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DE8743C - Neuerungen in der Herstellung von Fässern aus Papier - Google Patents

Neuerungen in der Herstellung von Fässern aus Papier

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Publication number
DE8743C
DE8743C DENDAT8743D DE8743DA DE8743C DE 8743 C DE8743 C DE 8743C DE NDAT8743 D DENDAT8743 D DE NDAT8743D DE 8743D A DE8743D A DE 8743DA DE 8743 C DE8743 C DE 8743C
Authority
DE
Germany
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drum
paper
bars
barrels
circumference
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT8743D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. H. DARLINGTON & C. E. SEDORE in New-York
Publication of DE8743C publication Critical patent/DE8743C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C53/00Shaping by bending, folding, twisting, straightening or flattening; Apparatus therefor
    • B29C53/80Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
    • B29C53/82Cores or mandrels
    • B29C53/821Mandrels especially adapted for winding and joining
    • B29C53/824Mandrels especially adapted for winding and joining collapsible, e.g. elastic or inflatable; with removable parts, e.g. for regular shaped, straight tubular articles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

1879.
JOHN HENRY DARLINGTON und CHARLES EDWARD SEDORE
in NEW-YORK.
Neuerungen in der Herstellung von Fässern aus Papier.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. August 1879 ab.
Der erste Theil der Erfindung bezieht sich auf die Herstellung eines Cylinders aus Papier von der für das anzufertigende Fafs erforderlichen Länge und geeignetem Durchmesser mittelst besonderer Maschinen.
Der zweite Theil der Erfindung bezieht sich auf das Formen dieses Cylinders zu einem Fasse, unter gleichzeitigem Trocknen und Erhärten desselben unter Anwendung besonders dazu construirter Apparate.
Der dritte Theil der Erfindung betrifft das Kimmen des Fasses zum Einsetzen der Böden, auf die Befestigung dieser Böden und auf die beim Kimmen angewendeten Maschinen.
Zur Anfertigung des Cylinders dient Papier von geeigneter Beschaffenheit, das von einer grofsen Papierrolle abläuft, die mit einer Bremsvorrichtung versehen ist. Vor dieser Rolle geht das Papier, durch geeignet angebrachte Leitwalzen geführt, in einem mit Klebstoff gefüllten Trog, in welchem das Papier mit diesem Klebstoff getränkt wird; vor dem Verlassen des Troges wird von beiden Seiten des Papiers der Klebstoff durch stellbare Abstreicher entfernt, worauf das Papier dann ein Paar Druckwalzen passirt, die den überschüssigen Klebstoff vollends zurückhalten.
Von diesen Walzen aus läuft das Papier auf eine rotirende Trommel, auf der es sich in der gewünschten Stärke glatt aufwickelt. Die Trommel besteht aus einem eigenthümlich construirten Gestell, welches im Durchmesser verringert werden kann, so dafs der aufgewickelte Papiercylinder bequem heruntergenommen werden kann, während zu neuer Umwickelung das Gestell auf den erforderlichen Durchmesser ausgespannt werden kann.
In Fig. ι stellt / das aufgerollte Papier dar; gegen die Peripherie dieser Papierrolle drückt die Bremse G an, die zwischen den beiden bei g drehbaren, an beiden Seiten der Rolle angebrachten Armen g' sitzt. Ueber den Drehpunkt g hinaus ist der Arm mit einem Segment g3 versehen, an dessen oberem Theil eine Kette g* sitzt, die nach dem vorderen Ende der Maschine läuft, damit der Arbeiter, wenn er an der Trommel B beschäftigt ist, von hier aus die Bremse handhaben kann. Letztere kann durch Kette g''' hochgehoben werden, wie punktirt gezeichnet ist, und schlägt dann der seitliche Stift g2 am kurzen Ende des Armes gl gegen das Gestell A'2 an.
Die Handhabung der Bremse vom anderen Ende der Maschine aus ist namentlich wichtig beim Beginn einer neuen Aufwickelung. Das Papier, welches von der Rolle / aus in den Trog E geleitet wird, geht um die kleine Walze e herum, welche in senkrechten Führungen gelagert ist, so dafs sie ungleichem Zuge in der Papierführung nachgeben kann. Das aufsteigende, mit dem Klebstoff im Troge E getränkte Papier geht nun zwischen den Streichbrettern e& und e% hindurch. Der Hebel, der das Streichbrett «5 trägt, ist um drehbar und kann seine Stellung durch Schraube e1 verändert werden; ebenso ist der Hebel, welcher das Streichbrett e1 trägt, um e3 drehbar und kann durch Schraube ei eingestellt werden. Denjenigen Klebstoff, den die Streichbretter <?5 und ei nicht von den Papierflächen abstreichen, halten die Walzen e 8 e 9 zurück, zwischen denen das Papier auf seinem Wege nach Trommel B hindurchgeht, m bezeichnet den durch Umwickelung des Papiers hergestellten Papiercylinder; um den fertigen Cylinder von dem Gestell der Trommel B seitlich abnehmen zu können, kann das eine Seitenlager B1 der Trommel mit seinem Bock umgeklappt werden. Um aber den fertig gewickelten Papiercylinder m überhaupt bequem von dem Trommelmantel herunterziehen zu können, hat folgende Construction der Trommel in Wirksamkeit zu treten.
Der Trommelmantel wird aus Langstäben gebildet, die parallel zu der Axe B' laufen; diese Stäbe B2B3 haben Segmentform, Fig. 3. Der Stofs dieser Langstäbe läuft aber nicht radial gegen die Trommelaxe, sondern so, dafs der äufsere Bogen der Stäbe B3 kleiner ist, als deren innerer Bogen, und umgekehrt, der äufsere Bogen der Stäbe B2 gröfser ist, als deren innerer Bogen. Diese Einrichtung gestattet, dafs die Stäbe im ganzen Trommelumfang dicht aneinanderliegen können und dafs zur Verringerung des Trommelumfanges zum Abziehen des fertigen Papiercylmders die StäbeBs
zuerst nach der Trommelaxe zu bewegt werden können, dann die Stäbe B*. Die Trommelaxe B1 trägt zwei Naben, jede mit so viel Doppel-Oesen versehen,, als Stäbe im Trommelmantel sind; jeder Stab ist an seiner Innenfläche mit zwei Doppel-Oesen versehen; durch die Verbindungsglieder B'' hängen die Stäbe mit den Naben zusammen; hierdurch sind die Stäbe in ihrer Längsrichtung beweglich, wobei sie sich, durch die Verbindungsglieder Bi geführt, der Trommelaxe nähern und den Trommelumfang verkleinern. Die Stäbe B3 hängen aufserdem durch, die Verbindungsglieder d mit der Scheibe D zusammen. Diese Scheibe kann durch die Mutter D'1 in der Längsrichtung der Trommelaxe verschoben werden; zum Drehen der Mutter D2 dient das Handrad D\ Wird letzteres in der entsprechenden Richtung gedreht, so bewegt die auf ihrem Gewinde sich drehende Mutter -Z?2 die Scheibe D (ohne letztere zu drehen) in der Richtung nach der Trommel zu und schieben die Verbindungsglieder d die Stäbe B 3, welche durch die Verbindung B 4 mit den Naben sich der Axe B' nähern.
Die Mutter D2 dreht sich auf der Mutter C, die sich auf dem Schraubengang der Welle B1 dreht. Die Mutter C ist mit der Scheibe C2 ebenso verbunden, wie Mutter D"- mit Scheibe D. Die Mutter C wird durch das Handrad C gedreht. Die Scheibe C2 ist durch Verbindungsglieder c mit den Stäben B2 verbunden.
Hat man nun durch Drehung des Handrades D' zunächst die Stäbe B 3 aus dem Trommelumfang in das Trommel-Innere eine Jkleine Entfernung hineingezogen und dreht sodann das Handrad C1, so bewegt man hierdurch die sämmtlichen Stäbe B2 und B3 nach der Trommelaxe zu, weil, wie leicht verständlich ist, die Drehung der Mutter C auch die mit den Stäben B3 verbundenen Glieder d bewegt.
Hat man von dem auf diese Weise verkleinerten Trommelumfang den Papiercylinder abgezogen und will den ursprünglichen, grofsen Trommelumfang wieder herstellen, so wird das Handrad C bis an den Ring D auf Welle J1 zurückgedreht, wodurch zunächst die Stäbe B'1 in die grofse Trommelperipherie eintreten; dann wird Handrad Dx zurückgedreht, wodurch die Stäbe B3 in den äufseren Trommelumfang zwischen die Stäbe B% einrücken. Man wird hieraus erkennen, weshalb die Stofsfuge zwischen den Stäben B2 und B3 nicht radial zur Trommelaxe stehen darf.
Aus der vorstehenden Beschreibung geht hervor, dafs die Aufsenfläche der Trommel B eine fast vollkommen glatte ist; wollte man auf die glatte Aufsenfläche verzichten, so können wir diese beschriebene Einrichtung auch dazu benutzen, um den Trommelumfang zur Herstellung gröfserer Papiercylinder weiter auszuspannen, wodurch dann gröfsere Zwischenräume zwischen den Stäben B2 und B3 entstehen. Es mufs dann die Anordnung getroffen werden, dafs die Bewegung der Mutter C in der Längsrichtung der Welle'2?' nicht durch den Ring D begrenzt wird.
In dem Grundrifs, Fig. 4, und der Seitenansicht, Fig. 5, ist der Antrieb der Trommelaxe B' und deren automatische Ausrückung dargestellt, welche eintritt, wenn eine bestimmte Anzahl Papierbogen durch Aufwickelung um B den Papiercylinder gebildet haben.
Die Welle B\ von der nur der hintere Theil in Fig. 4 gezeichnet ist, erhält durch die Triebräder B'' i?5x Drehung; Triebrad Bix sitzt auf Welle H, auf der sich die Riemscheibe ZT1, von irgend einem Motor getrieben, lose dreht; durch die Kupplung H2 wird die Verbindung zwischen Riemscheibe H% und Welle H hergestellt und kann durch den Arm, der mit gabelförmigem Ende um den Kupplungsmuff greift, die Ausrückung jederzeit durch den Arbeiter erfolgen.
Damit Stillstand jedesmal automatisch eintritt, wenn der Papiercylinder fertig gewickelt ist, wird durch die Schnecke B6 auf Welle B1 eine Drehbewegung mittelst eines Schneckenrades und der Getriebe iZ4 ZT5 auf die kleine Querwelle H 8 übertragen, welche eine Daumenscheibe Hn trägt. Der Ausrückhebel H3 steckt nun in einem Winkelhebel, der an seinem Drehpunkt eine Nase If0 hat, gegen die der Daumen H'' zur geeigneten Zeit so antrifft, dafs er den Ausrückhebel schwingt und die Kupplung auslöst; diese Anordnung verhindert die beliebige Ausrückung der Kupplung H'1 durch den Arbeiter nicht.
Das Formen des Cylinders. Der von der Trommel B abgezogene Papiercylinder soll nunmehr getrocknet und ihm dabei eine dem Fasse ähnliche Form dadurch gegeben werden, dafs er in der mittleren Partie etwas gröfser im Durchmesser wird, als an den beiden Enden. Wir erzielen dies dadurch, dafs wir den noch feuchten Papiercylinder in heizbare Formen bringen und während der Anwendung dieser Hitze einen starken Druck gegen die innere Wand des Cylinders ausüben, damit er die innere Gestalt der ihn umgebenden Formen annimmt.
Hierzu wird die in Fig. 6 in Seitenansicht dargestellte Presse verwendet. Sie besteht in der Hauptsache aus einer hydraulischen Presse. Auf der beweglichen Prefsplatte A'" ruht die eine Hälfte der Form _/2, während die andere Hälfte der Form J1 an der oberen feststehenden Prefsplatte oder dem Prefskopf festsitzt. Die Formenhälften haben da, wo sie bei geschlossener Presse zusammentreffen, innen einen etwas gröfseren Durchmesser, als an den Enden, mit denen sie an den Prefsplatten festsitzen. Jede Formenhälfte ist an ihrem inneren Rande ringförmig ausgeschnitten und verläuft dieser Einschnitt in den Hälften flach nach oben und unten, wie in Fig. 8 zu sehen ist; in diesen Ausschnitt kommt der Ring J3 so zu liegen, dafs er die beiden Formenhälften bei geschlossener Presse verbindet. Die Formen
können durch Dampf geheizt werden, der durch die Röhren/1 und/2 eingelassen wird; das Rohr/2 ist wegen der Beweglichkeit der unteren Formenhälfte durch eine gelenkartige Verbindung an das Hauptdampfrohr befestigt.
An der oberen Prefsplatte ist innerhalb der oberen Formhälfte ein dehnbarer Sack aus Gummi oder dergleichen Material mittelst eines breiten Flantsches befestigt. Der Sack ist ungefähr von der Länge, dafs er von dem oberen Prefskopf aus bis auf den Boden der unteren Form reicht, wenn beide Formen geschlossen sind, so dafs er also ungefähr die Länge des anzufertigenden Fasses hat. Dieser Sack ist vollkommen geschlossen und führt das Wasserrohr k durch die obere Prefsplatte in ihn hinein, so dafs er durch sehr hohen Wasserdruck ausgedehnt werden kann. Der gröfste Theil des Sackes wird durch einen Block aus Metall oder anderem Material ausgefüllt (s. k', Fig. 6 a), so dafs es nur eines verhältnifsmäfsig geringen Wasserquantums bedarf, um den Sack auszudehnen. Wir umgeben den Sack k zuweilen mit einem Mantel k2, Fig. 6a, von solchem Material, das geeignet ist, den gewünschten Druck durch Ausdehnung des Sackes gegen die innere Fläche des Papiercylinders auszuhalten. Der Wasserdruck kann durch das mit Ventil versehene Zweigrohr k' wieder abgelassen werden.
Das Manometer oben auf der Presse giebt den im Sack ausgeübten Druck an.
Die bewegliche Prefsplatte trägt an ihrer unteren Fläche die in Fig. 7 dargestellte Einrichtung, mittelst welcher die Platte, wenn sie durch den Stempel der hydraulischen Presse hochgehoben ist und die Formen geschlossen sind, festgestellt werden kann. Um den Stempel sitzt das Getriebe L' lose und durch den Handhebel L drehbar. Das Getriebe steht mit den drei Zahnstangen L~ in Eingriff, welche an den nach auswärts gerichteten Enden Keile tragen; für die Keile sind in den senkrechten Verbindungsstangen A3 der Presse Keillöcher angebracht, so dafs, wenn die bewegliche Prefsplatte hoch genug gehoben ist, sie durch Drehen des Handhebels L, welcher das Eintreten der Keile in die Keillöcher bewirkt, in dieser Stellung festgestellt werden kann.
Das Arbeiten mit dieser Presse geschieht wie folgt: _. _ _
In die in tiefer Stellung befindliche untere Formenhälfte wird zunächst der Ring _/3 eingelegt und sodann der von der Trommel B, Fig. i, abgezogene Papiercylinder in diese Form eingesetzt. Sodann wird durch Anstellen des Wasserdrucks der Stempel/ gehoben, wobei zu beobachten ist, dafs der Papiercylinder zwischen die innere Wand der oberen Form und die äufsere Wand des in der Form befindlichen, noch nicht ausgedehnten Sackes eintritt. Sind die Formenhälften fest aneinandergeschlossen, so wird der Wasserdruck zum Heben der Presse abgestellt und die untere Prefsplatte mittelst Drehen des Handhebels L in der oben beschriebenen Weise festgestellt.
Sodann wird der Dampf durch die Röhren / 1J2 eingelassen, um die Formen zu heizen und gleichzeitig der Wasserdruck durch Rohr k angestellt. Der sich unter starkem Druck ausdehnende Sack innerhalb des Papiercylinders prefst denselben gegen die Wand der Form und veranlafst dadurch, dafs der Papiercylinder während des Trocknens die Form eines Fasses annimmt. Die Zeitdauer, während der man die Presse in diesem Zustande stehen läfst, richtet sich nach der Dicke des anzufertigenden Fasses, nach der Feuchtigkeit des Papiercylinders, nach der Hitze des Dampfes in der Form und nach dem Druck, mit welchem man den Papiercylinder von innen gegen die heifse Form andrückt.
Wir haben zuweilen das gewünschte Resultat in fünf Minuten erreicht. Zum Herausnehmen der papiernen Fafsform wird zunächst der Wasserdruck aus dem Sack durch das Rohr h' abgelassen, sodann der Handhebel L zurückgedreht, um die Prefsplatte A'" zu lösen, dann der Druck aus dem Stempel / abgelassen und nach dem Niedersinken desselben die papierne Fafsform aus der unteren Form _/2 herausgehoben.
Wir können auch die beschriebene Anordnung umdrehen und die festen heifsen Formen innerhalb des Papiercylinders anbringen und den elastischen Sack auf die Aufsenwand des Cylinders wirken lassen. In diesem Falle construiren wir den Sack in Form eines hohlen Ringes, dessen Aufsenseite aus einem festen Material besteht und dessen Innenseite sich durch den Wasserdruck ausdehnt und gegen die . Aufsenfläche des Papiercylinders anlegt. Die äufserlich angewendeten festen Formen können, statt wie gezeichnet waagrecht, auch senkrecht zugetheilt und die beiden Formenhälften behufs leichterer Handhabung mittelst Scharnier verbunden sein.
Herstellung der Kimmen zur Aufnahme der Böden. Zur Fertigstellung des Fasses ist es nöthig, dem Fasse an beiden Enden die Ansätze zur Aufnahme der Fafsböden zu geben und die Böden einzusetzen und zu befestigen. Zur Herstellung der beiden Zargen an der Innenseite des Fasses in der Nähe der Fafsränder kommt die in Fig. ι ο im Längsschnitt und in Fig. 11 im Grundplan dargestellte Maschine zur Verwendung.
Auf einem passenden Maschinengestell ruht ein Cylinder M, auf dessen waagrechtem oberen Flantsch ein Ring χ von winkelförmigem Querschnitt befestigt ist. Dieser Ring ist von solchem Durchmesser, dafs er genau das Ende der trocknen Papierfafsform m aufnehmen kann. Unterhalb des Cylinders M bildet das Maschinengestell ein senkrechtes Lager, in welchem der Theil y Aufnahme findet, der an seinem unteren Ende durch das konische Räderpaar SS' und die Riemscheibe, Fig. 11, Drehbewegung erhält.
Der Theil y ist hohl und geht die Spindel ο durch ihn hindurch, die unten in einem in senkrechter Richtung veränderlichen Spurlager ruht. Der Theil y hat auf seiner oberen Fläche eine centrale Vertiefung und trägt an einer Seite seiner Oberfläche einen Bock, in dem das eine Ende des Hebels P% verschiebbar gelagert ist. Hebel P2 bildet mit dem Hebel P1 zusammen einen Kniehebel, der durch die Spindel ο bewegt werden kann. Das .Ende des Hebels P1 ist an den Bügel η gebolzt, dessen nach unten hin verlängerte Partie drehbar befestigt ist. Der Bügel η trägt durch einen senkrechten Bolzen die waagrechte Scheibe N\ welche mit einem Rande versehen ist. Dieser Rand hat die Form, welche in die innere Fläche der Fafsform als Zarge zur Aufnahme des Fafsbodens eingedrückt werden soll. Die Scheibenperipherie dagegen hat die Form, welche dem Fafsende zwischen Zarge und Kopfende gegeben werden mufs, damit der Fafsboden in die Zarge eingesetzt werden kann.
Diese Formen sind auf dem Schnitt Fig. 12 zu ersehen.
Der Cylinder M ist oben an seinem inneren Rande mit einem Stabbing ζ versehen, gegen welchen die Rollen NN andrücken, die den Druck des Kniehebels, wenn die Spindel 0 gehoben wird, aufnehmen und dadurch veranlassen, dafs die Scheibe N1 mit grofser Kraft gegen die Innenseite von m andrückt. Aus der Beschreibung wird es klar geworden sein, dafs bei Drehung des Theils y die Scheibe N' sich mit dreht und zwar durch ihre Stellung stets in der Nähe der Innenseite von m. Wie oben erwähnt wurde, ruht das untere Ende der Spindel 0 in einem Spurlager; dasselbe bildet das äufsere Ende eines am Maschinengestell drehbar. befestigten Hebels Q. Unter das Spurlager greift die Antifrictionsrolle R ',· die an dem Ende des kürzeren Armes eines Trethebels R sitzt; dieser Trethebel R ist durch eine Spirale R2 mit dem Gestell verbunden, damit die Spindel 0 sich stets in ihrer unteren Stellung befindet und dadurch die Scheibe N1 möglichst nach einwärts zieht. Wird aber auf das lange Ende des Trethebels R durch den Fufs des Arbeiters gedrückt, dann hebt sich Spindel 0 und drängt die Scheibe nach auswärts, damit sie durch ihre Drehung mit dem Theil y und dadurch verursachte Drehung um ihre eigene Axe die gewünschten Formen in m einprefst. Die Tiefe des Eindrucks kann durch Veränderung der Stellschraube Rs begrenzt werden, die senkrecht in dem Trethebel R steckt.
Das Arbeiten mit der Maschine geschieht wie folgt: Dei Riemen befindet sich auf der Losscheibe, also sind die Drehtheile in Ruhe; die Feder R* hat den Trethebel R nach oben gezogen, also ist Spindel 0 gesenkt und demnach Scheibe N1 nach einwärts gezogen. Sodann wird die papierne Fafsform in den Ring χ eingesetzt und darauf die Drehbewegung der Theile durch Umstellen des Riemens auf die Festscheibe veranlafst, sodann wird durch Niederdrücken des Trethebels der Druck der Scheibe N1 so lange gegen das Innere von m ausgeübt, bis die gewünschten Eindrücke in der erforderlichen Form erfolgt sind; wenn hierauf der Druck der Scheibe N1 durch Zurückziehen des Fufses vom Trethebel aufhört und die Maschine ausgerückt ist, wird m aus dem Ring χ herausgenommen und umgedreht, um dieselben Eindrücke der Scheibe N1 auf der anderen Seite des Fafs-Innern hervorzubringen. Sind beide Fafsseiten so, wie Fig. 12, vorgerichtet, so erfolgt das Einsetzen der Böden
dieselben können von
Holz oder einem anderen beliebigen Material sein. Wir geben ihnen vorzugsweise die im Querschnitt, Fig. 13, angegebene Form. Wir befestigen sie dadurch, dais wir zunächst um das zurückgebogene Fafsende einen breiten Reifen T legen und dann einen inneren Reifen m' einsetzen, welcher in den Fafsboden bis zu m3 hineingreift.
Wir bemerken zum S.chlufs, dafs, obgleich wir die gesammten Einrichtungen als zur Fabrikation von Fässern aus Papier bestimmt beschrieben haben, wir uns selbstverständlich vorbehalten, auch andere Gegenstände mittelst die-' ser Maschine herzustellen, wobei sich dann nur die Formen etc. je nach der Figuration der herzustellenden Gegenstände verändern.
Wir müssen ferner ganz besonders darauf hinweisen, dafs diejenigen Prefs-, Heiz- und Trocken-Einrichtungen, welche wir vorstehend unter Bezug auf die Fig. 6, 6a, 7 und 8 beschrieben haben, um dem Papiercylinder die Fafsform zu geben und ihn gleichzeitig zu trocknen, auch dazu verwendet werden können, um Gegenstände, die aus Papierbrei, statt aus Papierlagen hergestellt sind,, zu formen und zu trocknen.

Claims (8)

Patent-Ansprüche:
1. Die Trommel B mit ihren, den Umfang der Trommel bildenden Stäben B2 und B3 in Verbindung mit dem doppelten Stellmechanismus, durch welchen zuerst die Stäbe B2 und sodann die Stäbe B2 und B3 gemeinschaftlich zur Verkleinerung des Trommelumfangs der Trommelaxe B' genähert werden, wie mit Bezugnahme auf die Fig. 1, 2 und 3 beschrieben wurde.
2. Die unter Bezugnahme auf Fig. 1, 2 und 3 . beschriebene Art des Zusammenstofses der Stäbe B2B3, um die Verkleinerung . des Trommelumfangs durch den doppelten Stellmechanismus wie beschrieben bewirken zu können.
3. Die Einrichtung zum Umlegen des Bocks mit dem einen Trommellager in Verbindung mit der Trommel B zu dem angegebenen Zweck.
4. Die selbstthätige Ausrückeinrichtung für die Trommel B, wie mit Bezugnahme auf Fig. 4 und 5 beschrieben wurde.
5- Die Bremse G mit der Einrichtung zum Aufheben und Anhalten derselben, der Klebstofftrog E, die stellbaren Schaber e* und £2, die Druckwalzen und die Prefswalzen W in Fig. ι zu dem angegebenen Zweck.
6. Die hydraulische Presse mit den beiden heizbaren Formen _/'- und J2 und dem ausdehnbaren Sack K innerhalb der beiden Formen zu dem angegebenen Zweck, wie unter Bezugnahme auf Fig. 6 beschrieben
. wurde.
7. Die Anordnung des Blockes innerhalb des ausdehnbaren Sackes K mit seinem Mantel K1 und die Einführung einer Druckwasserleitung in den Raum zwischen Block und Sack, wie unter Bezugnahme auf die Fig. 6 und 6 a beschrieben wurde.
8. Die Einrichtung Fig. 6 und 7 zum Feststellen der beweglichen Prefsplatte der hydraulischen Presse.
13·
Der Verbindungsring J3 im Innern der beiden Formen J1 und J2, wie mit Bezug auf Fig. 8 unter Angabe des Zweckes beschrieben wurde.
Die Maschine zum Bearbeiten und Formen der Fafskopfenden, wie unter Bezugnahme auf die Fig. 10, 11 und 12 beschrieben wurde.
Die Befestigung der eingesetzten Böden bei Papierfässern durch den inneren Reifen m' und den äufseren Reifen T.
Die beschriebenen Apparate und Maschinen in ihrer gesammten Zusammensetzung zur Fabrikation von Fässern aus Papierlagen.
Die in den Fig. 6, 6a, 7, 8, 10, 11 und 12 beschriebenen Einrichtungen zum Formgeben und Trocknen von Fässern und anderen Gegenständen aus Papierbrei.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2595068A1 (fr) * 1986-01-24 1987-09-04 Bruss Polt I Dispositif pour la fabrication d'articles annulaires en polymeres tels que des courroies

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