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Schreibtisch mit Plattenausschnitt, z. B. als Durchbruch für versenkbar
angeordnete Schreibmaschinen Bei Schreibtischen, die wahiweisie als solche und als
Schreibniaschinentisc he benutzt werden sollen, ist es üblich, die Schreibmaschine,
die in ihrer Gebrauchslage etwa um ihre halbe Höhe unter der Schreibtischplatte
liegen muß, .unter diese auf einer Maschinenplatte vollständig abzusenken und den
in der Schreibtischplatte vorgesehenen Ausschnitt, der für die Schreibmaschine in
der Gebrauchsstellunigerforderlich ist, durch eine -Ausschnittplatte zu verschließen.
In .der Regel sind- dabei die drei genannten Platten über verwickelte, @empfindliche-
und kostspielige- Beschläge und Hebelkonstruktionen miteinander verbunden.
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Gegenstand der Erfindung ist @es nun, hier eine wesentliche Vereinfachung
vorzusehen. Diese -besteht. darin, daß man die drei Platten kinematisch voneinander
völlig trennt und die Ausschnittplatte in einfacher Weise so ausbildet, daß sie,
anstatt wie bisher 'ui. der Gebrauchslage der Maschine nach oben herauszunehmen,
nunmehr parallel nach unten verschoben, und zwar auf besondere Nutenführungen abgesenkt
und nach hinten geschoben werden kann.
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Der Vorteil dieser Ausführung ist offensichtlich: Außer den einfachen
Nutenführungen in der Tischplatte und entsprechenden Gegenstücken an der -Ausschnittplatte
zum Verschieben der letzteren nach hinten sind weitere Beschläge für diese nicht
erforderlich, während der Mechanismus zum Anheben der Maschinenplatte unabhängig
von dieser Ausbildung der Ausschnittplatte vorgenommen werden kann und sich damit
auf beliebige Weise" auf jeden: Fall- aber sehr !einfach ausgestalten läßt. Dadurch;
daß die Ausschnittplatte nach hinten
unterhalb der -Schreibtischplatte
Verschoben wird, beansprucht sie heimerlei Räüni und behindert im Gegensatz zu den
bisher verwandten Ausführungen auch die Sicht nicht, d. h., @es fehlt der anangenehme
und zumindest architektonisch. störende Eindruck, Iden die schräg nach obren aus
der Tischplätte herausgehobenen Ausschnittplatten. bisher erweckten. Außerdem entstand
durch Spiel in den: .einzelnen Teilen gemäß den betreffenden Ausführungen leicht
ein Unteracliied in er Höhe zwischen Ausschnitt- und Tischplatte, was 'bei der Ausführung
gemäß der Erfindung nicht mehr möglich ist.
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Im !einzelnen soll nach einer einfachen Ausführungsart und unter Vermeidung
.auch, des geiringsten Metallbeschlages die Anordnung so vorgenommen werden, daß
die Ausschnittplatte um etwas mehr als die Stärke der Tischplatte abgesenkt und-in
unteren Führungen nach hinten unter die Tischplatte geschoben werden kann. Um dies
Absenken zu teemöglichen, soll dabei die Ausschnittplatte zunächst waagerecht nach
vorn 'verschoben werden., bis sie von ihnen für #die Ruhestellung vorgesehenen Auflageflächen,
die insbesondere durch eine obere Führungsnut gebildet werden, freikommt.
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Man kann die Aiusführnung beispielsweise so vorsehen, idaß man die
an jeder Seite des Ausschnitteis angeordnete obere und. untere Führungsnut. durch
je reine vordere -und leine hintere; -im ' wesientlichen senkrecht oder kurvenartig
von vorn oben nach hinten unten verlaufende Nut verbindet, während -die Ausschnittplatte
mit entsprechenden Ansätzen', wie z. B. Leistenstiften, Rollen, . Führungsnasen
od. dgl., in die Nuten eingreift.
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Die beschriebene Ausführung kann man naturgen@äß abwandeln. So kann
man ian_der Ausschnittplatte, Ünd zwar an jeder Seitenkante, Führungsleisten vorstehen,
die jedoch lediglich aus einem kurzen. Führungsstück von etwa seinem Viertel der
_ Länge der Ausschnittplatte an den dem Sitz Iabgelegenen Emden sowie einem - :Stück.
von gleicher Länge in seinem Abstand von wiederum ietwa. einem Viertel der Länge
von der dem Sitz zu gelegenen Kante angebracht sind. Die Länge der Seitenkanten
der Ausschnittplatte ist demgemäß wechsielweise in vier Viertel unterteilt, von
_ ;denen. :das erste und dritte Viertel ohne und das zweite und vierte Viertel :mit
feinem Führungsstück versehen sind. Die. Maße sind - hierbei nicht etwa genau zu
nehmen, vielmehr sollen. die Führungsleisten !etwas kürzer als ein Viertel .der
-Länge stein. Die Reihenfolge der .Viertel ist dabei vorn Sitz aus geneclinet. Schraubt
man unter - die Tischplatte zwei entsprechende Führungsleisten mit je feiner Führungsnut
so an, daß ihre Oberkanten zusammen mit. Nuten an. der Unterseite der Tischplatte
gleichzeitig als Führungen für die Führungsleisten der Ausschnittplatte in ihrer
Hochlage dienen, und ordnet man in diesen mit Nuten versehenen Führungsleisten an
der Tischplatte Ausschnitte so an, daß; diese im ersten rund dritten Viertel - der
Länge der Seitenkanten des Ausschnittes in der Tischplatte liegen, sä braucht mal
lediglich die Ausschnittplatte etwas -nach dem Sitz zu, d. h. also zurückzuziehen,
so daß dann die in dem zweiten und vierten Viertel der Länge -der Seitenkanten der
- Ausschnittplatte vorgesehenen Führungsleisten in die, Ausschnitte fallen, die
Platte - dabei: also um z. B. etwa einen Zentimeter hinunterfällt, tdabei in die
Nutten -der Führungsschienen an der Tischplatte gelangt und sich in diesen nun nach
hinten schieben läßt.
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Umgekehrt läßt sich die Ausschnittplatte nach vor'n ziehen, bis säte
an Anschlägen so zur Anlage konmmt, daß ihre Führungsleisten unterhalb der Ausschnitte
ider Führungsleisten der Tischplatte liegen, worauf man. die Ausschnittplatte anheben
kann, bis ihre. Führungsleisten an .der Führungsnut in -der Tischplatte zur Anlage
kommen und sie in @dieser Hochlage wiederum so weit nach hinten geschoben werden
kann, biss sie die Tischplatte ergänzt. . . .
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Außer den bereits geschilderten Mitteln ist also lediglich ein Anschlag
zur Begrenzung der Vorziiehbtewegung der Ausschnittplatte nach dem Sitz zu erforderlich.
Eine derartige Ausführung ist einfach und ohne Verwendung von Stiften u. dgl. herzustellen"
folgt aber :dabei, abegsehen von handwerklichen Maßnahmen, vollständig dien Erfhidungsgedanken.
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Man kann ferner .die Ausschnittplatte unter die Wirkung von Federn
stellen, die sie in der vorgezogehen Lage selbsttätig nach obien-,drücken, so,daß
also die Schließbewegung der Ausschnittplatte - lediglich im. einem Vorziehen unter
der Tischplatte her gegen. den Sitz zu und einem Zurückdrücken in den Ausschnitt
besteht, während das Anheben durch die Federn besorgt wird. In der Riegel kann arten
jedoch auf derartige Mittel verzichten, da die Ausschnittplatten sehr leicht sind
und sich auch ohne diese Hilfe mühelos anheben lassen. Man kann weherhin Klinken
in der Schließstellunig zwischen Tischplatte und Ausschnittplatte anordnen, so daß
die Lösung dieser Schließlage nur unter überwindtung eines kleinen Widerstandes
möglich ist. Man kann ferner für diesle -Lage Verriegelungen vorsehen. Man kann
diese Verriegelungen außerdem auch selbsttätig mit irgendwelchen Verschlüssen, z.
B@. von Schubladen usw:, vereinen -und,älmli:che andere Abwandlungen ins Auge fassen.
Der Hauptgedanke besteht indessen stets darin, die Verbindung zwischen Ausschnittplatte
und Tischplatte möglichst frei von Beschlägen zu halten, zumindest soweit diesle
die Verbindung dieser Teile untereinander betrifft, während naturgemäß gewisse einfache
Beschläge als Ersatz für .die geschilderten Leisten ieintneten können.
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Inder Zeichnung ist reine Verbindung gemäß der Erfindung au Hand eines
Beispiels wiedergegeben, und zwar zeigt Abb. a eiirren Schnitt parallel zur Längskante
eines kombinierten Schreib- und Schreibmaschinentisches- im Ausschnitt, während
Abb. z Leinen Schnitt gemäß Linie II-II der Abb. i wiedergibt.
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Die Tischplatte 5 ist an den den Ausschnitt begrenzenden
Längskanten
6 mit einem oberen Führungsnutenpaar 7 ausgestattet. Unterhalb dieser oberen Nuten
7 sind Führungsleisten 8 an der Tischplatte befestigt, wobei diese Führungsleisten
ein weiteres oberes Führungsnutenpaar 7 und je zwei untere Führungsnutenpaare 9
aufweisen. Der mittlere Abstand der Nuten 7 von den Nuten 9 ist gleich der Stärke
der Tischplatte 5 und damit auch der Ausschnittplatte i o. Die Ausschnittplatte
hat, wie Abb. 2 zeigt, an jeder Seite Führungsstifte i i und 12, mit denen sie in
der Schließlage in den oberen Führungsnuten 7 ruht. Eine an der Hinterkante der
Ausschnittplatte i -o vorgesehene Dichtungsleiste i q. greift in der Schließstellung
in eine Nut 13 der Tischplatte 5 ein und sichert so den genauen Höhenabschluß zwischen
Tisch- und Ausschnittplatte. Die oberen Führungsnuten sind mit den unteren durch
Kurvenführungen 15, 16 verbunden, die schräg von vorn oben nach hinten unten
verlaufen und an allen Stellen abgerundet sind. Zieht man nun die Ausschnittplatte
in Richtung des Pfeiles 17, d. h. also mach vorn, und verschiebt sie in der Endstellung
nach hinten, so gleitet sie in die unteren Führungen 9 unter :den hinteren Teil
der Tischplatte 5.
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Umgekehrt wird die Ausschnittplatte i o beim Verschließen des Ausschnittes
im Sinne des Pfeilces 18 bis zur Endstellung nach vorn gezogen. Die Federn i 9 sorgen
dann dafür, daß die Platte beim Zurückschieben in ihren oberen Nuten bleibt.