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DE863045C - Verfahren zur Herstellung von Aluminiumformiat aus Erdalkaliformiaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aluminiumformiat aus Erdalkaliformiaten

Info

Publication number
DE863045C
DE863045C DEB7201D DEB0007201D DE863045C DE 863045 C DE863045 C DE 863045C DE B7201 D DEB7201 D DE B7201D DE B0007201 D DEB0007201 D DE B0007201D DE 863045 C DE863045 C DE 863045C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
formate
aluminum
alkaline earth
aluminum formate
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB7201D
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Dr Jahn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB7201D priority Critical patent/DE863045C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE863045C publication Critical patent/DE863045C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/41Preparation of salts of carboxylic acids
    • C07C51/412Preparation of salts of carboxylic acids by conversion of the acids, their salts, esters or anhydrides with the same carboxylic acid part

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Aluminiumformiat aus Erdalkaliformiaten Die Verarbeitung von Erdalkaliformiaten auf Aluminiumformiat kann nach bekannten Verfahren in der Weise erfolgen"daß man Bariumformiat oder Calciumformiat mit Aluminiumsulfatlösung umsetzt, das entstandene Erdalkalisulfat abfiltriert und die erhaltene Lösung von Aluminiumformiat eindampft oder durch Zerstäubungstrocknung in festes Aluminiumformiat überführt. Man gelangt hierbei erst nach weitgehender oder vollständiger Entfernung des Lösungswassers zu festem Aluminiumformiat. Es ist auch bekannt, daß man Aluminiumformiat aus verdünnteren Lösungen, die mindestens ein spezifisches Gewicht von r,,o45 haben müssen, abscheiden kann, indem man die Lösungen in Gegenwart freier Ameisensäure bei gewöhnlicher Temperatur längere Zeit, gegebenenfalls unter Rühren, sich selbst überläßt. Die Abscheidung ist jedoch unvollständig; erhebliche Mengen des Formrats bleiben in Lösung. Aus stärkeren Aluminiumformiatlösungen, die ein spezifisches Gewicht von mindestens.r,zoio haben sollen, läßt sich Alumirniumformiat auch ohne Gegenwart freier Ameisensäure bei längerem Stehenlassen oder Rühren nach Zusatz geringer Mengen festen Aluminiumformiats auskristallisieren. Auch hier bleiben selbst bei tagelangem Kristallisieren noch beträchtliche Mengen Aluminiumformiat in Lösung.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich Aluminiumformiat in einfacher Weise mit sehr guter Ausbeute gewinnen läßt, wenn man Erdalkaliformiate, wie das leicht zugängliche Calciumformiat, mit einer wäßri:gen Lösung von Aluminiumchlorid oder -nitrat umsetzt und aus der Lösung, die das gebildete Aluminiumformiat und daneben Erdalkalichlorid oder -nitrat enthält, das Formiat abscheidet. D-as Verfahren gestattet infolge der hohen Löslichkeit der beteiligten Chloride bzw. Nitrate, die Aluminiumformiatbildung in einer so konzentrierten Lösung vorzunehmen, daß sich das Aluminiumformiat aus dem Umsetzungsgemisch abscheidet, ohne daß hierzu eine erforderlich wäre. Es bildet sich hier kein schwer- oder unlösliches Nebenprodukt, das vor der Abscheidung .des Aluminiumformiats abgetrennt werden muß. Während der Kristallisation des Aluminiumformiats scheiden sich keine störenden Mengen des leicht löslichen Erdalkalichlorids bzw. =nitrats mit ab; infolgedessen läßt siöh das vonder Lösung abgetrennte Formiat leicht und ohne empfindliche Waschverluste auswaschen.
  • Das Verfahren bietet aber auch Vorteile, wenn es sich um die Verarbeitung verdünnter Aluminiumchlori,d- bzw. -nitratlösungen handelt. In diesem Fall kann man so verfahren, daß man das umgesetzte Gemisch, aus dem keine unlöslichen Nebenprodukte abgetrennt werden müssen, einengt, bis sich festes Aluminiumformiat absoheidet, oder daß man die Lösung unter schonenden Bedingungen ganz zur Trockne bringt. Aus dem festen Aluminiumformiat lassen sich die löslichen Erdalkalisalze leicht auswaschen, was; bei der Umsetzung von Aluminiumsulfat wegen der Schwerlöslichkeit der gebildeten Erdalkalisulfate nicht möglich wäre.
  • Die Umsetzung wird zweckmäßig in saurem-1VIedium, vorzugsweise bei pH-Werten von weniger als 2, durchgeführt. Man erhält .dann ein gut kristallisiertes Aluminiumformiat, das sich in heißem Wasser klar löst, während sich sonst gern basische, nur trüb lösliche Formiate bilden. Zur Einstellung .des pH-Wertes verwendet man vorteilhaft solche Säuren, die keine schwer- oder unlöslichen Erdalkali- oder Aluminiumsalze bilden, wie Ameisensäure, Salzsäure oder Salpetersäure.
  • Will man das in den Filtraten und Waschwässern enthaltene Aluminiumformiat nicht verloren geben, so kann man diese mit basischen Mitteln; beispielsweise mit Calciumhydroxyd, versetzen, wobei sich ein Gemisch aus basischem Aluminiumformiat, Aluminiumhydroxyd und Calciumaluminat abscheidet. Das Gemisch kann abgetrennt, in Säure gelöst und erneut der Umsetzung zugeführt werden.
  • Das Verfahren eignet sich insbesondere dazu, wenig wertvolle Aluminiumchloridablaugen, wie sie in der Technik bei organischen Synthesen erhalten werden, auf hochwertigeErzeugnisse aufzuarbeiten. Beispiel i In einer 267 Gewichtsteile A1 C13 enthaltenden gesättigten Aluminiumchloridablauge werden 39o Gewichtsteile Calciumformiat gelöst. Aus der Lösung kristallisieren 3i o Gewichtsteile Aluminiumformiat aus. Das Salz wird abfiltriert, mit wenig Wasser gewaschen und bei 5o bis 6o° getrocknet. Es ist in Wasser trüb löslich. Beispiel e In 20 1 einer 6,6 kg Al C13 enthaltenden technischen Aluminiumchloridablauge werden 9,7 kg Calciumformiat gelöst. Die Lösung wird mit Salzsäure auf einen pH-Wert von höchstens :2 eingestellt, worauf etwa 7 kg Aluminiumformiat auskristallisieren. Dieses wird abgetrennt, mit Wasser gewaschen und bei 6o° getrocknet. Es ist in heißem Wasser klar löslich. Beispiel 3 441 technische Aluminiumchloridablauge mit einem Gehalt von i-3,4 k g A1 Cl" werden mit 26 k5 technischem Calciumformiat und so viel konzentrierter Salzsäure versetzt, daß das Lösungsgemisch einen pH-Wert von weniger als 2 aufweist. Die abgeschiedene Kristallmasse wird von der Flüssigkeit getrennt, mit wenig Wasser von anhaftender Mutterlauge befreit und bei 5o bis 6o° getrocknet. Man erhält 19,5 kg Aluminiumformiat, das in Wasser klar löslich ist. Beispiel 4 Zu einer gesättigten wäßrigen Lösung von 750 g Aluminiumnitrat (Al(N03)3 * 9H20) gibt man 54o g Calciumformiat und so viel konzentrierte Salzsäure, idaß der p$ Wert des Lösungsmittelgem.isches unterhalb 2 liegt. Es kristallisiert Aluminiumformiat aus. Die von der Flüssigkeit getrennten Kristalle werden mit Wasser gewaschen und bei 6o° getrocknet. Die Ausbeute beträgt 29o g. Das Aluminiumformiat ist in heißem Wasser klar löslich.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Aluminiumformiat aus Erdalkaliformiaten und Aluminiumsalzen, dadurch gekennzeichnet, daß man das Erdalkaliformiat, zweckmäßig Calciumformiat, mit einer wäßrigen Aluminiumchlorid- oder -nitratlösu,ng umsetzt und das Alumin.iumformiat bei einer von vornherein herrschenden oder mach ;der Umsetzung erzeugten ausreichenden Konzentration (der Lösung abscheidet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch li, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in saurem Medium vorzugsweise bei pH-Werten unter 2 durchführt.
DEB7201D 1944-11-24 1944-11-24 Verfahren zur Herstellung von Aluminiumformiat aus Erdalkaliformiaten Expired DE863045C (de)

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