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DE874291C - Verfahren zum gleichmaessigen Faerben von Polyamiden - Google Patents

Verfahren zum gleichmaessigen Faerben von Polyamiden

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Publication number
DE874291C
DE874291C DEB6289D DEB0006289D DE874291C DE 874291 C DE874291 C DE 874291C DE B6289 D DEB6289 D DE B6289D DE B0006289 D DEB0006289 D DE B0006289D DE 874291 C DE874291 C DE 874291C
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DE
Germany
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dyes
acid
polyamides
dye
polyamide
Prior art date
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Expired
Application number
DEB6289D
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB6289D priority Critical patent/DE874291C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE874291C publication Critical patent/DE874291C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/44General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders
    • D06P1/673Inorganic compounds
    • D06P1/67333Salts or hydroxides
    • D06P1/6735Salts or hydroxides of alkaline or alkaline-earth metals with anions different from those provided for in D06P1/67341
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    • D06P1/44General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders
    • D06P1/653Nitrogen-free carboxylic acids or their salts
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    • DTEXTILES; PAPER
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    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/02Material containing basic nitrogen
    • D06P3/04Material containing basic nitrogen containing amide groups
    • D06P3/24Polyamides; Polyurethanes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zum gleichmäßigen Färben von Polyamiden Es ist bekannt, daß Polyami-de mit einer großen Anzahl von Säurefarbstoffen und sauer ziehenden Nachchromierurigsfarbstoffen, die für das Fäxben von Wolle hergestellt werden, gefärbt werden können, wenn man mit dien in der Wollfärberei meist verwendeten Zusätzen an Schwefelsäure, Ameisensäure oder Essigsä.ure und Glaubersalz arbeitet. Bei dieser Arbeitsweise erhält man bei Verivendun- von je ein-cm geeigneten Säure- bzw.. Nacliclirorni,erun,-sfarbstoff bei mittleren,undsatten Farbtönen einigermaßen gleichmäßige Färbungen. Der Färber braucht jedoch bei Färbungen nach Mu#ster im allgemeinen zwei oder drei Farbstoffe, die sich miteinander in jedem Verhältnis mischen lassen, ohne ungleiche Färbungen zu liefern. Bei solchen Mischfärbungen traten bisher färberische Ungleichmäßigkeiten auf, weil der in Gegenwart von freier Säure ungleich aufgezogene Farbstoff sich nicht gleichmäßig verteilen ließ.
  • Es wurde nun gefunden, daß man gleichmäßige Färbungen auf Polyamiden in allen Farbstärken mit Hilfe von Säurefarbstoffen bzw. Egalisierungsfarbstoffen und sauer ziehenden Nachchromierungsfarbstoffen herstellen kann, wenn man -den Färbebädern Ammoniumsalze zusetzt. Die Ainmoniumsalze verzögern das Aufziehen der Farbsäuren auf die Polyarnide. Ammoniiumformiat hält am stärksten zurück, Ammoniumsulfat and Ammoniumacetat haben geringere Wirkung. Bei schwerer egalisierenden Säure- bzw. Nachchromierungsfarbstoffen ist der Zusatz von kleinen Mengen Ammoniak zum Färbebad vorteilhaft.
  • Für das beanspruchte Verfahren sind diejenigen Woll- bzw. Nachchromierungsfarbstoffe als geeignet anzusehen, die bei 69' mit Ammoniumformiat langsamer als bei Anwesenheit freier Säuren ziehen, auf Nachzügen bei Ternperatursteigerung auf go bis 95' tiefere Färbungen aus ammoniumformiathaltigen Bäldern liefern" im Bedarfsfall unter Nachsatz von z. B. freier Ameisensäure, und bei Egalisiervetsu-chen das Überwandern von Wollfarbstoffen vom gefärbten auf ungefärbtes Polyaraid stärker begünstigen als beim Arbeiten mit von Anfang an freier Säure. Für Mischfärbungen ist außerdem nochdie Prüfung auf Verträglichkeit der zwei bzw. drei geeigneten Färbstoffe miteinander erforderlich.
  • Auch zum Egalisieren von Färbungen auf Polyamidtextilgut kann das Verfahren angewendet werden. In Gegenwart der Ammoniumsalze der niederen Fettsäuren bzw. dem Ammoniumsulfat ziehen die für das vorliegende Verfahren geeigneten Farb-' stoffe auf Polyamide bei geeigneter Temperaturführung nur unvollständig auf, während sie unter sonst gleichen Verhältnissen bei dem sonst üblichen Zusatz von Schwefelsäure, Ameisensäure oder Essigsäure zum Färbebad wesentlich stärker oder nahezu vollständig von den!Polyamiden aufgenommen werden -. EinFärb#e#ba#d>"das nochlaufziehfähigen Farbstoff enthält, vermag jedoch färberische Ungleichmäßigkeiten auf dem behandelten Textilgut wesentlich leichter auszugleichen als ein Färbebad, das stark oder vollkommen erschöpft ist. Durch Zusatz von ungefärbtem Polyamidtextilgut ist es erfindungsgemäß möglich, den Farbstoff zu einem Teil von der Polyamidseide abzuziehen und den ungefärbten Polyamidstrang in etwa gleich-er Tiefe anzufärben. Das überwandern der Farbstoffe von ein-er Faser zur anderen kann bei schwach sauer ziehenden Sättrefaribstoffen durch einen Zusatz von Ammoniak neben Ammoniumformiat unterstützt werden. Es ist erfindungsgemäß möglich, zudunke oder ungleichmäßig ausgefallene saure Färbungen auf Polvamiden auszugleichen, während in Gegenwart freier Säure und von Neutralsalzen außer Ammoniumsalzender Ausgleich zwischen den einander in der Färbung anzugleichenden Strängen stark gehemmt wird.
  • Zur Ausführung der Erfindung geht man zweckmäßig in das etwa 5o` heiße oder kalte Bad ein, welches die Ammoniumsalze enthält, erhitzt schneller oder langsamer auf etwa go bis 95' und erschöpft gegebenenfalls das Färbebad durch Nachsatz von z. B. Ameisensäure.
  • Will man sich von der Egalisierwirkung der geeigneten Wollfarbstoffe überzeugen, -so bringt man beispielsweise einen zu tief gefärbten Polyai-nidstran,g mit einem ungefärbten Polyamidstrang zusammen in ein farbstoffloses Bad, welches ein Ammoniumsalz enthält, geht lauwarm in das Bad ein und steigert die Temperatur allmählich bis auf go bis 95'. Bei dies-er Temperatur behandelt man wieder einige Zeit, bis sich die Färbungen der beiden Stränge weitgehend ausgeglichen haben. Das Färbebad wird während dieser Zeit mehr oder weniger kräftig gefärbt.
  • Es war überraschend, daß die Schwierigkeiten, welche insbesondere bei Mischfärbungen von Säurefarbstoffen aus Polyamidfasern durch. zu schnelles und ungleichmäßiges Aufziehen sich ergeben, durch den einfachen Ersatz der üblicherweise im Färbebad vorhandenen Säuren durch Ammoniumsalze ausgeschaltet werden können. Nach dem Verfahren der Erfindung gelingt die Herstellung schwierigster Modetöne auf Polyamiden in bester Gleichmäßigkeit. Beispiel I ro kg Strangseide aus e-Caprolactampolymerisat werden in geeigneter Weise gedämpft, gewaschen und kommen in ein Färbebad, das in 5oo 1 Wasser 300 g Alizaringeranol B (S c h'u 1 t z : Farbstofftabellen, Bd. 1, 7. Aufl., Nr. 12 11) und 500 g Ammoni-umformiat enthält. Man geht mit der Polyamidseide bei 30 bis 40' ein, erhitzt in etwa 1/2 Stunde auf go bis 95' und färbt -i Stunde bei go bis 95'. Das Färbegut ist gleichmäßig rotviolett gefärbt, das Färbebad ist praktisch ausgezogen. Bei,Spiel :2 Wie im Beispiel i vorbereitete Polyamidseide färbt man in 7ü#c) 1 Wasser mit einer Mischung aus i o g Alizarinsaphirol SE (S c h u 1 t z : Farbstofftabellen, Nr. I 188), 7 g Alizarinrubinol R (S chul tz: Farbstofftabellen, Nr. i2io), 6gAmido-. gelb E (S c h u 1 t z : Farbstofftabellen Nr. 16) unter Zu,satz von 2oo g Ammoniumf or#miat. Man geht bei 500 ein, treibt in etwa zo Minuten auf go bis 95', setzt nach i o Minuten bei abgestelltem Dampf o, i 1/o Ameisensäure (85'/oig) in guterVerdünnung zu und färbt in 2o bis 30 Minuten bei gho bis 95' fertil. Man erhält ein gleichmäßiges Zinngrau bei völliger Erschöpfungdes Bades.
  • Beispiel 3 iokg Polyamidseide aus dem Polyamid des ,--Caprolactam als Strang werden gedämpft und gewaschen. Man färbt mit 5099 Metachromolivbraun G (S c h u 1 t z : Farbstofftabellen, Bd. I, 7. Aufl., Nr. 14:2), 500g Ammoniuniformiat, 2oo ccm Ammoniak (25'/0,ig), geht bei 310' ein, erhitzt in 5o bis 6o Minuten auf go bis 95' und läßt während 1/2 Stunde den restlichen Farbstoff aufziehen. Dann schreckt man das Bad durch Zufluß von kaltem Wasser etwa-s ab, setzt 25o g Kaliumbichromat gelöst und 2ao, ccm Schwefelsäure 66' B# in guter Verdünnung zu, erhitzt wieder auf go bis 95' und chromiert '/4 bis i Stunde. Die Seide ist gleichinäßi g olivbraun gefärbt und die Färbung besitzt die hohen Echtheiten nachchromierter Färbungen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH-Verfahren zum gleichmäßigen Färben von Polyamiden mit Säure- bzw. Egalisierungsfarbstoffen und Nachchromierungsfarbstoffen, da-,durch gekennzeichnet, daß manden Färbebädern Ammoniumsalze zusetzt, vorzugsweise von lauwarm bis kochendheiß arbeitet und gegebenenfalls die Färbebäder durch Nachsatz freier Säure, insbesondere Ameisensäure erschöpft.
DEB6289D 1944-03-28 1944-03-28 Verfahren zum gleichmaessigen Faerben von Polyamiden Expired DE874291C (de)

Priority Applications (1)

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DEB6289D DE874291C (de) 1944-03-28 1944-03-28 Verfahren zum gleichmaessigen Faerben von Polyamiden

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DEB6289D DE874291C (de) 1944-03-28 1944-03-28 Verfahren zum gleichmaessigen Faerben von Polyamiden

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE874291C true DE874291C (de) 1953-04-23

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DEB6289D Expired DE874291C (de) 1944-03-28 1944-03-28 Verfahren zum gleichmaessigen Faerben von Polyamiden

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DE (1) DE874291C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0001488A1 (de) * 1977-10-05 1979-04-18 BP Chemicals Limited Verwendung von sauren Salzen in Färbe- und/oder Druckverfahren

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0001488A1 (de) * 1977-10-05 1979-04-18 BP Chemicals Limited Verwendung von sauren Salzen in Färbe- und/oder Druckverfahren

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