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Verfahren und Einrichtung zum Egalisieren von mit Wasser oder Magermilch
auf den gesetzlichen Gehalt abgestimmter Rohbutter Die Erfindung bezieht sich auf
die kontinuierliche Erzeugung von Butter. Es ist bereits gelungen, die Erzeugung
von Rohbutter kontinuierlich durchzuführen, es fehlt aber noch an Verfahren und
Einrichtungen, mit denen auch die weitere Behandlung der Butter bis zur Erzielung.
eines haltbaren und; den sonstigen Erfordernissen des Verbrauchers entsprechenden
Erzeugnisses kontinuierlich durchführbar ist. Diese Lücke sucht die Erfindung durch
ein Verfahren zu schließen, bei dem der den Rohbuttrererzeuger verlassenen Rohbutter
von möglichst niedrigem Wassergehalt gegebenenfalls unter Wärmezuführung Wasser
oder Magermilch zugesetzt und diese Masse in einem geeigneten Gerät, z. B. einer
Homogenisiermaschine, zwecks gleichmäßiger Wasserverteilung durchmischt wird und
hiernach im Durchlauf durch einen Kühlbehälter gekühlt wird, worauf die fertige
Butter geformt oder in ein Lager- oder Transportbehältnis eingefüllt werden kann.
Weiterhin bezieht seich die Erfindung auf eine Einrichtung zur Durchführung dieses
Verfahrens.
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Auf weitere Einzelheiten dies Verfahrens. und der Einrichtung nach
der Erfindung ist in der nachstehenden Beschreibung näher eingegangen.
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Von den bekannten Maßnahmen, zur kontinuierlichen Erzeugung von Rohbwtter
seien; hier vor allem zwei Verfahren. berücksichtigt; nach der einen Herstellungsweise
wird Süßrahm durch eine mit u:mlaufendenSchlagorganen versehene liegende Trommel
geleitet, in welcher feinste Butterkügelchen entstehen und die Buttermilch getrennt
abgezogen wird. Das andere Verfahren besteht darin, daß in zwei hintereinandergeschalteten
Schleudern ein hochkonzentrierter Rahm erzeugt wird: In beiden Fällen läßt sich
die Herstellung der Rohbutter derart führen, daß sie einen sehr geringen Wassergehalt
hat, der unterhalb der
gesetzlich zulässigen Grenze liegt. Diese
Rohbutter wird gemäß der Erfindung einem oder ab, wechselnd z5vei nebeneinander
=geordneten Behältern laufend zugeführt-, in. denien eine Zusatz von Wasser oder
Magermilch bis zu der jeweils gewünschten Grenze erfolgt. Statt dieses oder dieser
Behälter kann maß' auch (eine Einrichtung vorsehen, die die Rohbatber ohne Verweilzeit
durchfließt, wobei ihr im Durchlaufen, beispielsweise mittels eines Injektors: oder
einer Brause, die gewünschte Wassermenge zugesetzt wird. Hierbei h :ält man die
Rohbutter auf einer geeigneten Temperatur, die sich bei dar Rohbuttererzeugunig
in zwei hinterieinandergeschalteten Separatoren durch die verhältnismäßig hohe Austrittstemperatur
aus dem zweiten Separator, die etwa bei 6o° C liegen kann, von selbst .ergibt; bei
Verwendung eins. konfiinuierlich arbeitenden Schl:agbuttererzeugers der obenerwähwten:
Art wird man hingegen in dem erforderlichen Maße zusätzliche Wärme zuführen. Nach
Verlassen der zum Wasserzusatz dienenden Einrichtung gelangt die hier entstandene
Masse in ein Durchmischgerät, welches das Wasser in dien Gemisch gleichmäßig verteilt,
und zwar so weit, diaß dieMasise bei dem späterenErstarren homogen bleibt. Als:
Du,rchmischgerät kommt. in erster Linie eine. Hoimogenisieirmaschine bekannter Art
in B.etrach:.t. Hat die Buttermasse diese Du:rchmi.schmasichine durchlaufen, so:
gelangt sie in einen Kühl- oder Unterkühdb@ehälter, den sie ebenfalls 'kontinuierlich
durchläuft und in dien sie, unter Umständen plötzlich; auf -f- i_5 bis, -i#- 18°
C abgekühlt wird In der zu diiesem Kühlbehälter führenden Leitung ist ein selbsttätig
arbeitendes Gerät zur Bestimmung des Wassergehalts,- der Butter anigeordnet, das
beispielsweise auf die Unterschiede .der Dielektrizitätskonstanten der einzelnem
Bestandteile der Butter anspricht. Zweckmäßig beeindlußt dieses Gerät :die Einrichtung
,. w elclve die Menge dies Wassers. oder der Magermilch beistimmt und der die Rohbutter.
nach Verlassen des Rohbutroe:rfentigers, wie obere erwählt, zugeführt wird. Die
den; Kühlbehälter verlassende Butter ist an seich bereits. fertig, so daß man sie
beispielsweise einer Formmaschine oder Buttertonnen oid. dgl. zuführen ka_.
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Auch die :ebenfalls zur Erfindung- gehörende Einri,cheung' -zur Fertigbehandlung
kontinuierlich erzeugter Rohbutter sei im nachstehenden an Hand zweier Alzsfühmngs:beiispiele
näher erläutert, die in der- Zeichnung in Abb. i und 2 schematisch dar= gestellt
sind.
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Bei der Einrichtung nach Abb. i dient zur kontinuierlichen Erzeugung
der Rohbutter ein an sich bekanntes Gerät r, das mit ein, einer Hiebenden Trommel
umlaufenden Schlägern arbeitet. Die dieses, Gerät verlassendie Rohbutter, die bereits
aus feinsten Butterkügelchen und einer geringen Wassermengle besteht, gelangt: fortlaufend
in einen Behästier 2, der- mit einer 3 zur Erhöhung der Rohbuttertemperatur auf
etwa 6o-° C ausgerüstet ist. Oberhalb des, Behälters, 2 isst eine mixt einem R`e-lorgan
5 versehene Einrichtung 4. zur Zuführung von Wasser oder Magermilch zu der Buttermasse
-angeordnet. Der Behälter 2 ist durch eine Leitung mit einem Durchmischgerät, z.
B.. einer Homogenisiermaschine 6 verbunden. In der dieses. Gerät kontinuierlich
durchlaufenden Buttermasse wird durch einen Mischvorgang das Wasser so gleichmäßig
wie möglich verteilt. Der hierzu, am besten geeignete Druck und die dazu passende
günstigste Temperatur lassen, sich ( an Hand; der Erfahrungen mit derartigen Geräten
ohne Schwierigkeiten ermitteln. In die von der Durch,mischmaschine kommende Leitung
ist ein an sich bekanntes Gerät 7 eingeschaltet, mit dien der Wassiergiehalt der
Buttermasse, z. B. auf Grund des( . Unterschiedes: der Dielektrizitätskonstanten
ih.rär Bestandteile selbsttätig festgestellt, wird. Dieses Gerät ist durch eine
Leitung 8 mit( dien Regelorgan 5 verbunden, das die der Rohbutter im Behälter 2
zuzusetzendeWasser- oder Magermilchmenge bestimmt, so: d'aß die Buttermasse vollkommen
-selbsttätig, den gewünschten Wassergehalt erhält. An; das Gerät 7 schließt sich
ein Kühlbehälter 9 an, der zur unter Umständen plötzlichen Abkühlung der _ Buttermasse
dient. Nach dem Durchlaufen dieses Behälters wird die nunmehr fertige Butter b@eispielsm#eise
- entweder in -einer Formmaschine io geformt oder in Buttertonnen i i eingefüllt.
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Dasi Ausführungsbeispiel nach Abb. a zeigt die Einrichtung nach der
Erfindung -bei Verwendung zweier kontinuierlich arbeitender Schleudermaschinen 12
-und, 13, von denen die Schleuder 13 den aus der Schleuder 12 gewonnenen Rahm in
an sich bekannter Weise noch weiter, z. B. auf 85 °/o konzentriert. Da .die die
Schleuder 13 verlassende Rahmkonzentration bereits von Haus aus: :eine genügende
Temperatur besitzt, so .erübrigt sich bei dem Wasserzusatz:behälter a eine Heizvorrichtung.
Hier .läßt sich der Behälter :2 daher in besonders einfacher Weise durch ein anderes,
zweckmäßig von sich, aus: kontinuierlich betreibbares. Gerät ersetzen, beispielsweisedurch
einen Injekte.r od. dgl. Im übrigen stimmt die Anlage nach Abb.2_ mit derjenigen
nach Abb. il überein.