[go: up one dir, main page]

DE874664C - Verfahren zur Herstellung von Polyvinylalkohol oder seinen wasserloeslichen Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polyvinylalkohol oder seinen wasserloeslichen Derivaten

Info

Publication number
DE874664C
DE874664C DEF4007D DEF0004007D DE874664C DE 874664 C DE874664 C DE 874664C DE F4007 D DEF4007 D DE F4007D DE F0004007 D DEF0004007 D DE F0004007D DE 874664 C DE874664 C DE 874664C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polyvinyl alcohol
water
production
soluble derivatives
polyvinyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF4007D
Other languages
English (en)
Inventor
Werner Dr Starck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF4007D priority Critical patent/DE874664C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE874664C publication Critical patent/DE874664C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F8/00Chemical modification by after-treatment
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F8/00Chemical modification by after-treatment
    • C08F8/12Hydrolysis

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Polymerisation Methods In General (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Polyvinylalkohol oder seinen wasserlöslichen Derivaten Der Polyvinylalkohol besitzt große Bedeutung insbesondere wegen der Eigenschaft, in wäßriger Lösung als Schutzkolloid zu wirken, sowie wegen der günstigen mechanischen Werte und der Lösungsmittelfestigkeit der aus solchen Lösungen nach dem Auftrocknen erhaltenen Filme. So finden die wäßrigen Lösungen des Polyvinylalkohols Verwendung in der Pharmacie, in der Kosmetik, in der Textilindustrie, in der Anstrichtechnik sowie als Emulgiermittel in der Polymerisationstechnik.
  • ach den bisher bekanntgewordenen Verfahren stellt man Polyvinylalkohol dadurch her. daß man polymere Vinylester in Alkoholen löst und mit Alkalien oder Säuren behandelt. Es fällt dann der polymere Vinylalkohol pulverförmig aus. Hierbei wird die am polymeren Ester gebundene Säure mit dem als Lösungsmittel angewandten Alkohol verestert, es tritt also eine Umesterung ein, wobei der Polyvinylalkohol durch Ausfallen aus dem Gleichgewicht ausscheidet. Um den Polyvinylalkohol auf den obenerwähnten Gebieten verwenden zu können, muß das ausgefällte pulverförmige Produkt von der Mutterlauge abgesaugt, getrocknet und dann in Wasser gelöst werden. Der Weg vom monomeren Vinylester bis zu technisch anwendbaren Polyvinylalkohollösungen ist also recht umständlich, denn der Arbeitsgang zerfällt in die Polymerisation des Vinylesters in Block oder Lösung, die Verseifung im organischen Lösungsmittel, die Trocknung des Polyvinylalkohols und dieAuflösung desPolyvinylalkohols in Wasser. Es war auch bekannt, Poiyvinylester in organischen Medien zu lösen, diese Lösungen in Wasser zu emulgieren und sie dann mit verseifend wirkenden Mitteln zu behandeln; doch ist auch dieses Verfahren noch recht umständlich. Auch macht die Verseifung Schwierigkeiten, da die beschriebenen Emulsionen auch bei starkem Rühren dazu neigen, auszuklumpen.
  • -Es wurde nun gefunden, daß man Polyvinylalkohollösungen auf einfache Weise dadurch herstellen kann, daß man von durch Emulsionspolymerisation erhaltenen wäßrigen Emulsionen polymerer Vinylester ausgeht. Die Herstellung solcher Emulsionen durch Polymerisation der monomeren Ester in wäßrigen Lösungen von Emulgiermitteln wird großtechnisch nach bekannten Verfahren durchgeführt. Zur Verseifung solcher möglichst hochprozentigen Emulsionen gibt man geringe Mengen von verseifenden Mitteln, wie z. B'. eine anorganische Säure, sowie einen niedrigsie-denden Alkohol, wie z. B.. Methanol oder Äthanol, zweckmäßigerweise in einer der gebundenen Säure äquivalenten Menge, zu. Man erhitzt dieses Gemisch in einem Rührgefäß, das -mit einem Destillationsaufsatz und angeschlossenen absteigenden Kühler versehen ist. Die Heiztemperatur wählt man derart, daß der sich während der Reaktion bildende Ester siedet und über den Destillationsaufsatz von dem zugegebenen Alkohol abgetrennt wird. Den Verlauf der Verseifung kann man an der Menge des abdestillierten Esters direkt verfolgen. Während zu Beginn der Reaktion das polymere Produkt sich in Emulsion befindet und die Reaktionsmasse leicht rührbar ist, tritt mit fortschreitender Verseifung starke Verdickung auf, bis endlich eine zähe, klare Lösung erhalten wird. Man kann natürlich die Reaktion in jedem Stadium der Verseifung, z. B. durch Neutralisieren der Säure und Kühlung, unterbrechen und erhält auf diese Weise Polyvinylalkohole mit gewünschten Mengen an Acylresten.
  • Als Polyvinylesteremulsionen haben sich diejenigen als besonders brauchbar erwiesen, bei deren Herstellung Polyvinylalkohol als Emulgator verwandt worden ist, die also nach dem Verfahren des Patents 72;7 955 hergestellt wurden. Der Vorteil diesertmulsionen liegt darin, daß die nach der Verseifung@ erhaltenen Polyvinylalkohollösungen keine Fremdstoffe, -wie z. B. Emulgiermittel auf Seifenbasis, enthalten. Der Pölymerisationsgrad des als Endprodukt erhaltenen Polyvinylalkohols wird durch den Polymerisationsgrad des Emulsionspolymerisates bestimmt, der wiederum mit Hilfe bekannter Methoden bei der Polymerisation in gewünschtem Sinne beeinflußt werden kann.
  • Das beschriebene Verfahren ist nicht auf die Verseifung von Polyvinylestern beschränkt, sondern kann sinngemäß auch auf ,Mischpolymerisate, die eine oder mehrere verseifbare Komponenten enthalten, übertragen werden. Auch kann man, während der Verseifung.leicht mit den OH-Gruppen des Polyvinylalkohols reagierende Stoffe, wie z. B. geringe Mengen Aldehyde, zusetzen, und erhält so wasserlösliche Derivate des Polyvinylalkohols.
  • Die nach diesem Verfahren erhaltenen Polyvinylalkohollösungen können den eingangs beschrie-. benen, verschiedenen bekannten Verwendungszwecken zugeführt werden. Sollten, für spezielle Anwendungen, .die durch Neutralisation :der bei der Verseifung notwendigen Säure entstandenen Salze stören, so können sie durch Dialyse leicht entfernt werden.
  • Das neue Verfahren ermöglicht die Herstellung wäßriger Polyvinylalkohollösungen auf besonders eirufache und großtechnisch vorteilhafte Weise. Als Anwendungsgebiet sei z. B. die Möglichkeit erwähnt, die in Patent 727 955 beanspruchte Herstellung von Polyvinylesteremulsionen in einem einzigen Reaktionsgefäß durchzuführen, indem man die Polymerisation des Vinylesters in einer wäßrigen Lösung von Polyvinylalkohol durchführt, anschließend einen Teil der Emulsion nach dem neuen Verfahren verseift, mit Wasser auf die gewünschte Konzentration. verdünnt und. diese Lösung wieder als Flotte für den nächsten Polymerisationsansatz benutzt. .
  • Beispiel In einen mit 30 cm hoher Fraktionierkolonne und absteigendem Kühler sowie mit Rühren ausgestatteten i-l-Glaskolben werden 400(g einer 5o0/eigen Polyvinylacetatemulsion, die unter Verwendung einer 5°/oigen Polyvinylalkohollösung als Emulgator hergestellt wurde, eingetragen. Sodann rührt man ein Gemisch aus ioo g Methanol und 8 g konzentrierter Schwefelsäure innerhalb i Stunde ein. Die Emulsion wird unter Rühren auf 85 bis gö°, geheizt. Nach 2 Stunden beginnt Methylacetat abzudestillieren, wobei die Temperatur am übergang der Fraktionierkolonne 57°' nicht übersteigt. Bereits i, Stunde nach Beginn des Erhitzens wird der Kolbeninhalt dickflüssig und geht von dem Emulsionsstadium allmählich in eine klare Lösung über. Nach io Stunden ist die Destillation beendet; man erhält Zoo g Destillat, bestehend aus 75)/o Methylacetat und 25 °/o Methanol. Zum Schluß wird noch i Stunde ohne Fraktionieraufsatz abdestilliert. Im Kolben hinterbleibt eine hellgelbe, klare Lösung von Polyvinylalkohol, die gegebenenfalls mit Alkali neutralisiert wird und für die verschiedensten Verwendungszwecke, z. B,. nach Verdünnen mit Wasser als Ernulgator für die Herstellung von Polyvinylacetatemulsionen, verwendet werden; kann.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Polyvinylalkohol oder seinen wasserlöslichen Derivaten, dadurch gekennzeichnet, daß man: wäßrige, durch Emulsionspolymerisation erhaltene Emulsionen von Polyvinylestern oder Mischpolymerisaten von Vinylestern in Gegenwart niedrigsiedender Alkohole unter gleichzeitigem Abdestillieren des sich bildenden Esters, gegebenenfalls in Gegenwart von leicht mit den O H-Gruppen des Polyvinylalkohols reagierenden Stoffen., wie Aldehyden, verseift.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man solche Emulsionen verseift, die durch Emulsionspolymerisation der Monomeren in Gegenwart von Polyvinylalkohol oder seinen wasserlöslichen Derivaten erhalten wurden.
DEF4007D 1942-06-15 1942-06-16 Verfahren zur Herstellung von Polyvinylalkohol oder seinen wasserloeslichen Derivaten Expired DE874664C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF4007D DE874664C (de) 1942-06-15 1942-06-16 Verfahren zur Herstellung von Polyvinylalkohol oder seinen wasserloeslichen Derivaten

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE295066X 1942-06-15
DEF4007D DE874664C (de) 1942-06-15 1942-06-16 Verfahren zur Herstellung von Polyvinylalkohol oder seinen wasserloeslichen Derivaten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE874664C true DE874664C (de) 1953-04-27

Family

ID=25782458

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF4007D Expired DE874664C (de) 1942-06-15 1942-06-16 Verfahren zur Herstellung von Polyvinylalkohol oder seinen wasserloeslichen Derivaten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE874664C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE963194C (de) * 1953-05-13 1957-05-02 Wacker Chemie Gmbh Verfahren zur Herstellung von Polyvinylalkohol

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE963194C (de) * 1953-05-13 1957-05-02 Wacker Chemie Gmbh Verfahren zur Herstellung von Polyvinylalkohol

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE697481C (de) Verfahren zur Herstellung von in kaltem Wasser loeslichen hochmolekularen Polymerisationsprodukten
DE654989C (de) Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten
EP0562344A1 (de) Sulfogruppenhaltige Polymere
DE733995C (de) Verfahren zur Herstellung stabiler hochkonzentrierbarer waessriger Dispersionen aus wasserunloeslichen Emulsionspolymerisaten von Acryl- oder Vinylharzen
DE874664C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyvinylalkohol oder seinen wasserloeslichen Derivaten
DE2433486B2 (de) Verfahren zur herstellung von emulsionen, konzentrierten dispersionen und pasten von hydrophilen polymeren fuellstoffen in weichmachern
DE1769420C3 (de) Stabile wässrige Polymerisatdispersion
DE862956C (de) Verfahren zur Herstellung von Mischpolymerisaten
DE664351C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyvinylestern
DE1076372B (de) Verfahren zur Polymerisation ungesaettigter monomerer organischer Verbindungen in waessriger Emulsion
DE1964029B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Polyvinylchloridemulsionen
DE403645C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten
DE68912469T2 (de) Polymerisationszusammensetzung mit modifiziertem Aktivatorsystem.
DE656134C (de) Verfahren zum Polymerisieren von Acrylsaeureestern und deren Homologen zu festen Polymerisaten
DE708639C (de) Polymerisation von Acrylverbindungen in waessrigem Medium
DE1178599B (de) Verfahren zur Herstellung von Mischpolymerisaten
DE755028C (de) Verfahren zur Polymerisation ungesaettigter organischer Verbindungen
DE862681C (de) Verfahren zur Herstellung chlorierter Polyaethylene
DE679944C (de) Verfahren zur Herstellung von polymeren Verbindungen
DE879017C (de) Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten
DE889980C (de) Verfahren zur Darstellung von Polymerisaten aus Vinylhalogeniden, Vinylestern und Acrylsaeureestern in emulgierter Form
DE3049008C2 (de) Verfahren zur Herstellung von verpastbaren Polymeren des Vinylchlorids
DE68912851T2 (de) Verfahren zur Polymerisation von Methylmethacrylat mit einem verbesserten Aktivatorsystem.
DE1214404B (de) Verfahren zur Herstellung modifizierter Polyvinylalkohole
DE849006C (de) Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsverbindungen