch das Plattieren der Schulterflächen von Leichtmetallkolbenringen mit Stahl ist bereits vorgeschlagen worden. In allen diesen Fällen lagen aber die Stahlschichten an den Stahlflächen des Zylinders an, mindestens an den Kanten zwischen Lauffläche und Schulterfläche des Kolbenrings, also .an einer Stelle höchster mechanischer Beanspruchung, was auch die Dauerhaftigkeit der Verbindung der beiden Kolbenringwerkstoffe beeinträchtigte.
  • Durch die Erfindung ,sollen nun die vorzüglichen Lauf- und Verschleißeigenschaften des Werkstoffpaares Leichtmetall - Stahl durch eine entsprechende Gestaltung der Kolbenabdichtung voll ausgenutzt werden, und zwar so, daß keinerlei gegenseitige Berührung gleichartiger Werkstoffe während der ganzen Lebensdauer der verwendeten Teile stattfindet. Sowohl bei der Berührung zwischen Kolben und Kolbenring in den Kolbennuten als auch bei der Berührung zwischen Kolbenringlauffläehe und Zylinderlauffläche als schließlich auch bei -der Berührung zwischen Zylinder und Kolben sollen nur Leichtmetallstellen auf Stahlstellen treffen, was,die Nachteile,des Fressens von Stahl auf Stahl und des Klebeis von Leichtmetall auf Leichtmetall verhindert. Gleichzeitig wird durch die Verwendung von Leichtmetall für die Kolbenabdichtung eine Gewichtsverringerung erreicht, die sich bei schnell laufenden Motorei durch eine geringere Beanspruchung der Stege zwischen den Kolbennöten günstig auswirkt.
  • Erfindungsgemäß soll die auf Stahlkolbenringe aufplattierte, vorzugsweise aufgewalzte Laufflächenschicht aus Leichtmetall bestehen und infolge geeigneter Bemessung der radialen Stärke oder axialen Höhe nicht mit dem Kolben in Berührung kommen können. Es ist ,gleichgültig, welche Zusammensetzung @die°verwen.deten Werkstoffe im einzelnen haben, obwohl auch hierbei Abwandlungen besonders vorteilhaft sind, welche die Tatsache berücksichtigen; daßAer Stahlrücken des Kolbenrings keine guten Laufeigenschaften, aber größte Spannungsbeständigkeit besitzen muß. So kannmau den Stahlteil des Kolbenrings beispielsweise aus einem Chromstahl herstellen, während für den Laufflächenteil eine Kolbenlegierung, aber auch hochreines Aluminium mit besonderem Vorteil verwendbar ist. Die Verbindung der beiden Teile durch Plattierung gewährleistet- im Gegensatz zu aufgespritzten Schichten oder zum Einlegen des einen Werkstoffs in den anderen eine sehr hohe Haltbarkeit, und es hat sich gezeigt, .daß der Halt auch beider verschiedenen Ausdehnung der Werkstoffe in .der Betriebswärme nicht gelockert wird. Auch die Herstellung der Ringe ist auf >diese Weise einfacher als bei der Verwendung von Einlagen oder von aufgespritzten Schichten.
  • Die radiale Breite und axiale Höhe der beiden Kolbenringteile muß so gewählt werden, .daß der Kolben;ring ani allen mit .der Kolbennutwand in Berührung kommenden Stellen aus Stähl besteht, die Breite des Stahlrückens muß also ebenso groß oder größer sein, wie die Tiefe .der Kolbennut, oder die axiale Höhe .des Stahlteils muß größer sein als die des Leichtmetallteils. Andererseits soll der Laufflächenteil radial und axial so breit sein., daß er sich bei dem unvermeidlich auftretenden Verschleiß 1 nicht völlig abnutzt: Versuche haben die Erwartung bestätigt, daß Kolbenringe gemäß der Erfindung bei hoher Spannungsbeständigkeit einen sehr geringen Verschleiß und sehr gute Laufeigenschaften aufweisen. Ein Kolbenring mit einem Stahlrücken von z mm Stärke und einer ebenso starken 1.,eichtmetallaufflächenschicht wies nach mehrstündigem Lauf in einem Versuchsmotor bei hoher Betriebstemperatur vor wie nach dem Lauf eine Spannung von 4,45 kg auf, was einer spezifischen Flächenpressung von 3 kg/cm? und einem scheinbaren Elastizitätmodul der Werkstoffkombination von 1,7 Millionen entspricht. Der durch die Verwendung des Stahlrückens ermöglichte hohe Anpreßdruck -verhütet ,das bei niedrigerer Spannung auftretende Kolbenringflattern, während die Gewichtsverringerung gegenüber Gußeisen durch den starken Leichtmetalllaufflächenteil .sich ebenfalls günstig auswirkte. Die Herstellung der Ringe war sehr einfach, und die Verbindung zwischen Stahl- und Leichtmetallschicht widerstand jeder Beanspruchung.
  • Der Gedanke d er Erfindung, durch eine geeignete Kombination: zweier Werkstoffe und eine entsprechende Gestaltung des Kolbenrings die Berührung gleichartiger Werkstoffe zwischen Kolben, Zylinder und Kolbenringe von der Kolbenringseite her unmöglich zu machen, läßt sich natürlich auch beispielsweise beim Lauf von Gußeisenkolben gegen Leichtmetallaufflächen nutzbar machen. Es ist zwar bereits bekannt, Leichtmetallkolben gegen Leichtmetallzylinder ,durch stark aus der Kolbennut hervorstehende und auf den ganzen Kolbenschaft verteilte Stahlkolbenringe abzudichten, jedoch lag hierbei nicht die Aufgabe vor, die guten Lauf- und Verschleißeigenschaften eines bestimmten Werkstoffpaares bei allen drei Gleitteilen möglichst vollständig auszuwerten.
  • In der Zeichnung ist die Abdichtung gemäß der Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen dargstellt, und zwar zeigt Abb. i einen Kolbenring mit geeigneter Bemessung der radiälen Stärke, Abb. 2 einen solchen mit geeigneter Bemessung der radialen Höhe der Laufflächenschicht. Der Kolbenring i in der Kolbennut 2 besteht aus Stahl; auf seine Lauffläche ist die Leichtmetallschicht 3 aufplattiert. Der Kolbenring dichtet den Spalt zwischen dem aus Leichtmetall bestehenden Kolben q. und dem Stahlzylinder 5 ab. In Abb. i ist die radiale Stärke des Kolbenrings i so groß bemessen, .daß sie die Tiefe der Kolbennut :2 übersteigt. Dadurch kommt die Leichtmetallschicht 3 nicht mit den Wänden der Nut, 2 in Berührung. In Abb. 2 ist die Leichtmetallschicht 3 an den Laufflächenkanten abgeschrägt und berührt deshalb ebenfalls den Kolben q. nicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Abdichtung für Leichtmetallkolben in Zylindern von Brennkraftmaschinen mit Stahllaufflächen und Stahlkolbenringen mit einer aufplattierten, vorzugsweise aufgewalzten Laufflächenschicht,dadurch gekennzeichnet, daß die Laufflächenschicht der Ringe aus Leichtmetall besteht und infolge geeigneter Bemessung ihrer radialen Stärke oder axialen Höhe nicht mit ,dem Kolben in Berührung kommen kann. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 7o6 655; USA.-Patentschriften Nr. 2 2o2 899, 2 2301 4.05.
DEG2500D 1943-03-27 1943-03-27 Abdichtung fuer Leichtmetallkolben Expired DE875278C (de)

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DEG2500D DE875278C (de) 1943-03-27 1943-03-27 Abdichtung fuer Leichtmetallkolben

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DEG2500D DE875278C (de) 1943-03-27 1943-03-27 Abdichtung fuer Leichtmetallkolben

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Publication Number Publication Date
DE875278C true DE875278C (de) 1953-04-30

Family

ID=7116743

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DEG2500D Expired DE875278C (de) 1943-03-27 1943-03-27 Abdichtung fuer Leichtmetallkolben

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DE (1) DE875278C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3045772A1 (de) * 1979-12-04 1981-09-24 Nippon Piston Ring Co., Ltd., Tokyo Dichtungsringe

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2201405A (en) * 1939-09-07 1940-05-21 Russell H Mccarroll Piston
US2202899A (en) * 1938-03-18 1940-06-04 Thompson Prod Inc Piston ring and method of making same
DE706655C (de) * 1936-05-28 1941-05-31 Schmidt Gmbh Karl Lagerschale

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