DE861599C - Entrindungsmaschine fuer stehende Baumstaemme - Google Patents
Entrindungsmaschine fuer stehende BaumstaemmeInfo
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Description
- Entrindungsmaschine für stehende Baumstämme Die Erfindung betrifft eine Maschine, durch welche die Rinde von stehenden Baumstämmen abgeschält werden kann, zu welchem Zweck die Maschine mittels eigener Kraft unter gleichzeitiger Betätigung der Schälvorrichtung an dem Stamm nach oben und nach Beendigung der Arbeit im Leerlauf wieder abwärts bewegt werden kann. Die Entrindung der stehenden Stämme vor dem Fällen hat u. a. den Vorteil, daß das Holz in diesem Zustande nach der Entrindung gut austrocknet und dann leichter gefällt werden kann. Zugleich können auf diese Weise die erforderlichen Arbeiten besser zeitlich verteilt werden, indem die Entrindung und Entastung im Sommer vorgenommen und die Bäume dann anschließend erst im Herbst gefällt werden.
- Die Entastung des Stammes kann mit Hilfe derartiger Maschinen in .unmittelbarem Zusammenhang mit der Entrindung erfolgen, indem der mit der Maschine an dem Stamm 'hochfahrende Bedienungsmann die Äste mit Hilfe eines Beiles oder einer Säge, beispielsweise einer Kettensäge, Kreissäge od. dgl., entfernt, die zweckmäßig über eine biegsamme Welle vom Antriebsmotor der Entrindungsmaschine aus angetrieben wird. Im einzelnen besteht die Vorrichtung im wesentlichen aus einem nach Art eines Dreieckverbandes ausgeführten Gestell, mit gelenkig miteinander verbundenen Seiten, die sieh unter Federwirkung gleichmäßig gegen den Stamm legen. Dieses Gestell trägt sowohl die Schälvorrichtung als den Antriebsmotor und den Führersitz und kann sich mit Hilfe einer oder mehrerer vom Motor aus angetriebener Raupenketten sowohl in der Höhen- als in der Umfangrichtung des Stammes bewegen, so daß es längs einer schraubenlinienartig verlaufenden Bahn an dem Stamm hochsteigen kann. Damit hierbei die Schraubensteigung dem jeweiligen Stammdurchmesser entsprechend eingestellt und auf diese Weise die Rinde längs einer fortlaufenden Schraubenfläche abgeschält werden-kann, ist die Vorschubraupe mit ihrem Getriebe um eine zur Stammachse senkrechte Achse schwenkbar in dem Gestell gelagert, und zwar mindestens um- einen Winkel von 9o' schwenkbar, so daß sie sowohl waagerecht als senkrecht eingestellt werden kann. Dadurch wird die Möglichkeit geboten, daß die Maschine einerseits auch in einer ebenen Kurve um. den Stamm herumfahren, andererseits parallel zur Stammachse . sich senkrecht nach abwärts bewegen kann. Die Raupe kann hierbei in jeder beliebigen Winkelstellung festgestellt werden.
- In. den Antrieb der Raupe ist eine Bremsvorrichtung eingeschaltet, durch welche die Geschwindigkeit bei der Abfahrt geregelt und ein unerwünschtes Herabgleiten der Vorrichtung längs des Stammes verhindert werden kann.
- Das Lenkgestell ist beispielsweise aus je einem oberen und unteren, dreieckförmigen Rahmen zusammengesetzt, die j e an ihren Ecken und in der Mitte der drei Seiten Gelenke besitzen und durch senkrechte Stangen miteinander verbunden sind. An dem mittleren Gelenk der dem Motor zunächst liegenden Rahmenseite ist die Antriebsvorrichtung mit der Raupe, wie erwähnt; um eine waagerechte Achse schwenkbar gelagert; an den mittleren Gelenken der beiden anderen Rahmenseiten greifen Klemmvorrichtungen an, die beispielsweise aus Drucktangen bestehen, an deren äußeren Enden je zwei -Zugfedern angreifen, die je an die beiden, durch die Gelenke verbundenen Seitenteile der Spannvorrichtung so angeschlossen sind, daß in jeder Winkelstellung eine in Richtung des Gelenkes wirkende resultierende Kraft venbleibt. Durch,diese Kraft werden an den inneren Enden der Druckstange befindliche Klemmstücke, beispielsweise allseits beweglich gelagerte Kugeln oder kugelschalenförmig gewölbte Kufen oder einstellbare Rollen od: dgl., gegen den Stamm gedrückt. Mit den Gelenkteilen der Stammvorrichtung werden zweckmäßig Sicherungsvorrichtungen, beispielsweise in Gestalt von Seilen oder Anschlägen, verbunden; durch welche. bei Bruch einer Feder, ein zu weites Öffnen der - Spannvorniehtung und ein -dadurch etwa verursachtes Abgleiten iam Stamm verhindert wird.
- Damit das Spanngestell um den. Stamm herumgelegt werden kann, muß es an einem der drei Eckpunkte geöffnet werden können. Die beiden Dreieckseiten sind deshalb an dieser Stelle durch lösbare Bolzen miteinander verbunden. Das Schließen des Gestells .entgegen der Wirkung der Spannfedern kann mit Hilfe- einer einfachen Windevorrichtung erfolgen, die an dieser Stelle eingebaut ist und bequem von Hand betätigt werden kann.
- Zur leichteren Anpassung an Ungleichmäßigkeiten der Stammoberfläche wird die Schälvorrichtung zweckmäßig in einzelne Messer unterteilt, die gegeneinander verschwenkbar sind und je -durch Federn gegen den Stammumfang gepreßt werden. Vor den Schälmessern ist ein Einschneidemesser mit vorstehender Spitze angeordnet, durch welche die Rinde längs des abzuschneidendem Streifens aufgeritzt wind. An Stelle eines Einschrneidemessers kann zu diesem Zweck auch eine motorisch angetriebene Kreissäge oder eine andere bekannte Vorrichtung verwendet werden.
- Damit eine möglichst weitgehende Anpassung an die verschiedenstem Arbeitsbedingungen, u. a. mit Rücksicht auf idie Entfernung von Ästen usw., möglich ist, empfiehlt es sich, in den Antrieb ein stufenlos schaltbares Getriebe einzubauen.
- Ein Ausführungsbeispiel einer Entrindungsmaschine nach der Erfindung ist in rein schematischer Form in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Fig. i das untere Ende eines Stammes mit der Entrindungsvorrichtung im Aufriß, Fig.2 in gleicher Darstellung, aber in größerem Maßstab, teilweise im Schnitt, die Vorschubraupe mit ihrem Getriebe, Fig. 3 einen Grundriß zu Fig. i, Fig. q. gleichfalls in größerem Maßstab eine Ansicht der Vorschubraupe und ihrer Lagerung von oben.
- Mit i ist der untere Teil eines zu entrindenden Stammes beveichnef, mit 2 die eigentliche Schälvorrichtung, die beispielsweise aus vier Schälmessern besteht, die in einem Gestell 3 so gelagert sind, daß sie durch nicht dargestellte Federn unabhängig voneinander gegen den Stamm gepreßt werden. Das Gestell 3 trägt zugleich ein ebenfalls nicht dargestelltes Einschneidemesser, das vor dem obersten Schälmesser liegt.
- Die ganze Vorrichtung ist in ein Trag- und Spanngestell eingebaut, das im wesentlichen aus einem unteren Rahmen q. und einem oberen Rahmen 5 besteht, die durch Verbindungsstangen 6 miteinander verbunden sind. Jeder der beiden Rahmen setzt sich aus insgesamt sechs gelenkig miteinander verbundenen Armen 7 zusammen, die dreieckförmig so angeordnet sind, daß je zwei Arme eine Dreieckseite bilden, an deren mittleren Gelenken bei einer Seite die Vorschubraupe 8, bei den beiden anderen Dreieckseiten die Klemmvorrichtungen gelagert -sind, die beispielsweise aus Kugeln g bestehen, welche durch Druckstangen io unter Wirkung der Federn ii gegen den- Stamm gepreßt werden. An Stelle von Kugeln .können auch kugelschälenförmige Kufen oder ändere geeignete Klemmvorrichtungen verwendet werden, die dem Wandern der Vorrichtung längs des Stammes einen möglichst geringen Widerstand entgegensetzen.
- Die Federnpaare i i greifen je mit einem Ende an den äußeren Enden der Druckstangen io, mit ihren anderen Enden an den Seitenstangen 7 des Gelenkdreiecks an.
- In ähnlicher Weise wird auch das mit der Vorschubraupe 8 verbundene Gelenk 13 durch eine Druckstange 12 angepreßt, die gleichfalls unter Einwirkung von Zugfedern i i steht.
- Wie bereits erwähnt, können die Spannvorrichtungen mit Sicherheitseinrichtungen versehen werden, durch welche ein zu weites Aufklaffen der Vorrichtung bei Bruch einer Feder verhindert wird. Diese Sicherheitseinrichtungen können beispielsweise aus je einem Teil bestehen, welches mit den beiden Gelenkstangen einer Dreieckseite so verbunden und so bemessen ist, @daß seine Länge der größten zulässigen Federung der beiden Spannfedern entspricht. Statt dessen kann auch eine Anschlagvorrichtung vorgesehen werden, welche aus zwei innerhalb der Federn liegenden und gegeneinander verschiebbaren Teilen, z. B. Rohren, besteht, die bei Erreichung der äußersten zulässigen Federung durch gegenseitigen Anschlag an einer weiteren Verschiebung gehindert werden.
- Die Vorschubraupe 8 ist in einem Gestell 14 gelagert, das mittels eines zur Stammachse senkrecht liegenden Zapfens 15 um einen Winkel von mindestens go' so verdreht werden kann, daß die Raupenebene nach Bedarf aus der waagerechten in die senkrechte Lage verschwenkt und die Raupe in jeder Zwischenlage festgestellt werden kann. Mit dem Raupengestell ist zugleich das Antriebsgetriebe der Raupe verschwenkbar, das beispielsweise aus einem Kegelräderpaar 16, einer Zwischenwelle 17, einem auf dieser sitzenden Zahnrad 18 und einem auf der vom Motor kommenden Antriebswelle sitzenden weiteren Zahnrad ig besteht. Das Zahnrad 18 kann mit dem ganzen übertragungsgetriebe um die Achse des Zahnrades ig geschwenkt werden, die mit der Achse des Zapfens 15 zusammenfällt.
- Der Motor 2o ist seitlich an dem Spanngestell gelagert. Oberhalb des Motors ist der Führersitz 21 angeordnet.
- Zwischen Motor und Getriebe ist eine Bremstrommel :22 eingeschaltet, die vom Führersitz aus bedient werden kann.
- Die Verschwenkung der Raupe mit ihrem Getriebe erfolgt mittels des vom Führersitz aus bequem zugänglichen Hebels 23.
- An der der Vorschubeinrichtung gegenüberliegenden Ecke des Gestelldreiecks sind die aneinanderstoßenden Arme 7 des oberen und unteren Rahmens je durch Einsteckbolzen 24 leicht lösbar miteinander verbunden. Damit die beiden Teile, nachdem das Gestell um den Stamm i gelegt ist, leicht miteinander verbunden werden können, ist zwischen den beiden Rahmen eine Windentrominel 25 angeordnet, die mittels einer Welle 26 und Handkurbel 2,7 verdreht werden kann. Die Winde ist mit dem Gestänge einer der beiden Dreieckseiten verbunden; das auf ihr befindliche Seil z8 kann mit einem Endhaken 29 um einen mit der anderen Dreieckseite verbundenen Bolzen 30 gelegt werden, so daß die beiden Teile mit Hilfe der Winde fest gegeneinander gezogen und die Bolzen 24 durchgesteckt werden können.
Claims (12)
- PATEATTANSPRUCHE: i. Entrindungsmaschine für stehende Baumstämme, dadurch gekennzeichnet, daß die Schälvorrichtung je an einem dreieckförmigen Gestell (4., 5) befestigt ist; das sich unter Federwirkung gelenkig gegen den Stamm (i) legt und sich mit Hilfe einer oder mehrerer motorisch angetriebener Raupen (8). in der Höhen- und Umfangsrichtung des Stammes bewegen kann.
- 2. Entrindungsmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (ao) und Führersitz (21) seitlich an dein Spanngestell (4, 5) gelagert sind.
- 3. Entrindungsmaschine nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubraupe (8) mit ihrem Getriebe (16 bis 18) um eine zur Stammachse senkrechte Achse um mindestens -go° schwenkbar und in ihrer jeweiligen Lage feststellbar ist.
- 4. Entrindungsmaschine nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den Antrieb der Vörschubraupe (8) eine Bremsvorrichtung (22) eingeschaltet ist.
- 5. - Entrindungsmasc'hine nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestell aus je einem oberen (5) und unteren (4) dreieckförmigen, an den Endpunkten und je in der Mitte der drei Seiten gelenkigen Rahmen besteht.
- 6. Entrindungsmaschine nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an den Seitengelenken je eine unter Federwirkung stehende Klemmvorrichtung (g, io) angreift.
- 7. Entrindungsmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtung aus einer auf dieGelenkewirkendenDruckstange (i o) besteht, an deren äußerem Ende zwei Zugfedern (i i) angreifen, die je an die beiden, durch die Gelenke verbundenen Teile (7) des Spanngestells so angeschlossen sind, daß in jeder Winkelstellung eine in Richtung des Gelenks wirkende resultierende Kraft verbleibt. B.
- Entrindungsmaschine nach den Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mit den Gelenkteilen (7) des Spanngestells Sicherungsvorrichtungen, ,beispi.elsweis;: Seile oder Anschläge, verbunden sind, durch welche bei Bruch einer Feder ein zu weites Öffner der Vorrichtung und damit ein Abgleiten am Stamm verhindert wird. g.
- Entrindungsmaschine nach den An- -sprüchen i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schälvorrichtung (2) in einzelne Messer unterteilt ist, die je- durch Federwirkung-gegen den Stamm gepreßt werden. io: Entrindüngsmaschine nach den Ansprüchen i bis g, dadurch gekennzeichnet, daß vor den.
- Schälmessern (2) ein Einschneidemesser mit vorstehender Spitze oder eine motorisch angetriebene Säge angeordnet ist. i i.
- Entrindungsmaschine nach den Ansprüchen i bis ro, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor (2o) verschiedene Anschlüsse für biegsame Wellen, beispielsweise zum Antrieb von Ketten- oder Kreissägen für die Astentfernung, enthält.
- 12. Entrindungsmaschine nach den Ansprüchen i bis i i, dadurch gekennzeichnet, daß das Spanngestell (4, 5) an einem Gelenkpunkt durch lösbare Bolzen (24) zusammengehalten wird und mit Hilfeeiner an dem Gestell befestigten Seilwinde (25) geschlossen werden kann.
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