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Mit einem Gewindering nachstellbare Kegelreibungskupplung Es gibt
verschiedene Einrichtungen, mit deren Hilfe es möglich ist, die Kegel einer Reibungskupplung
zum Ausgleich ihres Verschleißes nachzustellen. Eine der bekanntesten derartigen
Vorrichtungen, welche insbesondere auf selbsttätigen DreIhbänken Anwendung findet,
besteht aus einer Mutter mit zwei gegenläufigen Gewindegängen; während dereine dieserGewindegänige
auf dem treibenden Teil sitzt, ist,der andere auf einen den angetriebenen Kegel
der Kupplung tragenden Teil aufgeschraubt, .das in bezug auf den angetriebenen Teil
der Kupplung gegen Winkelverschiebung gesichert ist, aber hinsichtlich der angetriebenen
Kupplungshälfte durch Winkelverschiebung der Mutter axial verstellt werden kann.
Dabei sind Mittel vorgesehen, um die axiale Lage dieses Teiles zu sichern. Diese
Mittel bestehen in der Regel aus einem selbsttätig wirkenden Riegel, welcher die
Winkellage der Mutter sichert.
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Eine derartige Einstellvorrichtung genügt zwar allen: Anforderungen
an eine sichere Arbeitsweise, weist aber auch einen erheblichen Nachteil auf. Um
die Kupplung einzustellen, bedarf es nämlich zweier Personen, denn man mu3. z. den
Riegel der Mutter in der entriegelten Lage halten, 2. den angetriebenen Teil in
einer Lage festhalten, 3. die Mutter drehen.
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Nun wäre es an sich möglich, die Einstellung der Kupplung dadurch
zit erleichtern, daß man beispielsweise einen Schieberriegel oder einen Riegel mit
B.ajonettverschluß vorsieht, d.h. einen von Hand gesteuerten Riegel. Mit derartigen
Riegeln v ersehene
Vorrichtungen sind jedochwenig beliebt; denn
für den Fall, daß, nach erfolgtem Einstellen das Schließen des Riegels vergessen
wird, kann die Inbetriebsetzung .der Maschine die Beschädigung gewisser Kupplungsteile
und in jedem Fall die Entriegelung,der- Kupplung zur Folge haben.
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kegelreibungskupplung, die
.ebenfalls mittels eines Gewinderinges nachstellbar ist, bei der aber die geschilderten
Schwierigkeiten vermieden sind:. Dies wird dadurch erreicht, daß der in :der zugehörigen
Kupplungshälfte drehbar geführte, aber gegen Verdrehung sichtbare Ring mit Innengewinde
auf den gegenüber dieser Kupplungshälfte nur axial @beweglichen Reibteil faßt.
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Die nähere Erläuterung dieses Erfindungsgedankens ergibt sich aus,
der Zeichnung, welche ein Ausführungsbeispiel darstellt.
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Fig. i ist ein axialer Schnitt durch eine Kegelreibungskupplung mit
zugehöriger Nachstelleinrichtung.
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Die Fig. 2 und 3 zeigen. ,schaubildlich und teilweise ebenfalls im
Schnitt die Nachstellvorrichtung der Kupplung in, verriegeltem und entriegeltem
Zustand: In der Zeichnung- bezeichnet i eine Welle, auf welcher die treibende Kupplungshälfte
2, und. die angetriebene Kupplungshälfte 3 gleichachsig angeordnet sind. Die Kupplungshälfte
2 dreht sich auf Kugellagern frei auf der Welle z und wird durch eine nicht dargestellte
Kette angetrieben, welche mit der Verzahnung 4 im Eingriff steht. Diese Kupplungshälfte
2 wird in bezug .auf die Welle i in axialer Richtung festgehaten: Die angetriebene
Kuppungshälfte 3 ist auf der Welle i gegen Winkelverschiebung :gesichert, kann aber
in der Längsrichtung auf ihr gleiten..
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Die Kupplungshälfte 2- trägt ein durch einen Gewindering 5 gebildetes
Einstellorgan, welches in axialer Richtung festgehalten wird, sich aber in der Kupplungshälfte
frei drehen kann. Dieser Gewindering ist auf seiner Innenseite mit einem Gewinde
versehen, auf welchem ein ringförmiger Reibteil aufgeschraubt ist, der den Reibbelag
8 trägt. Dieser Reibteil 7 besteht aus einem Ring, welcher in bezug auf dieKupplungshälfte2
gegenWinkelverschiebung durch, einen mit ihr fest verbundenen Führungsteil t ;gesichert
ist, welcher in eine im Reibteil 7 vorgesehene Nut.io:eindringt. Wenn man den Gewindering
5 gegen die Kupplungshälfte 2 verdreht, wird der Reibteil 7 mit dem Reibbelag 8
in der Kupplungshälfte axial verschoben.
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Die Antriebsvorrichtung für :den Gewindering 5 besteht aus einem Kitzel
i i, welches mit einer Verzahnung 12 auf einer der Stirnflächen,des Gewinderinges
5 im Eingriff steht: Das Ri.tzel i i ist in einer radialen Aüsnehmung 14 der Kupplungshälfte
2 untergebracht und steht unter :der Wirkung einer Feder 13, welche es aus dieser
Ausnehmung herauszutreiben sucht. Das Kitzel i i wird durch einen Anschlag 15 in
der Ausnehmung .gehalten, welcher gegen. eine Schulter 16 dieser letzteren anstößt
(Fig. 2) . . In dieser Lage .greift die Verzahnung des Kitzels ii nicht nur in die
Verzahnung 12 des Gewinderinges 5 ein, sondern auch in eine Innenverzahnung 17 im
Eingriff, welche im äußersten Teil der Aüsnehmung 14 vorgesehen ist. Die Einstellmutter
ist .dann 'verriegelt und kann keine Winkelverschiebung erfahren. Da-raus folgt,
daß -die Lage des Reibteils 7 in axialer Richtung ebenfalls gesichert ist.
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Zur Einstellung der Lage des Reibteils 7 genügt es, einen nicht dargestellten
Schlüssel in ein in der Achsrichtung des Kitzels ii vorgesehenes Mehrkantloch i8
einzuführen und darauf einen Druck auszuüben, um es entgegen: der Wirkung der Feder
13 in die in der Fig. 3 dargestellte Lage zu bringen; in welcher es mit der Innenverzahnung
17
nicht mehr im Eingriff steht. Es ist dann möglich, dem Gewindering durch
Drehung des Schlüssels um seine Achse eine Drehbewegung zu erteilen, durch welche
eineLängsversehiebung desReibteils 7 bewirkt wird.
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Ist die Einstellung beendet, so genügt es, den Schlüssel herauszuziehen,
damit die Feder 13 die Verzahnung Lies RitzelS f i mit der Innenverzahnung 17 wieder
in Eingriff bringt. Dadurch erfolgt die selbsttätige Verriegelung des Gewinderinges,
wodurch,die Lage-des Reibteils 7 in axialer Richtung gesichert ist.
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Es ist also möglich, daß eine einzige Person die Einstellung der Kegelreibungskupplung
leicht vornehmen kann: Es versteht sich von selbst"daß auch eine andere Antriebsvorrichtung
für die Bewegung des Gewinderinges vorgesehen werden kann. Es ist jedoch vorteilhaft,
eine Antriebsvorrichtung vorzusehen, welche leicht mit einer Verriegelungsvorrichtung
kombiniert werden kann, bei der die Verriegelung selbsttätig erfolgt, um die bei
der Einstellung Üötigen Handlungen. möglichst zu vereinfachen. Man vermeidet auf
diese Weise jede Störung oder Beschädigung z. B. infolge Nichtverriegelung .des
Gewinderinges, 5 nach erfolgter Einstellung. Es ist endlich vorteilhaft, daß die
auf .den Riegel wirkende Fliehkraft den Riegel in verriegelter Lage hält; Die beschriebene
Einstellvorrichtung kann auch auf dem angetriebenen Teil der Kupplung angeordnet
werden, und die Verriegelung des Reibteils 7 kann auch durch eine andere Verriegelungsvorrichtung
erfolgen.
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Die Innenverzahnung 17 kann. durch einen oder mehrere radial angeordnete
Vorsprünge ersetzt werden; welche in die Verzahnung des Kitzels ir-i eindrin-gen
können.
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Es ist selbstverständlich, daß das Kitzel i z genügend breit sein
muß, damit es gleichzeitig mit derInnenverzahnungi7 einerseits undmitderStirnverzahnung
des Gewinderinges andererseits -in Eingriff kommen kann.