DE8625A - Verbesserung an dem Apparat zur Regulirung des Gasdruckes bei Anwendung von comprimirtem Gase für Eisenbahnfahrzeuge von J - Google Patents
Verbesserung an dem Apparat zur Regulirung des Gasdruckes bei Anwendung von comprimirtem Gase für Eisenbahnfahrzeuge von JInfo
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Description
1879.
Klasse 26.
L. A. RIEDINGER in AUGSBURG.
Verbesserung an dem Apparat zur Regulirung des Gasdruckes bei Anwendung von
comprimirtem Gase für Eisenbahnfahrzeuge von JuI. Pintsch.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Januar 1879 ab.
Den bisherigen Membran-Regulatoren, 1
einen hohen, durch Comprimirung des Gases erzeugten Druck auf den gewöhnlichen Verbrennungsdruck
zu reduciren haben, mangelt eine centrale Führung aller bei der Functionirung thätigen Theile, welche durchaus wesentlich
für die richtige und gleichmäfsige Wirkung des Apparates ist. Aufserdem läfst sich bei
keiner der vorhandenen Constructionen die Wirkung der den Gasdruck veranlassenden Belastung
(Gewicht oder Feder) behufs Aenderung des Verbrennungsdruckes von aufsen und während
der Functionirung beliebig reguliren, so dafs diese Regulatoren, einmal adjustirt, immer nur
einen und denselben Verbrennungsdruck zu geben im Stande sind, wenn nicht durch Aufserbetriebsetzen
und Oeffhen derselben, dann probeweise Vermehrung oder Verminderung der Belastung,
eine Aenderung der Wirkung des Regulators vorgenommen wird.
Bei mangelnder centraler Führung kann sich aber die Membrane, welche bei der erforderlichen
Gröfse nie vollkommen homogen ist und sich sehr schwer durchaus gleichmäfsig präpariren
läfst, leicht verziehen, wobei sich die Verbindung mit der Membrane schräg stellen
und ein ungleiches Drücken auf das Ventil, event, sogar ein Festklemmen desselben die
Folge sein wird. Auch ist nicht zu übersehen, dafs alle seitlichen, auf den Apparat wirkenden
Stöfse, gegen welche derselbe möglichst unempfindlich sein soll, bei Anwendung einer entsprechenden
centralen Spindelführung nur mehr ganz minimal wirken können. Die Regulirbarkeit
des Apparates von aufsen auf beliebigen Verbrennungsdruck während der Thätigkeit desselben
ist ein unbedingtes Erfordernifs für einen möglichst vollkommenen Regulator, da dieser
Verbrennungsdruck nach Gasart, dann Zahl und Gröfse der Flammen verschieden sein mufs.
Mit Rücksicht auf diese durch die Erfahrung bestätigten Grundsätze ist dem Regulator für
transportable Gasbeleuchtungen, von 8 Atmosphären Füllungsdruck abwärts, folgende Einrichtung
gegeben:
Die Gufsschale g mit Eingangsvorrichtung e und Ausgangsrohr α ist durch die aus präparirtem
Leder oder gasdicht präparirtem Stoff oder auch aus concentrisch gewelltem Metallblech
hergestellte Membrane m gasdicht verschlossen. In der Mitte der Membrane m ist die centrale
Führungspindel s, welche in den Büchsen 6 und bi geführt wird, gasdicht eingeschraubt.
Die Eintrittsvorrichtung e für das hochgespannte Gas ist mit dem Ventil ν versehen, dessen
Ventilkegel mittelst eines Zwischengelenks ο mit
dem Hebel h verbunden ist, welch letzterer an einem Ende in dem stellbaren Lager / sich bewegt
und dessen freies Ende in einen Schlitz der Spindel ί reicht.
Unmittelbar unter der Membrane m, durch eine Zwischenscheibe davon getrennt, ist die
Belastungsfeder /, die sich lose in den beiden Oesen am Rande der Regulatorschale g bewegen
kann, mit der Spindel .? fest verbunden. Am unteren Ende der centralen Führungsspindel
s, in der Büchse b, ist eine Entlastungsfeder /i angebracht und zwar eine Spiralfeder,
welche durch die Regulirungsschraube r von aufsen mehr oder weniger gespannt werden
kann.
Das Hebellager / ist durch drei Stellschrauben r, und r2, die ebenfalls von aufsen zugänglich
sind, nach Bedarf höher oder tiefer zu stellen. Ist kein Druck in dem Regulator, so
zieht die Belastungsfeder /, Membrane m und Spindel ί abwärts, drückt die Entlastungsfeder/,
zusammen und hält mittelst des mitgeführten Hebels / das Ventil υ geöffnet.
Functionirt der Regulator, so tritt das Gas durch das Eingangsventil ν in das Regulatorgefäfs,
bis die Membrane m so weit gehoben und gespannt ist, dafs der im Regulator vorhandene
Gasdruck mit dem durch die Entlastungsfeder /i geübten Druck dem Gewicht
der Spindel ί mit dem mitwirkenden Membrangewichtstheil, dem Druck der Belastungsfeder /
und dem vom Hebel und Ventilkegel wirkenden Gewichtstheile, zuzüglich dem durch den
Eingangsquerschnitt des Ventils verursachten Hochdruck des comprimirten Gases, das Gleichgewicht
hält. Ist der Ausgang α geschlossen, so schliefst, sobald die Gleichgewichtsstellung
um ein Geringes überschritten wird, der gehobene und angedrückte Ventilkegel den weiteren
Gaszutritt ab. Ist der Ausgang α geöffnet
und strömt durch denselben Gas ab, so wird das Höchdruck-Einlafsventil so minimal geöffnet,
däfs das abströmende Gas immer wieder ersetzt wird und im Regulator sich constanter
Druck erhält.
Nur der geringe, durch den Hochdruck des comprimirten Gases verursachte Functionstheil
ist in obiger Gleichgewichtsstellung variabel, doch fallt diese wechselnde Wirkung durch das
Verhältnifs der Membranfläche zum Einlafsquerschnitt und durch die Hebelreduction bis zu
8 Atmosphären Druck wenig ins Gewicht.
Durch die Anwendung der beiden Federn / und /,, welche entgegengesetzt, aber immer
central zur Membranfläche wirken, so dafs eine die zu starke Wirkung der anderen aufhebt,
kann die Belastungsfeder / viel stärker gemacht werden, als bei Anwendung von nur einer Feder
thunlich, und ebenso kann die Entlastungsfeder /, kräftig genug genommen werden, dafs
bei Functionirung des Apparates alle beweglichen Regulatortheile zwischen den beiden Federn
/ und Z1 genau central geführt, schwebend
und unempfindlich gegen Stöfse erhalten werden.
Durch die bewegliche Verbindung ο des Hochdruck-Ventilkegels
mit dem Hebel h, welcher mit der Spindel ί in dem angebrachten Schlitz
gleichmäfsig geführt wird, ist ein Einklemmen des Ventilkegels in den Ventilsitz und dadurch
eine Unterbrechung der Functionirung des Apparates ausgeschlossen.
Claims (3)
1. Die combinirte Anwendung einer Belastungsund einer Entlastungsfeder und Regulirbarkeit
der letzteren von aufsen, um jeden gewünschten Verbrennungsdruck während der Thätigkeit des Apparates geben zu können.
2. Centrale Spindelführung und Verbindung derselben mit den central wirkenden Federn.
3. Stellbarkeit des Hebellagers von aufsen und Verbindung des Uebertragungshebels sowohl
mit dem Ventile als mit der Membranspindel.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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